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| Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die
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| Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen
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| der sozialen Stellung: '''Umsetzung'''. Die Umsetzungen fallen sowohl positiv wie negativ aus. Die
| | '''Deutsch: '''[[hatDeutsch::Umsetzung, soziale]] |
| sozialen Umsetzungen hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer
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| des dadurch erzeugten Wettbewerbes ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen,
| | '''Français: '''[[hatFrancais::Modification du statut social]] |
| die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe
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| aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise
| | '''Italiano: '''[[hatItaliano::Transizione sociale]] |
| ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der
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| Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung.
| | '''English: '''[[hatEnglish::Change in development]] |
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| Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits
| | {{#ask: [[Subcategory of::Umsetzung]]|format=table|mainlabel=Unterkategorien}} |
| den sog. Oberstand (herrschende und mitherrschende) und andererseits den von beherrschten
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| und unterdrückten gebildeten Unterstand. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des
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| Oberstandes ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der
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| Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung
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| statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum
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| Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder Nebenbestand fällt dabei ausser
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| Betrachtung.
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| Eine hohe soziale Stellung verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen
| | {{#ask: [[Category:Umsetzung]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}} |
| Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen,
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| oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien
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| (Jungwuchs, Dickung) der Status des Herrschenden zufällig oder Ausdruck der besseren
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| Veranlagung ist. {{referenz|Delvaux|1981}}<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>, hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus Pflanzung entstanden
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| sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe
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| [[Bild::Abb 2.6.png|Abb.2.6]]). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als
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| Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die
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| soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass
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| herrschende Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der
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| Durchschnitt{{referenz|Referenz|Geburek et al|1993}}<ref>Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.</ref>. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001{{referenz|Hussendörfer|2001}}<ref>Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.</ref> konnte bei der [[Baumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der Schattenbaumart zusammenhängt.
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| Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck
| | [[Category: Umsetzung]] |
| der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die
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| Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der Pflanzung erfolgten
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| Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen
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| Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.
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| [[Image: abb_2.6.png|600px]]
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| '''Abb 2.6:''' Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10
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| Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981){{referenz|Delvaux|1981}}<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>.
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| ==Referenzen==
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| <references/>
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| [[Category: Entwicklungs- und Bildungsprozesse]]
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| [[Category: Soziale Differenzierung]]
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| [[Category: Baumkollektiv]]
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| [[Category: Definition]] | |