<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.243.76</id>
	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.243.76"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/147.87.243.76"/>
	<updated>2026-09-01T08:05:28Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.0</generator>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=6763</id>
		<title>4.3.2 Die Auslese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=6763"/>
		<updated>2017-02-28T20:52:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzentration der [[Produktion]] auf die bestveranlagten Individuen eines Kollektivs stellt eine der bedeutendsten wertschöpfende Möglichkeit dar. Man konzentriert sich dabei auf diejenigen Bäume mit den besten Stammqualität, ein gutes Wachstum und eine hohe Vitalität. Damit weist die eigentliche &#039;&#039;&#039;[[Auslese]]&#039;&#039;&#039; eine der am stärksten begünstigende Wirkung aller Pflegemassnahmen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der [[Auslese]] leitet sich von der grossen genetisch bedingten individuellen Vielfältigkeit der Formen und des Wuchses innerhalb einer Nachkommenschaft. Diese Vielfalt verleiht den natürlichen Beständen einen grossen ökologischen Vorteil, nämlich eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber verschiedenen Störungen und Risiken, welche einen Bestand während seiner ganzen Lebensdauer heimsuchen können. Waldbauliche [[Auslese]] ist grundsätzlich eine &#039;&#039;&#039;phänotypische [[Auslese]]&#039;&#039;&#039;, d.h. nach dem Erscheinungsbild, welches das Ergebnis der Veranlagung und seine Expressivität im Kontext der wirkenden Umgebungsfaktoren&lt;br /&gt;
ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldbauer benutzt nun die natürliche Formmannigfaltigkeit gezielt zur Erreichung der Ziele einer bestmöglichen Wertschöpfung. Dies ist bezüglich der Erhaltung des genetischen Pools unproblematisch, sofern die Wahlkriterien auf genügenden adaptiven Genen basieren. Die früher kontroversierte Frage, ob die Pflegeeingriffe die genetische Struktur einengen, ist mittlerweile geklärt, zumindest für den Charakter Wachstumsfreudigkeit, deren Förderung wie Lauber et al. (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lauber et al.;1997;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). &lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines [[hatBaumart::Buche|Buchen]]-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Geburek et al. (1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigt haben, zu keiner genetischen Verarmung führt, weil Wuchskraft mit Heterozygotenanteil korreliert ist, so dass die zu fördernden Anwärter auch diejenigen mit der günstigen Rekombinationschancen der Gene sind. In der Natur übrigens sind es auch diese Heterozygoten, in der Regel die kräftigsten Bäume,&lt;br /&gt;
welche sich durchsetzen. Dabei gibt es offensichtlich gewisse Ausnahmen ([[hatBaumart::Weisstanne]], nach Hussendörfer, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba&lt;br /&gt;
Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der [[hatBaumart::Weisstanne]] (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ob es auch für die [[hatAuslesekriterium::Stammqualität]] gilt, ist noch nicht genügend geklärt. Hinweise deuten darauf hin, dass Phänomene wie rhythmisches Wachstum auch mit Überhang an Heterozygoten verbunden ist (Hussendörfer et al.,1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an [[hatBaumart::Buche|Buche (Fagus silvatica L.)]]. Schweiz. Z.Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann die [[Auslese]] nach negativen oder positiven Gesichtspunkten erfolgen. Die &#039;&#039;&#039;[[Negative Auslese|negative Auslese]]&#039;&#039;&#039; erfolgt, indem man hauptsächlich die schlechtveranlagten Individuen eliminiert. Bei einer &#039;&#039;&#039;[[Positive Auslese|positiven Auslese]]&#039;&#039;&#039; hingegen begünstigt und fördert man gezielt die bestveranlagten und bestausgebildeten Individuen eines Kollektivs (siehe dazu Abb. 4.19). Die positive [[Auslese]] ist auch wirksamer als die [[Negative Auslese|negative Auslese]]. Sie erlaubt eine bessere Konzentration der Pflege und dies ist bezüglich der Kosten günstig. In den noch sehr jungen Beständen jedoch, wenn die Qualitätseigenschaften im allgemeinen noch nicht genügend stark ausgeprägt sind, während hingegen die Mängel und die fehlerhaften Eigenschaften noch immer leichter zu erkennen sind, weist die [[Negative Auslese|negative Auslese]] Vorteile auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.19.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.19: Die zwei Grundformen der [[Auslese]]: die [[Positive Auslese|positive]] und die [[Negative Auslese|negative Auslese]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] richten sich nach den Produktionszielen. Es kann grundsätzlich sowohl [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] wie &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Wuchsleistung]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Stabilität]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Vitalität|Gesundheit]]&#039;&#039;&#039; sein. Weil die Natur selbst nach Wuchseigenschaften differenziert, ist die mit waldbaulichen Massnahmen zu verbindende [[Auslese]] meistens für die Erreichung einer hohen Wertschöpfung angebracht, allenfalls für die Förderung von Stabilitätseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der [[Auslese]] richtet sich nach der Einschätzung der natürlichen unplanbaren Störungsrisiken (sog. &#039;&#039;&#039;stockastische Faktoren&#039;&#039;&#039;, wie Frost, Bruch usw.) sowie der Ausprägung der auszuwählenden Eigenschaften. Das Ziel besteht darin, eine gute Wertschöpfung in der Schaffung eines qualitativ wertvollen unteren Schafts von ca. 10 m zu erreichen. Eine der Kernfrage dabei ist, wie früh die [[Auslese]] erfolgen soll. Sind die unvorsehbaren &#039;&#039;&#039;Risiken hoch&#039;&#039;&#039; (z.B. infolge [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]]), soll eher zugewartet werden, bis die untersten 10 m gebildet sind. So erfolgt die [[Auslese]] im Normalfall erst richtig in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]&#039;&#039;&#039;, wenn eine genügend interessante Schaftlänge ausgebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &#039;&#039;&#039;Risiken klein&#039;&#039;&#039; für Baumarten, deren Eigenschaften weniger abhängig von den Umweltereignissen sind (d.h. auch mehr aus der Veranlagung hervorkommen) und die Ausprägung von Qualitätsunterschiede gross, soll eher &#039;&#039;&#039;früh ausgelesen&#039;&#039;&#039; werden, so dass die guten Anwärter mehr Durchsetzungschancen erhalten im Konkurrenzkampf. Dies ist der Fall für Baumarten mit grossen genetisch veranlagten Qualitätsunterschieden sowie früh erkennbaren Eigenschaften (wie z.B. bei [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Linde]]). Dann kann die [[Auslese]] früher, nämlich in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsphase]]&#039;&#039;&#039;, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Akquisition der Formeigenschaften und die Reaktion der Bestockungen auf den Kollektivwettbewerb unterschiedlich sind, unterscheidet man bezüglich Zeitpunkt und Schwerpunkte der [[Auslese]] die folgenden drei grossen Kategorien von Baumarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]]&#039;&#039;&#039;, bei welchen Probleme der [[Stabilität]] und [[Astreinigung]] im Vordergrund stehen&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Laubholz|Laubbaumarten]] mit obligatorischer [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodischer]]&#039;&#039;&#039; Schaftachsenbildung, die aber eine Neigung zu [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]] vorweisen, also etwa [[hatBaumart::Esche]]/[[hatBaumart::Ahorn]], die sonst eine gute Selbstdifferenzierung haben. Bei dieser Gruppe steht die Bildung eines genügend langen Schaftes von etwa 10 m (evt. mehr) im Vordergrund&lt;br /&gt;
*Die Baumarten mit &#039;&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|sympodischen]] Tendenzen&#039;&#039;&#039;, also [[hatBaumart::Buche]]/[[hatBaumart::Eiche]]/[[hatBaumart::Linde]], bei welchen die [[Frühzeitige Auslese|frühzeitige Auslese]] nach dem Phänotyp der Wipfelschäftigkeit entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hiebsreife liegt der grösste Anteil des Holzwertes im unteren Stammteil. Dies gilt in ausgesprochener Weise für [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]]. Wie Abb. 4.20 zeigt, sind die Wertrelationen zwischen Stammholz (als Rundholz oder Nutzholz verwertbare untere Stammteil) und Wert bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubholz]] ähnlich. Circa 90 % des Wertes wird vom unteren Stammteil produziert. Für den unternehmerischen Erfolg interessiert uns heute nur dieser Teil, da die Industriesortimente kaum kostendeckend gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] liegt im restlichen schlecht verwertbaren Anteil an Koppelprodukten (Industrie- oder Energieholz). Dieser Teil macht massenmässig etwa 15 bis 20 %, bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] 30 bis unter Umständen 50 % der anfallenden Masse bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bäume, die nur mittlere oder gar schlechte Qualität erreichen, lohnen sich teurere wertschöpfende Waldbaumassnahmen nicht, wenn einmal die Phase der Auslesemöglichkeiten verpasst wurde. Darum ist es einerseits relevant zu wissen, welche die gewünschten Qualitäts eigenschaften sind und andererseits, welche von der waldbaulichen Behandlung beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.20.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.20: Verteilung von Volumen und Wert in einem hiebsreifen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadel-]] bzw. [[hatHolzart::&lt;br /&gt;
olz|Laubbaum]]. (nach Bachmann, 1990)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bachmann;1990;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheiden wir bezüglich [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*phänischen Eigenschaften (also äusserlich sichtbaren). Es geht hier primär um die&lt;br /&gt;
Schaffung des untersten Schaftteils sowie um die [[Astreinigung]],&lt;br /&gt;
*innere Eigenschaften (Holzbeschaffung),&lt;br /&gt;
*unerträgliche Fehler, die sobald erkennbar als negative [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist es zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich zu versichern, dass die heute geltenden [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] der Holzsortimente bis zum Zeitpunkt ihrer Ernte und ihres Verkaufs in 80 bis&lt;br /&gt;
100 Jahren noch die gleichen sein werden. Es gibt aber trotzdem allgemeingültige Holzeigenschaften, welche generell für Qualitätsholz einigermassen auch langfristig gültig bleiben. Das gilt zum Beispiel für die Regelmässigkeit des Holzkörperbaus (Jahrringe, zentrischer Wuchs, gerade Faser, Astfreiheit usw.) oder für die Erreichung von genügenden Dimensionen. Wobei dieser letzte Punkt beginnt für [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] umstritten zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Auslese]] kann man sich grundsätzlich in erster Linie auf solche allgemein gültigen Eigenschaften stützen. Daneben gibt es aber auch Qualitätskriterien, die sich je nach dem Stand des technologischen Fortschritts und je nach den wechselnden Modeströmungen und Bedürfnissen der Konsumenten verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemein anzustrebenden [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] für das Kollektiv der Wertträger sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein unterstes Stammstück mit einer Länge von mindestens 10 m (allenfalls mehr)&lt;br /&gt;
*BHD von mindestens 60 cm (bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] mässiger Qualität in Zukunft evtl. weniger)&lt;br /&gt;
*gerade und lotrechte Schaftachse&lt;br /&gt;
*ein runder Stammquerschnitt&lt;br /&gt;
*ab [[hatEntwicklungsstufe|Entwicklungsstufe]] des [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwachen Stangenholzes]] astfrei&lt;br /&gt;
*weder bedeutende Fehler, [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] oder irgendwelche [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung der [[hatHolzfehler::Astigkeit]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astfreies Holz – ist das überhaupt erste anzustrebende [[Qualitätskriterium]]. Weil die Baumartengruppen bezüglich natürlicher [[Astreinigung]] auch unterschiedliche Reaktionsmuster aufweisen, muss man auch die Werteigenschaften unterschiedlich gewichten. Die Erreichung des Zieles, einen grossen Anteil an astfreiem Holz zu produzieren, ist in sehr hohem Mass von der Lebensdauer der Äste abhängig und von der Zeit, um die Astabbruchstellen zu überwallen. Nach Schulz (1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1961;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sollte für eine [[Produktion]] von Holz mit Spitzenqualität ein einwandfreies unterstes Stammstück angestrebt werden, das mindestens 50 % astfreies Holz enthält. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der zentrale astige Kern des Stammes einen Drittel des gesamten Durchmessers nicht übersteigen. Das bedeutet, dass bei den [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] die Äste&lt;br /&gt;
zumindest bis auf eine Höhe von vier Metern verschwunden sein bzw. entfernt werden müssen, was bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] bei einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von 12 cm, bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] bei einem BHD von 15 cm der Fall zu sein bzw. zu geschehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über die Lebensdauer von Ästen und die Überwachsungsdauer von Astabbruchstellen bei der [[hatBaumart::Buche]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Waldföhre]] und der [[hatBaumart::Fichte]] zeigen, dass bei [[hatBaumart::Buche]] und [[hatBaumart::Eiche]], aufgrund einer Lebensdauer und einer anschliessenden Überwachsungsdauer der Äste von je etwa 10 Jahren, das oben formulierte Postulat bezüglich der Qualität auf natürliche Weise erfüllbar ist. Bei der [[hatBaumart::Föhre]] dagegen, welche die Äste etwa 15 - 25 Jahre lang behält und zusätzlich noch etwa 30 - 40 Jahre für derer Überwachsung benötigt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllbar. In diesem Fall kann nur durch eine künstliche Asteliminierung das Ziel erreicht werden. Bei der [[hatBaumart::Fichte]], welche die abgestorbenen Äste noch länger als die [[hatBaumart::Föhre]] behält, erlaubt die natürliche [[Astreinigung]] niemals den gewünschten Anteil an astfreiem Holz zu produzieren. Somit steht fest dass bei [[hatAstreinigung::Totasterhalter]] die [[hatPflegemassnahme::Wertastung]] die wichtigste Wertschöpfungsmassnahme überhaupt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Andere Fehler: [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] und Holzrisse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehwüchsigkeit stellt einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar, den es frühzeitig zu erkennen gilt. Dabei ist das grösste Problem, dass der Drehsinn der Holzfasern im Laufe des Lebens eines Baumes wechseln kann. Eine Drehwüchsigkeit, die auf die Jugendphase eines Baumes beschränkt ist, betrifft nur den zentralen Teil des Stammes und ist nicht als so schwerwiegend zu betrachten. Im Vergleich dazu ist eine Drehwüchsigkeit, die sich über das ganze Leben eines Baumes hinzieht, insbesondere wenn sie immer denselben Drehsinn aufweist, als schwerwiegenderen [[Holzfehler|Fehler]] einzustufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Drehwüchsigkeit von aussen, z.B. anhand des Rindenbildes, gut erkennen lässt, trügt. Die Rinde ist ein Abbild des Jugendkambiums. Inzwischen hat sich der Drehsinn korrigieren können, ohne dass man es von aussen merkt. Eine Drehwüchsigkeit istdann als schwerwiegend zu betrachten, wenn auch der Faserverlauf der äusseren Holzpartien gedreht ist. Sofern man nicht bereit ist, einen Baum absichtlich zu verletzen, lässt sich diese Erscheinung erst an geschlagenem Holz wirklich überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 10 - 15 cm/m’ für eine Klassierung als normale Qualität zulässig sein und ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 6 - 8 cm/m’ für eine Klassierung als fehlerfreie Qualität taxiert werden. [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] hat ebenfalls Auswirkungen auf verschiedene Arten von [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrissen]] (siehe Abb. 4.21) Unterschiedliche Risse haben auch nicht die gleiche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.21.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.21: Verschiedene [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrisse]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. kleine Herzrisse und kleine Risse an der Peripherie durch-aus noch als tolerierbare [[Holzfehler]] zu bezeichnen. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] treten besonders bei der [[hatBaumart::Tanne]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Ulme]], der [[hatBaumart::Edelkastanie]], dem [[hatBaumart::Nussbaum]], und etwas weniger auch beim [[hatBaumart::Kirschbaum]], der [[hatBaumart::Esche]] und sogar auch der [[hatBaumart::Buche]] auf. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] können, sogar wenn sie relativ stark geöffnet sind, wie übrigens auch die [[hatHolzfehler::Holzriss|Trockenrisse]] bei der [[hatBaumart::Fichte]], noch für eine Klassierung als normale Qualität toleriert werden, wenn die Spaltfläche des Risses vollkommen gerade bzw. eben ist. Wenn sich die Spaltfläche des Risses aber auch nur leicht dreht, so stellt dieser einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar. Sternförmige Risse und Ringschälen sind, selbst wenn sie sich nur in der Kernzone befinden, als ins Gewicht fallende [[Holzfehler]] zu betrachten. Mit Ausnahme einer&lt;br /&gt;
richtigen Baumartenwahl hat man kaum Möglichkeiten, diese Erscheinung wirksam zu beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur [[Astigkeit]] sind die Folgeschäden von [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] und [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] von sekundärer Bedeutung. Es ist jedoch offensichtlich, dass für Qualitätsholz ein gerades, zentriert gewachsenes und nicht zu abholziges unteres Schaftstück auf einer Länge von mindestens 10 m vorhanden sein muss. Während das Kriterium der Abholzigkeit nicht so bedeutend ist, sind Kriterien wie [[hatHolzfehler::Reaktionsholz|Reaktionsholz]] (oder Druckholz, sog. [[hatBaumart::Buche|Buchsholz]]), [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] oder schwerwiegende [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] wie [[hatHolzfehler::Fäule|Fäulen]], Schleimfluss oder Krebsen erschwerend. Noch entscheidender als die eigentliche Art eines [[Holzfehlers]] ist seine Lage im Stamm bzw. im Holzkörper. Wie man auf einem Stammquerschnitt sehen kann (siehe Abb. 4.22), unterscheidet man diesbezüglich drei Zonen unterschiedlicher Bedeutung. Die in der Kernzone vorkommenden [[Holzfehler]] (wie etwa Mondringe oder Verletzungen) haben keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen, sofern sie nicht allzu breit ist. Dies gilt ebenfalls für die Randzone (3), da dieser Teil des Stammes bei der Verarbeitung v.a. Abfälle wie etwa Schwarten liefert. Dies ist der Grund, warum das Auftreten von [[hatHolzfehler::Klebast|Klebästen]], (etwa bei [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Ulme]], [[hatBaumart::Linde]] und [[hatBaumart::Tanne]]) nicht als katastrophal zu betrachten ist, sofern es nicht um alte [[hatHolzfehler::Klebast|Klebäste]] geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.22.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.22: Zonen unterschiedlicher Bedeutung der [[Holzfehler]]:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 1 auftretende Fehler haben volumenmässig keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 2 sind die Konsequenzen schwerwiegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 3, welches meistens Abfallholz gibt, sind die Konsequenzen geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gewichtung der Qualitätsmerkmale für die Baumartengruppen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich, die Hauptqualitätsmerkmale nach den drei Holzartengruppen, die wir bei der Diskussion der Akquisition der Schafteigenschaften gebildet haben, zu gewichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die [[Astigkeit]] steht im Vordergrund. Dieser Faktor kann nur effizient durch eine rechtzeitige künstliche [[hatPflegemassnahme::Wertastung|Wertastung]] gesteuert werden. Andere Eigenschaften sind Vermeidung von Fäulen. Sie sind schwierig vorauszusehen und stehen in Zusammenhang mit Nutzungsfolgen (siehe dazu die Diskussion im Abschnitt Phase der Auslese). Drehwüchsigkeit ist teilweise früherkennbar und gilt als wichtiges Merkmal einer [[Negative Auslese|negativen Auslese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatBaumart::Esche]] und andere [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodisch]] aufgebaute Baumarten mit [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischen Verzwieselungsrisiken]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im wesentlichen geht es um Vermeidung von tiefem Zwiesel (tiefer als 10 m) und Vermeidung von altersbedingter [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkernbildung]] durch intensive Kronenbefreiung ab [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|Sympodisch neigende]] Baumarten ([[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines unverzwieselten Schaftes von zirka 10 m steht in Vordergrund. Die Hauptmassnahme ist also eine [[Frühzeitige Auslese|frühzeitige Auslese]] nach diesem Kriterium. Weitere Eigenschaften in Zusammenhang mit Jahrringbildung und Produktionszeit wurden am Fallbeispiel der [[hatBaumart::Buche]] in Absatz [[Die Produktionsfaktoren: Zeit]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Problem der Reserven====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn im Sinne der Risikoabwägung die definitive [[Auslese]] erst dann sinnvollerweise erfolgt, wenn eine genügend hohe Stammachse gebildet ist (10 m), besteht auch später die Gefahr von stockastischen (unfreiwilligen) Ausfällen. Dieses Dilemma kann in der Praxis dadurch gelöst werden, indem man nicht nur die Wertträger des Endkollektivs auswählt, sondern eine gewisse Anzahl zusätzlicher Anwärter (sog. Reservisten). Heute strebt man aus Gründen der Kostenwirksamkeit eher das Prinzip des Ersatzes an, d.h. erst, wenn Bäume nicht mehr taugen, sie als [[Auslesebaum|Auslesebäume]] an Ort zu ersetzen. Früher galt das Prinzip der Ausscheidung eines Mehrfaches an [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] als schlussendlich nötig. Wir werden diese Frage im wesentlichen im Abschnitt Perverse Wirkungen der Eingriffe in Zusammenhang mit der Frage der Raumausnützungsgeometrie angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Auslese]]&lt;br /&gt;
[[Category: Auslesekriterium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.4_Perverse_Wirkungen_der_Eingriffe&amp;diff=6762</id>
		<title>5.4 Perverse Wirkungen der Eingriffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.4_Perverse_Wirkungen_der_Eingriffe&amp;diff=6762"/>
		<updated>2017-02-28T20:49:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Problematik der Veränderungen der sozialen Hierarchie ist es empfehlenswert, sich auch mit den Ausfallrisiken infolge von Beschädigungen, und dabei namentlich infolge von Verletzungen, die durch die Holzernte verursacht werden, zu beschäftigen. Es ist in der Tat völlig kontraproduktiv, wenn als Folge der Bestrebungen zur Regulierung der Standräume durch Baumentnahmen die Konsequenzen der Nutzungen zu derartigen Verlusten führen, dass sie den erwünschten Wertschöpfungseffekt zunichte machen. Dies kann der Fall sein mit den sog. [[hatHolzfehler::Fäule|Kernfäulen]], die insbesondere bei [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]] grosse Holzqualitätsverluste verursachen. In diesem Sinne ist der Ausdruck von perversen Wirkungen richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung der Holzernteschäden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Risiko, dass durch die Fällung der Aushiebsbäume und deren Transport im Bestand Fäll und Rückeschäden am verbleibenden Bestand und am Boden entstehen, ist als Schwachpunkt der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] anzusehen. Diese Gefahren nehmen mit zunehmenden [[Bestandesalter|Alter]] deutlich zu. Gleichfalls nimmt auch die Grösse der Schäden und [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] mit zunehmender Grösse und Sperrigkeit der geernteten Bäume zu. Die Folgen der Schäden, welche bei einem Eingriff entstanden sind, können den biologischen Nutzen eines Eingriffs vollständig zunichte machen. Dies gilt besonders, wenn die entstehenden [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] von Holzfäulen befallen werden.&lt;br /&gt;
Damit kann der Effekt eines Eingriffes langfristig betrachtet sogar negativ ausfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Holzernte ist heute zunehmend hochmechanisiert, und die Bringung des Holzes erfolgt durch immer kräftigere, leistungsfähigere und schwerere Maschinen. Während die leichten Rückemittel den verbleibenden Bestand einigermassen geschont haben, werden insbesondere im Fall, wo die Stämme am Boden ausgezogen werden (sog. Seilzug) die nach einem Holzmaximal schlag zurückbleibenden [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] immer grösser und zahlreicher weil die blinde Kraft der Maschine das Fingerspitzengefühl und den gesunden Menschenverstand ersetzt. Allerdings führt die heutige Weiterentwicklung der Erntetechnik in Richtung der Vollerntemaschinen zur einer Verbesserung des Problems der Verwundungen am Stammkörper, weil die Hölzer nicht mehr am Boden geschleppt werden sondern von Kranen gefasst und wegtransportiert werden&lt;br /&gt;
auf Räder- oder Raupengestell. Der Einsatz vom Vollernter bringt aber andere Probleme mit sich, in Zusammenhang mit dem dazu notwendigen Arbeitsgassensystem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen solcher Fragen für Nutzungskonzepte werden im Abschnitt Folgewirkungen der Nutzungen behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Ernteschaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.2_Raumausn%C3%BCtzungsgeometrie&amp;diff=6761</id>
		<title>5.3.2 Raumausnützungsgeometrie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.2_Raumausn%C3%BCtzungsgeometrie&amp;diff=6761"/>
		<updated>2017-02-28T20:48:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Begriff verstehen wir die Gesetzmässigkeit räumlicher Anordnung und Verteilung der Bäume in Bestockungen. Weil die Baumlage nicht verändert werden kann, interessiert uns auch Verteilungsänderungen in Zusammenhang mit sukzessivem [[Ausfall von Auslesebäumen|Ausfallen der Bäume]] mit zunehmendem Alter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der waldbauliche Behandlung kann sein, dass die [[Auslesebaum|Auslesebäume]], und damit die Hauptwertträger, im Endbestand so verteilt sein sollen, dass möglichst wenig Platz, und damit Produktionsfläche, unausgenützt bleibt. Um dies zu erreichen, muss man wissen, wie das Grundverteilungsmuster der Bäume ist und nach welcher Gesetzmässigkeit es sich bei Abnahme der Stammzahl verändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Grundmuster der [[Baumverteilung|Baumverteilung]] ([[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Dreieck-]] oder [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|Rechteckverteilung]])====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die Verteilung der Bäume in einer Bestockung in Wirklichkeit nach Zufälligkeitsregeln odernach bestimmten Grundmustern erfolgt, ist nicht nur akademisch interessant, sondern hat Konsequenzen auf die Veränderung der Verteilung mit abnehmender Stammzahlen (sog.Erweiterungsschritte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dieses Problem zu beleuchten, soll aufgrund von zwei Verteilungsgrundmustern ausgegangen werden, nämlich der [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|quadratischen]] und [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|dreieckigen Verteilung]] (siehe Abb. 5.29). Sind die Bäume in gleichseitiger [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Dreiecksverteilung]], ergibt sich eine bessere Ausnützung des Raumes, um 15 % höher als jene einer [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|quadratischen Verteilung]]. Im Falle einer [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Verteilung in gleichseitigen Dreiecken]] hat der Raumausnützungsfaktor f einen Wert von 1,155 (berechnet aus 2 / [[Wurzel|Wurzel]] 3), im Vergleich zu f = 1,0 bei einer [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|quadratischen Verteilung]]. In diesem Fall haben theoretisch alle Bäume sechs direkte Nachbarn, und damit auch sechs Kronen, die sie berühren. Bei der [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|quadratischen Verteilung]] hingegen ist ein Baum theoretisch nur von vier direkten Nachbarn umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn in Wirklichkeit das Verteilungsmuster nicht so evident der einte oder andere Grundmuster zugeordnet werden kann, weil die Distanzen zwischen Bäumen nie so regelmässig sind, wie oben angenommen, lässt sich das natürliche Muster an der Anzahl der Kronenkontakte bzw. Konkurrenten nachweisen. In einer Vorstudie über die Anzahl der Nachbarn und den Faktor der Raumausnützung, welche in einigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]] des Lehr- und Forschungswaldes der ETH ausgeführt wurde, zeigt sich, dass die Bäume in Wirklichkeit zwar nicht genau nach dem idealen Netz der [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|gleichseitigen Dreiecke verteilt]] sind, dass aber diese&lt;br /&gt;
Verteilung nahe kommt. So stehen diese Bäume durchschnittlich mit 5,4 direkten Nachbarn in Kontakt und weisen einen durchschnittlichen Raumausnützungskoeffizient von 1,05 auf (Schütz, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb5.29.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 5.29: Die zwei Grundverteilungsmuster der Bäume: in [[hatBaumverteilung::Quadratische Verteilung|Rechteck-]] oder [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Dreieckmuster]] und ihre Veränderung bei Veränderung der Baumzahlen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch einigermassen einleuchtend, dass sich im Kampf um das Licht und den Raum die ideale Verteilung ganz natürlich einstellt. Diese hexagonale Verteilung entspricht im übrigen einem natürlichen Verteilungsmuster, da die Sechsecke in der Natur als eine fundamentale Form bezeichnet werden können. Man denke dabei etwa an das Beispiel der Bienenwaben. Die ungünstigere und instabilere Verteilung in Quadraten bewirkt in gewissem Sinne auch eine Verschwendung des verfügbaren Raumes (nach Coulon, 1988)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Coulon;1988;Coulon, M. de, 1988: Pourquoi un paysage est-il beau? Off. central féd. imprimés et mat. Berne, 94 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Coulon, M. de, 1988: Pourquoi un paysage est-il beau? Off. central féd. imprimés et mat. Berne, 94 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Somit kann man davon ausgehen, dass die Bäume in Wirklichkeit naturgegeben das [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Verteilungsmuster in Dreiecken]] suchen als das bezüglich Raumausnützungseffizienz weniger günstige Viereckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Schrittweise Erhöhung der Abstände zwischen den Bäumen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden nun in einem Bestand Bäume entnommen, so verändern sich die Abstände zwischen den verbleibenden Bäumen nicht kontinuierlich, sondern schrittweise. Dabei findet aber nicht einfach ein Wechsel von irgendeinem beliebigen Abstand zu irgendeinem anderen zufälligen Abstand statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man von einer vollkommen gleichmässigen Verteilung der Bäume in der sogenannten Hexagonale ausgeht, so hat die Entnahme der benachbarten Bäume eines Referenzbaumes (Auslesebaumes) eine ganz bestimmte Vergrösserung des [[Mittlere Baumabstand|Baumabstandes]] zur Folge. Je nach dem, welche Nachbarn man entfernt, vergrössert sich der [[Mittlere Baumabstand|Baumabstand]] um den Faktor √3, 2, √7 oder 3 usw. (Schütz, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Von all diesen Abstandsvergrösserungsfaktoren ist aber nur der Faktor √3 (= 1,73) wirklich von praktischer Bedeutung, da es sich dabei um den kleinsten Faktor handelt, der erneut zu einer regelmässigen Verteilung in der erwähnten [[hatBaumverteilung::Dreiecks-Verteilung|Dreieckanordnung]] führt. Dies erfolgt durch eine gleichmässige Entnahme von 2/3 aller Bäume (siehe Abb. 5.29 unten). Dies bedeutet, dass zwischen dem [[Mittlerer Endabstand|Endabstand]] und dem vorletzten Abstand eine Erhöhung um den Faktor von ca. 1,7 stattfindet. Im Falle einer quadratischen Verteilung der Bäume hat der kleinste Abstandvergrösserungsfaktor, der wiederum eine quadratische Verteilung der verbleibenden Bäume zur Folge hat, den Wert von √ 2 (= 1,41); wobei 50 % der bestehenden Bäume entfernt werden (siehe Abb. 5.29 oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit sind aber erstens die Bäume nicht so regelmässig geometrisch verteilt, und zweitens befinden sich auch die Kronen nicht alle auf genau derselben Höhe. Darüber hinaus muss hier nochmals betont werden, dass die Einhaltung genauer Abstände eine wesentlich geringere Bedeutung haben kann als die bezüglich Qualitätseigenschaften richtige Wahl der Auslesebäume, auch wenn ihre Abstände ungünstig bezüglich Raumausnützung sind. Die Abstandsfrage kann nur als Indikator und Richtgrösse über das ganze Kollektiv gelten und nicht für die Einzelwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich in der Praxis die Forstleute zu oft und zu einseitig an der Regel des Abstands orientieren lassen, sind Fehlentscheidungen bezüglich Qualität der gewählten Bäume hie und da erheblich. Aus dieser Gefahr hat sich die Idee der sog. [[hatDurchforstungsart::Gruppendurchforstung|Gruppendurchforstung]] von Busse (1935)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Busse;1935;Busse, J., 1935: Gruppendurchforstung. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Busse, J., 1935: Gruppendurchforstung. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
entwickelt, welche die Abstandsfrage total verwirft. Eine zu extreme Ausrichtung dieser Eingriffsform, wie sie ab und zu auch vorkommt in der irrigen Auffassung, dass die [[Wettbewerb|Konkurrenz]] der Gruppe förderlich ist, muss entschieden verworfen werden. Auch Schober (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1987;| ]]&lt;br /&gt;
hat sich kritisch zur Überbewertung der Abstandsgeometrie geäussert. Nach Pardé (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1981;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht die manische Betrachtung der Aequidistanz sogar in Widerspruch zum Prinzip der [[Auslese|Auslese]] ( “la manie de l‘équidistance est une des négations des principes de l’éclaircie sélective“). Immerhin können sich zu nahe stehende Auslesebäume bis zur Hiebsreife nicht nur durch hohe [[Wettbewerb|Konkurrenz]] in ihren Kronen stören, sondern asymmetrische Kronen können auch negative Auswirkungen haben auf die technologischen Holzeigenschaften: exzentrischer Wuchs, Buchsholz usw. Aus dieser Sicht betrachtet und abgeleitet von Beobachtungen in Eichenurwäldern der Slowakei kommt Korpel (1974, 1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1974;Korpel, S., 1974: Durchforstungen in Eichenbeständen und Möglichkeiten ihrer Rationalisierung (Orig. Slowak.) Lesn. Cas (Zvolen) 20, 3: 185-204.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1974: [Durchforstungen in Eichenbeständen und Möglichkeiten ihrer Rationalisierung (Orig. Slowak.) Lesn. Cas (Zvolen) 20, 3: 185-204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1975;Korpel, S., 1975: Das Schutzgebiet Kasivarovaer Eichenwald (Orig. Slowak.) Zbornik Vedeckych Prac 17, 1: 19-52.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1975: [Das Schutzgebiet Kasivarovaer Eichenwald] (Orig. Slowak.) Zbornik Vedeckych Prac 17, 1: 19-52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zum Vorschlag, die Mindestdistanz von 4 m bei der Wahl der Auslesebäume nicht zu unterschreiten. Ansonst sollten bei dieser Wahl die qualitativen Eigenschaften entscheidend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlussfolgerung für die Praxis der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] ist, dass wenn man ausgehend von einem Baumkollektiv Bäume eliminiert, die Abstände zwischen den übrigbleibenden nicht stetig zunehmen, sondern diskret nach einem Schritt in etwa des Faktors √3. Zwischen Bäumen in [[Mittlerer Endabstand|Endabstand]] und im vorletzten Abstand besteht das Verhältnis 1 : 1,71 bezüglich Distanzen und 1:3 bezüglich Anzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Schlussfolgerung ist, dass wenn man mit Reservisten arbeitet (in der idealen Verteilung sind sie in dreifach mehr Anzahl als die Endbäume, zweimal bei einer Rechteckverteilung) sie beginnen ab einem [[Oberdurchmesser]] (Do) von 20 bis 30 (also ab Stangenholzalter) sich gegenseitig zu konkurrenzieren, wie Abb. 5.30 für [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockungen]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.30.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.30: Maximal  mögliche Anzahl Auslesebäume im Laufe der Bestandesentwicklung entsp. ihren Kronenausdehnungsansprüchen. Vorausgesetzt, dass sie sich nicht konkurrenzieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur uswahl der Auslesebäume in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Baumverteilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.4_Wirkung_der_Durchforstungen_auf_Stabilit%C3%A4t&amp;diff=6760</id>
		<title>5.2.4 Wirkung der Durchforstungen auf Stabilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.4_Wirkung_der_Durchforstungen_auf_Stabilit%C3%A4t&amp;diff=6760"/>
		<updated>2017-02-28T20:47:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhang zwischen Durchforstungstätigkeit und den wichtigen Indikatoren wie h:d oder Bekronungsgrad, wie die Ergebnisse der dänischen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungsversuche]] zeigen (Bryndum 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Regelung der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] mit wiederholten [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] begünstigt die Formeigenschaften der Bäume. Die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] wirkt sowohl auf die [[Kronenlänge|Kronenlängen]] wie auch auf das [[Dickenwachstum]] der Stämme (siehe Abb. 5.23.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.23.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.23: Wirkung der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf die Baumformeigenschaften (Höhe, BHD, Kronengrössen). Dargestellt sind die mittleren Bäume von sehr unterschiedlich durchforsteten, etwa 70-jährigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]] im dänischen Durchforstungsversuch Gludsted. Die [[Durchforstungsstärke]] nimmt von links nach rechts zu.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aber mit der Freistellung der Wertträger die Bewegungsamplitude der Bäume notgedrungen zunimmt, nimmt auch die Gefahr einer Destabilisierung zu und zwar unmittelbar nach den Durchforstungseingriffen. So nimmt mit der [[Durchforstungsstärke|Stärke der Durchforstungseingriffe]] das Risiko von Beschädigung zu (Abb. 5.24). Wie Mitscherlich (1981) [[Referenz::Mitscherlich;1981;| ]] in einem [[hatBaumart::Douglasie|Douglasienbestand]] gezeigt hat, ist die Bewegungsamplitude nach einem starken Eingriff zwei- bis dreimal höher als vorher. Als Konsequenz davon weisen durchforstete Bestände bis ein bis drei Jahre nach dem Eingriff ein erhöhtes Bruchrisiko aus. Diese Gefahr ist umso höher, je dichter ein Bestand vor dem Eingriff war, je schlechter die individuellen statischen Widerstandskräfte der einzelnen Bestandesglieder sind und je aufgelöser die Vernetzungsstruktur im Kronenraum nach dem Eingriff ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.24.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.24: Schneedruckschäden und Durchforstungsstärke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottman;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse des [[Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden|Gefährdungsgrades hinsichtlich Schneedruckschäden]] ist nicht nur das durchschnittliche [[Schlankheitsgrad|h:d]] relevant, sondern es soll eine Differenzierung innerhalb der Bestockung vorgenommen werden. So zeigen die Ergebnisse des [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuchs Göggingen (Württemberg) nach 50 Jahren [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] mit grosser Staffelung der Eingriffsstärke (Abb. 5.25), dass der [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrad]] der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Bäume (100 Stärkste/ha) kaum von der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] beeinflusst ist. Diese Bäume dürfen wir als [[Stabilitätsträger|Stabilitätsträger]] (sog. Gerüstbäume) betrachten. Wir beginnen zu ahnen, dass auch in schlecht gepflegten, sogar&lt;br /&gt;
überhaupt nicht berührten Bestockungen eine genügende Anzahl von Bäumen mit guter natürlicher [[Stabilität]] gibt. Ähnliche Ergebnisse haben Pardé (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1981;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du [[hatBaumart::Buche|hêtre]] en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Utschig (2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Utschig;2000;Utschig, H., 2000: Wachstum vorherrschender Buchen in Abhängigkeit von Standort und Behandlung. Forst u. Holz 55, 2: 44-50.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Utschig, H., 2000: Wachstum [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|vorherrschender]] [[hatBaumart::Buche|Buchen]] in Abhängigkeit von Standort und Behandlung. Forst u. Holz 55, 2: 44-50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die Buche und Preuhsler und Schmidt (1989)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Preuhsler und Schmidt;1989;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Fichte]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.25.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.25: [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrade]] unterschiedlicher Baumkategorien in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit. [[hatBaumart::Fichte|Fichtenversuch]]Göggingen (Württemberg) im [[Bestandesalter|Alter]] 50. Die [[Durchforstungsstärke]] ist mit der mittleren Grundflächenhaltung gemessen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
[[Referenz::Huss;1998;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huss&amp;quot;&amp;gt;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist weiterhin, in Abb. 5.25 den [[Schlankheitsgrad]] der durch ein extrem starkes Eishangereignis betroffenen [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] zu vergleichen. Offensichtlich haben die gravierenden Eishangschäden nur die sozial niederwertigen Bäume mit hohen Schlankheitsgraden betroffen. Eine Differenzierung der Schäden nach [[Durchforstungsart]] und Grad zeigt, dass tendenziell höhere Schäden mit fatalen Konsequenzen (d.h. [[Stammbruch|Stammbrüche]]) in flächig und sozial hoch anfallenden Baumentnahmen (also hier [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung|Auslesedurchforstungen]]) als in um [[Z-Baum|Z-Bäume]] konzentrierten und [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung|Niederdurchforstungen]] anfallen (Huss, 1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Huss;1998;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huss&amp;quot;&amp;gt;Huss, J., 1998: Der [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Konsequenzen für die Praxis der [[Durchforstung]] in empfindlichen Bestockungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Schlussfolgerungen gelten im Wesentlichen für Bestockungen aus empfindlichen Baumarten ([[hatBaumart::Fichte|Fi]], [[hatBaumart::Föhre|Fö]], [[hatBaumart::Tanne|Ta]]) im sensiblen [[Bestandesalter|Alter]] ([[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]]) und in von schwerem Schnee heimgesuchten Lagen. Mit der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] sollen gleichzeitig Bäume in ihrer Entwicklung gefördert und die negative Konsequenzen des Unterbruchs des Kronendaches bezüglich Destabilisierung minimiert werden. Dies ist eine Art Gratwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Destabilisierung wirkt nicht jede [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] gleich. So ist zu unterscheiden zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Art der Eingriffe; z.B. [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung|Hochdurchforstungseingriffe]], welche auch die effiziente Art der Befreiung der Wertträger ist, führen auch zu einer konzentrierten Freisetzung der Wertträger und grösserer Bewegungsfreiheit und somit erhöhten Risiken.&lt;br /&gt;
*Die Anzahl der Wertträger. Insbesondere in der [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwachen Stangenholzstufe]], in welcher die Bäume relativ kleine Staturen aufweisen, führt das Konzentrieren der Eingriffe um knappe Wertträger (z.B. im Endabstand) zu einer wesentlich geringeren Auflösung des Kronendaches (Abb. 5.26)&lt;br /&gt;
*Die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Wertträger: indem, wie Abb. 5.12 zeigte, weniger kräftig eingegrifen werden soll um natürlich hochherrschende Wertträger als um die sozial etwas niederwertigen. Damit nimmt der Grad der Bestandesauflösung mit der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] der gewählten Wertträgers ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefahr einer Auflösung der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] nach Eingriffen ist gross, wenn der [[Kronenschluss]] systematisch aufgelöst wird. Dies spiegelt sich im flächenbezogenen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungsprozent]] wieder und hängt im Wesentlichen von der Anzahl und Verteilung der einzelnen Eingriffspunkte (Durchforstungszellen) ab. Bei der Befreiung einer knappen Anzahl von ohnehin mehr oder weniger selbstherrschenden Bäumen, auch im Fall von situativ kräftiger Kronenbefreiung, ergibt sich flächenbezogen insgesamt eine geringere [[Durchforstungsstärke|Eingriffsstärke]] und entsprechend ein annehmbarer Unterbruch des [[Kronenschluss|Kronenschlusses]] (Abb. 5.26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.26.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.26: Bestandesbezogene [[Durchforstungsstärke|Eingriffsstärke]] in Abhängigkeit der Anzahl ausgewählter [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]]. Gilt für [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]] [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]] ([[Bestandesalter|Alter]] 20, Do 18 cm) beim ersten  Durchforstungseingriff. Dargestellt sind für eine knappe Anzahl von [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] (durchgezogene  Linie) Ergebnisse von Simulationen der Eingriffsgrade an Hand der situativen Eingriffsgrade wie in Abbildung 5.12. Mit Einzelpunkten dargestellt sind die Ergebnisse von Durchforstungsübungen im Waldbauunterricht der ETHZ in vergleichbaren Fichtenbestockungen im Fall einer grösseren Anzahl von [[Auslesebaum|Auslesebäumen]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Umständen gilt: Je unstabiler eine Bestockung und je höher die entwicklungsbedingten (bestandesbezogenen) bzw. standortsbedingten Risiken (topographisch und klimatisch gesehen), desto geringer die Anzahl [[Auslesebaum|Auslesebäume]], bei denen eingegriffen werden soll, ausgehend von den vitalsten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine gute [[Stabilität]] soll die &#039;&#039;&#039;[[Kronenlänge]] länger als ein Drittel&#039;&#039;&#039; der Baumhöhe sein. In besonders gefährdeten Zonen soll die Länge der Krone gegen die Hälfte der Baumhöhe erreichen. Was die genetischen Faktoren betrifft, so dürfte z.B. der Verzweigungstyp eines Baumes einen Einfluss haben. So sind z.B. die [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] mit bürstenartiger Verzweigung empfindlicher gegenüber Schneelasten als die sogenannten [[hatBaumart::Fichte|Kammfichten]]. Die topographische Lage hat vor allem für Zonen im Windschatten mit vermehrten Schneeablagerungen einen negativen Einfluss. Was die Exposition betrifft, ist ein leichter Anstieg der Schäden bei nördlicher und östlicher Exposition festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Behandlung von nicht rechtzeitig gepflegten Bestockungen (auf [[Bestandesstabilität|Stablität]] kritisch-labile Bestockung)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solchen Fällen von kritisch-labilen Bestände geht man von der Vorstellung einer möglichst kleinsten Unterbrechung vom Kronendach aus, aber trotzdem die Förderung der Einzelstabilitätseigenschaften durch Kronenpflege bzw. Förderung der Bekronung anstrebt. Der Kompromiss kann darin bestehen, dass es genügt, eine relativ kleine Anzahl von stabilitätsbildende Elemente einer Bestockung (die sog. Gerüstbäume) zu berücksichtigen. Die kronenpflegende Eingriffe sollen also nicht flächendeckend ausfallen, sondern nur punktuell, um die Gerüstbäume zu befreien, die ohnehin vom Wesen her zu den sozial besten gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welcher Anzahl und welcher Vernetzung diese Gerüstbäume stehen müssen, ist noch nicht voll geklärt. Ihre Anzahl ist sicher kleiner als die normalerweise bei [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] angestrebte Zahl der Z-Bäume, welche nach einer möglichst vollen Raumausschöpfungs- bzw. maximalen Produktionsgedanke zu Grunde geht. Ob es nur 100 Gerüstbäume/ha braucht oder nur 80 oder sogar weniger, steht noch nicht endgültig fest. Es ist aber klar, dass Eingriffe,  welche nur wenige und zwar ohnehin die bestbekronten sozial [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] betrachtet zu wesentlich kleinereren Auflösung im Kronengefüge d.h. auch zu geringeren Destabilisierungsrisiken führen. Man kann sogar als Regel für solche Behandlungen festlegen dass je kritischer die Bestandeslabilität desto weniger Gerüstbäume (von der sozial besten Ende aus) auszugehen ist, zumindest bei den ersten stabilisierende Pflegeeingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] und [[Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden|Sturmgefährdung]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus waldbaulicher Sicht ist das Problem der [[Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden|Anfälligkeit von Beständen gegenüber Sturmschäden]] in erster Linie auch eine Frage der Baumartenwahl. Wohlverstanden bleiben dabei aber noch die Beeinflussungsmöglichkeiten durch die waldbauliche Behandlung. Sturmschäden betreffen im Wesentlichen ältere Bestockungen. Ein günstiger Einfluss der bisherigen Pflege (Durchforstung) ist weniger klar auszuweisen als für Schneeschäden, weil sich das h:d mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] ständig verbessert. Darüber hinaus scheinen mässige Stürme nicht präferenziell die schlanksten Bäume zu brechen, sondern eher die mittelstarken (Richter, 1996&lt;br /&gt;
Peltola et al., 2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Peltola et al.;2000;Peltola, H., Kellomaki, S., Hassinen, A., Granander, M., 2000: Mechanical stability of Scots pines, Norway spruce and birch; An analysis of tree-pulling experiments in&lt;br /&gt;
Finland. For. Ecol. Managem. 135: 143-153.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peltola, H., Kellomaki, S., Hassinen, A., Granander, M., 2000: Mechanical stability of Scots pines, Norway spruce and birch; An analysis of tree-pulling experiments in Finland. For. Ecol. Managem. 135: 143-153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Richter;1996;Richter, J., 1996: Sturmschäden in Fichtenbeständen. Allg. Forst u. J.Ztg. 167, 12: 234-238.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, J., 1996: Sturmschäden in Fichtenbeständen. Allg. Forst u. J.Ztg. 167, 12: 234-238.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ,&lt;br /&gt;
weil die Segelwirkung der Krone offensichtlich eine gewichtigere Rolle spielt als die abholzige Stammform und weil die Bruchgefahr grösser ist bei&lt;br /&gt;
Bäumen mit breiten Jahrringen (Seeling, 1995)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Seeling;1995;Seeling, U., 1995: Zielstärkendurchforstung Olper Fichtenjungbestände. Allg. ForstZ. 50 13:711-714| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Seeling, U., 1995: Zielstärkendurchforstung Olper Fichtenjungbestände. Allg. orstZ. 50 13:711-714&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Wurfempfindlichkeit ist die Anfälligkeit noch weniger eindeutig. Sie hängt wahrscheinlich von zufälligen Faktoren ab, wie dem Gesundheitszustand der für die Verankerung relevanten mächtigen Wurzeln im Luv und von der durchforstungsabhängigen Breite der Wurzelballe. Generell sind evidenterweise die Bodeneigenschaften massgebend, namentlich die Tiefgründigkeit sowie die Kohäsion. Die physikalischen Bodenbedingungen, namentlich eine mangelhafte Bodendurchlüftung, beeinflussen die Entwicklung des Wurzelsystems. Dies hat oft zur Folge, dass sich das Wurzelsystem von Baumarten, welche auf gut erschliessbaren Böden normalerweise ein umfangreiches, genügend tiefgründiges Wurzelwerk bilden können, auf oberflächlichen bzw. nur schwierig erschliessbaren Böden auch nur oberflächlich und kümmerlich ausbildet. Dabei spielen die baumartenspezifischen Eigenschaften (z.B. die Erträglichkeit von Flachgründigkeit und Bodenvernässung) eine entscheidende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil bei [[Sturmschaden|Sturmschäden]] auch ein deutlicher Zusammenhang zwischen Schadenanfälligkeit und der Zeitspanne seit der letzten [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] besteht (sieh Abb. 5.27), darf der Einfluss der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] eher als prädisponierend betrachtet werden. Dies gilt für verspätete Durchforstung. Generell kann man davon ausgehen, dass frühzeitige Förderung der Stammform und Abstandsregelung durch Pflegeeingriffe in jüngeren Bestockungen positive Wirkungen auf Stammform und Wurzelballe haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.27.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.27: [[Windwurf|Windwurfprozent]] (Volumen) von [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockungen]] in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]], und der Zeit seit der letzten Durchforstung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Persson;1975;Persson, P., 1975: Windthrow in forest: it’s causes and the effects of forestry measures. orig. Schwed.; Rapp. Upps. Inst. Skogsprod. 36, 294 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Persson, P., 1975: Windthrow in forest: it’s causes and the effects of forestry measures. orig. Schwed.; Rapp. Upps. Inst. Skogsprod. 36, 294 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze spricht eher für Durchforstungsruhe ab mittlerer Bauholzstufe, zumindest für empfindliche Baumarten ([[hatBaumart::Fichte]], [[hatBaumart::Tanne]]). Viel entscheidender als die Bewegungsfreiheit der Bäume ist für die Sturmanfälligkeit die Oberflächenrauigkeit des Kronendaches, d.h. das Fehlen von Bestandeslöchern und von inneren Grenzlinien und Rändern, welche zur Bildung von Turbulenzen führen, die dann bezüglich Stabilität entscheidend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme sind weitestgehend dann am stärksten, wenn es darum geht, die Bestände zu verjüngen. So ist eine unkontrollierte Bildung von Bestandeslöchern bei empfindlichen Baumarten zu vermeiden. Bei der Verjüngung von reinen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]] besteht ein Bündel von Techniken, um diese Probleme zu meistern (siehe Skript Waldbau II). Im Wesentlichen geht es darum, Frontrichtung und –form zu kontrollieren. Die Förderung der individuellen Stabilität der Bäume mit [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] sowie die Schaffung von gemischten Beständen tragen dazu bei, den späteren Handlungsspielraum im Zeitpunkt der Verjüngung zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenz==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesstabilität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.2.2_Wirkung_auf_den_Standraum_und_Zuwachs_der_(Einzel)B%C3%A4ume&amp;diff=6759</id>
		<title>5.2.2.2 Wirkung auf den Standraum und Zuwachs der (Einzel)Bäume</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.2.2_Wirkung_auf_den_Standraum_und_Zuwachs_der_(Einzel)B%C3%A4ume&amp;diff=6759"/>
		<updated>2017-02-28T20:46:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kronenexpansion und Standraumausnützung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Wirkung von Baumentnahmen erlaubt den befreiten Wertträger, den erweiterten zur Verfügung stehenden Standraum durch eine Ausdehnung ihrer Kronen auszunutzen. Dabei ist klar, dass diese Ausdehnung sowohl seitlich wie auch durch Ausstrecken in der Höhe erfolgt. Das Ganze hängt also von im wesentlichen altersbedingten Höhenzuwachs und vom seitlichen Standraum ab. Folgerichtig soll die Reaktion auf Befreiungseingriffe primär vom [[Bestandesalter|Alter]] abhängig sein. Andere Faktoren wie Standortsgüte, Gesundheitszustand und Kronengrösse dürften eine Rolle mitspielen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch klar, dass Unterschiede zwischen den Baumarten bestehen. Die Eigenschaften der Kronenausdehnung sind insbesondere zwischen [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzarten]] recht unterschiedlich. Die [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] mit spindelförmigen Kronen bevorzugen die Ausdehnung der Krone in die Höhe und reagieren weniger stark seitlich. Umgekehrt ist es bei den [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzarten]], deren Kronen eher seitlich expandieren. Die [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] besitzen dadurch ein günstigeresStandraumausnützungspotential. Die Konsequenz von zu starker seitlicher Kronenexpansion führt dazu, dass der Anteil des photosynthetisch unwirksamen Kronenkerns zunimmt, was zu einer ungünstigeren Standraumökonomie führt. Untersuchungen von Burger (1939)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Burger;1939;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen Fichtenbeständen. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]]. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Badoux (1939)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Badoux;1939;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les hêtraies pures. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les [[hatBaumart::Buche|hêtraies pures]]. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.&amp;lt;/ref&amp;gt;S&lt;br /&gt;
haben schon seit längerer Zeit für [[hatBaumart::Buche|Buchen-]], [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]] und [[hatBaumart::Douglasie|Douglasienbestände]] gezeigt, dass [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschende]] Bäume eine günstigere Standraumausnützungseffizienz in Bezug auf den [[Volumenzuwachs|Volumenzuwachs]] aufweisen als [[hatSozialeStellung nach Kraft::Herrchend|herrschende]]. Diese Sicht bestätigen Berechnungen der Standraumökonomie der Bäume in [[hatBaumart::Eiche|Eichen-]], [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]] und [[hatBaumart::Buche|Buchenbestände]] der bayerischen Versuchsflächen von Utschig (2002)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Utschig;2002;Utschig, H., 2002: Analyse der Standraumökonomie von Einzelbäumen auf langfristig beobachteten Versuchsflächen; Methoden, Programmentwicklung und erste Ergebnisse. Forstwiss. Cbl. 121: 335-348.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Utschig, H., 2002: Analyse der Standraumökonomie von Einzelbäumen auf langfristig beobachteten Versuchsflächen; Methoden, Programmentwicklung und erste Ergebnisse. Forstwiss. Cbl. 121: 335-348.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der standraumbezogene [[Volumenzuwachs]] von mittel bekronten Bäume ist immer besser als derjenige der grosskronigen Elemente erwachsener Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alle Fälle sind die artenspezifischen Reaktionen bei der Interpretation von Versuchsergebnissen&lt;br /&gt;
gebührend zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Beobachtungen von Bouchon et al., (1989)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bouchon et al.;1989;Bouchon, J., Dhôte, J.-F., Lanier, L., 1989: Note sur la réaction individuelle du hêtre à différentes intensités d&#039;éclaircie et à différents âges. Rev. For. Fr. 41, 1: 39-&lt;br /&gt;
50.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bouchon&amp;quot;&amp;gt;Bouchon, J., Dhôte, J.-F., Lanier, L., 1989: Note sur la réaction individuelle du hêtre à différentes intensités d&#039;éclaircie et à différents âges. Rev. For. Fr. 41, 1: 39-50.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, ist die seitliche Reaktion der Kronen von 50- bis 70jährigen Buchenwertträgern auf [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] praktisch linear abhängig von der Anzahl entfernter Konkurrenten (siehe Abb. 5.17). Es ist anzunehmen, dass diese Reaktion bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] nicht so eindeutig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.17.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.17: Reaktion von Buchenkronen auf die Entfernung von Konkurrenten. Gilt für Buchenbestände im [[Bestandesalter|Altersbereich]] von 50 bis 70 Jahre.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bouchon et al.;1989;Bouchon, J., Dhôte, J.-F., Lanier, L., 1989: Note sur la réaction individuelle du hêtre à différentes intensités d&#039;éclaircie et à différents âges. Rev. For. Fr. 41, 1: 39- 50.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bouchon&amp;quot;&amp;gt;Bouchon, J., Dhôte, J.-F., Lanier, L., 1989: Note sur la réaction individuelle du [[hatBaumart::Buche|hêtre]] à différentes intensités d&#039;éclaircie et à différents âges. Rev. For. Fr. 41, 1: 39-50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus zu schliessen, dass immer so kräftig wie möglich zu durchforsten ist, wäre voreilig interpretiert. Bei zu starker Befreiung mag der Baum irgendwann den freien Raum nicht mehr ausnützen.&lt;br /&gt;
Abb. 5.18 zeigt, dass die Wirkung einer [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]], gemessen an der Zunahme des Radialzuwachses noch mehrere Jahre nach dem Eingriff deutlich spürbar ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.18.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.18: Wirkung starker [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf den Durchmesserzuwachs. Vergleich des Radialzuwachses in stark durchforstetem und nicht durchforstetem [[hatBaumart::Douglasie|Douglasienbestand]] ([[Bestandesalter|Alter]] 19 Jahre).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Aussenac et al.;1988;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange (im [[Bestandesalter]]) die [[Reaktionsfähigkeit]] andauert, ist deshalb von Bedeutung, weil wenn auch logischerweise die optimale Reaktion in jüngeren Beständen zur Zeit des maximalen Höhenzuwachses (im  [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstadium]]) zu erwarten ist, heute nutzungs-ökonomische Faktoren für eine zeitliche Staffelung der Eingriffe sprechen, nämlich zu einem Zeitpunkt, da die Durchforstungsprodukte kostendeckend (oder annähernd) genutzt werden können (sog. kommerzielle oder präkommerzielle Nutzungen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatBaumart::Buche]] ist z.B. eine Baumart mit anerkannt gutem Reaktionspotential auf [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] auch in hohem [[Bestandesalter|Alter]]. Chollet et al. (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Chollet et al.;1998;Chollet, F., Demarcq, Ph., 1998 : Réaction des hêtraies de montagne aux éclaircies tardives. Rev. For. Fr. 50, 4 : 349-355.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Chollet, F., Demarcq, Ph., 1998 : Réaction des [[hatBaumart::Buche|hêtraies]] de montagne aux éclaircies tardives. Rev. For. Fr. 50, 4 : 349-355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
weisen sogar darauf hin, dass die Reaktion auf [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] umso besser ist, als der Bestand zuvor dicht gehalten wurde, und dies bis zu recht hohen [[Höhenlage|Höhenlagen]] (1400 bis 1500 m.ü.M.). Auch ist der Lichtungszuwachs der [[hatBaumart::Buche]] schon seit längerer Zeit allgemein anerkannt, weil eine der Standraumreduzierung gegenüber überproportionale flächenbezogene Wuchsreaktion (in Volumen) erfolgt (Freist, 1962, Noisette, 1928)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Noisette;1928;Noisette, M., 1928 : Etude de peuplements feuillus pendant la période de la régénération. Ann. Ecole Nat. Eaux For. 2, 2 :301-391.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Noisette, M., 1928 : Etude de peuplements [[hatHolzart::Laubholz|feuillus]] pendant la période de la régénération. Ann. Ecole Nat. Eaux For. 2, 2 :301-391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Freist;1962;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freist&amp;quot;&amp;gt;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daraus dürfte aber keine allgemeingültige Regel gemacht werden. Gewisse Baumarten reagieren nur in der Jugend gut. Dies gilt insbesondere für [[hatSchattentoleranz::Lichtbaumart|Lichtbaumarten]] wie [[hatBaumart::Esche]], [[hatBaumart::Föhre]], [[hatBaumart::Lärche]]. Bei diesen scheint es wichtig, in genügend frühen Stadien einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Ergebnisse der Veränderung der Belichtung infolge Eingriffstärke gezeigt haben, erfolgt die grösste Veränderung der Belichtung im unteren Teil der [[Lichtkrone]] (siehe Abb. 6.12). Davon kann man ausgehen, dass vorher sozial niedrige bzw. konkurrenzierte Bäume besser auf Eingriffe reagieren als Alleinherrschende. Folgerichtig wird dies bedeuten, dass in situativen Eingriffskonzepten die Eingriffe nach sozialen Klassen zu modulieren sind. Ergebnisse von Freist (1962)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Freist;1962;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freist&amp;quot;&amp;gt;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
in älteren [[hatBaumart::Buche|Buchenbestockungen]] zeigen, dass sozial Tiefere im Durchmesserzuwachs wesentlich mehr reagieren als die schon ohnehin Selbstherrschenden (siehe Abb. 5.19). Je sozial niedriger, desto ausgeprägter ist der Lichtungszuwachs. Solche Ergebnisse unterstützen eine sehr differenzierte, opportunistische Eingriffgestaltung bei der Durchforstungsfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.19.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.19: Reaktion von älteren [[hatBaumart::Buche|Buchenbeständen]] auf Lichtungseingriffe. Durchmesserzuwachs vor und nach dem Lichtungseingriff geordnet nach BHD.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Freist;1962;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freist&amp;quot;&amp;gt;Freist, H., 1962: Untersuchungen über den Lichtungszuwachs der Rotbuche und seine Ausnützung im Forstbetrieb. Beih. Forstwiss. Cbl. 17. 78 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.2.1_Wirkung_auf_%C3%B6kophysiologische_Faktoren&amp;diff=6758</id>
		<title>5.2.2.1 Wirkung auf ökophysiologische Faktoren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.2.1_Wirkung_auf_%C3%B6kophysiologische_Faktoren&amp;diff=6758"/>
		<updated>2017-02-28T20:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Veränderung der Lichtverteilung im Kronenraum====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen von Aussenac et al. (1984)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Aussenac et al.;1984;Aussenac, G., Granier, A., Naud, R., l984: Eclaircie systématique dans un jeune peuplement de Douglas. Modifications microclimatiques et influences sur la croissance. Rev. forest. Fr. 36, 4: 279-288.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Aussenac, G., Granier, A., Naud, R., l984: Eclaircie systématique dans un jeune peuplement de Douglas. Modifications microclimatiques et influences sur la croissance. Rev. forest. Fr. 36, 4: 279-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zeigen ökophysiologische Konsequenzen bei starken Durchforstungseingriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.13.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.13: Veränderung der Belichtung in der Krone einer 20jährigen [[hatBaumart::Douglasie]] vor und nach einem starken Durchforstungseingriff (Stärke: 50 %).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stammen aus einem Durchforstungsversuch mit 19jährigen [[hatBaumart::Douglasie|Douglasien]], bei dem durch einen systematischen, sehr kräftigen Eingriff 50 % aller Bäume entfernt wurden. Das Ergebnis eines solchen Eingriffes führt in erster Linie zu einer Verbesserung der Lichtbedingungen im ganzen Kronenraum (siehe dazu Abb. 5.13). Die Erhöhung des Lichtangebotes zeigt sich dabei am deutlichsten an der Kronenbasis, welche ja vor der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] nur relativ wenig Licht erhielt. In diesem Bereich kann man, schon ein Jahr nach dem Eingriff, eine Zunahme der Blatt- bzw. Nadelmasse um 15 % feststellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkung auf die Dauer der Produktionsperiode====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wurde eine unerwartete, bemerkenswerte Veränderung beobachtet; nämlich, dass in der durchforsteten Teilfläche, im Vergleich zur undurchforsteten Vergleichsfläche, eine ganz deutliche Verlängerung der Vegetationsperiode, in der Grössenordnung von 35 Tagen, stattfindet. Es handelt sich dabei nicht nur um ein vorübergehendes Phänomen von kurzer Dauer. Wie die Tabelle 5.14 zeigt, hält diese Verlängerung der Vegetationsperiode über mehrere Jahre an und zeigt sich auch noch fünf Jahre nach dem Eingriff (Aussenac et al.,1988)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Aussenac et al.;1988;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aussenac et al.&amp;quot;&amp;gt;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.14.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.14: Verlängerung der Vegetationsperiode in einem [[hatBaumart::Douglasie|Douglasien]][[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|stangenholz]] infolge einer starken [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] (Entfernung von 50 % aller Bäume)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Aussenac et al.;1988;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aussenac et al.&amp;quot;&amp;gt;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf den Wasserhaushalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren erklären diesen Anstieg der Dauer der Vegetationsperiode durch die folgenden ökophysiologisch vorteilhafte Wirkung des Eingriffs. So bewirkt eine Durchforstung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*eine um + 0,4°C Erhöhung der mittleren Temperaturen&lt;br /&gt;
*bessere Wasserbilanz (in der Grössenordnung von 50 mm/Jahr). Einerseits wird durch die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] die Interzeption verringert, so dass mehr Niederschlag auf den Boden gelangt; ferner führt es zu einem Rückgang der Evapotranspiration. Beides erlaubt eine bessere Versorgung der Bodenwasserreserven. Im vorliegenden Versuch beträgt der Rückgang der Evapotranspiration im ersten Jahr nach dem Eingriff ungefähr 17 %. Die Abb. 5.15 zeigt die unterschiedlich hohen Bodenwasserreserven (jeweils zum Zeitpunkt der stärksten Bodenaustrocknung) im durchforsteten Bestand und im undurchforsteten Vergleichsbestand. Das Phänomen der wesentlich günstigeren Bedingungen im durchforsteten Bestand zeigt sich dabei auch noch 3 Jahre nach dem Eingriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.15.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.15: Unterschiede in den kapillarisch gebundenen Wasserreserven im Boden während des Hochsommers zwischen stark durchforstetem und nicht durchforstetem [[hatBaumart::Douglasie|Douglasienbestand]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Aussenac; 1988;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in Douglas-fir. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Aussenac, G., Granier, A., 1988: Effects cf thinning on water stress and growth in [[hatBaumart::Douglasie|Douglas-fir]]. Can. J. For. Res. 18, 1: 100-105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf den Wärmehaushalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chroust (1965)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Chroust;1965;Chroust, L., 1965: Das Bestandesklima der Fichtenstangenhölzer bei einer Pflege durch starke Eingriffe (Orig. Tsch.). Les. Cas. 11: 1067-1088.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chroust&amp;quot;&amp;gt;Chroust, L., 1965: Das Bestandesklima der Fichtenstangenhölzer bei einer Pflege durch starke Eingriffe (Orig. Tsch.). Les. Cas. 11: 1067-1088.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bestätigt die günstige Veränderung der ökophysiologisch relevanten Faktoren wie Wärmehaushalt und Bodentemperaturen am Beispiel eines [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungsversuchs]] in einem [[hatBaumart::Fichte|Fichten]][[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|stangenholz]] von 22 Jahren (siehe Abb. 5.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.16.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb: 5.16: Wirkung von starker [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf die mittleren Tagestemperaturen der Luft und des Bodens an einem Sommertag. In einem [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]] von 10 m Höhe an 22 Jahre [[Bestandesalter|Alter]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Chroust;1965;Chroust, L., 1965: Das Bestandesklima der Fichtenstangenhölzer bei einer Pflege durch starke Eingriffe (Orig. Tsch.). Les. Cas. 11: 1067-1088.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chroust&amp;quot;&amp;gt;Chroust, L., 1965: Das Bestandesklima der [[hatBaumart::Fichte|Fichten]][[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|stangenhölzer]] bei einer Pflege durch starke Eingriffe (Orig. Tsch.). Les. Cas. 11: 1067-1088.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.1_Geschichtliche_Entwicklung_der_Durchforstung&amp;diff=6757</id>
		<title>5.2.1 Geschichtliche Entwicklung der Durchforstung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.1_Geschichtliche_Entwicklung_der_Durchforstung&amp;diff=6757"/>
		<updated>2017-02-28T20:45:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist man (insbesondere im Deutschland im 19. Jahrhundert) davon ausgegangen, dass obgleich die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] und unabhängig davon, ob diese nun stark oder schwach ausfallen, die Volumenleistung auf den gesamten [[Produktionszeitraum]] bezogen (sog. [[Gesamtwuchsleistung]]) in etwa gleich bleiben würde. Dieser nur in bestimmtem Rahmen und grober Annährung geltende Grundsatz ist als Gesetz von Eichhorn (1904) bekannt geworden.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Eichhorn;1904;Eichhorn, F., 1904: Beziehungen zwischen Bestandeshöhe und Bestandesmasse. Allg. Forstu. J.-Ztg. 80: 45-49.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eichhorn, F., 1904: Beziehungen zwischen Bestandeshöhe und Bestandesmasse. Allg. Forstu. J.-Ztg. 80: 45-49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_5.8.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 5.8: Zusammenhang zwischen periodischem Holzzuwachs und der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl [[Produktion]] wie [[Bestandesdichte]] sind hier relativ betrachtet und zwar gegenüber natürlichen (d.h. nicht durchforsteten) Bestockungen. Die [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte ist mit der sog. relativen mittleren Grundflächenhaltung dargestellt. D.h. als Mittelwert während der (möglichst langen) Beobachtungszeit der Grundflächenverhältnisse in Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ursprünglich von [[Baumart::Weisstanne|Tannenbestockungen]] unter sehr schwacher [[Durchforstungsstärke]] hergeleitet. Mitscherlich (1953)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1953;Mitscherlich. G., 1953: Der Eichenbestand mit Buchen- und Tannenunterstand. SchrReihe. Bad. forstl. VersAnst. 9, 1: 3-35.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Mitscherlich. G., 1953: Der [[hatBaumart::Eiche|Eichenbestand]] mit [[hatBaumart::Buche|Buchen-]] und [[hatBaumart::Tanne|Tannenunterstand]]. SchrReihe. Bad. forstl. VersAnst. 9, 1: 3-35.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
am Beispiel der [[hatBaumart::Eiche]], und Assmann (1954)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assmann;1954;Assmann, E., 1954: Grundflächenhaltung und Zuwachsleistung Bayerischer Fichten-Durchforstungsreihen. Forstw. Cbl. 73, 9/10: 257-271.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., 1954: Grundflächenhaltung und Zuwachsleistung Bayerischer [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsreihen. Forstw. Cbl. 73, 9/10: 257-271.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
später Schober (1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1979;Schober, R., 1979: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil I. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 150, 7-8: 129-152.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1979: Massen-, Sorten- und Wertertrag der [[hatBaumart::Fichte]] bei verschiedener Durchforstung. Teil I. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 150, 7-8: 129-152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Beispiel der [[hatBaumart::Fichte]], hatten als erste aufgezeigt, dass diese Behauptung nicht ganz stimmt, und dass doch zumindest bezüglich der Volumenleistung mit zunehmender [[Durchforstungsstärke|Eingriffsstärke]] es zuerst eine leichte Steigerung der [[Produktion]] (um 5 bis 15%) beim [[Produktivität|Produktivitätsoptimum]] und dann eine rapide Reduktion gibt (siehe Abb 5.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchforstungsfrage hat den Waldbau zutiefst geprägt. Um die Bedeutung der vielfältigen Varianten und Formen von [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] zu verstehen, muss man das Ganze in einem historischen Kontext analysieren. Abb. 5.9 versucht eine chronologisch verständliche Systematik der Entwicklungen dieser pflegerischen Waldbaueingriffe darzulegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.9.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.9: Geschichtlicher Hergang und Systematik der Entwicklung der Durchforstungsfrage.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus historischer Sicht muss man die Entwicklung der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] im Lichte der folgenden Tendenz der Polarisation zwischen [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung|Nieder-]] und [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung|Hochdurchforstung]] (oder auch dänische und deutsche Durchforstung) interpretieren. Einerseits war die Vorstellung in Deutschland nach dem Eichhorn&#039;schen Gesetz, dass die Maximierung der [[Gesamtwuchsleistung]] sich mit maximaler [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] ergibt. Das wurde im wesentlichen für [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferenwälder]] Nordeuropas abgeleitet. So hat sich Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] als sehr schwacher Eingriff entwickelt. Die Entnahme der sozial abgestiegenen Bäume verstand sich bestenfalls als ihre vorzeitige Nutzung bevor sie abgestorben wären. Aus diesem Gedanken her ist die sog. [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] entstanden. Sie beabsichtigt, eigentlich nicht auf den Produktionsprozess Einfluss zu nehmen, sondern sie stellt nur die sinnvolle Gewinnung bzw. Verwendung der sozial absteigende Bäume bevor sie absterben dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu und eher für [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzbestockungen]] (etwa [[hatBaumart::Buche]]) galt in Deutschland die Vorstellung, dass die [[Produktion]] in erwachsenen Bestockungen durch starke sog. Lichtwuchseingriffe gefördert werden kann. Daraus entsteht der sog. [[hatDurchforstungsart::Lichtwuchsbetrieb]], charakterisiert durch kräftige Durchforstungseingriffe. Der Lichtwuchs unterscheidet sich vom sog. Lichtungsbetrieb dadurch, dass letztere Eingriffe im wesentlich die Bestandeserneuerung anstreben unter langen Überlappung der Generationen, und zwar durch sukzessive, meistens schirmartige Verjüngungshieben erzielt. Der Lichtwuchs hingegen soll nur das Durchmesserwachstum der Altgeneration anregen, was zu einem sog. Lichtungszuwachseffekt führt durch Sortimentsprünge. Dies hat zu verschiedenen Durchforstungsvorschlägen geführt, wie der [[hatDurchforstungsart::Seebach-Durchforstung|Seebacher Lichtungsbetrieb]], Borggreve, sog. [[hatDurchforstungsart::Plenterdurchforstung]] (die weniger mit der Plenterung zu tun hat als mit Zielstärkenutzung durch systematische Nutzung der Herrschenden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sog. [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung|Hochdurchforstung]] entwickelte sich zuerst in Dänemark für [[hatBaumart::Buche|Buchen-]] und [[hatBaumart::Eiche|Eichenbestände]] unter Einfluss von Graf Chr. von Reventlow (1801, 1812, 1879)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1801;Reventlow, Chr.D.P., 1801: Einsammlung nützlicher Erfahrung bezüglich der Vegetation und der [[Erziehung]] der Bäume und wie diese Erfahrung bei der Bewirtschaftung der Wälder verwendet werden können um den grössten Vorteil aus den Forsten zu Gewinnen. Dän. Gesellsch. Wissenschaft. In: Reventlow, 1934.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1801: Einsammlung nützlicher Erfahrung bezüglich der Vegetation und der [[Erziehung]] der Bäume und wie diese Erfahrung bei der Bewirtschaftung der Wälder verwendet werden können um den grössten Vorteil aus den Forsten zu Gewinnen. Dän. Gesellsch. Wissenschaft. In: Reventlow, 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1812;Reventlow, Chr.D.P., 1812: Influence de la situation des arbres sur leur végétation In: Perrin 1923.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1812: Influence de la situation des arbres sur leur végétation In: Perrin 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1879;Reventlow, Chr.D.P., 1879: Forslag til en Forbedret skovdrift grundet paa undersögelser over traeernes vegetation i Danmark og slesvigs skove. Hauberg, Kobenhavn, 206&lt;br /&gt;
S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1879: Forslag til en Forbedret skovdrift grundet paa undersögelser over traeernes vegetation i Danmark og slesvigs skove. Hauberg, Kobenhavn, 206 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach genauen Analysen der Wirkung von aktiver [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf die Jahrringstruktur, die [[Umtriebszeit]] und den finanziellen Ertrag. Sie wurde dann von den Franzosen übernommen, im Wesentlichen für die Behandlung von [[hatBaumart::Eiche|Eichen-]] und [[hatBaumart::Buche|Buchenjungwäldern]]. Bagnéris und Broillard (1870)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bagnéris und Broillard;1870;Bagnéris, G., Broillard, Ch., 1870: Etude sur la production et l&#039;emploi du chêne en France. Rev. Eaux For. 9: 193-220; 241-258.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bagnéris, G., Broillard, Ch., 1870: Etude sur la production et l&#039;emploi du chêne en France. Rev. Eaux For. 9: 193-220; 241-258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschreiben diese grundlegend andere [[Durchforstungsart]] folgendermassen: &amp;quot;Il est essentiel à tous les âges de dégager la cime du chêne, sans cependant isoler son pied. On ne peut arriver&lt;br /&gt;
à ce résultat qu&#039;à la condition de faire tomber les hêtres qui dominent ou menacent de dominer les chênes et de conserver au contraire de préférence ceux qui sont dominés&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche aktive [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungskonzeption]] wurde nach Ansicht von Perrin (1923, 1954)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Perrin;1923;Perrin, H., 1923: Le Danemark forestier. Ann. Ecole Nat. Eaux et For. et Stat. Rech. Et Expériences, 1, 1: 1-106.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Perrin, H., 1923: Le Danemark forestier. Ann. Ecole Nat. Eaux et For. et Stat. Rech. Et Expériences, 1, 1: 1-106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Perrin;1954;Perrin, H., 1954: Sylviculture II: Le traitement des forêts. Théorie et pratique des techniques sylvicoles. Ecole Nat. Eaux For., Nancy, 411 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Perrin, H., 1954: Sylviculture II: Le traitement des forêts. Théorie et pratique des techniques sylvicoles. Ecole Nat. Eaux For., Nancy, 411 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Frankreich zuerst von Boppe formuliert. Broillard, (1901)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Broillard;1901;Broillard, Ch., 1901: Des résultats de l&#039;éclaircie. Rev. Eaux For. 40: 1-10.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Broillard, Ch., 1901: Des résultats de l&#039;éclaircie. Rev. Eaux For. 40: 1-10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hebt mit Recht hervor, dass diese grundlegend andere [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungskonzeption]] (siehe Abb. 5.10) versucht, auf die [[Produktion]] bzw. Mischung aktiv Einfluss zu nehmen. Sie leitet sich von den unterschiedlichen Eigenschaften der Kronen zwischen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] und ihrer Reaktion auf Befreiungseingriffe logisch ab. Er formuliert dies folgendermassen: [Chez les feuillus ]&amp;quot;il est plus facile de desserrer sans interrompre le massif que d&#039;éclaircir des conifères sans les isoler; les cimes de ces derniers restant pyramidale, étroites et aigues ne s&#039;élargissent que lentement et ne s&#039;étalent jamais&amp;quot;. Die [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] wurde um 1890 von Schwappach in Deutschland eingeführt, der sie in Frankreich kennen gelernt hatte (Wenk et al., 1990)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Wenk et al.;1990;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenk et al.&amp;quot;&amp;gt;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie hat sich aber erst nach den 1970er Jahren durchgesetzt, unter Einfluss von Abetz (1975, 1976)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1975;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1976;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] bei [[hatBaumart::Fichte]]. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.10.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.10: Die zwei historischen Urformen der Durchforstungseingriffe: Die Hoch- und Niederdurchforstung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] entnimmt, je nach [[Durchforstungsgrad|Eingriffsgrad]], eine verschiedene Anzahl von Bäumen, wobei bei den sozial schwächsten Elementen einer Bestockung begonnen wird. So werden bei der [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] also zuerst die [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|unterdrückten]] und [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|beherrschten]] Individuen entfernt. Ursprünglich war die [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] durch schwache Eingriffe gekennzeichnet. Später, als man doch den günstigen Einfluss der Kronenbefreiung auf den Durchmesserzuwachs erkannte, insbesondere bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubbaumarten], wurden unterschiedliche Grade der [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] entwickelt (siehe Tabelle 5.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.11: Die unterschiedlichen [[Durchforstungsart|Durchforstungsarten]] gemäss internationaler Normen (IUFRO) für Durchforstungsversuche&#039;&#039;&#039;Wenk et al. 1990&lt;br /&gt;
[[Referenz::Wenk et al.;1990;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenk et al.&amp;quot;&amp;gt;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] entfernt die [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] hauptsächlich Konkurrenzbäume, welche der oberen Kronenschicht angehören. Das heisst aber nicht, dass dies systematisch erfolgt, sondern nur zugunsten von ausgewählten förderungswürdigen Bäumen. Dies bezweckt einen optimalen Wirkungsgrad auf die Entwicklung ihrer Kronen. Weil diese [[Durchforstungsart]] insbesondere für die [[hatBaumart::Eiche|Eichenwirtschaft]] abgeleitet wurde, ist es auch logisch, dass man die sozial unteren Elemente der Bestockung sorgfältig behält als Stammschutz. Die sozial niedrigeren Bäume werden im Bestand belassen, und auf diese Weise bilden sie einen [[Nebenbestand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] als Veredlungsmassnahme====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutliche Wende in der Durchforstungsfrage bringt Schädelin (1926, 1934)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1926;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schädelin&amp;quot;&amp;gt;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1934;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Formulierung der Prinzipien der pflegerischen Waldbehandlung. Die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] versteht sich im funktionellen Kontext des ganzen organischen Gebildes der [[Erziehung|Bestandeserziehung]]. Sie wird zur klaren Steuerung der Waldentwicklung eingesetzt, mit dem Ziel der Erreichung grösstmöglicher Wertschöpfung. Schädelin unterscheidet zwei Phasen in der Bestandespflege, bzw. zwei [[Durchforstungsart|Durchforstungsarten]]: die Phase, wo die [[Auslese]] im Vordergrund steht, in jüngeren Bestockungen (etwa [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]] bis [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Baumholz|schwaches Baumholz]]) und die Phase der Veredlung&lt;br /&gt;
durch Wuchsoptimierung. Für die erste entwickelt er die [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]], für die zweite eine [[hatDurchforstungsart::Lichtwuchsdurchforstung]]. Schädelin hat seine Überlegungen am Fallbeispiel der [[hatBaumart::Buche]] abgeleitet, was ihm ab und zu (zu unrecht) vorgeworfen wurde. In Wirklichkeit verstand er die aufgestellten Pflegeprinzipien als allgemein gültig. Nach Schädelin erfolgt die [[Auslese]] in sukzessiven Schritten. Die Anzahl ausgewählter Wertträger (die [[Auslesebaum|Auslesebäume]]) sind am Anfang des Ausleseprozesses in grösserer Zahl als am Schluss notwendig, um das Problem der Reaktion der Bäume auf die Befreiungseingriffe sowie des Ausscheidens von [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] zu berücksichtigen. Wenn einmal die [[Auslese]] fertig ist, folgt die Lichtwuchsdurchforstung, die sich im wesentlichen um die Fortführung des Prozesses durch Standraumregulierung um die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] konzentriert, um damit eine optimale [[Wuchsförderung]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] ist es, die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] so wirksam wie möglich vom Wettbewerbsdruck der direkten Nachbarsbäume (den Konkurrenten) zu befreien. In diesem Sinne ist es klar, dass die [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] im Sinne der [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] einzustufen ist. Allerdings wie Schädelin (1926)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1926;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schädelin&amp;quot;&amp;gt;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
so treffend formuliert, gilt dies nur für den Zweck der [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] und nicht in der Methode. Es ist ziemlich naheliegend, dass eine solcheAuslesedurchforstung in erster Linie darauf ausgerichtet sein muss, die produktivsten Kronenbereiche, und damit die [[Lichtkrone]] der Wertträger möglichst effizient vom&lt;br /&gt;
Konkurrenzdruck zu befreien. Bei der [[hatDurchforstungsart::Lichtwuchsdurchforstung]] geht die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] eher tendenziell in der sozialen Auswirkung zurück in Richtung der Niederdurchforstung. Dabei kommt es darauf an, wie stark (und oft) die Auslesebäume in früheren sukzessiven [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung|Auslesedurchforstungen]] bis dann ausgeschaffen wurden. Und hier gilt auch die Regel, dass die Wirkungseffizienz in Bezug auf das Ziel (Regelung des Wachstumsgangs) massgebend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner [[hatDurchforstungsart::Z-Baum-Auslesedurchforstung]] ging Abetz (1975, 1976)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1975;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1976;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] bei [[hatBaumart::Fichte]]. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus der Vorstellung des Schädelin&#039;schen Konzeptes, den er übrigens als junger Praktikant im Lehr- und Forschungswald der ETH kennen gelernt hatte, hervor. Gegenüber dem Vorschlag von Schädelin ist hier im wesentlichen nur die Anzahl der Wertträger (die sog. [[Ziel-Baum|Ziel-Bäume]] oder [[Z-Baum|Z-Bäume]]) anders, indem die [[hatDurchforstungsart::Z-Baum-Auslesedurchforstung]] von Beginn an nur die Bäume als [[Z-Baum|Zukunfts-]] und Wertträger betrachtet, welche anzahlmässig der Endbestockung entsprechen (sog. [[Endstammzahl|Endstammzahlen]]). Dies erlaubt eine gezieltere und kostengünstige Ausrichtung der Eingriffe, insbesondere in nicht kostendeckenden Dimensionen. Im Konzept von Abetz gibt es keine [[hatDurchforstungsart::Lichtwuchsdurchforstung]], sondern eine Folge von [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]], welche am Anfang bezüglich soziale Wirkung den Charakter der [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] und nach einigen Eingriffen der [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung]] haben. In der Regel soll ab der Lebenshälfte eine Schlagruhe einsetzen. Diese Sicht hat sich in Zusammenhang mit der negativen Folgewirkung der Nutzungen zumindest für [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestände]] durchgesetzt, weil die Entwicklung von [[hatHolzfehler::Fäule|Kernfäulen]], insbesondere ältere Bestockungen besonders befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die [[hatDurchforstungsart::Situative Auslesedurchforstung|situative Auslesedurchforstung]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Schritt in Vollendung der [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] erfolgt dadurch, dass nur Bäume mit wirklichem Wertschöpfungspotential zur Förderung kommen, auch wenn sie weniger als die [[Endstammzahl]] einer vollen Bestockung ausmachen (Schütz, 1999, 2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1999;Schütz, J.-Ph., 1999 : Erfassung der situativen Konkurrenz in gleichförmigen Fichtenbestockungen aufgrund physiologisch orientiertem Positionsparameter. In: Tagungsber. Jahrestagung Deutsch. Verband forstl. ForschAnst. Sektion Ertragskunde, 17.-19.Mai 1999 in Volpriehausen 70-78.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1999 : Erfassung der situativen Konkurrenz in gleichförmigen Fichtenbestockungen aufgrund physiologisch orientiertem Positionsparameter. In: Tagungsber. Jahrestagung Deutsch. Verband forstl. ForschAnst. Sektion Ertragskunde, 17.-19.Mai 1999 in Volpriehausen 70-78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die übrigen üben z.T. völlig andere Funktionen aus, z.B. ökologische und ästhetische. Immerhin gilt es, prinzipiell bei sog. situativen Auslesedurchforstungen, dass die Förderungsmassnahmen sich nicht auf den Bestand als ganzer richten, sondern auf bestimmte Einzelbäume. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst effizienter Waldpflege beruht heute auf einem Kompromiss zwischen Selbstentwicklung (Naturautomation) und der Notwendigkeit, rechtzeitig und im richtigen Ausmass in den Prozess einzugreifen. Das Konzentrationsprinzip führt zur Ausrichtung der Massnahmen auf eine möglichst knappe Anzahl von Zukunftsbäumen. Die Verbindung beider Prinzipien (Naturautomation und Konzentration) führt logischerweise zu sog. situativen Eingriffen. D.h. es werden bezüglich wertschöpfender Massnahmen nur die [[Z-Baum|Z-Bäume]] betrachtet bzw. nur bei denjenigen eingegriffen, die es benötigen, und zwar differenziert je nach ihrem eigenen Entwicklungspotential.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Situativ, bezogen auf die Pflegeeingriffe, versteht sich sowohl bezüglich Position (Situation) der [[Z-Baum|Z-Bäume]] (nur die besten) in der Bestockung als bezüglich ihrem Entwicklungspotential (nur soviel Entnahmen wie notwendig). Leitmotiv ist die Konzentration auf das Wesentliche. Bei zeitgemässen  [[hatDurchforstungsart::Situative Auslesedurchforstung|situativen Auslesedurchforstungskonzepten]] ist die Fragestellung sowohl &amp;quot;Was soll belassen werden bzw. was erledigt die Natur selbst?&amp;quot;, als auch &amp;quot;Was ist zu entnehmen?&amp;quot; Dies basiert auf der Erkenntnis, dass es in jeder Bestockung eine gewisse Anzahl von supervitalen und selbstherrschenden Bäumen gibt, die keine oder nur eine leichte Kronenraumbefreiung benötigen. Daneben gibt es solche, welche trotz genügender sozialer Position mehr Hilfe durch Kronenraumbefreiung brauchen (siehe Abb. 5.12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung|Auslesedurchforstung]] hat sich weitestgehend in West- und Zentraleuropa durchgesetzt, auch in Regionen, die früher eher Anhänger der [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung|Niederdurchforstungen]] waren, wie z.B. in Deutschland. Hier fand das Umdenken ab Ende der 70er Jahre und insbesondere dank der aktiven Vorreiterrolle von Peter Abetz statt. Weil beim Abetz&#039;schen Konzept bei der praktischen Umsetzung Gefahr besteht, dass der vorgeschriebene [[Mittlerer Endabstand|Endabstand]] zwischen den [[Z-Baum|Z-Bäumen]] zu peinlich genau verfolgt wird und dabei [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] ungenügend Gewicht gibt, wurde die sog. [[hatDurchforstungsart::Gruppendurchforstung|Gruppendurchforstung]] von Busse (1935)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Busse;1935;Busse, J., 1935: Gruppendurchforstung. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Busse, J., 1935: [[hatDurchforstungsart::Gruppendurchforstung]]. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Kato (1973)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kato;1973;Kato, F., 1973: Begründung der qualitativen Gruppendurchforstung. Habil. Schrift. Univ. Göttingen. 132 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kato, F., 1973: Begründung der qualitativen [[hatDurchforstungsart::Gruppendurchforstung]]. Habil. Schrift. Univ. Göttingen. 132 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Kato et al. (1988)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kato et al.;1988;Kato, F., Mülder, D., 1988: Qualitative Gruppendurchforstung der Buche: Wertentwicklung nach 20 Jahren. Allg. Forst. u. J.Ztg. 159: 51-56.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kato, F., Mülder, D., 1988: Qualitative [[hatDurchforstungsart::Gruppendurchforstung]] der Buche: Wertentwicklung nach 20 Jahren. Allg. Forst. u. J.Ztg. 159: 51-56.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Mülder (1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mülder;1996;Mülder, D., 1996: Merkblatt zur Gruppendurchforstung. Wilhelm-Münker Stiftung, Siegen. 8 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Mülder, D., 1996: Merkblatt zur Gruppendurchforstung. Wilhelm-Münker Stiftung, Siegen. 8 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
vorgeschlagen. Sie gibt der Qualität den Vorrang und betrachtet den Respekt vorgeschriebener Distanzen zwischen den Wertträgern als völlig subsidiär, ja sogar überflüssig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.12.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 5.12: Konkurrenzgrad der entnommenen Konkurrenten in einer Bestockung. Die bezüglich sozialer Position Besten (Vitalsten und auch Stärksten) bedürfen für eine gute Entwicklung weniger Kronenbefreiung als die knapp [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|Herrschenden]] oder die Mitherrschenden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Grad der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] (auf der Ordinatenachse) versteht man die Anzahl entnommener Konkurrenten (gewichtet mit ihrer Kreisfläche) im Verhältnis zur Kreisfläche des Auslesebaumes. Ein Konkurrenzgrad von 1,0 bedeutet, dass ein mindestens so dicker Konkurrent wie der [[Auslesebaum|Auslesebaum]] eliminiert wird (oder zwei weniger dicke). Fi/Ta starkes [[hatEntwicklungsstufe::Starkes Stangenholz]] Hirschthal ([[Bestandesalter|Alter]] 39, Do 27 cm). Nach Schütz (2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spezielle Formen der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung|Niederdurchforstungsidee]] lassen sich verschiedene Formen der Entnahmen von Durchforstungen, welche neutral wirken bezüglich sozialer Wirkung, ableiten. Es geht um eine Reihe von &#039;&#039;&#039;[[hatDurchforstungsart::Systematische Durchforstung|systematischen Durchforstungen]]&#039;&#039;&#039; mit unterschiedlichem Entnahmemuster. Sie verstehen sich heute meistens als Vorstufe zu weiteren Ausleseeingriffen in stammzahlmässig sehr dichten Jungbestockungen, oder für maschinelle Nutzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] lassen sich vikariierende Eingriffsformen im Sinne systematischer sozialer Entnahmen ableiten. Das ist mit der &#039;&#039;&#039;[[hatDurchforstungsart::Plenterdurchforstung nach Borggreve|Borggreve-Durchforstung]]&#039;&#039;&#039; (verwirrenderweise auch [[hatDurchforstungsart::Plenterdurchforstung|Plenterdurchforstung]] benannt) der Fall, die prinzipiell die sozial [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Elemente entnimmt, damit angeblich die Mitherrschenden und Niedrigeren profitieren können. Ähnlich geht es mit der Zielstärken-Nutzung (Reininger, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reininger;1987;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reininger&amp;quot;&amp;gt;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat sich gezeigt, dass sowohl die [[hatDurchforstungsart::Plenterdurchforstung nach Borggreve|Borggreve-Durchforstung]] (Schober, 1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der [[hatBaumart::Fichte]] bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie auch Zielstärke-Nutzung (Spellmann, 1997; Knoke, 1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Spellmann;1997;Spellmann, H., 1997: Ertragsentwicklung im &amp;quot;LÖWE&amp;quot;-Wald der Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Forst u. Holz 52: 711-718.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., 1997: Ertragsentwicklung im &amp;quot;LÖWE&amp;quot;-Wald der Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Forst u. Holz 52: 711-718.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Knoke;1998;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu [[Produktivität|Produktivitätsverlusten]] in Volumen und Wert führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff [[hatDurchforstungsart::Plenterdurchforstung]] verstehen wir seit Biolley (1901)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Biolley;1901;Biolley, B., l901: Le jardinage cultural. J. for. suisse 52, 6: 97-104 + 7/8: 113-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Biolley, B., l901: Le jardinage cultural. J. for. suisse 52, 6: 97-104 + 7/8: 113-131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine Eingriffsform, welche für die Überführung von noch nicht im idealen Plenterzustand sich befindlichen Bestockungen gilt (siehe dazu Skript der Plenterwald). Ähnlich geht es mit sog. &#039;&#039;&#039;[[hatDurchforstungsart::Strukturdurchforstung|Strukturdurchforstungen]]&#039;&#039;&#039; (Reininger, 1987; Goltz, 1991)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reininger;1987;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reininger&amp;quot;&amp;gt;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Goltz;1991;Goltz, H. v.d., 1991: Strukturdurchforstung der Fichte: Ein Weg zu stufigen Bestandesaufbau. Allg. ForstZ. 46: 677-679.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Goltz, H. v.d., 1991: Strukturdurchforstung der Fichte: Ein Weg zu stufigen Bestandesaufbau. Allg. ForstZ. 46: 677-679.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2_Die_Durchforstung&amp;diff=6756</id>
		<title>5.2 Die Durchforstung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2_Die_Durchforstung&amp;diff=6756"/>
		<updated>2017-02-28T20:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] verstehen wir waldbaulich angeordnete Baumentnahmen, um die Bestände in der gewünschten Richtung zu steuern. Die Bezeichnung [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] gilt streng genommen für Eingriffe ab der Stangenholzstufe. Sie schliesst die Eingriffe zur Walderneuerung aus, welche wir semantisch in die Gruppe der Verjüngungshiebe einordnen. Gegenüber den in früheren Stadien notwendigen [[hatPflegemassnahme::Stammzahlreduktion|Stammzahlreduktionen]] (z.B. bei [[hatPflegemassnahme::Dickungspflege]]) liegt der Unterschied in der Bedeutung des entnommenen Materials und selbstverständlich in der Art der Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Delvaux (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehr richtig formuliert, bringt die [[Auslese]] nur dann wirklich den erwünschten nützlichen Effekt, wenn dadurch gleichzeitig die [[Produktion]] begünstigt wird, indem der Zuwachs möglichst effizient auf die dafür ausgewählten Bäume übertragen wird. [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] führen zur Verlagerung des Holzzuwachses auf die übrigbleibenden wenigen Bäume. Ob dabei bezüglich Gesamtzuwachs die Kompensation vollständig ist, bleibt zu analysieren. Sie hängt von der Anzahl der eliminierten Bäume sowie von der [[Durchforstungsart|Art]] und der [[Durchforstungsstärke|Stärke]] des Eingriffes ab. In modernen Pflegekonzepten dienen allerdings Baumentnahmen nicht allein der Wuchsförderung, sie streben darüber hinaus eine möglichst optimale Wirkung durch den Ausleseeffekt sowie günstige Einflusse auf das Ökosystem an. Interessant ist, ob dadurch&lt;br /&gt;
schlussendlich eine Steigerung der Wertleistung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beurteilung der Auswirkungen von [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffen]] geht es nicht nur darum, die unmittelbaren, kurzfristigen Effekte von verschiedenen [[Durchforstungsart|Durchforstungsarten]] und [[Durchforstungsstärke|Durchforstungsstärken]] miteinander zu vergleichen, sondern auch darum, die unterschiedliche Reaktion von Beständen von unterschiedlicher [[Entwicklungsstufe]] zu berücksichtigen. Um nun einen Bestand optimal behandeln zu können, müssen aber noch weitere wichtige Aspekte, wie etwa die standörtlichen Bedingungen ([[Ertragsniveau]], Bonität), die bisherige bzw. frühere waldbauliche Behandlung und der Gesundheitszustand der Bestockung berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Durchforstungsart|Art]], [[Durchforstungsgrad|Grad]] und [[Durchforstungsstärke|Stärke]] der Durchforstung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor auf die zahlreichen Formen der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] eingegangen wird, soll zuerst eine begriffliche Präzisierung festgehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Durchforstungsart]]&#039;&#039;&#039; bezieht sich auf die Wirkungsweise des Eingriffes auf den Bestand, insbesondere in Bezug auf soziale Ebenen, in welche eingegriffen wird, bezüglich Bestockungsreaktion (d.h. [[Bestandesalter|Alter]]) und waldbauliche Effekte (z.B. [[Auslese]]). Abb. 5.9 zeigt die verschiedenen gängigen Arten der Durchforstungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der &#039;&#039;&#039;[[Durchforstungsstärke]]&#039;&#039;&#039; eines Eingriffes versteht man hier das Volumen des geschlagenen Holzes in Prozent des Holzvorrates des Bestandes vor der Durchforstung. Diese Grösse gilt für einen bestimmten Eingriff. Man kann einen solchen Prozentsatz allerdings auch durch die entsprechenden Werte der Grundfläche angeben, was übrigens in der Anwendung wesentlich einfacher ist. Die Werte, die man durch die Verwendung dieser beiden Grössen (Volumen oder Grundfläche) erhält, sind einander sehr ähnlich. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich die Formzahl der geernteten Durchforstungsprodukte (auch ausscheidender Bestand genannt) nicht stark von der Formzahl der verbleibenden Bäume unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei sehr situativ orientierten [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffen]] interessiert vielmehr die Wirkung des Eingriffes in Bezug auf die Wertträger ([[Z-Baum|Z-Bäume]]) als auf den ganzen Bestand. So wird neuerdings die Stärke der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] mit dem Grad des Eingriffes um die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] gemessen, in Anzahl Konkurrenten pro [[Auslesebaum]] (im Durchschnitt), allenfalls in Grundflächenprozenten pro [[Auslesebaum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;[[Durchforstungsgrad]]&#039;&#039;&#039; wird hier eine Grösse der Eingriffstärke verstanden, welche sich nicht auf einen einzigen Eingriff bezieht, sondern auf eine ganze Abfolge von mehreren wiederholten Eingriffen derselben Art und Stärke. Man misst diese Grösse in der Regel anhand der &#039;&#039;&#039;mittleren relativen Grundflächenhaltung&#039;&#039;&#039;. Sie ermittelt sich aus dem Durchschnitt der Grundflächenwerte der einzelnen Perioden und zwar relativ zur Grundfläche einer Referenzeingriffsart (in der Regel natürliche nicht behandelte Bestockungen oder schwach durchforstete).  Eine mittlere relative Grundflächenhaltung von 0,80 bedeutet, dass die betrachtete [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] einer über den ganzen Beobachtungszeitraum gemittelten [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] von 80% von natürlicher Bestockung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht immer einfach, gutachtlich den Grad der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] zu definieren, weil es auch eine Reihe von Zwischenformen von [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] gibt. Für eine objektive Bestimmung der [[Durchforstungsart]] verwendet man im allgemeinen den &#039;&#039;&#039;[[Koeffizient k nach Hiley]]&#039;&#039;&#039; (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hiley;1959;Hiley, W.E., 1959: Conifers: South African methods of cultivation. Faber &amp;amp; Faber, London, 123 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hiley, W.E., 1959: Conifers: South African methods of cultivation. Faber &amp;amp; Faber, London, 123 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder Decourt (1972)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Decourt;1972;Decourt, N., 1972: Méthode utilisée pour la construction rapide de table de production provisoires en France. Ann. Sci. forest. 1: 35-48.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Decourt, N., 1972: Méthode utilisée pour la construction rapide de table de production provisoires en France. Ann. Sci. forest. 1: 35-48.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Nach Pardé (1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1978;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird dieser Koeffizient durch den Quotienten definiert, der aus dem Mitteldurchmesser der entnommenen Bäume und dem Mitteldurchmesser des verbleibenden Bestandes gebildet wird. Im Falle einer [[hatDurchforstungsart::Hochdurchforstung]] liegt der Wert dieses [[Koeffizient k nach Hiley|Durchforstungskoeffizienten]] nahe bei 1, während [[hatDurchforstungsart::Niederdurchforstung|Niederdurchforstungen]] durch einen [koeffizient k nach Hiley|k-Wert]] zwischen 0,7 und 0,8, oder gar noch weniger charakterisiert werden. Ähnlicher Koeffizient arbeitet mit den entsprechenden Grundflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;[[Turnus]]&#039;&#039;&#039; (oder Wiederkehrperiode) wird hier die Zeitspanne verstanden, die zwischen zwei Eingriffen liegt, wobei durch die mehrmalige Wiederholung einer bestimmten Wiederkehrdauer die &#039;&#039;&#039;Periodizität&#039;&#039;&#039; der Eingriffe definiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Durchforstungsintensität]]&#039;&#039;&#039; ist eine Grösse, die sich sowohl durch die [[Durchforstungsstärke|Stärke]], wie auch durch den [[Turnus]] der Eingriffe ergibt. So erreicht man mit mässigen, dafür häufigen Eingriffen ebenso hohe Durchforstungsintensitäten, wie mit kräftigen, dafür zeitlich weit auseinanderliegenden Eingriffen. Allerdings sind im ersten Fall die Risiken einer Bestandesdestabilisierung wesentlich geringer. Der ganze Erfolg eines [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungsprogramms]] liegt nun in der Kunst, die Stärke und die Periodizität der Eingriffe auf vernünftige Weise aneinander anzupassen bzw. aufeinander abzustimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus biologischer Sicht und vor allem aus der Sicht des geringsten Risikos wäre es fast immer am idealsten, wenn man mit einer mässigen Durchforstungsstärke, dafür häufig eingreifen könnte oder mit einer um wenigen Gerüstbäume orientierten punktuellen Eingriffe. In Wirklichkeit ist man aber aus unternehmungstechnischen bzw. betriebswirtschaftlichen Gründen, wie z.B. der Arbeitsorganisation bzw. der hohen Eingriffskosten, dazu gezwungen, Kompromisslösungen zu finden.&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Eingriffscharakteristiken ([[Durchforstungsart|Art]], [[Durchforstungsgrad|Grad]], [[Durchforstungsstärke|Stärke]]) bezieht sich ursprünglich auf Durchschnittswerte für den ganzen Bestand. Dies kam aus dem historischen Hergang der Durchforstung, nämlich Eingriffe, welche die einigermassen gleiche Gestaltung der ganzen Bestockung anstrebten. Weil wir heute eindeutig eine mehr situative Betrachtungsweise (auf Wertträgerbäume bezogen) und mit differenzierten Zielvorgaben vorgehen, ergeben sich auch für die Charakterisierung der Wirkungsweise einer [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] andere Indikatoren. Wenn wir in jungen Bestockungen nur um wenige Wertträger eingreifen, auch mit kräftiger Befreiung (und zwischendurch praktisch nichts tun), ergibt sich auf den Bestand bezogen keine hohe Eingriffsstärke, obwohl die Wirkung um die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] einer starken punktuellen Freistellung&lt;br /&gt;
entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Durchforstungsform ([[Durchforstungsart|Art]] und [[Durchforstungsgrad|Grad]]) mit der Bestandesentwicklung variieren kann (soll), ist es unter Umständen für die praktische Anwendung angebracht, eine Modulierung der Eingriffe vorzusehen. Ein entsprechendes &#039;&#039;&#039;Durchforstungsprogramm&#039;&#039;&#039; betrachtet letztendlich ein solch differenziertes Vorgehen der sich wiederholenden Eingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auch sehen==&lt;br /&gt;
*[[5.2.1 Geschichtliche Entwicklung der Durchforstung]]&lt;br /&gt;
*[[5.2.2 Wirkung der Baumentnahmen]]&lt;br /&gt;
*[[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs]]&lt;br /&gt;
*[[5.2.4 Wirkung der Durchforstungen auf Stabilität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.2_Produktivit%C3%A4t_der_verschiedenen_Bestandteile_der_Krone&amp;diff=6755</id>
		<title>5.1.2 Produktivität der verschiedenen Bestandteile der Krone</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.2_Produktivit%C3%A4t_der_verschiedenen_Bestandteile_der_Krone&amp;diff=6755"/>
		<updated>2017-02-28T20:43:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung des Nadelalters====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Arbeiten von Ladefoged (1946) [[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce] (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben gezeigt, dass, je nach dem Alter der Nadeln, beträchtliche Unterschiede in der photosynthetischen Brutto-Produktivität bestehen. Die Leistungsfähigkeit der Nadeln wird dabei mit zunehmendem Alter immer geringer. Bei der [[hatBaumart::Fichte]] zum Beispiel fällt 50 bis 60 % der totalen Assimilation auf die jüngsten Nadeln, d.h. auf diejenigen des laufenden Jahres an (siehe Abb. 5.2). Nimmt man auch noch die Nadeln des letzten Jahres hinzu, so leisten diese letzten zwei Nadeljahrgänge zusammen 80 bis 85 % der gesamten Assimilation. Ähnliche Ergebnisse liefert Woodmann (1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann ;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Douglasie]]: Sie zeigen, dass die einjährigen Nadeln nur noch 72 % der Leistung der neuesten Nadeln erbringen. Bei den zweijährigen Nadeln beträgt es noch 50 %, bei den dreijährigen noch 30 % und bei den vierjährigen gerade nur noch 15 %. Nach Künstle und Mitscherlich (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Künstle und Mitscherlich ;1975;Künstle E., Mitscherlich G., 1975: Photosynthese, Transpiration und Atmung in einem Mischbestand im Schwarzwald. Teil I. Allg. Forst u. J.-Ztg. 146, 3/4: 45-63.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Künstle E., Mitscherlich G., 1975: Photosynthese, Transpiration und Atmung in einem Mischbestand im Schwarzwald. Teil I. Allg. Forst u. J.-Ztg. 146, 3/4: 45-63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zeigt sich der Produktionsvorteil der neugebildeten Nadeln gegenüber den älteren Nadeln bereits ab dem Monat Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.2.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.2: Zusammenhang zwischen Nadelalter und photosynthetischer Leistung am Beispiel von zwei [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] (Alter 21, Höhen 11 und 9 m) unterschiedlicher sozialen Stellung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce] (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet, dass im wesentlichen die &#039;&#039;&#039;Peripherie der Krone&#039;&#039;&#039; eines [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbaumes]] wirklich &#039;&#039;&#039;effizient assimilieren&#039;&#039;&#039; kann und erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Reaktion einer Krone auf einen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriff]] umso stärker und damit besser sein wird, je grösser das aktuelle Höhenwachstum des Baumes ist. In der Tat erlaubt ein rasches Höhenwachstum dem Baum seine Blattoberfläche in der Lichtkrone, und damit in jenem Teil, der für die Photosynthese am günstigsten ist, rasch zu vergrössern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die verschiedenen Arten von Nadeln und Blättern und deren Produktivität====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der morphologische Unterschied zwischen den Licht- und Schattenblättern liegt vor allem darin, dass die Lichtblätter auf ihrer Blattoberseite ein Palisadengewebe aufweisen, das sie vor oberflächlicher Austrocknung schützt (siehe Abb. 5.3). Es bestehen aber auch Unterschiede im morphologischen Aufbau der Chloroplasten (Lichtenthaler et al., 1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lichtenthaler et al.;1981;Lichtenthaler, H.K., Buschmann C., Döll, M., et al., 1981: Photosynthetic activity, chloroplase ultrastructure, and leaf characteristics of high-light and low-light plants and of sun and shade leaves. Photosynthesis Res. 2: 115-141.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lichtenthaler, H.K., Buschmann C., Döll, M., et al., 1981: Photosynthetic activity, chloroplase ultrastructure, and leaf characteristics of high-light and low-light plants and of sun and shade leaves. Photosynthesis Res. 2: 115-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein Lichtblatt ist also, im Verhältnis zu seiner Oberfläche, schwerer als ein Schattenblatt. Je nachdem, ob man das Assimilationspotential in Abhängigkeit der Blattmasse oder der Blattoberfläche bezieht, erhält man entgegengesetzte Ergebnisse. Nach Ducrey (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ducrey;1981;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
assimilieren auf die Volumeneinheit bezogen, die Licht- und die Schattenblätter ungefähr gleich viel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.3: Morphologische Unterschiede zwischen Licht- und Schattenblättern.&#039;&#039;&#039;Matile 1981&lt;br /&gt;
[[Referenz::Matile;1981;Matile, Ph., 1981: Allgemeine Biologie. Inst. f. allg. Botanik ETH-Z, Zürich, 372 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Matile, Ph., 1981: Allgemeine Biologie. Inst. f. allg. Botanik ETH-Z, Zürich, 372 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Künstle und Mitscherlich (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich ;1975;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
vermag bei konstantem Licht ein Schattenblatt, bei gleichem Blattgewicht, sogar etwas mehr zu assimilieren als ein Lichtblatt. Weil die Lichtbedingungen unterschiedlich sind, produziert aber die [[Schattenkrone]] unter natürlichen Bedingungen weniger als die Lichtkrone. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Belaubung der [[hatBaumart::Buche]] zum Zeitpunkt des Austreibens (siehe Tab. 5.4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.4.png|600px]]&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Douglasie| ]][[hatBaumart::Waldföhre| ]][[hatBaumart::Buche| ]][[hatBaumart::Birke| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.4: Photosynthetische [[Produktion|Produktion]] der [[Schattenkrone|Schattenkrone]] im Verhältnis zur [[Lichtkrone]] (Beobachtungen zu verschiedenen Jahreszeiten)&#039;&#039;&#039; Künstle und Mitscherlich 1975&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich ;1975;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss diesen Ergebnissen macht die [[Schattenkrone]] bei der Douglasie während der ganzen Vegetationsperiode z.B. nur 20 % der Gesamtproduktion aus. Bei der [[hatBaumart::Buche]] hingegen beträgt dieser Anteil 50 %, bei der [[hatBaumart::Birke]] nur 15 % und bei der [[hatBaumart::Föhre]] 23 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit ist es die Intensität des verfügbaren Lichtes, welche auf die Photosynthese den entscheidenden Einfluss ausübt. Die Helligkeit nimmt vom Wipfel des Baumes gegen die Basisder Krone hin rasch ab. Dies verdeutlichen die Messergebnisse von Ladefoged (1946)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Abb. 5.5 dargestellt. So kann man (hier am Beispiel einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]]) feststellen, dass ab dem viertobersten Astquirl eine deutliche Abnahme der Helligkeit stattfindet. Unterhalb des achten Astquirles des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] (bzw. unterhalb des sechsten Quirles des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Baumes) nähern sich die Lichtbedingungen dem photosynthetischen Kompensationspunkt. Dieser Punkt liegt ungefähr bei einer relativen Helligkeit von 10 %. In Wirklichkeit gibt es schon bei relativer Helligkeit von ungefähr 15 % eine beträchtliche Abnahme der Assimilation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.5.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.5: Veränderung der Belichtung in den Kronenkompartimenten einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] (Alter 25 J.).&#039;&#039;&#039;Ladefoged 1964&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die relative photosynthetische [[Produktivität|Produktivität]] in den verschiedenen Kronenbereichen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die effektive photosynthetische Leistung der Bäume zu erfassen, muss man neben den unterschiedlichen Lichtbedingungen auch die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen jeweiligen Kronenbereichen berücksichtigen. Wie die in Abb. 5.6 gezeigten Ergebnissen von Woodmann (1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodman&amp;quot;&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Douglasie]], ist die photosynthetische Leistung nicht im obersten Wipfelbereich der Baumkrone am grössten, obwohl die Lichtbedingungen dort optimal wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund liegt darin, dass in der Sonne voll ausgesetzte Partien die Spaltöffnungen sich schon gegen Ende des Vormittags wegen der ausgetrockneten Luft zu schliessen beginnen. Hingegen sind zum selben Zeitpunkt die Spaltöffnungen der nur wenig tiefer liegenden Äste noch vollständig geöffnet. Das Öffnungs- und Schliessverhalten der Spaltöffnungen erklärt ebenfalls, warum die photosynthetische Leistung an einem bedeckten Tag höher ist als an einem sonnigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf der relativen [[Produktivität]] in den verschiedenen Kronenbereichen zeigt, dass die [[Lichtkrone]] effizient leistet, und dabei besonders in ihrem mittleren Bereich. Unterhalb der grössten Kronenbreite nimmt sie aufgrund der sichtbar schlechter werdenden Lichtverhältnisse deutlich ab. Wobei die Abnahme im Übergangsbereich von der Licht- zur [[Schattenkrone]] besonders stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.6.png|350px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.6: Relative photosysthetische Leistung der Kronenkomponenten einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Douglasie]] (Alter 28 J, Höhe 27 m). Das photosynthetische Potential ist in % der maximal leistenden Astquirle angegeben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodman&amp;quot;&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die effektive photosynthetische Leistung der verschiedenen Kronenbereiche====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Masse bzw. die Oberfläche der Belaubung in den verschiedenen Kronenbereichen nicht gleich gross ist, sondern, zumindest innerhalb des Bereiches der Lichtkrone, vom Wipfel gegen die Basis hin zunimmt, unterscheidet sich die photosynthetische Leistung in absoluten Werten betrachtet von der relativen. Ladefoged (1946)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat die absolute photosynthetische [[Produktion]] von einzelnen Astquirlen auf grund Laborergebnisse gerechnet. Abb. 5.7 zeigt den Verlauf der effektiven [[Produktion]] bei einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] von 25 Jahren. Das Maximum befindet sich zwischen dem viert- und dem sechstobersten Astquirl, d.h. im mittleren Drittel der Lichtkrone. Bei der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] liegen die günstigen Werte näher beieinander und sie nehmen gegen die Basis der Krone viel stärker ab. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Schulze (1970)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulze;1970;Schulze. E.D., 1970: Der CO2-Gaswechsel der Buche (Fagus silvativa L.) in Abhängigkeit von den Klimafaktoren im Freiland. Flora 159: 177-232.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulze. E.D., 1970: Der CO2-Gaswechsel der Buche (Fagus silvativa L.) in Abhängigkeit von den Klimafaktoren im Freiland. Flora 159: 177-232.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und Ducrey (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ducrey;1981;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le&lt;br /&gt;
peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Buche]] und Schulze et al. (1977)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulze et al.;1977;Schulze, E.-D., Fuchs, M.I., Fuchs, M., 1977: Spacial distribution of photosynthetic capacity and performance in a mountain spruce forest of Northern Germany. Oecologia 29:&lt;br /&gt;
43-61| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulze, E.-D., Fuchs, M.I., Fuchs, M., 1977: Spacial distribution of photosynthetic capacity and performance in a mountain spruce forest of Northern Germany. Oecologia 29: 43-61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Fichte]]. Dies erlaubt, den hier dargestellten Ergebnissen in gewissem Masse eine allgemeine Gültigkeit zuzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.7.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.7: Verteilung der effektiven C02- Aufnahme in unterschiedlichen Teilen der Krone einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte|Fi]] (Alter 25 J).&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Blatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.4_Massnahmen_der_Pflegeeingriffe&amp;diff=6754</id>
		<title>4.4 Massnahmen der Pflegeeingriffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.4_Massnahmen_der_Pflegeeingriffe&amp;diff=6754"/>
		<updated>2017-02-28T20:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Massnahme bei der Realisierung der [[Waldbaulicher Pflegeeffekt|Pflegeeffekte]] ist die periodisch wiederkehrende Entnahme von Bäumen. Wir bezeichnen sie als &#039;&#039;&#039;Stammzahlreduktion&#039;&#039;&#039;, wenn sie während der [[hatEntwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] des Jungwuchses und der [[Entwicklungsstufe::Dickung]] erfolgen. Ab dem [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholz]] spricht man von &#039;&#039;&#039;Durchforstungen&#039;&#039;&#039;. Die grosse Kunst der Waldpflege, besteht nundarin, im geeignetsten Moment und mit der richtigen Stärke einzugreifen, d.h. zu jenem Zeitpunkt, wenn der Bestand am besten reagieren kann, sowie neuerdings auch in Rücksicht auf ein optimales Verhältnis der Kosten-Gesamtwirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht man in einer &#039;&#039;&#039;situativen&#039;&#039;&#039; und differenzierten Betrachtung der Bäume im Bestand nach, ergibt sich eine heutigen etwas abgeänderten Ausrichtung der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] als früher. Die grosse Neuorientierung in der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] ist, dass die Massnahmen nicht mehr wie früher als flächendeckende Eingriffe ausgerichtet werden, sondern als gezielt um bestimmte Baumgruppen (Gerüst- oder [[Auslesebaum|Auslesebäume]]). Wir sprechen hier von situativen Eingriffen. Damit wird der Ausdruck situativ in zweifacher Hinsicht gemeint, bezüglich der Zielvorgabe ([[Z-Baum|Z-Bäume]] oder nicht) einerseits sowie bezüglich der Tatsache dass die Befreiung je nach soziale Position und Bekronungsgrad anders ausfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Eingriffsstärke und auch Wiederkehr betrifft, muss die richtige Dosierung gefunden werden, um zur Erreichung der gewünschten Effekte d.h. der Anzahl zu eliminierenden Bäume und gleichzeitig eine günstig wirkende Umgebung zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Alternativmöglichkeit zur [[hatPflegemassnahme::Baumentnahme|Baumentnahmen]]: [[hatPflegemassnahme::Devitalisierung]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich auch heute Pflegekonzepte überlegen, bei welchen die Befreiung der ausgewählten Wertholzträger ohne physische Eliminierung ihrer Konkurrenten erfolgt, etwa durch Nutzung der Differenzierungskraft von geeigneten Baumartenmischungen mit kooperativ wirkenden Baumarten (z.B. [[hatBaumart::Birke]], [[hatBaumart::Aspe]], [[hatBaumart::Vogelbeere]]), oder auch durch Reduzierung der [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] der Nachbarn z.B. durch &#039;&#039;&#039;[[hatPflegemassnahme::Ringelung]]&#039;&#039;&#039;, und dies ohne Anwendung chemischer Mittel (Arboricide). Früher wurden insbesondere bei Pflege von sehr jungen Bestockungen ([[Jungwuchs|Jungwüchse]] und [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]]) solche chemische [[hatPflegemassnahme::Devitalisierung|Devitalisierung]] verschiedentlich erprobt. Weil aus gesamtökologischer Sicht das übergeordnete Ziel darin besteht, dem Waldökosystem eine &#039;&#039;&#039;Senke für chemische Einwirkung&#039;&#039;&#039; zu erhalten, sind heute nur noch Methoden angebracht, welche ohne Phytozide zum Ziel führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;[[hatPflegemassnahme::Ringelung|Ringeln]]&#039;&#039;&#039; versteht man verschiedene, mechanische, den ganzen Stammumfang umfassende Eingriffe zur mehr oder weniger starken Behinderung oder gar gänzlichen Unterbrechung des Saftstromes. Eine der bekanntesten Methoden ist die vollständige Entfernung der Rinde (des Bastes) und des Kambiums und dadurch die Freilegung des Splintholzes auf einem Ring von mehreren Zentimetern Breite. Die [[hatPflegemassnahme::Devitalisierung|Devitalisierung]] geht von der Überlegung aus, dass ein langsames Absterben der sich konkurrenzierenden Bäume dem verbleibenden Bestand erlaubt, sich zu erholen bzw. genügend schnell auf den Eingriff zu reagieren, ohne unter einer eigentlichen Destabilisierung leiden zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechende Versuche für durchforstungslose Förderung des [[Jungwald|Jungwaldes]], insbesondere mit [[hatPflegemassnahme::Ringelung|Ringelungen]], und zwar ohne Verwendung von chemischen Arboriziden, oder auch Strangulierungen, wurden seit einigen Jahren im Lehr- und Forschungswald der ETH am Uetliberg unternommen. Sie zeigen bezüglich der Wirksamkeit der Massnahme ermunternde Ergebnisse. Sie erlauben nämlich eine recht frühzeitige, kostengünstige Förderung der Wertträger zu verwirklichen, und dies praktisch in einem einzigen und d.h. auch recht kräftigen Eingriff. Dies ist auch ohne nachteilige Wirkung bezüglich [[Bestandesstabilität|Bestandesstabilität]] oder Folgeschäden ([[hatHolzfehler::Klebast|Klebäste]], Sonnenbrand) möglich, weil die behandelten Konkurrenten langsam absterben. Auch wenn sie stehend dürr verbleiben, üben sie einen gewissen Seitenschutz aus, zumindest gegen pralle Sonne. Das Ganze soll zu einem Zeitpunkt erfolgen, in dem stehend dürre Bäume von ihren Dimensionen her gesehen keine Gefahr für Spaziergänger darstellen. [[hatPflegemassnahme::Ringelung|Ringelung]] können für Ersteingriffe in schwachen Stangenhölzer empfohlen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das [[hatPflegemassnahme::Köpfen|Köpfen]] in dichten [[Jungwald|Jungbestockungen]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]], welche lange Zeit sehr dicht geblieben sind, und besonders dort, wo die Entfernung von vorherrschenden Protzen zu einer Destabilisierung der Bestockung führen kann, ist es empfehlenswert, die ausscheidenden Stämme nicht gänzlich, d.h. bodeneben zu entfernen, sondern nur zu köpfen. Dabei soll so hoch geköpft werden, dass der verbleibende Stamm weiterhin noch eine Zeit lang als Stütze dienen kann. Gleichzeitig muss aber auch genügend tief geköpft werden, um zu verhindern, dass die abgeschnittenen Individuen, welche oft ein sehr kräftiges Wiederausschlagspotential besitzen, erneut in die obere Kronenschicht einwachsen (siehe Abb. 4.23). Das [[hatPflegemassnahme::Köpfen|Köpfen]] bleibt aber eine Vorgehensweise, um verpasste oder zu schwache Eingriffe nachzuholen. Es handelt sich also eher um eine Notlösung, welche im Normalfall, d.h. wenn die vorhergehenden Pflegeeingriffe korrekt durchgeführt worden wären, eigentlich nicht notwendig sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.23.png|350px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.23: Das [[hatPflegemassnahme::Köpfen|Köpfen]] als Massnahme der Stammzahlentnahme in der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] in Rücksicht auf die Destabilisierungsgefahr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere pflegerische Massnahmen kommen verschiedene andere flankierende und technische Massnahmen zur Anwendung. Es geht z.B. um [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitte]], [[hatPflegemassnahme::Wertastung|Wertastungen]], direkte oder präventive Schutzmassnahmen, Steilrandkorrekturen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Pflegemassnahme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=6753</id>
		<title>4.3.2 Die Auslese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=6753"/>
		<updated>2017-02-28T20:42:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzentration der [[Produktion]] auf die bestveranlagten Individuen eines Kollektivs stellt eine der bedeutendsten wertschöpfende Möglichkeit dar. Man konzentriert sich dabei auf diejenigen Bäume mit den besten Stammqualität, ein gutes Wachstum und eine hohe Vitalität. Damit weist die eigentliche &#039;&#039;&#039;[[Auslese]]&#039;&#039;&#039; eine der am stärksten begünstigende Wirkung aller Pflegemassnahmen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der [[Auslese]] leitet sich von der grossen genetisch bedingten individuellen Vielfältigkeit der Formen und des Wuchses innerhalb einer Nachkommenschaft. Diese Vielfalt verleiht den natürlichen Beständen einen grossen ökologischen Vorteil, nämlich eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber verschiedenen Störungen und Risiken, welche einen Bestand während seiner ganzen Lebensdauer heimsuchen können. Waldbauliche [[Auslese]] ist grundsätzlich eine &#039;&#039;&#039;phänotypische [[Auslese]]&#039;&#039;&#039;, d.h. nach dem Erscheinungsbild, welches das Ergebnis der Veranlagung und seine Expressivität im Kontext der wirkenden Umgebungsfaktoren&lt;br /&gt;
ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldbauer benutzt nun die natürliche Formmannigfaltigkeit gezielt zur Erreichung der Ziele einer bestmöglichen Wertschöpfung. Dies ist bezüglich der Erhaltung des genetischen Pools unproblematisch, sofern die Wahlkriterien auf genügenden adaptiven Genen basieren. Die früher kontroversierte Frage, ob die Pflegeeingriffe die genetische Struktur einengen, ist mittlerweile geklärt, zumindest für den Charakter Wachstumsfreudigkeit, deren Förderung wie Lauber et al. (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lauber et al.;1997;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). &lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines [[hatBaumart::Buche|Buchen]]-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Geburek et al. (1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigt haben, zu keiner genetischen Verarmung führt, weil Wuchskraft mit Heterozygotenanteil korreliert ist, so dass die zu fördernden Anwärter auch diejenigen mit der günstigen Rekombinationschancen der Gene sind. In der Natur übrigens sind es auch diese Heterozygoten, in der Regel die kräftigsten Bäume,&lt;br /&gt;
welche sich durchsetzen. Dabei gibt es offensichtlich gewisse Ausnahmen ([[hatBaumart::Weisstanne]], nach Hussendörfer, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba&lt;br /&gt;
Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der [[hatBaumart::Weisstanne]] (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ob es auch für die [[hatAuslesekriterium::Stammqualität]] gilt, ist noch nicht genügend geklärt. Hinweise deuten darauf hin, dass Phänomene wie rhythmisches Wachstum auch mit Überhang an Heterozygoten verbunden ist (Hussendörfer et al.,1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an [[hatBaumart::Buche|Buche (Fagus silvatica L.)]]. Schweiz. Z.Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann die [[Auslese]] nach negativen oder positiven Gesichtspunkten erfolgen. Die &#039;&#039;&#039;[[Negative Auslese|negative Auslese]]&#039;&#039;&#039; erfolgt, indem man hauptsächlich die schlechtveranlagten Individuen eliminiert. Bei einer &#039;&#039;&#039;[[Positive Auslese|positiven Auslese]]&#039;&#039;&#039; hingegen begünstigt und fördert man gezielt die bestveranlagten und bestausgebildeten Individuen eines Kollektivs (siehe dazu Abb. 4.19). Die positive [[Auslese]] ist auch wirksamer als die [[Negative Auslese|negative Auslese]]. Sie erlaubt eine bessere Konzentration der Pflege und dies ist bezüglich der Kosten günstig. In den noch sehr jungen Beständen jedoch, wenn die Qualitätseigenschaften im allgemeinen noch nicht genügend stark ausgeprägt sind, während hingegen die Mängel und die fehlerhaften Eigenschaften noch immer leichter zu erkennen sind, weist die [[Negative Auslese|negative Auslese]] Vorteile auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.19.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.19: Die zwei Grundformen der [[Auslese]]: die [[Positive Auslese|positive]] und die [[Negative Auslese|negative Auslese]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] richten sich nach den Produktionszielen. Es kann grundsätzlich sowohl [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] wie &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Wuchsleistung]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Stabilität]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Vitalität|Gesundheit]]&#039;&#039;&#039; sein. Weil die Natur selbst nach Wuchseigenschaften differenziert, ist die mit waldbaulichen Massnahmen zu verbindende [[Auslese]] meistens für die Erreichung einer hohen Wertschöpfung angebracht, allenfalls für die Förderung von Stabilitätseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der [[Auslese]] richtet sich nach der Einschätzung der natürlichen unplanbaren Störungsrisiken (sog. &#039;&#039;&#039;stockastische Faktoren&#039;&#039;&#039;, wie Frost, Bruch usw.) sowie der Ausprägung der auszuwählenden Eigenschaften. Das Ziel besteht darin, eine gute Wertschöpfung in der Schaffung eines qualitativ wertvollen unteren Schafts von ca. 10 m zu erreichen. Eine der Kernfrage dabei ist, wie früh die [[Auslese]] erfolgen soll. Sind die unvorsehbaren &#039;&#039;&#039;Risiken hoch&#039;&#039;&#039; (z.B. infolge [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]]), soll eher zugewartet werden, bis die untersten 10 m gebildet sind. So erfolgt die [[Auslese]] im Normalfall erst richtig in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]&#039;&#039;&#039;, wenn eine genügend interessante Schaftlänge ausgebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &#039;&#039;&#039;Risiken klein&#039;&#039;&#039; für Baumarten, deren Eigenschaften weniger abhängig von den Umweltereignissen sind (d.h. auch mehr aus der Veranlagung hervorkommen) und die Ausprägung von Qualitätsunterschiede gross, soll eher &#039;&#039;&#039;früh ausgelesen&#039;&#039;&#039; werden, so dass die guten Anwärter mehr Durchsetzungschancen erhalten im Konkurrenzkampf. Dies ist der Fall für Baumarten mit grossen genetisch veranlagten Qualitätsunterschieden sowie früh erkennbaren Eigenschaften (wie z.B. bei [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Linde]]). Dann kann die [[Auslese]] früher, nämlich in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsphase]]&#039;&#039;&#039;, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Akquisition der Formeigenschaften und die Reaktion der Bestockungen auf den Kollektivwettbewerb unterschiedlich sind, unterscheidet man bezüglich Zeitpunkt und Schwerpunkte der [[Auslese]] die folgenden drei grossen Kategorien von Baumarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]]&#039;&#039;&#039;, bei welchen Probleme der [[Stabilität]] und [[Astreinigung]] im Vordergrund stehen&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Laubholz|Laubbaumarten]] mit obligatorischer [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodischer]]&#039;&#039;&#039; Schaftachsenbildung, die aber eine Neigung zu [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]] vorweisen, also etwa [[hatBaumart::Esche]]/[[hatBaumart::Ahorn]], die sonst eine gute Selbstdifferenzierung haben. Bei dieser Gruppe steht die Bildung eines genügend langen Schaftes von etwa 10 m (evt. mehr) im Vordergrund&lt;br /&gt;
*Die Baumarten mit &#039;&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|sympodischen]] Tendenzen&#039;&#039;&#039;, also [[hatBaumart::Buche]]/[[hatBaumart::Eiche]]/[[hatBaumart::Linde]], bei welchen die [[Frühzeitige Auslese|frühzeitige Auslese]] nach dem Phänotyp der Wipfelschäftigkeit entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hiebsreife liegt der grösste Anteil des Holzwertes im unteren Stammteil. Dies gilt in ausgesprochener Weise für [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]]. Wie Abb. 4.20 zeigt, sind die Wertrelationen zwischen Stammholz (als Rundholz oder Nutzholz verwertbare untere Stammteil) und Wert bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubholz]] ähnlich. Circa 90 % des Wertes wird vom unteren Stammteil produziert. Für den unternehmerischen Erfolg interessiert uns heute nur dieser Teil, da die Industriesortimente kaum kostendeckend gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] liegt im restlichen schlecht verwertbaren Anteil an Koppelprodukten (Industrie- oder Energieholz). Dieser Teil macht massenmässig etwa 15 bis 20 %, bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] 30 bis unter Umständen 50 % der anfallenden Masse bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bäume, die nur mittlere oder gar schlechte Qualität erreichen, lohnen sich teurere wertschöpfende Waldbaumassnahmen nicht, wenn einmal die Phase der Auslesemöglichkeiten verpasst wurde. Darum ist es einerseits relevant zu wissen, welche die gewünschten Qualitäts eigenschaften sind und andererseits, welche von der waldbaulichen Behandlung beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.20.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.20: Verteilung von Volumen und Wert in einem hiebsreifen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadel-]] bzw. [[hatHolzart::&lt;br /&gt;
olz|Laubbaum]]. (nach Bachmann, 1990)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bachmann;1990;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheiden wir bezüglich [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*phänischen Eigenschaften (also äusserlich sichtbaren). Es geht hier primär um die&lt;br /&gt;
Schaffung des untersten Schaftteils sowie um die [[Astreinigung]],&lt;br /&gt;
*innere Eigenschaften (Holzbeschaffung),&lt;br /&gt;
*unerträgliche Fehler, die sobald erkennbar als negative [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist es zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich zu versichern, dass die heute geltenden [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] der Holzsortimente bis zum Zeitpunkt ihrer Ernte und ihres Verkaufs in 80 bis&lt;br /&gt;
100 Jahren noch die gleichen sein werden. Es gibt aber trotzdem allgemeingültige Holzeigenschaften, welche generell für Qualitätsholz einigermassen auch langfristig gültig bleiben. Das gilt zum Beispiel für die Regelmässigkeit des Holzkörperbaus (Jahrringe, zentrischer Wuchs, gerade Faser, Astfreiheit usw.) oder für die Erreichung von genügenden Dimensionen. Wobei dieser letzte Punkt beginnt für [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] umstritten zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Auslese]] kann man sich grundsätzlich in erster Linie auf solche allgemein gültigen Eigenschaften stützen. Daneben gibt es aber auch Qualitätskriterien, die sich je nach dem Stand des technologischen Fortschritts und je nach den wechselnden Modeströmungen und Bedürfnissen der Konsumenten verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemein anzustrebenden [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] für das Kollektiv der Wertträger sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein unterstes Stammstück mit einer Länge von mindestens 10 m (allenfalls mehr)&lt;br /&gt;
*BHD von mindestens 60 cm (bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] mässiger Qualität in Zukunft evtl. weniger)&lt;br /&gt;
*gerade und lotrechte Schaftachse&lt;br /&gt;
*ein runder Stammquerschnitt&lt;br /&gt;
*ab [[hatEntwicklungsstufe|Entwicklungsstufe]] des [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwachen Stangenholzes]] astfrei&lt;br /&gt;
*weder bedeutende Fehler, [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] oder irgendwelche [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung der [[hatHolzfehler::Astigkeit]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astfreies Holz – ist das überhaupt erste anzustrebende [[Qualitätskriterium]]. Weil die Baumartengruppen bezüglich natürlicher [[Astreinigung]] auch unterschiedliche Reaktionsmuster aufweisen, muss man auch die Werteigenschaften unterschiedlich gewichten. Die Erreichung des Zieles, einen grossen Anteil an astfreiem Holz zu produzieren, ist in sehr hohem Mass von der Lebensdauer der Äste abhängig und von der Zeit, um die Astabbruchstellen zu überwallen. Nach Schulz (1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1961;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sollte für eine [[Produktion]] von Holz mit Spitzenqualität ein einwandfreies unterstes Stammstück angestrebt werden, das mindestens 50 % astfreies Holz enthält. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der zentrale astige Kern des Stammes einen Drittel des gesamten Durchmessers nicht übersteigen. Das bedeutet, dass bei den [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] die Äste&lt;br /&gt;
zumindest bis auf eine Höhe von vier Metern verschwunden sein bzw. entfernt werden müssen, was bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] bei einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von 12 cm, bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] bei einem BHD von 15 cm der Fall zu sein bzw. zu geschehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über die Lebensdauer von Ästen und die Überwachsungsdauer von Astabbruchstellen bei der [[hatBaumart::Buche]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Waldföhre]] und der [[hatBaumart::Fichte]] zeigen, dass bei [[hatBaumart::Buche]] und [[hatBaumart::Eiche]], aufgrund einer Lebensdauer und einer anschliessenden Überwachsungsdauer der Äste von je etwa 10 Jahren, das oben formulierte Postulat bezüglich der Qualität auf natürliche Weise erfüllbar ist. Bei der [[hatBaumart::Föhre]] dagegen, welche die Äste etwa 15 - 25 Jahre lang behält und zusätzlich noch etwa 30 - 40 Jahre für derer Überwachsung benötigt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllbar. In diesem Fall kann nur durch eine künstliche Asteliminierung das Ziel erreicht werden. Bei der [[hatBaumart::Fichte]], welche die abgestorbenen Äste noch länger als die [[hatBaumart::Föhre]] behält, erlaubt die natürliche [[Astreinigung]] niemals den gewünschten Anteil an astfreiem Holz zu produzieren. Somit steht fest dass bei [[hatAstreinigung::Totasterhalter]] die [[hatPflegemassnahme::Wertastung]] die wichtigste Wertschöpfungsmassnahme überhaupt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Andere Fehler: [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] und Holzrisse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehwüchsigkeit stellt einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar, den es frühzeitig zu erkennen gilt. Dabei ist das grösste Problem, dass der Drehsinn der Holzfasern im Laufe des Lebens eines Baumes wechseln kann. Eine Drehwüchsigkeit, die auf die Jugendphase eines Baumes beschränkt ist, betrifft nur den zentralen Teil des Stammes und ist nicht als so schwerwiegend zu betrachten. Im Vergleich dazu ist eine Drehwüchsigkeit, die sich über das ganze Leben eines Baumes hinzieht, insbesondere wenn sie immer denselben Drehsinn aufweist, als schwerwiegenderen [[Holzfehler|Fehler]] einzustufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Drehwüchsigkeit von aussen, z.B. anhand des Rindenbildes, gut erkennen lässt, trügt. Die Rinde ist ein Abbild des Jugendkambiums. Inzwischen hat sich der Drehsinn korrigieren können, ohne dass man es von aussen merkt. Eine Drehwüchsigkeit istdann als schwerwiegend zu betrachten, wenn auch der Faserverlauf der äusseren Holzpartien gedreht ist. Sofern man nicht bereit ist, einen Baum absichtlich zu verletzen, lässt sich diese Erscheinung erst an geschlagenem Holz wirklich überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 10 - 15 cm/m’ für eine Klassierung als normale Qualität zulässig sein und ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 6 - 8 cm/m’ für eine Klassierung als fehlerfreie Qualität taxiert werden. [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] hat ebenfalls Auswirkungen auf verschiedene Arten von [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrissen]] (siehe Abb. 4.21) Unterschiedliche Risse haben auch nicht die gleiche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.21.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.21: Verschiedene [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrisse]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. kleine Herzrisse und kleine Risse an der Peripherie durch-aus noch als tolerierbare [[Holzfehler]] zu bezeichnen. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] treten besonders bei der [[hatBaumart::Tanne]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Ulme]], der [[hatBaumart::Edelkastanie]], dem [[hatBaumart::Nussbaum]], und etwas weniger auch beim [[hatBaumart::Kirschbaum]], der [[hatBaumart::Esche]] und sogar auch der [[hatBaumart::Buche]] auf. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] können, sogar wenn sie relativ stark geöffnet sind, wie übrigens auch die [[hatHolzfehler::Holzriss|Trockenrisse]] bei der [[hatBaumart::Fichte]], noch für eine Klassierung als normale Qualität toleriert werden, wenn die Spaltfläche des Risses vollkommen gerade bzw. eben ist. Wenn sich die Spaltfläche des Risses aber auch nur leicht dreht, so stellt dieser einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar. Sternförmige Risse und Ringschälen sind, selbst wenn sie sich nur in der Kernzone befinden, als ins Gewicht fallende [[Holzfehler]] zu betrachten. Mit Ausnahme einer&lt;br /&gt;
richtigen Baumartenwahl hat man kaum Möglichkeiten, diese Erscheinung wirksam zu beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur [[Astigkeit]] sind die Folgeschäden von [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] und [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] von sekundärer Bedeutung. Es ist jedoch offensichtlich, dass für Qualitätsholz ein gerades, zentriert gewachsenes und nicht zu abholziges unteres Schaftstück auf einer Länge von mindestens 10 m vorhanden sein muss. Während das Kriterium der Abholzigkeit nicht so bedeutend ist, sind Kriterien wie [[hatHolzfehler::Reaktionsholz|Reaktionsholz]] (oder Druckholz, sog. [[hatBaumart::Buche|Buchsholz]]), [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] oder schwerwiegende [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] wie [[hatHolzfehler::Fäule|Fäulen]], Schleimfluss oder Krebsen erschwerend. Noch entscheidender als die eigentliche Art eines [[Holzfehlers]] ist seine Lage im Stamm bzw. im Holzkörper. Wie man auf einem Stammquerschnitt sehen kann (siehe Abb. 4.22), unterscheidet man diesbezüglich drei Zonen unterschiedlicher Bedeutung. Die in der Kernzone vorkommenden [[Holzfehler]] (wie etwa Mondringe oder Verletzungen) haben keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen, sofern sie nicht allzu breit ist. Dies gilt ebenfalls für die Randzone (3), da dieser Teil des Stammes bei der Verarbeitung v.a. Abfälle wie etwa Schwarten liefert. Dies ist der Grund, warum das Auftreten von [[hatHolzfehler::Klebast|Klebästen]], (etwa bei [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Ulme]], [[hatBaumart::Linde]] und [[hatBaumart::Tanne]]) nicht als katastrophal zu betrachten ist, sofern es nicht um alte [[hatHolzfehler::Klebast|Klebäste]] geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.22.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.22: Zonen unterschiedlicher Bedeutung der [[Holzfehler]]:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 1 auftretende Fehler haben volumenmässig keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 2 sind die Konsequenzen schwerwiegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 3, welches meistens Abfallholz gibt, sind die Konsequenzen geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gewichtung der Qualitätsmerkmale für die Baumartengruppen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich, die Hauptqualitätsmerkmale nach den drei Holzartengruppen, die wir bei der Diskussion der Akquisition der Schafteigenschaften gebildet haben, zu gewichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die [[Astigkeit]] steht im Vordergrund. Dieser Faktor kann nur effizient durch eine rechtzeitige künstliche [[hatPflegemassnahme::Wertastung|Wertastung]] gesteuert werden. Andere Eigenschaften sind Vermeidung von Fäulen. Sie sind schwierig vorauszusehen und stehen in Zusammenhang mit Nutzungsfolgen (siehe dazu die Diskussion im Abschnitt Phase der Auslese). Drehwüchsigkeit ist teilweise früherkennbar und gilt als wichtiges Merkmal einer [[Negative Auslese|negativen Auslese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatBaumart::Esche]] und andere [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodisch]] aufgebaute Baumarten mit [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischen Verzwieselungsrisiken]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im wesentlichen geht es um Vermeidung von tiefem Zwiesel (tiefer als 10 m) und Vermeidung von altersbedingter [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkernbildung]] durch intensive Kronenbefreiung ab [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|Sympodisch neigende]] Baumarten ([[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines unverzwieselten Schaftes von zirka 10 m steht in Vordergrund. Die Hauptmassnahme ist also eine frühzeitige [[Auslese]] nach diesem Kriterium. Weitere Eigenschaften in Zusammenhang mit Jahrringbildung und Produktionszeit wurden am Fallbeispiel der [[hatBaumart::Buche]] in Absatz [[Die Produktionsfaktoren: Zeit]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Problem der Reserven====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn im Sinne der Risikoabwägung die definitive [[Auslese]] erst dann sinnvollerweise erfolgt, wenn eine genügend hohe Stammachse gebildet ist (10 m), besteht auch später die Gefahr von stockastischen (unfreiwilligen) Ausfällen. Dieses Dilemma kann in der Praxis dadurch gelöst werden, indem man nicht nur die Wertträger des Endkollektivs auswählt, sondern eine gewisse Anzahl zusätzlicher Anwärter (sog. Reservisten). Heute strebt man aus Gründen der Kostenwirksamkeit eher das Prinzip des Ersatzes an, d.h. erst, wenn Bäume nicht mehr taugen, sie als [[Auslesebaum|Auslesebäume]] an Ort zu ersetzen. Früher galt das Prinzip der Ausscheidung eines Mehrfaches an [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] als schlussendlich nötig. Wir werden diese Frage im wesentlichen im Abschnitt Perverse Wirkungen der Eingriffe in Zusammenhang mit der Frage der Raumausnützungsgeometrie angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Auslese]]&lt;br /&gt;
[[Category: Auslesekriterium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.1_Die_Erziehung&amp;diff=6752</id>
		<title>4.3.1 Die Erziehung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.1_Die_Erziehung&amp;diff=6752"/>
		<updated>2017-02-28T20:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Erziehung|Erziehung]] versteht man, die begünstigenden Einflüsse von der Umgebung zu benutzen bzw. zu fördern, damit die guten Veranlagungen der Individuen sich entfalten können bzw. die schlechten Eigenschaften in Grenzen gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein isoliert stehender Baum entwickelt in der Regel ein grobes Astwerk und hat oft die Tendenz, sich allzu breitzumachen. Die Belassung der Bäume in einem mehr oder weniger dichten Kollektiv erlaubt die Bildung einer sog. Waldform, welche eine effiziente Raumausnützung durch Bildung einer nicht allzu ausladenden Krone (sog. Apfelbaumtyp) erlaubt. Dies führt auch zur Bildung von relativ feinen Ästen, welche unter günstigen Umständen eine weitgehende, spätere, natürliche [[Astreinigung]] erlauben. Die erzieherischen Massnahmen spielen v.a. in derjenigen Phase eine sehr wichtige Rolle, in welcher der Hauptteil der Stammachse der Bäume gebildet wird. Dies ist in der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] der Fall. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Man muss zwischen einer &#039;&#039;&#039;[[Kollektive Erziehung|kollektiven]]&#039;&#039;&#039; und einer &#039;&#039;&#039;[[Individuelle Erziehung|individuellen Erziehung]]&#039;&#039;&#039; unterscheiden (siehe Abb. 4.17): Die [[Kollektive Erziehung|&#039;&#039;&#039;kollektive&#039;&#039;&#039; Erziehung]] beruht auf dem Prinzip der Erreichung von günstiger Wirkung durch die Gestaltung der Bestockung als Kollektiv. Im Falle der [[Individuelle Erziehung|&#039;&#039;&#039;individuellen Erziehung&#039;&#039;&#039;]] beziehen sich die Massnahmen auf ausgewählte Bäume, z.B. die Zukunftsträger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.17.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.17: Die zwei Formen der Erziehung: die individuelle und die kollektive.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist bei gezielter Begünstigung gewünschter Eigenschaften der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] der Fall, z.B. bei der künstlichen &#039;&#039;&#039;[[Wertastung]]&#039;&#039;&#039; oder der Förderung eines [[Nebenbestand|Nebenbestandes]]. Obwohl letzterer grundsätzlich flächig erfolgt, dient er auch dazu, die Stämme der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] einzupacken und zu schützen. Die individuelle [[Erziehung|Erziehung]] ist also eng mit einer [[Positive Auslese|positiven Auslese]] verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel erfolgt die [[Erziehung]] durch die Regelung des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]. In der Phase der Schaffung der für die Wertschöpfung wichtigen untersten 10 m Schaftteiles (also bis Ende der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung]]) strebt man eher eine genügend hohe [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] an. Man kann von einer &#039;&#039;&#039;Kompressionsphase&#039;&#039;&#039; sprechen. Bei gemischter Bestockung ist es wichtig, darauf zu achten, dass wettbewerbsschwächere Baumarten entsprechend gefördert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter technischen [[Erziehung|Erziehungsmassnahmen]] sind Schaftkorrekturen in der Frühjugend vorzustellen (sog. [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt]]) und die bezüglich Wertschöpfung bei den [[hatAstreinigung::Totasterhalter|totasterhaltenden Baumarten]] (im wesentlichen den [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]]) weitaus wirksamste Massnahme der künstlichen &#039;&#039;&#039;[[hatPflegemassnahme::Wertastung]]&#039;&#039;&#039;. Diese Massnahme wird weiter unten detailliert dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt]] (oder [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Formschnitt]]) versteht man den direkten Eingriff, um die Form von sehr jungen Bäumen (d.h. in direkt erreichbarer Höhe) zu verbessern im Sinne der Bildung einer durchgehenden Achse (Hubert und Courraud, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hubert und Courraud;1987;Hubert, M., Courraud, R., 1987: Elagage et taille de formation des arbres forestiers. Inst. p. le dévelop. forest., Paris, 292 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert, M., Courraud, R., 1987: Elagage et taille de formation des arbres forestiers. Inst. p. le dévelop. forest., Paris, 292 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dies geschieht durch die Entfernung von [[hatHolzfehler::Zwiesel|Zwieseln]], durch die Korrektur von Fehlern an der Baumspitze (besonders am Endtrieb) oder durch die Entfernung von grossen, zu dominanten Seitenästen, deren Durchmesser 2,5 cm übersteigt. Der [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitt]] ist verwandt mit Techniken der Baumgärtnerei. Im Waldbau wird er hauptsächlich in der frühen [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]], mit der Absicht, die Entwicklung einer durchgehenden Achse zu begünstigen, durchgeführt. Da solche Eingriffe hauptsächlich aus der Entfernung von dominanten Zwieseln bestehen, spricht man in diesem Zusammenhang oft auch von &#039;&#039;&#039;Entzwieselung&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Zweckmässigkeit solcher Eingriffe gehen die Meinungen auseinander. Bei Baumarten, bei welcher die Zwieseltendenzen erblich bedingt sind ([[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Linde]] z.B.) resultiert aus dem [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitt]] die virtuelle Verbesserung der Form, aber nicht des Genotyps. In diesem Sinne ist ein solcher Eingriff grundsätzlich abzulehnen (Schädelin, 1934)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1934;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
ausser für ganz spezielle Fälle, wo extrem wenige brauchbare [[Kandidat|Kandidaten]] vorhanden sind. Die [[Entzwieselung|Entzwieselung]] (bzw. Entgabelung), bei welcher der kürzere Ast unmittelbar am Stamm entfernt wird, kann vor allem bei [[hatBaumart::Esche]], [[hatBaumart::Linde]] und [[hatBaumart::Ulme]], die zum Teil äusserst ausgiebig verzwieseln, als allenfalls gerechtfertigte Massnahme bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle von [[Pflanzung|Pflanzungen]] mit weiten Pflanzabständen wird der [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitt]] angebracht, insbesondere bei Baumarten, welche dazu tendieren dicke, kräftige Äste zu bilden, namentlich beim Kirschbaum im Sinne einer vorgezogenen [[hatPflegemassnahme::Wertastung]]. Diese Eingriffsart darf aber nicht mit einer Vorastung um die Bewegungsfreiheit in einer [[hatEntwicklungsstufe::Dickung]] zu gewährleisten, verwechselt werden, wie sie vor allem in [[hatHolzart::Nadelholz]][[hatEntwicklungsstufe::Dickung|dickungen]] ausgeführt wird. Bei einer solchen Vorastung werden die Bäume nicht gezielt individuell, sondern eher systematisch oder gar schematisch (z.B. alle Bäume oder je 2 Pflanzreihen) bis auf eine Höhe von 2 bis 2,5 m aufgeastet. Für eine Auswahl der Elitebäume ist es zu diesem Zeitpunkt i.d.R. noch zu früh. Aus heutiger Sicht der hohen Arbeitskosten ist eine solche Massnahme ohnehin nicht mehr zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Der [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitt]] kommt systematisch zur Anwendung in einer speziellen Form individueller Wertholzerziehung in Hecken, entlang von Flurwegen oder Gewässern, wie sie in gewissen Regionen Frankreichs (z.B. Picardie) zur Anwendung kommt, insbesondere als winterliche Beschäftigung in landwirtschaftlichen Betrieben unter der Bezeichnung des &#039;&#039;&#039;baumweisen Waldbaus&#039;&#039;&#039; (sylviculture d’arbres). Es geht dabei darum, mit intensiver Pflege praktisch einzeln stehende Werthölzer ([[hatBaumart::Nussbaum]], [[hatBaumart::Kirschbaum]], [[hatBaumart::Esche]], [[hatBaumart::Roteiche]] u.a.m.) auf einer minimalsten vom Boden erreichbaren Stammhöhe von 3 bis maximal 4 m regelrecht mit der Schere(allenfalls gestielte Flachschere) auszuschaffen und nachher praktisch allein wachsen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[hatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Kronenschnitt]] erfolgt im allgemeinen mit gestielten oder ungestielten Baumscheren mit einer flachen Schneide. Die Abtrennung der Äste bzw. der Kronenteile soll direkt am Astansatz, d.h. unmittelbar am Stamm erfolgen. Um eine rasche und günstige Überwallung zu ermöglichen, muss darauf geachtet werden, dass die Rinde vorsichtig angeschnitten wird. Bei den[[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] wird der Eingriff vorzugsweise zwischen Ende Juli und Anfang August ausgeführt, da zu diesem Zeitpunkt das Risiko der nachträglichen Bildung von Wasserreisern am wenigsten hoch ist (Wignall et al. 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Wignall et al.;1987;Wignall, T.A., Browning, G., Mackenzie, K.A.D., 1987: The physiology of epicormic bud emergence in pedunculate oak (Quercus robur L.); Response to partial notch girdling in thinned and unthinned stands. Forestry 60, 1: 45-56.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wignall, T.A., Browning, G., Mackenzie, K.A.D., 1987: The physiology of epicormic bud emergence in pedunculate oak (Quercus robur L.); Response to partial notch girdling in thinned and unthinned stands. Forestry 60, 1: 45-56.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er kann aber auch zu anderen Jahreszeiten erfolgen. Zeitpunkte, in denen die proleptischen Triebe gebildet werden, die Periode, in der der Saft aufsteigt sowie Frostperioden sind dabei aber zu meiden. Gipfeltriebe, die zufällig bzw. aufgrund exogener Einflüsse beschädigt wurden, sind bis auf die Höhe eines Ersatzastes oder oberhalb einer kräftigen, gut entwickelten Achselknospe (Seitenknospe) zurückzuschneiden. Dicke und schwere Seitenäste sind in zwei Schnitten zu entfernen: Um ein Aufreissen der Rinde am Stamm zu vermeiden, wird der Ast zuerst in einem Abstand von 30 - 40 cm vomStamm abgetrennt. Anschliessend wird der noch verbleibende Aststummel an seinem Ansatz sauber abgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Schneiden von Bäumen besteht auch eine gewisse Infektionsgefahr. Diese bezieht sich namentlich auf [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] wie den Bakterien-Krebs der Pappel (Xanthomonas populi Ridé &amp;amp; Ridé), den [[hatBaumart::Esche|Eschenkrebs]] (&#039;&#039;Pseudomonas syringae subsp. savastonoi pv. fraxini Janse&#039;&#039;), den [[hatBaumart::Buche|Buchenkrebs]] (&#039;&#039;Nectria ditissima Tul.&#039;&#039;) oder auch die Phomopsis-Krankheit der [[hatBaumart::Douglasie]] (&#039;&#039;Phomopsis pseudotsugae Wilson&#039;&#039;). Es ist deshalb empfehlenswert, die Werkzeuge regelmässig zu desinfizieren, was z.B. mit Alkohol erfolgen kann. Bei gravierendem Befall ist das befallene Astmaterial zu verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnlicher Eingriff, der jedoch nicht einen erzieherischen, sondern einen phytosanitären Charakter aufweist, ist die Entfernung von Ästen, welche erste Anzeichen eines Krebsbefalles aufweisen (z.B. in Form von kugelförmigen Anschwellungen). Dies ist besonders beim [[hatBaumart::Lärche|Lärchenkrebs]] (&#039;&#039;Lachnellula willkommii Dennis&#039;&#039;) und beim Hexenbesen bzw. Astkrebs des [[hatBaumart::Tanne|Tannenkrebses]] (&#039;&#039;Melampsorella caryophyllacearum Schroeter&#039;&#039;) von praktischer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erziehung durch Schatten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Erziehung|Erziehung]] durch Einpacken durch Nachbarn im Bestand, bzw. direkten Korrekturen, besteht die Möglichkeit, die Beschattung als erzieherischen Faktor zu berücksichtigen. Diese Form der [[Erziehung|Erziehung]] kommt im [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] weitestgehend zur Anwendung. Bei [[hatSchattentoleranz::Lichtbaumart|Lichtbaumarten]] und Baumarten mit [[hatStammmorphologie::Sympode|sympodischen Tendenzen]] ([[hatBaumart::Buche]]) wirkt die Beschattung in der Regel ungünstig, zuerst durch starke Reduzierung des Wuchses, aber auch durch Förderung von Kurztrieben, was, wenn die Beschattung lang dauert, zum Verlust des aufrechten Wuchses oder zum [[hatHolzfehler::Schrägwuchs|Schrägwuchs]] (sog. [[Plagiotropie]], siehe Abb. 4.18) führt. Eine mässige Beschattung von empfindlichen Baumarten (z.B. [[hatBaumart::Buche]]) führt in der Phase, in der die Schaftformbildung von Bedeutung ist ([[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs]]-[[hatEntwicklungsstufe::Dickung]]), zur Ausprägung einer guten Schaftachse und feinem Geäst und ist somit trotz eduzierung des Höhenwuchses, zumindest in dieser Phase, zu empfehlen. So zeigen Morel und Planchais (2000)[[Referenz::Morel und Planchais;2000;:Morel und Planchais;2000Morel, P.-J., Planchais, I., 2000: Plantation de hêtre sous abri; une technique à préconiser. Bull. Techn. ONF, No 39, Jaqnv. 2000:7-19.;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Morel, P.-J., Planchais, I., 2000: Plantation de [[hatBaumart::Buche|hêtre]] sous abri; une technique à préconiser. Bull. Techn. ONF, No 39, Jaqnv. 2000:7-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass die weitständige [[Pflanzung]] von [[hatBaumart::Buche|Buchen]] in Bestandesgassen (relativer Lichtgenuss von 50 bis 60 %) einen guten Kompromiss zwischen Form und Wachstum aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] reduziert der Schatten wohl die Höhenwuchsleistung, aber keineswegs die Fähigkeit, aufrecht zu wachsen. Schattenertragende [[hatHolzart::Nadelholz|Jungkoniferen]] ([[hatBaumart::Fichte]], [[hatBaumart::Tanne]]) können während erheblich langer Dauer die Beschattung ertragen (Schütz, 1969) [[Referenz::Schütz;1969;Schütz, J.-Ph., 1969: Etude des phénomènes de la croissance en hauteur et en diamètre du sapin (Abies alba Mill.) et de l&#039;épicéa (Picea abies Karst.) dans deux peuplements jardinés et une forêt vierge. Beih. Z. Schweiz. Forstver. 44, 115 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1969: Etude des phénomènes de la croissance en hauteur et en diamètre du sapin (Abies alba Mill.) et de l&#039;épicéa (Picea abies Karst.) dans deux peuplements jardinés et une forêt vierge. Beih. Z. Schweiz. Forstver. 44, 115 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig bewirkt die Beschattung eine deutliche Reduzierung des Dickenwachstums der Äste. Das ist der Grund, warum Plenterjungbäume, auch wenn sie vereinzelt vorkommen, dünne Äste entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.18.png|350px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.18: [[Plagiotropie|Plagiotroper Wuchs]] mit Verlust des aufrechten Wuchses bei zu stark und zu lang beschatteten [[hatBaumart::Buche|Buchen]].&#039;&#039;&#039; (nach Kurth, 1946)[[Referenz::Kurth;1946;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Prinzip der Zurückhaltung der Astentwicklung kann auch für eine [[hatSchattentoleranz::Halblichtbaumart|Halblichtbaumart]] wie die [[hatBaumart::Föhre]], die auf guten Standorten gerne grobastig wird, angewendet werden (Schöpf, 1954)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schöpf;1954;Schöpf, J., 1954: Untersuchungen über Astbildung und Astreinigung der Selber Kiefer. Forstw. Cbl. 73: 275-290.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schöpf, J., 1954: Untersuchungen über Astbildung und Astreinigung der Selber Kiefer. Forstw. Cbl. 73: 275-290.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die [[hatBaumart::Waldföhre]]erweist sich hinsichtlich der Beschattung in der Jugend noch als ziemlich tolerant. Die [[Erziehung|Erziehung]] der [[hatBaumart::Föhre]] am Halbschatten wird sowohl in der Schweiz (Vögeli, 1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Vögeli;1961;Vögeli, H., 1961: Die [[Schattenerziehung]] der Föhre. Schweiz. Z. Forstwes. 112, 5/6: 350-363.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vögeli, H., 1961: Die [[Schattenerziehung]] der Föhre. Schweiz. Z. Forstwes. 112, 5/6: 350-363.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie auch im Ausland (Beninde, 1943)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beninde;1943;Beninde, 1943: Die Behandlung natürlich verjüngter Kiefer unter Schirm. Deutsch. Forstwirtsch. 25, 105/106: 435-437.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Beninde, 1943: Die Behandlung natürlich verjüngter Kiefer unter Schirm. Deutsch. Forstwirtsch. 25, 105/106: 435-437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon seit langem mit Erfolg praktiziert. Sie verlangt aber ziemlich viel waldbauliches Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Überschirmung der Folgegeneration kann 20 bis 30 oder sogar noch mehr Jahre andauern. Um dabei aber dem Anstieg der Lichtbedürfnisse mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] der [[hatBaumart::Föhre|Föhren]] Rechnung zu tragen, muss die Dichte der Überschirmung nach und nach reduziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit bei der [[Schattenerziehung]] besteht darin, dass durch die Beschattung wohl feine Äste gebildet werden, aber leider auch überschlanke Stammformen. Die [[Schattenerziehung]] führt zu einer Erhöhung der Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden. Dies istinsbesondere bei der vollständigen Entfernung des Altbestandes problematisch. Immerhin hat sich die [[Schattenerziehung]] für eine zur Grobastigkeit neigenden Baumart wie der [[hatBaumart::Föhre]] und trotz der damit verbundenen Schwierigkeit als erfolgreichere Methode zur Eindämmung des Astbildung als diejenige der Förderung überdichter Bestockungen bewährt. Wie die&lt;br /&gt;
Untersuchungen von Abetz (1970)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1970;Abetz, P., 1970: [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und Astdurchmesser bei der Rheintalkiefer. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 141, 12: 233-238.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1970: [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und Astdurchmesser bei der Rheintalkiefer. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 141, 12: 233-238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und später auch von Ganther (1983)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ganther;1983;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in sehr dichten [[hatBaumart::Föhre|Föhren]][[hatEntwicklungsstufe::Dickung|dickungen]] gezeigt haben, besteht ab einer gewissen Dichte von ungefähr 15’000 Pflanzen pro Hektare kein Zusammenhang mehr zwischen der Anzahl Bäume und dem Durchmesser ihrer Äste. Hingegen muss man bei so hohen Bestockungsdichten mit entsprechenden Stabilitätsproblemen rechnen, weil die zu stark bedrängten Individuen zu sehr&lt;br /&gt;
hohen [[Schlankheitsgrad]] tendieren, gekrümmte Stammformen bilden, wie wenn sie nicht einmal mehr in der Lage wären, ihr eigenes Gewicht zu ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenz==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Erziehung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3_Die_Pflegeeffekte&amp;diff=6751</id>
		<title>4.3 Die Pflegeeffekte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3_Die_Pflegeeffekte&amp;diff=6751"/>
		<updated>2017-02-28T20:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel, um die Entwicklung der Wälder zu beeinflussen und zu lenken sind eher von biologischer als von technischer Natur. Man arbeitet mit pflanzlichem, lebendem und v.a. langlebigem Material, das in grundsätzlich natürlichem Rahmenbedingungen wächst, welches nur relativ schwierig zu beeinflussen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich vier wichtige biologischen [[Waldbaulicher Pflegeeffekt|Pflegeeffekte]] hervorheben, nebst weiteren waldbaulichen Massnahmen mehr technischer Art. Die waldbaulichen [[Waldbaulicher Pflegeeffekt|Pflegeeffekte]] sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die &#039;&#039;&#039;[[Erziehung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*die &#039;&#039;&#039;[[Auslese]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*die &#039;&#039;&#039;[[Förderung der Stabilität]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*die &#039;&#039;&#039;[[Wuchsförderung]] oder Produktionsregelung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben sind weitere technische Massnahmen zu erwähnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schutzmassnahmen (direkt und prophylaktisch)&lt;br /&gt;
*Organisatorische Massnahmen (Schaffung von Pflege- bzw. Rückegassen)&lt;br /&gt;
*beiläufige Massnahmen wie Steilrandkorrektur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Definition der Waldpflege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Waldpflege versteht man die Gesamtheit der waldbaulichen Eingriffe und Massnahmen während der Lebensphase eines Waldes zwischen der Bestandesbegründung und den ersten Verjüngungseingriffen. Es geht bei den Pflegemassnahmen darum, die Entwicklung derBestände so zu lenken, dass die gesteckten Ziele auf rationelle Art und Weise, d.h. mit möglichst geringem Aufwand erreicht werden. Alle operativen Eingriffsarten der  Waldpflege müssen in ganzheitlichem Zusammenhang gesehen werden. Für die Festlegung ihrer Wirksamkeit sind dabei einerseits die waldbaulichen Zielsetzungen und andererseits die Auswirkungen der verschiedenen Eingriffe in ihrem effektiven Ausmass auf der ganzen Produktionsdauer, die man auch &#039;&#039;&#039;[[Umtriebszeit]]&#039;&#039;&#039; nennt, zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auch sehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[4.3.1 Die Erziehung]]&lt;br /&gt;
*[[4.3.2 Die Auslese]]&lt;br /&gt;
*[[4.3.3 Die Stabilisierung]]&lt;br /&gt;
*[[4.3.4 Die Wuchsförderung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Waldbaulicher Pflegeeffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.1_Zeit&amp;diff=6750</id>
		<title>4.2.1 Zeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.1_Zeit&amp;diff=6750"/>
		<updated>2017-02-28T20:39:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Zeit eigentlich nichts kostet und somit als [[Produktionsfaktor]] nur ökonomisch von Bedeutung ist, wenn im Produktionsprozess in Form von wertschöpfenden Massnahmen (Arbeit) investiert wird, gehört die Zeit zu den meistanalysierten Einflussgrössen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die bisher geltenden Produktionskonzepte auf die Erreichung grösstmöglicher Wertleistung ausgerichtet waren (Schädelin’sche Konzeption), war die Zeit früher als massgebender Faktor angesehen, und zwar wegen ihrer Wirkung auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auswahl und Förderung der [[Stammqualität|Stamm-]] und Holzqualitätseigenschaften,&lt;br /&gt;
*Erreichung von gewünschten Enddimensionen (in etwa 60 cm BHD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganzen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungkonzepte]] wurden entwickelt, um möglichst rasch die ökonomisch interessanten Enddimensionen zu erreichen. Heutzutage kann eine gewisse Kritik an der Schädelin‘schen Konzeption ausgeübt werden. Dabei richtet sich diese Kritik in Wirklichkeit nicht an die Art der Wertschöpfung selbst, sondern an die Vorstellung, dass der ganze Bestand, bzw. alle Bäume den gleichen Produktionszielen zugewiesen werden. Heute streben wir innerhalb der Bestockung eine Differenzierung zwischen Massenproduktion und Wertproduktion an. So entwickelt sich die Vorstellung der situativen Förderung, d.h. dass nur die besten und wertschöpfungstauglichen zu fördern sind. Der füllende Rest bleibt für die Massenproduktion. Es ist aber klar, dass die Erreichung der Wertvermehrungsziele innerhalb günstiger Zeiträume ihre ganze Bedeutung beibehält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baumarten spielen hier offensichtlich eine entscheidende Rolle. Nicht nur weil sie unterschiedliche Wuchsgänge aufweisen, sondern weil je nach Baumartengruppe die wertbestimmenden Qualitätsfaktoren recht unterschiedlich sind. Zwischen den Baumarten bestehen also erhebliche Unterschiede in der Produktionsdauer, wenn man sie nach wirtschaftlichen Kriterien misst, wie dies in Tab. 4.1 ersichtlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tab4.1.png|700px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.1 : Normale Produktionszeiträume der wichtigsten Baumarten (unter mittleren Produktionsbedingungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Weide| ]][[hatBaumart::Pappel| ]][[hatBaumart::Aspe| ]][[hatBaumart::Kastanie| ]][[hatBaumart::Esche| ]][[hatBaumart::Kirschbaum| ]][[hatBaumart::Birke| ]][[hatBaumart::Weymouthsföhre| ]][[hatBaumart::Schwarzerle| ]]&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Roteiche| ]][[hatBaumart::Fichte| ]][[hatBaumart::Tanne| ]][[hatBaumart::Douglasie| ]][[hatBaumart::Bergahorn| ]][[hatBaumart::Hagebuche| ]][[hatBaumart::Buche| ]][[hatBaumart::Waldföhre| ]][[hatBaumart::Lärche| ]]&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Eiche| ]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche zum Teil erheblichen Unterschiede lassen sich durch Faktoren erklären, die einen Einfluss auf die Alterungsphänomene und dementsprechend auf bestimmte technologische Eigenschaften (Verkernung, Empfindlichkeit gegenüber Fäulebefall) ausüben. Andererseits ist es naheliegend, dass Jahrringbreite und [[Produktionszeitraum]] in direktem Zusammenhang stehen, weil sich die Jahrringbreite auch sehr klar von der Waldbehandlung beeinflussen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei bestimmten Baumarten ([[hatBaumart::Esche]], [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Kirschbaum]], [[hatBaumart::Nussbaum]], [[hatBaumart::Roteiche]]) haben breite Jahrringe keine technologischen Nachteile zur Folge (Schulz, 1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Untersuchungen über Bewertung und Gütemerkmale des Eichenholzes aus verschiedenen Wuchsgbieten. SchrReihe forstl. Fak. Univ. Göttingen 23, 90 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Untersuchungen über Bewertung und Gütemerkmale des [[hatBaumart::Eiche|Eichenholzes]] aus verschiedenen Wuchsgbieten. SchrReihe forstl. Fak. Univ. Göttingen 23, 90 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für solche ist man daran interessiert, unter Umständen eine aktive Steuerung durch [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] vorzusehen, um möglichst rasch die Hiebsreife (sog. &#039;&#039;&#039;[[Umtriebszeit]]&#039;&#039;&#039;) zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei anderen besteht im allgemeinen eine enge Beziehung zwischen schmalen Jahrringen&lt;br /&gt;
einerseits und guten technologischen Eigenschaften andererseits, wie etwa einer geringeren&lt;br /&gt;
Härte (z.B. bei [[hatBaumart::Eiche]]). Auch sind schmale Jahrringe für einen feinen Holzaspekt z.B. bei&lt;br /&gt;
Messerfurniere gesucht. Im allgemeinen kann gesagt werden, dass bei diesen Baumartengruppe&lt;br /&gt;
schmale Jahrringe eine bessere Qualität und technologische Vorteile bedeuten. Feinere&lt;br /&gt;
Jahrringe stehen jedoch in Zusammenhang mit einer längeren Produktionsdauer und als Folge&lt;br /&gt;
davon auch mit grösseren Risiken (z.B. durch [[hatHolzfehler::Fäule|Fäulen]]). Wirtschaftlich betrachtet können deshalb&lt;br /&gt;
die Nachteile und Risiken einer höheren Produktionsdauer den Vorteil eines besseren Verkaufspreises&lt;br /&gt;
kompensieren oder sogar zunichte machen. Umgekehrt formuliert stellt sich dem&lt;br /&gt;
Waldbauer damit die Frage, wo die Grenze ist, ab welcher die Nachteile, die mit Qualitätseinbussen&lt;br /&gt;
durch breitere Jahrringe verbunden sind, die Vorteile einer kürzeren Produktionszeit&lt;br /&gt;
überschreiten. Diese Frage ist natürlich mit jener zu stellen, inwieweit die Jahrringbreite von der&lt;br /&gt;
waldbaulichen Behandlung beeinflussbar ist (z.B. durch Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]]), oder&lt;br /&gt;
ob sie im wesentlichen einer standörtlich gegebenen Grösse entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allgemeiner Betrachtung kann man behaupten, dass für die [[Produktion]] von Qualitätsholz&lt;br /&gt;
weniger die Breite der Jahrringe, vielmehr ihre Regelmässigkeit entscheidend ist. So kann&lt;br /&gt;
man z.B. aus [[hatBaumart::Fichte|Fichten]], welche in einem [[hatBestandesform::Mittelwald|Mittelwald]] herangewachsen sind und deshalb breite&lt;br /&gt;
Jahrringe aufweisen, hochwertiges Furnierholz produzieren; unter der Voraussetzung, dass das&lt;br /&gt;
Holz eine regelmässige Struktur aufweist und frei von Harztaschen ist (Olischläger, 1970)[[Referenz::Olischläger;1970;Olischläger, K., 1970: Untersuchungen über den [[Wertzuwachs|Wertzuwachs]] von Fichten nach Aestung Diss.&lt;br /&gt;
Hann. Münden, 127 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Olischläger, K., 1970: Untersuchungen über den [[Wertzuwachs|Wertzuwachs]] von Fichten nach Aestung Diss.Hann. Münden, 127 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatBaumart::Eiche]] gehört zu den Baumarten, bei welchen eine feine Jahrringstruktur günstig wirkt. Allerdings ist das einstige Stereotyp der drei- oder vierhundertjährigen oder gar noch älteren [[hatBaumart::Eiche]] mittlerweile nicht mehr so unbestritten, im wesentlichen wegen der Entwicklung von [[hatHolzfehler::Fäule|Fäulen]]. Auch in den bekanntesten Produktionsregionen von Werteichen in Frankreich (Bercé, Bellème oder Tronçais) oder Deutschland (Spessart und die Pfalz), rechnet man heute für dieseBaumart mit [[Produktionszeitraum|Produktionszeiträumen]] von unter 250 Jahren (Fleder, 1981) &lt;br /&gt;
[[Referenz::Fleder;1981;Fleder, W., 1981: Fourniereichenwirtschaft heute. Qualitätsansprüche, [[Produktionszeitraum]] und waldbauliche Folgerungen. Holz-Zentralbl. 107, 98: 1509-1511.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fleder, W., 1981: Fourniereichenwirtschaft heute. Qualitätsansprüche, [[Produktionszeitraum]] und waldbauliche Folgerungen. Holz-Zentralbl. 107, 98: 1509-1511.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Ausserdem erlaubt heute der technologische Fortschritt auch, Eichenfurniere zu produzieren mit Jahrringen von 2,5 mm Breite (Schulz, 1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Untersuchungen über Bewertung und Gütemerkmale des Eichenholzes aus verschiedenen Wuchsgbieten. SchrReihe forstl. Fak. Univ. Göttingen 23, 90 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Untersuchungen über Bewertung und Gütemerkmale des [[hatBaumart::Eiche|Eichenholzes]] aus verschiedenen Wuchsgbieten. SchrReihe forstl. Fak. Univ. Göttingen 23, 90 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
So formuliert Polge (1973)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Polge;1973;Polge, H., 1973: Qualité du bois et largeur d&#039;accroissement en Forêt de Tronçais. Rev. forest. Fr. 25, 5: 361-370.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Polge&amp;quot;&amp;gt;Polge, H., 1973: Qualité du bois et largeur d&#039;accroissement en Forêt de Tronçais. Rev. forest. Fr. 25, 5: 361-370.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Werteichen: „La dureté n’est plus comme autrefois un défaut rédhibitoire pour la fabrication des placages“. (Heute ist für die Herstellung von Eichenfurnieren die Härte, im Vergleich zu früher, nicht mehr ein entscheidendes Hindernis). Auf guten Standorten wie im Schweizerischen Mittelland, ist es ohne weiteres möglich, hochwertiges Eichenholz in Produktionszeiträumen von 160 Jahren mit einem viel aktiveren Waldbau vorzustellen (Kenk, 1980; Schütz, 1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kenk;1980;Kenk, G., 1980: Pflegeprogramm &amp;quot;Werteiche&amp;quot;: Ueberlegungen zu einem Betriebszieltyp. MELU Stuttgart. Nr. EM-8-80: 89-116.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kenk, G., 1980: Pflegeprogramm &amp;quot;Werteiche&amp;quot;: Ueberlegungen zu einem Betriebszieltyp. MELU Stuttgart. Nr. EM-8-80: 89-116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1979;Schütz, J.-Ph., 1979: Le chêne est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z. Forstwes. 130, 12: 1047-1070.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1979: Le chêne est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z.Forstwes. 130, 12: 1047-1070.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dies gilt vor allem für die [[hatBaumart::Stieleiche]], welche sich als ausgezeichnete Art für gut wasserversorgte [[hatBaumart::Buche|Buchenstandorte]] eignet (Mühlhäusser, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mühlhäusser;1978;Mühlhäusser G., 1978: Werteichen-Standorte in Baden-Württemberg. Allg. ForstZ. 33, 38: 1090-1093.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Mühlhäusser G., 1978: Werteichen-Standorte in Baden-Württemberg. Allg. ForstZ. 33, 38: 1090-1093.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überdies, wie die Arbeiten von Polge (1973)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Polge;1973;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Polge&amp;quot;&amp;gt;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gezeigt haben, wird die Holzdichte, oder genauer gesagt die Leichtigkeit des Holzes, nicht allein durch die Jahrringbreite bestimmt. So findet man in der Tat innerhalb von Eichenpopulationen einzelne Individuen mit einem Holz, das zwar zwei, oder sogar drei Millimeter breite Jahrringe aufweist, aber trotzdem eine gute Holzdichte hat und ebenso leicht ist wie das Holz einer klassischen Furniereiche mit Jahrringen von 1 mm Breite (siehe dazu Abb. 4.2.). Diese bemerkenswerte Eigenschaft muss man auf die Fähigkeit einzelner Individuen zurückführen, jährlich eine zweite Reihe von Gefässen (Tracheen) bilden zu können. Die Kombination von breiten Jahrringen, d.h. relativ kurze Produktionszeit mit Qualitätsleistung, lässt von [[hatBaumart::Eiche|Eichen]] mit Furnierqualität bei einer Produktionsdauer von nur gerade 120 Jahren träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Jahrringbreite besteht in analoger Weise für die [[hatBaumart::Waldföhre]]. Bei dieser Baumart erwartet man auch vom Wertholz die Erfüllung von gewissen Feinheitskriterien. Aber trotzdem weist eine zu lange Produktionsdauer Nachteile im Zusammenhang mit dem Aufkommen von Fäulen auf, welche sich vor allem vom Wipfel des Baumes (sog. Kienzopf) oder von den Wurzeln her entwickeln und mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] immer grösser werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_4.2.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.2: Zusammenhang zwischen Rohdichte des Holzes und Jahrringbreite bei [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]. (nach Polge, 1973)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Polge;1973;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Polge&amp;quot;&amp;gt;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nun bei [[hatBaumart::Eiche]] und [[hatBaumart::Föhre]], zwei langlebigen Baumarten mit vollkommener Verkernung zutrifft, gilt aber nicht gezwungenermassen für alle anderen Baumarten. Ganz im Gegenteil: Es gibt einige Baumarten, bei denen die mit der Alterung verbundenen Nachteile derart erheblich sind, dass man möglichst kurze waldbauliche Produktionszeiträume anstrebt. Sie verlangen einen aktiven Waldbau, welcher erlaubt, Holz in angemessenen Dimensionen (BHD über 60 cm) in Zeiträumen von 80 - 90 Jahren zu produzieren. Dies ist z.B. der Fall bei der [[hatBaumart::Esche]], wegen ihrer Neigung zur Bildung eines ungünstigen fakultativen Farbkernes (auch Braunkern genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[hatBaumart::Kirschbaum]] und [[hatBaumart::Kastanie]] gehören zu den Baumarten mit kurzer Umtriebszeit. Im ersten Fall wegen dem Risiko von Fäulen und im zweiten ([[hatBaumart::Kastanie]]) wegen Ringschäle. Schlussendlich ist bei Baumarten wie [[hatBaumart::Nussbaum]] oder [[hatBaumart::Roteiche]] die Jahrringbreite mit keinen Nachteilen verbunden, so dass kurze [[Produkionszeitraum|Produktionszeiträume]] auch sinnvoll sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Fallbeispiel [[hatBaumart::Buche]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fall der [[hatBaumart::Buche]] ist es wert, besonders erwähnt zu werden: Es besteht eine enge und günstige Beziehung zwischen der Breite der Jahrringe und der Verringerung von Spannungen im Holz. Diese Spannungen sind im wesentlichen ein Phänomen der Alterung, weil sich mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] die Holzfasern immer mehr verkürzen, so dass im Zentrum des Stammes eine Druckzone entsteht, während sich an der Peripherie eine Zugzone bildet. Solche Spannungsunterschiede neigen dazu, sich beim Zuschnitt und weil [[hatBaumart::Buche|Buchenholz]] eine hohe Spaltbarkeit aufweist, auszugleichen. Es bilden sich dann oft bei Ablängen von liegenden Stämmen gravierende Schäden des Aufreissens. Dies gilt besonders für [[hatBaumart::Buche|Buchenholz]] aus Beständen, welche lange Zeit sehr dicht gehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zwischen breiten Jahrringen und Verringerung der Drehwüchsigkeit und Verbesserung der Schlagfestigkeit. So wurde eine klare Korrelation zwischen Kronendimensionen und hohen Holzspannungen von (Polge, 1973, 1980, 1981 und Ferrand, 1982)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Polge;1973;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Polge, H., 1973: Etat actuel des recherches sur la qualité du bois de hêtre. Bull. techn. Off. Nat. For. No. 4: 13-22.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Polge;1980;| ]][[Referenz::Polge;1981;| ]][[Referenz::Ferrand;1982;Ferrand, J.-Ch., 1982: Etude des contraintes de croissance.1ère partie: méthode de mesure sur carottes de sondage. 2ème partie: variabilité en forêt des contraintes de croissance du hêtre (Fagus sylvatica L.). Ann. Sci. For., 39, 2: 109-142; 39, 3: 187-218.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ferrand, J.-Ch., 1982: Etude des contraintes de croissance.1ère partie: méthode de mesure sur carottes de sondage. 2ème partie: variabilité en forêt des contraintes de croissance du hêtre (Fagus sylvatica L.). Ann. Sci. For., 39, 2: 109-142; 39, 3: 187-218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
festgestellt, obwohl diese Autoren auch andere Faktoren wie Standort und Genetik auf die Bildung von Spannungen vermuten bzw. ausweisen. Allerdings konnten Lenz et al. (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lenz et al.;1959;Lenz, O., Strässler, H.J., 1959: Contribution à l&#039;étude de l&#039;éclatement des billes de hêtre (Fagus sylvatica, L.). Mitt. Schweiz. Anstalt forstl. Versuchswes., 35, 5: 369-411.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lenz, O., Strässler, H.J., 1959: Contribution à l&#039;étude de l&#039;éclatement des billes de hêtre (Fagus sylvatica, L.). Mitt. Schweiz. Anstalt forstl. Versuchswes., 35, 5: 369-411.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
in einer schweizerischen Studie über das Aufreissen von Buchenklötzen die These des positiven Einflusses der Kronengrösse nicht bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist bei der [[hatBaumart::Buche]] die Bildung eines fakultativen [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkerns]] ein allgemein bekannter, sehr häufig auftretender [[Holzfehler]], der auch mit den Phänomenen der Alterung verbunden ist. In der Tat nimmt das Risiko der Farbkernentwicklung ab [[Bestandesalter|Alter]] 120 sehr deutlich zu (Knoke und Schulz-Wenderoth 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Knoke und Schulz-Wenderoth;2001;Knoke, T., Schulz-Wenderoth, S., 2001: Ein Ansatz zur Beschreibung von Wahrscheinlichkeit und Ausmass der Farbkernbildung bei Buche (Fagus sylvatica L.). Forstwiss.&lt;br /&gt;
Cbl. 120: 154-172.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Knoke, T., Schulz-Wenderoth, S., 2001: Ein Ansatz zur Beschreibung von Wahrscheinlichkeit und Ausmass der Farbkernbildung bei Buche (Fagus sylvatica L.). Forstwiss. Cbl. 120: 154-172.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Qualitätsfaktoren gehören die Holzspannungen wahrscheinlich zu den schwerwiegendsten Fehlern mit den grössten ökonomischen Konsequenzen. [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkernbildung]] ist für die Praxis die offensichtlichste und weitverbreitetste Erscheinung. Sie ist aber im Grunde nicht als echter Fehler anzusehen, weil es zu keinen Veränderungen der Holzeigenschaften führt (von Büren, 1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::von Büren;1997;Büren, S.v., 1997: Der Farbkern der Buche (Fagus sylvatica L.) in der Schweiz nördlich der Alpen. Untersuchungen über die Verbreitung, die Erkennung am stehenden&lt;br /&gt;
Baum und die ökonomischen Auswirkungen. Diss. ETH-Z, Zürich, 178 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büren&amp;quot;&amp;gt;Büren, S.v., 1997: Der Farbkern der Buche (Fagus sylvatica L.) in der Schweiz nördlich der Alpen. Untersuchungen über die Verbreitung, die Erkennung am stehenden Baum und die ökonomischen Auswirkungen. Diss. ETH-Z, Zürich, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie bringt wohl Deklassierungen und entsprechende Ertragsverminderungen. Ihre Bedeutung muss aber relativiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Rotkernbildung und Kronenarchitektur bestehen widersprüchliche Aussagen. Praktische Beobachtungen, dass im [[hatBestandesform::Mittelwald|Mittelwaldbetrieb]] erzogene grosse [[hatBaumart::Buche|Buchen]] auch völlig weiss bleiben, widersprechen anderen Feststellungen, dass [[hatBaumart::Buche|Mittelwaldbuchen]] besonders häufig verfärbt sind (Becker et al. 1989, Höwecke und Mahler, 1991)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Becker et al.;1989;Becker, D., Freist, H., Ollgard, M., 1989: Zielstärkennutzung und Buchenrotkern. Forst u. Holz 44, 1: 12-14.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Becker, D., Freist, H., Ollgard, M., 1989: Zielstärkennutzung und Buchenrotkern. Forst u. Holz 44, 1: 12-14.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Höwecke und Mahler;1991;Höwecke, B., Mahler, G., 1991 : Untersuchungen zur Farbverkernung bei der Rotbuche (Fagus sylvatica L) in Baden-Württemberg. Mitt. Forstl Versuchs- u. Forschungsanst. Baden Württemberg, Nr. 158 I, 106 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Höwecke, B., Mahler, G., 1991 : Untersuchungen zur Farbverkernung bei der Rotbuche (Fagus sylvatica L) in Baden-Württemberg. Mitt. Forstl Versuchs- u. Forschungsanst. Baden Württemberg, Nr. 158 I, 106 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Um diese für die Festlegung unserer [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungsstrategien]] entscheidende Frage zu beantworten, müssen wir das Phänomen der Rotkernbildung etwas differenziert analysieren. Wenn man weiss, dass Rotkern sowohl vom Wurzelsystem stammaufwärts (sog. Nasskern oder abnorme Kern nach Seeling, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Seeling;1992;Seeling, U., 1992 : Abnorme Kernbildung bei Rotbuche (Fagus sylvatica L.) und ihr Einfluss auf holzbiologische und holztechnologische Kenngrössen. Ber. Forschungs-zentr. Waldökosysteme, Reihe A, Nr. 77, 167 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Seeling, U., 1992 : Abnorme Kernbildung bei Rotbuche (Fagus sylvatica L.) und ihr Einfluss auf&lt;br /&gt;
holzbiologische und holztechnologische Kenngrössen. Ber. Forschungs-zentr. Waldökosysteme, Reihe A, Nr. 77, 167 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
vordringen kann, wie von Astbrüchen ausgehend in der umgekehrten Richtung (sog. trockener Rotkern nach von Büren, 1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::von Büren;1997;Büren, S.v., 1997: Der Farbkern der Buche (Fagus sylvatica L.) in der Schweiz nördlich der Alpen. Untersuchungen über die Verbreitung, die Erkennung am stehenden&lt;br /&gt;
Baum und die ökonomischen Auswirkungen. Diss. ETH-Z, Zürich, 178 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büren&amp;quot;&amp;gt;Büren, S.v., 1997: Der Farbkern der Buche (Fagus sylvatica L.) in der Schweiz nördlich der Alpen. Untersuchungen über die Verbreitung, die Erkennung am stehenden Baum und die ökonomischen Auswirkungen. Diss. ETH-Z, Zürich, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist der Schluss naheliegend, zumindest für den Trockenrotkern, dass zu mächtig entwickelte Kronen zu grösseren Astbruchrisiken und somit zu vermehrtem [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkern]] führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der breit ausgelegten Untersuchungen von Susanne von Büren bestätigen den Einfluss der waldbaulichen Behandlung auf die Verminderung des Rotkerns, indem gut bekronte [[hatBaumart::Buche|Buchen]] tendenziell weniger Rotkern aufweisen. Die Ausprägung dieses Faktors ist aber eher schwach und wird von vielen anderen Faktoren überlagert. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Schaftform einen mitwirkenden Einfluss ausübt, indem wipfelschäftige [[hatBaumart::Buche|Buchen]] signifikant weniger Rotkern aufweisen als Zwieselschäftige. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt Knoke (2002) für Bayern. Das Farbkernrisiko ist im [[Bestandesalter|Alter]] 100 3,7 mal grösser für zwieselschäftige [[hatBaumart::Buche|Buchen]] gegenüber wipfelschäftigen, bei ansonsten gleicher Faktorenkonstellation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Hauptfaktor für die Verkernung in der Alterung bzw. den starken Dimensionen zu suchen ist. Kurz formuliert haben wir bei der Buche Interesse daran, in Bezug auf die Förderung ausgezeichneten technologischen Eigenschaften, den guten Kompromiss zu finden zwischen Erzeugung von jungen und möglichst genügend dicken [[hatBaumart::Buche|Buchen]]. Heute werden z.T. sehr aktive Waldbaukonzepte vorgeschlagen, welche darauf hinzielen, die Produktionsziele in einem Zeitraum von 120 Jahren zu erreichen (Pardé und Venet,1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé und Venet;1981;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Heutige und zukünftige Bedeutung der Starkhölzer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings wird die Kritik seitens der holzverarbeitende Kreise, insbesondere der Sägerindustrie, an der Zukunft von Starkhölzern immer lauter (BUWAL, 1999)&lt;br /&gt;
[[Referenz::BUWAL;1999;Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), 1989: Ergebnisse einer Erhebung über den Aufwand bei der Jungwaldpflege. Möglichkeiten der Pauschalierung. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern, 6p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), 1989: Ergebnisse einer Erhebung über den Aufwand bei der Jungwaldpflege. Möglichkeiten der Pauschalierung. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern, 6p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dies gilt interessanterweise für in der Qualität mässige und niederwertige [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzer]] und in keiner Weise für die [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzproduktion]]. Als Starkholz werden hier Sortimente mit einem Zopfdurchmesser von mehr als 45 cm oder einer BHD von mehr als 52 cm definiert. Begründet wird diese Kritik mit der Tendenz in der Holzverarbeitung zur Herstellung von standardisierten Produkten aus Rekombination und Verleimung von kurzen Holzelementen statt Massivholz (Bretter); sowie mit neuen Tendenzen in der Holztrocknung. Darüber hinaus ist die Holzverarbeitende Industrie auf neue Verabreitungsprozesse angewiesen, welche eine hohe Schnitt- oder Hobelgeschwind igkeit erlauben. Die Tendenzen gehen diesbezüglich weg von Massivholz und Einzelstückverarbeitung hin zu Normprodukte und Holzrekombination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Konzentration der [[Produktion]] auf starke Dimensionen nach wie vor wirtschaftliche Vorteile hat (dank Massen-Stück-Verhältnis), zumindest bis zur Sägerei, und damit die Produktion-, Nutzungs- und Gewinnungskosten entsprechend wesentlich günstiger anfallen, werden sich in Zukunft die Preisrelationen zwischen mittleren und starken [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzsortimenten]] zu Ungunsten allzu starker Hölzer ändern. Dies hat insofern einen Einfluss auf die Produktionskonzepte für [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzer]], als die bisherigen Produktionsmodelle von einem grösseren Einfluss der Dimensionen als der Qualität auf die Preisabstufung ausgegangen sind.&lt;br /&gt;
So dürften in Zufunft sowohl die Wirkung der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] wie auch die Verjüngungszeitpunkte (oder die Produktionsdauer) in Rücksicht auf die neuen Preisgegebenheiten zu revidieren sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
[[Category: Stammqualität]]&lt;br /&gt;
[[Category: Fäule]]&lt;br /&gt;
[[Category: Farbkern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.1.5_Wertsch%C3%B6pfung_vs._Massenproduktion&amp;diff=6749</id>
		<title>4.1.5 Wertschöpfung vs. Massenproduktion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.1.5_Wertsch%C3%B6pfung_vs._Massenproduktion&amp;diff=6749"/>
		<updated>2017-02-28T20:35:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pflegemassnahme|Pflegeeingriffe]] zielen im wesentlichen daraufhin, Qualitätsprodukte zu erzeugen, die ihre günstigste Wertschöpfung bei Erreichung bestimmter Dimensionen vollenden. Dies erfolgt in der Regel bei Hiebsreife. Das Erreichen von Werthölzern bestimmter Zieldimensionen (etwa 60 cm BDH) leitet sich vom Prinzip der Konzentration der Produktionskräfte auf wenige Bäume mit gutem Holzwert und vom günstigen Stück-Massen-Verhältnis ab. In den heute noch gängigen Produktionssteuerungskonzepten machen die zur Produktionssteuerung notwendigen Eingriffe (die Nutzungen aus [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] oder Vornutzungen) anteilmässig 50 % der gesamten Volumenproduktion aus. Immerhin fällt insbesondere wertmässig der interessanteste Teil der [[Produktion]] auf den hiebsreifen Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der Produktionseffizienz muss beachtet werden, dass jeder vorzeitige unfreiwillige [[Ausfall]] von Bäumen, z.B. infolge von Nutzungsschäden oder auch stockastischen Ereignissen (Windstürme, Schneedruckschäden) zu Produktionsverlusten führt. Auch ungünstige Verteilung der Bäume können ähnliche Wirkungen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auswirkungen der [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] des Holzes für die Waldbaupraxis====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich nun die Grundsätze der Pflegekonzepte formulieren. Die Festlegung dieser Pflegegrundsätze erfolgt aus der Sicht, dass die [[Produktion]] von Qualitätsholz das Produktionsziel zumindest für einen, wenn auch kleinen Teil der Bäume, nämlich dem Kollektiv der potentiellen Wertträger (d.h. denjenigen mit einem genügendem Potential auf Wertschöpfung) erreicht. Viele Bäume zwischendurch erfüllen nur Begleitfunkltionen. Das Ganze soll in Rücksicht auf den anzustrebenden ökologisch-ökonomischen Kompromiss betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Frage der Produktionsziele geht es zuerst darum zu wissen, ob die hohe Wertschöpfung im heutigen Kontext der Internationalisierung der Holzmärkte noch das richtige Ziel ist. Dazu kann folgendes überlegt werden: Vom Standort und vom Klima her betrachtet, haben wir in der Schweiz (und nicht nur für das Mittelland) die besten Voraussetzungen für eine hohe Leistung in Menge und Wert. Gegenüber den grossen Konkurrenten des Nordens haben wir den Vorteil, äusserst interessante und günstige Baumarten produzieren zu können wie z.B. [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Esche]], [[hatBaumart::Ahorn]], [[hatBaumart::Kirschbaum]] mit enormem Potential an Wertschöpfung, wenn wir in der Lage sind, solche Produkte auch optimal zu verwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies darf nicht nur an den Spitzenprodukten (Furnierholz), welche anteilmässig eher gering ausfallen, gemessen werden, sondern am Wertschöpfungsmass einer Vielfalt möglicher Verwertung, d.h. an dem Veredlungspotential. Unsere jetzige Ausschöpfung ist völlig ungenügend, gemessen an der Vermarktbarkeit guter Holzprodukte, zumindest für die [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzproduktion]]. In der heutigen Verarbeitungstechnologie, in innovativen Entwicklungen, in der Ausschöpfung aller Möglichkeiten der stufengerechten Sortierung und in gutem Marketing liegt ein riesiges Potential für eine erfolgreiche Verwertung von sehr vielen modernen Holzprodukten, auch für Schwachholzdimensionen. Eine bessere Ausnützung bei entsprechend gerechter Preisgestaltung würde auch erlauben, die Kostendeckungsgrenze tief zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz allgemein formuliert ist die [[Produktion]] von Qualitätsholz das zu erreichende Ziel, zumindest für den Anteil der Bäume, für welchen eine hohe Wertschöpfung möglich ist und im Gegensatz zu früher nicht mehr für alle Bäume des Bestandes. Diese zielkonforme Betrachtung nennen wir situative Konzeption der Waldbehandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Festlegung der Produktionsziele und Waldbaukonzepte muss man heute diese sehr unterschiedlichen Komponenten gebührend berücksichtigen. Beide Produktionsformen der hohen &#039;&#039;&#039;Wertschöpfung und der Massenproduktion lassen sich, sogar im gleiche Bestand, kombinieren&#039;&#039;&#039;. Heute werden Konzepte erwogen, die vom Gedanken der bestandesweisen gleichen [[Produktion|Produktion]] wegkommen und hin zum Konzept der Mischproduktion&lt;br /&gt;
und der baumweisen Betrachtung führen. Im gleichen Bestand ist es denkbar, die diametral entgegengesetzten Produktionsgrundsätze der Massen- und der hohen Wertschöpfung zu kombinieren, indem man noch mehr und konsequenter als bisher nur diejenigen Elemente bevorzugt, welche dazu geeignet sind, d.h. bei welchen ein hohes Wertvermehrungspotential besteht, und nur solche Bäume intensiv durch Förderungsmassnahmen pflegt. Zwischendurch besteht ein Puffer aus Bäumen mit im wesentlichen Begleitfunktion bzw. Mitlaufcharakter, dem ohne weiteres eine Massenproduktion zugewiesen werden kann, und für welchen möglichst&lt;br /&gt;
minimalste Produktionskosten anzustreben sind. Zukünftig werden wir also Pflegesysteme bevorzugen, in denen von früh auf nur die besten Wertträger zu fördern sind mit gezielten situativen Eingriffen. Der Rest der [[Produktion|Produktion]] hat nur begleitende Funktion und soll in möglichst Wertschöpfung und der Massinfacher und billiger Form geerntet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Produktion]]&lt;br /&gt;
[[Category: Qualitätskriterium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.1.2_Diversit%C3%A4t&amp;diff=6748</id>
		<title>4.1.2 Diversität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.1.2_Diversit%C3%A4t&amp;diff=6748"/>
		<updated>2017-02-28T20:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezug zu diesem Prinzip geht aus mehreren Betrachtungen hervor. Dem Ziel, von der Baumartenzusammensetzung her vielfältige Bestockungen anzustreben, liegt ein generelles Prinzip der Risikenverteilung und der [[Adaptabilität]] zugrunde. Darüber hinaus ist heute der Begriff [[Diversität]] als &#039;&#039;&#039;ethische&#039;&#039;&#039; Aufgabe für die Erhaltung der &#039;&#039;&#039;Lebensgrundlage auf der Erde&#039;&#039;&#039; (Cot, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Cot;1992;Cot, J., 1992: Synthèse sur les pratiques en foresterie écologique. ENGREF, Nancy| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Cot, J., 1992: Synthèse sur les pratiques en foresterie écologique. ENGREF, Nancy&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufzufassen. Die Vielfalt ist zuerst der beste Motor der Adaptation und somit als Grundlage für die evolutiven Vorgänge anzusehen. Die [[Diversität]] ist heute ein bedeutsames Ziel in Zusammenhang mit der Erhaltung der Naturwerte. Dieser Begriff kann aber zwiespältig sein, je nachdem auf welcher Ebene man ihn bezieht. Es gibt zumindest zwischen der Vielfalt (der Gene, der Organismen und der Lebensräume) erhebliche Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht überraschend, dass &amp;quot;Biodiversität&amp;quot; sich zu einem ausgesprochenen Modebegriff entwickelt hat, unter dessen Bedeutung alle aktuellen Herausforderungen verstanden werden. Die Forstwirtschaft kann dabei einen wichtigen Beitrag liefern, da der Wald und insbesondere die inneren und äusseren Waldränder Rückzugsgebiete von zahlreichen Arten sind. Die Wahrung der Biodiversität ist mittlerweile von einem quantitativen zu einem qualitativen Problem geworden. Dies macht die Lösung umso schwieriger, da die Bezugsmassstäbe sowohl räumlich als auch zeitlich beträchtlich variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Biodiversität bedeutet nicht allein Schutz, sondern vor allem Erhaltung oder mehr noch Förderung zugunsten einer möglichst reichen Artenvielfalt. Ein solches Konzept erfordert äusserst anspruchsvolle Lösungen, weil wir uns auf der Ebene der Ökosysteme und ihrer einzelnen Bestandteile bewegen: zum einen die Biotope, zum anderen die Biozönosen, worin die oftmals sehr komplexen koevolutiven Prozesse eingeschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Konzept sind bestimmte Begriffe verbunden, die vor einer angemessenen Umsetzung klar definiert werden müssen. Dabei handelt es sich namentlich um die &#039;&#039;&#039;Referenzebenen&#039;&#039;&#039; und, da die Natur sowohl seltene als auch häufig vorkommende Arten beherbergt, um eventuell bestehende &#039;&#039;&#039;Hierarchien&#039;&#039;&#039;. Die Biodiversität fördern bedeutet mit Sicherheit nicht, für ein häufiges Vorkommen von Arten zu sorgen, die von Natur aus selten sind. Nach Meyer (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Meyer;1998;Meyer, D., R., 1998: Tierartenschutz in Wirtschaftswälder. Schweiz. Z. Forstwes.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, D., R., 1998: Tierartenschutz in Wirtschaftswälder. Schweiz. Z. Forstwes.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelten für die Seltenheit der Lebewesenarten die drei unterschiedlichen Gründe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Position am Rand der natürlichen Verbreitung&lt;br /&gt;
*Natürliches Vorkommen in geringer Dichte, weil auf spezielle Lebensbedingungen angewiesen. Die betreffenden Arten sind an besondere Habitatsbedingungen (ökologische Nischen) gebunden&lt;br /&gt;
*Im Rückgang begriffen wegen z.B. genetischen Drifts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Form der Seltenheit bedarf besonderer Massnahmen. Bei der Gestaltung der Lebensräume ist jedenfalls sehr differenziert nach Arten, interagierenden Artengruppen (sog. Guilden) bzw. Zielen vorzugehen. Es gibt auch unterschiedliche Hierarchien bei den Arten. Abgesehen vom Risiko des Aussterbens bei seltenen bedrohten Arten, sind einige wichtiger als andere, weil sie eine Kernposition in den Lebensgemeinschaften (Key-stone-species) besetzen. Andere sind wichtig, weil sie mit vielen Arten interagieren (Umbrella-species). Angebracht ist jedenfalls, zu unterscheiden zwischen solchen Arten, die nicht an ein bestimmtes Biotop gebunden sind (Ubiquisten), und solchen, die auf das Vorhandensein ganz bestimmter Voraussetzungen angewiesen sind (Spezialisten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Artenvielfalt durch Biotopvielfalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da klare Konzepte zur Erhaltung der Biodiversität noch ausstehen, kann die Forstwirtschaft, anstatt sich einzelnen Tier- oder Pflanzenarten zuzuwenden, der waldbaulichen Arbeit &#039;&#039;&#039;auf der Ebene forstlicher Ökosysteme&#039;&#039;&#039; den Vorzug geben. Die Vielfalt von Arten hängt stark von den Biotopen ab, in denen diese Arten auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da genaue Kenntnisse über Prioritäten für den Schutz und für die Erhaltung von Arten oftmals fehlen, zumindest im Sinne von Integralwirkungen, sollte der Waldbau danach streben, &#039;&#039;&#039;eine möglichst grosse Vielfalt an forstlichen Biotopen zu schaffen bzw. zu erhalten&#039;&#039;&#039;. Ein entsprechender Waldbau wird sich primär also nicht nur auf eine einzige Behandlungsmethode beschränken, sondern das ganze Angebot an in Frage kommenden waldbaulichen Instrumenten sinnvoll benutzen und kombinieren. Bei einem solchen Vorgehen werden mit Absicht unterschiedliche Behandlungsweisen angewendet, was im Endergebnis zu einem Nebeneinander von Beständen führt, die licht und dicht geschlossen sind, gleich- und ungleichförmig, buntgemischt und rein, gross- und kleinflächige [[Textur|Texturen]] aufweisen und sowohl grossflächiger als auch punktueller oder sogar einer kontinuierlichen Verjüngung wie im [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] entspringen. Das allgemeine Ziel sollte lauten, so vielfältige Waldstrukturen wie nur möglich zu verwirklichen. Die Bedeutung des Begriffs Artenvielfalt wird somit um die &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Vielfalt der Prozesse&#039;&#039;&#039;&amp;quot; erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Requisiten für die Lebensräume====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben sind für die Erfüllung spezieller Erhaltungsziele &#039;&#039;&#039;gezielte und punktuelle Massnahmen erforderlich&#039;&#039;&#039;, z.B. für die Waldrandpflege oder für die Erhaltung der Biotope von seltenen Arten oder noch bestimmte generell zu fördernde Besonderheiten (oder sog. Requisiten) wie z.B. stehendes und liegendes &#039;&#039;&#039;Totholz&#039;&#039;&#039;. Es ist also dabei notwendig, über wichtige Eigenschaften der Lebensräume Bescheid zu wissen. Als wichtige Requisiten sind nach Scherzinger (1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Scherzinger;1996;W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
z.B. zu erwähnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Totholzanteil&lt;br /&gt;
*Innere Grenzlinien (Patchiness)&lt;br /&gt;
*Flucht- und Durchgangszonen&lt;br /&gt;
*Parade- und Reproduktionszonen&lt;br /&gt;
*Lichtstellen am Boden (Lichtschächte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung der Bestandesstruktur====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Kategorie von Fragen gehört die Diskussion der Bedeutung des Begriffes Struktur. Darüber bestehen teilweise unklare Vorstellungen. Es geht sowohl um Definition, was man unter Struktur versteht, wie auch darum, was ihre Bedeutung für Erhaltungsziele ist und schlussendlich die Art und Weise ihrer Förderung durch waldbauliches Handeln. Die letzte Frage ist waldbaulich von Bedeutung, weil die Strukturmerkmale sich bei weitem nicht immer natürlich ergeben. Sie stehen meistens in Zusammenhang mit menschlichen Eingriffen Bezüglich begrifflicher Klarstellung ist grundsätzlich nach Scherzinger (1996) &lt;br /&gt;
[[Referenz::Scherzinger;1996;Scherzinger W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Scherzinger W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwischen zwei weitestgehend unterschiedlichen Merkmalen der Struktur zu unterscheiden, nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*horizontaler Strukturierung&lt;br /&gt;
*vertikaler Strukturierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der forstlichen Fachsprache spricht man von [[Textur]] (horizontale Anordnung [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiger]] Kollektive) und vertikale [[hatTextur::Einzelmischung|Einzelmischung]] nach dem Modell des [[hatBestandesfor::Plenterwald|Plenterwaldes]]. Es ist alsonotwendig, zwischen einer gewissen Ungleichförmigkeit im Kronenraum und einem Entwicklungsmodell zu unterscheiden, welches funktional ausgewogen ist und in dem alle Baumalter vertreten sind. Eine eindeutige Definition der Ungleichförmigkeit nach anderen als funktionalen Kriterien ist nicht sehr nützlich. Die vorangehenden Feststellungen veranschaulichen gut, dass eine strukturelle Ungleichförmigkeit&lt;br /&gt;
keineswegs mit den Prinzipien der natürlichen Biomasseakkumulation konform ist,  welche den Waldökosystemen zugrunde liegen. Im Gegenteil führt die Biomasseakkumulationdazu, dass Waldstrukturen zunehmend homogenisiert und das Kronendach geschlossen wird. Eine Tendenz zur Ungleichförmigkeit lässt sich in Urwäldern selten und nur während der fortgeschrittenen Altersphase infolge der beginnenden Walderneuerung erkennen. Da diese Erneuerung aber mehr Gemeinsamkeiten mit einer Verjüngung unter Schirm als mit der einzelbaumweisen [[Produktion]] der Plenterung hat, wird eine [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterstruktur]] in Urwäldern nur&lt;br /&gt;
selten angetroffen. Eine [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterstruktur]] ergibt sich nur - und auch nur vorübergehend - in von Natur aus gemischten Waldgesellschaften (z.B. montaner [[hatBaumart::Buche|Buchen]]-[[hatBaumart::Tanne|Tannenwald]]) oder in klimatischen Kampfzonen (z.B. subalpiner [[hatBaumart::Fichte|Fichtenwald]], dessen Struktur sich grundlegend von der des montanen Fichtenwaldes unterscheidet; Korpel, 1982)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1982;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of natural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of atural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
In [[hatBaumart::Buche|Buchen]]-Urwäldern ist diePlenterstruktur praktisch inexistent (Peters, 1992; Reh,  1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Peters;1992;| ]][[Referenz::Reh;1993;| ]]oder zumindest selten (Korpel, 1995)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1995;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldbaulich einfacher zu realisieren ist die horizontale Strukturierung (auch als Mosaik bezeichnet oder &#039;&#039;&#039;Patchiness&#039;&#039;&#039;), weil sie mit einer kleinflächigen dezentralen Waldverjüngung gut zu realisieren ist. Sie erlaubt das Problem des Einbringens von Licht bis auf den Waldboden einigermassen effizient zu lösen (Schütz, 1998). Es wäre falsch, die beiden Systeme der Sylvigenese, den [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] einerseits&lt;br /&gt;
und den [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] andererseits, auf manichäische Weise mit ethischen Begriffen von gut und schlecht zu vergleichen. Eine solche Haltung dogmatisierte allzu sehr die Analyse dieser beiden Systeme und würde die Gefahr des Festhaltens an ideologischen Positionen in sich bergen. In Wirklichkeit und gemessen an den Leistungen der betreffenden Lebensräume ist keines der beiden Systeme perfekt oder, etwas genauer ausgedrückt, beide verfügen über Vor- und Nachteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite ist es bei der Festlegung waldbaulicher Ziele notwendig, die Aussichten zu ihrer Realisierung zu berücksichtigen und dies steht in Zusammenhang mit dem Grad der Beeinflussung der Bestockungen (sog. &#039;&#039;&#039;Hemerobie&#039;&#039;&#039;; siehe dazu: Jalas, 1955&lt;br /&gt;
[[Referenz::Jalas;1955;Jalas, J.,1955: Hemerobe und hemechore Pflanzenarten; Ein terminologischer Versuch. Acta Soc. Fauna Flora Fenn. 72, 11: 1-15.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jalas, J.,1955: Hemerobe und hemechore Pflanzenarten; Ein terminologischer Versuch. Acta Soc. Fauna Flora Fenn. 72, 11: 1-15.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
Sukopp, 1972&lt;br /&gt;
[[Referenz::Sukopp;1972;Sukopp, H., 1972: Wandel von Flora und Vegetation in Mitteleuropa unter den Einfluss desMenschen. Ber. ü. Landwirtsch. 50:112-139.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sukopp, H., 1972: Wandel von Flora und Vegetation in Mitteleuropa unter den Einfluss des Menschen. Ber. ü. Landwirtsch. 50:112-139.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und Kowarik, 1988)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kowarik;1988;Kowarik, I., 1988: Zum menschlichen Einfluss auf Flora und Vegetation. Theoetische Konzepte und ein Quantifizierungsansatz am Beispiel von Berlin (West). Landschaftsentwicklung&lt;br /&gt;
Umweltforsch. 56: 1-280.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kowarik, I., 1988: Zum menschlichen Einfluss auf Flora und Vegetation. Theoetische Konzepte und ein Quantifizierungsansatz am Beispiel von Berlin (West). Landschaftsentwicklung&lt;br /&gt;
Umweltforsch. 56: 1-280.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter waldbaulicher Typ verwirklicht wird, hängt von der &#039;&#039;&#039;biologischen Automation&#039;&#039;&#039; des betreffenden Systems ab, d.h. davon, was die Natur ohne starke, korrigierende Eingriffe leistet. Dabei geht es nicht nur um Erfolgsaussichten, sondern auch um die Kosten der waldbaulichen Massnahmen. Wenn zur Erreichung eines bestimmten Zieles voraussichtlich häufige und starke Eingriffe erforderlich sein werden, können die dadurch entstehenden hohen Kosten verbieten, das Ziel weiter zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Übergeordnetes Produktionsprinzip]]&lt;br /&gt;
[[Category: Diversität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.3.2_Prospektive_retrospektive_Betrachtung&amp;diff=6747</id>
		<title>3.3.2 Prospektive retrospektive Betrachtung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.3.2_Prospektive_retrospektive_Betrachtung&amp;diff=6747"/>
		<updated>2017-02-28T20:33:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die waldbauliche Analyse unterstellt den Bestand einer kritischen Betrachtung. Anhand der&lt;br /&gt;
abgeschätzten Entwicklungstendenzen soll beurteilt werden, ob die generellen Waldbauziele&lt;br /&gt;
erreichbar sind oder nicht. Die Betrachtungsweise ist also sowohl rückblickend wie auch&lt;br /&gt;
vorausschauend und kann aufgrund der drei folgenden bekannten Kurzfragen zusammengefasst&lt;br /&gt;
werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wer bist du?&lt;br /&gt;
*Woher kommst du?&lt;br /&gt;
*Wohin gehst du?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Analyse der wladbaulichen Vergangenheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer es versteht, den Wald richtig zu beobachten, der kann aus der rückblickenden Betrachtung&lt;br /&gt;
der waldbaulichen Vergangenheit (oder Anamnese) eines Bestandes viele lehrreiche,&lt;br /&gt;
wichtige Schlüsse ziehen. Die Spuren von früheren Ereignissen auf den Bestand können&lt;br /&gt;
einerseits über die besonderen Risiken des Standortes und andererseits über die Folgen der&lt;br /&gt;
vergangenen waldbaulichen Behandlung Auskunft geben. Daraus lassen sich bereits erste&lt;br /&gt;
Konsequenzen für die zukünftige waldbauliche Behandlung ableiten. Dabei ist es wichtig,&lt;br /&gt;
zwischen Ursachen und Wirkungen zu unterscheiden. Man muss zwischen standortstypischen&lt;br /&gt;
und bestandestypischen Risiken differenzieren. Schneebruchschäden im Kronenbereich&lt;br /&gt;
bleiben z.B. noch lange Zeit erkennbar. Sie können sowohl auf ein generelles, lokal erhöhtes&lt;br /&gt;
Schneebruchrisiko (z.B. aufgrund einer gefährdeten [[Höhenlage|Höhenlage]] im Nassschneebereich)&lt;br /&gt;
hinweisen, wie auch auf mangelnde bisherige Pflege zurückzuführen sein. Der Beurteilung des&lt;br /&gt;
Pflegezustandes kommt also eine grosse Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:abb_3.23.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.23&#039;&#039;&#039;: Die [[Kronenlänge]] gibt Auskunft über die Höhe des bisherigen Wettbewerbes in einem Bestand. Die Auswirkungen unterschiedlicher Wettbewerbsbedingungen auf die Bekronung und den [[Schlankheitsgrad]] der Bäume sind hier anhand zweier verschieden behandelter, aber gleich alter [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestände|]] dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Johann (1987)[[Referenz::Johann;1987;Johann. K., 1987: Standraumregulierung bei der Fichte. Ber. forstl. BundVersAnst. Wien Nr. 22, 64 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Johann. K., 1987: Standraumregulierung bei der [[hatBaumart::Fichte]]. Ber. forstl. BundVersAnst. Wien Nr. 22, 64 p.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatBestandesalter::100|Alter: 100 Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen und die Formen der Baumkronen gehören zu den geeignetsten Merkmalen für&lt;br /&gt;
die Beurteilung der waldbaulichen Vergangenheit eines Bestandes. Sie sind durch die früheren&lt;br /&gt;
Konkurrenzbedingungen im Kollektiv geprägt. Eine starke [[Wettbewerb|Konkurrenz]] führt zu einer&lt;br /&gt;
Beschleunigung des Absterbens (und Abfallens) der unteren Äste und damit letztendlich zu&lt;br /&gt;
einer Verkürzung der Kronenlänge. Bestände, die in ihrer Jugendzeit korrekt durchforstet&lt;br /&gt;
wurden, sollten im [[hatEntwicklungsstufe::Baumholz|Baumholz]] noch eine &#039;&#039;&#039;[[Kronenlänge]]&#039;&#039;&#039; zwischen einem Drittel und, wenn&lt;br /&gt;
möglich, die Hälfte der Baumlänge aufweisen (siehe dazu Abb. 3.23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes repräsentatives Kriterium der waldbaulichen Vergangenheit ist der &#039;&#039;&#039;Schlankheitsgrad&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Er entspricht dem Quotienten aus der Baumhöhe und dem Brusthöhendurchmesser. Man&lt;br /&gt;
gibt den [[Schlankheitsgrad]] üblicherweise für jeden Baum oder jede, für einen Bestand&lt;br /&gt;
repräsentative Baumgruppe, oder manchmal sogar auch als Bestandeswert, an. Im letztgenannten&lt;br /&gt;
Fall bezieht er sich auf einen Baum mit mittlerer Grundfläche. Der [[Schlankheitsgrad]] ist eng mit den Kronendimensionen korreliert, da die Breite der Jahrringe an der Basis der&lt;br /&gt;
Kronen maximal ist und gegen den Stammfuss kontinuierlich abnehmen. Hohe Schlankheitsgrade&lt;br /&gt;
lassen auf eine mangelhafte Stabilität von einzelnen Bäumen gegenüber&lt;br /&gt;
mechanischen Einwirkungen schliessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis anhin wurde nur die &#039;&#039;&#039;mechanische [[Bestandesstabilität]]&#039;&#039;&#039; beschrieben. Weiter unten wird&lt;br /&gt;
auch von einer anderen Form der Stabilität, nämlich der &#039;&#039;&#039;ökologischen Stabilität&#039;&#039;&#039;, die Rede&lt;br /&gt;
sein. Diese beschreibt das Reaktionsvermögen eines Bestandes hinsichtlich verschiedener&lt;br /&gt;
Störungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgeschichte eines Bestandes lässt sich anhand verschiedener Zeichen einigermassen&lt;br /&gt;
erkennen und damit auch beurteilen. So deuten z.B. viele &#039;&#039;&#039;Steiläste&#039;&#039;&#039; auf häufige ehemalige&lt;br /&gt;
Verzwieselung hin. Wenn diese Erscheinung nicht hauptsächlich durch genetisch schlechte&lt;br /&gt;
Veranlagung bedingt ist, so weist sie auf besondere Risiken klimatischer Art, wie z.B.&lt;br /&gt;
Nassschnee oder Spätfröste usw. hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Waldbauanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.1_F%C3%BCr_fl%C3%A4chig_verj%C3%BCngte_Bestockungen&amp;diff=6746</id>
		<title>3.2.1 Für flächig verjüngte Bestockungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.1_F%C3%BCr_fl%C3%A4chig_verj%C3%BCngte_Bestockungen&amp;diff=6746"/>
		<updated>2017-02-28T20:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bestockungseinheiten als Planungseinheiten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtheit der operationell eigenständigen Behandlungseinheiten werden als&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bestockungseinheit&#039;&#039;&#039; bezeichnet (vgl. [[3.1 Grundeinheit und operative Einordnung|Kap. 3.1]]). Diese stellen per Definition die elementaren&lt;br /&gt;
Einheiten der waldbaulichen Entscheidungen dar. Somit untersteht jede Bestockungseinheit&lt;br /&gt;
einem spezifischen waldbaulichen Eingriff. Die Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten ist&lt;br /&gt;
also der erste Schritt für die waldbauliche Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten sind normalerweise die [[Bestandesform|Bestandesformen]]&lt;br /&gt;
(siehe [[3.1.1 Typologische Kriterien|Abschnitt 3.1.1]]) und, im Falle von Bestockungen mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] die [[Entwicklungsstufe]] zu berücksichtigen. Weitere Kriterien sind die Baumartenzusammensetzung&lt;br /&gt;
([[Textur]]), die [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] ([[Schlussgrad]], [[Deckungsgrad]]) und allenfalls der Gesundheitszustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auflösungsgrad bei der Ausscheidung der Bestockungseinheiten einer &#039;&#039;&#039;Bestandeskarte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
hängt vom Detaillierungsgrad waldbaulicher Tätigkeit ab. Andersherum gilt es, die Übersicht&lt;br /&gt;
nicht zu verlieren. Üblicherweise ist der Detailierungsgrad der Ausscheidungen umso höher, je&lt;br /&gt;
jünger die entsprechenden Bestockungen sind und je intensiver und feiner die waldbauliche&lt;br /&gt;
Tätigkeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der Bestockungseinheiten beruht sowohl auf typologischen, wie auch auf&lt;br /&gt;
waldbaulichen Kriterien. Die Bestandeskarte wird üblicherweise im Massstab 1: 5000 erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die [[hatBestandesbeschreibung::Kurzformel|Kurzformel]] der Bestandesbeschreibungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formalisierung der [[Bestandesbeschreibung|Bestandesbeschreibung]] in überschaubarer [[hatBestandesbeschreibung::Kurzformel|Kurzformel]] bezweckt die&lt;br /&gt;
Konzentration der Informationen für die Charakterisierung der Bestände auf eine möglichst&lt;br /&gt;
knappe und übersichtliche Art zusammenzufassen; so dass sie auf einen Blick verständlich ist&lt;br /&gt;
und das Wesentliche des Bestandesbildes wiedergeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:beschreibung_1.png|600px|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Verwendung von Abkürzungen, gebräuchlichen Zeichen, Indizes und Exponenten&lt;br /&gt;
beinhaltet die Formel die hauptsächlichen Merkmale der Bestockung. Sie strukturiert sich im&lt;br /&gt;
wesentlichen nach der Schlussart. Im Fall von Beständen mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] weist sie&lt;br /&gt;
gleichviele Zeilen auf, wie der Bestand [[Schicht|Schichten]] enthält. Im Fall von [[hatVertikale Struktur::Ungleichförmiger Bestand|ungleichförmigen]] Beständen stehen die drei Zeilen für die drei Höhenklassen. Die Trennungslinien, welche die&lt;br /&gt;
einzelnen Zeilen unterstreichen, geben Auskunft über die Schlussart und den [[Schlussgrad|Schlussgrad]] der&lt;br /&gt;
einzelnen Bestandesschichten bzw. Höhenklassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(1)&#039;&#039;&#039; Am Kopf der Gesamtbeschreibung befindet sich die Angabe der [[Bestandesform]]. Im Fall&lt;br /&gt;
von [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] wird an dieser Stelle die [[Entwicklungstufe]] angegeben, welche folgendermassen abgekürzt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J, K, D, S1, S2, B1, B2 oder B3 für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] Hochwälder;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P, M, (M), N, (N) für die anderen [[Bestandesform|Bestandesformen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(2)&#039;&#039;&#039; Strukturangaben: Durchgezogene Linien (——) stehen für homogene [[Schicht|Schichten]] in [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Beständen. Gestrichelte Linien (- - -) stehen für die [[hatVertikale Struktur::Ungleichförmiger Bestand|Ungleichförmigkeit]] der jeweiligen [[Höhenklasse|Höhenklassen]] (in [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]]) bzw. für eine [[hatVertikale Struktur::Ungleichförmiger Bestand|Ungleichförmigkeit]] von einzelnen [[Schicht|Schichten]] in ansonsten [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestockungen. Unterbrochene&lt;br /&gt;
(durchgezogene oder gestrichelte) Linien (—— —— oder - - - - - -) weisen auf einen&lt;br /&gt;
lückigen [[Schlussgrad|Schlussgrad]] und grössere Unterbrechungen der jeweiligen fraglichen [[Schicht|Schicht]] oder [[Höhenklasse|Höhenklasse]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(3)&#039;&#039;&#039; Die Mischungen: Die [[Mischungsart|Mischungsart]] wird unter Verwendung der gebräuchlichen&lt;br /&gt;
Baumarten-Abkürzungen (siehe Tab. 3.13) beschrieben. Auch der [[Mischungsgrad|Mischungsgrad]] wird&lt;br /&gt;
für jede [[Schicht]] bzw. [[Höhenklasse|Höhenklasse]] separat durch Prozentzahlen angegeben. Diese&lt;br /&gt;
Prozentzahlen geben die Anteile die einzelnen Baumarten ([[Mischungsgrad|Mischungsgrade]]) an.&lt;br /&gt;
Baumarten, die aus der Sicht des [[Mischungsgrad|Mischungsgrades]] von untergeordneter Bedeutung&lt;br /&gt;
sind, werden in Klammern zusammengefasst. Die [[Mischungsform]] wird durch tiefgestellte&lt;br /&gt;
Indizes (e, t, g oder h) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(4)&#039;&#039;&#039; Zuvorderst steht der [[Deckungsgrad]] des Gesamtbestandes. Am Beginn der einzelnen&lt;br /&gt;
Zeilen wird der [[Deckungsgrad]] der einzelnen [[Schicht|Schichten]] bzw. [[Höhenklasse|Höhenklassen]] angegeben.&lt;br /&gt;
(5) Im Falle von alten Beständen, die schon für eine Verjüngung in Frage kommen würden,&lt;br /&gt;
gibt man die waldbauliche Brauchbarkeit (den waldbaulichen Wert) einer eventuell&lt;br /&gt;
bereits vorhandenen Verjüngung an. B = „brauchbar“, d.h. geeignet, um als Verjüngung&lt;br /&gt;
(mit)verwendet werden zu können. NB = „nicht brauchbar“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(6)&#039;&#039;&#039; Das [[Bestandesalter|Alter]] und die Höhe werden üblicherweise nur für die obersten bzw. die wichtigsten [[Schicht|Schichten]] oder Stufen angegeben. Die Höhe wird hier als [[Oberhöhe]] des Bestandes&lt;br /&gt;
definiert. Im Falle von Beständen mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] und mit mehreren [[Schicht|Schichten]] kann man auch deren [[Bestandesalter|Alter]] und Höhe angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(7)&#039;&#039;&#039; Die Qualität wird baumartenspezifisch und nur falls notwendig, d.h. bei merklicher&lt;br /&gt;
Abweichung der Normalqualität angegeben. Dies geschieht durch hochgestellte&lt;br /&gt;
Exponenten, deren Buchstaben den gebräuchlichen Abkürzungen der Schweizerischen&lt;br /&gt;
Holzhandelsgebräuche 2000 (für Rundholz) entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; wird für überdurchnittliche, ausgezeichnete Qualität verwendet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; für gute bis mittlere Qualität,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039; für mittlere bis unterdurchschnittliche Qualität und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039; für sägefähiges Holz, welches nicht in die oberen Klassen fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatBestandesbeschreibung::Kurzformel|Kurzformel]] wird von ergänzenden Bemerkungen begleitet, falls wichtige Merkmale nicht&lt;br /&gt;
berücksichtigt wurden. An dieser Stelle ist z.B. die [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] einer Bestockung zu erwähnen. Falls&lt;br /&gt;
notwendig, kann diese [[hatBestandesbeschreibung::Kurzformel|Kurzformel]] wesentlich vereinfacht werden; das ist insbesondere der Fall&lt;br /&gt;
bei jungen Beständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Beispiele zu [[Bestandesbeschreibung|Bestandesbeschreibungen]] unter Verwendung der Kurzformel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_2.png|750px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich hier um einen dichten, natürlichen [[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs|Jungwuchs]] mit 60 % [[hatBaumart::Fichte|Fichten]], 20 %&lt;br /&gt;
truppweise beigemischten [[hatBaumart::Buche|Buchen]] sowie 20 % einzeln beigemischten Begleitbaumarten&lt;br /&gt;
([[hatBaumart::Winterlinde|Winterlinden]], [[hatBaumart::Hagebuche|Hagebuchen]] und [[hatBaumart::Kirschbaum|Kirschbäume]]). Dieser [[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs]] ist 2 - 8 Jahre alt und hat&lt;br /&gt;
eine [[Oberhöhe]] von 80 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_3.png|450px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichförmiges, noch geschlossenes mittleres [[hatBaumart::Buche|Buchen-Baumholz]], mit 30 % einzeln beigemischten&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichten]] bei einem [[Bestandesalter|Alter]] von 80 Jahren und einer [[Oberhöhe]] von 35 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_4.png|450px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] mit einem Gesamt-Deckungsgrad von 80 % und einer [[Oberhöhe]] von 45 m. Die&lt;br /&gt;
oberste [[Höhenklasse|Höhenklasse]] besteht aus 60 % [[hatBaumart::Tanne|Tannen]], 30 % truppweise beigemischten [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] mit&lt;br /&gt;
guter Qualität und 10 % gruppenweise beigemischten [[hatBaumart::Buche|Buchen]]. In der mittleren [[Höhenklasse]] dominiert die [[hatBaumart::Tanne]] mit einem Anteil von 80 %. Ausserdem sind hier noch 10 % [[hatBaumart::Fichte|Fichten]]&lt;br /&gt;
truppweise und 10 % [[hatBaumart::Buche|Buchen]] beigemischt. Auch die unterste [[Höhenklasse]] ist reich an [[hatBaumart::Tanne|Tannen]].&lt;br /&gt;
Sie enthält aber ausserdem noch 5 % [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] und 5 % gruppenweise gemischte [[hatBaumart::Buche|Buchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_5.png|700px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altes, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiges]] lückiges [[hatBaumart::Fichte|Fichten-Baumholz]] mit einem [[Deckungsgrad]] von 60%, einem&lt;br /&gt;
[[Bestandesalter|Alter]] von 120 Jahren und einer [[Oberhöhe]] von 37 m. Darunter befindet sich eine 2 - 4 m hohe&lt;br /&gt;
und 5 - 15 Jahre alte [[hatEntwicklungsstufe::Dickung]], die als Verjüngung brauchbar ist. Sie besteht zu 60 % aus&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Buche|Buchengruppen]], zu 20 % aus truppweise beigemischten [[hatBaumart::Tanne|Tannen]] und zu 20 % aus horstweise&lt;br /&gt;
beigemischten [[hatBaumart::Fichte|Fichten]]. Diese [[hatSchicht::Unterschicht|Unterschicht]] ist leicht spärlich ausgebildet. Sie bedeckt nur 10 %&lt;br /&gt;
der Fläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_6.png|800px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemaliger, heute in Überführung begriffener, oberholzreicher ehemaliger [[hatBestandesform::Mittelwald|Mittelwald]] mit [[hatVertikale Struktur::Ungleichförmiger Bestand|ungleichförmiger]] Struktur und lückigem [[Deckungsgrad|Deckungsgrad]] der einzelnen [[Schicht|Schichten]] bzw.&lt;br /&gt;
Höhenstufen. Das Oberholz weist ein weit gestreutes [[Bestandesalter|Alter]] von 70 - 150 Jahren und eine&lt;br /&gt;
[[Oberhöhe]] von 30 m auf. Die oberste Höhenstufe bedeckt 60 % der Fläche. Sie besteht aus 40&lt;br /&gt;
% truppweise vorhandenen [[hatBaumart::Fichte|Fichten]], 30 % [[hatBaumart::Stieleiche|Stieleichen]], 20 % [[hatBaumart::Esche|Eschen]] und 10 [[hatBaumart::Bergahorn|Bergahornen]].&lt;br /&gt;
Während die Eschen nur von mangelhafter Qualität sind, weisen die [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] und [[hatBaumart::Eiche|Eichen]] meist&lt;br /&gt;
sehr gute Qualität auf. Die mittlere Stufe bedeckt 30 % der Fläche und besteht zu 70 % aus&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Hagebuche|Hagebuchen]], zu 20 % aus [[hatBaumart::Feldahorn|Feldahornen]] und zu 10 % aus [[hatBaumart::Buche|Buchen]]. Ein schwaches Unterholz,&lt;br /&gt;
welches für die Verjüngung unbrauchbar ist, beinhaltet 70 % horstweise vertretene [[hatBaumart::Stieleiche|Stieleichen]],&lt;br /&gt;
20 % gruppenweise beigemischte [[hatBaumart::Esche|Eschen]] und 10 % truppweise beigemischte [[hatBaumart::Fichte|Fichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Kurzformel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.8_Weitere_Eigenschaften&amp;diff=6745</id>
		<title>3.1.8 Weitere Eigenschaften</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.8_Weitere_Eigenschaften&amp;diff=6745"/>
		<updated>2017-02-28T20:32:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beurteilung der [[hatAuslesekriterium::Vitalität]] und des Gesundheitszustandes====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Wahrnehmung von Symptomen der Schwächung des Gesundheitszustandes unserer&lt;br /&gt;
Wälder, bekannt als Waldsterben, spielen die Kenntnis der [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalitätskriterien]] und die Beurteilung&lt;br /&gt;
der [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] und der Wuchskraft unserer Bäume eine immer wichtigere Rolle in der [[Waldbauanalyse|waldbaulichen Analyse]]. Man kann dabei aber nicht genug betonen, dass die Begriffe der [[hatAuslesekriterium::Vitalität]], im&lt;br /&gt;
Sinne von Wuchskraft und Gesundheitszustand sehr schwierig genau zu definieren und noch&lt;br /&gt;
schwieriger anhand von objektiven Kriterien zu messen sind. Genau gesagt handelt es sich um&lt;br /&gt;
Eigenschaften, die das Ergebnis von komplexer Verbindung von endogenen und exogenen&lt;br /&gt;
Einflüssen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Beschreibung des Unterschiedes zwischen einer normalen, d.h. dem Verlauf des&lt;br /&gt;
Lebens entsprechenden Alterung und einer vorzeitigen bzw. abnormalen Alterung ist sehr&lt;br /&gt;
schwierig. Die Alterung ist nicht alleine durch eine Serie von Symptomen charakterisiert. Sie&lt;br /&gt;
beinhaltet nämlich auch eine dynamische Komponente; nämlich die Fähigkeit der Organismen&lt;br /&gt;
zu reagieren und sich von Stresssituationen und [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] wieder erholen zu können[[Referenz::Schütz et al.;1986;Schütz, J.-Ph., Grunder, K., Mandallaz, D., 1986: Die Vitalität von Weisstannen und ihre&lt;br /&gt;
Abhängigkeit von bestandesstrukturellen, ertragskundlichen, ernährungskundlichen und waldbaulichen Variablen. Forstw. Cbl. 105: 406-420.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Grunder, K., Mandallaz, D., 1986: Die [[hatAuslesekriterium::Vitalität]] von [[hatBaumart::Weisstanne|Weisstannen]] und ihre&lt;br /&gt;
Abhängigkeit von bestandesstrukturellen, ertragskundlichen, ernährungskundlichen&lt;br /&gt;
und waldbaulichen Variablen. Forstw. Cbl. 105: 406-420.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiss man seit den fundamentalen Arbeiten von Schaffalitzky von Muckadell (1959)[[Referenz::Schaffalitzky von Muckadell;1959;Schaffalitsky de Muckadell, M., 1959: Investigation on aging of apical meristems in woody plants and its importance in silviculture. Forstl. Forsögsv. Danm. 25: 310-455.| ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Schaffalitsky de Muckadell, M., 1959: Investigation on aging of apical meristems in woody plants and its importance in silviculture. Forstl. Forsögsv. Danm. 25: 310-455.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass es zwischen den verschiedenen Individuen auffällige [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalitätsunterschiede]] gibt, welche&lt;br /&gt;
unabhängig von den erreichten räumlichen und zeitlichen Dimensionen der einzelnen&lt;br /&gt;
Individuen sind. Es gibt offenbar stadial noch junge Individuen, die auch mit hohem&lt;br /&gt;
physikalischem [[Bestandesalter|Alter]] einer guten Reaktionskraft fähig sind, weil sie noch eine genügend hohe [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] haben, vielmehr als andere, die um etliche Jahre jünger sind.&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Vitalität]]&#039;&#039;&#039; soll als Synonym für &#039;&#039;&#039;Lebenskraft&#039;&#039;&#039; und potentielle Entwicklungsfähigkeit&lt;br /&gt;
verstanden werden. Es gibt Labormethoden, um sie annähernd und indirekt zu erfassen. Sie&lt;br /&gt;
können z.B. die Messung der elektrischen Leitfähigkeit des zellulären Protoplasmas nachweisen&lt;br /&gt;
[[Referenz::Herzog und Rotach;1987;Herzog, M., Rotach, P., 1988: Trockenresistenz und Imissionshärte der Weisstanne (Abies alba Mill.). Frühtestuntersuchungen mit vier Provenienzen. Inst. f. Wald- u. Holzforsch., Fachbereich Waldbau, ETH-Z, Zürich, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Herzog, M., Rotach, P., 1988: Trockenresistenz und Imissionshärte der [[hatBaumart::Weisstanne]] (Abies alba Mill.). Frühtestuntersuchungen mit vier Provenienzen. Inst. f. Wald- u. Holzforsch., Fachbereich Waldbau, ETH-Z, Zürich, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies kann unter Verwendung eines relativ einfachen&lt;br /&gt;
Apparates geschehen[[Referenz::Buess;1987;Buess Chr., 1987: Tannennadelprojekt. ETH-Bull. 204: 14-15.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Buess Chr., 1987: Tannennadelprojekt. ETH-Bull. 204: 14-15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings verbleiben solche Methoden naturgemäss&lt;br /&gt;
begrenzt in der Anwendung.&lt;br /&gt;
Bei fehlenden praktischen Methoden nützt man in der waldbaulichen Praxis indirekte&lt;br /&gt;
begutachtliche Methoden, welche das Ergebnis der [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] einschätzen. Bei den wintergrünen&lt;br /&gt;
[[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] kann man die [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] hauptsächlich durch eine Abschätzung der Anzahl noch&lt;br /&gt;
benadelter Jahrestriebe im oberen Kronenbereich relativ gut schätzen. Vor allem für die&lt;br /&gt;
Weisstanne[[hatBaumart::Weisstanne|:Weisstanne]] ist dieses Kriterium eng mit anderen [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalitätskriterien]] verbunden und deshalb für&lt;br /&gt;
sich alleine schon genügend aussagekräftig[[Referenz::Schütz et al.;1986;Schütz, J.-Ph., Grunder, K., Mandallaz, D., 1986: Die Vitalität von Weisstannen und ihre&lt;br /&gt;
Abhängigkeit von bestandesstrukturellen, ertragskundlichen, ernährungskundlichen und waldbaulichen Variablen. Forstw. Cbl. 105: 406-420.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Grunder, K., Mandallaz, D., 1986: Die Vitalität von Weisstannen und ihre&lt;br /&gt;
Abhängigkeit von bestandesstrukturellen, ertragskundlichen, ernährungskundlichen&lt;br /&gt;
und waldbaulichen Variablen. Forstw. Cbl. 105: 406-420.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit den Arbeiten von &lt;br /&gt;
Burger(1928, 1951)[[Referenz::Burger;1928;| ]][[Referenz::Burger;1951;| ]] kennt man für unsere [[hatHolzart::Nadelholz|Hauptnadelbaumarten]] die Anzahl der normalerweise im&lt;br /&gt;
erwachsenen Zustand benadelten Jahrestriebe (siehe Tabelle 3.16). Diese Anzahl variiert&lt;br /&gt;
allerdings beträchtlich in Abhängigkeit der Standortsbedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch weitere Kriterien zur Abschätzung der Vitalität, namentlich die relative Länge der&lt;br /&gt;
Endtriebe in der [[Lichtkrone]] und der Winkel der Baumkrone. Letzterer ist charakteristisch für die&lt;br /&gt;
Entwicklungstendenz des Höhenwachstums, welches sich bei alternden Bäumen lange vor dem&lt;br /&gt;
Dickenwachstum verringert. Es gibt auch Vitalitätsmerkmale, die mit anderen Erscheinungen&lt;br /&gt;
der Alterung verbunden sind. Z.B. geht es um die Bildung von [[hatHolzfehler::Klebast|Klebästen]] ([[hatBaumart::Tanne]], [[hatBaumart::Douglasie]])&lt;br /&gt;
oder neuen Proventivtrieben (sog. Reiterationstriebe). Weiterhin führt die Alterung zur Deformation&lt;br /&gt;
des feinen Verzweigungssystem infolge hormoneller Inhibierung. Dies erlaubt, wie&lt;br /&gt;
Gruber (1987)[[Referenz::Gruber;1987;Gruber, F., 1987: Das Verzweigungssystem und der Nadelfall der Fichte als Grundlage zur Beurteilung von Waldschäden. Ber. Forsch-Zentrum Waldökosysteme- Waldsterben, Reihe A, Bd. 26, 214 p.| ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruber&amp;quot;&amp;gt;Gruber, F., 1987: Das Verzweigungssystem und der Nadelfall der Fichte als Grundlage zur&lt;br /&gt;
Beurteilung von Waldschäden. Ber. Forsch-Zentrum Waldökosysteme- Waldsterben, Reihe A, Bd. 26, 214 p.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der [[hatBaumart::Fichte]] aufgezeigt hat, das Voranschreiten des Seneszenzphänomens in&lt;br /&gt;
Funktion der verschiedenen Verzweigungstypen abzuschätzen (siehe dazu Abb. 3.17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: tabelle_3.16.png|600px]][[hatBaumart::Fichte| ]][[hatBaumart::| ]][[hatBaumart::| ]][[hatBaumart::| ]][[hatBaumart::| ]][[hatBaumart::| ]][[hatBaumart::| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.16:&#039;&#039;&#039; Anzahl der normalerweise benadelten Jahrestriebe bei unseren dauerhaft benadelten [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.17.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.17:&#039;&#039;&#039; Veränderungen des Astverzweigungssystems infolge reduzierter [[hatAuslesekriterium::Vitalität]]. Am Fallbeispiel der [[hatBaumart::Fichte]][[Referenz::Gruber;1987;Gruber, F., 1987: Das Verzweigungssystem und der Nadelfall der Fichte als Grundlage zur Beurteilung von Waldschäden. Ber. Forsch-Zentrum Waldökosysteme- Waldsterben, Reihe A, Bd. 26, 214 p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruber&amp;quot;&amp;gt;Gruber, F., 1987: Das Verzweigungssystem und der Nadelfall der [[hatBaumart::Fichte]] als Grundlage zur Beurteilung von Waldschäden. Ber. Forsch-Zentrum Waldökosysteme-Waldsterben, Reihe A, Bd. 26, 214 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den sommergrünen [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] ist die Alterung viel schwieriger zu beobachten und&lt;br /&gt;
einzuschätzen. Seit den Arbeiten von Thiébaut (1981, 1984, 1985, 1986)[[Referenz::Thiébaut;1981;Thiebaut, B., 1981: Formation des rameaux. In: Le hêtre. Dép. Rech. Forest. INRA, Teissier du&lt;br /&gt;
Cros (Ed.), Paris, INRA, 613 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiebaut, B., 1981: Formation des rameaux. In: Le hêtre. Dép. Rech. Forest. INRA, Teissier du&lt;br /&gt;
Cros (Ed.), Paris, INRA, 613 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut;1984;Thiébaut, B., 1984: Variabilité génétique écologique du hêtre commun (Fagus silvatica L.) dans les milieux montagnards et de haute altitude, en Europe. In: Ecologie des milieux montagnards et de haute altitude. Doc. d&#039;écol. Pyrénéenne III-IV: 513-521.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1984: Variabilité génétique écologique du hêtre commun (Fagus silvatica L.) dans les milieux montagnards et de haute altitude, en Europe. In: Ecologie des milieux montagnards et de haute altitude. Doc. d&#039;écol. Pyrénéenne III-IV: 513-521.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut;1985;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut;1986;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique, approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique, approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Thiébaut et al. (1983,1984)[[Referenz::Thiébaut et al.;1983;Thiébaut, B., Puech, S., 1983: Développement du hêtre commun (Fagus silvatica L.). Morphologie et architecture de l&#039;arbre. 1. Le développement des plants. Rev. forest. Fr. 35, 6: 443-451.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Puech, S., 1983: Développement du hêtre commun (Fagus silvatica L.). Morphologie et architecture de l&#039;arbre. 1. Le développement des plants. Rev. forest. Fr. 35, 6: 443-451.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut et al.;1984;Thiébaut, B., Puech, S., 1984: Développmment du hêtre commun (Fagus silvatica L.). Morphologie et architecture de l&#039;arbre. développement des arbres. Rev. forest. Fr. 36, 1: 45-47.| ]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Puech, S., 1984: Développmment du hêtre commun (Fagus silvatica L.). Morphologie et architecture de l&#039;arbre. développement des arbres. Rev. forest. Fr. 36, 1: 45-47.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Dupré et al. (1986)[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Roloff (1985)[[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter&lt;br /&gt;
besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]referenz||1985}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roloff&amp;quot;&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter&lt;br /&gt;
besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;, besonders über die [[hatBaumart::Buche]], weiss man jedoch die Veränderungen der neuen Astverzweigung und damit der Kronenarchitektur zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Inhibierung der Verzweigung führt zuerst zu einer Bildung von sogenannten Peitschentrieben,&lt;br /&gt;
dann zu Ketten von Kurzkrallentrieben und schlussendlich zur vollständigen Degeneration&lt;br /&gt;
der Verzweigung und damit der Krone (siehe Abb. 3.18). Alle diese Formen sind v.a. im&lt;br /&gt;
winterlichen, d.h. laublosen Zustand relativ gut erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.18.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.18 :&#039;&#039;&#039; [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalitätsklassen]] bei der [[hatBaumart::Buche]] aufgrund der Veränderung und Degenerierung des Feinverzweigungssystems. nach Roloff (1985)[[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter&lt;br /&gt;
besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]referenz|Roloff|1985}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roloff&amp;quot;&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen.Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Vitalität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.6_Die_Bestockungsdichte&amp;diff=6744</id>
		<title>3.1.6 Die Bestockungsdichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.6_Die_Bestockungsdichte&amp;diff=6744"/>
		<updated>2017-02-28T20:31:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff [[Schlussgrad]] versteht man das Mass der Bedrängung der Kronen innerhalb&lt;br /&gt;
derselben Schicht. Der Begriff ist natürlich besonders für Bestände mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann den &#039;&#039;&#039;[[Schlussgrad]]&#039;&#039;&#039; durch ein Dichtemass definieren, aber auch verbal auf folgende Art:&lt;br /&gt;
(siehe dazu auch Abb. 3.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[hatSchlussgrad::Gedrängt|gedrängt]]:&#039;&#039;&#039; Die Kronen konkurrenzieren sich seitlich so stark, dass ihre normale, regelmässige Entwicklung nicht mehr gewährleistet ist; und dass deshalb vorwiegend asymmetrische, einseitige, deformierte und kurze Kronen ([[Kronenlänge]] unter ¼ der Baumlänge) entstehen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[hatSchlussgrad::Normal|normal]]:&#039;&#039;&#039; Die meisten Kronen weisen eine [[Kronenlänge|Kronenlänge]] von &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; - &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; der Baumlänge auf. Die Kronen berühren sich. Zwischen den Kronen gibt es einzelne Zwischenräume. &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[hatSchlussgrad::Licht|licht]]:&#039;&#039;&#039; Zwischen den einzelnen Kronen bestehen kleine Lücken, die jedoch so gering sind, dass noch eine gegenseitige Beeinflussung der Kronen, z.B. in Form von Beschattung oder Berührung bei Wind besteht.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[hatSchlussgrad::Locker|locker]]:&#039;&#039;&#039; Zwischen den einzelnen Kronen bestehen so grosse Zwischenräume, dass eine gegenseitige Beeinflussung praktisch wegfällt. Es besteht zwar noch eine geringe gegenseitige Beschattung aber keine Berührung mehr bei Wind. Die vorhandenen Zwischenräume sind allerdings noch nicht so gross, um ganze normale Kronen einschieben zu können.&lt;br /&gt;
*räumig: Es kann nicht mehr von einem eigentlichen [[Kronenschluss|Kronenschluss]] gesprochen werden. Die Kronen sind aber noch ziemlich regelmässig verteilt. Einige Zwischenräume wären gross genug, um ganze Kronen einschieben zu können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Lückig|lückig]]:&#039;&#039;&#039; Der [[Kronenschluss]] weist so grosse Unterbrechungen, d.h. Löcher, auf, dass an jenen Stellen die Kronen mehrerer Bäume eingeschoben werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.8:&#039;&#039;&#039; Die [[Schlussgrad|Schlussgrade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Numerische Ausdrücke der [[Bestandesdichte]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl für eine rasche Schätzung der gesamten [[Bestandesdichte]], wie auch für wissenschaftliche&lt;br /&gt;
Studien der [[Wettbewerb|Wettbewerbsphänomene]], ist es notwendig, Ausdrücke für die Dichte zu&lt;br /&gt;
definieren, welche unabhängig vom [[Bestandesalter|Alter]] und vom Entwicklungszustand sind. Je nach&lt;br /&gt;
Ansprüchen verwendet man die folgenden verschiedenen numerischen Grössen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Deckungsgrad]]&#039;&#039;&#039; beschreibt jenen Anteil der Bestandesfläche, der durch die senkrechte&lt;br /&gt;
Kronenprojektion bedeckt ist. Er ist der Quotient aus der Summe aller Kronenprojektionen&lt;br /&gt;
(ohne Berücksichtigung der Kronenüberschneidungen) und der Gesamtfläche. Ein [[Deckungsgrad]]&lt;br /&gt;
von 1.0 bedeutet, dass die gesamte Fläche des Waldbodens in mindestens einfacher&lt;br /&gt;
Weise von Kronen überschirmt ist. Da gemäss Definition der [[Deckungsgrad]] mehrfache&lt;br /&gt;
Überschirmungen nicht berücksichtigt, kann er den Wert von 1.0 nicht übersteigen (siehe dazu&lt;br /&gt;
Abb. 3.9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.9_3.10.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Deckungsgrad]] lässt sich gutachtlich relativ leicht und rasch im Wald abschätzen. Dazu&lt;br /&gt;
schätzt man vorzugsweise zuerst seinen Reziprokwert, nämlich der nicht durch die&lt;br /&gt;
Kronenprojektion bedeckte Flächenanteil. Der [[Deckungsgrad]] eignet sich besonders bei&lt;br /&gt;
[[Bestandesbeschreibung|Bestandesbeschreibungen]]; und zwar sowohl für die Gesamtheit eines Bestandes wie auch für&lt;br /&gt;
die einzelnen [[Schicht|Schichten]] oder [[Höhenklasse|Höhenklassen]]. In diesem Fall entspricht die Summe der [[Deckungsgrad|Deckungsgrade]] der verschiedenen [[Schicht|Schichten]] oder [[Höhenklasse|Höhenklassen]] logischerweise nicht dem&lt;br /&gt;
[[Deckungsgrad]] das gesamten Bestandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Beschirmungsgrad]]&#039;&#039;&#039; ist eine ähnliche Grösse wie der [[Deckungsgrad]], allerdings mit dem&lt;br /&gt;
entscheidenden Unterschied, dass hier die mehrfachen Überschirmungen mitberücksichtigt&lt;br /&gt;
werden (siehe Abb. 3.10). Man definiert ihn als Quotient aus der Summe der ganzen Kronenprojektionen&lt;br /&gt;
aller Bäume des Bestandes und der Bestandesfläche. Diese Grösse ist für&lt;br /&gt;
numerische Verwendungen besonders angebracht, bei Vorliegen von Messungen der&lt;br /&gt;
Kronenbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum [[Deckungsgrad]] kann der [[Beschirmungsgrad]] den Wert von 1.0 manchmal&lt;br /&gt;
sehr deutlich überschreiten. Zwischen dem [[Deckungsgrad]] und dem [[Beschirmungsgrad]] von [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Beständen besteht gemäss Assmann (1961)[[Referenz::Assman;1961;| ]], eine Differenz von ungefähr 17-&lt;br /&gt;
18%. Gemäss unseren eigenen Beobachtungen liegt er in jungen Beständen nach Pflegeeingriffen&lt;br /&gt;
mittlerer Eingriffsstärke etwa bei 1,25. Im Falle von kräftigen Eingriffen ist noch etwa&lt;br /&gt;
ein [[Beschirmungsgrad]] von 1,10 zu erwarten, während man nach schwachen Eingriffen noch&lt;br /&gt;
etwa mit einem Wert von 1,40 rechnen kann. In [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]], insbesondere im&lt;br /&gt;
Plenterwald, kann er den Wert 2.0 oder mehr erreichen (siehe Abb. 3.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:abb_3.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.11:&#039;&#039;&#039; Unterschiede zwischen [[Deckungsgrad]] und [[Beschirmungsgrad]] am Beispiel von zwei [[Plenterwald|Plenterwäldern]]. Aufriss der Kronenprojektionen. (nach Schütz, 1979)[[Referenz::Schütz;1979;Schütz, J.-Ph., 1979: Le chêne est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z.Forstwes. 130, 12: 1047-1070.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1979: Le [[hatBaumart::Eiche|chêne]] est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z.Forstwes. 130, 12: 1047-1070.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Plenterwald]] von Les Joux (Oben) weist einen [[Beschirmungsgrad]] von 0,76 und einen [[Deckungsgrad]] von 0,65 auf. Der dichtere [[Plenterwald]] von Steffisburg (unten) weist einen [[Beschirmungsgrad]] von 1,71 und einen [[Deckungsgrad]] von 0,85 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Bestockungsgrad]]&#039;&#039;&#039; ist ein Ausdruck der [[Bestockungsgrad|Bestockungsdichte]] bei Betrachtung ihrer Produktion, d.h. unter Zugrundelegung einer Ertragstafel. Er gibt das Verhältnis zwischen der tatsächlich vorhandenen Grundfläche eines konkreten Bestandes und der theoretischen Grundfläche der Ertragstafel (Referenzmodellbestand) an, bei entsprechendem [[Bestandesalter|Alter]] und Bonität. Der [[Bestockungsgrad]] dient hauptsächlich als Bezugsgrösse für die Anpassung der Zuwachsschätzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren noch viele andere Ausdrücke für die [[Bestandesdichte|Dichte]], welche mehr oder weniger unabhängig vom Entwicklungszustand sind und hauptsächlich für Forschungsarbeiten gebraucht werden. Es sollen hier drei davon genannt werden, welche ein gewisses Interesse hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der [[Abstandskoeffizient]] von Hart und Becking====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hart (1928)[[Referenz::Hart;1928;Hart, H.M.F., 1928: Stamtal en dunning, Een orienteerend onderzoek naar de beste plantwijdte en dunningswijze voor den djati. Veenman &amp;amp; Zonen, Wageningen, 219 S.| ]]ref&amp;gt;Hart, H.M.F., 1928: Stamtal en dunning, Een orienteerend onderzoek naar de beste plantwijdte en dunningswijze voor den djati. Veenman &amp;amp; Zonen, Wageningen, 219 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; und später Becking (1952)[[Referenz::Becking;1952;Becking, J.H., 1952: The economy of heavy thinning in Douglas-fir plantations (Neederl.). Nederl. Boschbouw Tidjschrift 24, 10: 257-269.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Becking, J.H., 1952: The economy of heavy thinning in Douglas-fir plantations (Neederl.). Nederl. Boschbouw Tidjschrift 24, 10: 257-269.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben einen  bestandskoeffizienten k entwickelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;k = A / (Ho∗100)&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei A der mittlere (quadratische) Abstand zwischen den Bäumen eines Bestandes. Er ist gleich 100 / N;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N die Stammzahl / ha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Ho die [[Oberhöhe]] (m) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k bezeichnet den relativen Abstand der Bäume proportional zur Höhe des Bestandes. Dieser&lt;br /&gt;
Koeffizient wurde ursprünglich für die Charakterisierung der [[Bestandessichte|Dichte]] junger Bestände gebraucht.&lt;br /&gt;
Da die Beziehung zwischen der Bestandeshöhe und der Dimension der Kronen oder dem&lt;br /&gt;
Abstand der Bäume nicht konstant ist, verändert sich der Koeffizient mit dem [[Bestandesalter|Alter]] und damit&lt;br /&gt;
weist er gewisse Grenzen auf. Der Gebrauch dieses Koeffizienten ist insbesondere unangebracht,&lt;br /&gt;
wenn der Höhenzuwachs bereits abgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der [[Mittlere Baumabstand|mittlere Baumabstand]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er leicht zu veranschaulichen ist, ist der [[Mittlere Baumabstand|mittlere Abstand]] der Bäume eines Bestandes ohne&lt;br /&gt;
Zweifel eines der einfachsten Kriterien zur Beschreibung der [[Bestandesdichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bäume eines Bestandes optimal verteilt sind, (Dreiecksverteilung, d.h. Besetzung der&lt;br /&gt;
Eckpunkte von gleichseitigen Dreiecken), so gilt die folgende Formel für die durchschnittliche,&lt;br /&gt;
von einem Baum eingenommene Fläche (a2) als Quadrat des Abstandes a:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;a&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; = ( 10000 ∗ 2 √3 ) / N = ( 10000 ∗ 1,155 ) / N&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;N entspricht dabei der Stammzahl pro ha.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit beträgt der Raumausnützungsfaktor nicht immer genau 1.155 (d.h. 2 * [[Wurzel|Wurzel]] 3), sondern nähert sich in alten Beständen dem Wert von 1.05[[Referenz::Schütz;1985;Schütz, J.-Ph., 1985: La production de bois de qualité dans la forêt jardinée. Ann. Gembloux 91: 147-161.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1985: La production de bois de qualité dans la forêt jardinée. Ann. Gembloux 91: 147-161.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mittlere Abstand (a) zwischen den Bäumen beträgt also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;a = √ ( 11550 / N ) = 107,5 / √ N .&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die [[Kronenbedrängungsgrad]] (Schütz, 1984)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Schütz;1984;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestanesdichte und der Durchforstungsstärke. Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Koeffizient, welcher anhand der Messungen der Kronenprojektionen berechnet wird, gibt&lt;br /&gt;
die mittlere gegenseitige Überdeckung der Kronenprojektion an; und zwar in % des mittleren&lt;br /&gt;
Abstandes zwischen den Kronen (oder in % des mittleren Kronendurchmessers).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;K&amp;lt;sub&amp;gt;BG&amp;lt;/sub&amp;gt; = KD ∗ √ N / 107.5&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;KD ist dabei die mittlere Kronenbreite.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;N die Stammzahl pro ha.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein K&amp;lt;sub&amp;gt;BG&amp;lt;/sub&amp;gt; von 1,1 zeigt an, dass sich die Kronen im Mittel auf 10% ihrer Breite überschneiden. Die&lt;br /&gt;
Vorteile dieser Formel liegen in der konkreten Darstellung des seitlichen [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]&lt;br /&gt;
zwischen den Kronen und der Tatsache, dass die Grössen direkt im Bestand geschätzt oder&lt;br /&gt;
gemessen werden können. Eine direkte Messung der Kronenprojektionen ist nicht unbedingt&lt;br /&gt;
notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss unseren Beobachtungen in relativ jungen, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen Beständen]], variieren die [[Kronenbedrängungsgrad|Kronenbedrängungsgrade]] KKB zwischen folgenden Werten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1,0 zeigt in [[Pflanzung|Pflanzungen]], dass der Moment des [[Bestandesschluss|Bestandesschlusses]] erreicht ist. In älteren Beständen zeigt dieser Wert der Beginn einer Unterbrechung des Kronenschlusses an.&lt;br /&gt;
*1,1 entspricht der [[Bestockungsgrad|Bestockungsdichte]] nach kräftigen Pflegeeingriffen.&lt;br /&gt;
*1,2 ist die Dichte von normal gepflegtem [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]] und [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Baumholz|schwachem Baumholz]].&lt;br /&gt;
*1,8 ist die maximale Dichte von selbstbelassenen Beständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Schlussgrad]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesdichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1_Grundeinheit_und_operative_Einordnung&amp;diff=6743</id>
		<title>3.1 Grundeinheit und operative Einordnung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1_Grundeinheit_und_operative_Einordnung&amp;diff=6743"/>
		<updated>2017-02-28T20:29:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim der Beschreibung geht es darum, sich nicht in unwesentlichen Details zu verlieren,&lt;br /&gt;
sondern die elementaren Einheiten zu definieren. Dabei handelt es sich um Waldpartien, die&lt;br /&gt;
genügend homogen sind, so dass ihnen jeweils eine bestimmte waldbauliche Behandlung&lt;br /&gt;
zugewiesen werden kann. Wie wir im [[1.4.1 Der Bestand als Grundeinheit der waldbaulichen Behandlung|Abschnitt 1.4.1]] gesehen haben, ist diese Grundeinheit als&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bestand&#039;&#039;&#039; bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kleinere Einheiten als der Bestand====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade Jungbestockungen, d.h. vor allem [[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs|Jungwüchse]], [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]] und [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwache&lt;br /&gt;
Stangenhölzer]] weisen oft kleinere Ausdehnungen als eine halbe Hektare auf. Sie verlangen&lt;br /&gt;
aber nichtsdestotrotz spezielle ausgewiesene Pflegeeingriffe. Die Ausscheidung solcher&lt;br /&gt;
Flächen als operationelle Einheiten wird nicht durch eine Minimalfläche begrenzt, sondern von&lt;br /&gt;
der effektiven, zusammenhängenden Ausdehnung der entsprechenden Entwicklungsstufe, mit&lt;br /&gt;
Ausnahme von zu kleinen Flächen für eine waldbauliche, langfristige Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese elementaren Einheiten, d.h. die [[Jungwald]]flächeneinheiten mit eigenständigen Pflegezielen&lt;br /&gt;
und die einzelnen Bestände stellen die kleinsten operationellen Bausteine dar und bilden&lt;br /&gt;
somit die elementaren Einheiten des Waldes. Sie werden Bestockungseinheiten genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übertragen auf die operationelle Ebene, spricht man im Rahmen der waldbaulichen Planung&lt;br /&gt;
von Pflegeeinheiten, da jeder Bestockungseinheit aufgrund ihrer individuellen physionomischen&lt;br /&gt;
Eigenschaften ein bestimmter Pflegeeingriff zugeordnet werden kann. Siehe dazu Tabelle 3.1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:tabelle_3.1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.1&#039;&#039;&#039;: Ebenen für die waldbauliche Analyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auch sehen==&lt;br /&gt;
*[[3.1.1 Typologische Kriterien]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.2 Grundformen]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.3 Entwicklungskriterien]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.4 Strukturkriterien]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.5 Die soziale Hierarchie oder soziale Stellung in gleichförmigen Beständen]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.6 Die Bestockungsdichte]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.7 Aggregationskriterien (sog. Textur der Bestockungen)]]&lt;br /&gt;
*[[3.1.8 Weitere Eigenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.4.3._M%C3%B6glichkeiten_der_Waldbaulichen_Kontrolle_der_Klebastbildung&amp;diff=6742</id>
		<title>2.4.3. Möglichkeiten der Waldbaulichen Kontrolle der Klebastbildung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.4.3._M%C3%B6glichkeiten_der_Waldbaulichen_Kontrolle_der_Klebastbildung&amp;diff=6742"/>
		<updated>2017-02-28T20:29:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mechanische Entfernung von Wasserreisern erweist sich als völlig illusorisch, es sei denn,&lt;br /&gt;
sie sind noch nicht verholzt[[Referenz::Evans;1983;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans&amp;quot;&amp;gt;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In solchen Fällen bilden sich auf dem Wundgewebe&lt;br /&gt;
von entfernten Wasserreisern Adventivknospen, welche meist wieder zur Bildung von neuen&lt;br /&gt;
Wasserreisern bzw. Klebästen führen. Verschiedene andere technische Schutzmassnahmen,&lt;br /&gt;
wie etwa das Überpinseln des Stammes mit Anstrichmitteln oder die Einwicklung der Stämme&lt;br /&gt;
mit Polyäthylenfolien haben sich als erfolglos erwiesen[[Referenz::Evans;1983;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans&amp;quot;&amp;gt;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen technischen Massnahmen versprechen waldbauliche Mittel mehr&lt;br /&gt;
Erfolg. Die Förderung von kräftigen, vitalen Bäumen mit gut entwickelten Kronen durch [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] versichert ein guter physiologischer Zustand und ein ausgeglichener&lt;br /&gt;
Hormonhaushalt der Bäume und garantiert somit die Aufrechterhaltung der Dormanz der&lt;br /&gt;
schlafenden Knospen. Das ist der Grund, warum beim Qualitätswaldbau mit klebastanfälligen&lt;br /&gt;
Baumarten (z.B. [[hatBaumart::Eiche]]) kräftige Pflegeeingriffe ab [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholz]] zu empfehlen sind. Andererseits&lt;br /&gt;
ist die Begründung bzw. Förderung eines erzieherischen [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] die wirksamste&lt;br /&gt;
Massnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Form der Sicherstellung von klebastfreien Stämmen geht über die Förderung einer&lt;br /&gt;
guten Umhüllung der Hauptstämme durch sozial untergeordnete Elemente einer Bestockung&lt;br /&gt;
(oder [[Nebenbestand]]). Als [[Nebenbestand]] versteht man die sich im Unterwuchs einstellende und&lt;br /&gt;
sozial untergeordnete Baumbestockung, welche sich von Beginn an oder wesentlich später&lt;br /&gt;
einstellt. Je nach der [[Funktion des Nebenbestandes]] unterscheidet man zwischen [[Nebenbestand|Nebenbestand]] mit [[hatFunktion des Nebenbestandes::Bodenverbesserung|bodenpflegerischen]], [[hatFunktion des Nebenbestandes::Erziehung|stammerzieherischen Funktionen]] oder die einer [[hatFunktion des Nebenbestandes::Additive Produktion|additiven Produktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatFunktion des Nebenbestandes:: Bodenverbesserung|Nebenbestand mit bodenverbessernder Funktion]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast allen Bestandestypen ist die Anwesenheit im [[Unterstand]] von nützlichen, kommensalen&lt;br /&gt;
Begleitbaumarten erwünscht. Dies wird unter anderem aus Gründen der ökologischen [[Diversität]] und zur Vermeidung von allelopathischen Problemen während der Verjüngungsphase angestrebt.&lt;br /&gt;
Diese Begleitbaumarten sollen dabei vorzugsweise in untergeordneter [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialer&lt;br /&gt;
Stellung]], im Unterholz bis in der Mittelschicht bleiben. Wenn der [[Nebenbestand]] aus [[hatFunktion des Nebenbestandes|Bodenverbesserung|boden- und&lt;br /&gt;
bestandesklimaverbessernden]] Baumarten zusammengesetzt ist, trägt er zur Schaffung der&lt;br /&gt;
biologischen Aktivität des Standortes bei (siehe dazu Abb. 2.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies kann besonders auf Standorten mit reduzierter Nährstoffversorgung sehr nützlich sein.&lt;br /&gt;
Günstig wirkend sind dabei Baumarten, deren Laubstreu schnell abgebaut wird, und welche&lt;br /&gt;
zusätzlich den Halbschatten dauerhaft ertragen. Dies sind die [[hatBaumart:: Linde]] und die [[hatBaumart:: Hagebuche]], auf vernässten Böden die [[hatBaumart::Traubenkirsche]] und auf trockeneren Standorten die [[hatBaumart::Elsbeere]]. Wenn&lt;br /&gt;
sich ein solcher [[Nebenbestand]] einmal installiert hat, so bedarf er, mit Ausnahme der&lt;br /&gt;
Lichtdosierung zur Sicherung einer ausreichenden Entwicklung, kaum mehr besonderer&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.20.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.20&#039;&#039;&#039;: Abbaugeschwindigkeit der Streu der Hauptbaumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Scheffer und Ulrich (1960)[[Referenz::Scheffer und Ulrich;1960;Scheffer, P., Ulrich, B., 1960: Lehrbuch der Agrikulturchemie und Bodenkunde. Bd. I:&lt;br /&gt;
Morphologie, Biologie, Chemie und Dynamik des Humus. 2. Aufl., Stuttgart, 266 S. |]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scheffer und Ulrich&amp;quot;&amp;gt;, P., Ulrich, B., 1960: Lehrbuch der Agrikulturchemie und Bodenkunde. Bd. I:&lt;br /&gt;
Morphologie, Biologie, Chemie und Dynamik des Humus. 2. Aufl., Stuttgart, 266 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;; in:&lt;br /&gt;
Ellenberg (1963)[[Referenz::Ellenberg;1963;Ellenberg, H., 1963: Vegetation Mitteleuropa mit den Alpen. Ulmer, Stuttgart, 943 p. | ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ellenberg, H., 1963: Vegetation Mitteleuropa mit den Alpen. Ulmer, Stuttgart, 943 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatFunktion des Nebenbestandes::Additive Produktion|Nebenbestand mit additiver Produktion]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem anderen Fall, nämlich demjenigen, wo der [[Hauptbestand|Hauptbestand]] aus [[hatSchattentoleranz::Lichtbaumart|Lichtbaumarten]] besteht,&lt;br /&gt;
welche während der Phase des starken Wachstums eine [[Lichtkrone|Lichtkrone]] benötigen, die praktisch&lt;br /&gt;
frei von seitlicher [[Wettbewerb|Konkurrenz]] sein muss, wird der vorhandene Wuchsraum nicht vollständig&lt;br /&gt;
ausgenutzt. Somit bleibt genügend Platz und Licht für eine ergänzende, [[hatFunktion des Nebenbestandes::Additive Produktion|zusätzliche Produktion]]&lt;br /&gt;
übrig. Dies ist z.B. unter der [[hatBaumart::Lärche]] und in geringerem Ausmass auch unter der [[hatBaumart::Waldföhre]] der Fall. Um in einem solchen Fall die negativen Einwirkungen der Nebenbaumarten durch&lt;br /&gt;
Einwachsen im Kronenraum zu vermeiden, ist es wünschenswert, dass der [[Nebenbestand]] mit&lt;br /&gt;
einer genügend zeitlichen Verschiebung begründet wird, egal ob er sich natürlich installiert oder&lt;br /&gt;
ob er künstlich eingebracht wird. Geeignete Baumarten sind dabei: [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Hagebuche]], [[hatBaumart::Linde]] oder anderen [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|schattenertragenden Baumarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[hatFunktion des Nebenbestandes::Erziehung|Nebenbestand mit erzieherischer Funktion]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[hatFunktion des Nebenbestandes::Erziehung|Nebenbestand mit erzieherischer Funktion]] ist angebracht für den Schutz gegen Entwicklung von unerwünschten [[hatHolzfehler::Klebast|Klebästen]]. Im Fall einer empfindlichen Baumart soll der [[Nebenbestand]], die Schaftachsen der Elitebäume des [[Hauptbestand|Hauptbestandes]] gut einpacken. In solchen Fall ist der [[Nebenbestand|Nebenbestand]] ein wesentlicher Bestandteil des Produktionskonzeptes. Es ist empfehlenswert,&lt;br /&gt;
ihm schon von Beginn der Gründung des [[Hauptbestand|Hauptbestandes]] einzubringen bzw. während der&lt;br /&gt;
ganzen Phase der Pflegeeingriffe die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Dies gilt&lt;br /&gt;
hauptsächlich für das Waldbauziel der [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]-Qualitätsholzproduktion, aber auch für andere&lt;br /&gt;
Baumarten wie etwa [[hatBaumart::Ulme]] und [[hatBaumart::Linde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem eines solchen [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] mit [[Erziehung|erzieherischer Funktion]] besteht darin, dass er&lt;br /&gt;
einerseits dem [[Hauptbestand]] immer untergeordnet und auf den Wuchsraum unterhalb der&lt;br /&gt;
Kronenschicht der Hauptbaumarten begrenzt bleibt, trotzdem aber praktisch während der&lt;br /&gt;
ganzen Produktionsdauer genügend dicht sein muss, um die Erfüllung seiner Funktion&lt;br /&gt;
gewährleisten zu können. Dazu ist notwendig, dass die Baumarten, welchen diese Rolleübertragen wird, einerseits den Schatten gut ertragen, sich aber andererseits auch nicht zu&lt;br /&gt;
schnell entwickeln, da sonst das Risiko besteht, dass sie in die Kronen der Eichen in der&lt;br /&gt;
Hauptschicht einwachsen. Ferner müssen die Baumarten des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] sich auch&lt;br /&gt;
ausreichend verjüngen können, um eventuelle unvermeidliche bzw. unvorhergesehene [[Ausfall|Ausfälle]] ersetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die [[hatBaumart::Winterlinde]], die [[hatBaumart::Hagebuche]] und die [[hatBaumart::Buche]] können gleichzeitig all diese einschränkenden Anforderungen erfüllen. Auch [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]], namentlich [[hatBaumart::Tanne]] und [[hatBaumart::Fichte]],&lt;br /&gt;
könnten diese Funktionen während einer gewissen Zeit erfüllen. Aus Gründen von&lt;br /&gt;
Verjüngungsschwierigkeiten und insbesondere ihrer Tendenz, zu schnell von unten her in die&lt;br /&gt;
Hauptschicht einzuwachsen und dabei die Kronen der Wertträger zu durchdringen, sind sie&lt;br /&gt;
nicht zu empfehlen. Ferner ist bei den [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] das Risiko zu gross, dass sie in&lt;br /&gt;
Trockenperioden stark in Mitleidenschaft gezogen werden oder gar ganz ausfallen und dadurch&lt;br /&gt;
ihre Funktion nicht mehr ganz erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, aus der Sicht eines aktiven [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]waldbaus mit einer [[Umtriebszeit|Umtriebszeit]] von ungefähr 160&lt;br /&gt;
Jahren, empfiehlt man, im Falle der künstlichen Bestandesbegründung durch [[Pflanzung]], die&lt;br /&gt;
Begleitbaumart ebenfalls gleich zu Beginn, d.h. gleichzeitig mit den [[hatBaumart::Eiche|Eichen]] einzubringen. Die&lt;br /&gt;
untergeordnete Baumart hat sehr oft die Neigung, schneller als die [[hatBaumart::Eiche]] zu wachsen. Deshalb&lt;br /&gt;
ist es empfehlenswert, die [[Nebenbestand|Nebenbestandesbaumarten]] im Zuge der Jungwuchs- und allenfalls&lt;br /&gt;
auch der [[hatPflegemassnahme::Dickungspflege]], wenn nötig sogar mehrere Male, zurückzuschneiden (bzw. zu&lt;br /&gt;
köpfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In natürlich entstandenen [[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs|Jungwüchsen]] soll die Entwicklung der Begleitbaumarten ebenfalls&lt;br /&gt;
sehr früh begünstigt werden. Der [[Nebenbestand]], der ja auf die [[hatSchicht::Unterschicht|Unterschicht]] beschränkt bleiben&lt;br /&gt;
muss und sich nur langsam entwickeln darf, muss aber ab der Stufe der [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzes]] genügend gut entwickelt sein. Da die [[hatBaumart::Eiche|Eichen]] aus erzieherischen Gründen in der Jugend, d.h.&lt;br /&gt;
auf jeden Fall während der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsphase]], noch dicht gehalten werden müssen, soll gut auf&lt;br /&gt;
die Regelung der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] geachtet werden. Man stellt jedenfalls eine gute&lt;br /&gt;
Beziehung zwischen der Dichte des [[hatBaumart::Eiche|Eichen]][[Hauptbestand|hauptbestandes]], ausgedrückt in der Grundfläche,&lt;br /&gt;
und dem Ausmass der Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] fest (siehe Abb. 2.21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.21.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.21&#039;&#039;&#039;: Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] unter [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]bestockungen in Abhängigkeit der Dichte der [[Hauptbestand|Hauptbestockung]] (gemessen an seiner Grundfläche). nach Schütz und Badoux (1979)[[Referenz::Schütz und Badoux;1979;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de [[hatBaumart::Eiche|chênes]] en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit kann man für die Jugenderziehung vorschlagen, die [[hatBaumart::Eiche|Eichen]] vorläufig eher dicht zu&lt;br /&gt;
behalten. Im [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholz]] dagegen, (wenn die [[Erziehung|Erziehung]] der [[hatBaumart::Eiche|Eichen]], d.h. die Bildung ihrer&lt;br /&gt;
Schaftachsen, mehr oder weniger abgeschlossen ist, wird dann die [[Bestandesdichte|Dichte der Bestockung]]&lt;br /&gt;
merklich reduziert, um dadurch die Entwicklung und die Entfaltung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] zu&lt;br /&gt;
sichern. Letztendlich, ab dem starken Stangenholz, wenn sich der [[Nebenbestand]] soweit&lt;br /&gt;
entwickelt hat, dass er seine Funktion der Umhüllung der Stämme der Elitebäume erfüllen kann,&lt;br /&gt;
ist es empfehlenswert, die Stärke der Eingriffe wieder zu mässigen. Die Dichte von derart&lt;br /&gt;
gepflegten [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]beständen folgt damit in der Jugend einem modulierten Verlauf, wie er in der&lt;br /&gt;
Abbildung 2.22 dargestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.22.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.22&#039;&#039;&#039;: Vorgeschlagene [[Bestandessichte|Bestockungsdichten]] bei der waldbaulichen Behandlung von [[hatBaumart::Eiche|Werteichen]], um die Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] zu fördern. nach Schütz und Badoux (1979)[[Referenz::Schütz und Badoux;1979;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141 | ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative besteht die Vorstellung, bei der Bestandesbegründung Samenbäume für den&lt;br /&gt;
[[Nebenbestand]] der Hauptbaumart extensiv zu vermischen (in sehr vereinzelten Truppen),&lt;br /&gt;
welche später für eine natürliche [[hatEntwicklungsstufe::Ansamung]] der [[Nebenbestand|Nebenbestandbaumarten]] sorgen sollen. Eine&lt;br /&gt;
weitere Alternative stellt die Methode der [[hatBaumart::Eiche]] ab der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] in sozial gleichwertiger&lt;br /&gt;
Mischung mit einer anderen [[hatHolzart::Laubholz|Laubbaumart]], vorzugsweise der Hagebuche, die der Gestaltung&lt;br /&gt;
des Wuchs- bzw. Kronenraumes dient, dar. Durch eine entsprechende Pflegepraxis sorgt man&lt;br /&gt;
allerdings dafür, dass die Begleitbaumart nicht zu stark dominiert. Dabei strebt man an, eine&lt;br /&gt;
Grundflächenhaltung des [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]bestandes von nur etwa 8 m2 / ha zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dem auch sei, die Anwesenheit eines gut entwickelten [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] führt zu einer&lt;br /&gt;
Vereinfachung der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriffe]] in den [[hatEntwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] des Stangen- und&lt;br /&gt;
Baumholzes. Die Anwesenheit eines [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] erlaubt in der Tat eine viel feinere&lt;br /&gt;
Dosierung der Kronenbefreiungseingriffe. Um den [[Nebenbestand]] zu begründen, wählt man am&lt;br /&gt;
besten jene der erwähnten Arten, welche sich auf dem fraglichen Standort am wenigsten wohl&lt;br /&gt;
fühlt und welche deshalb unter diesen Bedingungen auch keine allzustarke Wuchskraft ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grösste Schwierigkeit bei der [[Nebenbestand|Nebenbestandespflege]] ist die Sicherung einer genügenden&lt;br /&gt;
[[Bestandesstabilität|Stabilität]]. Da die [[Nebenbestand|Nebenbestandesbäume]] im Halbschatten aufwachsen, haben sie die Tendenz,&lt;br /&gt;
sehr zierlich und feinwüchsig zu bleiben und unter Schneefällen oder starken Gewitterregen zu&lt;br /&gt;
leiden. Eine genügende Stabilität des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] erreicht man am besten, indem man&lt;br /&gt;
eine [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Struktur]] anstrebt. Dazu kann man, neben anderen Massnahmen zur Stabilisierung,&lt;br /&gt;
auch das [[hatPflegemassnahme::Köpfen|Köpfen]] bzw. ein Zurückschneiden der Krone der [[nebenbestand|Nebenbestandesbäume]] ins Auge&lt;br /&gt;
fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category: Nebenbestand]]&lt;br /&gt;
[[Category: Funktion des Nebenbestandes]]&lt;br /&gt;
[[Category: Klebast]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=6741</id>
		<title>2.2.3 Umsetzungstendenzen der sozialen Stellung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=6741"/>
		<updated>2017-02-28T20:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die&lt;br /&gt;
Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen&lt;br /&gt;
der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]]: &#039;&#039;&#039;[[Umsetzung]]&#039;&#039;&#039;. Die [[Umsetzung|Umsetzungen]] fallen sowohl [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positiv]] wie [[hatUmsetzung::Negative Umsetzung|negativ]] aus. Die&lt;br /&gt;
sozialen [[Umsetzung|Umsetzungen]] hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer&lt;br /&gt;
des dadurch erzeugten [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen,&lt;br /&gt;
die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe&lt;br /&gt;
aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise&lt;br /&gt;
ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der&lt;br /&gt;
Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits&lt;br /&gt;
den sog. [[Oberstand]] ([[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] und [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschende]]) und andererseits den von [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|beherrschten]] und [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|unterdrückten]] gebildeten [[Unterstand]]. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des&lt;br /&gt;
[[Oberstand|Oberstandes]] ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der&lt;br /&gt;
Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung&lt;br /&gt;
statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum&lt;br /&gt;
Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder [[Nebenbestand]] fällt dabei ausser&lt;br /&gt;
Betrachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen&lt;br /&gt;
Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen,&lt;br /&gt;
oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien&lt;br /&gt;
([[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs]], [[hatEntwicklungsstufe::Dickung]]) der Status des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|Herrschenden]] zufällig oder Ausdruck der besseren&lt;br /&gt;
Veranlagung ist. [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat für [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus [[Pflanzung]] entstanden&lt;br /&gt;
sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe Abb. 2.6). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als&lt;br /&gt;
Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die&lt;br /&gt;
soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der&lt;br /&gt;
Durchschnitt[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der [[hatBaumart::Weisstanne]] (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte bei der [[hatBaumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|Schattenbaumart]] zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck&lt;br /&gt;
der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die&lt;br /&gt;
Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der [[Pflanzung]] erfolgten&lt;br /&gt;
Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen&lt;br /&gt;
Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.6.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 2.6:&#039;&#039;&#039; Veränderung der sozialen Positionen in einer [[hatBaumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10&lt;br /&gt;
Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981)[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmass der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] in der Bestockung dürfte soziale Positionsänderungen und&lt;br /&gt;
sowohl [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positive]] wie [[hatUmsetzung::Negative Umsetzung|negative Umsetzungen]] beeinflussen. In einem weiteren Versuch mit&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] konnte Delvaux (1981) [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, dass die soziale Hierarchie anders läuft, wenn man den [[Wettbewerb]] kontrolliert oder wenn kein [[Wettbewerb]] herrscht. Ohne allzu starker [[Wettbewerb]] setzen sich ursprünglich [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschende]] wesentlich positiver um. Das bedeutet, dass [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschende]] durchaus eine Chance besitzen, gute Leistungen zu erzeugen, wenn sie nicht zufälligerweise durch Nachbarn in dieser Entwicklung verdrängt wurden (siehe Abb. 2.7). Dadurch wird die entscheidende Wirkung des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] auf die Regulierung der sozialen Hierarchie innerhalb einer Bestockung aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.7.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.7&#039;&#039;&#039;: Soziale Entwicklung&lt;br /&gt;
unterschiedlicher sozialen Klassen in&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] mit und ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] zwischen 5 und 8 Jahren.&lt;br /&gt;
Bestimmend für die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]]&lt;br /&gt;
ist die erreichte Höhe (in Abzisse). Die&lt;br /&gt;
zwei Kollektive D (Dominierende am&lt;br /&gt;
Versuchsbeginn) und M ([[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschende]])&lt;br /&gt;
weisen vier Jahre nachher&lt;br /&gt;
eine andere Höhenposition auf, wenn&lt;br /&gt;
sie in hohen [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
wachsen (kleine Buchstaben)&lt;br /&gt;
im Gegensatz zu Wuchs ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb|Konkurrenz]] (grosse Buchstaben). Der&lt;br /&gt;
bessere Teil der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschenden]] ohne [[Wettbewerb|Konkurrenz]] (M) erreicht grössere&lt;br /&gt;
Höhen als einige ursprünlich&lt;br /&gt;
Dominierende (D) wie auch Konkurrenzierte&lt;br /&gt;
(d).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange, wie oft und in welchem Ausmass [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden, ist für die&lt;br /&gt;
Ausrichtung der Waldpflege durch Stammzahlentnahmen von Bedeutung (Erdünnerungen&lt;br /&gt;
bzw. [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]]). Dabei soll zwischen jungen Bestockungen ([[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]] bis&lt;br /&gt;
[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]]) und erwachsenen, auch älteren Bestockungen unterschieden werden.&lt;br /&gt;
Ferlin und Bobinac, (1999)[[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen am Beispiel eines Eichenbestands im [[Bestandesalter|Alter]] von zwischen 33&lt;br /&gt;
und 54 Jahren (Abb. 2.8), dass die [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Klassen]] (hier dargestellt mit dem Durchmesser =&lt;br /&gt;
Grösse der Ringe oder dem Durchmesserzuwachs = Dicke der Ringe) recht homogen auf der&lt;br /&gt;
ganzen Fläche verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.8&#039;&#039;&#039;: Räumliche Verteilung&lt;br /&gt;
und soziale Differenzierung der&lt;br /&gt;
Bäume in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]-[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]] zwischen&lt;br /&gt;
33 und 54 Jahren.&lt;br /&gt;
Gilt für 54-jähriges [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]-&lt;br /&gt;
[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz]], Versuchsfläche&lt;br /&gt;
Donji-Srem (Kroatien)&lt;br /&gt;
Dargestellt sind nur die 25 %&lt;br /&gt;
stärksten Bäume der Population&lt;br /&gt;
nach Ferlin und Bobinac (1999) [[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Umsetzung|Umsetzungen]] in Jungbestockungen (bis [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]])&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiten bezeugen, dass [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] in der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] (bis ca. 10 m Höhe)&lt;br /&gt;
und sogar in [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]] (bis etwa 20 m Höhe) noch möglich sind, und zwar sowohl bei&lt;br /&gt;
Licht- als auch bei Schattenbaumarten. So berichten Leibundgut (1976)[[Referenz::Leibundgut;1976;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Eichendickungen]],&lt;br /&gt;
dass grosse Veränderungen der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] vorkommen. In diesen verhältnismässig&lt;br /&gt;
dichten [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]], welche aus [[Naturverjüngung]] hervorgegangen sind, sind 20 bis 40 % der&lt;br /&gt;
Bäume, welche am Ende der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] die obere Kronenschicht bilden, sozial von der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] in die [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] Klasse aufgestiegen. Sie haben sich damit, in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 6 bis 8 Jahren, sozial [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positiv umgesetzt]]. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Spellmann und Diest (1990)[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von [[Z-Baum]]-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten [[hatBaumart::Eiche|Eichen]]-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[hatBaumart::Eiche|Jungeichenbestockungen]] in Norddeutschland. Bei [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|Schattenbaumarten]] zeigen Thiébaut et al (1992) [[Referenz::Thiébault et al.;1992;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de [[hatBaumart::Buche|hêtre]] (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Buchen aus [[Naturverjüngung]], entstanden zwischen [[Bestandesalter|Alter]] 2 und 18, zahlreiche soziale [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] und zwar im Sinne von grösseren Auf- wie auch Abstiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbaumarten]] zeigen die Beobachtungen von Ganther (1983)[[Referenz::Ganther;1983;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
[[Umsetzung]] und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten [[hatBaumart::Föhre|Föhren-]] Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[hatBaumart::Föhre|Waldföhren]]-[[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]]&lt;br /&gt;
mit sehr unterschiedlicher [[Bestandesdichte|Dichte]], zwischen 7000 und 70´000 Stämmen pro Hektare, dass bei&lt;br /&gt;
einem [[Bestandesalter]] von 15 Jahren der Anteil der Bäume im [[Category:Oberstand]], welche in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 9 Jahren ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verbessern, zwischen 30 und 54 % liegt. Der Anteil&lt;br /&gt;
der sozial aufgestiegenen Bäume war manchmal sogar noch grösser als derjenige der&lt;br /&gt;
abgestiegenen Bäume. Schon Wagenknecht (1940)[[Referenz::Wagenknecht1940;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte analoge Ergebnisse erhalten und daraus folgernd geschätzt, dass in [[hatBaumart::Föhre|Föhrendickungen]] einzelne Bäume auch einen Wachstumsrückstand&lt;br /&gt;
(gegenüber den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Bäumen) von bis zu 40 cm noch vollständig aufholen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngeren Bestockungen, d.h. vom [[hatEntwicklungsstufe::Jungwuchs]] bis [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwache Stangenholzstufe]] sind soziale [[Umsetzung|Umsetzungen]] möglich, insbesondere bei [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|schattenertragenden Baumarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Umsetzung|Umsetzungen]] in erwachsenen Bestockungen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Wuchskraft mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] abnimmt, haben die nichtherrschenden Bäume&lt;br /&gt;
immer weniger Chancen, ihren Rückstand wettzumachen und somit sozial aufzusteigen. Man&lt;br /&gt;
geht generell davon aus, wenn einmal die sozialen Positionen gebildet sind und sich gefestigt&lt;br /&gt;
haben, so etwa ab Lebenshälfte, kaum mehr [[hatUmsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Umsetzung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.1_Kronenschluss_und_Beginn_des_Wettbewerbes&amp;diff=6740</id>
		<title>2.2.1 Kronenschluss und Beginn des Wettbewerbes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.1_Kronenschluss_und_Beginn_des_Wettbewerbes&amp;diff=6740"/>
		<updated>2017-02-28T20:25:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel bilden die Bäume eine kompakte Kronenschicht während der [[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsphase]]. Der&lt;br /&gt;
sog. &#039;&#039;&#039;[[Kronenschluss]]&#039;&#039;&#039; wird dann erreicht. Er stellt ein entscheidendes Ereignis dar, da er den&lt;br /&gt;
Beginn des kollektiven Lebens einerseits, aber auch den &#039;&#039;&#039;Beginn des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]&#039;&#039;&#039; im&lt;br /&gt;
Kronenbereich andererseits anzeigt. Mit zunehmenden Höhen brauchen die Bäume immer&lt;br /&gt;
grössere Kronen und entsprechende Standräume. Bis zum Zeitpunkt des Kronenkontaktes&lt;br /&gt;
müssen sich die Jungbäume einer [[Pflanzung]] lediglich gegen die [[Wettbewerb|Konkurrenz]] der Schlagflora&lt;br /&gt;
durchsetzen. Sie konzentrieren ihre Kräfte auf die Entwicklung ihres Wurzelsystems. Das&lt;br /&gt;
Erreichen des Kronenschlusses ist als eher günstig als nachteilig zu betrachten. Mit der&lt;br /&gt;
Entstehung eines geschlossenen Kronenschirmes wird verhindert, dass die Sonnenstrahlung&lt;br /&gt;
direkt auf den Boden gelangt, und es wird ein Mikroklima geschaffen, das eine auf die Pflanzen&lt;br /&gt;
und die biologische Aktivität günstig wirkende Luftfeuchtigkeit erzeugt. Zahlreiche Beobachtungen&lt;br /&gt;
zeigen, dass die Jungbäume nach Erreichen des Kronenschlusses schneller wachsen&lt;br /&gt;
als breitständige vergleichbare [[Pflanzung|Pflanzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Kronenschluss]] beginnt aber der [[Wettbewerb]] zwischen den Individuen. Er nimmt umso&lt;br /&gt;
stärker zu, je schneller der Höhenzuwachs ist. Der [[Wettbewerb]] ist am stärksten, wenn der&lt;br /&gt;
Höhenzuwachs kulminiert, was in etwa in der Entwicklungsstufe des Stangenholzes der Fall ist.&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] und allenfalls genetisch bedingte Wuchsunterschiede führen zu einer sozialen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039;&#039; innerhalb des Kollektives. Sie fällt umso ausgeprägter aus, je stärker der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] ist und je länger dieser schon andauert. Diejenigen Individuen, die schon zu&lt;br /&gt;
Beginn der einsetzenden Konkurrenz eine deutlich [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] haben,&lt;br /&gt;
belegen auch die besseren Plätze im ungleichen Kampf um das Licht. Sie haben auch grössere&lt;br /&gt;
Chancen, [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschend]] zu bleiben. Sie verhindern damit, dass die weniger begünstigten&lt;br /&gt;
Konkurrenten sie einholen können. Die [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Bäume müssen aber hinsichtlich ihrer&lt;br /&gt;
[[Stammqualität|Stamm-]] und Holzqualität nicht gezwungenermassen die bestveranlagten sein. Möglicherweise&lt;br /&gt;
gilt das auch für die potentielle Wuchsleistung[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorteile des [[Wettbewerb|Wettbewerbs]]====&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] hat aber nicht nur Nachteile. Die Einfassung eines Baumes durch benachbarte&lt;br /&gt;
Mitstreiter hat in erster Linie günstige Auswirkungen, insbesondere auf den Prozess der&lt;br /&gt;
natürlichen [[Astreinigung]]. Der [[Wettbewerb]] hält also die Stärke der Äste in Grenzen und hindert&lt;br /&gt;
12 Skript Waldbau I Prinzipien der Waldnutzung&lt;br /&gt;
das Astwerk daran, sich allzu kräftig zu entwickeln. Im Bereich 1 der Abbildung 2.5, wo der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] gering ausfällt, ist seine Wirkung eher als vorteilhaft zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Krone]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.1_Die_Formen_der_Waldentwicklung_oder_der_Sylvigenese&amp;diff=6739</id>
		<title>2.1 Die Formen der Waldentwicklung oder der Sylvigenese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.1_Die_Formen_der_Waldentwicklung_oder_der_Sylvigenese&amp;diff=6739"/>
		<updated>2017-02-28T20:25:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch im Naturwald vorkommend, kennt der Waldbau hauptsächlich zwei Grundformen der&lt;br /&gt;
Sylvigenese (natürliche Waldentwicklung), gekennzeichnet im grossen und ganzen durch die&lt;br /&gt;
Art und Weise der Erneuerung bei der Ablösung der Generation sowie der Form der [[Erziehung]] nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spontane kontinuierliche Erneuerung und Verselbständigung der Produktion, wie sie&lt;br /&gt;
im perfekten [[hatVertikale Struktur::Ungleichförmiger Bestand|ungleichförmigen Wald]] oder [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] erscheint, d.h. in einem Wald&lt;br /&gt;
ohne nennenswerte Unterbrechung des Waldgefüges. Diese Formen mit vertikalem&lt;br /&gt;
Mischungsprinzip, nämlich [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterung]], [[hatBestandesform::Mittelwald|Mittelwaldbetrieb]] und lichter [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] werden im&lt;br /&gt;
Skript „Die Plenterung und ihre unterschiedliche Formen“ behandelt. Im Fall des [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwaldes]] ermöglicht eine innige Mischung aller Baumalter, dass die gesamte&lt;br /&gt;
Sylvigenese im Schutz der ältesten Bäume abläuft. Durch ein harmonisches&lt;br /&gt;
Nebeneinander bilden diese Bäume den Überbau, unter dem sich die jüngsten entwickeln&lt;br /&gt;
können. Die Struktur ist so zusammengesetzt, dass sie eine kontinuierliche Erneuerung in&lt;br /&gt;
einem demographisch autarken Verhältnis erlaubt und dadurch die Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
sicherstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walderneuerung mit klarer &#039;&#039;&#039;Ablösung der Generationen&#039;&#039;&#039; und [[Erziehung]] im Rahmen&lt;br /&gt;
eines Kollektivs (wie z.B. im Femelschlagsystem) ist Inhalt dieses Skriptes (siehe Abb.&lt;br /&gt;
2.1). Im [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] spielt der [[Wettbewerb]] in der kompakten [[Schicht|Schicht]] der&lt;br /&gt;
Kronen eine entscheidende Rolle. Die Bestockung bildet einen mehr oder weniger&lt;br /&gt;
homogenen Gebilde aus dicht gedrängten und horizontal angeordneten Kronen. Da der&lt;br /&gt;
Kronenraum des Einzelbaumes mit der Baumhöhe exponentiell zunimmt, ist die&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb|Konkurrenz]] umso ausgeprägter, je schneller das Wachstum und je dichter und&lt;br /&gt;
lichtundurchlässiger die Kronen sind. In Beständen, die von Natur aus oder anthropogen&lt;br /&gt;
bedingt nur aus einer Baumart bestehen, ist diese [[Wettbewerb|Konkurrenzsituation]] besonders gut&lt;br /&gt;
sichtbar. Die Kronen befinden sich alle auf derselben Höhe, so dass der Kampf um Raum&lt;br /&gt;
für die Entwicklung in einem sehr beschränkten Höhenbereich stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.1.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.1&#039;&#039;&#039; : Der Waldentwicklungstyp&lt;br /&gt;
der flächenweisen Ablösung der&lt;br /&gt;
Generationen. Hier kommt eine Form&lt;br /&gt;
des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] im Schosse der&lt;br /&gt;
Wettbewerbsgemeinschaft zustande,&lt;br /&gt;
im Rahmen geschichteter, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiger]] Kronenstrukturen, und hier gilt&lt;br /&gt;
die [[Kollektive Erziehung|kollektive Erziehung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weitere Form der Sylvigenese im Hochgebirgswald: Bildung von Kampfgemeinschaften oder Rotte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besondere weitere Form der Sylvigenese gilt für die subalpinen Wälder (etwa ab 1500 m&lt;br /&gt;
Meereshöhe) eine Strukturierung in natürlicher Kampfgemeinschaft der Kleinkollektive oder&lt;br /&gt;
sog. Rotte[[Referenz::Kuoch et al.;1970;Kuoch, R., Amiet, R., 1970 : Die Verjüngung im Bereich der oberen Waldgrenze der Alpen mit Berücksichtigung von Vegetation und Ablegerbildung. Mitt. Eidg. Anst. Forstl.Versuchswes. 46: 159-328.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kuoch, R., Amiet, R., 1970 : Die Verjüngung im Bereich der oberen Waldgrenze der Alpen mit Berücksichtigung von Vegetation und Ablegerbildung. Mitt. Eidg. Anst. Forstl.Versuchswes. 46: 159-328.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Kuoch;1972;Kuoch, R. 1972 : Zur Struktur und Behandlung von subalpinen Fichtenwälder. Schweiz. Z. Forstwes. 123 : 77-89.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kuoch, R. 1972 : Zur Struktur und Behandlung von subalpinen Fichtenwälder. Schweiz. Z. Forstwes. 123 : 77-89.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie bewirken Selbstschutz und weisen einen gemeinsamen [[Kronenmantel|Kronenmantel]] auf (siehe Abb. 2.2). Auch wenn diese Rotten mit der Zeit zusammenwachsen, ist diese ursprüngliche Strukturierung in Kleinkollektiven auch in ausgewachsenen Bestockungen oftmals erkennbar. Die Rottenstruktur kommt aber nicht überall zustande, sondern nur dort, wo die äussere Einwirkung auf den Wald ausgeprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.2.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.2&#039;&#039;&#039; : Spezieller Waldentwicklungstyp&lt;br /&gt;
in Kampfkollektiven (Rotten) im Hochgebirgswald&lt;br /&gt;
(subalpin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesform]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=1.5_Formen_der_Nutzungen&amp;diff=6738</id>
		<title>1.5 Formen der Nutzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=1.5_Formen_der_Nutzungen&amp;diff=6738"/>
		<updated>2017-02-28T20:24:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Segregierung der Funktionen vs. Mehrzwecknutzung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der historischen Entwicklung ersichtlich ist, hat sich die Nutzung der Ressourcen aus&lt;br /&gt;
dem Walde im Laufe der Zeit wesentlich verändert. Im primitiven Sinne, nämlich der reinen&lt;br /&gt;
Sammelwirtschaft von Holz, besteht die Waldpflege in einer elementarsten, einfachsten Form&lt;br /&gt;
praktisch nur, um die Begründung einer Bestockung zu sichern, um sie ohne weitere Eingriffe&lt;br /&gt;
bis zu ihrer Ernte wachsen zu lassen.&lt;br /&gt;
In der Zeit des Aufbaus einer modernen Forstwirtschaft (etwa ab der Mitte des 18.&lt;br /&gt;
Jahrhunderts), wurde der Wald als reservierte Domäne der Holzproduktion betrachtet.&lt;br /&gt;
Mittlerweile gilt das waldbaulich anspruchsvollere Ziel, herauszufinden, wie, auf einem&lt;br /&gt;
vorgegebenen Standort die verschiedenen unterschiedlich ausgewogenen Waldfunktionen&lt;br /&gt;
gleichzeitig erfüllt werden können. Dazu muss der Wald gleichzeitig verschiedene Leistungen&lt;br /&gt;
erbringen, die unter gegenseitigen vernünftigen Kompromissen aufeinander abgestimmt werden&lt;br /&gt;
müssen. Um zu diesem Ziel zu gelangen, wird ein optimaler Einsatz von verschiedenen&lt;br /&gt;
biologischen und technischen Massnahmen unter Berücksichtigung ihrer Wirksamkeit verlangt.&lt;br /&gt;
Immerhin, je nach Fall und je nach Wichtigkeit und Hierarchie der verschiedenen&lt;br /&gt;
Waldfunktionen, sollen die waldbaulichen Pflegemassnahmen nuanciert ausfallen. Wenn eine&lt;br /&gt;
Funktion ausnahmsweise stark dominiert, ist es also angebracht, spezifische Abstimmungen&lt;br /&gt;
der Pflegeeingriffe zu definieren.&lt;br /&gt;
Seit Schädelin (1938) verfolgte der Schweizerische Waldbau das Ziel einer möglichst hohen&lt;br /&gt;
Wertschöpfung ohne Verzicht auf andere Funktionen und insbesondere auf die Natürlichkeit&lt;br /&gt;
(bzw. Naturnähe) des Produktionssystems. Dieses Grundmodell eines naturnahen&lt;br /&gt;
Qualitätswaldbaus. Seit Jahrzehnten wird also eine kombinierte Nutzung aller wichtigen&lt;br /&gt;
Funktionen (Ressourcen) angestrebt. Heute ist das Prinzip der Multifunktionalität sehr breit&lt;br /&gt;
anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Veränderung der Bedürfnisse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand ist heute in der Lage, sicher vorherzusagen, wie sich in Zukunft die an den Wald&lt;br /&gt;
gestellten Bedürfnisse entwickeln werden und welche Sortimente z.B. in hundert Jahren gefragt&lt;br /&gt;
bzw. honoriert sein werden. Die Erfolgsaussichten am Ende der Produktionszeit der heute&lt;br /&gt;
vorherbestimmten Sortimente sind deshalb unsicher. Die Rechtfertigung der heute für die&lt;br /&gt;
Waldpflege eingesetzten Mittel kann und darf sich deshalb nicht allein nur auf den&lt;br /&gt;
wirtschaftlichen Wert der produzierten Sortimente am Ende der [[Umtriebszeit|Umtriebszeit]] beziehen. Das&lt;br /&gt;
finanzielle Risiko ist umso grösser, je mehr Mittel heute für die Waldpflege eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Die Forstgeschichte und die Entwicklung der Holzwirtschaft zeigen uns aber, dass sich&lt;br /&gt;
Substitutionen von Holzprodukten stets v.a. auf die minderwertigen Massensortimente&lt;br /&gt;
ausgewirkt haben. Demgegenüber haben die besten Sortimente aufgrund ihrer technologischen&lt;br /&gt;
Vorteile und ihrer relativen Seltenheit immer einen interessanten Absatzmarkt&lt;br /&gt;
gefunden. Dieser Absatzmarkt war nicht immer derjenige, den man ursprünglich angenommen&lt;br /&gt;
hatte. In diesem Zusammenhang wird gerne das klassische folgende Beispiel aus Frankreich&lt;br /&gt;
erwähnt: Es handelt sich um die qualitativ hochwertigen Eichenbestände, welche im 17.&lt;br /&gt;
Jahrhundert auf Weisungen von Colbert (Minister des französischen Königs Ludwig der XIV)&lt;br /&gt;
angelegt wurden, um die zukünftige Holznachfrage der französischen Kriegsmarine zu stillen.&lt;br /&gt;
Heute werden diese Bestände zu ganz anderen Zwecken, nämlich v.a. zur [[Produktion|Produktion]] von&lt;br /&gt;
hochwertigen Furnieren geerntet. Dabei ist der heutige Profit aber mindestens so hoch wie der&lt;br /&gt;
ursprünglich erhoffte. Ferner stärkt uns auch das abnehmende Interesse für Tropenhölzer in der Überzeugung, dass die [[Produktion|Produktion]] von qualitativen hochwertigen Sortimenten unserer&lt;br /&gt;
vielfältigen einheimischen Holzarten eine Zukunft haben muss.&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Arten der Pflegemassnahmen lassen sich sinnvollerweise nur so weit, wie&lt;br /&gt;
man auch die übergeordneten Ziele kennt, definieren. Weil sich nur im Falle einer hohen&lt;br /&gt;
Wertschöpfung kostspielige Waldbaumassnahmen rechtfertigen und für andere Funktionen&lt;br /&gt;
unter Umständen die Minimierung der Waldbaumassnahmen denkbar ist, ist eine Diskussion&lt;br /&gt;
der Art der Produktion, bzw. deren Kombination, gerechtfertigt. Im Abschnitt 5.1 wird auf die teilweise grundlegende Infragestellung bzw. Änderungen der&lt;br /&gt;
Produktionskonzepte eingegangen.&lt;br /&gt;
Bezüglich Produktionsziel, ob wir die [[Produktion|Produktion]] von Massenware oder einer hohen&lt;br /&gt;
Wertschöpfung anstreben wollen, hat z.T. völlig andere Konsequenzen für die Waldbaukonzepte&lt;br /&gt;
zur Folge. Massenleistung ist grundsätzlich das, was die Natur selbst liefert. Weil der [[Produktionsfaktor|Produktionsfaktor]] Zeit nichts kostet, wenn wir keine Investition in die [[Produktion|Produktion]] einspeisen,&lt;br /&gt;
beruht das billigste Holzproduktionsverfahren in der Realisierung der Endnutzung eines&lt;br /&gt;
selbstgewachsenen Waldes. Um nur Massenprodukte zu erzeugen, drängt sich heute eine&lt;br /&gt;
Minimalisierung der produktionsfördernden Mittel auf, wie z.B. die Durchforstung. Erzielung von&lt;br /&gt;
Massenprodukten geht also nach dem Prinzip der Produktionskostenminimierung. Hingegen&lt;br /&gt;
fundiert das Erreichen einer hoher Wertschöpfung auf dem optimalen Verhältnis zwischen&lt;br /&gt;
Produktionskosten und Holzwertvermehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vom naturnahen Qualitätswaldbau zu einer polyvalenten naturopportunen Mehrzwecknutzung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Ökonomie sich je länger je mehr nach den Prinzipien der Kausalität verändern soll, d.h.&lt;br /&gt;
unter Berücksichtigung der Verpflichtung für Folgewirkungen aus der Gewinnung der&lt;br /&gt;
Ressourcen (Schelbert, 1996)[[Referenz::Schelbert;1996;Schelbert H., 1996 : Wertvolle Natur. Was kann die Ökonomie zur Erhaltung der natürlichen&lt;br /&gt;
Mitwelt beitragen? In: „Mensch und Natur. Festschrift zur 250-Jahr-Feier der&lt;br /&gt;
Naturforschenden Gesellschaft in Zürich 1746-1996“ (Redaktionskomm.&lt;br /&gt;
Naturforschend. Gesellsch. Zürich, Schweiz eds.) : 40-46. Koprint, AlpnachDorf,&lt;br /&gt;
Schweiz. |]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schelbert&amp;quot;&amp;gt;Schelbert H., 1996 : Wertvolle Natur. Was kann die Ökonomie zur Erhaltung der natürlichen&lt;br /&gt;
Mitwelt beitragen? In: „Mensch und Natur. Festschrift zur 250-Jahr-Feier der&lt;br /&gt;
Naturforschenden Gesellschaft in Zürich 1746-1996“ (Redaktionskomm.&lt;br /&gt;
Naturforschend. Gesellsch. Zürich, Schweiz eds.) : 40-46. Koprint, AlpnachDorf,&lt;br /&gt;
Schweiz. &amp;lt;/ref&amp;gt;, und dies sowohl in ökologischer wie in sozialer Hinsicht, dürfen&lt;br /&gt;
weder Ökologie noch Ökonomie die Nutzungskonzepte zu einseitig prägen. Es geht also bei&lt;br /&gt;
den heutigen Nutzungen der Waldressourcen darum, eine Multifunktionalität anzustreben, die&lt;br /&gt;
unter gleichzeitiger Bewahrung der Interessen (bzw. der Rechte) der Eigentümer, sozial und&lt;br /&gt;
ökologisch gerecht und tragbar ist.&lt;br /&gt;
Somit lässt sich die Weiterentwicklung des Waldbaus in einem Feld von drei Grössen oder&lt;br /&gt;
wichtigen Einflussfaktoren richtig verstehen, nämlich der Naturnähe, der Vielfalt (der Strukturen&lt;br /&gt;
und Arten) und der sog. Hemerobie nach Scherzinger, (1996)[[Referenz::Scherzinger;1996;Scherzinger W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen&lt;br /&gt;
Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S. |]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scherzinger&amp;quot;&amp;gt;Scherzinger W., 1996: Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen&lt;br /&gt;
Waldentwicklung. Ulmer, Stuttgart, 447 S. &amp;lt;/ref&amp;gt; oder des Grades der menschlichen&lt;br /&gt;
Beeinflussung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=1.4.1_Der_Bestand_als_Grundeinheit_der_waldbaulichen_Behandlung&amp;diff=6737</id>
		<title>1.4.1 Der Bestand als Grundeinheit der waldbaulichen Behandlung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=1.4.1_Der_Bestand_als_Grundeinheit_der_waldbaulichen_Behandlung&amp;diff=6737"/>
		<updated>2017-02-28T20:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald ist nicht als blosses Zusammenraffen von Bäumen zu betrachten, sondern als&lt;br /&gt;
Organismus (Möller, 1923)[[Referenz::Möller;1923;Möller, A., 1923: Der Dauerwaldgedanke, sein Sinn und seine Bedeutung. Parey, Berlin, 84 S. | ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Möller&amp;quot;&amp;gt;Möller, A., 1923: Der Dauerwaldgedanke, sein Sinn und seine Bedeutung. Parey, Berlin, 84 S. &amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. sozial organisiertes System von Bäumen und verschiedenen&lt;br /&gt;
anderen Lebewesen, welche eine Lebensgemeinschaft (Biozönose) bilden mit verschiedenen&lt;br /&gt;
Wechselwirkungen. Somit ist der Wald heute als Ökosystem einzusehen. Für den Waldbau gilt&lt;br /&gt;
auch eine minimale Betrachtungsebene. Diese ist nicht der Baum, sondern ein Kollektiv mit&lt;br /&gt;
einer bestimmten Grösse, gemessen am Kriterium einer einigermassen selbständigen&lt;br /&gt;
Waldentwicklung. Aus praktischen Gründen kann die minimale zu betrachtende Referenzfläche&lt;br /&gt;
auf eine Grösse von einem halben Hektar (5&#039;000 m2) angesetzt werden. Die minimale&lt;br /&gt;
Bestandesfläche von einer halben Hektare ergibt sich, dass bei Erreichen der Hiebsreife das&lt;br /&gt;
Baumkollektiv, eine Kreisfläche mit einem Durchmesser von mindestens zwei Baumlängen&lt;br /&gt;
entspricht. Für die maximale Ausdehnung eines Bestandes gibt es hingegen keine Begrenzung&lt;br /&gt;
im Sinne einer zahlenmässig definierten Maximalfläche. Jedoch sollte aus praktischen Gründen&lt;br /&gt;
der Bestand nicht grösser sein als eine Fläche eines normalen Holzschlages (5 -10 ha). Dies&lt;br /&gt;
entspricht der Grössenordnung einer Abteilung.&lt;br /&gt;
Die Grundeinheit der Waldbetrachtung und somit elementarste Einheit des waldbaulichen&lt;br /&gt;
Handelns (oder auch operationelle Einheit), wird als der Bestand definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Unter einem Bestand verstehen wir einen zusammenhängenden Waldteil mit einer&lt;br /&gt;
Ausdehnung von mindestens einer halben Hektare, der sich von seinen&lt;br /&gt;
benachbarten Waldpartien durch sein Alter, seine Baumartenzusammensetzung&lt;br /&gt;
oder seine Struktur unterscheidet. Seine flächenmässige Ausdehnung ist genügend&lt;br /&gt;
gross, um eine selbständige, langfristige waldbauliche Zielsetzung bzw.&lt;br /&gt;
Behandlung zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Konzept der Einmaligkeit der Bestände====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Bestand soll als einzigartig in Zeit und Raum betrachtet werden. Um dies hervorzuheben,&lt;br /&gt;
gilt eine in der Waldbauanalyse wie ein Leitmotiv immer wieder vorkommende Maxime, nämlich&lt;br /&gt;
„jeder Bestand ist etwas Einziges und Einmaliges“ - und muss deshalb auch als solches&lt;br /&gt;
angesehen und studiert werden. Diese Eigenartigkeit und Selbständigkeit des Bestandes&lt;br /&gt;
verstehen wir als Konzept der Einmaligkeit der Waldbaueinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=1.3_Ressourcen&amp;diff=6736</id>
		<title>1.3 Ressourcen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=1.3_Ressourcen&amp;diff=6736"/>
		<updated>2017-02-28T20:23:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute als Ressourcen bezeichneten nutzbaren Produkte und Leistungen aus dem Walde&lt;br /&gt;
sind nicht nur Naturalien (Holz), sondern immer mehr schwierig quantifizierbare Leistungen&lt;br /&gt;
(nicht vermarktbare Produkte oder Imponderabilien). Weil der Wald zugleich Produktionsstätte&lt;br /&gt;
und Lebensraum ist, werden die Probleme der Nutzung all der aus dieser Interessenvernetzung&lt;br /&gt;
entstehenden Leistungen immer grösser.&lt;br /&gt;
Es gilt also, verschiedene sogenannte Ressourcen sinnvoll nutzbar zu machen in Rücksicht&lt;br /&gt;
auf unterschiedliche Interessen. Es gilt auch, sie ökonomisch entsprechend zu veräussern. Die&lt;br /&gt;
heute geltenden Ressourcen aus dem Walde sind die folgenden:&lt;br /&gt;
*Holz als Roh- Werk- und (wieder an Bedeutung zunehmendem) Brennstoff&lt;br /&gt;
*Wasser&lt;br /&gt;
*Luft&lt;br /&gt;
*Schutz&lt;br /&gt;
*Erholung&lt;br /&gt;
*Naturwerte&lt;br /&gt;
*Lebensgrundlage (CO2 Klima)&lt;br /&gt;
Ziel des Waldbaus ist es, eine gerechte und optimale Bewirtschaftung aller Ressourcen zu&lt;br /&gt;
erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung der Ressourcen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht so einfach, hier eine Rangordnung der Bedeutung der verschiedenen Ressourcen&lt;br /&gt;
vorzunehmen. Dann stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Ansprüche zu bewerten&lt;br /&gt;
sind: Nach individuellen oder kollektiven Interessen, nach ihrem sozialen oder ökonomischen&lt;br /&gt;
Marktwert oder weiteren übergeordneten Interessen (staatliche, überstaatliche).&lt;br /&gt;
Aus der Sicht einer ökonomischen Wertung bringt praktisch nur den Verkauf von Naturalien (im&lt;br /&gt;
wesentlichen Holz) Erträge, welche es erlauben, die betriebliche Organisationen zu ihrer&lt;br /&gt;
Gewinnung zu finanzieren. Lange Zeit galt das Prinzip der sog. Kielwassertheorie, nach Rupf&lt;br /&gt;
(1960)[[Referenz::Rupf;1960;Rupf, H., 1960: Wald und Mensch im Geschehen der Gegenwart. In: Jahresber. Deutsch.&lt;br /&gt;
Forstver.: 30-45. |]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rupf&amp;quot;&amp;gt;Rupf, H., 1960: Wald und Mensch im Geschehen der Gegenwart. In: Jahresber. Deutsch.&lt;br /&gt;
Forstver.: 30-45. &amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;, wonach die Erträge aus dem Holzverkauf die Erfüllung der weiteren Funktionen&lt;br /&gt;
(Ressourcen) automatisch abgelten. Die Vertreter der übergeordneten neuen Interessen bestreiten diese Kiehlwassertheorie, weil sie auch die Rangordnung, die Bedeutung und&lt;br /&gt;
Hierarchie der Ressourcen z.T. sehr unterschiedlich bewerten. Die gerechte Abgeltung der&lt;br /&gt;
noch nicht vermarktbaren Ressourcen ist aber damit noch nicht gelöst und insbesondere für die&lt;br /&gt;
Privateigentümer nicht genügend honoriert. Das heisst, heute gelten noch (in Bezug auf die&lt;br /&gt;
Vermarktung zumindest) die Grundsätze der Kiehlwassertheorie. Eine Lösung für die neuen&lt;br /&gt;
Bedürfnisse auf dem Weg von Verboten (Gesetzerlasse) befriedigt nicht.&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des Verbrauches ist die Bewertung der Bedeutung der Ressource Holz relativ gut&lt;br /&gt;
quantifizierbar. Unsere Wirtschaft verbraucht eine Holzmenge von ca. 6,2 Mio. m3,&lt;br /&gt;
Rohholzäquivalente. Dies ist einer effektiven Eigengewinnung (d.h. Holz, welches auf den&lt;br /&gt;
Holzmarkt gelangt) von ca. 4,7 Mio. m3 gegenüberzustellen. Die effektiven Nutzungen im&lt;br /&gt;
Schweizerwald entsprechen also rund 70% des Inlandverbrauchs. Betrachtet man Importe und&lt;br /&gt;
Exporte, beträgt der Anteil des Schweizer Holzes am gesamten Holzverbrauch lediglich 40 %.&lt;br /&gt;
Das Produktionspotential des Schweizerwaldes wird gemäss Landesforstinventar 1993-1995&lt;br /&gt;
auf 8,8 m3 (9,8 mit Einwuchs) geschätzt. Die Ergebnisse des Landesforstinventars für die&lt;br /&gt;
Periode 1986-1996 weisen Nutzungen von 7,1 m3/J. Weil davon nur 4,7 m3 auf den Markt&lt;br /&gt;
gelangen, bleibt der Unterschied offensichtlich im Wald liegen oder wird für den Eigengebrauch&lt;br /&gt;
genutzt. Wie dem auch sei, es wird nur 72% des Zuwachses genutzt und somit steigen die&lt;br /&gt;
Holzvorräte an.&lt;br /&gt;
Die andere Ressourcen sind wesentlich schwieriger zu quantifizieren, obwohl in letzter Zeit&lt;br /&gt;
verschiedene Methoden dafür entwickelt wurden. Das BUWAL (Bundesamt für Umwelt, Wald&lt;br /&gt;
und Landschaft) hat aufgrund der Arbeit von Rauch-Schwegler (1994)[[Referenz::Rauch-Schwegler;1994;Rauch-Schwegler, T., 1994: Wieviel ist der Schweizer Wald wert? Kapital Wald. BUWAL, Zürich,&lt;br /&gt;
26 S. |]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauch-Schwegler&amp;gt;Rauch-Schwegler, T., 1994: Wieviel ist der Schweizer Wald wert? Kapital Wald. BUWAL, Zürich,&lt;br /&gt;
26 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; die folgende Einstufung&lt;br /&gt;
der Hauptleistungen berechnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 1.1: Verkaufswert oder Ersatzwert für Waldleistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.2_Betriebssicherheit&amp;diff=6735</id>
		<title>4.2.2 Betriebssicherheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.2_Betriebssicherheit&amp;diff=6735"/>
		<updated>2017-02-28T20:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betrachtung der Ausfallrisiken ist ein wichtiger produktionsbestimmender Faktor. [[Ausfall von Auslesebäumen|Ausfälle von Z-Bäumen]], wenn einmal die [[Auslese]] getroffen ist, führen auch zu Produktionsverlusten. Es gilt insbesondere, wenn mit zunehmender Statur der Bäume es keinen Platz für allfällige Ersatzbäume (Reservisten) mehr gibt. Darüber hinaus führen flächige [[Ausfall|Ausfälle]] infolge von Windstürmen, wie sie z.B. Anfang 1990 (Sturm Viviane) bzw. um Weihnachten 1999 vorkamen (Sturm Lothar), zu verheerenden wirtschaftlichen Einbussen, umso mehr als sie noch nich hiebsreife Bestockungen treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe für solche unerwünschten [[Ausfall|Ausfälle]] sind:&lt;br /&gt;
*[[Schneeschaden|Schneeschäden]] (Gipfel- und Stammbrüche),&lt;br /&gt;
*[[Sturmschaden|Sturmschäden]] (Stammbrüche und Würfe),&lt;br /&gt;
*[[Krankheit|Krankheiten]],&lt;br /&gt;
*[[Ernteschaden|Folgewirkungen der Holzgewinnung]] (Ernteschäden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berücksichtigung der [[Bestandesstabilität|Stabilität der Bestände]] und die Art und Weise, wie man sie durch angemessene Massnahmen beeinflussen kann, ist konzeptbestimmend. Bei den besonders empfindlichen [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] steht die &#039;&#039;&#039;Förderung der Stabilität&#039;&#039;&#039;, neben der Bildung von &#039;&#039;&#039;astfreiem Holz&#039;&#039;&#039; als wahrscheinlich wichtigstes Ziel im Vordergrund. Eine gute [[Bestandesstabilität]] ist aber ebenfalls auch bei der späteren Einleitung der Verjüngung ein wichtiger Faktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Bestandesstabilität|Stabilität]] als Ressource====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich hat die [[Bestandesstabilität]] in &#039;&#039;&#039;[[Schutzwald|Wäldern mit einer vorrangigen Schutzfunktion]]&#039;&#039;&#039; evidente Bedeutung. So darf die [[Bestandesstabilität|Stabilität]] in einer solchen Situation als eigene Ressource bezeichnet werden. In solchen Fällen sind die Kriterien der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] wichtiger als jene der Holzeigenschaften. Diese [[Schutzwald|Schutzwälder]] befinden sich hauptsächlich im Gebirge, und damit meist auch in der natürlichen Zone der [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelwälder]].&lt;br /&gt;
Für solche Verhältnisse ist gerade der &#039;&#039;&#039;[[hatBestandesform::Plenterwald]]&#039;&#039;&#039; eine ideale [[Bestandesform]] und damit auch, wo überall möglich, ein generell langfristig anzustrebendes Ziel. Dies ist umsomehr begründet, als die Plenterform in idealer Weise eine optimale Verbindung der Schutzleistungen mit Qualitätsholzproduktion sowie der meisten anderen Leistungen aus dem Walde gewährt. Sehr oft ist aber die [[Vertikale Struktur|Struktur]] dieser Berg- und Gebirgswälder, namentlich bei reinen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenformationen]], weit von derjenigen eines [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwaldes]] entfernt, weil sich in den meisten Fällen sehr [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige Strukturen]] bilden, ausser in der subalpinen Stufe. So neigen sie in den Altersphasen zu grossflächigen Zusammenbrüchen (Korpel, 1982, 1995)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1982;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of natural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of natural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Korpel;1995;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das Problem der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] in den [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Wäldern verdient also die volle Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ausmass der zufälligen Ausfälle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur bei Schutzwäldern gehören die Risiken zu wichtigen Produktionsfaktoren. Wie eine Statistik für Süddeutschland zeigt (Tab. 4.3), bilden die unvorhergesehenen Nutzungen oder sog. &#039;&#039;&#039;[[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]]&#039;&#039;&#039; einen nicht unbedeutenden Anteil, welcher geschätzt etwa ein Viertel des Hiebsatzes beträgt. In den Bergregionen mit erhöhten Risiken (namentlich in den Föhntälern) kann dieser Anteil 50 % oder sogar deutlich mehr betragen. In solchen Fällen bleibt dem Waldbauer nicht mehr viel Handlungsfreiheit. Angegeben sind in der Tabelle 4.3 die Anteile der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] im Verhältnis zum vorgesehenen periodischen Holzeinschlag&lt;br /&gt;
(sog. Hiebsatz). Die Werte sind Mittelwerte, bezogen auf eine Dauer von 30 Jahren. In Jahren mit schweren Katastrophen kann das Ausmass der Zwangsnutzungen ein Mehrfaches des normalen Hiebsatzes betragen. Nach dem Windsturm Lothar (26. Dezember 1999) wurde in der Schweiz 2 % des Waldfläche, bzw. 3 % des stehenden Holzvolumens betroffen. Das entspricht in etwa 2 bis 3 mal dem normalen Hiebsatz. Lokal lagen bei besonders stark betroffenen Forstbetrieben das 10- bis 25-fache der normalen Jahresnutzung am Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:tabelle4.3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.3 : Ursachen der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] in süddeutschen Staatswäldern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Gilt für Staatswälder Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern)[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt,&lt;br /&gt;
159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] stellen für die Forstbetriebe in mehrfacher Hinsicht Nachteile dar. Einerseits sind das direkte Verluste des liegenden und stehenden Holzes bzw. Verluste für die vorzeitigen Nutzungen. Auch sind Verluste wegen der erschwerten Ernte miteinzurechnen. Die Erntekosten von [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] sind oft doppelt so hoch wie diejenigen von normalen Nutzungen. Gründe dafür sind z.B. die Verteilung der Bäume oder allgemein der zerstreute Anfall der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] sowie die Verschachtelung der einzelnen Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mässige Stürme führen zu Streuschäden. Sie führen dann nur zu einigermassen noch tragbaren Einzelverlusten. Unter Umständen ist ihre Wirkung nicht einmal als negativ zu bewerten, wenn sie zu Auflockerung der Bestockung führt, und so ähnlich wie eine [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] eine gewisse Strukturierung im Kronenraum erzeugt, allerdings ist die Wirkung im Gegensatz zur [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] neutral, d.h. ohne den Vorteil der [[Auslese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Überschreitung einer kritischen Grenze kann die Bestockung derart aufgelöst sein, dass ihre [[Bestandesstabilität|Stabilität]] mittelfristig nicht mehr gewährleistet ist. Bei noch stärkeren Schäden (in der Regel &lt;br /&gt;
bei heftigen Stürmen) entstehen Lücken unterschiedlicher Grösse, welche später Angriffspunkte für Wirbelbildung von Folgestürmen bilden können und somit zu einer Prädisposition für Sekundärschäden, ja sogar zu einer Labilisierung führen. So zeigen Quine und Bell (1998) für besonders häufig von heftigen Stürmen heimgesuchte Regionen in Europa (Schottland), dass Stürme (mit Windgeschwindigkeiten von zw. 30 und 60 m s&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;; d.h. zw. 108 und 216 st km&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;) in der Regel zur Bildung von mittleren Bestandeslöchern (10 bis 30 Aren) führen (siehe Abb. 4.4). Grosse Flächen entstehen auch, aber seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.4: Verteilung der infolge starker Windstürme entstandenen Lochgrössen&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Quine und Bell;1998;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce&lt;br /&gt;
forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gilt für 8 sturmexponierte Standorte in Grossbritanien und Sturmereignisse mit Windgeschwindigkeit en von zw. 30 und 60 ms&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkunsweise von Schnee und Stürmen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich bestehen zwischen den zwei Schadengefahren Stürme oder schwerer Schnee in der Ursache und Wirkung relevante Unterschiede, nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Schneeschaden|Schneeschäden]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*wirken durch vertikale statische Kräfte. Bäume sind durchBiegungskräfte (ev. Knickung) beansprucht (siehe Abb. 4.5). Die [[Schlankheitsgrad|Schlankheit der Stämme]] (sog. [[Schlankheitsgrad|h:d Quotient]]) gilt als wichtiger Indikator der Empfindlichkeit.&lt;br /&gt;
*betreffen Jungbestockungen in der Phase des höchsten Höhenwuchs ([[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]).&lt;br /&gt;
*Es gibt klare prädisponierende Faktoren: Baumarten, [[Höhenlage|Höhenlagen]], Exposition.&lt;br /&gt;
*So sind Schäden prognostizierbar, bzw. durch vorbeugende Pflege kontrollierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nassschneeereignisse ziehen vor allem Bestände aus [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] in Mitleidenschaft. Besonders anfällig sind Bestände der [[hatBaumart::Waldföhre]], deren buschförmige Nadeln einen grossen Anteil des Schnees zurückhalten, sowie [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestände]]. Die gefährdete Höhenzone besteht im Bereich, wo Nassschneefälle am häufigsten leicht unter den Gefrierpunkt fallen. Solange die Temperatur nicht über den Gefrierpunkt steigt, gibt es keine Entladung der interzipierten Schneemasse (Stadler et al., 1998) [[Referenz::Stadler et al.;1998;Stadler, D., Bründl, M., Schneebeli, M., Meyer-Grass, M., Flühler, H., 1998: Hydrologische Prozesse im subalpinen Wald im Winter.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Stadler, D., Bründl, M., Schneebeli, M., Meyer-Grass, M., Flühler, H., 1998: Hydrologische Prozesse im subalpinen Wald im Winter.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der grösste Gefährdungsbereich ist in den Regionen nördlich der Alpen um 500 und 700 m ü. M.. In diesen [[Höhenlage|Höhenbereichen]] kann der mit Wasser gesättigte Schnee, der ein spezifisch hohes Gewicht aufweist, das dreimal so hoch ist wie dasjenige von trockenem, kaltem und leichtem Schnee, schwerwiegende Schädigungen verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.5.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.5: Unterschiede in der Belastung zwischen Schneedruck und Windstürmen nach Marsch (1989)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Marsch;1989;Marsch, M., 1989: Stabilisierung von Fichtenbeständen gegenüber Schnee und Sturm durch Dichteregulierung in der Jugend. In: Proceedings IUFRO Symposium: Treatment of&lt;br /&gt;
young forest stands, Techn. Univ. Dresden: 96-119.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Marsch, M., 1989: Stabilisierung von Fichtenbeständen gegenüber Schnee und Sturm durch Dichteregulierung in der Jugend. In: Proceedings IUFRO Symposium: Treatment of young forest stands, Techn. Univ. Dresden: 96-119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Sturmschaden|Sturmschäden]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*wirken durch seitliche Kräfte mit hoher dynamischer Beanspruchung. Unter pulsierenden Windstössen (Böen) schwingen die Bäume in kurzen intermittierenden Perioden von einigen Sekunden;&lt;br /&gt;
*Ältere Bestände aus wintergrünen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] sind betroffen, weil die Windstärke über dem Walddach von oben abnimmt und auch die Wirkung (Biegemoment) mit der Baumhöhe und Kronendichte zunimmt;&lt;br /&gt;
* Die [[Stabilität]] beruht auf unterschiedlichen Komponenten: mechanische Festigkeit des Stammes (Bruch) und Verankerung (Wurf);&lt;br /&gt;
*weniger der [[Schlankheitsgrad|h:d Quotient]] ist als Indikator massgebend, sondern der Gesundheitszustand des Wurzelsystems, die Bodeneigenschaften und die Rauhigkeit des Waldgefüges ;&lt;br /&gt;
*die lokale Wirkung der Stürme ist sehr zufällig und also kaum voraussehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schadenbilder und Empfindlichkeiten====&lt;br /&gt;
`&lt;br /&gt;
=====Schnee=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mechanisch betrachtet führt die Schneebelastung dazu, dass der Baum durch Beugung seitlich nachgibt, wodurch im Stamm entsprechende Zug- und Druckkräfte entstehen. Die Schneelasten verursachen mechanisch betrachtet nicht das Knicken, sondern Biegungsbeanspruchungen (Rottmann, 1985)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Je nach Schadensereignis entstehen Kronenbrüche oder Stammbrüche. Die Basis der Baumkrone ist ebenfalls eine bevorzugte Bruchstelle. Statistisch gesehen stellt man vor allem Brüche an der Kronenbasis, andererseits aber auch Brüche im untersten Viertel oder im untersten Drittel des Stammes (Rottmann, 1985)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fest. Letztere&lt;br /&gt;
Schäden weisen die schwerwiegendsten Folgen auf, weil die betroffenen Bäume logischerweise nicht überleben, im Gegenteil zu Kronenbrüchen, bei welchen die Bäume oft überleben, wenn ein genügend grosser Anteil der belaubten bzw. benadelten Krone bestehen bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindlichkeit gegenüber Schäden hängt einerseits von den statischen Eigenschaften der einzelnen Bäume ab, also von der Stammform, andererseits ist entscheidend, wie weit das kollektive Gefüge ein seitliches Schwanken der Einzelglieder zulässt. Von der Last- und Kräfteverteilung her gesehen ist die Anfälligkeit auf Brüche abhängig von der Höhe des Kronenansatzes und der Kronenlänge, da durch diese zwei Grössen der Schwerpunkt der Last massgeblich bestimmt wird (siehe Abb. 4.6). Je kürzer eine Krone ist und je höher ab Boden ihrAnsatzpunkt liegt, desto wichtiger wird das Biegemoment, womit das Bruchrisiko ansteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.6.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.6: Beanspruchung der Bäume durch die Schneelast.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rottmann hat durch seine systematischen Aufnahmen von Schneebruchschäden im Lehrwald der forstlichen Fakultät der Universität München gezeigt, dass eine enge Abhängigkeit zwischen den Schäden und dem mittleren [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrad]] (oder das Verhältnis h/d) eines Bestandes besteht (siehe dazu Abb. 4.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.7.png|550px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.7: Schneedruckschäden und [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrad]] im Lehrwald von Landshut der forstlichen Fakultät München.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schäden steigen merklich an, wenn der mittlere [[Schlankheitsgrad]] &#039;&#039;&#039;einen Wert von 85&#039;&#039;&#039; übersteigt, und sie nehmen leicht ein kritisches Ausmass an, wenn die Grenze von 100 überschritten wird. Auch innerhalb eines Bestandes werden die Überschlanken mehr betroffen als die herrschenden, wie dies die Beobachtung der Schneedruckschäden von Merkel (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz:Merkel;1975;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merkel&amp;quot;&amp;gt;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in einem 48-jährigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]] in Baden-Württemberg zeigen (Abb. 4.8). Bei winterkahlen [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] liegt die kritische Grenze bei wesentlich höheren [[Schlankheitsgrad|h/d-Werten]], nämlich bei &#039;&#039;&#039;h/d von 140 für die Buche&#039;&#039;&#039; (nach Kodrik, 1991)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kodrik;1991;Kodrik, J., 1991: Einfluss der bestandesbildenden Kennziffern auf die Intensität der Beschädigung von Buchenbeständen durch Schnee. In: 3. IUFRO Buchensymposium. S. Korpel &amp;amp; L. Paule (Eds), Hochschule für Forstwirtschaft und Holztechnologie, Zvolen:326-330.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kodrik, J., 1991: Einfluss der bestandesbildenden Kennziffern auf die Intensität der Beschädigung von Buchenbeständen durch Schnee. In: 3. IUFRO Buchensymposium. S. Korpel &amp;amp; L. Paule (Eds), Hochschule für Forstwirtschaft und Holztechnologie, Zvolen:326-330.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.8: Zusammenhang zwischen [[Schlankheitsgrad]] und Schneedruckschäden in einem 48-jährigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]]; Fläche Kandern Baden-Württemberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz:Merkel;1975;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merkel&amp;quot;&amp;gt;Merkel, O., 1975: Schneebruch im [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]] bei 40jähriger [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]]. Allg. ForstZ. 30: 663-665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bestandesalter]] des [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzes]] ist die Phase mit der höchsten Anfälligkeit gegenüber Schneeschäden, weil sie auch diejenige mit der grössten Zunahme des [[Wettbewerb|Wettbewerbes], d.h die Phase des stärksten Höhenwachstums ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat zeigen die Beobachtungen von Rottmann für die empfindlichen Baumarten ([[hatBaumart::Fichte|Fi]], [[hatBaumart::Föhre|Fö]]) ein Maximum an Schäden in den [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzern]] mit [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiger, homogener Struktur]] und [[Bestandesalter]] zwischen 20 und 50 Jahren (Tab. 4.9). Dabei treten solche Schäden in jungen Bestockungen zuerst konzentriert, d.h. in flächiger Form auf. Mit zunehmender Bestandesentwicklung dagegen werden die Schäden eher zerstreuter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle4.9.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.9: Empfindlichkeit der Baumarten gegenüber Schneeschäden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Waldföhre| ]][[hatBaumart::Schwarzföhre| ]][[hatBaumart::Fichte| ]][[hatBaumart::Douglasie| ]][[hatBaumart::Weymouthsföhre| ]][[hatBaumart::Bergföhre| ][[hatBaumart::Arve| ]][[hatBaumart::Lärche| ]][[hatBaumart::Esche| ]][[hatBaumart::Birke| ]][[hatBaumart::Pappel| ]][[hatBaumart::Erle| ]][[hatBaumart::Linde| ]][[hatBaumart::Weide| ]][[hatBaumart::Robinie| ]][[hatBaumart::Edelkastanie| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Schneeschaden|Schneeschäden]] besonders betroffen sind also vor allem [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzer]], wo auch vor allem Stammbrüche vorkommen. Mit zunehmendem [[Bestandesalter]] verschieben sich die bevorzugten Bruchstellen nach oben, d.h. in den Bereich der Baumkronen, was vermehrt zu Beschädigungen innerhalb der Kronen führt. Eine solche Verschiebung der Schäden vom unteren Stamm- in der Kronenbereich zeigt sich ebenfalls als Ergebnis der Erhöhung der [[Durchforstungsstärke]]. Die Faktoren, welche die [[Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden|Anfälligkeit eines Baumes bzw. eines Bestandes]] gegenüber Schneeschäden bestimmen, sind neben der Baumart und der Höhe über Meer auch die [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und das [[Bestandesalter]], der [[Schlankheitsgrad]], die [[Kronenlänge]], die Unregelmässigkeit der [[Kronenform]], die Länge der Internodien (Stammabschnitt zwischen Astquirlen) in der Krone (Möhring, 1981) &lt;br /&gt;
[[Referenz:Möhring;1981;Möhring, B., 1981: Ueber den Zusammenhang zwischen [[Kronenform|Kronenform]] und Schneebruchanfälligkeit bei der [[hatBaumart::Fichte]]. Forstarchiv 52, 4: 130-134.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Möhring, B., 1981: Ueber den Zusammenhang zwischen [[Kronenform]] und Schneebruchanfälligkeit bei der [[hatBaumart::Fichte]]. Forstarchiv 52, 4: 130-134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und eventuell genetische Faktoren, ferner die topographische Lage und letztendlich die Exposition eines Bestandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Stürme=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Oehler (1967)[[Referenz::Oehler;1967;| ]]&lt;br /&gt;
resultieren bereits ab Windgeschwindigkeiten um 17 ms-1 (62 kmh&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;) zerstreute Schäden im Wald. Bei Windgeschwindigkeiten ab 30 ms-1 (108 kmh-1) entstehen flächige Schäden, mit lokaler Auflösung in kleinen Löchern unterschiedlicher Ausdehnung von meistens zwischen 7 und 10 Aren (Quine und Bell, 1988) [[Referenz::Quine und Bell;1988;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei sehr starken Stürmen oder sogar Orkanen können grossflächige Schäden entstehen, sehr oft sind die Schäden auf lange Streifen(Windgassen) konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich folgende [[Sturmschaden|Schäden]] unterscheiden (siehe Abb. 4.10):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Brüche&lt;br /&gt;
**Stammbruch (Höhe 2-10 m)&lt;br /&gt;
**tockbruch&lt;br /&gt;
*Wurf&lt;br /&gt;
**Wurzelbruch (Wurzelteller am Stammfuss als Scharnier)&lt;br /&gt;
**mit dem ganzen Wurzelteller&lt;br /&gt;
*Torsion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.10.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.10: Art der Sturmschäden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grossen und Ganzen werden die Bäume nach heftigen Stürmen sowohl gebrochen als auch geworfen. Empfindliche [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] (z.B. [[hatBaumart::Fichte]]) werden eher gebrochen. Winterkahle [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]] werden tendenziell eher geworfen. Bodeneigenschaften und –zustand (z.B. Wassersättigung) spielen hier eine entscheidende Rolle. Primär sind die höchsten Bäume betroffen, weil die Windgeschwindigkeit gegen den Boden zu stark abnimmt und wegen dem grössten Drehmomentbzw. Schwingungsamplitude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, dass die Kräfte (bzw. das Drehmoment), welche zu Bruch oder zu Wurf führen, ähnlich gross sind (Worrell, 1981; in: Dunham und Cameron, 2000). So dürften kleine Materialschwächen im Fall des Bruches sowie der Querschnitt und Winkel der Hauptwurzeln bzw. ihr Gesundheitszustand sowie die Tiefe der Wurzelballe im Fall des Wurfes für die Schadenart schlussendlich entscheidend sein&lt;br /&gt;
[[Referenz::Worrell;1981;| ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Stammbrüchen variiert die Höhe des Bruches zwischen 2 – 8 m, obwohl der Biegemoment an der Stammbasis maximal wäre. Betrachtet man das Schwingen der Bäume, würde man die Bruchstelle bei 0,5 m der Schaftlänge erwarten, weil dort beim 1. harmonischen Knotenpunkt/ die grösste Stammdeflexion stattfindet (Fournier et al. 1993; Eutener, 1970)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Fournier et al.;1993;Fournier, M., Rogier, P, Costes, E., Jaeger, M., 1993 : Modélisation mécanique des vibrations propres d’un arbre soumis aux vents, en fonction de sa morphologie. Ann. Sci. For.&lt;br /&gt;
50 : 401-412.|]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fournier, M., Rogier, P, Costes, E., Jaeger, M., 1993 : Modélisation mécanique des vibrations propres d’un arbre soumis aux vents, en fonction de sa morphologie. Ann. Sci. For. 50 : 401-412.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Eutener;1970;Eutener, G.A., 1970: Aerodynamische Beobachtungen im Pforzheimer Wirbelsturm vom 10. Juli 1968. Arch. Meteo. Geoph. Biokl., Serie A, 19: 355-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eutener, G.A., 1970: Aerodynamische Beobachtungen im Pforzheimer Wirbelsturm vom 10. Juli 1968. Arch. Meteo. Geoph. Biokl., Serie A, 19: 355-371.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Schlussendlich scheinen Unterschiede im Holzmaterial wie Äste, Buchs (Dunham und Cameron, 2000) oder breite Jahrringe eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torsionsschäden(eher selten) können entstehen, wenn Bäume während dem Bruch durch/ rotierende Kräfte beeinflusst sind. Dies kann geschehen, wenn die Krone asymmetrisch ist oder wenn der Baum durch Nachbarn einseitig eingeklemmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Prädisposition vs. Empfindlichkeiten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wintergrüne [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]] sind in der Regel wesentlich empfindlicher als winterkahle Baumarten. Dies steht offensichtlich in Zusammenhang mit der Segelwirkung der Krone. So zeigen die Ergebnisse der Lotharschäden in der Schweiz, dass [[hatBaumart::Fichte]] und [[hatBaumart::Tanne]] um 4 mal mehr von Schäden betroffen waren als [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]] (Buwal, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Buwal;2001;| ]].&lt;br /&gt;
Unter diesen scheint die Buche empfindlicher zu sein als [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Ahorn]] und [[hatBaumart::Esche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]] weisen eindeutig die stärkste Anfälligkeit gegenüber Sturmschäden auf, offensichtlich wegen der Anfälligkeit des Wurzelsystems gegenüber Fäulebefall. Dies gilt besonders auf Böden mit einer schlechten Durchlüftung. Damit sind also die Ausprägung sowie der aktuelle Gesundheitszustand des Hauptwurzelsystems (als Verankerungssystem) für die Sturmfestigkeit eines bestimmten Baumes mindestens so wichtig wie die mechanischen Eigenschaften des Stammholzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Verankerung von Bedeutung (bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzarten]]), sind die Unterschiede sowohl zwischen den Baumarten als auch den Bodenbeschaffenheiten zu betrachten. Als Faktoren spielen hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Typen der Wurzelsysteme (Flach, Pfahl, Herz) sowie die Vernetzung des Bodens durch die Feinwurzeln&lt;br /&gt;
*Dimensionen der Wurzellballe (Breite und Tiefe)&lt;br /&gt;
*Bodeneigenschaften, welche auf die Entwicklung der Bewurzelungstiefe wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei Wurzelsystemen (siehe Abb. 4.11) ist das Herzwurzelsystem als am günstigsten zu betrachten, weil es sowohl die Tiefe wie die Breite bevorzugt. Das Flachwurzelsystem ist nicht so ungünstig wie üblicherweise angenommen, da es zu einer bezüglich seitlicher Verankerung günstigen Entwicklung der Hauptwurzeln führt. Die Bewurzelungstiefe ist von Senkerwurzeln gesteuert. Die Wurzelsysteme sind sehr stark von der Bodenbeschaffenheit, insbesondere vonder physiologischen Gründigkeit, überlagert, sodass auch Baumarten mit Pfahlwurzeltendenz ein flachgründiges System entwickeln können und umgekehrt. Die Art der  Pflanzenbegründung bzw. der Bodenbearbeitung scheint keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des erwachsenen Wurzelsystems zu haben (Coutts, 1983)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Coutts;1983;Coutts, M.P., 1983: Root architecture and tree stability. Plant and soil 71:171-188.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Coutts, M.P., 1983: Root architecture and tree stability. Plant and soil 71:171-188.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat ist weniger die absolute Tiefe des Hauptwurzelsystems der entscheidende Faktor der Widerstandskraft gegenüber Stürmen, sondern eher die schräge Durchwurzelung des Bodens sowie die Dichte des Feinwurzelsystems. Letztere erlaubt nämlich, einen mehr oder weniger grossen Ballen an Bodenmasse zu fixieren. In Wirklichkeit ist der Halt bzw. die Standfestigkeit eines Baumes im Boden auch eher durch das Gewicht des Erdballens begründet als durch die Wirkung einer direkten Verankerung, welche dank einigen starken Seitenwurzeln in und gegen der Windrichtung erfolgt. Das Gewicht der Wurzelballe liegt ungefähr acht mal über demjenigen des Baumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bouchon (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bouchon;1987;Bouchon, J., l987: Etat de la recherche relative aux dégâts forestiers dus aux tempêtes. Rev. forest. Fr. 39, 4: 301-312.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bouchon, J., l987: Etat de la recherche relative aux dégâts forestiers dus aux tempêtes. Rev. forest. Fr. 39, 4: 301-312.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gibt für Frankreich, zumindest für die [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]], die Sturmempfindlichkeit in folgender abnehmender Reihenfolge an: Fichte, Waldföhre, Tanne, Douglasie, Schwarzföhre, Lärche. Von den drei nach Biebelriether (1966)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Biebelriether;1966;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biebelriether&amp;quot;&amp;gt;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
definierten Wurzelsystemen, nämlich dem Flach-, dem Pfahl- und dem Herzwurzelsystem (siehe Abb. 4.11), verschafft offensichtlich nicht das Pfahlwurzelsystem, sondern das Herzwurzelsystem (Douglasie, Lärche usw.) die beste Stabilität gegenüber Stürmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.11: Die drei Wurzelsysteme der Bäume.&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Biebelriether;1966;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biebelriether&amp;quot;&amp;gt;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden|Sturmanfälligkeit]] der verschiedenen Baumarten zeigt Tab. 4.12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tab.4.12.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.12: Sturmempfindlichkeit der verschiedenen Baumarten&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bazzigher und Schmid;1969;Bazzigher, G., Schmid, P., 1969: Sturmschäden und Fäule. Schweiz. Z. Forstwes. 120, 10: 521-534.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bazzigher, G., Schmid, P., 1969: Sturmschäden und Fäule. Schweiz. Z. Forstwes. 120, 10: 521-534.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geländeform kann einen Einfluss ausüben. Schon Hütte (1967)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hütte;1967;| ]]&lt;br /&gt;
wies auf eine besondere Schadenskonzentration in luvorientierten Hängen, Hügelscheiteln, Hügelrückseiten bzw. – seiten hin. Dies steht offensichtlich in Zusammenhang mit der Düsenwirkung und Bildung von Turbulenzen (siehe Abb. 4.13). Quine und Gardiner (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Gardiner;1998;| ]]&lt;br /&gt;
haben für Schottland ein Gelände- Prognosemodell für die Bestimmung der speziellen Risikenprädisposition entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.13.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.13: Einfluss der Geländeform auf die Sturmschädenempfindlichkeit Nach Hütte (1967)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Hütte;1967;| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategien====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnee und Sturmschäden haben unterschiedliche Bedeutung für die Nutzungskonzepte. Grundsätzlich ist primär das Problem nach dem Prinzip der Vorsorge über die Baumartenwahl zu regeln, allenfalls über Mischungen. Dies gilt besonders für prädisponierende Lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnee stellt in der Phase der [[Auslese]] ([[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]) einen wichtigen Faktor dar. Weil in dieser Phase auch das intensivste Höhenwachstum stattfindet, ist sie auch die Phase mit der grössten Zunahme des Wettbewerbes und in der die Bäume die maximalen hohen [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrade]] (h:d Quotient) aufweisen und somit die grösste Prädisposition zu Schneedruckschäden darstellt. Weil die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] die Stammform positiv beeinflussen kann, stellt sie zumindest mittelfristig auch den wichtigsten Wirkungsfaktor zur Stabilisierung dar. Allerdings muss zwischen Stärke der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] und mittelfristiger Verbesserung der Einzelbaumeigenschaften ein Kompromiss gefunden werden, da unmittelbar nach einer [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] das Risiko einer Destabilisierung zunimmt. Die Angst vor Fehlentscheidungen und deren Folgen führt oft zu einer Lähmung der forstlichen Handlungsbereitschaft. Diese Zurückhaltung bewirkt letztendlich, dass man in der Praxis mehr Bestände mit Stabilitätsproblemen findet als solche, die angemessen behandelt wurden. Als Folge davon müssen die Eingriffe immer wieder zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden, in dem die Bedingungen eigentlich nicht mehr günstig sind. Diese Fragen des Einflusses der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf die Stabilität werden im Abschnitt Erziehungsphase oder Kompressionsphase detailliert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Problem der mechanischen Stabilität genau verstehen zu können, muss man auch zwischen der [[Stabilität|individuellen Stabilität der Bäume]] und der [[Bestandesstabilität|kollektiven Stabilität der Bestockung]] unterscheiden. Bei der Betrachtung der [[Stabilität|individuellen Stabilität]] sind v.a. diejenigen Bäume wichtig, welche das Gerüst eines Bestandes bilden; wobei es sich meistens um die sozial [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und vorherrschenden Individuen handelt. Die [[Bestandesstabilität|kollektive Stabilität]] hingegen beruht auf einem Effekt der Bestockung als Block. In diesem Fall stützen sich die Bäume gegenseitig und verhindern dadurch ein übermässiges Hin- und Herschwanken der&lt;br /&gt;
Einzelglieder. Solange ein Bestand, auch wenn er hauptsächlich aus schwachen, schlanken und deshalb bruchgefährdeten Einzelgliedern besteht, noch völlig kompakt und dicht ist, besitzt er eine genügende hohe [[Bestandesstabilität|kollektive Stabilität]]. Damit ist auch ein solcher Bestand gegenüber wind- oder schneebedingten mechanischen Einwirkungen noch einigermassen widerstandsfähig. Die Wirkung einer hohen kollektiven Stabilität beruht auf der geringen seitlichen Bewegungsfreiheit der einzelnen Bäume. Die kollektive Stabilität ist somit von der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und vom [[Bestandesschluss|Bestandesschluss]] abhängig. In dichten Beständen verhindern die&lt;br /&gt;
Baumkronen die Schwankungen der einzelnen Bäume und üben somit einen stabilisierenden Effekt aus. Beobachtungen des Schadenausmasses im Lehrwald der forstlichen Fakultät der Universität München von unterschiedlich dichten Beständen zeigt Abb. 4.14. Die Schneeschäden fallen aufgrund der kollektiven Stabilität geringer aus in sehr dichten Beständen, sowie auch in lichten Beständen, wo die Stabilität der Einzelbäume gut ist. Die Bestände mit einer mittleren [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] hingegen werden durch die Schneeschäden am meisten betroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.14.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.14: Schneedruckschäden und Bestockungsdichte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Sturm, der ältere Bestockungen betrifft, drehen sich die Fragen weniger um Verlust durc vorzeitiges Ausscheiden bzw. [[Ausfall von Auslesebäumen|Ausfall von Wertträgern]] und damit von Wertschöpfungspotential als um Probleme der Labilisierung betroffener aufgelöster Bestände. Selbstverständlich spielt die Baumartenwahl wie im Fall der Schneegefahr eine übergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlere Stürme mit Einzelwürfen wirken wie vorzeitiges Ernten und sind somit vom konzeptionellen Standpunkt aus betrachtet nicht so gravierend. Bei Überschreitung einer gewissen Windgeschwindigkeit konzentrieren sich die Schäden, und damit entstehen erhebliche Gefahren von späteren Folgeschäden durch Bestandesauflösung bzw. Labilisierung. Tatsächlich nimmt das Risiko der Bildung von Turbulenzen zu, sobald mittlere Löcher in einer alten Bestockung geschaffen werden (siehe Abb. 4.15 nach Krecmer, 1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So betrachtet sind eher die (seltenen) starken Stürme für Nutzungskonzepte zu betrachten. Es lässt sich dann überlegen, in welcher Weise sie unausweichlich sind (Naturgewalt), bzw. ob es waldbauliche Mittel gibt, um ihre Wirkung zu reduzieren. Dies entspricht zwei grundlegend anderen Formen der Umgehungsstrategien nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.15.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.15: Luftströmungen in einer Bestandeslücke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Krecmer;1967;Krecmer, V., 1967: Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge. Wetter u. Leben 19: 203-214.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krecmer, V., 1967: Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge. Wetter u. Leben 19: 203-214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strategie steht in Zusammenhang mit der Frage der [[Wiederkehrperiode]] von Stürmen Weil Stürme ein sehr stochastischen Charakter aufweisen, gibt es beim gleichen Ereignis lokal grosse Unterschiede im Windfeld. Die Windgeschwindigkeit und die Böigkeit können lokal sehr stark wechseln, mit Windgeschwindigkeitsunterschieden um das Doppelte. Entsprechend konzentrieren sich auch die zu beobachteten Schäden meistens längs Streifen. Ihr Verlauf und ihre Position ist völlig unvoraussehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist grossräumig zwischen einem Sturmereignis und seinem lokalen Impakt zu unterscheiden. Eine Schätzung der Wiederkehrzeit eines Ereignisses wie Lothar nach der Extremstatistik ergibt eine Rekurrenzzeit von etwa 12 Jahren. Dies gilt für die Ebene des Landes oder einer Grossregion. Weil auch lokal grosse Unterschiede bestehen, ist die Schätzung der Wiederkehr von letalen Schäden (d.h. flächige Schäden) auf der Ebene des Bestandes völlig anders. Auch nach einem Extremsturm wie Lothar sind nur 2 bis 3 % der Wälder flach gelegt. Auf Bestandesebene betrachtet steht also das Risiko in einem Verhältnis von 33 bis 50 mal&lt;br /&gt;
niedriger als auf Regionsebene. Der bestandesbezogene Wiederkehrwert eines Orkanes wie Lothar liegt entsprechend zw. rund 400 und 600 Jahren. Sogar für eine Region wie Schottland, welche besonders oft von Stürmen heimgesucht wird, zeigen Gardiner und Quine (2000) Flächenschäden von zwischen 2 und 8 % und errechnen eine lokale Wiederkehr in der Grössenordnung von 70 Jahren für besonders exponierte Partien und 150 Jahre für die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen des Ausweichens durch Einflussnahme auf die Umtriebszeit, die ja waldbaulich auf Bestandesebene gilt, scheinen nicht von besonders relevanter Bedeutung sein, ausgenommen vielleicht für besonders prädisponierende Regionen oder Standorte. Auf Betriebsebene hingegen sind die Folgen von wiederkehrenden Stürmen mit relativ kurzer Rekurrenzperiode natürlich im Kauf zu nehmen. Im Sinne der Widerstandsstrategie lassen sich Überlegungen heranziehen, ob und inwieweit waldbauliche Mittel in der Lage sind, die Stabilität so zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung des Waldrandes====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss ebenfalls wissen, dass sich die am meisten sturmgefährdete Zone eines geschlossenen Bestandes nach Mitscherlich (1974)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1974;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in demjenigen Bereich befindet, welcher unmittelbar hinter jenem Waldrand liegt (siehe Abb. 4.16). Das ist somit jene Stelle, wo der Wind, der auf das dichte Hindernis des Waldrandes stösst, eine Stauung bildet und damit die Luftströme über die Bestockung hinwegleitet. Dadurch können im Bereich unmittelbar hinter dem Waldrand starke Turbulenzen entstehen, welche zu dementsprechenden Schäden führen können. Das ist der Grund, weshalb nach Stürmen sehr oft nur noch die Waldränder bzw. die&lt;br /&gt;
Waldrandbäume stehen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.16.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.16: Wirkung des Windes auf den Waldrand.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1974;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz dieser Erkenntnis ist es also wichtig, durchlässige Waldränder, welche hauptsächlich aus [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] bestehen, zu schaffen. Solche Waldränder erlauben aufgrund ihres unbelaubten Zustandes besonders in der Jahreszeit der erhöhten Sturmrisiken einen besseren bzw. teilweisen Abfluss der Luftströmungen ins Innere des Bestandes. Noch besser ist die Vorlagerung von offenen Baumstrukturen, welche eine Wirbelbildung vor dem geschlossenen Wald schaffen und somit das Windfeld günstig beeinflussen. Stufige Waldränder, wie sie heute aus der Sicht des Naturschutzes verlangt werden, können die [[Schutzwald|Schutzwirkung]] positiv beeinflussen, wenn sie nicht zu dicht gestaltet sind, da sie sonst zu einer Düsenwirkung führen, welche die Windgeschwindigkeit vergrössert und die Wirbelbildung hinausverschiebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Produktionsfaktor]]&lt;br /&gt;
[[Category: Betriebssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesstabilität]]&lt;br /&gt;
[[Category: Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
[[Category: Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6734</id>
		<title>Fichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6734"/>
		<updated>2017-02-28T20:09:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Fichte, Rottanne]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Épicéa]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Peccio, Abete rosso ]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Norway Spruce]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Picea abies&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schadenbilder und Empfindlichkeiten|&amp;gt; Mehr Infos (Tab. 4.9)]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schadenbilder und Empfindlichkeiten|&amp;gt; Mehr Infos (Tab. 4.12)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Fichte]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6733</id>
		<title>Fichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6733"/>
		<updated>2017-02-28T20:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Fichte, Rottanne]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Épicéa]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Peccio, Abete rosso ]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Norway Spruce]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Picea abies&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schadenbilder und Empfindlichkeiten|&amp;gt;Mehr Infos (Tab. 4.9)]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schadenbilder und Empfindlichkeiten|&amp;gt;Mehr Infos (Tab. 4.12)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Fichte]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6732</id>
		<title>Fichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6732"/>
		<updated>2017-02-28T20:07:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Fichte, Rottanne]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Épicéa]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Peccio, Abete rosso ]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Norway Spruce]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Picea abies&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schadenbilder und Empfindlichkeiten|&amp;gt;Mehr Infos (Tab. 4.9)]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Fichte]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6731</id>
		<title>Fichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6731"/>
		<updated>2017-02-28T20:05:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Fichte, Rottanne]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Épicéa]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Peccio, Abete rosso ]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Norway Spruce]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Picea abies&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]] [[4.2.2 Betriebssicherheit#Schnee|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Fichte]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.2_Betriebssicherheit&amp;diff=6730</id>
		<title>4.2.2 Betriebssicherheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=4.2.2_Betriebssicherheit&amp;diff=6730"/>
		<updated>2017-02-28T20:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betrachtung der Ausfallrisiken ist ein wichtiger produktionsbestimmender Faktor. [[Ausfall von Auslesebäumen|Ausfälle von Z-Bäumen]], wenn einmal die [[Auslese]] getroffen ist, führen auch zu Produktionsverlusten. Es gilt insbesondere, wenn mit zunehmender Statur der Bäume es keinen Platz für allfällige Ersatzbäume (Reservisten) mehr gibt. Darüber hinaus führen flächige [[Ausfall|Ausfälle]] infolge von Windstürmen, wie sie z.B. Anfang 1990 (Sturm Viviane) bzw. um Weihnachten 1999 vorkamen (Sturm Lothar), zu verheerenden wirtschaftlichen Einbussen, umso mehr als sie noch nich hiebsreife Bestockungen treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe für solche unerwünschten [[Ausfall|Ausfälle]] sind:&lt;br /&gt;
*[[Schneeschaden|Schneeschäden]] (Gipfel- und Stammbrüche),&lt;br /&gt;
*[[Sturmschaden|Sturmschäden]] (Stammbrüche und Würfe),&lt;br /&gt;
*[[Krankheit|Krankheiten]],&lt;br /&gt;
*[[Ernteschaden|Folgewirkungen der Holzgewinnung]] (Ernteschäden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berücksichtigung der [[Bestandesstabilität|Stabilität der Bestände]] und die Art und Weise, wie man sie durch angemessene Massnahmen beeinflussen kann, ist konzeptbestimmend. Bei den besonders empfindlichen [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] steht die &#039;&#039;&#039;Förderung der Stabilität&#039;&#039;&#039;, neben der Bildung von &#039;&#039;&#039;astfreiem Holz&#039;&#039;&#039; als wahrscheinlich wichtigstes Ziel im Vordergrund. Eine gute [[Bestandesstabilität]] ist aber ebenfalls auch bei der späteren Einleitung der Verjüngung ein wichtiger Faktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Bestandesstabilität|Stabilität]] als Ressource====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich hat die [[Bestandesstabilität]] in &#039;&#039;&#039;[[Schutzwald|Wäldern mit einer vorrangigen Schutzfunktion]]&#039;&#039;&#039; evidente Bedeutung. So darf die [[Bestandesstabilität|Stabilität]] in einer solchen Situation als eigene Ressource bezeichnet werden. In solchen Fällen sind die Kriterien der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] wichtiger als jene der Holzeigenschaften. Diese [[Schutzwald|Schutzwälder]] befinden sich hauptsächlich im Gebirge, und damit meist auch in der natürlichen Zone der [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelwälder]].&lt;br /&gt;
Für solche Verhältnisse ist gerade der &#039;&#039;&#039;[[hatBestandesform::Plenterwald]]&#039;&#039;&#039; eine ideale [[Bestandesform]] und damit auch, wo überall möglich, ein generell langfristig anzustrebendes Ziel. Dies ist umsomehr begründet, als die Plenterform in idealer Weise eine optimale Verbindung der Schutzleistungen mit Qualitätsholzproduktion sowie der meisten anderen Leistungen aus dem Walde gewährt. Sehr oft ist aber die [[Vertikale Struktur|Struktur]] dieser Berg- und Gebirgswälder, namentlich bei reinen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenformationen]], weit von derjenigen eines [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwaldes]] entfernt, weil sich in den meisten Fällen sehr [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige Strukturen]] bilden, ausser in der subalpinen Stufe. So neigen sie in den Altersphasen zu grossflächigen Zusammenbrüchen (Korpel, 1982, 1995)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Korpel;1982;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of natural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1982: Degree of equilibrium and dynamical changes of the forest on example of natural forests of Slovakia. Acta. Fac. forest. Zvolen, 24: 9-31.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Korpel;1995;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Korpel, S., 1995: Die Urwälder der Westkarpaten. G. Fischer, Stuttgart, 310 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das Problem der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] in den [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Wäldern verdient also die volle Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ausmass der zufälligen Ausfälle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur bei Schutzwäldern gehören die Risiken zu wichtigen Produktionsfaktoren. Wie eine Statistik für Süddeutschland zeigt (Tab. 4.3), bilden die unvorhergesehenen Nutzungen oder sog. &#039;&#039;&#039;[[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]]&#039;&#039;&#039; einen nicht unbedeutenden Anteil, welcher geschätzt etwa ein Viertel des Hiebsatzes beträgt. In den Bergregionen mit erhöhten Risiken (namentlich in den Föhntälern) kann dieser Anteil 50 % oder sogar deutlich mehr betragen. In solchen Fällen bleibt dem Waldbauer nicht mehr viel Handlungsfreiheit. Angegeben sind in der Tabelle 4.3 die Anteile der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] im Verhältnis zum vorgesehenen periodischen Holzeinschlag&lt;br /&gt;
(sog. Hiebsatz). Die Werte sind Mittelwerte, bezogen auf eine Dauer von 30 Jahren. In Jahren mit schweren Katastrophen kann das Ausmass der Zwangsnutzungen ein Mehrfaches des normalen Hiebsatzes betragen. Nach dem Windsturm Lothar (26. Dezember 1999) wurde in der Schweiz 2 % des Waldfläche, bzw. 3 % des stehenden Holzvolumens betroffen. Das entspricht in etwa 2 bis 3 mal dem normalen Hiebsatz. Lokal lagen bei besonders stark betroffenen Forstbetrieben das 10- bis 25-fache der normalen Jahresnutzung am Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:tabelle4.3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.3 : Ursachen der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] in süddeutschen Staatswäldern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Gilt für Staatswälder Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern)[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt,&lt;br /&gt;
159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] stellen für die Forstbetriebe in mehrfacher Hinsicht Nachteile dar. Einerseits sind das direkte Verluste des liegenden und stehenden Holzes bzw. Verluste für die vorzeitigen Nutzungen. Auch sind Verluste wegen der erschwerten Ernte miteinzurechnen. Die Erntekosten von [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] sind oft doppelt so hoch wie diejenigen von normalen Nutzungen. Gründe dafür sind z.B. die Verteilung der Bäume oder allgemein der zerstreute Anfall der [[Zwangsnutzung|Zwangsnutzungen]] sowie die Verschachtelung der einzelnen Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mässige Stürme führen zu Streuschäden. Sie führen dann nur zu einigermassen noch tragbaren Einzelverlusten. Unter Umständen ist ihre Wirkung nicht einmal als negativ zu bewerten, wenn sie zu Auflockerung der Bestockung führt, und so ähnlich wie eine [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] eine gewisse Strukturierung im Kronenraum erzeugt, allerdings ist die Wirkung im Gegensatz zur [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] neutral, d.h. ohne den Vorteil der [[Auslese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Überschreitung einer kritischen Grenze kann die Bestockung derart aufgelöst sein, dass ihre [[Bestandesstabilität|Stabilität]] mittelfristig nicht mehr gewährleistet ist. Bei noch stärkeren Schäden (in der Regel &lt;br /&gt;
bei heftigen Stürmen) entstehen Lücken unterschiedlicher Grösse, welche später Angriffspunkte für Wirbelbildung von Folgestürmen bilden können und somit zu einer Prädisposition für Sekundärschäden, ja sogar zu einer Labilisierung führen. So zeigen Quine und Bell (1998) für besonders häufig von heftigen Stürmen heimgesuchte Regionen in Europa (Schottland), dass Stürme (mit Windgeschwindigkeiten von zw. 30 und 60 m s&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;; d.h. zw. 108 und 216 st km&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;) in der Regel zur Bildung von mittleren Bestandeslöchern (10 bis 30 Aren) führen (siehe Abb. 4.4). Grosse Flächen entstehen auch, aber seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.4: Verteilung der infolge starker Windstürme entstandenen Lochgrössen&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Quine und Bell;1998;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce&lt;br /&gt;
forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gilt für 8 sturmexponierte Standorte in Grossbritanien und Sturmereignisse mit Windgeschwindigkeit en von zw. 30 und 60 ms&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkunsweise von Schnee und Stürmen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich bestehen zwischen den zwei Schadengefahren Stürme oder schwerer Schnee in der Ursache und Wirkung relevante Unterschiede, nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Schneeschaden|Schneeschäden]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*wirken durch vertikale statische Kräfte. Bäume sind durchBiegungskräfte (ev. Knickung) beansprucht (siehe Abb. 4.5). Die [[Schlankheitsgrad|Schlankheit der Stämme]] (sog. [[Schlankheitsgrad|h:d Quotient]]) gilt als wichtiger Indikator der Empfindlichkeit.&lt;br /&gt;
*betreffen Jungbestockungen in der Phase des höchsten Höhenwuchs ([[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]).&lt;br /&gt;
*Es gibt klare prädisponierende Faktoren: Baumarten, [[Höhenlage|Höhenlagen]], Exposition.&lt;br /&gt;
*So sind Schäden prognostizierbar, bzw. durch vorbeugende Pflege kontrollierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nassschneeereignisse ziehen vor allem Bestände aus [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] in Mitleidenschaft. Besonders anfällig sind Bestände der [[hatBaumart::Waldföhre]], deren buschförmige Nadeln einen grossen Anteil des Schnees zurückhalten, sowie [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestände]]. Die gefährdete Höhenzone besteht im Bereich, wo Nassschneefälle am häufigsten leicht unter den Gefrierpunkt fallen. Solange die Temperatur nicht über den Gefrierpunkt steigt, gibt es keine Entladung der interzipierten Schneemasse (Stadler et al., 1998) [[Referenz::Stadler et al.;1998;Stadler, D., Bründl, M., Schneebeli, M., Meyer-Grass, M., Flühler, H., 1998: Hydrologische Prozesse im subalpinen Wald im Winter.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Stadler, D., Bründl, M., Schneebeli, M., Meyer-Grass, M., Flühler, H., 1998: Hydrologische Prozesse im subalpinen Wald im Winter.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der grösste Gefährdungsbereich ist in den Regionen nördlich der Alpen um 500 und 700 m ü. M.. In diesen [[Höhenlage|Höhenbereichen]] kann der mit Wasser gesättigte Schnee, der ein spezifisch hohes Gewicht aufweist, das dreimal so hoch ist wie dasjenige von trockenem, kaltem und leichtem Schnee, schwerwiegende Schädigungen verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.5.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.5: Unterschiede in der Belastung zwischen Schneedruck und Windstürmen nach Marsch (1989)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Marsch;1989;Marsch, M., 1989: Stabilisierung von Fichtenbeständen gegenüber Schnee und Sturm durch Dichteregulierung in der Jugend. In: Proceedings IUFRO Symposium: Treatment of&lt;br /&gt;
young forest stands, Techn. Univ. Dresden: 96-119.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Marsch, M., 1989: Stabilisierung von Fichtenbeständen gegenüber Schnee und Sturm durch Dichteregulierung in der Jugend. In: Proceedings IUFRO Symposium: Treatment of young forest stands, Techn. Univ. Dresden: 96-119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sturmschaden|Sturmschäden]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*wirken durch seitliche Kräfte mit hoher dynamischer Beanspruchung. Unter pulsierenden Windstössen (Böen) schwingen die Bäume in kurzen intermittierenden Perioden von einigen Sekunden;&lt;br /&gt;
*Ältere Bestände aus wintergrünen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] sind betroffen, weil die Windstärke über dem Walddach von oben abnimmt und auch die Wirkung (Biegemoment) mit der Baumhöhe und Kronendichte zunimmt;&lt;br /&gt;
* Die [[Stabilität]] beruht auf unterschiedlichen Komponenten: mechanische Festigkeit des Stammes (Bruch) und Verankerung (Wurf);&lt;br /&gt;
*weniger der [[Schlankheitsgrad|h:d Quotient]] ist als Indikator massgebend, sondern der Gesundheitszustand des Wurzelsystems, die Bodeneigenschaften und die Rauhigkeit des Waldgefüges ;&lt;br /&gt;
*die lokale Wirkung der Stürme ist sehr zufällig und also kaum voraussehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schadenbilder und Empfindlichkeiten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schnee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mechanisch betrachtet führt die Schneebelastung dazu, dass der Baum durch Beugung seitlich nachgibt, wodurch im Stamm entsprechende Zug- und Druckkräfte entstehen. Die Schneelasten verursachen mechanisch betrachtet nicht das Knicken, sondern Biegungsbeanspruchungen (Rottmann, 1985)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Je nach Schadensereignis entstehen Kronenbrüche oder Stammbrüche. Die Basis der Baumkrone ist ebenfalls eine bevorzugte Bruchstelle. Statistisch gesehen stellt man vor allem Brüche an der Kronenbasis, andererseits aber auch Brüche im untersten Viertel oder im untersten Drittel des Stammes (Rottmann, 1985)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fest. Letztere&lt;br /&gt;
Schäden weisen die schwerwiegendsten Folgen auf, weil die betroffenen Bäume logischerweise nicht überleben, im Gegenteil zu Kronenbrüchen, bei welchen die Bäume oft überleben, wenn ein genügend grosser Anteil der belaubten bzw. benadelten Krone bestehen bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindlichkeit gegenüber Schäden hängt einerseits von den statischen Eigenschaften der einzelnen Bäume ab, also von der Stammform, andererseits ist entscheidend, wie weit das kollektive Gefüge ein seitliches Schwanken der Einzelglieder zulässt. Von der Last- und Kräfteverteilung her gesehen ist die Anfälligkeit auf Brüche abhängig von der Höhe des Kronenansatzes und der Kronenlänge, da durch diese zwei Grössen der Schwerpunkt der Last massgeblich bestimmt wird (siehe Abb. 4.6). Je kürzer eine Krone ist und je höher ab Boden ihrAnsatzpunkt liegt, desto wichtiger wird das Biegemoment, womit das Bruchrisiko ansteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.6.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.6: Beanspruchung der Bäume durch die Schneelast.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rottmann hat durch seine systematischen Aufnahmen von Schneebruchschäden im Lehrwald der forstlichen Fakultät der Universität München gezeigt, dass eine enge Abhängigkeit zwischen den Schäden und dem mittleren [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrad]] (oder das Verhältnis h/d) eines Bestandes besteht (siehe dazu Abb. 4.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.7.png|550px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.7: Schneedruckschäden und [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrad]] im Lehrwald von Landshut der forstlichen Fakultät München.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rottmann&amp;quot;&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schäden steigen merklich an, wenn der mittlere [[Schlankheitsgrad]] &#039;&#039;&#039;einen Wert von 85&#039;&#039;&#039; übersteigt, und sie nehmen leicht ein kritisches Ausmass an, wenn die Grenze von 100 überschritten wird. Auch innerhalb eines Bestandes werden die Überschlanken mehr betroffen als die herrschenden, wie dies die Beobachtung der Schneedruckschäden von Merkel (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz:Merkel;1975;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merkel&amp;quot;&amp;gt;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in einem 48-jährigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]] in Baden-Württemberg zeigen (Abb. 4.8). Bei winterkahlen [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] liegt die kritische Grenze bei wesentlich höheren [[Schlankheitsgrad|h/d-Werten]], nämlich bei &#039;&#039;&#039;h/d von 140 für die Buche&#039;&#039;&#039; (nach Kodrik, 1991)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kodrik;1991;Kodrik, J., 1991: Einfluss der bestandesbildenden Kennziffern auf die Intensität der Beschädigung von Buchenbeständen durch Schnee. In: 3. IUFRO Buchensymposium. S. Korpel &amp;amp; L. Paule (Eds), Hochschule für Forstwirtschaft und Holztechnologie, Zvolen:326-330.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kodrik, J., 1991: Einfluss der bestandesbildenden Kennziffern auf die Intensität der Beschädigung von Buchenbeständen durch Schnee. In: 3. IUFRO Buchensymposium. S. Korpel &amp;amp; L. Paule (Eds), Hochschule für Forstwirtschaft und Holztechnologie, Zvolen:326-330.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.8: Zusammenhang zwischen [[Schlankheitsgrad]] und Schneedruckschäden in einem 48-jährigen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]]; Fläche Kandern Baden-Württemberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz:Merkel;1975;Merkel, O., 1975: Schneebruch im Fichtenbestand bei 40jähriger Auslesedurchforstung. Allg. ForstZ. 30: 663-665.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merkel&amp;quot;&amp;gt;Merkel, O., 1975: Schneebruch im [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestand]] bei 40jähriger [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]]. Allg. ForstZ. 30: 663-665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bestandesalter]] des [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzes]] ist die Phase mit der höchsten Anfälligkeit gegenüber Schneeschäden, weil sie auch diejenige mit der grössten Zunahme des [[Wettbewerb|Wettbewerbes], d.h die Phase des stärksten Höhenwachstums ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat zeigen die Beobachtungen von Rottmann für die empfindlichen Baumarten ([[hatBaumart::Fichte|Fi]], [[hatBaumart::Föhre|Fö]]) ein Maximum an Schäden in den [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzern]] mit [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiger, homogener Struktur]] und [[Bestandesalter]] zwischen 20 und 50 Jahren (Tab. 4.9). Dabei treten solche Schäden in jungen Bestockungen zuerst konzentriert, d.h. in flächiger Form auf. Mit zunehmender Bestandesentwicklung dagegen werden die Schäden eher zerstreuter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle4.9.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.9: Empfindlichkeit der Baumarten gegenüber Schneeschäden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Waldföhre| ]][[hatBaumart::Schwarzföhre| ]][[hatBaumart::Fichte| ]][[hatBaumart::Douglasie| ]][[hatBaumart::Weymouthsföhre| ]][[hatBaumart::Bergföhre| ][[hatBaumart::Arve| ]][[hatBaumart::Lärche| ]][[hatBaumart::Esche| ]][[hatBaumart::Birke| ]][[hatBaumart::Pappel| ]][[hatBaumart::Erle| ]][[hatBaumart::Linde| ]][[hatBaumart::Weide| ]][[hatBaumart::Robinie| ]][[hatBaumart::Edelkastanie| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Schneeschaden|Schneeschäden]] besonders betroffen sind also vor allem [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzer]], wo auch vor allem Stammbrüche vorkommen. Mit zunehmendem [[Bestandesalter]] verschieben sich die bevorzugten Bruchstellen nach oben, d.h. in den Bereich der Baumkronen, was vermehrt zu Beschädigungen innerhalb der Kronen führt. Eine solche Verschiebung der Schäden vom unteren Stamm- in der Kronenbereich zeigt sich ebenfalls als Ergebnis der Erhöhung der [[Durchforstungsstärke]]. Die Faktoren, welche die [[Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden|Anfälligkeit eines Baumes bzw. eines Bestandes]] gegenüber Schneeschäden bestimmen, sind neben der Baumart und der Höhe über Meer auch die [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und das [[Bestandesalter]], der [[Schlankheitsgrad]], die [[Kronenlänge]], die Unregelmässigkeit der [[Kronenform]], die Länge der Internodien (Stammabschnitt zwischen Astquirlen) in der Krone (Möhring, 1981) &lt;br /&gt;
[[Referenz:Möhring;1981;Möhring, B., 1981: Ueber den Zusammenhang zwischen [[Kronenform|Kronenform]] und Schneebruchanfälligkeit bei der [[hatBaumart::Fichte]]. Forstarchiv 52, 4: 130-134.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Möhring, B., 1981: Ueber den Zusammenhang zwischen [[Kronenform]] und Schneebruchanfälligkeit bei der [[hatBaumart::Fichte]]. Forstarchiv 52, 4: 130-134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und eventuell genetische Faktoren, ferner die topographische Lage und letztendlich die Exposition eines Bestandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stürme&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Oehler (1967)[[Referenz::Oehler;1967;| ]]&lt;br /&gt;
resultieren bereits ab Windgeschwindigkeiten um 17 ms-1 (62 kmh&amp;lt;sup&amp;gt;-1&amp;lt;/sup&amp;gt;) zerstreute Schäden im Wald. Bei Windgeschwindigkeiten ab 30 ms-1 (108 kmh-1) entstehen flächige Schäden, mit lokaler Auflösung in kleinen Löchern unterschiedlicher Ausdehnung von meistens zwischen 7 und 10 Aren (Quine und Bell, 1988) [[Referenz::Quine und Bell;1988;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quine, C.P., Bell, P.D., 1998: Monitoring of windthrow occurrence and progression in spruce forests in Britain. Forestry 71, 2: 87-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei sehr starken Stürmen oder sogar Orkanen können grossflächige Schäden entstehen, sehr oft sind die Schäden auf lange Streifen(Windgassen) konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich folgende [[Sturmschaden|Schäden]] unterscheiden (siehe Abb. 4.10):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Brüche&lt;br /&gt;
**Stammbruch (Höhe 2-10 m)&lt;br /&gt;
**tockbruch&lt;br /&gt;
*Wurf&lt;br /&gt;
**Wurzelbruch (Wurzelteller am Stammfuss als Scharnier)&lt;br /&gt;
**mit dem ganzen Wurzelteller&lt;br /&gt;
*Torsion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.10.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.10: Art der Sturmschäden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grossen und Ganzen werden die Bäume nach heftigen Stürmen sowohl gebrochen als auch geworfen. Empfindliche [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] (z.B. [[hatBaumart::Fichte]]) werden eher gebrochen. Winterkahle [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]] werden tendenziell eher geworfen. Bodeneigenschaften und –zustand (z.B. Wassersättigung) spielen hier eine entscheidende Rolle. Primär sind die höchsten Bäume betroffen, weil die Windgeschwindigkeit gegen den Boden zu stark abnimmt und wegen dem grössten Drehmomentbzw. Schwingungsamplitude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, dass die Kräfte (bzw. das Drehmoment), welche zu Bruch oder zu Wurf führen, ähnlich gross sind (Worrell, 1981; in: Dunham und Cameron, 2000). So dürften kleine Materialschwächen im Fall des Bruches sowie der Querschnitt und Winkel der Hauptwurzeln bzw. ihr Gesundheitszustand sowie die Tiefe der Wurzelballe im Fall des Wurfes für die Schadenart schlussendlich entscheidend sein&lt;br /&gt;
[[Referenz::Worrell;1981;| ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Stammbrüchen variiert die Höhe des Bruches zwischen 2 – 8 m, obwohl der Biegemoment an der Stammbasis maximal wäre. Betrachtet man das Schwingen der Bäume, würde man die Bruchstelle bei 0,5 m der Schaftlänge erwarten, weil dort beim 1. harmonischen Knotenpunkt/ die grösste Stammdeflexion stattfindet (Fournier et al. 1993; Eutener, 1970)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Fournier et al.;1993;Fournier, M., Rogier, P, Costes, E., Jaeger, M., 1993 : Modélisation mécanique des vibrations propres d’un arbre soumis aux vents, en fonction de sa morphologie. Ann. Sci. For.&lt;br /&gt;
50 : 401-412.|]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fournier, M., Rogier, P, Costes, E., Jaeger, M., 1993 : Modélisation mécanique des vibrations propres d’un arbre soumis aux vents, en fonction de sa morphologie. Ann. Sci. For. 50 : 401-412.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Eutener;1970;Eutener, G.A., 1970: Aerodynamische Beobachtungen im Pforzheimer Wirbelsturm vom 10. Juli 1968. Arch. Meteo. Geoph. Biokl., Serie A, 19: 355-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eutener, G.A., 1970: Aerodynamische Beobachtungen im Pforzheimer Wirbelsturm vom 10. Juli 1968. Arch. Meteo. Geoph. Biokl., Serie A, 19: 355-371.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Schlussendlich scheinen Unterschiede im Holzmaterial wie Äste, Buchs (Dunham und Cameron, 2000) oder breite Jahrringe eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torsionsschäden(eher selten) können entstehen, wenn Bäume während dem Bruch durch/ rotierende Kräfte beeinflusst sind. Dies kann geschehen, wenn die Krone asymmetrisch ist oder wenn der Baum durch Nachbarn einseitig eingeklemmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Prädisposition vs. Empfindlichkeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wintergrüne [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]] sind in der Regel wesentlich empfindlicher als winterkahle Baumarten. Dies steht offensichtlich in Zusammenhang mit der Segelwirkung der Krone. So zeigen die Ergebnisse der Lotharschäden in der Schweiz, dass [[hatBaumart::Fichte]] und [[hatBaumart::Tanne]] um 4 mal mehr von Schäden betroffen waren als [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]] (Buwal, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Buwal;2001;| ]].&lt;br /&gt;
Unter diesen scheint die Buche empfindlicher zu sein als [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Ahorn]] und [[hatBaumart::Esche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]] weisen eindeutig die stärkste Anfälligkeit gegenüber Sturmschäden auf, offensichtlich wegen der Anfälligkeit des Wurzelsystems gegenüber Fäulebefall. Dies gilt besonders auf Böden mit einer schlechten Durchlüftung. Damit sind also die Ausprägung sowie der aktuelle Gesundheitszustand des Hauptwurzelsystems (als Verankerungssystem) für die Sturmfestigkeit eines bestimmten Baumes mindestens so wichtig wie die mechanischen Eigenschaften des Stammholzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Verankerung von Bedeutung (bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubholzarten]]), sind die Unterschiede sowohl zwischen den Baumarten als auch den Bodenbeschaffenheiten zu betrachten. Als Faktoren spielen hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Typen der Wurzelsysteme (Flach, Pfahl, Herz) sowie die Vernetzung des Bodens durch die Feinwurzeln&lt;br /&gt;
*Dimensionen der Wurzellballe (Breite und Tiefe)&lt;br /&gt;
*Bodeneigenschaften, welche auf die Entwicklung der Bewurzelungstiefe wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei Wurzelsystemen (siehe Abb. 4.11) ist das Herzwurzelsystem als am günstigsten zu betrachten, weil es sowohl die Tiefe wie die Breite bevorzugt. Das Flachwurzelsystem ist nicht so ungünstig wie üblicherweise angenommen, da es zu einer bezüglich seitlicher Verankerung günstigen Entwicklung der Hauptwurzeln führt. Die Bewurzelungstiefe ist von Senkerwurzeln gesteuert. Die Wurzelsysteme sind sehr stark von der Bodenbeschaffenheit, insbesondere vonder physiologischen Gründigkeit, überlagert, sodass auch Baumarten mit Pfahlwurzeltendenz ein flachgründiges System entwickeln können und umgekehrt. Die Art der  Pflanzenbegründung bzw. der Bodenbearbeitung scheint keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des erwachsenen Wurzelsystems zu haben (Coutts, 1983)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Coutts;1983;Coutts, M.P., 1983: Root architecture and tree stability. Plant and soil 71:171-188.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Coutts, M.P., 1983: Root architecture and tree stability. Plant and soil 71:171-188.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat ist weniger die absolute Tiefe des Hauptwurzelsystems der entscheidende Faktor der Widerstandskraft gegenüber Stürmen, sondern eher die schräge Durchwurzelung des Bodens sowie die Dichte des Feinwurzelsystems. Letztere erlaubt nämlich, einen mehr oder weniger grossen Ballen an Bodenmasse zu fixieren. In Wirklichkeit ist der Halt bzw. die Standfestigkeit eines Baumes im Boden auch eher durch das Gewicht des Erdballens begründet als durch die Wirkung einer direkten Verankerung, welche dank einigen starken Seitenwurzeln in und gegen der Windrichtung erfolgt. Das Gewicht der Wurzelballe liegt ungefähr acht mal über demjenigen des Baumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bouchon (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bouchon;1987;Bouchon, J., l987: Etat de la recherche relative aux dégâts forestiers dus aux tempêtes. Rev. forest. Fr. 39, 4: 301-312.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bouchon, J., l987: Etat de la recherche relative aux dégâts forestiers dus aux tempêtes. Rev. forest. Fr. 39, 4: 301-312.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gibt für Frankreich, zumindest für die [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]], die Sturmempfindlichkeit in folgender abnehmender Reihenfolge an: Fichte, Waldföhre, Tanne, Douglasie, Schwarzföhre, Lärche. Von den drei nach Biebelriether (1966)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Biebelriether;1966;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biebelriether&amp;quot;&amp;gt;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
definierten Wurzelsystemen, nämlich dem Flach-, dem Pfahl- und dem Herzwurzelsystem (siehe Abb. 4.11), verschafft offensichtlich nicht das Pfahlwurzelsystem, sondern das Herzwurzelsystem (Douglasie, Lärche usw.) die beste Stabilität gegenüber Stürmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.11: Die drei Wurzelsysteme der Bäume.&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Biebelriether;1966;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biebelriether&amp;quot;&amp;gt;Bibelriether, B.. 1966: Die Bewurzelung einiger Baumarten in Abhängigkeit von Bodeneigenschaften. Allg. ForstZ. 21: 808-815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden|Sturmanfälligkeit]] der verschiedenen Baumarten zeigt Tab. 4.12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tab.4.12.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Tabelle 4.12: Sturmempfindlichkeit der verschiedenen Baumarten&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bazzigher und Schmid;1969;Bazzigher, G., Schmid, P., 1969: Sturmschäden und Fäule. Schweiz. Z. Forstwes. 120, 10: 521-534.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bazzigher, G., Schmid, P., 1969: Sturmschäden und Fäule. Schweiz. Z. Forstwes. 120, 10: 521-534.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geländeform kann einen Einfluss ausüben. Schon Hütte (1967)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hütte;1967;| ]]&lt;br /&gt;
wies auf eine besondere Schadenskonzentration in luvorientierten Hängen, Hügelscheiteln, Hügelrückseiten bzw. – seiten hin. Dies steht offensichtlich in Zusammenhang mit der Düsenwirkung und Bildung von Turbulenzen (siehe Abb. 4.13). Quine und Gardiner (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Gardiner;1998;| ]]&lt;br /&gt;
haben für Schottland ein Gelände- Prognosemodell für die Bestimmung der speziellen Risikenprädisposition entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.13.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.13: Einfluss der Geländeform auf die Sturmschädenempfindlichkeit Nach Hütte (1967)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Hütte;1967;| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategien====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnee und Sturmschäden haben unterschiedliche Bedeutung für die Nutzungskonzepte. Grundsätzlich ist primär das Problem nach dem Prinzip der Vorsorge über die Baumartenwahl zu regeln, allenfalls über Mischungen. Dies gilt besonders für prädisponierende Lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnee stellt in der Phase der [[Auslese]] ([[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]) einen wichtigen Faktor dar. Weil in dieser Phase auch das intensivste Höhenwachstum stattfindet, ist sie auch die Phase mit der grössten Zunahme des Wettbewerbes und in der die Bäume die maximalen hohen [[Schlankheitsgrad|Schlankheitsgrade]] (h:d Quotient) aufweisen und somit die grösste Prädisposition zu Schneedruckschäden darstellt. Weil die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] die Stammform positiv beeinflussen kann, stellt sie zumindest mittelfristig auch den wichtigsten Wirkungsfaktor zur Stabilisierung dar. Allerdings muss zwischen Stärke der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] und mittelfristiger Verbesserung der Einzelbaumeigenschaften ein Kompromiss gefunden werden, da unmittelbar nach einer [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] das Risiko einer Destabilisierung zunimmt. Die Angst vor Fehlentscheidungen und deren Folgen führt oft zu einer Lähmung der forstlichen Handlungsbereitschaft. Diese Zurückhaltung bewirkt letztendlich, dass man in der Praxis mehr Bestände mit Stabilitätsproblemen findet als solche, die angemessen behandelt wurden. Als Folge davon müssen die Eingriffe immer wieder zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden, in dem die Bedingungen eigentlich nicht mehr günstig sind. Diese Fragen des Einflusses der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstung]] auf die Stabilität werden im Abschnitt Erziehungsphase oder Kompressionsphase detailliert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Problem der mechanischen Stabilität genau verstehen zu können, muss man auch zwischen der [[Stabilität|individuellen Stabilität der Bäume]] und der [[Bestandesstabilität|kollektiven Stabilität der Bestockung]] unterscheiden. Bei der Betrachtung der [[Stabilität|individuellen Stabilität]] sind v.a. diejenigen Bäume wichtig, welche das Gerüst eines Bestandes bilden; wobei es sich meistens um die sozial [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und vorherrschenden Individuen handelt. Die [[Bestandesstabilität|kollektive Stabilität]] hingegen beruht auf einem Effekt der Bestockung als Block. In diesem Fall stützen sich die Bäume gegenseitig und verhindern dadurch ein übermässiges Hin- und Herschwanken der&lt;br /&gt;
Einzelglieder. Solange ein Bestand, auch wenn er hauptsächlich aus schwachen, schlanken und deshalb bruchgefährdeten Einzelgliedern besteht, noch völlig kompakt und dicht ist, besitzt er eine genügende hohe [[Bestandesstabilität|kollektive Stabilität]]. Damit ist auch ein solcher Bestand gegenüber wind- oder schneebedingten mechanischen Einwirkungen noch einigermassen widerstandsfähig. Die Wirkung einer hohen kollektiven Stabilität beruht auf der geringen seitlichen Bewegungsfreiheit der einzelnen Bäume. Die kollektive Stabilität ist somit von der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und vom [[Bestandesschluss|Bestandesschluss]] abhängig. In dichten Beständen verhindern die&lt;br /&gt;
Baumkronen die Schwankungen der einzelnen Bäume und üben somit einen stabilisierenden Effekt aus. Beobachtungen des Schadenausmasses im Lehrwald der forstlichen Fakultät der Universität München von unterschiedlich dichten Beständen zeigt Abb. 4.14. Die Schneeschäden fallen aufgrund der kollektiven Stabilität geringer aus in sehr dichten Beständen, sowie auch in lichten Beständen, wo die Stabilität der Einzelbäume gut ist. Die Bestände mit einer mittleren [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] hingegen werden durch die Schneeschäden am meisten betroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.14.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.14: Schneedruckschäden und Bestockungsdichte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Sturm, der ältere Bestockungen betrifft, drehen sich die Fragen weniger um Verlust durc vorzeitiges Ausscheiden bzw. [[Ausfall von Auslesebäumen|Ausfall von Wertträgern]] und damit von Wertschöpfungspotential als um Probleme der Labilisierung betroffener aufgelöster Bestände. Selbstverständlich spielt die Baumartenwahl wie im Fall der Schneegefahr eine übergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlere Stürme mit Einzelwürfen wirken wie vorzeitiges Ernten und sind somit vom konzeptionellen Standpunkt aus betrachtet nicht so gravierend. Bei Überschreitung einer gewissen Windgeschwindigkeit konzentrieren sich die Schäden, und damit entstehen erhebliche Gefahren von späteren Folgeschäden durch Bestandesauflösung bzw. Labilisierung. Tatsächlich nimmt das Risiko der Bildung von Turbulenzen zu, sobald mittlere Löcher in einer alten Bestockung geschaffen werden (siehe Abb. 4.15 nach Krecmer, 1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So betrachtet sind eher die (seltenen) starken Stürme für Nutzungskonzepte zu betrachten. Es lässt sich dann überlegen, in welcher Weise sie unausweichlich sind (Naturgewalt), bzw. ob es waldbauliche Mittel gibt, um ihre Wirkung zu reduzieren. Dies entspricht zwei grundlegend anderen Formen der Umgehungsstrategien nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.15.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.15: Luftströmungen in einer Bestandeslücke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Krecmer;1967;Krecmer, V., 1967: Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge. Wetter u. Leben 19: 203-214.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krecmer, V., 1967: Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge. Wetter u. Leben 19: 203-214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strategie steht in Zusammenhang mit der Frage der [[Wiederkehrperiode]] von Stürmen Weil Stürme ein sehr stochastischen Charakter aufweisen, gibt es beim gleichen Ereignis lokal grosse Unterschiede im Windfeld. Die Windgeschwindigkeit und die Böigkeit können lokal sehr stark wechseln, mit Windgeschwindigkeitsunterschieden um das Doppelte. Entsprechend konzentrieren sich auch die zu beobachteten Schäden meistens längs Streifen. Ihr Verlauf und ihre Position ist völlig unvoraussehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist grossräumig zwischen einem Sturmereignis und seinem lokalen Impakt zu unterscheiden. Eine Schätzung der Wiederkehrzeit eines Ereignisses wie Lothar nach der Extremstatistik ergibt eine Rekurrenzzeit von etwa 12 Jahren. Dies gilt für die Ebene des Landes oder einer Grossregion. Weil auch lokal grosse Unterschiede bestehen, ist die Schätzung der Wiederkehr von letalen Schäden (d.h. flächige Schäden) auf der Ebene des Bestandes völlig anders. Auch nach einem Extremsturm wie Lothar sind nur 2 bis 3 % der Wälder flach gelegt. Auf Bestandesebene betrachtet steht also das Risiko in einem Verhältnis von 33 bis 50 mal&lt;br /&gt;
niedriger als auf Regionsebene. Der bestandesbezogene Wiederkehrwert eines Orkanes wie Lothar liegt entsprechend zw. rund 400 und 600 Jahren. Sogar für eine Region wie Schottland, welche besonders oft von Stürmen heimgesucht wird, zeigen Gardiner und Quine (2000) Flächenschäden von zwischen 2 und 8 % und errechnen eine lokale Wiederkehr in der Grössenordnung von 70 Jahren für besonders exponierte Partien und 150 Jahre für die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen des Ausweichens durch Einflussnahme auf die Umtriebszeit, die ja waldbaulich auf Bestandesebene gilt, scheinen nicht von besonders relevanter Bedeutung sein, ausgenommen vielleicht für besonders prädisponierende Regionen oder Standorte. Auf Betriebsebene hingegen sind die Folgen von wiederkehrenden Stürmen mit relativ kurzer Rekurrenzperiode natürlich im Kauf zu nehmen. Im Sinne der Widerstandsstrategie lassen sich Überlegungen heranziehen, ob und inwieweit waldbauliche Mittel in der Lage sind, die Stabilität so zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung des Waldrandes====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss ebenfalls wissen, dass sich die am meisten sturmgefährdete Zone eines geschlossenen Bestandes nach Mitscherlich (1974)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1974;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in demjenigen Bereich befindet, welcher unmittelbar hinter jenem Waldrand liegt (siehe Abb. 4.16). Das ist somit jene Stelle, wo der Wind, der auf das dichte Hindernis des Waldrandes stösst, eine Stauung bildet und damit die Luftströme über die Bestockung hinwegleitet. Dadurch können im Bereich unmittelbar hinter dem Waldrand starke Turbulenzen entstehen, welche zu dementsprechenden Schäden führen können. Das ist der Grund, weshalb nach Stürmen sehr oft nur noch die Waldränder bzw. die&lt;br /&gt;
Waldrandbäume stehen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.16.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.16: Wirkung des Windes auf den Waldrand.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1974;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich. G., 1974: Sturmgefahr und Sturmsicherung. Schweiz. Z. Forstwes. 125, 4: 199-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz dieser Erkenntnis ist es also wichtig, durchlässige Waldränder, welche hauptsächlich aus [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] bestehen, zu schaffen. Solche Waldränder erlauben aufgrund ihres unbelaubten Zustandes besonders in der Jahreszeit der erhöhten Sturmrisiken einen besseren bzw. teilweisen Abfluss der Luftströmungen ins Innere des Bestandes. Noch besser ist die Vorlagerung von offenen Baumstrukturen, welche eine Wirbelbildung vor dem geschlossenen Wald schaffen und somit das Windfeld günstig beeinflussen. Stufige Waldränder, wie sie heute aus der Sicht des Naturschutzes verlangt werden, können die [[Schutzwald|Schutzwirkung]] positiv beeinflussen, wenn sie nicht zu dicht gestaltet sind, da sie sonst zu einer Düsenwirkung führen, welche die Windgeschwindigkeit vergrössert und die Wirbelbildung hinausverschiebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Produktionsfaktor]]&lt;br /&gt;
[[Category: Betriebssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesstabilität]]&lt;br /&gt;
[[Category: Empfindlichkeit gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
[[Category: Empfindlichkeit gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Weisstanne&amp;diff=6729</id>
		<title>Weisstanne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Weisstanne&amp;diff=6729"/>
		<updated>2017-02-28T19:58:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung::Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Klebast]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Weisstanne]] OR [[hatBaumart::Tanne]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Weisstanne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6728</id>
		<title>Fichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Fichte&amp;diff=6728"/>
		<updated>2017-02-28T19:58:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Fichte, Rottanne]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Épicéa]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Peccio, Abete rosso ]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Norway Spruce]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Picea abies&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Sehr empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Astigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::250|Endstammzahl: 250 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::6,8|Mittlerer Endabstand: 6,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Fichte]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Waldf%C3%B6hre&amp;diff=6727</id>
		<title>Waldföhre</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Waldf%C3%B6hre&amp;diff=6727"/>
		<updated>2017-02-28T19:58:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Fäule|Anfällig für Fäule]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::200|Endstammzahl: 200 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::7,6|Mittlerer Endabstand: 7,6 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Waldföhre]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Waldföhre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Esche&amp;diff=6726</id>
		<title>Esche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Esche&amp;diff=6726"/>
		<updated>2017-02-28T19:57:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|Bildet traumatische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[HatStammmorphologie::Monopode]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Kurzer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Sehr empfindlich gegenüber Schneeschäden]] (in belaubtem Zustand)&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Wenig empfindlich gegenüber Schneeschäden]] (unter normalen Bedingungen)&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Farbkern|Bildet Farbkern]]&lt;br /&gt;
*[[HatPflegemassnahme::Kronenschnitt|Pflegemassnahme: Kronenschnitt]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::150|Endstammzahl: 150 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::8,8|Mittlerer Endabstand: 8.8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Esche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
[[Category:Esche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Buche&amp;diff=6725</id>
		<title>Buche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Buche&amp;diff=6725"/>
		<updated>2017-02-28T19:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable centre&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsch: &#039;&#039;&#039;[[hatDeutsch::Buche, Rotbuche]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Français: &#039;&#039;&#039;[[hatFrancais::Hêtre, foyard]] &lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Italiano: &#039;&#039;&#039;[[hatItaliano::Faggio]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;English: &#039;&#039;&#039;[[hatEnglish::Beech]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;20%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiss.: &#039;&#039;&#039;[[hatWissenschaftlich::&#039;&#039;Fagus sylvatica&#039;&#039; L.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[hatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatZwieselbildung::Physiologische Zwiesel|Bildet physiologische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung::Totastverlierer]]&lt;br /&gt;
*[[HatStammmorphologie::Sympode]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Schattenbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion des Nebenbestandes::Erziehung|Funktion im Nebenbestand: Erziehung]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion des Nebenbestandes::Additive Produktion|Funktion im Nebenbestand: Additive Produktion]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Schrägwuchs|Tendenz zum Schrägwuchs]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Farbkern|Bildet Farbkern]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatAuslesezeitpunkt::Dickung|Auslesezeitpunkt: Dickung]] nach [[hatReferenz:: 4.2.1_Zeit |J.-Ph. Schütz (2003)]] /!\ Falsche Referenz - nur zum Test!!!&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Breite Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit auch in hohem Alter]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::150|Endstammzahl: 150 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::8,8|Mittlerer Endabstand: 8,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Buche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Buche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Eiche&amp;diff=6724</id>
		<title>Eiche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Eiche&amp;diff=6724"/>
		<updated>2017-02-28T19:57:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatZwieselbildung::Physiologische Zwiesel|Bildet physiologische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[HatStammmorphologie::Sympode]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Sehr hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Klebast|Bildet Klebäste]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Holzriss|Bildet Holzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Fäule|Anfällig für Fäule]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Schrägwuchs|Tendenz zum Schrägwuchs]]&lt;br /&gt;
*[[HatAuslesezeitpunkt::Dickung|Auslesezeitpunkt: Dickung]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::100|Endstammzahl: 100 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::10,8|Mittlerer Endabstand: 10,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Subcategory of::Eiche]]|format=table|mainlabel=Unterkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Eiche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Eiche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=Douglasie&amp;diff=6723</id>
		<title>Douglasie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Douglasie&amp;diff=6723"/>
		<updated>2017-02-28T19:56:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreinigung:: Totasterhalter]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Empfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatKronenform::Schlanke Krone]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::150|Endstammzahl: 150 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::8,8|Mittlerer Endabstand: 8,8 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Douglasie]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Douglasie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6722</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6722"/>
		<updated>2017-02-28T19:56:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.3_Wirkung_auf_Bestandeszuwachs&amp;diff=6721</id>
		<title>5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.3_Wirkung_auf_Bestandeszuwachs&amp;diff=6721"/>
		<updated>2017-02-28T19:55:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] ist nicht Selbstzweck, sondern strebt die Steuerung der [[Volumenzuwachs|Volumen-]] und [[Wertzuwachs|Wertproduktion]] an. Die Volumenproduktion hängt schlussendlich vom Stück-Volumen- Verhältnis ab oder wie Utschig (2000) sehr treffend nennt der &#039;&#039;&#039;Mengeneffekt&#039;&#039;&#039;. Das Suchen optimaler Leistungen ist eine Gratwanderung zwischen Erhaltung dichter Bestockungen und Baumreduktion zur Konzentration des Wachstums auf weniger mit besserem Durchmesserzuwachs, ohne dabei Produktionsverluste zu verursachen. Die Frage der Kompensation der Wuchskräfte steht im Zentrum der Überlegungen. Entscheidend dabei ist also die Frage der Standraumausnützung. Auch wenn heute die Wertschöpfung sich auf nur einen Teil des Baumkollektives (die Wertträger), und sogar Stücke davon (den unteren Stammteil) konzentriert, ist es wichtig, die Gesetzmässigkeit der Bestandesproduktion zu kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Massen- oder [[Volumenzuwachs]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Ergebnisse der ertragskundlichen Forschung belegen die Fragen des Einflusses von unterschiedlichen Durchforstungsprogrammen auf die &#039;&#039;&#039;[[Produktivität]]&#039;&#039;&#039; in Volumen (periodisch bezogene Volumenleistung) oder gar die &#039;&#039;&#039;[[Produktion]]&#039;&#039;&#039; (auf dem ganzen [[Produktionszeitraum]] bezogene Volumenleistung oder &#039;&#039;&#039;[[Gesamtwuchsleistung]]&#039;&#039;&#039;) eingehend, zumindest für gleichartige und gleichaltrige Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Assmann (1955)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assman;1955;Assmann, E., 1955: Bedeutung des &amp;quot;erweiterten EICHHORNschen Gesetzes&amp;quot; für die Konstruktion von Fichten-Ertragstafeln. Forstw. Cbl. 74: 321-330.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., 1955: Bedeutung des &amp;quot;erweiterten EICHHORNschen Gesetzes&amp;quot; für die Konstruktion von Fichten-Ertragstafeln. Forstw. Cbl. 74: 321-330.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigten Zusammenhänge zwischen Durchforstungsregime (Durchforstungsprogramm) und Zuwachsleistung, wie in Abb.5.8 dargestellt, gelten für die [[Produktivität|Volumenproduktivität]] von Beständen während unterschiedlichen langandauernden Betrachtungsperioden. Sie sind auf den ganzen [[Produktionszeitraum|Produktionszeitraums]] zu integrieren, um die endgültige Wirkung von [[Pflegemassnahme|Pflegemassnahmen]] zu beurteilen. Da die Reaktionsfähigkeit je nach dem Zeitpunkt des Beginns der Durchforstungen sowie je nach [[Durchforstungsart]] und [[Durchforstungsstärke|Stärke]] unterschiedlich ausfallen, kann man auch davon ausgehen, dass die kompensatorischen Effekte je nach Faktorenkonstellation zu anderen Ergebnissen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse vieler, langfristig angelegter Durchforstungsversuche seit Ende des 19ten Jahrhunderts in ganz Zentraleuropa erlauben folgende Gesetzmässigkeiten zu erkennen. Bei der Interpretation der Ergebnisse von zahlreichen Durchforstungsversuchen in norddeutschen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], zieht Schober (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgende Schlussfolgerungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die durchforsteten Bestände leisten mehr (in Volumen) als die nicht durchforsteten Kontrollflächen&lt;br /&gt;
*sehr stark durchforstete Flächen sowie Schnellwuchsbetrieb leisten weniger&lt;br /&gt;
*der Zeitpunkt des Beginns der Durchforstungen ist wichtig. Der beobachtete Anstieg der Produktivität hätte zweifellos höher sein können, wenn die Eingriffe früher, d.h. ab Beginn der Stangenholzstufe, begonnen hätten. Zwei Resultate mit dem bemerkenswertesten Produktivitätsanstieg in der Grössenordnung von + 33 % und + 48 % bei den sehr starken Durchforstungen des Schnellwuchsbetriebes gelten gerade für diejenigen&lt;br /&gt;
Versuche, in denen die ersten Eingriffe zu Beginn des [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzes]], bei einem [[Bestandesalter|Alter]] von etwa 25 Jahren stattgefunden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkung auf [[Wertzuwachs]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] eindeutig zur Förderung des Durchmesserwachstums führt, ergeben sich dadurch bezüglich Wertschöpfung zwei bemerkenswerte Konsequenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Erreichung stärkerer Dimensionen beeinflusst die Wertleistung günstig. Es ist also zu erwarten, dass Durchforstungsprogramme die Wertleistung wesentlich stärker beeinflussen als die Volumenleistung.&lt;br /&gt;
*Weil die Bäume bei Erreichung bestimmter Enddurchmesser optimale Preise erlösen, werden durchforstete Bäume frühzeitiger hiebsreif als nichtdurchforstete. Dies führt zur Verkürzung der Produktionszeit und somit zu zeitbezogenen Gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erfassung der Wertproduktion====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wertproduktivität|Wertleistung]] wird in der Regel kalkulatorisch mit dem erntekostenfreien Erlös zu einem bestimmten Zeitpunkt gerechnet, zu dem dann geltendem Preis und Kostenniveau. Die Fixkosten werden einfachheitshalber nicht in die Kalkulation einbezogen. Weil die Waldproduktion im Vergleich zu normalen anderen Produktionsbetrieben äusserst lang dauert, stellt sich die Frage der Indexation vorzeitiger Nutzungen bzw. Produktionsinvestitionen (z.B. Pflegearbeiten) mit einem entsprechend sinnvollen Zinsfuss. Die Meinungen, ob überhaupt und wenn schon, mit welchem Zinsfuss zu arbeiten ist, gehen auseinander. Das Problem ist&lt;br /&gt;
grundsätzlich, dass die Holzpreise sich natürlich indexieren. Es ist also nicht mit nominellen Zinsen zu kalkulieren, sondern mit realen d.h. von der Inflation befreiten. Wie dem schlussendlich auch ist, arbeitet man für solche langfristige Entwicklungsprognosen mit tiefen Zinsen im Bereich von 0 bis 1 %. Dieser niedrige Zinssatz wird durch die Feststellung gerechtfertigt, dass, über eine langfristige Zeitdauer hinweg, der Zinssatz von langfristigen Geldanlagen und die Höhe der Geldentwertung (Inflationsrate) praktisch gleich hoch sind (Abegg, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abegg;1978;Abegg, B., 1978: Schätzung der optimalen Dichte von Waldstrassen in traktorbefahrbarem Gelände. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 54, 2: 99-213.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abegg, B., 1978: Schätzung der optimalen Dichte von Waldstrassen in traktorbefahrbarem Gelände. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 54, 2: 99-213.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 5.20 zeigt die Resultate der wichtigsten bekannten langfristigen Versuchsreihen für die Baumart [[hatBaumart::Fichte]] bzw. [[hatBaumart::Buche]]. Die beiden dargestellten Variablen sind relativ gegenüber den Ergebnissen der Nullvariante (d.h. nicht durchforstete Bestockungen). Als Variable der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] (oder [[Durchforstungsstärke]]) gilt die relative mittlere Grundflächenhaltung. Es ist eindrücklich festzustellen, dass die Wertproduktion sehr deutlich mit zunehmender Durchforstungsstärke bis zu einem Optimum steigt, um dann abzunehmen. Das Optimum liegt bei sehr kräftigen Durchforstungstärken; Durchforstungsintensitäten, die zweifellos stärker sind als jene, die in Wirklichkeit je vorkommen. Es liegt bei dementsprechend niedrigen relativen Bestandesdichten, in der Grössenordnung von 50 % der jeweiligen maximalen Bestockungsdichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.20.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.22: Wertleistung bei den bekanntesten langfristigen Durchforstungsversuchen mit den Baumarten [[hatBaumart::Fichte]] und [[hatBaumart::Buche]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assmann und Franz;1963;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., Franz F., 1963: Vorläufige Fichten-Ertragstafel für Bayern. Inst. f. Ertragskunde. forstl. ForschAnst. München, München, 112 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Badoux;1968;| ]] [[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Schober;1989;| ]] [[Referenz::Bryndum;1967;| ]] [[Referenz::Hamilton;1976;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49:109.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Bryndum;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Leibundgut et al.;1971;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leibundgut&amp;quot;&amp;gt;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[hatBaumart::Fichte]]: mehrere norddeutsche Durchforstungsversuche nach Schober (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schober&amp;quot;&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
Durchforstungsversuch Gludsted in Dänemark (Bryndum, 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum2&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.;&lt;br /&gt;
Durchforstungsversuch Bowmont (Hamilton, 1976; Kramer 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hamilton;1976;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei [[hatBaumart::Buche]: Durchforstungsversuch im SihDurchforstungsversuch lwald (Leibundgut, 1971) [[Referenz::Leibundgut;1971;| ]] Durchforstungsversuch Totterup, Dänemark (Bryndum, 1980, 1987) &lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den norddeutschen [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuchen von Schwappach und Wiedemann erhöht die Durchforstung den Wertertrag in der Grössenordnung von mindestens 20 % (Schober, 1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schober&amp;quot;&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
mit Extremergebnissen von 33 und 48 % in den früh eingeleiteten starken Durchforstungen. Im [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuch von Gludsted in Dänemark liegt die Erhöhung der Wertproduktivität sogar um die 40 % (Bryndum, 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum2&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im berühmten englischen Durchforstungsversuch von Bowmont konnte eine Erhöhung der Wertproduktivität von 80 % nachgewiesen werden (Hamilton, 1976; Kramer, 1978).&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hamilton;1976;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49:109.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der [[hatBaumart::Buche]] liefert Bryndum (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Beispiel des Versuches von Totterup in Dänemark Ergebnisse, die in derselben Grössenordnung liegen wie bei der [[hatBaumart::Fichte]] in Norddeutschland. In den Auslesedurchforstungsversuchen, welche 1930 von Schädelin im Sihlwald angelegt wurden, ist die Mehrwertleistung gar 85 % (Leibundgut et al., 1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Leibundgut et al.;1971;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leibundgut&amp;quot;&amp;gt;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ehrlichkeitshalber muss gesagt werden, dass die hohen positiven Auswirkungen der kräftigen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] zum Teil auf eine günstigere Baumartenzusammensetzung zurückzuführen sind. Im Falle der sehr starken Durchforstungen konnten wertvollere Holzarten wie etwa die [[hatBaumart::Esche]] sich in die Oberschicht einwachsen und so die Wertproduktion positiv beeinflussen. Immerhin darf dieser Effekt, der Beimischung von Wertholzarten für kräftige [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] als nicht untypisch betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis solcher breit angelegten Durchforstungsversuche scheint eindeutig. Sehr kräftige Durchforstungen führen zu einer erheblichen Erhöhung der Wertproduktivität. Das Optimum liegt offensichtlich bei Bestandesdichten im Bereich von 50 % der maximalen Bestockungsdichte. Dies entspricht einer stärkeren Eingriffspraxis als jener, die unseren Ertragstafeln zugrunde liegt (Schütz, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss man einwenden, dass diese Ergebnisse aufgrund von Preis/Kosten vor einigen Jahrzehnten gerechnet wurden. Mittlerweile hat sich die Kostenschere ungünstig entwickelt. Eingriffe in [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzer]] und teilweise [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Baumholz|schwache Baumhölzer]] sind unter Umständen (bei motormanueller Nutzung) defizitär. Neuere Kalkulationen von Knoke (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Knoke;1998;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Datenmaterial von Durchforstungsversuchen bei der [[hatBaumart::Fichte]] in Bayern und Simulation ihrer Weiterentwicklung bis zur Hiebsreife zeigen günstigere Wertleistungen für mässig bis schwache Durchforstungspraxis gegenüber früher, bzw. gegenüber starker Durchforstung mit anschliessender Zielstärkennutzung oder Hiebsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist zu bedenken, dass der grosse Vorsprungeffekt der starken Eingriffe auf der bisher geltenden Holzpreisabstufung fundiert, welche sehr zugunsten der Starkholzes ausfällt. Es ist nicht sicher, dass dies zukünftig so bleibt. Die Gratwanderung zwischen mehr Bäumen oder mehr Zuwachskonzentration ist nach wie vor noch offen. Ist der Preisvorteil von starken Sortimenten nicht mehr so ausgeprägt, spielt für gute Wertleistungen die hohe Bestockungsdichte wieder die ausschlaggebende Rolle. Daraus ist vielleicht der Schluss zu ziehen, dass extreme Durchforstungsprogramme nicht primär anzustreben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Betrachtungen über optimale Bestockungsdichte sind insofern von Bedeutung, als es bei den Ersteingriffen schon notwendig ist zu wissen, zu welcher Endbestockung die Behandlung führen soll. Will man den zur Verfügung stehenden Standraum optimal ausnützen, sollen bei der Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] die Wertträger in bestimmter räumlicher Verteilung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 5.21 gibt die aufgrund aktueller Kenntnisse der Wertleistung anzustrebenden Endstammzahlen für die Hauptbaumarten an. Aufgrund des oben Gesagten leuchtet es ein, dass es sich hierbei nicht um absolut verbindliche Zahlen, sondern eher um Grössenordnungen handelt. Sie gelten für Standorte mittlerer bis guter Bonität. Diese Werte müssen deshalb jeweils für abweichende standörtliche Bedingungen entsprechend angepasst werden. Ebenfalls muss man betonen, dass optimale Abstände nur die Optimierung der Standraumausnützung bezwecken. Ihr Stellenwert ist entsprechend nicht so hoch wie die Qualitätskriterien der [[Auslesebaum|Auslesebäume]]. Bei der Auswahl der Wertträger stehen ihre Qualitätseigenschaften eindeutig vor der Einhaltung der optimalen Distanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.21.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.21: Im Zuge der Durchforstungen anzustrebende Stammzahl des Endbestandes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Angaben gemäss: 1: Schütz (1987), 2: provisorische Werte, 3: Pardé (1978), 4: Kenk (1981) N.B.: idealer Endabstand: Wurzel aus (10000 * 1,15 / N)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1978;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kenk;1981;Kenk, G., 1981: Jungbestandspflege in den wichtigsten Betriebezieltypen. Allg. ForstZ. 36, 30: 753-754.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kenk, G., 1981: Jungbestandspflege in den wichtigsten Betriebezieltypen. Allg. ForstZ. 36, 30: 753-754.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkung auf die Produktionszeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung der [[Wertproduktivität]] trifft umso mehr zu, als die in Abb. 5.20 dargestellten Ergebnisse den Effekt der Verkürzung der Produktionsdauer, der auf das schnellere [[Dickenzuwachs|Dickenwachstum]] der Bäume zurückzuführen ist, noch nicht berücksichtigt haben. Abb 5.22 erlaubt diese Problematik aufgrund der Ergebnisse des dänischen Durchforstungsversuchs in Totterup zu beleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.22.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.22: Entwicklung des Oberdurchmessers im Buchendurchforstungsversuch Totterup, Dänemark.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie zeigt die Entwicklung des [[Oberdurchmesser|Oberdurchmessers]] (der 100 stärkste Bäume/ha) in einem grossen Spektrum von [[Durchforstungsstärke|Durchforstungsstärken]] bei der [[hatBaumart::Buche]]. Nimmt man die Erreichung eines Durchmessers von 60 cm als Zielstärke an, erlauben starke Durchforstungen (mittlere gestrichelte Linie) das Ziel 25 Jahre vor schwach oder gar nicht Behandelten zu erreichen. Das entspricht einem zusätzlichen Produktionsgewinn im Bereich von 30 %. Der Unterschied zwischen einer schwachen Durchforstung (Typ B) und starker (Typ C) macht immerhin etwa 15 Jahre aus. Zwischen Extremen (also Nullvariante und Lichtung) beträgt der Unterschied etwa 40 Jahre (entspricht 50 % vom Mittelwert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Ertragsniveau]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schober (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1987;Schober, R., 1987: Durchforstung nach Zahlen? Allg. Forst- u. J.- Ztg. 159, 10: 174-183.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1987: Durchforstung nach Zahlen? Allg. Forst- u. J.- Ztg. 159, 10: 174-183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat aber auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die grossen Unterschiede des Ertragsniveaus einen Einfluss auf die Produktionsoptimierung ausüben könnten. Unter Ertragsniveau versteht man die bonitätsunabhängige Variation der Zuwachsleistungen. Ertragsniveauunterschiede zeichnen sich durch unterschiedliche Grundflächenhaltungen und bessere Wuchsleistungen (Schütz, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1992;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst.,&lt;br /&gt;
Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus. Sie lassen sich durch den Quotient Grundflächenzuwachs (oder Volumenzuwachs) zu Höhenzuwachs ausweisen (Bégin und Schütz, 1994)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bégin und Schütz;1994;Bégin, J., Schütz, J.-Ph., 1994: Estimation of total yield of Douglas fir by means of incomplete growth series. Ann. Sci. For. 51, 4: 345-355.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bégin, J., Schütz, J.-Ph., 1994: Estimation of total yield of Douglas fir by means of incomplete growth series. Ann. Sci. For. 51, 4: 345-355.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Hohes Ertragsniveau bedeutet, dass die Wettbewerbssituation anders ist bei sonst gleichem Entwicklungszustand und Bonitäten. Dies soll Auswirkung auf sowohl Leistungen wie Stabilität haben. Weil hohes Ertragsniveau insbesonders in Bergwäldern, namentlich in den Voralpen, zu finden sind (Schütz, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1992;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
soll das Problem für unser Land relevant sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandeszuwachs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6720</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6720"/>
		<updated>2017-02-28T19:53:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|&amp;gt; Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6719</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6719"/>
		<updated>2017-02-28T19:53:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit|Mehr Infos]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6718</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6718"/>
		<updated>2017-02-28T19:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.3_Wirkung_auf_Bestandeszuwachs&amp;diff=6717</id>
		<title>5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.3_Wirkung_auf_Bestandeszuwachs&amp;diff=6717"/>
		<updated>2017-02-28T19:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9; border: 1px solid #AAAAAA; padding: 5px; margin-bottom: 5px; position: absolute; right: 0; top: -37px&amp;quot;&amp;gt;[[Inhaltsverzeichnis | Zum Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] ist nicht Selbstzweck, sondern strebt die Steuerung der [[Volumenzuwachs|Volumen-]] und [[Wertzuwachs|Wertproduktion]] an. Die Volumenproduktion hängt schlussendlich vom Stück-Volumen- Verhältnis ab oder wie Utschig (2000) sehr treffend nennt der &#039;&#039;&#039;Mengeneffekt&#039;&#039;&#039;. Das Suchen optimaler Leistungen ist eine Gratwanderung zwischen Erhaltung dichter Bestockungen und Baumreduktion zur Konzentration des Wachstums auf weniger mit besserem Durchmesserzuwachs, ohne dabei Produktionsverluste zu verursachen. Die Frage der Kompensation der Wuchskräfte steht im Zentrum der Überlegungen. Entscheidend dabei ist also die Frage der Standraumausnützung. Auch wenn heute die Wertschöpfung sich auf nur einen Teil des Baumkollektives (die Wertträger), und sogar Stücke davon (den unteren Stammteil) konzentriert, ist es wichtig, die Gesetzmässigkeit der Bestandesproduktion zu kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Massen- oder [[Volumenzuwachs]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Ergebnisse der ertragskundlichen Forschung belegen die Fragen des Einflusses von unterschiedlichen Durchforstungsprogrammen auf die &#039;&#039;&#039;[[Produktivität]]&#039;&#039;&#039; in Volumen (periodisch bezogene Volumenleistung) oder gar die &#039;&#039;&#039;[[Produktion]]&#039;&#039;&#039; (auf dem ganzen [[Produktionszeitraum]] bezogene Volumenleistung oder &#039;&#039;&#039;[[Gesamtwuchsleistung]]&#039;&#039;&#039;) eingehend, zumindest für gleichartige und gleichaltrige Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Assmann (1955)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assman;1955;Assmann, E., 1955: Bedeutung des &amp;quot;erweiterten EICHHORNschen Gesetzes&amp;quot; für die Konstruktion von Fichten-Ertragstafeln. Forstw. Cbl. 74: 321-330.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., 1955: Bedeutung des &amp;quot;erweiterten EICHHORNschen Gesetzes&amp;quot; für die Konstruktion von Fichten-Ertragstafeln. Forstw. Cbl. 74: 321-330.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigten Zusammenhänge zwischen Durchforstungsregime (Durchforstungsprogramm) und Zuwachsleistung, wie in Abb.5.8 dargestellt, gelten für die [[Produktivität|Volumenproduktivität]] von Beständen während unterschiedlichen langandauernden Betrachtungsperioden. Sie sind auf den ganzen [[Produktionszeitraum|Produktionszeitraums]] zu integrieren, um die endgültige Wirkung von [[Pflegemassnahme|Pflegemassnahmen]] zu beurteilen. Da die Reaktionsfähigkeit je nach dem Zeitpunkt des Beginns der Durchforstungen sowie je nach [[Durchforstungsart]] und [[Durchforstungsstärke|Stärke]] unterschiedlich ausfallen, kann man auch davon ausgehen, dass die kompensatorischen Effekte je nach Faktorenkonstellation zu anderen Ergebnissen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse vieler, langfristig angelegter Durchforstungsversuche seit Ende des 19ten Jahrhunderts in ganz Zentraleuropa erlauben folgende Gesetzmässigkeiten zu erkennen. Bei der Interpretation der Ergebnisse von zahlreichen Durchforstungsversuchen in norddeutschen [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], zieht Schober (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgende Schlussfolgerungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die durchforsteten Bestände leisten mehr (in Volumen) als die nicht durchforsteten Kontrollflächen&lt;br /&gt;
*sehr stark durchforstete Flächen sowie Schnellwuchsbetrieb leisten weniger&lt;br /&gt;
*der Zeitpunkt des Beginns der Durchforstungen ist wichtig. Der beobachtete Anstieg der Produktivität hätte zweifellos höher sein können, wenn die Eingriffe früher, d.h. ab Beginn der Stangenholzstufe, begonnen hätten. Zwei Resultate mit dem bemerkenswertesten Produktivitätsanstieg in der Grössenordnung von + 33 % und + 48 % bei den sehr starken Durchforstungen des Schnellwuchsbetriebes gelten gerade für diejenigen&lt;br /&gt;
Versuche, in denen die ersten Eingriffe zu Beginn des [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzes]], bei einem [[Bestandesalter|Alter]] von etwa 25 Jahren stattgefunden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkung auf [[Wertzuwachs]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] eindeutig zur Förderung des Durchmesserwachstums führt, ergeben sich dadurch bezüglich Wertschöpfung zwei bemerkenswerte Konsequenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Erreichung stärkerer Dimensionen beeinflusst die Wertleistung günstig. Es ist also zu erwarten, dass Durchforstungsprogramme die Wertleistung wesentlich stärker beeinflussen als die Volumenleistung.&lt;br /&gt;
*Weil die Bäume bei Erreichung bestimmter Enddurchmesser optimale Preise erlösen, werden durchforstete Bäume frühzeitiger hiebsreif als nichtdurchforstete. Dies führt zur Verkürzung der Produktionszeit und somit zu zeitbezogenen Gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erfassung der Wertproduktion====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wertproduktivität|Wertleistung]] wird in der Regel kalkulatorisch mit dem erntekostenfreien Erlös zu einem bestimmten Zeitpunkt gerechnet, zu dem dann geltendem Preis und Kostenniveau. Die Fixkosten werden einfachheitshalber nicht in die Kalkulation einbezogen. Weil die Waldproduktion im Vergleich zu normalen anderen Produktionsbetrieben äusserst lang dauert, stellt sich die Frage der Indexation vorzeitiger Nutzungen bzw. Produktionsinvestitionen (z.B. Pflegearbeiten) mit einem entsprechend sinnvollen Zinsfuss. Die Meinungen, ob überhaupt und wenn schon, mit welchem Zinsfuss zu arbeiten ist, gehen auseinander. Das Problem ist&lt;br /&gt;
grundsätzlich, dass die Holzpreise sich natürlich indexieren. Es ist also nicht mit nominellen Zinsen zu kalkulieren, sondern mit realen d.h. von der Inflation befreiten. Wie dem schlussendlich auch ist, arbeitet man für solche langfristige Entwicklungsprognosen mit tiefen Zinsen im Bereich von 0 bis 1 %. Dieser niedrige Zinssatz wird durch die Feststellung gerechtfertigt, dass, über eine langfristige Zeitdauer hinweg, der Zinssatz von langfristigen Geldanlagen und die Höhe der Geldentwertung (Inflationsrate) praktisch gleich hoch sind (Abegg, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abegg;1978;Abegg, B., 1978: Schätzung der optimalen Dichte von Waldstrassen in traktorbefahrbarem Gelände. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 54, 2: 99-213.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abegg, B., 1978: Schätzung der optimalen Dichte von Waldstrassen in traktorbefahrbarem Gelände. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 54, 2: 99-213.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertproduktion in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 5.20 zeigt die Resultate der wichtigsten bekannten langfristigen Versuchsreihen für die Baumart [[hatBaumart::Fichte]] bzw. [[hatBaumart::Buche]]. Die beiden dargestellten Variablen sind relativ gegenüber den Ergebnissen der Nullvariante (d.h. nicht durchforstete Bestockungen). Als Variable der [[Bestandesdichte|Bestockungsdichte]] (oder [[Durchforstungsstärke]]) gilt die relative mittlere Grundflächenhaltung. Es ist eindrücklich festzustellen, dass die Wertproduktion sehr deutlich mit zunehmender Durchforstungsstärke bis zu einem Optimum steigt, um dann abzunehmen. Das Optimum liegt bei sehr kräftigen Durchforstungstärken; Durchforstungsintensitäten, die zweifellos stärker sind als jene, die in Wirklichkeit je vorkommen. Es liegt bei dementsprechend niedrigen relativen Bestandesdichten, in der Grössenordnung von 50 % der jeweiligen maximalen Bestockungsdichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.20.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wertleistung bei den bekanntesten langfristigen Durchforstungsversuchen mit den Baumarten [[hatBaumart::Fichte]] und [[hatBaumart::Buche]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assmann und Franz;1963;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., Franz F., 1963: Vorläufige Fichten-Ertragstafel für Bayern. Inst. f. Ertragskunde. forstl. ForschAnst. München, München, 112 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Badoux;1968;| ]] [[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Schober;1989;| ]] [[Referenz::Bryndum;1967;| ]] [[Referenz::Hamilton;1976;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49:109.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Bryndum;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Referenz::Leibundgut et al.;1971;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leibundgut&amp;quot;&amp;gt;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[hatBaumart::Fichte]]: mehrere norddeutsche Durchforstungsversuche nach Schober (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schober&amp;quot;&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
Durchforstungsversuch Gludsted in Dänemark (Bryndum, 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum2&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.;&lt;br /&gt;
Durchforstungsversuch Bowmont (Hamilton, 1976; Kramer 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hamilton;1976;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei [[hatBaumart::Buche]: Durchforstungsversuch im SihDurchforstungsversuch lwald (Leibundgut, 1971) [[Referenz::Leibundgut;1971;| ]] Durchforstungsversuch Totterup, Dänemark (Bryndum, 1980, 1987) &lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den norddeutschen [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuchen von Schwappach und Wiedemann erhöht die Durchforstung den Wertertrag in der Grössenordnung von mindestens 20 % (Schober, 1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schober&amp;quot;&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
mit Extremergebnissen von 33 und 48 % in den früh eingeleiteten starken Durchforstungen. Im [[hatBaumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuch von Gludsted in Dänemark liegt die Erhöhung der Wertproduktivität sogar um die 40 % (Bryndum, 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum2&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im berühmten englischen Durchforstungsversuch von Bowmont konnte eine Erhöhung der Wertproduktivität von 80 % nachgewiesen werden (Hamilton, 1976; Kramer, 1978).&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hamilton;1976;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49:109.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamilton&amp;quot;&amp;gt;Hamilton, G.J., 1976: The Bowmont Norway spruce thinning-experiment 1930-74. Forestry 49: 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kramer;1978;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;&amp;gt;Kramer, H., 1978: Der Bowmont-Durchforstungsversuch. Forstw. Cbl. 97: 131-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der [[hatBaumart::Buche]] liefert Bryndum (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Beispiel des Versuches von Totterup in Dänemark Ergebnisse, die in derselben Grössenordnung liegen wie bei der [[hatBaumart::Fichte]] in Norddeutschland. In den Auslesedurchforstungsversuchen, welche 1930 von Schädelin im Sihlwald angelegt wurden, ist die Mehrwertleistung gar 85 % (Leibundgut et al., 1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Leibundgut et al.;1971;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leibundgut&amp;quot;&amp;gt;Leibundgut, H., Auer, C., Wieland, C., 1971: Ergebnisse von Durchforstungsversuchen 1930-1965 im Sihlwald. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 47, 4: 259-389.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ehrlichkeitshalber muss gesagt werden, dass die hohen positiven Auswirkungen der kräftigen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungen]] zum Teil auf eine günstigere Baumartenzusammensetzung zurückzuführen sind. Im Falle der sehr starken Durchforstungen konnten wertvollere Holzarten wie etwa die [[hatBaumart::Esche]] sich in die Oberschicht einwachsen und so die Wertproduktion positiv beeinflussen. Immerhin darf dieser Effekt, der Beimischung von Wertholzarten für kräftige [[hatDurchforstungsart::Auslesedurchforstung]] als nicht untypisch betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis solcher breit angelegten Durchforstungsversuche scheint eindeutig. Sehr kräftige Durchforstungen führen zu einer erheblichen Erhöhung der Wertproduktivität. Das Optimum liegt offensichtlich bei Bestandesdichten im Bereich von 50 % der maximalen Bestockungsdichte. Dies entspricht einer stärkeren Eingriffspraxis als jener, die unseren Ertragstafeln zugrunde liegt (Schütz, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss man einwenden, dass diese Ergebnisse aufgrund von Preis/Kosten vor einigen Jahrzehnten gerechnet wurden. Mittlerweile hat sich die Kostenschere ungünstig entwickelt. Eingriffe in [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenhölzer]] und teilweise [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Baumholz|schwache Baumhölzer]] sind unter Umständen (bei motormanueller Nutzung) defizitär. Neuere Kalkulationen von Knoke (1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Knoke;1998;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Datenmaterial von Durchforstungsversuchen bei der [[hatBaumart::Fichte]] in Bayern und Simulation ihrer Weiterentwicklung bis zur Hiebsreife zeigen günstigere Wertleistungen für mässig bis schwache Durchforstungspraxis gegenüber früher, bzw. gegenüber starker Durchforstung mit anschliessender Zielstärkennutzung oder Hiebsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist zu bedenken, dass der grosse Vorsprungeffekt der starken Eingriffe auf der bisher geltenden Holzpreisabstufung fundiert, welche sehr zugunsten der Starkholzes ausfällt. Es ist nicht sicher, dass dies zukünftig so bleibt. Die Gratwanderung zwischen mehr Bäumen oder mehr Zuwachskonzentration ist nach wie vor noch offen. Ist der Preisvorteil von starken Sortimenten nicht mehr so ausgeprägt, spielt für gute Wertleistungen die hohe Bestockungsdichte wieder die ausschlaggebende Rolle. Daraus ist vielleicht der Schluss zu ziehen, dass extreme Durchforstungsprogramme nicht primär anzustreben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Betrachtungen über optimale Bestockungsdichte sind insofern von Bedeutung, als es bei den Ersteingriffen schon notwendig ist zu wissen, zu welcher Endbestockung die Behandlung führen soll. Will man den zur Verfügung stehenden Standraum optimal ausnützen, sollen bei der Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] die Wertträger in bestimmter räumlicher Verteilung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 5.21 gibt die aufgrund aktueller Kenntnisse der Wertleistung anzustrebenden Endstammzahlen für die Hauptbaumarten an. Aufgrund des oben Gesagten leuchtet es ein, dass es sich hierbei nicht um absolut verbindliche Zahlen, sondern eher um Grössenordnungen handelt. Sie gelten für Standorte mittlerer bis guter Bonität. Diese Werte müssen deshalb jeweils für abweichende standörtliche Bedingungen entsprechend angepasst werden. Ebenfalls muss man betonen, dass optimale Abstände nur die Optimierung der Standraumausnützung bezwecken. Ihr Stellenwert ist entsprechend nicht so hoch wie die Qualitätskriterien der [[Auslesebaum|Auslesebäume]]. Bei der Auswahl der Wertträger stehen ihre Qualitätseigenschaften eindeutig vor der Einhaltung der optimalen Distanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.21.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.21: Im Zuge der Durchforstungen anzustrebende Stammzahl des Endbestandes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Angaben gemäss: 1: Schütz (1987), 2: provisorische Werte, 3: Pardé (1978), 4: Kenk (1981) N.B.: idealer Endabstand: Wurzel aus (10000 * 1,15 / N)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1987;| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1987: Zur Auswahl der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in der schweizerischen Auslesedurchforstung. Schweiz. Z. Forstwes. 138, 12: 1037-1053.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1978;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1978: Normes de sylviculture pour les forêts de chêne rouvre. Rev. forest. Fr. 30, 1: 11-17.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kenk;1981;Kenk, G., 1981: Jungbestandspflege in den wichtigsten Betriebezieltypen. Allg. ForstZ. 36, 30: 753-754.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kenk, G., 1981: Jungbestandspflege in den wichtigsten Betriebezieltypen. Allg. ForstZ. 36, 30: 753-754.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wirkung auf die Produktionszeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung der [[Wertproduktivität]] trifft umso mehr zu, als die in Abb. 5.20 dargestellten Ergebnisse den Effekt der Verkürzung der Produktionsdauer, der auf das schnellere [[Dickenzuwachs|Dickenwachstum]] der Bäume zurückzuführen ist, noch nicht berücksichtigt haben. Abb 5.22 erlaubt diese Problematik aufgrund der Ergebnisse des dänischen Durchforstungsversuchs in Totterup zu beleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.22.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.22: Entwicklung des Oberdurchmessers im Buchendurchforstungsversuch Totterup, Dänemark.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1987;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bryndum, H., 1987: Buchendurchforstungsversuche in Dänemark. Allg. Forst u. J.-Ztg. 158, 7/8: 115-121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie zeigt die Entwicklung des [[Oberdurchmesser|Oberdurchmessers]] (der 100 stärkste Bäume/ha) in einem grossen Spektrum von [[Durchforstungsstärke|Durchforstungsstärken]] bei der [[hatBaumart::Buche]]. Nimmt man die Erreichung eines Durchmessers von 60 cm als Zielstärke an, erlauben starke Durchforstungen (mittlere gestrichelte Linie) das Ziel 25 Jahre vor schwach oder gar nicht Behandelten zu erreichen. Das entspricht einem zusätzlichen Produktionsgewinn im Bereich von 30 %. Der Unterschied zwischen einer schwachen Durchforstung (Typ B) und starker (Typ C) macht immerhin etwa 15 Jahre aus. Zwischen Extremen (also Nullvariante und Lichtung) beträgt der Unterschied etwa 40 Jahre (entspricht 50 % vom Mittelwert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Ertragsniveau]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schober (1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1987;Schober, R., 1987: Durchforstung nach Zahlen? Allg. Forst- u. J.- Ztg. 159, 10: 174-183.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1987: Durchforstung nach Zahlen? Allg. Forst- u. J.- Ztg. 159, 10: 174-183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat aber auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die grossen Unterschiede des Ertragsniveaus einen Einfluss auf die Produktionsoptimierung ausüben könnten. Unter Ertragsniveau versteht man die bonitätsunabhängige Variation der Zuwachsleistungen. Ertragsniveauunterschiede zeichnen sich durch unterschiedliche Grundflächenhaltungen und bessere Wuchsleistungen (Schütz, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1992;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst.,&lt;br /&gt;
Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus. Sie lassen sich durch den Quotient Grundflächenzuwachs (oder Volumenzuwachs) zu Höhenzuwachs ausweisen (Bégin und Schütz, 1994)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bégin und Schütz;1994;Bégin, J., Schütz, J.-Ph., 1994: Estimation of total yield of Douglas fir by means of incomplete growth series. Ann. Sci. For. 51, 4: 345-355.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bégin, J., Schütz, J.-Ph., 1994: Estimation of total yield of Douglas fir by means of incomplete growth series. Ann. Sci. For. 51, 4: 345-355.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Hohes Ertragsniveau bedeutet, dass die Wettbewerbssituation anders ist bei sonst gleichem Entwicklungszustand und Bonitäten. Dies soll Auswirkung auf sowohl Leistungen wie Stabilität haben. Weil hohes Ertragsniveau insbesonders in Bergwäldern, namentlich in den Voralpen, zu finden sind (Schütz, 1992)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1992;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1992 : Überlegungen zum Problems des Ertragsniveaus, seine Bedeutung und praktische Erfassung. Jahrestag. Deutsch. Verb. Forstl. ForschungsAnst., Sek. Ertragsk., 1.-3. Juni 1992 in Grillenburg, Sachsen : 1-14.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
soll das Problem für unser Land relevant sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandeszuwachs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6716</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6716"/>
		<updated>2017-02-28T19:50:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Massen- oder Volumenzuwachs]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6715</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6715"/>
		<updated>2017-02-28T19:49:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs#Alternate Section Title]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6714</id>
		<title>Lärche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=L%C3%A4rche&amp;diff=6714"/>
		<updated>2017-02-28T19:48:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.76: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatSchattentoleranz::Lichtbaumart]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Hoher Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Unempfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
*[[hatReaktionsfähigkeit:: Reaktionsfähigkeit nur in der Jugend gut]]&lt;br /&gt;
*[[hatEndstammzahl::130|Endstammzahl: 130 -/ha]] [[Help#Alternate Section Title]]&lt;br /&gt;
*[[hatMittlerer Endabstand::9,4|Mittlerer Endabstand: 9,4 m]] [[5.2.3 Wirkung auf Bestandeszuwachs|&amp;gt; Siehe Tab. 5.21, Kap. 5.2.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Lärche]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lärche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.76</name></author>
	</entry>
</feed>