Schaftform

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Viele Baumarten bilden praktisch immer eine durchgehende dominante Schaftachse aus. Praktisch alle Koniferen und Laubbaumarten wie z.B Esche, Ahorn, Kirschbaum gehören zum Typ des monopodialen Schaftbaus (siehe Abb. 2.11). Die Wipfelschäftigkeit kommt von einer hohen apikalen Dominanz der Meristeme, welche eine starke Hierarchie zwischen Endknospe und Seitenknospe, bzw. End- und Seitentriebe bestimmt. Das führt zur sylleptischen Schaftarchitektur, d.h. eine klare hormonell gesteuerte Wuchshierarchie zwischen Gipfel- und Seitentrieben.

Andererseits gibt es viele Baumarten, die immer sympodisch verzweigen. In der Regel sind das tropische Baumarten. Dieser Typ entsteht, nachdem die Fruktifikationstriebe im Jahr nach der Fruktifikation absterben und führen dazu, dass unterliegende Knospen Ersatztriebe bilden. Je nach apikaler Dominanz entwickeln sich pro Achse zwei Ersatztriebe gleich stark und führen dann zu einer Kandelaberform (echter Sympod). Unechte Sympoden entstehen, wenn Gipfeltriebe nur ausnahms- und zufallsweise ausfallen, z.B. unter Frostbeschädigung oder Wildverbiss. Auch sympodisch veranlagte Gewächse können zu einer wipfelschäftigen Stammform (sog. akrotone Form) kommen, wenn einer der Seitentriebe sofort die Führung übernimmt und die anderen sich zurückbilden (siehe Abb. 2.13). Umgekehrt bleibt der Sympod (Zwiesel) viel länger, ja ständig bestehen, wenn die apikale Dominanz schwach ist.

Abb. 2.11: Die zwei Grundtypen der Stammmorphologie: Monopode und Sympode.

(nach Crabbé, 1987 (?, ?))