4. Die Nutzungsprinzipien: Unterschied zwischen den Versionen
CloGol (Diskussion | Beiträge) |
Janik (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (3 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<span style="background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px">[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]</span> | |||
Heutzutage vollzieht sich die Diskussion der Verdienste und der Nachteile forstlicher Systeme | Heutzutage vollzieht sich die Diskussion der Verdienste und der Nachteile forstlicher Systeme | ||
in einem wesentlich breiteren Zusammenhang als nur über die Nutzung des Rohstoffes Holz. | in einem wesentlich breiteren Zusammenhang als nur über die Nutzung des Rohstoffes Holz. | ||
| Zeile 4: | Zeile 6: | ||
einer blossen Kontrolle des Rohstoffes Holz nach und nach zu einer Vorstellung gelangt ist, | einer blossen Kontrolle des Rohstoffes Holz nach und nach zu einer Vorstellung gelangt ist, | ||
welche die Gesamtheit aller durch die forstlichen Ökosysteme erbrachten Leistungen umfasst. | welche die Gesamtheit aller durch die forstlichen Ökosysteme erbrachten Leistungen umfasst. | ||
Bezüglich Art der Einflussnahme auf die Produktion bestanden beträchtliche Unterschiede | Bezüglich Art der Einflussnahme auf die [[Produktion]] bestanden beträchtliche Unterschiede | ||
zwischen biotechnokratischen Konzepten der technisch-rationellen Nutzung des Rohstoffes | zwischen biotechnokratischen Konzepten der technisch-rationellen Nutzung des Rohstoffes | ||
Holz nach landwirtschaftlichem Muster einerseits und die möglichst breite Anlehnung an die | Holz nach landwirtschaftlichem Muster einerseits und die möglichst breite Anlehnung an die | ||
| Zeile 14: | Zeile 16: | ||
Ausschliesslichkeit''' oder Schädelin’sche Konzeption). Dieses Prinzip erfordert, dass alle | Ausschliesslichkeit''' oder Schädelin’sche Konzeption). Dieses Prinzip erfordert, dass alle | ||
Bäume, die einen Bestand bilden, dieselbe Funktion erfüllen. Andererseits galt das Prinzip, | Bäume, die einen Bestand bilden, dieselbe Funktion erfüllen. Andererseits galt das Prinzip, | ||
dass im Endzustand (Hiebsreife) die Zielbäume (sogenannte Z-Bäume) in derartiger Verteilung | dass im Endzustand (Hiebsreife) die Zielbäume (sogenannte [[Z-Baum|Z-Bäume]]) in derartiger Verteilung | ||
bestehen, dass möglichst der ganze Produktionsraum voll ausgeschöpft ist (Abetz’sche | bestehen, dass möglichst der ganze Produktionsraum voll ausgeschöpft ist (Abetz’sche | ||
Konzeption). | Konzeption). | ||
| Zeile 30: | Zeile 32: | ||
*[[4.2 Die Produktionsfaktoren]] | *[[4.2 Die Produktionsfaktoren]] | ||
*[[4.3 Die Pflegeeffekte]] | *[[4.3 Die Pflegeeffekte]] | ||
*[[Massnahmen der Pflegeeingriffe]] | *[[4.4 Massnahmen der Pflegeeingriffe]] | ||
__SHOWFACTBOX__ | |||
Aktuelle Version vom 28. Februar 2017, 16:16 Uhr
Heutzutage vollzieht sich die Diskussion der Verdienste und der Nachteile forstlicher Systeme in einem wesentlich breiteren Zusammenhang als nur über die Nutzung des Rohstoffes Holz. Eine geschichtliche Betrachtung des Begriffes Nachhaltigkeit zeigt, dass die Forstwirtschaft von einer blossen Kontrolle des Rohstoffes Holz nach und nach zu einer Vorstellung gelangt ist, welche die Gesamtheit aller durch die forstlichen Ökosysteme erbrachten Leistungen umfasst. Bezüglich Art der Einflussnahme auf die Produktion bestanden beträchtliche Unterschiede zwischen biotechnokratischen Konzepten der technisch-rationellen Nutzung des Rohstoffes Holz nach landwirtschaftlichem Muster einerseits und die möglichst breite Anlehnung an die natürlichen Prozesse vom naturnahen Waldbau.
Früher basierten die waldbaulichen Konzepte bezüglich Holzproduktionsziele auf dem Streben nach biologisch optimaler Ausschöpfung und zwar in doppelter Hinsicht, nämlich: erstens von allen Bäumen in einem Bestand wurde die maximale Wertschöpfung erwartet (Prinzip der Ausschliesslichkeit oder Schädelin’sche Konzeption). Dieses Prinzip erfordert, dass alle Bäume, die einen Bestand bilden, dieselbe Funktion erfüllen. Andererseits galt das Prinzip, dass im Endzustand (Hiebsreife) die Zielbäume (sogenannte Z-Bäume) in derartiger Verteilung bestehen, dass möglichst der ganze Produktionsraum voll ausgeschöpft ist (Abetz’sche Konzeption).
Heute sind diese zwei Prinzipien in Bezug auf das übergeordnete Ziel der Multifunktionalität einerseits und die Produktionseffizienz andererseits zu differenzieren. Die heute angestrebten Nutzungsformen gehen für die Ausrichtung der waldbaulichen Massnahmen in Richtung einer situativen Betrachtung, d.h. entsprechend den Unterschieden im Entwicklungspotential der Bäume und den unterschiedlichen Zielen. Angebracht ist ein naturopportunes Vorgehen (nehmen, was die Natur selbst produziert), mehr als ein deterministisches Vorgehen (Festlegen der gewünschten Bestockungszusammensetzung).
Auch sehen
- 4.1 Übergeordnete Prinzipien für die Bewirtschaftung
- 4.2 Die Produktionsfaktoren
- 4.3 Die Pflegeeffekte
- 4.4 Massnahmen der Pflegeeingriffe