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oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien
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(Jungwuchs, Dickung) der Status des Herrschenden zufällig oder Ausdruck der besseren
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Veranlagung ist. [[Referenz::Delvaux, 1981]], hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus Pflanzung entstanden
Veranlagung ist. {{referenz|Delvaux|1981}}<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>, hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus Pflanzung entstanden
sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe  
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soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass
soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass
herrschende Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der
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Durchschnitt ([[Referenz::Geburek et al, 1993]]). Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist
Durchschnitt{{referenz|Referenz|Geburek et al|1993}}<ref>Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.</ref>. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001{{referenz|Hussendörfer|2001}}<ref>Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.</ref> konnte bei der [[Baumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der Schattenbaumart zusammenhängt.
naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint
aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. [[Referenz::Hussendörfer, 2001]] konnte bei der [[Baumart::Tanne]]
zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der
Schattenbaumart zusammenhängt.


Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck
Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck
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'''Abb 2.6:''' Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10
'''Abb 2.6:''' Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10
Jahren. (nach einem Versuch von [[Referenz:: Delvaux, 1981]]).
Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981){{referenz|Delvaux|1981}}<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>.
 
==Referenzen==
<references/>


[[Category: Entwicklungs- und Bildungsprozesse]]
[[Category: Entwicklungs- und Bildungsprozesse]]

Version vom 28. November 2014, 17:23 Uhr

Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen der sozialen Stellung: Umsetzung. Die Umsetzungen fallen sowohl positiv wie negativ aus. Die sozialen Umsetzungen hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer des dadurch erzeugten Wettbewerbes ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen, die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung.

Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits den sog. Oberstand (herrschende und mitherrschende) und andererseits den von beherrschten und unterdrückten gebildeten Unterstand. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des Oberstandes ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder Nebenbestand fällt dabei ausser Betrachtung.

Eine hohe soziale Stellung verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen, oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien (Jungwuchs, Dickung) der Status des Herrschenden zufällig oder Ausdruck der besseren Veranlagung ist. Vorlage:Referenz<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>, hat für Fichtenbestockungen, die aus Pflanzung entstanden sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe Abb.2.6). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass herrschende Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der DurchschnittVorlage:Referenz<ref>Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.</ref>. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001Vorlage:Referenz<ref>Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.</ref> konnte bei der Tanne zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der Schattenbaumart zusammenhängt.

Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der Pflanzung erfolgten Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.

Abb 2.6: Veränderung der sozialen Positionen in einer Fichtenpflanzung zwischen 3 und 10 Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981)Vorlage:Referenz<ref name="Delvaux">Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.</ref>.

Referenzen

<references/>