3.2.1 Für flächig verjüngte Bestockungen

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Die Gesamtheit der operationell eigenständigen Behandlungseinheiten werden als Bestockungseinheit bezeichnet (vgl. Kap. 3.1). Diese stellen per Definition die elementaren Einheiten der waldbaulichen Entscheidungen dar. Somit untersteht jede Bestockungseinheit einem spezifischen waldbaulichen Eingriff. Die Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten ist also der erste Schritt für die waldbauliche Planung.

Bei der Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten sind normalerweise die Bestandesformen (siehe Abschnitt 3.1.1) und, im Falle von Bestockungen mit horizontalem Schluss die Entwicklungsstufe zu berücksichtigen. Weitere Kriterien sind die Baumartenzusammensetzung (Textur), die Bestockungsdichte (Schlussgrad, Deckungsgrad) und allenfalls der Gesundheitszustand.

Der Auflösungsgrad bei der Ausscheidung der Bestockungseinheiten einer Bestandeskarte hängt vom Detaillierungsgrad waldbaulicher Tätigkeit ab. Andersherum gilt es, die Übersicht nicht zu verlieren. Üblicherweise ist der Detailierungsgrad der Ausscheidungen umso höher, je jünger die entsprechenden Bestockungen sind und je intensiver und feiner die waldbauliche Tätigkeit ist.

Die Abgrenzung der Bestockungseinheiten beruht sowohl auf typologischen, wie auch auf waldbaulichen Kriterien. Die Bestandeskarte wird üblicherweise im Massstab 1: 5000 erstellt.