3. Die Typologie: Grundlage der Waldbauanalyse: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki Waldmanagement
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
Der Wald ist nämlich mehr als ein einfaches, mehr oder weniger zufälliges Nebeneinanderstehen
von Bäumen. Wie schon Delvaux (1984)[[Referenz::Delvaux;1984;Delvaux, J., 1984: Forêt de Soignes. Propos d'un iconoclaste. Les Natural. belg. 65, 1: 1-45.| ]]<ref>Delvaux, J., 1984: Forêt de Soignes. Propos d'un iconoclaste. Les Natural. belg. 65, 1: 1-45.</ref> treffend formuliert hat, muss man den Wald als „eine
lebendige Gemeinschaft von Bäumen“ mit einer genau festgelegten und charakteristischen
Hierarchie und Dynamik betrachten.
Bei jedem Waldteil bestimmen die Konstellationen von relevanten Standortfaktoren, sowie auch
die waldbauliche Vergangenheit und die bestehenden aktuellen waldbaulichen Zielsetzungen
die Waldentwicklung. Um diese Faktoren richtig zu verbinden, wird die waldbauliche Analyse
als entscheidende Tätigkeit betrachtet. Sie erfolgt bei jedem Kontakt mit dem Wald quasi
automatisch. Sie ist also die Grundlage des waldbaulichen Entscheidungsprozesses (siehe
[[Prinzipen der Waldbauanalyse]]).
Bei der waldbaulichen Analyse geht es in erster Linie darum, den Bestand so genau wie
möglich durch Beschreibung seiner elementaren, d.h. ihn aufbauenden Bestandteile zu
charakterisieren. Eine Bestandesbeschreibung setzt deshalb in erster Linie voraus, dass man
über passende typologische Kriterien verfügt. Damit sie brauchbar ist soll vor allem klare und
präzise Ausdrücke enthalten. Die Beschreibung des Waldes erfolgt nicht um ihrerselbstwillen.
Sie dient vielmehr dazu, eine treffende Beurteilung zu geben, welche die Grundlage für eine
waldbauliche Entscheidung und somit auch für die darausfolgenden waldbaulichen Massnahmen
darstellt.
==Auch sehen==
*[[3.1 Grundeinheit und operative Einordnung]]
*[[3.2 Die Bestandesbeschreibung]]
*[[3.3 Prinzipen der Waldbauanalyse]]
[[Category:Bestand]]
[[Category:Wald]]
[[Category:Baumkollektiv]]
[[Category:Baum]]
[[Category: Typologie]]
==Referenzen==
<references/>
*[[3.1 Grundeinheit und operative Einordnung]]
*[[3.1 Grundeinheit und operative Einordnung]]
**[[3.1.1 Typologische Kriterien]]
**[[3.1.1 Typologische Kriterien]]

Version vom 18. Januar 2017, 14:41 Uhr

Der Wald ist nämlich mehr als ein einfaches, mehr oder weniger zufälliges Nebeneinanderstehen von Bäumen. Wie schon Delvaux (1984)<ref>Delvaux, J., 1984: Forêt de Soignes. Propos d'un iconoclaste. Les Natural. belg. 65, 1: 1-45.</ref> treffend formuliert hat, muss man den Wald als „eine lebendige Gemeinschaft von Bäumen“ mit einer genau festgelegten und charakteristischen Hierarchie und Dynamik betrachten.

Bei jedem Waldteil bestimmen die Konstellationen von relevanten Standortfaktoren, sowie auch die waldbauliche Vergangenheit und die bestehenden aktuellen waldbaulichen Zielsetzungen die Waldentwicklung. Um diese Faktoren richtig zu verbinden, wird die waldbauliche Analyse als entscheidende Tätigkeit betrachtet. Sie erfolgt bei jedem Kontakt mit dem Wald quasi automatisch. Sie ist also die Grundlage des waldbaulichen Entscheidungsprozesses (siehe Prinzipen der Waldbauanalyse).

Bei der waldbaulichen Analyse geht es in erster Linie darum, den Bestand so genau wie möglich durch Beschreibung seiner elementaren, d.h. ihn aufbauenden Bestandteile zu charakterisieren. Eine Bestandesbeschreibung setzt deshalb in erster Linie voraus, dass man über passende typologische Kriterien verfügt. Damit sie brauchbar ist soll vor allem klare und präzise Ausdrücke enthalten. Die Beschreibung des Waldes erfolgt nicht um ihrerselbstwillen. Sie dient vielmehr dazu, eine treffende Beurteilung zu geben, welche die Grundlage für eine waldbauliche Entscheidung und somit auch für die darausfolgenden waldbaulichen Massnahmen darstellt.

Auch sehen

Referenzen

<references/>