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	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-09-01T11:07:28Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=3776</id>
		<title>4.3.2 Die Auslese</title>
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		<updated>2017-02-06T15:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Konzentration der Produktion auf die bestveranlagten Individuen eines Kollektivs stellt eine der bedeutendsten wertschöpfende Möglichkeit dar. Man konzentriert sich dabei auf diejenigen Bäume mit den besten Stammqualität, ein gutes Wachstum und eine hohe Vitalität. Damit weist die eigentliche &#039;&#039;&#039;Auslese&#039;&#039;&#039; eine der am stärksten begünstigende Wirkung aller Pflegemassnahmen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Auslese leitet sich von der grossen genetisch bedingten individuellen Vielfältigkeit der Formen und des Wuchses innerhalb einer Nachkommenschaft. Diese Vielfalt verleiht den natürlichen Beständen einen grossen ökologischen Vorteil, nämlich eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber verschiedenen Störungen und Risiken, welche einen Bestand während seiner ganzen Lebensdauer heimsuchen können. Waldbauliche Auslese ist grundsätzlich eine &#039;&#039;&#039;phänotypische Auslese&#039;&#039;&#039;, d.h. nach dem Erscheinungsbild, welches das Ergebnis der Veranlagung und seine Expressivität im Kontext der wirkenden Umgebungsfaktoren&lt;br /&gt;
ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldbauer benutzt nun die natürliche Formmannigfaltigkeit gezielt zur Erreichung der Ziele einer bestmöglichen Wertschöpfung. Dies ist bezüglich der Erhaltung des genetischen Pools unproblematisch, sofern die Wahlkriterien auf genügenden adaptiven Genen basieren. Die früher kontroversierte Frage, ob die Pflegeeingriffe die genetische Struktur einengen, ist mittlerweile geklärt, zumindest für den Charakter Wachstumsfreudigkeit, deren Förderung wie Lauber et al. (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lauber et al.;1997;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.).&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Geburek et al. (1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigt haben, zu keiner genetischen Verarmung führt, weil Wuchskraft mit Heterozygotenanteil korreliert ist, so dass die zu fördernden Anwärter auch diejenigen mit der günstigen Rekombinationschancen der Gene sind. In der Natur übrigens sind es auch diese Heterozygoten, in der Regel die kräftigsten Bäume,&lt;br /&gt;
welche sich durchsetzen. Dabei gibt es offensichtlich gewisse Ausnahmen ([[Baumart::Weisstanne]], nach Hussendörfer, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba&lt;br /&gt;
Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ob es auch für die Stammqualität gilt, ist noch nicht genügend geklärt. Hinweise deuten darauf hin, dass Phänomene wie rhythmisches Wachstum auch mit Überhang an Heterozygoten verbunden ist (Hussendörfer et al.,1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z.Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann die Auslese nach negativen oder positiven Gesichtspunkten erfolgen. Die &#039;&#039;&#039;negative Auslese&#039;&#039;&#039; erfolgt, indem man hauptsächlich die schlechtveranlagten Individuen eliminiert. Bei einer &#039;&#039;&#039;positiven Auslese&#039;&#039;&#039; hingegen begünstigt und fördert man gezielt die bestveranlagten und bestausgebildeten Individuen eines Kollektivs (siehe dazu Abb. 4.19). Die positive Auslese ist auch wirksamer als die negative Auslese. Sie erlaubt eine bessereKonzentration der Pflege und dies ist bezüglich der Kosten günstig. In den noch sehr jungen Beständen jedoch, wenn die Qualitätseigenschaften im allgemeinen noch nicht genügend stark ausgeprägt sind, während hingegen die Mängel und die fehlerhaften Eigenschaften noch immer leichter zu erkennen sind, weist die negative Auslese Vorteile auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.19.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.19: Die zwei Grundformen der Auslese: die positive und die negative Auslese.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslesekriterien richten sich nach den Produktionszielen. Es kann grundsätzlich sowohl Stammqualitätseigenschaften wie &#039;&#039;&#039;Wuchsleistung&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Stabilität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Gesundheit&#039;&#039;&#039; sein. Weil die Natur selbst nach Wuchseigenschaften differenziert, ist die mit waldbaulichen Massnahmen zu verbindende Auslese meistens für die Erreichung einer hohen Wertschöpfung angebracht, allenfalls für die Förderung von Stabilitätseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Auslese richtet sich nach der Einschätzung der natürlichen unplanbaren Störungsrisiken (sog. &#039;&#039;&#039;stockastische Faktoren&#039;&#039;&#039;, wie Frost, Bruch usw.) sowie der Ausprägung der auszuwählenden Eigenschaften. Das Ziel besteht darin, eine gute Wertschöpfung in der Schaffung eines qualitativ wertvollen unteren Schafts von ca. 10 m zu erreichen. Eine der Kernfrage dabei ist, wie früh die Auslese erfolgen soll. Sind die unvorsehbaren &#039;&#039;&#039;Risiken hoch&#039;&#039;&#039; (z.B. infolge traumatischer Verzwieselung), soll eher zugewartet werden, bis die untersten 10 m gebildet sind. So erfolgt die Auslese im Normalfall erst richtig in der &#039;&#039;&#039;Stangenholzphase&#039;&#039;&#039;, wenn eine genügend interessante Schaftlänge ausgebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &#039;&#039;&#039;Risiken klein&#039;&#039;&#039; für Baumarten, deren Eigenschaften weniger abhängig von den Umweltereignissen sind (d.h. auch mehr aus der Veranlagung hervorkommen) und die Ausprägung von Qualitätsunterschiede gross, soll eher &#039;&#039;&#039;früh ausgelesen&#039;&#039;&#039; werden, so dass die guten Anwärter mehr Durchsetzungschancen erhalten im Konkurrenzkampf. Dies ist der Fall für Baumarten mit grossen genetisch veranlagten Qualitätsunterschieden sowie früh erkennbaren Eigenschaften (wie z.B. bei [[Baumart::Buche]], [[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Linde]]). Dann kann die Auslese früher, nämlich in der &#039;&#039;&#039;Dickungsphase&#039;&#039;&#039;, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Akquisition der Formeigenschaften und die Reaktion der Bestockungen auf den Kollektivwettbewerb unterschiedlich sind, unterscheidet man bezüglich Zeitpunkt und Schwerpunkte der Auslese die folgenden drei grossen Kategorien von Baumarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;Nadelbäume&#039;&#039;&#039;, bei welchen Probleme der Stabilität und Astreinigung im Vordergrund stehen&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;Laubbaumarten mit obligatorischer [[Monopode|monopodischer]]&#039;&#039;&#039; Schaftachsenbildung, die aber eine Neigung zu traumatischer Verzwieselung vorweisen, also etwa [[Baumart::Esche]]/[[Baumart::Ahorn]], die sonst eine gute Selbstdifferenzierung haben. Bei dieser Gruppe steht die Bildung eines genügend langen Schaftes von etwa 10 m (evt. mehr) im Vordergrund&lt;br /&gt;
*Die Baumarten mit &#039;&#039;&#039;[[Sympode|sympodischen]] Tendenzen&#039;&#039;&#039;, also [[Baumart::Buche]]/[[Baumart::Eiche]]/[[Baumart::Linde]], bei welchen die frühzeitige Auslese nach dem Phänotyp der Wipfelschäftigkeit entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Qualitätskriterien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hiebsreife liegt der grösste Anteil des Holzwertes im unteren Stammteil. Dies gilt in ausgesprochener Weise für Laubhölzer. Wie Abb. 4.20 zeigt, sind die Wertrelationen zwischen Stammholz (als Rundholz oder Nutzholz verwertbare untere Stammteil) und Wert bei Koniferen und Laubholz ähnlich. Circa 90 % des Wertes wird vom unteren Stammteil produziert. Für den unternehmerischen Erfolg interessiert uns heute nur dieser Teil, da die Industriesortimente kaum kostendeckend gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Nadelhölzern und Laubhölzern liegt im restlichen schlecht verwertbaren Anteil an Koppelprodukten (Industrie- oder Energieholz). Dieser Teil macht massenmässig etwa 15 bis 20 %, bei Koniferen 30 bis unter Umständen 50 % der anfallenden Masse bei Laubhölzern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bäume, die nur mittlere oder gar schlechte Qualität erreichen, lohnen sich teurere wertschöpfende Waldbaumassnahmen nicht, wenn einmal die Phase der Auslesemöglichkeiten verpasst wurde. Darum ist es einerseits relevant zu wissen, welche die gewünschten Qualitäts eigenschaften sind und andererseits, welche von der waldbaulichen Behandlung beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.20.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.20: Verteilung von Volumen und Wert in einem hiebsreifen Nadel- bzw. Laubbaum. (nach Bachmann, 1990)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bachmann;1990;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheiden wir bezüglich Qualitätskriterien zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*phänischen Eigenschaften (also äusserlich sichtbaren). Es geht hier primär um die&lt;br /&gt;
Schaffung des untersten Schaftteils sowie um die Astreinigung,&lt;br /&gt;
*innere Eigenschaften (Holzbeschaffung),&lt;br /&gt;
*unerträgliche Fehler, die sobald erkennbar als negative Auslesekriterien gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist es zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich zu versichern, dass die heute geltenden Qualitätskriterien der Holzsortimente bis zum Zeitpunkt ihrer Ernte und ihres Verkaufs in 80 bis&lt;br /&gt;
100 Jahren noch die gleichen sein werden. Es gibt aber trotzdem allgemeingültige Holzeigenschaften, welche generell für Qualitätsholz einigermassen auch langfristig gültig bleiben. Das gilt zum Beispiel für die Regelmässigkeit des Holzkörperbaus (Jahrringe, zentrischer Wuchs, gerade Faser, Astfreiheit usw.) oder für die Erreichung von genügenden Dimensionen. Wobei dieser letzte Punkt beginnt für Koniferen umstritten zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Auslese kann man sich grundsätzlich in erster Linie auf solche allgemein gültigen Eigenschaften stützen. Daneben gibt es aber auch Qualitätskriterien, die sich je nach dem Stand des technologischen Fortschritts und je nach den wechselnden Modeströmungen und Bedürfnissen der Konsumenten verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemein anzustrebenden Stammqualitätseigenschaften für das Kollektiv der Wertträger sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein unterstes Stammstück mit einer Länge von mindestens 10 m (allenfalls mehr)&lt;br /&gt;
*BHD von mindestens 60 cm (bei Nadelhölzern mässiger Qualität in Zukunft evtl. weniger)&lt;br /&gt;
*gerade und lotrechte Schaftachse&lt;br /&gt;
*ein runder Stammquerschnitt&lt;br /&gt;
*ab Entwicklungsstufe des schwachen Stangenholzes astfrei&lt;br /&gt;
*weder bedeutende Fehler, Krankheiten oder irgendwelche Verletzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutung der Astigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astfreies Holz – ist das überhaupt erste anzustrebende Qualitätskriterium. Weil die Baumartengruppen bezüglich natürlicher Astreinigung auch unterschiedliche Reaktionsmuster aufweisen, muss man auch die Werteigenschaften unterschiedlich gewichten. Die Erreichung des Zieles, einen grossen Anteil an astfreiem Holz zu produzieren, ist in sehr hohem Mass von der Lebensdauer der Äste abhängig und von der Zeit, um die Astabbruchstellen zu überwallen. Nach Schulz (1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1961;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sollte für eine Produktion von Holz mit Spitzenqualität ein einwandfreies unterstes Stammstück angestrebt werden, das mindestens 50 % astfreies Holz enthält. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der zentrale astige Kern des Stammes einen Drittel des gesamten Durchmessers nicht übersteigen. Das bedeutet, dass bei den Auslesebäumen die Äste&lt;br /&gt;
zumindest bis auf eine Höhe von vier Metern verschwunden sein bzw. entfernt werden müssen, was bei Nadelbäumen bei einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von 12 cm, bei Laubbäumen bei einem BHD von 15 cm der Fall zu sein bzw. zu geschehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über die Lebensdauer von Ästen und die Überwachsungsdauer von Astabbruchstellen bei der [[Baumart::Buche]], der [[Baumart::Eiche]], der [[Baumart::Waldföhre]] und der [[Baumart::Fichte]] zeigen, dass bei [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]], aufgrund einer Lebensdauer und einer anschliessenden Überwachsungsdauer der Äste von je etwa 10 Jahren, das oben formulierte Postulat bezüglich der Qualität auf natürliche Weise erfüllbar ist. Bei der [[Baumart::Föhre]] dagegen, welche die Äste etwa 15 - 25 Jahre lang behält und zusätzlich noch etwa 30 - 40 Jahre für derer Überwachsung benötigt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllbar. In diesem Fall kann nur durch eine künstliche Asteliminierung das Ziel erreicht werden. Bei der [[Baumart::Fichte]], welche die abgestorbenen Äste noch länger als die [[Baumart::Föhre]] behält, erlaubt die natürliche Astreinigung niemals den gewünschten Anteil an astfreiem Holz zu produzieren. Somit steht fest dass bei Totasterhalter die Wertastung die wichtigste Wertschöpfungsmassnahme überhaupt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andere Fehler: Drehwuchs und Holzrisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehwüchsigkeit stellt einen schwerwiegenden Holzfehler dar, den es frühzeitig zu erkennen gilt. Dabei ist das grösste Problem, dass der Drehsinn der Holzfasern im Laufe des Lebens eines Baumes wechseln kann. Eine Drehwüchsigkeit, die auf die Jugendphase eines Baumes beschränkt ist, betrifft nur den zentralen Teil des Stammes und ist nicht als so schwerwiegend zu betrachten. Im Vergleich dazu ist eine Drehwüchsigkeit, die sich über das ganze Leben eines Baumes hinzieht, insbesondere wenn sie immer denselben Drehsinn aufweist, als schwerwiegenderen Fehler einzustufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Drehwüchsigkeit von aussen, z.B. anhand des Rindenbildes, gut erkennen lässt, trügt. Die Rinde ist ein Abbild des Jugendkambiums. Inzwischen hat sich der Drehsinn korrigieren können, ohne dass man es von aussen merkt. Eine Drehwüchsigkeit istdann als schwerwiegend zu betrachten, wenn auch der Faserverlauf der äusseren Holzpartien gedreht ist. Sofern man nicht bereit ist, einen Baum absichtlich zu verletzen, lässt sich diese Erscheinung erst an geschlagenem Holz wirklich überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann ein Drehwuchs von 10 - 15 cm/m’ für eine Klassierung als normale Qualität zulässig sein und ein Drehwuchs von 6 - 8 cm/m’ für eine Klassierung als fehlerfreie Qualität taxiert werden. Drehwuchs hat ebenfalls Auswirkungen auf verschiedene Arten von Holzrissen (siehe Abb. 4.21) Unterschiedliche Risse haben auch nicht die gleiche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.21.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.21: Verschiedene Holzrisse.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. kleine Herzrisse und kleine Risse an der Peripherie durch-aus noch als tolerierbare Holzfehler zu bezeichnen. Frostrisse treten beson-ders bei der [[Baumart::Tanne]], der [[Baumart::Eiche]], der [[Baumart::Ulme]], der [[Baumart::Edelkastanie]], dem [[Baumart::Nussbaum]], und etwas weniger auch beim [[Baumart::Kirschbaum]], der [[Baumart::Esche]] und sogar auch der [[Baumart::Buche]] auf. Frostrisse können, sogar wenn sie relativ stark geöffnet sind, wie übrigens auch die Trockenrisse bei der [[Baumart::Fichte]], noch für eine Klassierung als normale Qualität toleriert werden, wenn die Spaltfläche des Risses vollkommen gerade bzw. eben ist. Wenn sich die Spaltfläche des Risses aber auch nur leicht dreht, so stellt dieser einen schwerwiegenden Holzfehler dar. Sternförmige Risse und Ringschälen sind, selbst wenn sie sich nur in der Kernzone befinden, als ins Gewicht fallende Holzfehler zu betrachten. Mit Ausnahme einer&lt;br /&gt;
richtigen Baumartenwahl hat man kaum Möglichkeiten, diese Erscheinung wirksam zu beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krankheiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Astigkeit sind die Folgeschäden von Krankheiten und Verletzungen von sekundärer Bedeutung. Es ist jedoch offensichtlich, dass für Qualitätsholz ein gerades, zentriert gewachsenes und nicht zu abholziges unteres Schaftstück auf einer Länge von mindestens 10 m vorhanden sein muss. Während das Kriterium der Abholzigkeit nicht so bedeutend ist, sind Kriterien wie Reaktionsholz (oder Druckholz, sog. [[Baumart::Buche|Buchsholz]]), Verletzungen oder schwerwiegende Krankheiten wie Fäulen, Schleimfluss oder Krebsen erschwerend. Noch entscheidender als die eigentliche Art eines Holzfehlers ist seine Lage im Stamm bzw. im Holzkörper. Wie man auf einem Stammquerschnitt sehen kann (siehe Abb. 4.22), unterscheidet man diesbezüglich drei Zonen unterschiedlicher Bedeutung. Die in der Kernzone vorkommenden Holzfehler (wie etwa Mondringe oder Verletzungen) haben keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen, sofern sie nicht allzu breit ist. Dies gilt ebenfalls für die Randzone (3), da dieser Teil des Stammes bei der Verarbeitung v.a. Abfälle wie etwa Schwarten liefert. Dies ist der Grund, warum das Auftreten von Klebästen, (etwa bei [[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Ulme]], [[Baumart::Linde]] und [[Baumart::Tanne]]) nicht als katastrophal zu betrachten ist, sofern es nicht um alte Klebäste geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.22.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.22: Zonen unterschiedlicher Bedeutung der Holzfehler:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 1 auftretende Fehler haben volumenmässig keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 2 sind die Konsequenzen schwerwiegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 3, welches meistens Abfallholz gibt, sind die Konsequenzen geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gewichtung der Qualitätsmerkmale für die Baumartengruppen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich, die Hauptqualitätsmerkmale nach den drei Holzartengruppen, die wir bei der Diskussion der Akquisition der Schafteigenschaften gebildet haben, zu gewichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Koniferen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Astigkeit steht im Vordergrund. Dieser Faktor kann nur effizient durch eine rechtzeitige künstliche Wertastung gesteuert werden. Andere Eigenschaften sind Vermeidung von Fäulen. Sie sind schwierig vorauszusehen und stehen in Zusammenhang mit Nutzungsfolgen (siehe dazu die Diskussion im Abschnitt [[Phase der Auslese]]). Drehwüchsigkeit ist teilweise früherkennbar und gilt als wichtiges Merkmal einer negativen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Baumart::Esche]] und andere [[Monopode|monopodisch]] aufgebaute Baumarten mit traumatischen Verzwieselungsrisiken&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im wesentlichen geht es um Vermeidung von tiefem Zwiesel (tiefer als 10 m) und Vermeidung von altersbedingter Farbkernbildung durch intensive Kronenbefreiung ab Stangenholzstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sympode|Sympodisch neigende]] Baumarten ([[Baumart::Buche]], [[Baumart::Eiche]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines unverzwieselten Schaftes von zirka 10 m steht in Vordergrund. Die Hauptmassnahme ist also eine frühzeitige Auslese nach diesem Kriterium. Weitere Eigenschaften in Zusammenhang mit Jahrringbildung und Produktionszeit wurden am Fallbeispiel der [[Baumart::Buche]] in Absatz [[Die Produktionsfaktoren: Zeit]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Problem der Reserven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn im Sinne der Risikoabwägung die definitive Auslese erst dann sinnvollerweise erfolgt, wenn eine genügend hohe Stammachse gebildet ist (10 m), besteht auch später die Gefahr von stockastischen (unfreiwilligen) Ausfällen. Dieses Dilemma kann in der Praxis dadurch gelöst werden, indem man nicht nur die Wertträger des Endkollektivs auswählt, sondern eine gewisse Anzahl zusätzlicher Anwärter (sog. Reservisten). Heute strebt man aus Gründen der Kostenwirksamkeit eher das Prinzip des Ersatzes an, d.h. erst, wenn Bäume nicht mehr taugen, sie als Auslesebäume an Ort zu ersetzen. Früher galt das Prinzip der Ausscheidung eines Mehrfaches an Auslesebäumen als schlussendlich nötig. Wir werden diese Frage im wesentlichen im Abschnitt [[Perverse Wirkungen der Eingriffe]] in Zusammenhang mit der Frage der Raumausnützungsgeometrie angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Die Nutzungsprinzipien]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Pflegeeffekte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Auslese]]&lt;br /&gt;
[[Category:Definition]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bestand]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baumkollektiv]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.2_Prozesse_zur_Bildung_der_Schaftform&amp;diff=3775</id>
		<title>2.3.2 Prozesse zur Bildung der Schaftform</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.2_Prozesse_zur_Bildung_der_Schaftform&amp;diff=3775"/>
		<updated>2017-02-06T15:22:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Viele Baumarten bilden praktisch immer eine durchgehende dominante Schaftachse aus.&lt;br /&gt;
Praktisch alle Koniferen und Laubbaumarten wie z.B [[Baumart::Esche]], [[Baumart::Ahorn]], [[Baumart::Kirschbaum]] gehören zum&lt;br /&gt;
Typ des [[Monopode|monopodialen Schaftbaus]] (siehe [[Bild::Abb 2.11.png|Abb. 2.11]]). Die Wipfelschäftigkeit kommt von einer&lt;br /&gt;
hohen apikalen Dominanz der Meristeme, welche eine starke Hierarchie zwischen Endknospe&lt;br /&gt;
und Seitenknospe, bzw. End- und Seitentriebe bestimmt. Das führt zur sylleptischen&lt;br /&gt;
Schaftarchitektur, d.h. eine klare hormonell gesteuerte Wuchshierarchie zwischen Gipfel- und&lt;br /&gt;
Seitentrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits gibt es viele Baumarten, die immer [[Sympode|sympodisch]] verzweigen. In der Regel sind das&lt;br /&gt;
tropische Baumarten. Dieser Typ entsteht, nachdem die Fruktifikationstriebe im Jahr nach der&lt;br /&gt;
Fruktifikation absterben und führen dazu, dass unterliegende Knospen Ersatztriebe bilden. Je&lt;br /&gt;
nach apikaler Dominanz entwickeln sich pro Achse zwei Ersatztriebe gleich stark und führen&lt;br /&gt;
dann zu einer Kandelaberform (echter [[Sympode|Sympod). Unechte [[Sympode|Sympoden]] entstehen, wenn&lt;br /&gt;
Gipfeltriebe nur ausnahms- und zufallsweise ausfallen, z.B. unter Frostbeschädigung oder&lt;br /&gt;
Wildverbiss. Auch [[Sympode|sympodisch]] veranlagte Gewächse können zu einer wipfelschäftigen&lt;br /&gt;
Stammform (sog. akrotone Form) kommen, wenn einer der Seitentriebe sofort die Führung&lt;br /&gt;
übernimmt und die anderen sich zurückbilden (siehe [[Bild::Abb 2.13.png|Abb. 2.13]]). Umgekehrt bleibt der [[Sympode|Sympod]]&lt;br /&gt;
(Zwiesel) viel länger, ja ständig bestehen, wenn die apikale Dominanz schwach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.11&#039;&#039;&#039;: Die zwei Grundtypen der&lt;br /&gt;
Stammmorphologie: [[Monopode]] und&lt;br /&gt;
[[Sympode]]. [[Referenz::Crabbé;1987;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Category:Entwicklungs- und Bildungsprozesse]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphogenese und Akquisition der Schaftform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Prozesse zur Bildung der Schaftform]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einfluss des rhythmischen Wachstums oder Polyzyklismus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur die Kombination von Verzweigungstyp und apikaler Dominanz erlauben die&lt;br /&gt;
Formbildung voll zu erklären, sondern weitere Phänomene bzw. Einflussfaktoren wie z.B. die&lt;br /&gt;
unterschiedlichen Triebarten. In Wirklichkeit können Baumarten zwei Arten von Trieben bilden,&lt;br /&gt;
wie dies die grundlegenden Arbeiten von Thiébaut und Mitarbeitern über die Schaftmorphologie&lt;br /&gt;
der Buche gezeigt haben [[Referenz::Thiébaut;1985;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut;1986;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique,&lt;br /&gt;
approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique,&lt;br /&gt;
approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut et al.;1985;Thiébaut, B., Cuguen, J., Dupré, S., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica). Can. J. Bot. 63: 2100-2110.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Cuguen, J., Dupré, S., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica). Can. J. Bot. 63: 2100-2110.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dupre&amp;quot;&amp;gt;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es sind dies einerseits die Kurztriebe, welche dem Baum ermöglichen, den Raum zu erschliessen, weil sie im Wesentlichen die Blätter tragen, und andererseits die Langtriebe, welche die Expansion erlauben, d.h. sich auszubreiten und dabei insbesondere auch in die Höhe zu wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschattung begünstigt die Entwicklung der Kurztriebe in einem Verhältnis von 3:1&lt;br /&gt;
gegenüber Langtrieben. Hingegen bilden [[Baumart::Buche|Buchen]] in vollem Lichtgenuss hauptsächlich Langtriebe&lt;br /&gt;
in einem Verhältnis von etwa 4:1. Damit sich ein Baum gut entwickeln kann, muss er&lt;br /&gt;
wachsen können, wozu er also eine gewisse Lichtmenge braucht. Die Voraussetzungen zur&lt;br /&gt;
Bildung von Kurz- oder Langtrieben sind schon zur Zeit der Differenzierung der Blattanlagen bei&lt;br /&gt;
der Knospenbildung festgelegt, indem unterschiedliche Blattanlagen angelegt werden [[Referenz::Fontaine;1998;Fontaine, F., Druelle, J.-M., Clément, Chr., Burrus, M., Andran, J.-Cl., 1998: Ontogeny of&lt;br /&gt;
proventious epicormic buds in Quercus petraea; I. In the 5 years following initiation. Trees 13: 54-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fontaine, F., Druelle, J.-M., Clément, Chr., Burrus, M., Andran, J.-Cl., 1998: Ontogeny of&lt;br /&gt;
proventious epicormic buds in Quercus petraea; I. In the 5 years following initiation. Trees 13: 54-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So besitzen Knospen von Kurztrieben keine Seitenknospenanlagen, und die sich daraus ergebenden Triebe können nicht verzwieseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum klaren Verständnis der Entstehung der Schaftarchitekturtypen muss die Rhythmizität des&lt;br /&gt;
Streckenwachstums (oder Polyzyklismus oder Prolepsis) mitbetrachtet werden. Das Phänomen&lt;br /&gt;
der Wachstumsrhythmizität oder des Polyzyklismus ist bei der Sprossbildung die Fähigkeit,&lt;br /&gt;
sukzessive neue Wachstumsschübe zu bilden durch Ansetzen nach einer kurzen intensiven&lt;br /&gt;
Streckenwachstumsphase einer ausruhenden Endknospe, welche eine Wachstumspause verursacht.&lt;br /&gt;
Nach Auflösung der Quieszenz dieser Knospe kommt es zu weiteren neuen&lt;br /&gt;
Streckenwachstumsschüben (in sog. proleptische Triebe oder Johannistriebe). In Jungpflanzen&lt;br /&gt;
auf guten Standorten kann es drei bis vier solche Schübe (oder Wachstumseinheiten)&lt;br /&gt;
geben.&lt;br /&gt;
Die Prolepsis darf als angeworbene Fähigkeit der Gehölzpflanzen zur Kontrolle des Wachstums&lt;br /&gt;
in tropischen Regionen ohne Vegetationswechsel interpretiert werden. Sie ist sehr stark&lt;br /&gt;
ausgeprägt bei den Eichen. Wie Burger (1921) gezeigt hat, ist sie bei der Stieleiche häufiger&lt;br /&gt;
anzutreffen als bei der Traubeneiche. Als fakultativ kommt sie vor bei anderen Baumarten wie&lt;br /&gt;
Buche, Esche, aber auch bei den meisten Koniferen (Fichte, Föhre, Douglasie). Fakultativ&lt;br /&gt;
bedeutet das, dass nicht alle Individuen einer Population Prolepsis aufweisen, und auch nicht&lt;br /&gt;
jedes Jahr, sondern nur, wenn Temperatur und Ernährung günstig sind. Hussendörfer et al (1996)[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnten bei [[Baumart::Buche|jungen Buchen]] nachweisen, dass die Prolepsis mit genetischen Eigenschaften korreliert ist (grösserer Heterozygotanteil). Burger (1926)[[Referenz::Burger;1926;Burger, H., 1926: Untersuchungen über das Höhenwachstum verschiedener Holzarten. Mitt.&lt;br /&gt;
schweiz. Centralanst. forstl. VersWes. 14, 1: 29-158.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Burger, H., 1926: Untersuchungen über das Höhenwachstum verschiedener Holzarten. Mitt.&lt;br /&gt;
schweiz. Centralanst. forstl. VersWes. 14, 1: 29-158.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigte bei der Buche, dass etwa ein Drittel der Nachkommen in der Jugend Prolepsis aufwiesen. Daneben haben Baumarten wie Pappeln, welche keine Prolepsis aufweisen, ein kontinuierliches Streckenwachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Grundmodell; verbindet&lt;br /&gt;
Akrotonie, apikale Dominanz&lt;br /&gt;
und rhythmisches&lt;br /&gt;
Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) [[Sympode|Sympodisierung]] nach Verlust der apikalen Dominanz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Syllepsis; Verlust von rhythmischem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Plagiotropie nach Verlust des mechanischen Widerstandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Basitonie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.12.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.12:&#039;&#039;&#039; Der Erwerb der Schaftform als komplexes Phänomen verbindet Verzweigungsgrundmuster&lt;br /&gt;
(Schaftverzweigungsarchetyp), rhythmisches Wachstum und apikale Dominanz.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Crabbé;1987;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crabbe&amp;quot;&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rhythmische Wachstum ist ein komplexes, im wesentlichen physiologisch geprägtes&lt;br /&gt;
Phänomen. Dabei steht die apikale Dominanz der Endknospe im Vordergrund. Französische&lt;br /&gt;
Physiologen verbinden diese Fähigkeit mit der Entwicklung der Schuppenanlagen in den&lt;br /&gt;
Knospen[[Referenz::Champagnat et al.;1986;Champagnat, P., Barnola, P., Lavarenne, S., 1986: Quelques modalités de la croissance&lt;br /&gt;
rythmique endogène des tiges chez les végétaux ligneux. In: Colloque international sur l&#039;arbre, Naturalia monspeliensia: 279-302.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Champagnat, P., Barnola, P., Lavarenne, S., 1986: Quelques modalités de la croissance&lt;br /&gt;
rythmique endogène des tiges chez les végétaux ligneux. In: Colloque international sur l&#039;arbre, Naturalia monspeliensia: 279-302.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber auch mit weiteren Faktoren wie Ernährung[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Nährstoffaufnahme durch die Feinwurzeln [[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erklärt sich ihr fakultatives Vorkommen[[Referenz::Thiébaut;1988;| ]]. Exogene Faktoren haben aber einen unter Umständen erheblichen Einfluss. So ist es ausgewiesen, dass eine gute Belichtung das Vorkommen der Prolepsis fördert[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]  ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1995: Study of some caracteristics of young beeches in the regeneration gaps of irregular shelterwood system (Femelschlag). In: Madsen, S.F. (Ed.) - Genetics and silviculture of beech. Forkskningsserien no 11: 105-116.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Sagheb-Talebi;1996;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung von unterschiedlichen Verzweigungstypen (oder Schaftarchitekturmodellen) als&lt;br /&gt;
Ergebnis der Bildungsprozesse der Schaftachse können erst richtig verstanden werden, wenn&lt;br /&gt;
über die Einflussgrössen Verzweigungstyp und apikale Dominanz noch zusätzlich die&lt;br /&gt;
Wachstumsrhythmik betrachtet wird. Siehe dazu [[Bild::Abb 2.12.png|Abb. 2.12]] nach Crabbé, 1987[[Referenz::Crabbé;1987;rabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crabbe&amp;quot;&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Stammmorphologie]]&lt;br /&gt;
[[category:Monopode]]&lt;br /&gt;
[[Category:Sympode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.2_Prozesse_zur_Bildung_der_Schaftform&amp;diff=3774</id>
		<title>2.3.2 Prozesse zur Bildung der Schaftform</title>
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		<updated>2017-02-06T15:21:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Viele Baumarten bilden praktisch immer eine durchgehende dominante Schaftachse aus.&lt;br /&gt;
Praktisch alle Koniferen und Laubbaumarten wie z.B [[Baumart::Esche]], [[Baumart::Ahorn]], [[Baumart::Kirschbaum]] gehören zum&lt;br /&gt;
Typ des [[Monopode|monopodialen Schaftbaus]] (siehe [[Bild::Abb 2.11.png|Abb. 2.11]]). Die Wipfelschäftigkeit kommt von einer&lt;br /&gt;
hohen apikalen Dominanz der Meristeme, welche eine starke Hierarchie zwischen Endknospe&lt;br /&gt;
und Seitenknospe, bzw. End- und Seitentriebe bestimmt. Das führt zur sylleptischen&lt;br /&gt;
Schaftarchitektur, d.h. eine klare hormonell gesteuerte Wuchshierarchie zwischen Gipfel- und&lt;br /&gt;
Seitentrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits gibt es viele Baumarten, die immer sympodisch verzweigen. In der Regel sind das&lt;br /&gt;
tropische Baumarten. Dieser Typ entsteht, nachdem die Fruktifikationstriebe im Jahr nach der&lt;br /&gt;
Fruktifikation absterben und führen dazu, dass unterliegende Knospen Ersatztriebe bilden. Je&lt;br /&gt;
nach apikaler Dominanz entwickeln sich pro Achse zwei Ersatztriebe gleich stark und führen&lt;br /&gt;
dann zu einer Kandelaberform (echter Sympod). Unechte Sympoden entstehen, wenn&lt;br /&gt;
Gipfeltriebe nur ausnahms- und zufallsweise ausfallen, z.B. unter Frostbeschädigung oder&lt;br /&gt;
Wildverbiss. Auch sympodisch veranlagte Gewächse können zu einer wipfelschäftigen&lt;br /&gt;
Stammform (sog. akrotone Form) kommen, wenn einer der Seitentriebe sofort die Führung&lt;br /&gt;
übernimmt und die anderen sich zurückbilden (siehe [[Bild::Abb 2.13.png|Abb. 2.13]]). Umgekehrt bleibt der Sympod&lt;br /&gt;
(Zwiesel) viel länger, ja ständig bestehen, wenn die apikale Dominanz schwach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.11&#039;&#039;&#039;: Die zwei Grundtypen der&lt;br /&gt;
Stammmorphologie: [[Monopode]] und&lt;br /&gt;
[[Sympode]]. [[Referenz::Crabbé;1987;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Category:Entwicklungs- und Bildungsprozesse]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphogenese und Akquisition der Schaftform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Prozesse zur Bildung der Schaftform]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einfluss des rhythmischen Wachstums oder Polyzyklismus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur die Kombination von Verzweigungstyp und apikaler Dominanz erlauben die&lt;br /&gt;
Formbildung voll zu erklären, sondern weitere Phänomene bzw. Einflussfaktoren wie z.B. die&lt;br /&gt;
unterschiedlichen Triebarten. In Wirklichkeit können Baumarten zwei Arten von Trieben bilden,&lt;br /&gt;
wie dies die grundlegenden Arbeiten von Thiébaut und Mitarbeitern über die Schaftmorphologie&lt;br /&gt;
der Buche gezeigt haben [[Referenz::Thiébaut;1985;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.) Bull. soc. bot. N. France 38, 1/2: 7-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut;1986;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique,&lt;br /&gt;
approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., 1986: Approche des hêtres (Fagus silvatica L.): Diversité intraspécifique,&lt;br /&gt;
approche qualitative et quantitative. Naturalia monspeliensia. Colloque international sur l&#039;Arbre 1986: 241-261.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Thiébaut et al.;1985;Thiébaut, B., Cuguen, J., Dupré, S., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica). Can. J. Bot. 63: 2100-2110.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Cuguen, J., Dupré, S., 1985: Architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica). Can. J. Bot. 63: 2100-2110.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dupre&amp;quot;&amp;gt;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es sind dies einerseits die Kurztriebe, welche dem Baum ermöglichen, den Raum zu erschliessen, weil sie im Wesentlichen die Blätter tragen, und andererseits die Langtriebe, welche die Expansion erlauben, d.h. sich auszubreiten und dabei insbesondere auch in die Höhe zu wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschattung begünstigt die Entwicklung der Kurztriebe in einem Verhältnis von 3:1&lt;br /&gt;
gegenüber Langtrieben. Hingegen bilden [[Baumart::Buche|Buchen]] in vollem Lichtgenuss hauptsächlich Langtriebe&lt;br /&gt;
in einem Verhältnis von etwa 4:1. Damit sich ein Baum gut entwickeln kann, muss er&lt;br /&gt;
wachsen können, wozu er also eine gewisse Lichtmenge braucht. Die Voraussetzungen zur&lt;br /&gt;
Bildung von Kurz- oder Langtrieben sind schon zur Zeit der Differenzierung der Blattanlagen bei&lt;br /&gt;
der Knospenbildung festgelegt, indem unterschiedliche Blattanlagen angelegt werden [[Referenz::Fontaine;1998;Fontaine, F., Druelle, J.-M., Clément, Chr., Burrus, M., Andran, J.-Cl., 1998: Ontogeny of&lt;br /&gt;
proventious epicormic buds in Quercus petraea; I. In the 5 years following initiation. Trees 13: 54-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fontaine, F., Druelle, J.-M., Clément, Chr., Burrus, M., Andran, J.-Cl., 1998: Ontogeny of&lt;br /&gt;
proventious epicormic buds in Quercus petraea; I. In the 5 years following initiation. Trees 13: 54-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So besitzen Knospen von Kurztrieben keine Seitenknospenanlagen, und die sich daraus ergebenden Triebe können nicht verzwieseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum klaren Verständnis der Entstehung der Schaftarchitekturtypen muss die Rhythmizität des&lt;br /&gt;
Streckenwachstums (oder Polyzyklismus oder Prolepsis) mitbetrachtet werden. Das Phänomen&lt;br /&gt;
der Wachstumsrhythmizität oder des Polyzyklismus ist bei der Sprossbildung die Fähigkeit,&lt;br /&gt;
sukzessive neue Wachstumsschübe zu bilden durch Ansetzen nach einer kurzen intensiven&lt;br /&gt;
Streckenwachstumsphase einer ausruhenden Endknospe, welche eine Wachstumspause verursacht.&lt;br /&gt;
Nach Auflösung der Quieszenz dieser Knospe kommt es zu weiteren neuen&lt;br /&gt;
Streckenwachstumsschüben (in sog. proleptische Triebe oder Johannistriebe). In Jungpflanzen&lt;br /&gt;
auf guten Standorten kann es drei bis vier solche Schübe (oder Wachstumseinheiten)&lt;br /&gt;
geben.&lt;br /&gt;
Die Prolepsis darf als angeworbene Fähigkeit der Gehölzpflanzen zur Kontrolle des Wachstums&lt;br /&gt;
in tropischen Regionen ohne Vegetationswechsel interpretiert werden. Sie ist sehr stark&lt;br /&gt;
ausgeprägt bei den Eichen. Wie Burger (1921) gezeigt hat, ist sie bei der Stieleiche häufiger&lt;br /&gt;
anzutreffen als bei der Traubeneiche. Als fakultativ kommt sie vor bei anderen Baumarten wie&lt;br /&gt;
Buche, Esche, aber auch bei den meisten Koniferen (Fichte, Föhre, Douglasie). Fakultativ&lt;br /&gt;
bedeutet das, dass nicht alle Individuen einer Population Prolepsis aufweisen, und auch nicht&lt;br /&gt;
jedes Jahr, sondern nur, wenn Temperatur und Ernährung günstig sind. Hussendörfer et al (1996)[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnten bei [[Baumart::Buche|jungen Buchen]] nachweisen, dass die Prolepsis mit genetischen Eigenschaften korreliert ist (grösserer Heterozygotanteil). Burger (1926)[[Referenz::Burger;1926;Burger, H., 1926: Untersuchungen über das Höhenwachstum verschiedener Holzarten. Mitt.&lt;br /&gt;
schweiz. Centralanst. forstl. VersWes. 14, 1: 29-158.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Burger, H., 1926: Untersuchungen über das Höhenwachstum verschiedener Holzarten. Mitt.&lt;br /&gt;
schweiz. Centralanst. forstl. VersWes. 14, 1: 29-158.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigte bei der Buche, dass etwa ein Drittel der Nachkommen in der Jugend Prolepsis aufwiesen. Daneben haben Baumarten wie Pappeln, welche keine Prolepsis aufweisen, ein kontinuierliches Streckenwachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Grundmodell; verbindet&lt;br /&gt;
Akrotonie, apikale Dominanz&lt;br /&gt;
und rhythmisches&lt;br /&gt;
Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Sympodisierung nach Verlust der apikalen Dominanz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Syllepsis; Verlust von rhythmischem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Plagiotropie nach Verlust des mechanischen Widerstandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Basitonie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.12.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.12:&#039;&#039;&#039; Der Erwerb der Schaftform als komplexes Phänomen verbindet Verzweigungsgrundmuster&lt;br /&gt;
(Schaftverzweigungsarchetyp), rhythmisches Wachstum und apikale Dominanz.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Crabbé;1987;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crabbe&amp;quot;&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rhythmische Wachstum ist ein komplexes, im wesentlichen physiologisch geprägtes&lt;br /&gt;
Phänomen. Dabei steht die apikale Dominanz der Endknospe im Vordergrund. Französische&lt;br /&gt;
Physiologen verbinden diese Fähigkeit mit der Entwicklung der Schuppenanlagen in den&lt;br /&gt;
Knospen[[Referenz::Champagnat et al.;1986;Champagnat, P., Barnola, P., Lavarenne, S., 1986: Quelques modalités de la croissance&lt;br /&gt;
rythmique endogène des tiges chez les végétaux ligneux. In: Colloque international sur l&#039;arbre, Naturalia monspeliensia: 279-302.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Champagnat, P., Barnola, P., Lavarenne, S., 1986: Quelques modalités de la croissance&lt;br /&gt;
rythmique endogène des tiges chez les végétaux ligneux. In: Colloque international sur l&#039;arbre, Naturalia monspeliensia: 279-302.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber auch mit weiteren Faktoren wie Ernährung[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Nährstoffaufnahme durch die Feinwurzeln [[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erklärt sich ihr fakultatives Vorkommen[[Referenz::Thiébaut;1988;| ]]. Exogene Faktoren haben aber einen unter Umständen erheblichen Einfluss. So ist es ausgewiesen, dass eine gute Belichtung das Vorkommen der Prolepsis fördert[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnola&amp;quot;&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]  ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1995: Study of some caracteristics of young beeches in the regeneration gaps of irregular shelterwood system (Femelschlag). In: Madsen, S.F. (Ed.) - Genetics and silviculture of beech. Forkskningsserien no 11: 105-116.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Sagheb-Talebi;1996;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung von unterschiedlichen Verzweigungstypen (oder Schaftarchitekturmodellen) als&lt;br /&gt;
Ergebnis der Bildungsprozesse der Schaftachse können erst richtig verstanden werden, wenn&lt;br /&gt;
über die Einflussgrössen Verzweigungstyp und apikale Dominanz noch zusätzlich die&lt;br /&gt;
Wachstumsrhythmik betrachtet wird. Siehe dazu [[Bild::Abb 2.12.png|Abb. 2.12]] nach Crabbé, 1987[[Referenz::Crabbé;1987;rabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crabbe&amp;quot;&amp;gt;Crabbé, J., 1987: Aspects particuliers de la morphogénèse caulinaire des végétaux ligneux et introduction à leur étude quantitative. Bruxelles: IRSIA, 116 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Stammmorphologie]]&lt;br /&gt;
[[category:Monopode]]&lt;br /&gt;
[[Category:Sympode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=3773</id>
		<title>4.3.2 Die Auslese</title>
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		<updated>2017-02-06T15:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Konzentration der Produktion auf die bestveranlagten Individuen eines Kollektivs stellt eine der bedeutendsten wertschöpfende Möglichkeit dar. Man konzentriert sich dabei auf diejenigen Bäume mit den besten Stammqualität, ein gutes Wachstum und eine hohe Vitalität. Damit weist die eigentliche &#039;&#039;&#039;Auslese&#039;&#039;&#039; eine der am stärksten begünstigende Wirkung aller Pflegemassnahmen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Auslese leitet sich von der grossen genetisch bedingten individuellen Vielfältigkeit der Formen und des Wuchses innerhalb einer Nachkommenschaft. Diese Vielfalt verleiht den natürlichen Beständen einen grossen ökologischen Vorteil, nämlich eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber verschiedenen Störungen und Risiken, welche einen Bestand während seiner ganzen Lebensdauer heimsuchen können. Waldbauliche Auslese ist grundsätzlich eine &#039;&#039;&#039;phänotypische Auslese&#039;&#039;&#039;, d.h. nach dem Erscheinungsbild, welches das Ergebnis der Veranlagung und seine Expressivität im Kontext der wirkenden Umgebungsfaktoren&lt;br /&gt;
ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldbauer benutzt nun die natürliche Formmannigfaltigkeit gezielt zur Erreichung der Ziele einer bestmöglichen Wertschöpfung. Dies ist bezüglich der Erhaltung des genetischen Pools unproblematisch, sofern die Wahlkriterien auf genügenden adaptiven Genen basieren. Die früher kontroversierte Frage, ob die Pflegeeingriffe die genetische Struktur einengen, ist mittlerweile geklärt, zumindest für den Charakter Wachstumsfreudigkeit, deren Förderung wie Lauber et al. (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lauber et al.;1997;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.).&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Geburek et al. (1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigt haben, zu keiner genetischen Verarmung führt, weil Wuchskraft mit Heterozygotenanteil korreliert ist, so dass die zu fördernden Anwärter auch diejenigen mit der günstigen Rekombinationschancen der Gene sind. In der Natur übrigens sind es auch diese Heterozygoten, in der Regel die kräftigsten Bäume,&lt;br /&gt;
welche sich durchsetzen. Dabei gibt es offensichtlich gewisse Ausnahmen ([[Baumart::Weisstanne]], nach Hussendörfer, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba&lt;br /&gt;
Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ob es auch für die Stammqualität gilt, ist noch nicht genügend geklärt. Hinweise deuten darauf hin, dass Phänomene wie rhythmisches Wachstum auch mit Überhang an Heterozygoten verbunden ist (Hussendörfer et al.,1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z.Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann die Auslese nach negativen oder positiven Gesichtspunkten erfolgen. Die &#039;&#039;&#039;negative Auslese&#039;&#039;&#039; erfolgt, indem man hauptsächlich die schlechtveranlagten Individuen eliminiert. Bei einer &#039;&#039;&#039;positiven Auslese&#039;&#039;&#039; hingegen begünstigt und fördert man gezielt die bestveranlagten und bestausgebildeten Individuen eines Kollektivs (siehe dazu Abb. 4.19). Die positive Auslese ist auch wirksamer als die negative Auslese. Sie erlaubt eine bessereKonzentration der Pflege und dies ist bezüglich der Kosten günstig. In den noch sehr jungen Beständen jedoch, wenn die Qualitätseigenschaften im allgemeinen noch nicht genügend stark ausgeprägt sind, während hingegen die Mängel und die fehlerhaften Eigenschaften noch immer leichter zu erkennen sind, weist die negative Auslese Vorteile auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.19.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.19: Die zwei Grundformen der Auslese: die positive und die negative Auslese.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslesekriterien richten sich nach den Produktionszielen. Es kann grundsätzlich sowohl Stammqualitätseigenschaften wie &#039;&#039;&#039;Wuchsleistung&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Stabilität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Gesundheit&#039;&#039;&#039; sein. Weil die Natur selbst nach Wuchseigenschaften differenziert, ist die mit waldbaulichen Massnahmen zu verbindende Auslese meistens für die Erreichung einer hohen Wertschöpfung angebracht, allenfalls für die Förderung von Stabilitätseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Auslese richtet sich nach der Einschätzung der natürlichen unplanbaren Störungsrisiken (sog. &#039;&#039;&#039;stockastische Faktoren&#039;&#039;&#039;, wie Frost, Bruch usw.) sowie der Ausprägung der auszuwählenden Eigenschaften. Das Ziel besteht darin, eine gute Wertschöpfung in der Schaffung eines qualitativ wertvollen unteren Schafts von ca. 10 m zu erreichen. Eine der Kernfrage dabei ist, wie früh die Auslese erfolgen soll. Sind die unvorsehbaren &#039;&#039;&#039;Risiken hoch&#039;&#039;&#039; (z.B. infolge traumatischer Verzwieselung), soll eher zugewartet werden, bis die untersten 10 m gebildet sind. So erfolgt die Auslese im Normalfall erst richtig in der &#039;&#039;&#039;Stangenholzphase&#039;&#039;&#039;, wenn eine genügend interessante Schaftlänge ausgebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &#039;&#039;&#039;Risiken klein&#039;&#039;&#039; für Baumarten, deren Eigenschaften weniger abhängig von den Umweltereignissen sind (d.h. auch mehr aus der Veranlagung hervorkommen) und die Ausprägung von Qualitätsunterschiede gross, soll eher &#039;&#039;&#039;früh ausgelesen&#039;&#039;&#039; werden, so dass die guten Anwärter mehr Durchsetzungschancen erhalten im Konkurrenzkampf. Dies ist der Fall für Baumarten mit grossen genetisch veranlagten Qualitätsunterschieden sowie früh erkennbaren Eigenschaften (wie z.B. bei [[Baumart::Buche]], [[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Linde]]). Dann kann die Auslese früher, nämlich in der &#039;&#039;&#039;Dickungsphase&#039;&#039;&#039;, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Akquisition der Formeigenschaften und die Reaktion der Bestockungen auf den Kollektivwettbewerb unterschiedlich sind, unterscheidet man bezüglich Zeitpunkt und Schwerpunkte der Auslese die folgenden drei grossen Kategorien von Baumarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;Nadelbäume&#039;&#039;&#039;, bei welchen Probleme der Stabilität und Astreinigung im Vordergrund stehen&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;Laubbaumarten mit obligatorischer [[Monopode|monopodischer]]&#039;&#039;&#039; Schaftachsenbildung, die aber eine Neigung zu traumatischer Verzwieselung vorweisen, also etwa [[Baumart::Esche]]/[[Baumart::Ahorn]], die sonst eine gute Selbstdifferenzierung haben. Bei dieser Gruppe steht die Bildung eines genügend langen Schaftes von etwa 10 m (evt. mehr) im Vordergrund&lt;br /&gt;
*Die Baumarten mit &#039;&#039;&#039;sympodischen Tendenzen&#039;&#039;&#039;, also [[Baumart::Buche]]/[[Baumart::Eiche]]/[[Baumart::Linde]], bei welchen die frühzeitige Auslese nach dem Phänotyp der Wipfelschäftigkeit entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Qualitätskriterien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hiebsreife liegt der grösste Anteil des Holzwertes im unteren Stammteil. Dies gilt in ausgesprochener Weise für Laubhölzer. Wie Abb. 4.20 zeigt, sind die Wertrelationen zwischen Stammholz (als Rundholz oder Nutzholz verwertbare untere Stammteil) und Wert bei Koniferen und Laubholz ähnlich. Circa 90 % des Wertes wird vom unteren Stammteil produziert. Für den unternehmerischen Erfolg interessiert uns heute nur dieser Teil, da die Industriesortimente kaum kostendeckend gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Nadelhölzern und Laubhölzern liegt im restlichen schlecht verwertbaren Anteil an Koppelprodukten (Industrie- oder Energieholz). Dieser Teil macht massenmässig etwa 15 bis 20 %, bei Koniferen 30 bis unter Umständen 50 % der anfallenden Masse bei Laubhölzern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bäume, die nur mittlere oder gar schlechte Qualität erreichen, lohnen sich teurere wertschöpfende Waldbaumassnahmen nicht, wenn einmal die Phase der Auslesemöglichkeiten verpasst wurde. Darum ist es einerseits relevant zu wissen, welche die gewünschten Qualitäts eigenschaften sind und andererseits, welche von der waldbaulichen Behandlung beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.20.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.20: Verteilung von Volumen und Wert in einem hiebsreifen Nadel- bzw. Laubbaum. (nach Bachmann, 1990)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bachmann;1990;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheiden wir bezüglich Qualitätskriterien zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*phänischen Eigenschaften (also äusserlich sichtbaren). Es geht hier primär um die&lt;br /&gt;
Schaffung des untersten Schaftteils sowie um die Astreinigung,&lt;br /&gt;
*innere Eigenschaften (Holzbeschaffung),&lt;br /&gt;
*unerträgliche Fehler, die sobald erkennbar als negative Auslesekriterien gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist es zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich zu versichern, dass die heute geltenden Qualitätskriterien der Holzsortimente bis zum Zeitpunkt ihrer Ernte und ihres Verkaufs in 80 bis&lt;br /&gt;
100 Jahren noch die gleichen sein werden. Es gibt aber trotzdem allgemeingültige Holzeigenschaften, welche generell für Qualitätsholz einigermassen auch langfristig gültig bleiben. Das gilt zum Beispiel für die Regelmässigkeit des Holzkörperbaus (Jahrringe, zentrischer Wuchs, gerade Faser, Astfreiheit usw.) oder für die Erreichung von genügenden Dimensionen. Wobei dieser letzte Punkt beginnt für Koniferen umstritten zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Auslese kann man sich grundsätzlich in erster Linie auf solche allgemein gültigen Eigenschaften stützen. Daneben gibt es aber auch Qualitätskriterien, die sich je nach dem Stand des technologischen Fortschritts und je nach den wechselnden Modeströmungen und Bedürfnissen der Konsumenten verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemein anzustrebenden Stammqualitätseigenschaften für das Kollektiv der Wertträger sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein unterstes Stammstück mit einer Länge von mindestens 10 m (allenfalls mehr)&lt;br /&gt;
*BHD von mindestens 60 cm (bei Nadelhölzern mässiger Qualität in Zukunft evtl. weniger)&lt;br /&gt;
*gerade und lotrechte Schaftachse&lt;br /&gt;
*ein runder Stammquerschnitt&lt;br /&gt;
*ab Entwicklungsstufe des schwachen Stangenholzes astfrei&lt;br /&gt;
*weder bedeutende Fehler, Krankheiten oder irgendwelche Verletzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutung der Astigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astfreies Holz – ist das überhaupt erste anzustrebende Qualitätskriterium. Weil die Baumartengruppen bezüglich natürlicher Astreinigung auch unterschiedliche Reaktionsmuster aufweisen, muss man auch die Werteigenschaften unterschiedlich gewichten. Die Erreichung des Zieles, einen grossen Anteil an astfreiem Holz zu produzieren, ist in sehr hohem Mass von der Lebensdauer der Äste abhängig und von der Zeit, um die Astabbruchstellen zu überwallen. Nach Schulz (1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1961;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sollte für eine Produktion von Holz mit Spitzenqualität ein einwandfreies unterstes Stammstück angestrebt werden, das mindestens 50 % astfreies Holz enthält. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der zentrale astige Kern des Stammes einen Drittel des gesamten Durchmessers nicht übersteigen. Das bedeutet, dass bei den Auslesebäumen die Äste&lt;br /&gt;
zumindest bis auf eine Höhe von vier Metern verschwunden sein bzw. entfernt werden müssen, was bei Nadelbäumen bei einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von 12 cm, bei Laubbäumen bei einem BHD von 15 cm der Fall zu sein bzw. zu geschehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über die Lebensdauer von Ästen und die Überwachsungsdauer von Astabbruchstellen bei der [[Baumart::Buche]], der [[Baumart::Eiche]], der [[Baumart::Waldföhre]] und der [[Baumart::Fichte]] zeigen, dass bei [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]], aufgrund einer Lebensdauer und einer anschliessenden Überwachsungsdauer der Äste von je etwa 10 Jahren, das oben formulierte Postulat bezüglich der Qualität auf natürliche Weise erfüllbar ist. Bei der [[Baumart::Föhre]] dagegen, welche die Äste etwa 15 - 25 Jahre lang behält und zusätzlich noch etwa 30 - 40 Jahre für derer Überwachsung benötigt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllbar. In diesem Fall kann nur durch eine künstliche Asteliminierung das Ziel erreicht werden. Bei der [[Baumart::Fichte]], welche die abgestorbenen Äste noch länger als die [[Baumart::Föhre]] behält, erlaubt die natürliche Astreinigung niemals den gewünschten Anteil an astfreiem Holz zu produzieren. Somit steht fest dass bei Totasterhalter die Wertastung die wichtigste Wertschöpfungsmassnahme überhaupt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andere Fehler: Drehwuchs und Holzrisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehwüchsigkeit stellt einen schwerwiegenden Holzfehler dar, den es frühzeitig zu erkennen gilt. Dabei ist das grösste Problem, dass der Drehsinn der Holzfasern im Laufe des Lebens eines Baumes wechseln kann. Eine Drehwüchsigkeit, die auf die Jugendphase eines Baumes beschränkt ist, betrifft nur den zentralen Teil des Stammes und ist nicht als so schwerwiegend zu betrachten. Im Vergleich dazu ist eine Drehwüchsigkeit, die sich über das ganze Leben eines Baumes hinzieht, insbesondere wenn sie immer denselben Drehsinn aufweist, als schwerwiegenderen Fehler einzustufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Drehwüchsigkeit von aussen, z.B. anhand des Rindenbildes, gut erkennen lässt, trügt. Die Rinde ist ein Abbild des Jugendkambiums. Inzwischen hat sich der Drehsinn korrigieren können, ohne dass man es von aussen merkt. Eine Drehwüchsigkeit istdann als schwerwiegend zu betrachten, wenn auch der Faserverlauf der äusseren Holzpartien gedreht ist. Sofern man nicht bereit ist, einen Baum absichtlich zu verletzen, lässt sich diese Erscheinung erst an geschlagenem Holz wirklich überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann ein Drehwuchs von 10 - 15 cm/m’ für eine Klassierung als normale Qualität zulässig sein und ein Drehwuchs von 6 - 8 cm/m’ für eine Klassierung als fehlerfreie Qualität taxiert werden. Drehwuchs hat ebenfalls Auswirkungen auf verschiedene Arten von Holzrissen (siehe Abb. 4.21) Unterschiedliche Risse haben auch nicht die gleiche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.21.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.21: Verschiedene Holzrisse.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. kleine Herzrisse und kleine Risse an der Peripherie durch-aus noch als tolerierbare Holzfehler zu bezeichnen. Frostrisse treten beson-ders bei der [[Baumart::Tanne]], der [[Baumart::Eiche]], der [[Baumart::Ulme]], der [[Baumart::Edelkastanie]], dem [[Baumart::Nussbaum]], und etwas weniger auch beim [[Baumart::Kirschbaum]], der [[Baumart::Esche]] und sogar auch der [[Baumart::Buche]] auf. Frostrisse können, sogar wenn sie relativ stark geöffnet sind, wie übrigens auch die Trockenrisse bei der [[Baumart::Fichte]], noch für eine Klassierung als normale Qualität toleriert werden, wenn die Spaltfläche des Risses vollkommen gerade bzw. eben ist. Wenn sich die Spaltfläche des Risses aber auch nur leicht dreht, so stellt dieser einen schwerwiegenden Holzfehler dar. Sternförmige Risse und Ringschälen sind, selbst wenn sie sich nur in der Kernzone befinden, als ins Gewicht fallende Holzfehler zu betrachten. Mit Ausnahme einer&lt;br /&gt;
richtigen Baumartenwahl hat man kaum Möglichkeiten, diese Erscheinung wirksam zu beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krankheiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Astigkeit sind die Folgeschäden von Krankheiten und Verletzungen von sekundärer Bedeutung. Es ist jedoch offensichtlich, dass für Qualitätsholz ein gerades, zentriert gewachsenes und nicht zu abholziges unteres Schaftstück auf einer Länge von mindestens 10 m vorhanden sein muss. Während das Kriterium der Abholzigkeit nicht so bedeutend ist, sind Kriterien wie Reaktionsholz (oder Druckholz, sog. [[Baumart::Buche|Buchsholz]]), Verletzungen oder schwerwiegende Krankheiten wie Fäulen, Schleimfluss oder Krebsen erschwerend. Noch entscheidender als die eigentliche Art eines Holzfehlers ist seine Lage im Stamm bzw. im Holzkörper. Wie man auf einem Stammquerschnitt sehen kann (siehe Abb. 4.22), unterscheidet man diesbezüglich drei Zonen unterschiedlicher Bedeutung. Die in der Kernzone vorkommenden Holzfehler (wie etwa Mondringe oder Verletzungen) haben keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen, sofern sie nicht allzu breit ist. Dies gilt ebenfalls für die Randzone (3), da dieser Teil des Stammes bei der Verarbeitung v.a. Abfälle wie etwa Schwarten liefert. Dies ist der Grund, warum das Auftreten von Klebästen, (etwa bei [[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Ulme]], [[Baumart::Linde]] und [[Baumart::Tanne]]) nicht als katastrophal zu betrachten ist, sofern es nicht um alte Klebäste geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.22.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.22: Zonen unterschiedlicher Bedeutung der Holzfehler:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 1 auftretende Fehler haben volumenmässig keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 2 sind die Konsequenzen schwerwiegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 3, welches meistens Abfallholz gibt, sind die Konsequenzen geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gewichtung der Qualitätsmerkmale für die Baumartengruppen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich, die Hauptqualitätsmerkmale nach den drei Holzartengruppen, die wir bei der Diskussion der Akquisition der Schafteigenschaften gebildet haben, zu gewichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Koniferen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Astigkeit steht im Vordergrund. Dieser Faktor kann nur effizient durch eine rechtzeitige künstliche Wertastung gesteuert werden. Andere Eigenschaften sind Vermeidung von Fäulen. Sie sind schwierig vorauszusehen und stehen in Zusammenhang mit Nutzungsfolgen (siehe dazu die Diskussion im Abschnitt [[Phase der Auslese]]). Drehwüchsigkeit ist teilweise früherkennbar und gilt als wichtiges Merkmal einer negativen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Baumart::Esche]] und andere [[Monopode|monopodisch]] aufgebaute Baumarten mit traumatischen Verzwieselungsrisiken&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im wesentlichen geht es um Vermeidung von tiefem Zwiesel (tiefer als 10 m) und Vermeidung von altersbedingter Farbkernbildung durch intensive Kronenbefreiung ab Stangenholzstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sympodisch neigende Baumarten ([[Baumart::Buche]], [[Baumart::Eiche]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines unverzwieselten Schaftes von zirka 10 m steht in Vordergrund. Die Hauptmassnahme ist also eine frühzeitige Auslese nach diesem Kriterium. Weitere Eigenschaften in Zusammenhang mit Jahrringbildung und Produktionszeit wurden am Fallbeispiel der [[Baumart::Buche]] in Absatz [[Die Produktionsfaktoren: Zeit]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Problem der Reserven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn im Sinne der Risikoabwägung die definitive Auslese erst dann sinnvollerweise erfolgt, wenn eine genügend hohe Stammachse gebildet ist (10 m), besteht auch später die Gefahr von stockastischen (unfreiwilligen) Ausfällen. Dieses Dilemma kann in der Praxis dadurch gelöst werden, indem man nicht nur die Wertträger des Endkollektivs auswählt, sondern eine gewisse Anzahl zusätzlicher Anwärter (sog. Reservisten). Heute strebt man aus Gründen der Kostenwirksamkeit eher das Prinzip des Ersatzes an, d.h. erst, wenn Bäume nicht mehr taugen, sie als Auslesebäume an Ort zu ersetzen. Früher galt das Prinzip der Ausscheidung eines Mehrfaches an Auslesebäumen als schlussendlich nötig. Wir werden diese Frage im wesentlichen im Abschnitt [[Perverse Wirkungen der Eingriffe]] in Zusammenhang mit der Frage der Raumausnützungsgeometrie angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Die Nutzungsprinzipien]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Pflegeeffekte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Auslese]]&lt;br /&gt;
[[Category:Definition]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bestand]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baumkollektiv]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.1_Bedeutung_der_Schaftarchitektur_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3772</id>
		<title>2.3.1 Bedeutung der Schaftarchitektur für den Waldbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.1_Bedeutung_der_Schaftarchitektur_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3772"/>
		<updated>2017-02-06T15:18:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Art und Weise der Entstehung der Baumgestalt (Morphogenese) ist bei Baumgewächsen,&lt;br /&gt;
geschweige bei Holzgewächsen, recht unterschiedlich. Das Studium der sog. Schaftarchitekturmodelle&lt;br /&gt;
und der Gründe ihrer Entstehung sind für den Waldbau von entscheidender&lt;br /&gt;
Bedeutung. In der Tat bilden Waldbäume nicht notgedrungen durchgehende dominierende&lt;br /&gt;
(sog. wipfelschäftige Stämme), sondern bei vielen insbesondere bei den Laubbaumarten&lt;br /&gt;
besteht eine Tendenz zur Verzweigung bzw. Verzwieselung. [[Bild::Abb 2.19.png|Abb. 2.9]] zeigt die zwei&lt;br /&gt;
Grundtypen eines aufrechtes Wuchses (sog. Akrotonie oder Wipfelschäftigkeit) und&lt;br /&gt;
andererseits die frühe Auflösung der Stammachse (sog. sympodische Verzweigung oder&lt;br /&gt;
Zwieselschäftigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar innerhalb der Nachkommen, also in einer Population der gleichen Baumart, sind solche&lt;br /&gt;
unterschiedliche Verzweigungstypen zu beobachten, weil offensichtlich die Architekturmodelle&lt;br /&gt;
nicht nur aufgrund angeborener Muster zustandekommen, sondern auch durch ihre&lt;br /&gt;
Expressivität, die von der Einwirkung äusserer Einflüsse wie Licht, Wärme usw., abhängen.&lt;br /&gt;
Dies ist insbesondere bei wirtschaftlich wichtigen Baumarten wie [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]] augenfällig&lt;br /&gt;
(Image:Abb 2.9.png|Abb. 2.9), wie schon Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1993;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.&amp;lt;/ref&amp;gt; feststellte, aber auch bei [[Baumart::Linde|Linden]] und [[Baumart::Ulm|Ulmen]]. Aus genetischer Sicht weiss man, dass die Formvariation innerhalb einer Baumpopulation wesentlich grösser ist als zwischen Populationen oder Provenienzen [[Referenz::Comps et al.;1991;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich erkennt man relativ einfach zwei gegensätzliche Archetypen, nämlich einerseits&lt;br /&gt;
den unverzweigten Stamm, der eine durchgehende Achse aufweist ([[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]]) und&lt;br /&gt;
andererseits der [[Zwieseltyp]], dessen Stammachse eine starke Neigung zur Verzweigung in&lt;br /&gt;
zwei oder mehrere Achsen aufweist. Die erste Form fällt durch ihr ausladendes Astwerk auf,&lt;br /&gt;
während bei der zweiten Form die Äste einen spitzigen Winkel zur Stammachse aufweisen.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es zahlreiche Zwischenformen. Nach Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1953;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann man letztlich am Beispiel der [[Baumart::Buche]] (und analogerweise der Eiche) die drei folgenden Formen (siehe dazu Abb.2.10) unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftige Baum]] mit einer durchgehenden, geraden, nicht verzweigten&lt;br /&gt;
Stammachse vom monopodialen Verzweigungstyp. Diese Form ist aus waldbaulicher&lt;br /&gt;
Sicht ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Der Baum mit einer verbuschten, intermediären Form und leicht aufgelösten&lt;br /&gt;
Verzweigungsform. Bäume dieses Typs tendieren dazu, Protzen zu bilden. Man spricht&lt;br /&gt;
hier vom [[Besentyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Der [[Zwieseltyp|zwieselschäftige Baum]], dessen Achse die starke Tendenz hat, sich immer wieder&lt;br /&gt;
zu verzweigen. Arnswaldt (1950)[[Referenz::Arnswaldt;1950;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterteilt diesen Typ in zwei Untertypen: Der bleibenden, dauerhaften Zwiesel (Dauerzwiesel) und derjenigen, der sich mit der Zeit&lt;br /&gt;
korrigieren kann, indem einer der Äste des Zwiesels die Oberhand gewinnt und der&lt;br /&gt;
andere Ast sich zu einem grossen Seitenast (sog. Steilast oder Bajonett) zurückbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.9.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.9&#039;&#039;&#039;: Die [[Schaftverzweigungsform|Schaftverzweigungsformen]]&lt;br /&gt;
am Beispiel der [[Baumart::Buche]][[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) [[Besentyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) [[Zwieseltyp|zwieselschäftiger Typ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil mehr als 80 % des Holzwertes bei Hiebsreife auf den untersten, unverzweigten Schaftteil&lt;br /&gt;
(sog. Stammholz) fällt, ist das Verständnis der Phänomene der Schaftformakquisition (sog.&lt;br /&gt;
Morphogenese) von grosser Bedeutung, insbesondere für die Produktion von Holz mit hoher&lt;br /&gt;
Wertschöpfung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, auf dem Weg der frühzeitigen Auslese die&lt;br /&gt;
günstigen Typen auszuwählen und durch waldbauliche Massnahmen entsprechend zu fördern.&lt;br /&gt;
Es ist auch von Bedeutung, zu wissen, ob diese Formen früh erkennbar sind. Bei der [[Baumart::Eiche]],&lt;br /&gt;
einer weiteren Baumart, die ähnlich wie die [[Baumart::Buche]] innerhalb der gleichen Population sehr&lt;br /&gt;
grosse Formmannigfaltigkeit aufweist, hat schon Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt, dass die Grundformen sehr früh, schon mit 3-4 m Höhe erkennbar sind ([[Bild::Abb 2.10.png|Abb. 2.10]]). Dies eröffnet grosse&lt;br /&gt;
Aussichten für die günstige Wirkung einer frühzeitigen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.10.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.10&#039;&#039;&#039;: Die Formtypen bei jungen [[Baumart::Eiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) intermediäre Form oder [[Besentyp]];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) [[Zwieseltyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Schaftverzweigungsform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Wipfelschaftiger Typ]]&lt;br /&gt;
[[Category:Besentyp]]&lt;br /&gt;
[[Category:Zwieseltyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Art und Weise der Entstehung der Baumgestalt (Morphogenese) ist bei Baumgewächsen,&lt;br /&gt;
geschweige bei Holzgewächsen, recht unterschiedlich. Das Studium der sog. Schaftarchitekturmodelle&lt;br /&gt;
und der Gründe ihrer Entstehung sind für den Waldbau von entscheidender&lt;br /&gt;
Bedeutung. In der Tat bilden Waldbäume nicht notgedrungen durchgehende dominierende&lt;br /&gt;
(sog. wipfelschäftige Stämme), sondern bei vielen insbesondere bei den Laubbaumarten&lt;br /&gt;
besteht eine Tendenz zur Verzweigung bzw. Verzwieselung. [[Bild::Abb 2.19.png|Abb. 2.9]] zeigt die zwei&lt;br /&gt;
Grundtypen eines aufrechtes Wuchses (sog. Akrotonie oder Wipfelschäftigkeit) und&lt;br /&gt;
andererseits die frühe Auflösung der Stammachse (sog. sympodische Verzweigung oder&lt;br /&gt;
Zwieselschäftigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar innerhalb der Nachkommen, also in einer Population der gleichen Baumart, sind solche&lt;br /&gt;
unterschiedliche Verzweigungstypen zu beobachten, weil offensichtlich die Architekturmodelle&lt;br /&gt;
nicht nur aufgrund angeborener Muster zustandekommen, sondern auch durch ihre&lt;br /&gt;
Expressivität, die von der Einwirkung äusserer Einflüsse wie Licht, Wärme usw., abhängen.&lt;br /&gt;
Dies ist insbesondere bei wirtschaftlich wichtigen Baumarten wie [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]] augenfällig&lt;br /&gt;
(Image:Abb 2.9.png|Abb. 2.9), wie schon Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1993;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.&amp;lt;/ref&amp;gt; feststellte, aber auch bei [[Baumart::Linde|Linden]] und [[Baumart::Ulm|Ulmen]]. Aus genetischer Sicht weiss man, dass die Formvariation innerhalb einer Baumpopulation wesentlich grösser ist als zwischen Populationen oder Provenienzen [[Referenz::Comps et al.;1991;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich erkennt man relativ einfach zwei gegensätzliche Archetypen, nämlich einerseits&lt;br /&gt;
den unverzweigten Stamm, der eine durchgehende Achse aufweist ([[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]]) und&lt;br /&gt;
andererseits der Zwieseltyp, dessen Stammachse eine starke Neigung zur Verzweigung in&lt;br /&gt;
zwei oder mehrere Achsen aufweist. Die erste Form fällt durch ihr ausladendes Astwerk auf,&lt;br /&gt;
während bei der zweiten Form die Äste einen spitzigen Winkel zur Stammachse aufweisen.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es zahlreiche Zwischenformen. Nach Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1953;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann man letztlich am Beispiel der [[Baumart::Buche]] (und analogerweise der Eiche) die drei folgenden Formen (siehe dazu Abb.2.10) unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftige Baum]] mit einer durchgehenden, geraden, nicht verzweigten&lt;br /&gt;
Stammachse vom monopodialen Verzweigungstyp. Diese Form ist aus waldbaulicher&lt;br /&gt;
Sicht ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Der Baum mit einer verbuschten, intermediären Form und leicht aufgelösten&lt;br /&gt;
Verzweigungsform. Bäume dieses Typs tendieren dazu, Protzen zu bilden. Man spricht&lt;br /&gt;
hier vom [[Besentyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Der zwieselschäftige Baum, dessen Achse die starke Tendenz hat, sich immer wieder&lt;br /&gt;
zu verzweigen. Arnswaldt (1950)[[Referenz::Arnswaldt;1950;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterteilt diesen Typ in zwei Untertypen: Der bleibenden, dauerhaften Zwiesel (Dauerzwiesel) und derjenigen, der sich mit der Zeit&lt;br /&gt;
korrigieren kann, indem einer der Äste des Zwiesels die Oberhand gewinnt und der&lt;br /&gt;
andere Ast sich zu einem grossen Seitenast (sog. Steilast oder Bajonett) zurückbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.9.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.9&#039;&#039;&#039;: Die [[Schaftverzweigungsform|Schaftverzweigungsformen]]&lt;br /&gt;
am Beispiel der [[Baumart::Buche]][[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) [[Besentyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) zwieselschäftiger Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil mehr als 80 % des Holzwertes bei Hiebsreife auf den untersten, unverzweigten Schaftteil&lt;br /&gt;
(sog. Stammholz) fällt, ist das Verständnis der Phänomene der Schaftformakquisition (sog.&lt;br /&gt;
Morphogenese) von grosser Bedeutung, insbesondere für die Produktion von Holz mit hoher&lt;br /&gt;
Wertschöpfung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, auf dem Weg der frühzeitigen Auslese die&lt;br /&gt;
günstigen Typen auszuwählen und durch waldbauliche Massnahmen entsprechend zu fördern.&lt;br /&gt;
Es ist auch von Bedeutung, zu wissen, ob diese Formen früh erkennbar sind. Bei der [[Baumart::Eiche]],&lt;br /&gt;
einer weiteren Baumart, die ähnlich wie die [[Baumart::Buche]] innerhalb der gleichen Population sehr&lt;br /&gt;
grosse Formmannigfaltigkeit aufweist, hat schon Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt, dass die Grundformen sehr früh, schon mit 3-4 m Höhe erkennbar sind ([[Bild::Abb 2.10.png|Abb. 2.10]]). Dies eröffnet grosse&lt;br /&gt;
Aussichten für die günstige Wirkung einer frühzeitigen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.10.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.10&#039;&#039;&#039;: Die Formtypen bei jungen [[Baumart::Eiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) [[Wipfelschaftiger Typ|wipfelschäftiger Typ]];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) intermediäre Form oder [[Besentyp]];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Zwieseltyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Schaftverzweigungsform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Wipfelschaftiger Typ]]&lt;br /&gt;
[[Category:Besentyp]]&lt;br /&gt;
[[Category:Zwieseltyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.1_Bedeutung_der_Schaftarchitektur_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3770</id>
		<title>2.3.1 Bedeutung der Schaftarchitektur für den Waldbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.1_Bedeutung_der_Schaftarchitektur_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3770"/>
		<updated>2017-02-06T15:13:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Art und Weise der Entstehung der Baumgestalt (Morphogenese) ist bei Baumgewächsen,&lt;br /&gt;
geschweige bei Holzgewächsen, recht unterschiedlich. Das Studium der sog. Schaftarchitekturmodelle&lt;br /&gt;
und der Gründe ihrer Entstehung sind für den Waldbau von entscheidender&lt;br /&gt;
Bedeutung. In der Tat bilden Waldbäume nicht notgedrungen durchgehende dominierende&lt;br /&gt;
(sog. wipfelschäftige Stämme), sondern bei vielen insbesondere bei den Laubbaumarten&lt;br /&gt;
besteht eine Tendenz zur Verzweigung bzw. Verzwieselung. [[Bild::Abb 2.19.png|Abb. 2.9]] zeigt die zwei&lt;br /&gt;
Grundtypen eines aufrechtes Wuchses (sog. Akrotonie oder Wipfelschäftigkeit) und&lt;br /&gt;
andererseits die frühe Auflösung der Stammachse (sog. sympodische Verzweigung oder&lt;br /&gt;
Zwieselschäftigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar innerhalb der Nachkommen, also in einer Population der gleichen Baumart, sind solche&lt;br /&gt;
unterschiedliche Verzweigungstypen zu beobachten, weil offensichtlich die Architekturmodelle&lt;br /&gt;
nicht nur aufgrund angeborener Muster zustandekommen, sondern auch durch ihre&lt;br /&gt;
Expressivität, die von der Einwirkung äusserer Einflüsse wie Licht, Wärme usw., abhängen.&lt;br /&gt;
Dies ist insbesondere bei wirtschaftlich wichtigen Baumarten wie [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]] augenfällig&lt;br /&gt;
(Image:Abb 2.9.png|Abb. 2.9), wie schon Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1993;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.&amp;lt;/ref&amp;gt; feststellte, aber auch bei [[Baumart::Linde|Linden]] und [[Baumart::Ulm|Ulmen]]. Aus genetischer Sicht weiss man, dass die Formvariation innerhalb einer Baumpopulation wesentlich grösser ist als zwischen Populationen oder Provenienzen [[Referenz::Comps et al.;1991;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich erkennt man relativ einfach zwei gegensätzliche Archetypen, nämlich einerseits&lt;br /&gt;
den unverzweigten Stamm, der eine durchgehende Achse aufweist (wipfelschäftiger Typ) und&lt;br /&gt;
andererseits der Zwieseltyp, dessen Stammachse eine starke Neigung zur Verzweigung in&lt;br /&gt;
zwei oder mehrere Achsen aufweist. Die erste Form fällt durch ihr ausladendes Astwerk auf,&lt;br /&gt;
während bei der zweiten Form die Äste einen spitzigen Winkel zur Stammachse aufweisen.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es zahlreiche Zwischenformen. Nach Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1953;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann man letztlich am Beispiel der [[Baumart::Buche]] (und analogerweise der Eiche) die drei folgenden Formen (siehe dazu Abb.2.10) unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der wipfelschäftige Baum mit einer durchgehenden, geraden, nicht verzweigten&lt;br /&gt;
Stammachse vom monopodialen Verzweigungstyp. Diese Form ist aus waldbaulicher&lt;br /&gt;
Sicht ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Der Baum mit einer verbuschten, intermediären Form und leicht aufgelösten&lt;br /&gt;
Verzweigungsform. Bäume dieses Typs tendieren dazu, Protzen zu bilden. Man spricht&lt;br /&gt;
hier vom [[Besentyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Der zwieselschäftige Baum, dessen Achse die starke Tendenz hat, sich immer wieder&lt;br /&gt;
zu verzweigen. Arnswaldt (1950)[[Referenz::Arnswaldt;1950;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterteilt diesen Typ in zwei Untertypen: Der bleibenden, dauerhaften Zwiesel (Dauerzwiesel) und derjenigen, der sich mit der Zeit&lt;br /&gt;
korrigieren kann, indem einer der Äste des Zwiesels die Oberhand gewinnt und der&lt;br /&gt;
andere Ast sich zu einem grossen Seitenast (sog. Steilast oder Bajonett) zurückbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.9.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.9&#039;&#039;&#039;: Die [[Schaftverzweigungsform|Schaftverzweigungsformen]]&lt;br /&gt;
am Beispiel der [[Baumart::Buche]][[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) wipfelschäftiger Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) [[Besentyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) zwieselschäftiger Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil mehr als 80 % des Holzwertes bei Hiebsreife auf den untersten, unverzweigten Schaftteil&lt;br /&gt;
(sog. Stammholz) fällt, ist das Verständnis der Phänomene der Schaftformakquisition (sog.&lt;br /&gt;
Morphogenese) von grosser Bedeutung, insbesondere für die Produktion von Holz mit hoher&lt;br /&gt;
Wertschöpfung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, auf dem Weg der frühzeitigen Auslese die&lt;br /&gt;
günstigen Typen auszuwählen und durch waldbauliche Massnahmen entsprechend zu fördern.&lt;br /&gt;
Es ist auch von Bedeutung, zu wissen, ob diese Formen früh erkennbar sind. Bei der [[Baumart::Eiche]],&lt;br /&gt;
einer weiteren Baumart, die ähnlich wie die [[Baumart::Buche]] innerhalb der gleichen Population sehr&lt;br /&gt;
grosse Formmannigfaltigkeit aufweist, hat schon Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt, dass die Grundformen sehr früh, schon mit 3-4 m Höhe erkennbar sind ([[Bild::Abb 2.10.png|Abb. 2.10]]). Dies eröffnet grosse&lt;br /&gt;
Aussichten für die günstige Wirkung einer frühzeitigen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.10.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.10&#039;&#039;&#039;: Die Formtypen bei jungen [[Baumart::Eiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) wipfelschäftiger Typ;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) intermediäre Form oder [[Besentyp]];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Zwieseltyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Schaftverzweigungsform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Wipfelschaftiger Typ]]&lt;br /&gt;
[[Category:Besentyp]]&lt;br /&gt;
[[Category:Zwieseltyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<title>2.3.1 Bedeutung der Schaftarchitektur für den Waldbau</title>
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		<updated>2017-02-06T15:09:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Art und Weise der Entstehung der Baumgestalt (Morphogenese) ist bei Baumgewächsen,&lt;br /&gt;
geschweige bei Holzgewächsen, recht unterschiedlich. Das Studium der sog. Schaftarchitekturmodelle&lt;br /&gt;
und der Gründe ihrer Entstehung sind für den Waldbau von entscheidender&lt;br /&gt;
Bedeutung. In der Tat bilden Waldbäume nicht notgedrungen durchgehende dominierende&lt;br /&gt;
(sog. wipfelschäftige Stämme), sondern bei vielen insbesondere bei den Laubbaumarten&lt;br /&gt;
besteht eine Tendenz zur Verzweigung bzw. Verzwieselung. [[Bild::Abb 2.19.png|Abb. 2.9]] zeigt die zwei&lt;br /&gt;
Grundtypen eines aufrechtes Wuchses (sog. Akrotonie oder Wipfelschäftigkeit) und&lt;br /&gt;
andererseits die frühe Auflösung der Stammachse (sog. sympodische Verzweigung oder&lt;br /&gt;
Zwieselschäftigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar innerhalb der Nachkommen, also in einer Population der gleichen Baumart, sind solche&lt;br /&gt;
unterschiedliche Verzweigungstypen zu beobachten, weil offensichtlich die Architekturmodelle&lt;br /&gt;
nicht nur aufgrund angeborener Muster zustandekommen, sondern auch durch ihre&lt;br /&gt;
Expressivität, die von der Einwirkung äusserer Einflüsse wie Licht, Wärme usw., abhängen.&lt;br /&gt;
Dies ist insbesondere bei wirtschaftlich wichtigen Baumarten wie [[Baumart::Buche]] und [[Baumart::Eiche]] augenfällig&lt;br /&gt;
(Image:Abb 2.9.png|Abb. 2.9), wie schon Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1993;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urhan, J., 1953: Baumtypen bei Eichen und Buchen. Allg. ForstZ. 8, 20: 245-248.&amp;lt;/ref&amp;gt; feststellte, aber auch bei [[Baumart::Linde|Linden]] und [[Baumart::Ulm|Ulmen]]. Aus genetischer Sicht weiss man, dass die Formvariation innerhalb einer Baumpopulation wesentlich grösser ist als zwischen Populationen oder Provenienzen [[Referenz::Comps et al.;1991;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Comps, B., Paule, L., Sugar, I., Thiébaut, B., Trinajstic, I., 1991: Genetic variability in beech woods (Fagus sylvatica L.) over Central Europe, allozymic variation in six enzyme systems: spatial differenciation among and within populations. In: 3. IUFRO Buchen-Symposium, 3.-6. Juni 1988 in Zvolen: 5-21&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich erkennt man relativ einfach zwei gegensätzliche Archetypen, nämlich einerseits&lt;br /&gt;
den unverzweigten Stamm, der eine durchgehende Achse aufweist (wipfelschäftiger Typ) und&lt;br /&gt;
andererseits der Zwieseltyp, dessen Stammachse eine starke Neigung zur Verzweigung in&lt;br /&gt;
zwei oder mehrere Achsen aufweist. Die erste Form fällt durch ihr ausladendes Astwerk auf,&lt;br /&gt;
während bei der zweiten Form die Äste einen spitzigen Winkel zur Stammachse aufweisen.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es zahlreiche Zwischenformen. Nach Krahl-Urban (1953)[[Referenz::Krahl-Urban;1953;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1953: Rassenfragen bei Eichen- und Buchen. Allg. ForstZ. 8: 478-480.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann man letztlich am Beispiel der [[Baumart::Buche]] (und analogerweise der Eiche) die drei folgenden Formen (siehe dazu Abb.2.10) unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der wipfelschäftige Baum mit einer durchgehenden, geraden, nicht verzweigten&lt;br /&gt;
Stammachse vom monopodialen Verzweigungstyp. Diese Form ist aus waldbaulicher&lt;br /&gt;
Sicht ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Der Baum mit einer verbuschten, intermediären Form und leicht aufgelösten&lt;br /&gt;
Verzweigungsform. Bäume dieses Typs tendieren dazu, Protzen zu bilden. Man spricht&lt;br /&gt;
hier vom Besentyp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Der zwieselschäftige Baum, dessen Achse die starke Tendenz hat, sich immer wieder&lt;br /&gt;
zu verzweigen. Arnswaldt (1950)[[Referenz::Arnswaldt;1950;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Arnswaldt, R.J., v., 1950: Die wipfelschäftige Buche. Allg. ForstZ. 5, 23: 265-267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterteilt diesen Typ in zwei Untertypen: Der bleibenden, dauerhaften Zwiesel (Dauerzwiesel) und derjenigen, der sich mit der Zeit&lt;br /&gt;
korrigieren kann, indem einer der Äste des Zwiesels die Oberhand gewinnt und der&lt;br /&gt;
andere Ast sich zu einem grossen Seitenast (sog. Steilast oder Bajonett) zurückbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.9.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.9&#039;&#039;&#039;: Die [[Schaftverzweigungsform|Schaftverzweigungsformen]]&lt;br /&gt;
am Beispiel der [[Baumart::Buche]][[Referenz::Roloff;1985;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roloff, A., 1985: Morphologie der Kronenentwicklung von Fagus silvatica L. (Rothuche) unter besonderer Berücksichtigung möglicherweise neuartiger Veränderungen. Diss. G.A. Univ. Göttingen, 178 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) wipfelschäftiger Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Besentyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) zwieselschäftiger Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil mehr als 80 % des Holzwertes bei Hiebsreife auf den untersten, unverzweigten Schaftteil&lt;br /&gt;
(sog. Stammholz) fällt, ist das Verständnis der Phänomene der Schaftformakquisition (sog.&lt;br /&gt;
Morphogenese) von grosser Bedeutung, insbesondere für die Produktion von Holz mit hoher&lt;br /&gt;
Wertschöpfung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, auf dem Weg der frühzeitigen Auslese die&lt;br /&gt;
günstigen Typen auszuwählen und durch waldbauliche Massnahmen entsprechend zu fördern.&lt;br /&gt;
Es ist auch von Bedeutung, zu wissen, ob diese Formen früh erkennbar sind. Bei der [[Baumart::Eiche]],&lt;br /&gt;
einer weiteren Baumart, die ähnlich wie die [[Baumart::Buche]] innerhalb der gleichen Population sehr&lt;br /&gt;
grosse Formmannigfaltigkeit aufweist, hat schon Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt, dass die Grundformen sehr früh, schon mit 3-4 m Höhe erkennbar sind ([[Bild::Abb 2.10.png|Abb. 2.10]]). Dies eröffnet grosse&lt;br /&gt;
Aussichten für die günstige Wirkung einer frühzeitigen Auslese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.10.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.10&#039;&#039;&#039;: Die Formtypen bei jungen [[Baumart::Eiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) wipfelschäftiger Typ;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) intermediäre Form oder Besentyp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Zwieseltyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Schaftverzweigungsform]]&lt;br /&gt;
[[Category:Wipfelschaftiger Typ]]&lt;br /&gt;
[[Category:Besentyp]]&lt;br /&gt;
[[Category:Zwieseltyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.5_Einfluss_des_Faktor_Licht_auf_die_Form_bei_sympodisch_neigenden_Laubbaumarten&amp;diff=3768</id>
		<title>2.3.5 Einfluss des Faktor Licht auf die Form bei sympodisch neigenden Laubbaumarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.5_Einfluss_des_Faktor_Licht_auf_die_Form_bei_sympodisch_neigenden_Laubbaumarten&amp;diff=3768"/>
		<updated>2017-02-06T14:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die frühere Praxis bei der Verjüngung der [[Baumart::Buche]] und ihre frühjugendliche Entwicklung war, die&lt;br /&gt;
[[Baumart::Buche|Buchenjungwüchse]] im Halblichtklima aufwachsen zu lassen, und sie unter Beschirmung der&lt;br /&gt;
Altgeneration bis weit in die Dickungsphase bei langen Verjüngungszeiträumen wachsen zu&lt;br /&gt;
lassen. Dies war mit der Vorstellung verbunden, dass im Halblichtklima aufgewachsene [[Baumart::Buche|Buchen]]&lt;br /&gt;
eine bessere Form aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Kurth (1946)[[Referenz::Kurth;1946;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt.&lt;br /&gt;
Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt.&lt;br /&gt;
Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.&amp;lt;/ref&amp;gt;hatte gezeigt, dass, im Vergleich zu einer Erziehung im vollen Licht, eine&lt;br /&gt;
mittlerere Überschirmung von 0,5 bis 0,7 Deckungsgrad die Bildung eines feinen Astwerkes bei&lt;br /&gt;
den jungen [[Baumart::Buche|Buchen]] begünstigt, sowie auch die Tendenz zur Bildung einer knickwüchsigen&lt;br /&gt;
Achse vermindert, den Astwinkel vergrössert und letztlich die Tendenz zur [[Zwieselbildung]]&lt;br /&gt;
vermindert. Andererseits führt aber eine zu starke und vor allem zu lang anhaltende&lt;br /&gt;
Überschirmung zu einem Verlust der Wipfelschäftigkeit und somit zu einem sogenannten&lt;br /&gt;
schrägen Wuchs oder plagiotropen Wuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe, warum die im Halbschatten wachsenden [[Baumart::Buche|Jungbuchen]] bessere Schaftformen&lt;br /&gt;
aufweisen, lassen sich auf die Tatsache zurückführen, dass unter diesen Bedingungen die&lt;br /&gt;
Bildung von Kurztrieben begünstigt ist ([[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes&lt;br /&gt;
hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dupre&amp;quot;&amp;gt;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche nie verzwieseln, weil sie keine Seitenknospen aufweisen. Im Gegensatz dazu bilden [[Baumart::Buche|Buchen]], die unter günstigen, d.h. vollen Lichtverhältnissen aufwachsen Langtriebe, welche verzwieseln können und zwar in unterschiedlicher Ausprägung je nach Veranlagung, so dass ein Teil der Individuen eine klare wipfelschäftige Achsenbildung (sog. monopodial Wuchs) aufweist, während bei anderen Individuen mit einer schwachen apikalen Dominanz das Licht die starke Neigung zur&lt;br /&gt;
[[Zwieselbildung|Verzwieselung]] unterstützt. Halbschatten fördert also die Ausweisung von qualitativ guten Nachkommenschaften durch Verdrängung des Phänomens der Seitenastbildung sowie durch&lt;br /&gt;
Förderung von langen Internodien, welche die gute apikale Dominanz sichern. Dies jedoch nur zum Schein, da sowohl die genetisch guten wie die schlecht veranlagten Individuen gleich&lt;br /&gt;
aussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grunde sind Dupré et al. (1986)[[Referenz::Dupré et al.;1986;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes&lt;br /&gt;
hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann. Sci. forest. 43, 1: 85-102.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dupre&amp;quot;&amp;gt;Dupré, S., Thiébaut, B., Teissier du Cros, E., 1986: Morphologie et architecture des jeunes&lt;br /&gt;
hêtres (Fagus silvatica L.). Influence du milieu, variabilité génétique. Ann.&lt;br /&gt;
Sci. forest. 43, 1: 85-102.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Ansicht, dass der beste Kompromiss zwischen&lt;br /&gt;
Form und Wuchskraft, mit Ausnahme der frühen Ansamungsphase, im vollen Licht erreicht wird.&lt;br /&gt;
In der Tat ist es notwendig, wenn man eine echte Verbesserung der Nachkommenschaft&lt;br /&gt;
erzielen will, die guten von den schlechtveranlagten Individuen unterscheiden zu können. Dies&lt;br /&gt;
ist in jenen [[Baumart::Buche|Buchenjungwüchsen]] möglich, welche unter guten Lichtbedingungen hochgewachsen&lt;br /&gt;
sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Gesamtwirkung des Lichtklimas auf die Schaftform der [[Baumart::Buche]] hat Sagheb-Talebi (1996)[[Referenz::Sagheb-Talebi;1996;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.| ]]|&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sagheb&amp;quot;&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.&amp;lt;/ref&amp;gt; in neunjährigen [[Baumart::Buche|Buchenjungwüchsen]] gezeigt, dass der beste Anteil an einwandfreien wipfelschäftigen [[Baumart::Buche|Buchen]] sich unter praktisch vollen Lichtverhältnissen ausweist (siehe [[Bild::Abb 2.15.png|Abb.2.15]]). Das unterstützt die heutige Sicht der Lichterziehung der [[Baumart::Buche|Jungbuchen]] in rasch geführtem Verjüngungstempo ([[Referenz::Schütz und Barnola;1996;Schütz, J.-Ph., Barnola, P., 1996: Importance de la qualité et de sa détermination précoce dans un concept d&#039;éducation du hêtre. Rev. For. Fr. 48| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Barnola, P., 1996: Importance de la qualité et de sa détermination précoce dans un concept d&#039;éducation du hêtre. Rev. For. Fr. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;. Solche Verfahren haben nicht nur den Vorteil der frühzeitigen Ausweisung der günstigen Formtypen. Sie verbinden dies mit guter Höhenentwicklung und weniger Befall durch den [[Baumart::Buche|Buchenkrebs]] (Nectria ditissima).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tendenz zur [[Zwieselbildung|Verzwieselung]] hängt sowohl von vererbten Faktoren wie auch von den&lt;br /&gt;
Umwelteinflüssen, namentlich den Lichtverhältnissen, ab. Krahl-Urban (1959)[[Referenz::Krahl-Urban;1959;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Krahl-Urban, J., 1959: Die Eichen. Forstliche Monographie. Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 288 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt, dass es zwischen den einzelnen Herkünften und Arten von Eichen beträchtliche Unterschiede im Anteil&lt;br /&gt;
der Zwiesel- und Besentypen gibt. So liegt dieser Anteil z.B. bei den Traubeneichen aus dem&lt;br /&gt;
Spessart bei 80 %, während er für die Stieleichen aus der Slawonischen Tiefebene nur 30 bis&lt;br /&gt;
40 % beträgt. Diese komplexe Wirkung von genetischen und Umweltfaktoren auf das&lt;br /&gt;
Phänomen der [[Zwieselbildung]] bestätigen vergleichende Feldversuche bei der [[Baumart::Buche]], die für&lt;br /&gt;
[[Zwieselbildung]] keine statistisch gesicherte Vererbbarkeit ausweisen lassen[[Referenz::Madsen;1995;Madsen, S.F., 1995: International Beech provenance experiment 1983-1985. Analysis of the&lt;br /&gt;
Danish member of the 1983 Series. In: Madsen, S.F. (Ed.) - Genetics and silviculture of Beech. Proceedings from the 5th. Beech-symposium of the IUFRO Project Group P1.10-00, 19.-24. Sept. 1994, Mogenstrup, Denmark. Forskningsserien no 11, 1995: 35-44.| ]]referenz||1995}}&amp;lt;ref&amp;gt;Madsen, S.F., 1995: International Beech provenance experiment 1983-1985. Analysis of the Danish member of the 1983 Series. In: Madsen, S.F. (Ed.) - Genetics and silviculture of Beech. Proceedings from the 5th. Beech-symposium of the IUFRO Project Group P1.10-00, 19.-24. Sept. 1994, Mogenstrup, Denmark. Forskningsserien no 11, 1995: 35-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.15.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.15&#039;&#039;&#039;: Anteil von einwandfreien&lt;br /&gt;
wipfelschäftigen [[Baumart::Buche|Jungbuchen]] in Abhängigkeit&lt;br /&gt;
der Belichtungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
Untersuchungen von 9jährigen&lt;br /&gt;
Jungwüchsen im schweiz. Mittelland&lt;br /&gt;
entlang Lichtgradienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schaftform 1 entspricht einwandfreien Wipfelschäftigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schaftform 2 noch guten Wipfelschäftigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schaftform 3 Wipfelschäftigen mit gewissen Qualitätseinschränkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NB: Der Anteil von nicht wipfelschäftigen&lt;br /&gt;
in der Population ist hier&lt;br /&gt;
nicht dargestellt. [[Referenz::Sagheb-Talebi;1996;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sagheb&amp;quot;&amp;gt;Sagheb-Talebi, K., 1996: Quantitative und qualitative Merkmale von Buchenjungwüchsen (Fagus sylvatica L) unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Standortsfaktoren. Beih. Schweiz. Z. Forstwes. Nr. 78. Dr. Thesis ETH-Zürich 203 S + Anh. p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Stammmorphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.3_Das_Ph%C3%A4nomen_der_Zwieselbildung&amp;diff=3767</id>
		<title>2.3.3 Das Phänomen der Zwieselbildung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.3.3_Das_Ph%C3%A4nomen_der_Zwieselbildung&amp;diff=3767"/>
		<updated>2017-02-06T14:32:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Auflösung der Stammachse infolge der [[Zwieselbildung|Verzwieselung]] ist das Phänomen, welches für die&lt;br /&gt;
Schaftform am meisten bestimmend ist. Dabei ist es wichtig, die Ursache der [[Zwieselbildung]] in&lt;br /&gt;
Verbindung mit den bereits erklärten Formtypen zu verknüpfen. Es geht auch darum, zu&lt;br /&gt;
verstehen, ob nach einer Verzweigung des Endtriebes, die Auflösung der Schaftachse definitiv&lt;br /&gt;
besteht (sog. Dauerzwiesel) oder, unter welchen Umständen sich Zwiesel zurückbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterscheiden grundsätzlich, vom Hergang betrachtet, zwei Formen von Zwiesel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der traumatische Zwiesel, von einer äusseren Einwirkung wie Verlust der Endknospe infolge von Wildverbiss, Frost oder Einschlüpfen von Insektenlarven geprägt. Letzteres erfolgt z.B. bei der [[Baumart::Esche]] durch die Einwirkung der  [[Baumart::Esche|Eschen-Miniermotte]] (Prays curtisellus). Dieses Insekt bohrt seine Larven in die Endknospe der [[Baumart::Esche]] ein [[Referenz::Migroet;1956;Miegroet, M., v. 1956: Untersuchungen über den Einfluss der waldbaulichen Behandlung und der Umweltsfaktoren auf den Aufbau und die morphologischen Eigenschaften von Eschendickungen im schweizerischen Mittelland. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 32, 6: 229-370.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Miegroet, M., v. 1956: Untersuchungen über den Einfluss der waldbaulichen Behandlung und der Umweltsfaktoren auf den Aufbau und die morphologischen Eigenschaften von Eschendickungen im schweizerischen Mittelland. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 32, 6: 229-370.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der physiologische Zwiesel infolge Schwächung der apikalen Dominanz und daran gebunden die gleichwertige Entwicklung von Seitentrieben. Sie erfolgt z.B. bei der [[Baumart::Buche]] nach einer vorübergehende Störung der apikalen Dominanz bzw.  enig ausgeprägte Knospenposition. Dies geschieht beispielsweise bei der Prolepsis, weil die ausruhende Endknospe eine geringere apikalen Dominanz aufweist, weil sie weniger wirksame Knospenschuppen ausbildet[[Referenz::Barnola et al.;1993;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme&lt;br /&gt;
de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Barnola, P., Alatou, D., Parmentier, C., Vallon, C., 1993: Approche du déterminisme du rythme&lt;br /&gt;
de croissance endogène des jeunes chênes pédonculés par modulation de l&#039;intensité lumineuse. Ann. Sci. For. 50: 257 - 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der traumatischen Zwiesel, oft bei [[Baumart::Esche]] und allenfalls bei [[Baumart::Ahorn]] festzustellen, ist die&lt;br /&gt;
Ursache völlig zufälliger Natur, also unvoraussehbar. Nach Verlust der Endknospe, nach Frost&lt;br /&gt;
oder Minierung durch Larven der [[Baumart::Esche|Eschenmotte]], entwickeln sich bei den Baumarten mit&lt;br /&gt;
gegenständigen Knospen zwei gleichwertige Ersatztriebe, die sich normalerweise nicht&lt;br /&gt;
rechtzeitig zurückbilden. Sie führen meistens zur definitiven Auflösung der Schaftachse, also&lt;br /&gt;
zur Bildung von Dauerzwiesel. Weil nicht voraussehbar, kann die Abwehr nur darin bestehen,&lt;br /&gt;
zu warten, bis eine Stammachse von ca. 10 m entstanden ist und auf dem Weg der Auslese&lt;br /&gt;
genügend zwieselsfreie Kandidaten auszuwählen. Bei physiologisch bedingter [[Zwieselbildung]],&lt;br /&gt;
oft zu beobachten bei [[Baumart::Buche]], [[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Linde]] ([[Baumart::Ulme]]), stehen physiologische Ursachen im&lt;br /&gt;
Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff axiale Dominanz verstehen wir die Eigenschaften, die zur Bildung leitender&lt;br /&gt;
unverzwieselter Schäfte (oder Wipfelschäftigkeit) führt, unter komplexer Einwirkung mehrerer&lt;br /&gt;
Faktoren[[Referenz::Champagnat;1965;Champagnat, P., 1965: Physiologie de la croissance et de l&#039;inhibition des bourgeons:&lt;br /&gt;
dominance apicale et phénomènes analogues. Encyclopedia of plant physiolog. 15, 1: 1106-1164.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Champagnat, P., 1965: Physiologie de la croissance et de l&#039;inhibition des bourgeons:&lt;br /&gt;
dominance apicale et phénomènes analogues. Encyclopedia of plant physiolog. 15, 1: 1106-1164.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Champagnat;1969;Champagnat, P., 1969: La notion de facteurs de préséances entre bourgeons. Bull. soc. bot. Fr. 116: 323-348.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Champagnat, P., 1969: La notion de facteurs de préséances entre bourgeons. Bull. soc. bot. Fr. 116: 323-348.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Lavarenne et al.;1971;Lavarenne, S., Champagnat, P., Barnola, P., 1971: Croissance rythmique de quelques végétaux ligneux de régions témperées cultivés en chambres climatisées à température élevée et constante et sous diverses photopériodes. Bull. Soc. bot. Fr. 118: 131-162.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lavarenne, S., Champagnat, P., Barnola, P., 1971: Croissance rythmique de quelques végétaux ligneux de régions témperées cultivés en chambres climatisées à température élevée et constante et sous diverses photopériodes. Bull. Soc. bot. Fr. 118: 131-162.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Eigenschaft hängt sowohl von der genetischen Veranlagung, wie auch von Umweltfaktoren ab. Wichtig ist, dass das Ergebnis früh erkennbar ist (siehe [[Bild::Abb 2.10.png|Abb. 2.10]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurth (1946)[[Referenz::Kurth;1946;&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt.&lt;br /&gt;
Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurth&amp;quot;&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt.&lt;br /&gt;
Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.&amp;lt;/ref&amp;gt; und später auch Bolvansky (1980/81)[[Referenz::Bolvanski;1980_1981;Bolvansky, M., 1980/81: Einige Ursachen von Gabelung des Stammes bei jungen Buchenindividuen in der Wachstumsphase der Dickung (Tschech.). Acta dendrobiologica 3/4: 199-245.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolvanski&amp;quot;&amp;gt;Bolvansky, M., 1980/81: Einige Ursachen von Gabelung des Stammes bei jungen Buchenindividuen in der Wachstumsphase der Dickung (Tschech.). Acta dendrobiologica 3/4: 199-245.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben aufgezeigt, dass die Länge des&lt;br /&gt;
letzten Internodiums, d.h. der Abstand zwischen der Endknospe und der obersten Seitenknospe (siehe [[Bild::Abb 2.13.png|Abb. 2.13]], Typ a), ein guter Weiser für die apikale Dominanz ist. Dies wurde später durch zahlreiche physiologische Arbeiten bestätigt[[Referenz::Barnola et al.;1986;Barnola, P., Crochet, A., Payan, E., Gendraud, M., Lavarenne, S., 1986: Modification du&lt;br /&gt;
métabolisme énergétique et de la perméabilité dans le bourgeon apical et l&#039;axe sous-jacent au cours de l&#039;arrêt de croissance momentané de jeunes plants de chêne. Physiol. Vég., 24: 307-314.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Barnola, P., Crochet, A., Payan, E., Gendraud, M., Lavarenne, S., 1986: Modification du métabolisme énergétique et de la perméabilité dans le bourgeon apical et l&#039;axe sous-jacent au cours de l&#039;arrêt de croissance momentané de jeunes plants de chêne. Physiol. Vég., 24: 307-314.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Barnola et al.;1990;| ]]. Die Bildung von doppelten Endknospen bei der [[Baumart::Buche]] (Typen b und c der [[Bild::Abb 2.13.png|Abb. 2.13]]) ist eine Extremform kurzer Endinternodien. Sie führt zur Erhöhung des Risikos einer [[Zwieselbildung|Verzwieselung], insbesondere wenn&lt;br /&gt;
die Endknospen gleiche Grösse aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_2.13.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.13&#039;&#039;&#039;: Unterschiedliche Knospenstellung bei jungen [[Baumart::Buche|Buchen]] mit von rechts nach links abnehmender apikalen Dominanz. Diese ist in Zusammenhang mit der Kürze der Endinternodien zu stellen. [[Referenz::Bolvanski;1980_1981;Bolvansky, M., 1980/81: Einige Ursachen von Gabelung des Stammes bei jungen Buchenindividuen in der Wachstumsphase der Dickung (Tschech.). Acta dendrobiologica 3/4: 199-245.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolvanski&amp;quot;&amp;gt;Bolvansky, M., 1980/81: Einige Ursachen von Gabelung des Stammes bei jungen Buchenindividuen in der Wachstumsphase der Dickung (Tschech.). Acta dendrobiologica 3/4: 199-245.&amp;lt;/ref&amp;gt;([[Referenz::Kurth;1946;&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt.&lt;br /&gt;
Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurth&amp;quot;&amp;gt;Kurth, A., 1946: Untersuchungen über Aufbau und Qualität von Buchendickungen. Mitt. Schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 581-658.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen gewisse Gründe anzunehmen, dass Prolepsisbildung die Tendenz zur [[Zwieselbildung]] fördert. Sie führt zur Bildung kürzerer Internodien[[Referenz::Sagheb-Talebi;1986;| ]]. Darüber hinaus spielen die Belichtungsverhältnisse eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zwieselbildung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Traumatische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
[[Category:Physiologische Zwiesel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.1_Die_Risiken_des_Ausfalles_bzw._des_Ausscheidens_(Nichtmehrtaugen)_von_Ausleseb%C3%A4umen&amp;diff=3766</id>
		<title>5.3.1 Die Risiken des Ausfalles bzw. des Ausscheidens (Nichtmehrtaugen) von Auslesebäumen</title>
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		<updated>2017-02-06T14:29:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die wichtigsten Gründe für den Ausfall von Auslesebäumen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der Verlust der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] (sozialer Abstieg)&lt;br /&gt;
*plötzlicher, unvorhergesehener Ausfall (fatale Schäden) oder Beschädigung&lt;br /&gt;
*falsche Beurteilung der Tauglichkeit als Auslesebaum, ev. Veränderung der Ansprüche (Marktwertveränderungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus stellt sich das Problem der längerfristigen Folgen von Nutzungsschäden, z.B. durch Infektion und Fortschreiten von Holzfäulen. Diese Frage wird im  Abschnitt [[Produktionskonzepte]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nur einige wenige, wirklich langandauernde Versuche mit dauerhaft markierten Bäumen, die uns eine zuverlässige Auskunft über die Ausfallrate und damit das Ausfallrisiko von Elitebäumen geben können. Darüber hinaus ist der Begriff Ausfall nicht immer gleich gewertet. Insbesondere wird zwischen effektivem Ausfall (Absterben) und nicht mehr (voll oder nur ganz) taugen nicht immer sauber getrennt. Das macht die folgenden Ergebnisse schwierig zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im berühmten [[Baumart::Buche|Buchen-]]Durchforstungsversuch von Totterup in Dänemark gibt Bryndum (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die in Tabelle 5.28 präsentierten Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.28.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.28: Überlebens- bzw. Ausfallraten an Auslesebäumen. Die Anteile beziehen sich auf die ursprünglich, d.h. zu Beginn des Stangenholzes bei einem Bestandesalter von 19 Jahren ausgewählten Elitebäume. Durchforstungsversuch in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] bei Totterup, Dänemark&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NB: Die Durchforstungsstärke bezieht sich auf die relative mittlere Grundfläche des nach den Eingriffen jeweils verbleibenden Bestandes. Die Beschreibung der Durchforstungsarten ist in der Tabelle 5.11 ersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den qualitativen Ausfällen versteht man diejenigen, die sich am Ende des Beobachtungszeitraumes (d.h. im Alter 38) zwar noch immer im Bestand befinden, deren [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] oder deren Qualität aber nicht mehr dem entsprechen, was man von einem Elitebaum erwarten müsste. Die %-Zahl beschreibt demnach den Anteil der (bis zum Alter 38) unbrauchbar gewordenen, aber noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume in % sämtlicher im Alter 38 noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der zu Beginn des Stangenholzes ausgewählten Auslesebäume war in diesem Versuch allerdings relativ hoch (430 bis 730 Bäume pro Hektare); wodurch sich dieser Versuch etwas vom eigentlichen Konzept der Zukunftsbaum-Methode unterscheidet. Zu ähnlichen Ergebnisse Kommen Merkel (1976, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1976;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1978;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Spellmann und Diest (1990)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn allerdings (zu)viele Auslesebäume früh ausgewählt werden (mehr als die Endstammzahlen), dürften Ausfälle im Wesentlichen wegen der mit dem Alter zunehmenden Konkurrenzierung der Auslesebäume unter sich zustande kommen. Interessiert man sich wie heute für die 100 bis 250 vitalsten Bäume, stellt sich das Problem des Ausscheidens schon etwas anders, indem stark herrschende Bäume weniger vom sozialen Abstieg bedroht sind als knapp Herrschende. Uns interessieren heute im Sinne von situativen Eingriffen die reellen Ausfälle (infolge Bruch, Verletzung, Befall durch Nagetiere oder Krankheit). Nach Pardé (1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1979;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht das Ausscheiden meistens wegen sozialem Abstieg und nicht wegen Qualitätsverlust. Klädtke (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Klädtke;1997;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schätzt z.B. das reelle Risiko des Nichtmehrtaugens in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] auf einen Zeitraum von 25 Jahren auf nur 4 bis 6 % ; und die meisten Ausfälle erfolgen infolge Verlustes der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Steuerung des Wuchsprozesses]]&lt;br /&gt;
[[Category:Optimierung der Standraumausnützung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.4_Wirkung_der_Durchforstungen_auf_Stabilit%C3%A4t&amp;diff=3765</id>
		<title>5.2.4 Wirkung der Durchforstungen auf Stabilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.4_Wirkung_der_Durchforstungen_auf_Stabilit%C3%A4t&amp;diff=3765"/>
		<updated>2017-02-06T14:28:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zusammenhang zwischen Durchforstungstätigkeit und den wichtigen Indikatoren wie h:d oder Bekronungsgrad, wie die Ergebnisse der dänischen Durchforstungsversuche zeigen (Bryndum 1969)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Regelung der Bestockungsdichte mit wiederholten Durchforstungen begünstigt die Formeigenschaften der Bäume. Die Durchforstung wirkt sowohl auf die Kronenlängen wie auch auf das Dickenwachstum der Stämme (siehe Abb. 5.23.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.23.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.23: Wirkung der Durchforstung auf die Baumformeigenschaften (Höhe, BHD, Kronengrössen). Dargestellt sind die mittleren Bäume von sehr unterschiedlich durchforsteten, etwa 70-jährigen [[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]]im dänischen Durchforstungsversuch Gludsted. Die Durchforstungsstärke nimmt von links nach rechts zu.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1969;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1969: A thinning experiment in Norway spruce in Gludsted plantations (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 32, 1: 5-155.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aber mit der Freistellung der Wertträger die Bewegungsamplitude der Bäume notgedrungen zunimmt, nimmt auch die Gefahr einer Destabilisierung zu und zwar unmittelbar nach den Durchforstungseingriffen. So nimmt mit der Stärke der Durchforstungseingriffe das Risiko von Beschädigung zu (Abb. 5.24). Wie Mitscherlich (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1981;| ]]&lt;br /&gt;
in einem [[Baumart::Douglasie|Douglasienbestand]] gezeigt hat, ist die Bewegungsamplitude nach einem starken Eingriff zwei- bis dreimal höher als vorher. Als Konsequenz davon weisen durchforstete Bestände bis ein bis drei Jahre nach dem Eingriff ein erhöhtes Bruchrisiko aus. Diese Gefahr ist umso höher, je dichter ein Bestand vor dem Eingriff war, je schlechter die individuellen statischen Widerstandskräfte der einzelnen Bestandesglieder sind und je aufgelöser die Vernetzungsstruktur im Kronenraum nach dem Eingriff ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.24.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.24: Schneedruckschäden und Durchforstungsstärke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Rottman;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in Nadelholzbeständen. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse des Gefährdungsgrades hinsichtlich Schneedruckschäden ist nicht nur das durchschnittliche h:d relevant, sondern es soll eine Differenzierung innerhalb der Bestockung vorgenommen werden. So zeigen die Ergebnisse des [[Baumart::Fichte|Fichten-]]Durchforstungsversuchs Göggingen (Württemberg) nach 50 Jahren Durchforstung mit grosser Staffelung der Eingriffsstärke (Abb. 5.25), dass der Schlankheitsgrad der herrschenden Bäume (100 Stärkste/ha) kaum von der Durchforstung beeinflusst ist. Diese Bäume dürfen wir als Stabilitätsträger (sog. Gerüstbäume) betrachten. Wir beginnen zu ahnen, dass auch in schlecht gepflegten, sogar&lt;br /&gt;
überhaupt nicht berührten Bestockungen eine genügende Anzahl von Bäumen mit guter natürlicher Stabilität gibt. Ähnliche Ergebnisse haben Pardé (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1981;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1981: De 1882 à 1976/80 les places d’expérience de sylviculture du hêtre en forêt domaniale de Haye. Rev. For. Fr. 33, No spec. : 41-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Utschig (2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Utschig;2000;Utschig, H., 2000: Wachstum vorherrschender Buchen in Abhängigkeit von Standort und Behandlung. Forst u. Holz 55, 2: 44-50.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Utschig, H., 2000: Wachstum vorherrschender Buchen in Abhängigkeit von Standort und Behandlung. Forst u. Holz 55, 2: 44-50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die Buche und Preuhsler und Schmidt (1989)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Preuhsler und Schmidt;1989;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[Baumart::Fichte]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.25.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.25: Schlankheitsgrade unterschiedlicher Baumkategorien in Abhängigkeit der Durchforstungstätigkeit. [[Baumart::Fichte|Fichtenversuch]]Göggingen (Württemberg) im Alter 50. Die Durchforstungsstärkeist mit der mittleren Grundflächenhaltung gemessen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
[[Referenz::Huss;1998;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huss&amp;quot;&amp;gt;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist weiterhin, in Abb. 5.25 den Schlankheitsgrad der durch ein extrem starkesEishangereignis betroffenen [[Baumart::Fichte|Fichten]] zu vergleichen. Offensichtlich haben die gravierenden Eishangschäden nur die sozial niederwertigen Bäume mit hohen Schlankheitsgraden betroffen. Eine Differenzierung der Schäden nach Durchforstungsart und Grad zeigt, dass tendenziell höhere Schäden mit fatalen Konsequenzen (d.h. Stammbrüche) in flächig und sozial hoch anfallenden Baumentnahmen (also hier Auslesedurchforstungen) als in um Z-Bäume konzentrierten und Niederdurchforstungen anfallen (Huss, 1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Huss;1998;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huss&amp;quot;&amp;gt;Huss, J., 1998: Der Fichten-Durchforstungsversuch Göggingen. Eisschäden an Fichten in einem Durchforstungsversuch. Allg. ForstZ. 53 ,8: 430-432.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsequenzen für die Praxis der Surchforstung in empfindlichen Bestockungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Schlussfolgerungen gelten im Wesentlichen für Bestockungen aus empfindlichen Baumarten ([[Baumart::Fichte|Fi]], [[Baumart::Föhre|Fö]], [[Baumart::Tanne|Ta]]) im sensiblen Alter (Stangenholz) und in von schwerem Schnee heimgesuchten Lagen. Mit der Durchforstung sollen gleichzeitig Bäume in ihrer Entwicklung gefördert und die negative Konsequenzen des Unterbruchs des Kronendaches bezüglich Destabilisierung minimiert werden. Dies ist eine Art Gratwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Destabilisierung wirkt nicht jede Durchforstung gleich. So ist zu unterscheiden zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Art der Eingriffe; z.B. Hochdurchforstungseingriffe, welche auch die effiziente Art der Befreiung der Wertträger ist, führen auch zu einer konzentrierten Freisetzung der Wertträger und grösserer Bewegungsfreiheit und somit erhöhten Risiken.&lt;br /&gt;
*Die Anzahl der Wertträger. Insbesondere in der schwachen Stangenholzstufe, in welcher die Bäume relativ kleine Staturen aufweisen, führt das Konzentrieren der Eingriffe um knappe Wertträger (z.B. im Endabstand) zu einer wesentlich geringeren Auflösung des Kronendaches (Abb. 5.26)&lt;br /&gt;
*Die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Wertträger: indem, wie Abb. 5.12 zeigte, weniger kräftig eingegrifen werden soll um natürlich hochherrschende Wertträger als um die sozial etwas niederwertigen. Damit nimmt der Grad der Bestandesauflösung mit der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] der gewählten Wertträgers ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefahr einer Auflösung der Stabilität nach Eingriffen ist gross, wenn der Kronenschluss systematisch aufgelöst wird. Dies spiegelt sich im flächenbezogenen Durchforstungsprozent wieder und hängt im Wesentlichen von der Anzahl und Verteilung der einzelnen Eingriffspunkte (Durchforstungszellen) ab. Bei der Befreiung einer knappen Anzahl von ohnehin mehr oder weniger selbstherrschenden Bäumen, auch im Fall von situativ kräftiger Kronenbefreiung, ergibt sich flächenbezogen insgesamt eine geringere Eingriffsstärke und entsprechend ein annehmbarer Unterbruch des Kronenschlusses (Abb. 5.26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.26.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.26: Bestandesbezogene Eingriffsstärke in Abhängigkeit der Anzahl ausgewählter Auslesebäume in der Stangenholzstufe. Gilt für [[Baumart::Fichte|Fichten-]] Stangenholz (Alter 20, Do 18 cm) beim ersten  Durchforstungseingriff. Dargestellt sind für eine knappe Anzahl von Auslesebäumen (durchgezogene  Linie) Ergebnisse von Simulationen der Eingriffsgrade an Hand der situativen Eingriffsgrade wie in Abbildung 5.12. Mit Einzelpunkten dargestellt sind die Ergebnisse von Durchforstungsübungen im Waldbauunterricht der ETHZ in vergleichbaren Fichtenbestockungen im Fall einer grösseren Anzahl von Auslesebäumen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Umständen gilt: Je unstabiler eine Bestockung und je höher die entwicklungsbedingten (bestandesbezogenen) bzw. standortsbedingten Risiken (topographisch und klimatisch gesehen), desto geringer die Anzahl Auslesebäume, bei denen eingegriffen werden soll, ausgehend von den vitalsten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine gute Stabilität soll die &#039;&#039;&#039;Kronenlänge länger als ein Drittel&#039;&#039;&#039; der Baumhöhe sein. In besonders gefährdeten Zonen soll die Länge der Krone gegen die Hälfte der Baumhöhe erreichen. Was die genetischen Faktoren betrifft, so dürfte z.B. der Verzweigungstyp eines Baumes einen Einfluss haben. So sind z.B. die [[Baumart::Fichte|Fichten]] mit bürstenartiger Verzweigung empfindlicher gegenüber Schneelasten als die sogenannten [[Baumart::Fichte|Kammfichten]]. Die topographische Lage hat vor allem für Zonen im Windschatten mit vermehrten Schneeablagerungen einen negativen Einfluss. Was die Exposition betrifft, ist ein leichter Anstieg der Schäden bei&lt;br /&gt;
nördlicher und östlicher Exposition festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenezen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Behandlung von nicht rechtzeitig gepflegten Bestockungen (auf Stablität kritisch-labile Bestockung)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solchen Fällen von kritisch-labilen Bestände geht man von der Vorstellung einer möglichst kleinsten Unterbrechung vom Kronendach aus, aber trotzdem die Förderung der Einzelstabilitätseigenschaften durch Kronenpflege bzw. Förderung der Bekronung anstrebt. Der Kompromiss kann darin bestehen, dass es genügt, eine relativ kleine Anzahl von stabilitätsbildende Elemente einer Bestockung (die sog. Gerüstbäume) zu berücksichtigen. Die kronenpflegende Eingriffe sollen also nicht flächendeckend ausfallen, sondern nur punktuell, um die Gerüstbäume zu befreien, die ohnehin vom Wesen her zu den sozial besten gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welcher Anzahl und welcher Vernetzung diese Gerüstbäume stehen müssen, ist noch nicht voll geklärt. Ihre Anzahl ist sicher kleiner als die normalerweise bei Durchforstungen angestrebte Zahl der Z-Bäume, welche nach einer möglichst vollen Raumausschöpfungs- bzw. maximalen Produktionsgedanke zu Grunde geht. Ob es nur 100 Gerüstbäume/ha braucht oder nur 80 oder sogar weniger, steht noch nicht endgültig fest. Es ist aber klar, dass Eingriffe,  welche nur wenige und zwar ohnehin die bestbekronten sozial herrschende betrachtet zu wesentlich kleinereren Auflösung im Kronengefüge d.h. auch zu geringeren Destabilisierungsrisiken führen. Man kann sogar als Regel für solche Behandlungen festlegen dass je kritischer die Bestandeslabilität desto weniger Gerüstbäume (von der sozial besten Ende aus) auszugehen ist, zumindest bei den ersten stabilisierende Pflegeeingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchforstung und Sturmgefährdung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus waldbaulicher Sicht ist das Problem der Anfälligkeit von Beständen gegenüber Sturmschäden in erster Linie auch eine Frage der Baumartenwahl. Wohlverstanden bleiben dabei aber noch die Beeinflussungsmöglichkeiten durch die waldbauliche Behandlung. Sturmschäden betreffen im Wesentlichen ältere Bestockungen. Ein günstiger Einfluss der bisherigen Pflege (Durchforstung) ist weniger klar auszuweisen als für Schneeschäden, weil sich das h:d mit zunehmendem Alter ständig verbessert. Darüber hinaus scheinen mässige Stürme nicht präferenziell die schlanksten Bäume zu brechen, sondern eher die mittelstarken (Richter, 1996&lt;br /&gt;
Peltola et al., 2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Peltola et al.;2000;Peltola, H., Kellomaki, S., Hassinen, A., Granander, M., 2000: Mechanical stability of Scots pines, Norway spruce and birch; An analysis of tree-pulling experiments in&lt;br /&gt;
Finland. For. Ecol. Managem. 135: 143-153.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peltola, H., Kellomaki, S., Hassinen, A., Granander, M., 2000: Mechanical stability of Scots pines, Norway spruce and birch; An analysis of tree-pulling experiments in Finland. For. Ecol. Managem. 135: 143-153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Richter;1996;Richter, J., 1996: Sturmschäden in Fichtenbeständen. Allg. Forst u. J.Ztg. 167, 12: 234-238.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, J., 1996: Sturmschäden in Fichtenbeständen. Allg. Forst u. J.Ztg. 167, 12: 234-238.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ,&lt;br /&gt;
weil die Segelwirkung der Krone offensichtlich eine gewichtigere Rolle spielt als die abholzige Stammform und weil die Bruchgefahr grösser ist bei&lt;br /&gt;
Bäumen mit breiten Jahrringen (Seeling, 1995)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Seeling;1995;Seeling, U., 1995: Zielstärkendurchforstung Olper Fichtenjungbestände. Allg. ForstZ. 50 13:711-714| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Seeling, U., 1995: Zielstärkendurchforstung Olper Fichtenjungbestände. Allg. orstZ. 50 13:711-714&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Wurfempfindlichkeit ist die Anfälligkeit noch weniger eindeutig. Sie hängt wahrscheinlich von zufälligen Faktoren ab, wie dem Gesundheitszustand der für die Verankerung relevanten mächtigen Wurzeln im Luv und von der durchforstungsabhängigen Breite der Wurzelballe. Generell sind evidenterweise die Bodeneigenschaften massgebend, namentlich die Tiefgründigkeit sowie die Kohäsion. Die physikalischen Bodenbedingungen, namentlich eine mangelhafte Bodendurchlüftung, beeinflussen die Entwicklung des Wurzelsystems. Dies hat oft zur Folge, dass sich das Wurzelsystem von Baumarten, welche auf gut erschliessbaren Böden normalerweise ein umfangreiches, genügend tiefgründiges Wurzelwerk bilden können, auf oberflächlichen bzw. nur schwierig erschliessbaren Böden auch nur oberflächlich und kümmerlich ausbildet. Dabei spielen die baumartenspezifischen Eigenschaften (z.B. die Erträglichkeit von Flachgründigkeit und Bodenvernässung) eine entscheidende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil bei Sturmschäden auch ein deutlicher Zusammenhang zwischen Schadenanfälligkeit und der Zeitspanne seit der letzten Durchforstung besteht (sieh Abb. 5.27), darf der Einfluss der Durchforstung eher als prädisponierend betrachtet werden. Dies gilt für verspätete Durchforstung. Generell kann man davon ausgehen, dass frühzeitige Förderung der Stammform und Abstandsregelung durch Pflegeeingriffe in jüngeren Bestockungen positive Wirkungen auf Stammform und Wurzelballe haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.27.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.27: Windwurfprozent (Volumen) von [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]] in Abhängigkeit der Oberhöhe, und der Zeit seit der letzten Durchforstung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Persson;1975;Persson, P., 1975: Windthrow in forest: it’s causes and the effects of forestry measures. orig. Schwed.; Rapp. Upps. Inst. Skogsprod. 36, 294 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Persson, P., 1975: Windthrow in forest: it’s causes and the effects of forestry measures. orig. Schwed.; Rapp. Upps. Inst. Skogsprod. 36, 294 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze spricht eher für Durchforstungsruhe ab mittlerer Bauholzstufe, zumindest für empfindliche Baumarten ([[Baumart::Fichte]], [[Baumart::Tanne]]). Viel entscheidender als die Bewegungsfreiheit der Bäume ist für die Sturmanfälligkeit die Oberflächenrauigkeit des Kronendaches, d.h. das Fehlen von Bestandeslöchern und von inneren Grenzlinien und Rändern, welche zur Bildung von Turbulenzen führen, die dann bezüglich Stabilität entscheidend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme sind weitestgehend dann am stärksten, wenn es darum geht, die Bestände zu verjüngen. So ist eine unkontrollierte Bildung von Bestandeslöchern bei empfindlichen Baumarten zu vermeiden. Bei der Verjüngung von reinen Nadelholzbeständen besteht ein Bündel von Techniken, um diese Probleme zu meistern (siehe Skript Waldbau II). Im Wesentlichen geht es darum, Frontrichtung und –form zu kontrollieren. Die Förderung der individuellen Stabilität der Bäume mit Durchforstungen sowie die Schaffung von gemischten Beständen tragen dazu bei, den späteren Handlungsspielraum im Zeitpunkt der Verjüngung zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenz==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Steuerung des Wuchsprozesses]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Wirkung der Durchforstungen auf Stabilität]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bestand]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baumkollektiv]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.5_Die_soziale_Hierarchie_oder_soziale_Stellung_in_gleichf%C3%B6rmigen_Best%C3%A4nden&amp;diff=3764</id>
		<title>3.1.5 Die soziale Hierarchie oder soziale Stellung in gleichförmigen Beständen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.5_Die_soziale_Hierarchie_oder_soziale_Stellung_in_gleichf%C3%B6rmigen_Best%C3%A4nden&amp;diff=3764"/>
		<updated>2017-02-06T14:28:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Charakterisierung der unterschiedlichen sozialen Stellungen in gleichförmige Bestockungen wird die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung nach Kraft] (1884){{referenz|Kraft|1884}}&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; angewendet (siehe dazu [[Soziale Stellung nach Kraft |Abschnitt 2.2.2]]). Diese ist zwar wichtig, reicht aber alleine für eine komplette waldbauliche Beschreibung eines Baumes nicht aus. Für eine umgehende waldbauliche Analyse eines Baumes muss sie durch die Beurteilung der Vitalität, des Gesundheitszustandes und der Qualität ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus mag die Klassenbildung nicht alle Ansprüche zufriedenstellen erfüllen, weil es zwischen den [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Klassen]] doch viele Übergänge gibt. So wird heute für eine feinere Differenzierung der sozialen Positionen die Rangordnung der Bäume (bezüglich Höhe oder Durchmesser) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bestand]]&lt;br /&gt;
[[Category: Typologie]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundeinheit und operative Einordnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.4_Konsequenzen_der_sozialer_Umsetzungen_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3763</id>
		<title>2.2.4 Konsequenzen der sozialer Umsetzungen für den Waldbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.4_Konsequenzen_der_sozialer_Umsetzungen_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=3763"/>
		<updated>2017-02-06T14:26:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Waldbehandlung stellt sich die Frage: Wann und inwieweit sind qualitativ gut veranlagte,&lt;br /&gt;
nicht herrschende, sogar beherrschte Individuen, förderungswürdig? Von der Freistellungsbedürftigkeit&lt;br /&gt;
her betrachtet, leuchtet es ein, dass je tiefer die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]], desto kräftiger&lt;br /&gt;
die Befreiungsmassnahme sein muss. Wenn man zu viele soziale Minderwertige auswählt,&lt;br /&gt;
muss man kräftiger und öfter mit Durchforstungen eingreifen. Dabei bestehen immer grössere&lt;br /&gt;
Chancen, eine Destabilisierung der Bestockung zu verursachen. Das Ganze muss in&lt;br /&gt;
Zusammenhang mit der Anzahl Zukunftsbäume betrachtet werden, insbesondere bei der ersten&lt;br /&gt;
Auslese. Je nachdem, ob man Z-Bäume im Endabstand oder ein Mehrfaches davon wählt bzw.&lt;br /&gt;
bevorzugt, hat dies ganz andere Konsequenzen auf die Kronendachöffnung und somit auf die&lt;br /&gt;
Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil in der Dickungsstufe die einzelnen Bäume durchaus noch in der Lage sind, ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale&lt;br /&gt;
Stellung]] zu verändern und somit mitherrschende noch alle Chancen besitzen, und weil kein&lt;br /&gt;
absoluter Zusammenhang besteht zwischen sozialem Rang und Qualität, sind die guten&lt;br /&gt;
Anwärter früh auszuwählen und zu fördern, so dass sie sich in Konkurrenz mit ihren Nachbarn&lt;br /&gt;
behaupten können. Dies gilt besonders für Mischbestände und für die konkurrenzschwachen&lt;br /&gt;
Baumarten sowie in einem gewissen Sinne für Lichtbaumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Baumholzalter sind die Aussichten für die Förderung von sozial Minderwertigen, auch&lt;br /&gt;
denjenigen mit weniger Rückstand, nicht sinnvoll. Erfahrungen mit Durchforstungsarten, welche&lt;br /&gt;
systematisch die sozial niedrigeren Bäume fördern, wie dies mit der sog. Borggreve-&lt;br /&gt;
Durchforstung (in N-Deutschland auch verwirrenderweise Plenterdurchforstung genannt)&lt;br /&gt;
zeigten erhebliche Zuwachseinbussen im Bereich von 30 %. Die systematische Förderung von&lt;br /&gt;
sozialen niederwertigen Individuen (ausser im Jungalter der Dickung- Stangenholzstufe) ist also&lt;br /&gt;
nicht anzustreben. Viel effizienter ist es, den guten Kompromiss zwischen Wuchskraft und den&lt;br /&gt;
gewünschten Qualitätseigenschaften zu finden. Dabei wird die Eigenschaft der Wuchskraft mit&lt;br /&gt;
zunehmendem Alter immer wichtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben schon darauf hingewiesen, dass eine effiziente Waldbehandlung im Sinne der&lt;br /&gt;
optimalen naturopportunen Eingriffdosierung, in Relation mit den Pflegekosten, heute sogar&lt;br /&gt;
innerhalb der Klasse der Herrschenden differenziert stattfinden muss. Es gibt bei der Gruppe&lt;br /&gt;
der Herrschenden übervitale Bäume, die eine hohe Fähigkeit zur sozialen Herrschung&lt;br /&gt;
aufweisen, daneben weniger vitale. Wie schon Preuhsler et al, 1989[[Referenz::Preuhsler et al.;1989;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt; an 50- und 60 jährigen [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]] gezeigt haben, gibt es eine rege soziale Umsetzung im unteren Teil der Klasse der Herrschenden. Von den 200 bis 100 stärksten Bäume/ha steigen etwa 20 % zur oberen Klasse der 0 bis 100 auf. Eine effiziente Durchforstung wird nur die auf Eingriffe reagierenden befreien und diejenigen, die sich selbst durchsetzen, die Übervitalen weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Umsetzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=3762</id>
		<title>2.2.3 Umsetzungstendenzen der sozialen Stellung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=3762"/>
		<updated>2017-02-06T14:25:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die&lt;br /&gt;
Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen&lt;br /&gt;
der sozialen Stellung: &#039;&#039;&#039;Umsetzung&#039;&#039;&#039;. Die [[Umsetzung|Umsetzungen]] fallen sowohl [[Positive Umsetzung|positiv]] wie [[Negative Umsetzung|negativ]] aus. Die&lt;br /&gt;
sozialen [[Umsetzung|Umsetzungen]] hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer&lt;br /&gt;
des dadurch erzeugten Wettbewerbes ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen,&lt;br /&gt;
die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe&lt;br /&gt;
aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise&lt;br /&gt;
ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der&lt;br /&gt;
Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits&lt;br /&gt;
den sog. [[Category:Oberstand]] (herrschende und mitherrschende) und andererseits den von beherrschten&lt;br /&gt;
und unterdrückten gebildeten [[Category:Unterstand]]. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des&lt;br /&gt;
[[Category:Oberstand|Oberstandes]] ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der&lt;br /&gt;
Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung&lt;br /&gt;
statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum&lt;br /&gt;
Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder Nebenbestand fällt dabei ausser&lt;br /&gt;
Betrachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen&lt;br /&gt;
Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen,&lt;br /&gt;
oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien&lt;br /&gt;
(Jungwuchs, Dickung) der Status des Herrschenden zufällig oder Ausdruck der besseren&lt;br /&gt;
Veranlagung ist. [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus Pflanzung entstanden&lt;br /&gt;
sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe &lt;br /&gt;
[[Bild::Abb 2.6.png|Abb.2.6]]). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als&lt;br /&gt;
Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die&lt;br /&gt;
soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass&lt;br /&gt;
herrschende Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der&lt;br /&gt;
Durchschnitt[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte bei der [[Baumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der Schattenbaumart zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck&lt;br /&gt;
der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die&lt;br /&gt;
Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der Pflanzung erfolgten&lt;br /&gt;
Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen&lt;br /&gt;
Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.6.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 2.6:&#039;&#039;&#039; Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10&lt;br /&gt;
Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981)[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmass der Konkurrenz in der Bestockung dürfte soziale Positionsänderungen und&lt;br /&gt;
sowohl [[Positive Umsetzung|positive]] wie [[Negative Umsetzung|negative Umsetzungen]] beeinflussen. In einem weiteren Versuch mit&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] konnte Delvaux (1981) [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, dass die soziale Hierarchie anders läuft, wenn man den Wettbewerb kontrolliert oder wenn kein Wettbewerb herrscht. Ohne allzu starker Wettbewerb setzen sich ursprünglich Mitherrschende wesentlich positiver um. Das bedeutet, dass Mitherrschende durchaus eine Chance besitzen, gute Leistungen zu erzeugen, wenn sie nicht zufälligerweise durch Nachbarn in dieser Entwicklung verdrängt wurden (siehe [[Bild::Abb 2.7.png|Abb. 2.7]]). Dadurch wird die entscheidende Wirkung des Wettbewerbes auf die Regulierung der sozialen&lt;br /&gt;
Hierarchie innerhalb einer Bestockung aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.7.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.7&#039;&#039;&#039;: Soziale Entwicklung&lt;br /&gt;
unterschiedlicher sozialen Klassen in&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] mit und ohne&lt;br /&gt;
Wettbewerb zwischen 5 und 8 Jahren.&lt;br /&gt;
Bestimmend für die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]]&lt;br /&gt;
ist die erreichte Höhe (in Abzisse). Die&lt;br /&gt;
zwei Kollektive D (Dominierende am&lt;br /&gt;
Versuchsbeginn) und M (Mitherrschende)&lt;br /&gt;
weisen vier Jahre nachher&lt;br /&gt;
eine andere Höhenposition auf, wenn&lt;br /&gt;
sie in hohen Wettbewerbsbedingungen&lt;br /&gt;
wachsen (kleine Buchstaben)&lt;br /&gt;
im Gegensatz zu Wuchs ohne&lt;br /&gt;
Konkurrenz (grosse Buchstaben). Der&lt;br /&gt;
bessere Teil der Mitherrschenden&lt;br /&gt;
ohne Konkurrenz (M) erreicht grössere&lt;br /&gt;
Höhen als einige ursprünlich&lt;br /&gt;
Dominierende (D) wie auch Konkurrenzierte&lt;br /&gt;
(d).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange, wie oft und in welchem Ausmass [[Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden, ist für die&lt;br /&gt;
Ausrichtung der Waldpflege durch Stammzahlentnahmen von Bedeutung (Erdünnerungen&lt;br /&gt;
bzw. Durchforstungen). Dabei soll zwischen jungen Bestockungen (Dickungen bis&lt;br /&gt;
Stangenholz) und erwachsenen, auch älteren Bestockungen unterschieden werden.&lt;br /&gt;
Ferlin und Bobinac, (1999)[[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen am Beispiel eines Eichenbestands im Alter von zwischen 33&lt;br /&gt;
und 54 Jahren ([[Bild::Abb 2.8.png|Abb. 2.8]]), dass die sozialen Klassen (hier dargestellt mit dem Durchmesser =&lt;br /&gt;
Grösse der Ringe oder dem Durchmesserzuwachs = Dicke der Ringe) recht homogen auf der&lt;br /&gt;
ganzen Fläche verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.8&#039;&#039;&#039;: Räumliche Verteilung&lt;br /&gt;
und soziale Differenzierung der&lt;br /&gt;
Bäume in einem gleichförmigen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Eiche|Eichen]]-Stangenholz zwischen&lt;br /&gt;
33 und 54 Jahren.&lt;br /&gt;
Gilt für 54-jähriges [[Baumart::Eiche|Eichen-&lt;br /&gt;
Stangenholz]], Versuchsfläche&lt;br /&gt;
Donji-Srem (Kroatien)&lt;br /&gt;
Dargestellt sind nur die 25 %&lt;br /&gt;
stärksten Bäume der Population&lt;br /&gt;
nach Ferlin und Bobinac (1999) [[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungen in Jungbestockungen (bis Stangenholzstufe)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiten bezeugen, dass [[Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] in der Dickungsstufe (bis ca. 10 m Höhe)&lt;br /&gt;
und sogar in Stangenholzstufe (bis etwa 20 m Höhe) noch möglich sind, und zwar sowohl bei&lt;br /&gt;
Licht- als auch bei Schattenbaumarten. So berichten Leibundgut (1976)[[Referenz::Leibundgut;1976;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, [[Umsetzung]] und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, [[Umsetzung]] und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.&amp;lt;/ref&amp;gt; für Eichendickungen,&lt;br /&gt;
dass grosse Veränderungen der sozialen Stellung vorkommen. In diesen verhältnismässig&lt;br /&gt;
dichten Dickungen, welche aus Naturverjüngung hervorgegangen sind, sind 20 bis 40 % der&lt;br /&gt;
Bäume, welche am Ende der Dickungsstufe die obere Kronenschicht bilden, sozial von der&lt;br /&gt;
mitherrschenden in die herrschende Klasse aufgestiegen. Sie haben sich damit, in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 6 bis 8 Jahren, sozial positiv umgesetzt. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Spellmann und Diest (1990)[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Baumart::Eiche|Jungeichenbestockungen]] in Norddeutschland. Bei&lt;br /&gt;
Schattenbaumarten zeigen Thiébaut et al (1992) [[Referenz::Thiébault et al.;1992;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Buchen aus Naturverjüngung, entstanden zwischen Alter 2 und 18, zahlreiche soziale [[Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] und zwar im Sinne von grösseren Auf- wie auch Abstiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Nadelbaumarten zeigen die Beobachtungen von Ganther (1983)[[Referenz::Ganther;1983;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Baumart::Föhre|Waldföhren]]-Dickungen&lt;br /&gt;
mit sehr unterschiedlicher Dichte, zwischen 7000 und 70´000 Stämmen pro Hektare, dass bei&lt;br /&gt;
einem Bestandesalter von 15 Jahren der Anteil der Bäume im [[Category:Oberstand]], welche in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 9 Jahren ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verbessern, zwischen 30 und 54 % liegt. Der Anteil&lt;br /&gt;
der sozial aufgestiegenen Bäume war manchmal sogar noch grösser als derjenige der&lt;br /&gt;
abgestiegenen Bäume. Schon Wagenknecht (1940)[[Referenz::Wagenknecht1940;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte analoge Ergebnisse erhalten und daraus folgernd geschätzt, dass in [[Baumart::Föhre|Föhrendickungen]] einzelne Bäume auch einen Wachstumsrückstand&lt;br /&gt;
(gegenüber den herrschenden Bäumen) von bis zu 40 cm noch vollständig aufholen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngeren Bestockungen, d.h. vom Jungwuchs bis schwache Stangenholzstufe sind soziale&lt;br /&gt;
[[Umsetzung|Umsetzungen]] möglich, insbesondere bei schattenertragenden Baumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungen in erwachsenen Bestockungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Wuchskraft mit zunehmendem Alter abnimmt, haben die nichtherrschenden Bäume&lt;br /&gt;
immer weniger Chancen, ihren Rückstand wettzumachen und somit sozial aufzusteigen. Man&lt;br /&gt;
geht generell davon aus, wenn einmal die sozialen Positionen gebildet sind und sich gefestigt&lt;br /&gt;
haben, so etwa ab Lebenshälfte, kaum mehr [[Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Oberstand]]&lt;br /&gt;
[[Category: Unterstand]]&lt;br /&gt;
[[Category:Umsetzung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Positive Umsetzung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Negative Umsetzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.1_Kronenschluss_und_Beginn_des_Wettbewerbes&amp;diff=3761</id>
		<title>2.2.1 Kronenschluss und Beginn des Wettbewerbes</title>
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		<updated>2017-02-06T14:24:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Regel bilden die Bäume eine kompakte Kronenschicht während der Dickungsphase. Der&lt;br /&gt;
sog. &#039;&#039;&#039;Kronenschluss&#039;&#039;&#039; wird dann erreicht. Er stellt ein entscheidendes Ereignis dar, da er den&lt;br /&gt;
Beginn des kollektiven Lebens einerseits, aber auch den &#039;&#039;&#039;Beginn des Wettbewerbes&#039;&#039;&#039; im&lt;br /&gt;
Kronenbereich andererseits anzeigt. Mit zunehmenden Höhen brauchen die Bäume immer&lt;br /&gt;
grössere Kronen und entsprechende Standräume. Bis zum Zeitpunkt des Kronenkontaktes&lt;br /&gt;
müssen sich die Jungbäume einer Pflanzung lediglich gegen die Konkurrenz der Schlagflora&lt;br /&gt;
durchsetzen. Sie konzentrieren ihre Kräfte auf die Entwicklung ihres Wurzelsystems. Das&lt;br /&gt;
Erreichen des Kronenschlusses ist als eher günstig als nachteilig zu betrachten. Mit der&lt;br /&gt;
Entstehung eines geschlossenen Kronenschirmes wird verhindert, dass die Sonnenstrahlung&lt;br /&gt;
direkt auf den Boden gelangt, und es wird ein Mikroklima geschaffen, das eine auf die Pflanzen&lt;br /&gt;
und die biologische Aktivität günstig wirkende Luftfeuchtigkeit erzeugt. Zahlreiche Beobachtungen&lt;br /&gt;
zeigen, dass die Jungbäume nach Erreichen des Kronenschlusses schneller wachsen&lt;br /&gt;
als breitständige vergleichbare Pflanzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kronenschluss beginnt aber der Wettbewerb zwischen den Individuen. Er nimmt umso&lt;br /&gt;
stärker zu, je schneller der Höhenzuwachs ist. Der Wettbewerb ist am stärksten, wenn der&lt;br /&gt;
Höhenzuwachs kulminiert, was in etwa in der Entwicklungsstufe des Stangenholzes der Fall ist.&lt;br /&gt;
Der Wettbewerb und allenfalls genetisch bedingte Wuchsunterschiede führen zu einer sozialen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039;&#039; innerhalb des Kollektives. Sie fällt umso ausgeprägter aus, je stärker der&lt;br /&gt;
Wettbewerb ist und je länger dieser schon andauert. Diejenigen Individuen, die schon zu&lt;br /&gt;
Beginn der einsetzenden Konkurrenz eine deutlich herrschende [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] haben,&lt;br /&gt;
belegen auch die besseren Plätze im ungleichen Kampf um das Licht. Sie haben auch grössere&lt;br /&gt;
Chancen, herrschend zu bleiben. Sie verhindern damit, dass die weniger begünstigten&lt;br /&gt;
Konkurrenten sie einholen können. Die herrschenden Bäume müssen aber hinsichtlich ihrer&lt;br /&gt;
Stamm- und Holzqualität nicht gezwungenermassen die bestveranlagten sein. Möglicherweise&lt;br /&gt;
gilt das auch für die potentielle Wuchsleistung[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorteile des Wettbewerbs==&lt;br /&gt;
Der Wettbewerb hat aber nicht nur Nachteile. Die Einfassung eines Baumes durch benachbarte&lt;br /&gt;
Mitstreiter hat in erster Linie günstige Auswirkungen, insbesondere auf den Prozess der&lt;br /&gt;
natürlichen Astreinigung. Der Wettbewerb hält also die Stärke der Äste in Grenzen und hindert&lt;br /&gt;
12 Skript Waldbau I Prinzipien der Waldnutzung&lt;br /&gt;
das Astwerk daran, sich allzu kräftig zu entwickeln. Im Bereich 1 der Abbildung 2.5, wo der&lt;br /&gt;
Wettbewerb gering ausfällt, ist seine Wirkung eher als vorteilhaft zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=3760</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-06T14:23:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare&lt;br /&gt;
Schichten aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben Schicht bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem gleichförmigen Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den herrschenden Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Kronenschluss erreicht ist, nimmt der Wettbewerb zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die Wettbewerbsverhältnisse am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der Oberhöhe für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der Kronenschluss bei&lt;br /&gt;
einer Oberhöhe von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer Oberhöhe von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der Wettbewerbsbedingungen&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden Kronenschluss&lt;br /&gt;
(Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für gleichförmige und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für stufige Bestände mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category:vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Category:unterdrückt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=3759</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-06T14:21:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare&lt;br /&gt;
Schichten aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben Schicht bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem gleichförmigen Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hat Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer sozialen Stellung in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den herrschenden Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und [[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und [[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Kronenschluss erreicht ist, nimmt der Wettbewerb zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die Wettbewerbsverhältnisse am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der Oberhöhe für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der Kronenschluss bei&lt;br /&gt;
einer Oberhöhe von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer Oberhöhe von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der Wettbewerbsbedingungen&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden Kronenschluss&lt;br /&gt;
(Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für gleichförmige und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für stufige Bestände mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category:vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Category:unterdrückt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=3758</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-06T14:18:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare&lt;br /&gt;
Schichten aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Category:Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben Schicht bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem gleichförmigen Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hat Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer sozialen Stellung in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den herrschenden Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und [[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und [[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Kronenschluss erreicht ist, nimmt der Wettbewerb zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die Wettbewerbsverhältnisse am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der Oberhöhe für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der Kronenschluss bei&lt;br /&gt;
einer Oberhöhe von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer Oberhöhe von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der Wettbewerbsbedingungen&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden Kronenschluss&lt;br /&gt;
(Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für gleichförmige und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für stufige Bestände mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category:vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Category:beherrscht]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>147.87.243.24</name></author>
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		<title>Buche</title>
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		<updated>2017-02-06T14:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatZwieselbildung::Physiologische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[HatAstreigung::Totastverlierer]]&lt;br /&gt;
*[[HatStammmorphologie::Sympode]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Erziehung]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Additive Produktion]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Baumart::Buche]]|format=table}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Buche]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Bodenverbesserung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Baumart::Traubenkirsche]]|format=table}}&lt;br /&gt;
[[Category:Traubenkirsche]]&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
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*[[HatFunktion im Nebenbestand::Bodenverbesserung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Baumart::Elsbeere]]|format=table}}&lt;br /&gt;
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[[Category:Elsbeere]]&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Erziehung]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Additive Produktion]]&lt;br /&gt;
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*[[HatProduktionszeitraum::Mittlerer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatZwieselbildung::Physiologische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[HatHolzfehler::Klebast]]&lt;br /&gt;
*[[HatStammmorphologie::Sympode]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Erziehung]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Additive Produktion]]&lt;br /&gt;
*[[HatFunktion im Nebenbestand::Bodenverbesserung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: Die Seite wurde neu angelegt: „Subcategory of::Funktion im Nebenbestand  Category:Funktion im Nebenbestand“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Subcategory of::Funktion im Nebenbestand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: Die Seite wurde neu angelegt: „Category:Bodenverbesserung“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[Subcategory of:: Funktion im Nebenbestand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<title>Erziehung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.24: Die Seite wurde neu angelegt: „Category:Erziehung“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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*[[HatStammmorphologie::Stammmorphologie]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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