Bestandesschluss
Unter dem Begriff Struktur versteht man die Art und Weise, wie die Bäume im vertikalen Raum verteilt sind; während man unter Bestandesschluss die räumliche Anordnung der Baumkronen im speziellen versteht. Man unterscheidet folgende zwei Schlussarten (siehe Abb. 3.7):
Abb. 3.7 : Die zwei Formen des Bestandesschlusses.
- Der horizontale Schluss charakterisiert den gleichförmigen Bestand. Die Kronen der Bäume füllen mehr oder weniger den gleichen Teil des Raumes aus. Dabei bilden sie eine oder auch mehrere Schichten, welche sich aber deutlich voneinander unterscheiden lassen.
- Der stufige Schluss charakterisiert ungleichförmige Bestände, bei welchen sich die Kronen mehr oder weniger im ganzen vertikalen Raum verteilen und keine Schichtung erkennen lassen. Der stufige Schluss ist charakteristisch für den Plenterwald oder allenfalls den Mittelwald in der Überführungsphase.
Die zwei Formen des Bestandesschlusses entsprechen den zwei Formen von Sylvigenese nämlich die flächenweisen verjüngten Bestände einerseits und die Bestände mit kontinuierlicher Erneuerung wie beim Plenterwald.