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	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.4_Die_Wuchsf%C3%B6rderung&amp;diff=6258</id>
		<title>4.3.4 Die Wuchsförderung</title>
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		<updated>2017-02-26T13:35:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.215: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wirkung der [[Auslese]] hat nur insoweit einen Sinn, wie erstens die Konzentration der [[Produktion]] auf eine beschränkte Anzahl Bäume mit bemerkenswerten Eigenschaften erfolgt und zweitens die [[Auslese]] von Massnahmen begleitet wird, die optimale Entwicklung der positiven Eigenschaften der [[Auslesebaum|Auslesebäume] anstrebt, z.B. gute und regelmässige Bekronung und genügende Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die eigentliche [[Auslese]] einmal getroffen und sichergestellt, geht es darum, die positive Entwicklung der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] bis zur Vollendung ihrer [[Produktion]] weiterzulenken. Dies geschieht im wesentlichen durch Massnahmen zur Kronenförderung. Die [[Wuchsförderung]] kann mit der [[Positive Auslese|positiven Auslese]] beginnen, unter Umständen kann sie zeitlich verschoben eintreten. Das ist neuerdings in Zeiten der hohen Aufwendungen für Jungwaldpflege immer mehr eine zu berücksichtigende Möglichkeit. Ist die [[Auslese]] einmal abgeschlossen wenn die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in endgültiger Anzahl stehen, so wird die [[Wuchsförderung]] zur alleinigen Kriterium für die Ausrichtung der Eingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wuchsförderung]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.215</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.4_Die_Wuchsf%C3%B6rderung&amp;diff=6257</id>
		<title>4.3.4 Die Wuchsförderung</title>
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		<updated>2017-02-26T13:35:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.215: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wirkung der [[Auslese]] hat nur insoweit einen Sinn, wie erstens die Konzentration der [[Produktion]] auf eine beschränkte Anzahl Bäume mit bemerkenswerten Eigenschaften erfolgt und zweitens die [[Auslese]] von Massnahmen begleitet wird, die optimale Entwicklung der positiven Eigenschaften der [[Auslesebaum|Auslesebäume] anstrebt, z.B. gute und regelmässige Bekronung und genügende Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die eigentliche [[Auslese]] einmal getroffen und sichergestellt, geht es darum, die positive Entwicklung der [[Auslesebaum|Auslesebäume]] bis zur Vollendung ihrer [[Produktion]] weiterzulenken. Dies geschieht im wesentlichen durch Massnahmen zur Kronenförderung. Die [[Wuchsförderung]] kann mit der [[PositiveAuslese|positiven Auslese]] beginnen, unter Umständen kann sie zeitlich verschoben eintreten. Das ist neuerdings in Zeiten der hohen Aufwendungen für Jungwaldpflege immer mehr eine zu berücksichtigende Möglichkeit. Ist die [[Auslese]] einmal abgeschlossen wenn die [[Auslesebaum|Auslesebäume]] in endgültiger Anzahl stehen, so wird die [[Wuchsförderung]] zur alleinigen Kriterium für die Ausrichtung der Eingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wuchsförderung]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.215</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.3_Die_Stabilisierung&amp;diff=6256</id>
		<title>4.3.3 Die Stabilisierung</title>
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		<updated>2017-02-26T13:34:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.215: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Problem der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] geht im Prinzip mit dem der [[Auslese]] einher. Sie wird normalerweise durch Regelung der Bestockungsdichte kontrollieret. Die [[Bestandesstabilität|Stabilität]] ist somit normalerweise in Verbindung mit Massnahmen der [[Auslese]] oder der [[Wuchsförderung]] zu konzipieren bzw. gleichzeitig umzusetzen, wobei in der Regel der Stabilitätsgedanke dem der [[Auslese]] unterstellt ist, weil sich die Frage einer allfälligen Destabilisierung erst stellt, wenn eingegriffen wird. Die Wirkung der Pflegeeingriffe auf die Stabilität wird im Abschnitt Optimierung der Standraumausnützung besonders behandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die [[Bestandesstabilität|Stabilität]] allein im Spiel bei Vorrang der Schutzfunktion oder steht man vor einem Problem der kritischen [[Bestandesstabilität|Stabilität]] bei verpassten rechtzeitigen Waldbaueingriffen, wird etwas differenziert vorgegangen. Es ist also prinzipiell zwischen der normalen (optimalen) Berücksichtigung der [[Bestandesstabilität|Stabilität]] in Zusammenhang mit Wertschöpfungsmassnahmen und dem Verhalten vor vernachlässigte Beständen bzw. verpassten echtzeitigen Waldbaueingriffe zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Förderung der Stabilität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.215</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=4.3.2_Die_Auslese&amp;diff=6255</id>
		<title>4.3.2 Die Auslese</title>
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		<updated>2017-02-26T13:32:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.215: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Konzentration der [[Produktion]] auf die bestveranlagten Individuen eines Kollektivs stellt eine der bedeutendsten wertschöpfende Möglichkeit dar. Man konzentriert sich dabei auf diejenigen Bäume mit den besten Stammqualität, ein gutes Wachstum und eine hohe Vitalität. Damit weist die eigentliche &#039;&#039;&#039;[[Auslese]]&#039;&#039;&#039; eine der am stärksten begünstigende Wirkung aller Pflegemassnahmen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der [[Auslese]] leitet sich von der grossen genetisch bedingten individuellen Vielfältigkeit der Formen und des Wuchses innerhalb einer Nachkommenschaft. Diese Vielfalt verleiht den natürlichen Beständen einen grossen ökologischen Vorteil, nämlich eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber verschiedenen Störungen und Risiken, welche einen Bestand während seiner ganzen Lebensdauer heimsuchen können. Waldbauliche [[Auslese]] ist grundsätzlich eine &#039;&#039;&#039;phänotypische [[Auslese]]&#039;&#039;&#039;, d.h. nach dem Erscheinungsbild, welches das Ergebnis der Veranlagung und seine Expressivität im Kontext der wirkenden Umgebungsfaktoren&lt;br /&gt;
ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldbauer benutzt nun die natürliche Formmannigfaltigkeit gezielt zur Erreichung der Ziele einer bestmöglichen Wertschöpfung. Dies ist bezüglich der Erhaltung des genetischen Pools unproblematisch, sofern die Wahlkriterien auf genügenden adaptiven Genen basieren. Die früher kontroversierte Frage, ob die Pflegeeingriffe die genetische Struktur einengen, ist mittlerweile geklärt, zumindest für den Charakter Wachstumsfreudigkeit, deren Förderung wie Lauber et al. (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lauber et al.;1997;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines Buchen-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). &lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lauber, U., Rotach, P., Hussendörfer, E., 1997: Auswirkungen waldbaulicher Eingriffe auf die genetische Strukturen eines [[hatBaumart::Buche|Buchen]]-Jungbestandes (Fagus sylvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. 148, 11: 847-862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Geburek et al. (1993)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
gezeigt haben, zu keiner genetischen Verarmung führt, weil Wuchskraft mit Heterozygotenanteil korreliert ist, so dass die zu fördernden Anwärter auch diejenigen mit der günstigen Rekombinationschancen der Gene sind. In der Natur übrigens sind es auch diese Heterozygoten, in der Regel die kräftigsten Bäume,&lt;br /&gt;
welche sich durchsetzen. Dabei gibt es offensichtlich gewisse Ausnahmen ([[hatBaumart::Weisstanne]], nach Hussendörfer, 2001)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba&lt;br /&gt;
Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der [[hatBaumart::Weisstanne]] (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ob es auch für die [[hatAuslesekriterium::Stammqualität]] gilt, ist noch nicht genügend geklärt. Hinweise deuten darauf hin, dass Phänomene wie rhythmisches Wachstum auch mit Überhang an Heterozygoten verbunden ist (Hussendörfer et al.,1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Hussendörfer et al.;1996;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an Buche (Fagus silvatica L.). Schweiz. Z. Forstwes. , 147:785-802.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., Schütz, J.-Ph., Scholz, F., 1996: Genetische Untersuchungen zu phänotypischen Merkmalen an [[hatBaumart::Buche|Buche (Fagus silvatica L.)]]. Schweiz. Z.Forstwes. , 147:785-802.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann die [[Auslese]] nach negativen oder positiven Gesichtspunkten erfolgen. Die &#039;&#039;&#039;[[Negative Auslese|negative Auslese]]&#039;&#039;&#039; erfolgt, indem man hauptsächlich die schlechtveranlagten Individuen eliminiert. Bei einer &#039;&#039;&#039;[[Positive Auslese|positiven Auslese]]&#039;&#039;&#039; hingegen begünstigt und fördert man gezielt die bestveranlagten und bestausgebildeten Individuen eines Kollektivs (siehe dazu Abb. 4.19). Die positive [[Auslese]] ist auch wirksamer als die [[Negative Auslese|negative Auslese]]. Sie erlaubt eine bessere Konzentration der Pflege und dies ist bezüglich der Kosten günstig. In den noch sehr jungen Beständen jedoch, wenn die Qualitätseigenschaften im allgemeinen noch nicht genügend stark ausgeprägt sind, während hingegen die Mängel und die fehlerhaften Eigenschaften noch immer leichter zu erkennen sind, weist die [[Negative Auslese|negative Auslese]] Vorteile auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.19.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.19: Die zwei Grundformen der [[Auslese]]: die [[Positive Auslese|positive]] und die [[Negative Auslese|negative Auslese]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] richten sich nach den Produktionszielen. Es kann grundsätzlich sowohl [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] wie &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Wuchsleistung]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Stabilität]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[hatAuslesekriterium::Vitalität|Gesundheit]]&#039;&#039;&#039; sein. Weil die Natur selbst nach Wuchseigenschaften differenziert, ist die mit waldbaulichen Massnahmen zu verbindende [[Auslese]] meistens für die Erreichung einer hohen Wertschöpfung angebracht, allenfalls für die Förderung von Stabilitätseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der [[Auslese]] richtet sich nach der Einschätzung der natürlichen unplanbaren Störungsrisiken (sog. &#039;&#039;&#039;stockastische Faktoren&#039;&#039;&#039;, wie Frost, Bruch usw.) sowie der Ausprägung der auszuwählenden Eigenschaften. Das Ziel besteht darin, eine gute Wertschöpfung in der Schaffung eines qualitativ wertvollen unteren Schafts von ca. 10 m zu erreichen. Eine der Kernfrage dabei ist, wie früh die [[Auslese]] erfolgen soll. Sind die unvorsehbaren &#039;&#039;&#039;Risiken hoch&#039;&#039;&#039; (z.B. infolge [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]]), soll eher zugewartet werden, bis die untersten 10 m gebildet sind. So erfolgt die [[Auslese]] im Normalfall erst richtig in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzphase]]&#039;&#039;&#039;, wenn eine genügend interessante Schaftlänge ausgebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &#039;&#039;&#039;Risiken klein&#039;&#039;&#039; für Baumarten, deren Eigenschaften weniger abhängig von den Umweltereignissen sind (d.h. auch mehr aus der Veranlagung hervorkommen) und die Ausprägung von Qualitätsunterschiede gross, soll eher &#039;&#039;&#039;früh ausgelesen&#039;&#039;&#039; werden, so dass die guten Anwärter mehr Durchsetzungschancen erhalten im Konkurrenzkampf. Dies ist der Fall für Baumarten mit grossen genetisch veranlagten Qualitätsunterschieden sowie früh erkennbaren Eigenschaften (wie z.B. bei [[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Linde]]). Dann kann die [[Auslese]] früher, nämlich in der &#039;&#039;&#039;[[hatEntwicklungsstufe::Dickung|Dickungsphase]]&#039;&#039;&#039;, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Akquisition der Formeigenschaften und die Reaktion der Bestockungen auf den Kollektivwettbewerb unterschiedlich sind, unterscheidet man bezüglich Zeitpunkt und Schwerpunkte der [[Auslese]] die folgenden drei grossen Kategorien von Baumarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäume]]&#039;&#039;&#039;, bei welchen Probleme der [[Stabilität]] und [[Astreinigung]] im Vordergrund stehen&lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;[[hatHolzart::Laubholz|Laubbaumarten]] mit obligatorischer [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodischer]]&#039;&#039;&#039; Schaftachsenbildung, die aber eine Neigung zu [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischer Verzwieselung]] vorweisen, also etwa [[hatBaumart::Esche]]/[[hatBaumart::Ahorn]], die sonst eine gute Selbstdifferenzierung haben. Bei dieser Gruppe steht die Bildung eines genügend langen Schaftes von etwa 10 m (evt. mehr) im Vordergrund&lt;br /&gt;
*Die Baumarten mit &#039;&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|sympodischen]] Tendenzen&#039;&#039;&#039;, also [[hatBaumart::Buche]]/[[hatBaumart::Eiche]]/[[hatBaumart::Linde]], bei welchen die [[Frühzeitige Auslese|frühzeitige Auslese]] nach dem Phänotyp der Wipfelschäftigkeit entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hiebsreife liegt der grösste Anteil des Holzwertes im unteren Stammteil. Dies gilt in ausgesprochener Weise für [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzer]]. Wie Abb. 4.20 zeigt, sind die Wertrelationen zwischen Stammholz (als Rundholz oder Nutzholz verwertbare untere Stammteil) und Wert bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubholz]] ähnlich. Circa 90 % des Wertes wird vom unteren Stammteil produziert. Für den unternehmerischen Erfolg interessiert uns heute nur dieser Teil, da die Industriesortimente kaum kostendeckend gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] liegt im restlichen schlecht verwertbaren Anteil an Koppelprodukten (Industrie- oder Energieholz). Dieser Teil macht massenmässig etwa 15 bis 20 %, bei [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] 30 bis unter Umständen 50 % der anfallenden Masse bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bäume, die nur mittlere oder gar schlechte Qualität erreichen, lohnen sich teurere wertschöpfende Waldbaumassnahmen nicht, wenn einmal die Phase der Auslesemöglichkeiten verpasst wurde. Darum ist es einerseits relevant zu wissen, welche die gewünschten Qualitäts eigenschaften sind und andererseits, welche von der waldbaulichen Behandlung beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.20.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.20: Verteilung von Volumen und Wert in einem hiebsreifen [[hatHolzart::Nadelholz|Nadel-]] bzw. [[hatHolzart::&lt;br /&gt;
olz|Laubbaum]]. (nach Bachmann, 1990)&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bachmann;1990;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bachmann, P., 1990: Produktionssteigerung im Wald durch vermehrte Berücksichtigung des Wertzuwachses. Ber. Eidg. Forsch. Anst. Wald Schnee Landsch. Nr. 327, 73S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheiden wir bezüglich [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*phänischen Eigenschaften (also äusserlich sichtbaren). Es geht hier primär um die&lt;br /&gt;
Schaffung des untersten Schaftteils sowie um die [[Astreinigung]],&lt;br /&gt;
*innere Eigenschaften (Holzbeschaffung),&lt;br /&gt;
*unerträgliche Fehler, die sobald erkennbar als negative [[Auslesekriterium|Auslesekriterien]] gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist es zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich zu versichern, dass die heute geltenden [[Qualitätskriterium|Qualitätskriterien]] der Holzsortimente bis zum Zeitpunkt ihrer Ernte und ihres Verkaufs in 80 bis&lt;br /&gt;
100 Jahren noch die gleichen sein werden. Es gibt aber trotzdem allgemeingültige Holzeigenschaften, welche generell für Qualitätsholz einigermassen auch langfristig gültig bleiben. Das gilt zum Beispiel für die Regelmässigkeit des Holzkörperbaus (Jahrringe, zentrischer Wuchs, gerade Faser, Astfreiheit usw.) oder für die Erreichung von genügenden Dimensionen. Wobei dieser letzte Punkt beginnt für [[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]] umstritten zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Auslese]] kann man sich grundsätzlich in erster Linie auf solche allgemein gültigen Eigenschaften stützen. Daneben gibt es aber auch Qualitätskriterien, die sich je nach dem Stand des technologischen Fortschritts und je nach den wechselnden Modeströmungen und Bedürfnissen der Konsumenten verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemein anzustrebenden [[hatAuslesekriterium::Stammqualität|Stammqualitätseigenschaften]] für das Kollektiv der Wertträger sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein unterstes Stammstück mit einer Länge von mindestens 10 m (allenfalls mehr)&lt;br /&gt;
*BHD von mindestens 60 cm (bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] mässiger Qualität in Zukunft evtl. weniger)&lt;br /&gt;
*gerade und lotrechte Schaftachse&lt;br /&gt;
*ein runder Stammquerschnitt&lt;br /&gt;
*ab [[hatEntwicklungsstufe|Entwicklungsstufe]] des [[hatEntwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwachen Stangenholzes]] astfrei&lt;br /&gt;
*weder bedeutende Fehler, [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] oder irgendwelche [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutung der [[hatHolzfehler::Astigkeit]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astfreies Holz – ist das überhaupt erste anzustrebende [[Qualitätskriterium]]. Weil die Baumartengruppen bezüglich natürlicher [[Astreinigung]] auch unterschiedliche Reaktionsmuster aufweisen, muss man auch die Werteigenschaften unterschiedlich gewichten. Die Erreichung des Zieles, einen grossen Anteil an astfreiem Holz zu produzieren, ist in sehr hohem Mass von der Lebensdauer der Äste abhängig und von der Zeit, um die Astabbruchstellen zu überwallen. Nach Schulz (1961)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1961;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1961: Die Beurteilung der Qualitätsentwicklung junger Bäume. Forstarchiv 32, 5: 89-99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sollte für eine [[Produktion]] von Holz mit Spitzenqualität ein einwandfreies unterstes Stammstück angestrebt werden, das mindestens 50 % astfreies Holz enthält. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der zentrale astige Kern des Stammes einen Drittel des gesamten Durchmessers nicht übersteigen. Das bedeutet, dass bei den [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] die Äste&lt;br /&gt;
zumindest bis auf eine Höhe von vier Metern verschwunden sein bzw. entfernt werden müssen, was bei [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] bei einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von 12 cm, bei [[hatHolzart::Laubholz|Laubbäumen]] bei einem BHD von 15 cm der Fall zu sein bzw. zu geschehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
über die Lebensdauer von Ästen und die Überwachsungsdauer von Astabbruchstellen bei der [[hatBaumart::Buche]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Waldföhre]] und der [[hatBaumart::Fichte]] zeigen, dass bei [[hatBaumart::Buche]] und [[hatBaumart::Eiche]], aufgrund einer Lebensdauer und einer anschliessenden Überwachsungsdauer der Äste von je etwa 10 Jahren, das oben formulierte Postulat bezüglich der Qualität auf natürliche Weise erfüllbar ist. Bei der [[hatBaumart::Föhre]] dagegen, welche die Äste etwa 15 - 25 Jahre lang behält und zusätzlich noch etwa 30 - 40 Jahre für derer Überwachsung benötigt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllbar. In diesem Fall kann nur durch eine künstliche Asteliminierung das Ziel erreicht werden. Bei der [[hatBaumart::Fichte]], welche die abgestorbenen Äste noch länger als die [[hatBaumart::Föhre]] behält, erlaubt die natürliche [[Astreinigung]] niemals den gewünschten Anteil an astfreiem Holz zu produzieren. Somit steht fest dass bei [[hatAstreinigung::Totasterhalter]] die [[hatPflegemassnahme::Wertastung]] die wichtigste Wertschöpfungsmassnahme überhaupt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andere Fehler: [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] und Holzrisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehwüchsigkeit stellt einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar, den es frühzeitig zu erkennen gilt. Dabei ist das grösste Problem, dass der Drehsinn der Holzfasern im Laufe des Lebens eines Baumes wechseln kann. Eine Drehwüchsigkeit, die auf die Jugendphase eines Baumes beschränkt ist, betrifft nur den zentralen Teil des Stammes und ist nicht als so schwerwiegend zu betrachten. Im Vergleich dazu ist eine Drehwüchsigkeit, die sich über das ganze Leben eines Baumes hinzieht, insbesondere wenn sie immer denselben Drehsinn aufweist, als schwerwiegenderen [[Holzfehler|Fehler]] einzustufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Drehwüchsigkeit von aussen, z.B. anhand des Rindenbildes, gut erkennen lässt, trügt. Die Rinde ist ein Abbild des Jugendkambiums. Inzwischen hat sich der Drehsinn korrigieren können, ohne dass man es von aussen merkt. Eine Drehwüchsigkeit istdann als schwerwiegend zu betrachten, wenn auch der Faserverlauf der äusseren Holzpartien gedreht ist. Sofern man nicht bereit ist, einen Baum absichtlich zu verletzen, lässt sich diese Erscheinung erst an geschlagenem Holz wirklich überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schulz (1959)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulz;1959;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz, H., 1959: Güteklassen des Stammholzes und ihre Abgrenzung gegeneinander. Holz-Zbl. 85, 57: 753-757&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 10 - 15 cm/m’ für eine Klassierung als normale Qualität zulässig sein und ein [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] von 6 - 8 cm/m’ für eine Klassierung als fehlerfreie Qualität taxiert werden. [[hatHolzfehler::Drehwuchs|Drehwuchs]] hat ebenfalls Auswirkungen auf verschiedene Arten von [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrissen]] (siehe Abb. 4.21) Unterschiedliche Risse haben auch nicht die gleiche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.21.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.21: Verschiedene [[hatHolzfehler::Holzriss|Holzrisse]].&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. kleine Herzrisse und kleine Risse an der Peripherie durch-aus noch als tolerierbare [[Holzfehler]] zu bezeichnen. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] treten besonders bei der [[hatBaumart::Tanne]], der [[hatBaumart::Eiche]], der [[hatBaumart::Ulme]], der [[hatBaumart::Edelkastanie]], dem [[hatBaumart::Nussbaum]], und etwas weniger auch beim [[hatBaumart::Kirschbaum]], der [[hatBaumart::Esche]] und sogar auch der [[hatBaumart::Buche]] auf. [[hatHolzfehler::Holzriss|Frostrisse]] können, sogar wenn sie relativ stark geöffnet sind, wie übrigens auch die [[hatHolzfehler::Holzriss|Trockenrisse]] bei der [[hatBaumart::Fichte]], noch für eine Klassierung als normale Qualität toleriert werden, wenn die Spaltfläche des Risses vollkommen gerade bzw. eben ist. Wenn sich die Spaltfläche des Risses aber auch nur leicht dreht, so stellt dieser einen schwerwiegenden [[Holzfehler]] dar. Sternförmige Risse und Ringschälen sind, selbst wenn sie sich nur in der Kernzone befinden, als ins Gewicht fallende [[Holzfehler]] zu betrachten. Mit Ausnahme einer&lt;br /&gt;
richtigen Baumartenwahl hat man kaum Möglichkeiten, diese Erscheinung wirksam zu beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur [[Astigkeit]] sind die Folgeschäden von [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] und [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] von sekundärer Bedeutung. Es ist jedoch offensichtlich, dass für Qualitätsholz ein gerades, zentriert gewachsenes und nicht zu abholziges unteres Schaftstück auf einer Länge von mindestens 10 m vorhanden sein muss. Während das Kriterium der Abholzigkeit nicht so bedeutend ist, sind Kriterien wie [[hatHolzfehler::Reaktionsholz|Reaktionsholz]] (oder Druckholz, sog. [[hatBaumart::Buche|Buchsholz]]), [[hatHolzfehler::Verletzung|Verletzungen]] oder schwerwiegende [[hatHolzfehler::Krankheit|Krankheiten]] wie [[hatHolzfehler::Fäule|Fäulen]], Schleimfluss oder Krebsen erschwerend. Noch entscheidender als die eigentliche Art eines [[Holzfehlers]] ist seine Lage im Stamm bzw. im Holzkörper. Wie man auf einem Stammquerschnitt sehen kann (siehe Abb. 4.22), unterscheidet man diesbezüglich drei Zonen unterschiedlicher Bedeutung. Die in der Kernzone vorkommenden [[Holzfehler]] (wie etwa Mondringe oder Verletzungen) haben keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen, sofern sie nicht allzu breit ist. Dies gilt ebenfalls für die Randzone (3), da dieser Teil des Stammes bei der Verarbeitung v.a. Abfälle wie etwa Schwarten liefert. Dies ist der Grund, warum das Auftreten von [[hatHolzfehler::Klebast|Klebästen]], (etwa bei [[hatBaumart::Eiche]], [[hatBaumart::Ulme]], [[hatBaumart::Linde]] und [[hatBaumart::Tanne]]) nicht als katastrophal zu betrachten ist, sofern es nicht um alte [[hatHolzfehler::Klebast|Klebäste]] geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb4.22.png|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 4.22: Zonen unterschiedlicher Bedeutung der [[Holzfehler]]:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 1 auftretende Fehler haben volumenmässig keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 2 sind die Konsequenzen schwerwiegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zone 3, welches meistens Abfallholz gibt, sind die Konsequenzen geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gewichtung der Qualitätsmerkmale für die Baumartengruppen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich, die Hauptqualitätsmerkmale nach den drei Holzartengruppen, die wir bei der Diskussion der Akquisition der Schafteigenschaften gebildet haben, zu gewichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatHolzart::Nadelholz|Koniferen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die [[Astigkeit]] steht im Vordergrund. Dieser Faktor kann nur effizient durch eine rechtzeitige künstliche [[hatPflegemassnahme::Wertastung|Wertastung]] gesteuert werden. Andere Eigenschaften sind Vermeidung von Fäulen. Sie sind schwierig vorauszusehen und stehen in Zusammenhang mit Nutzungsfolgen (siehe dazu die Diskussion im Abschnitt Phase der Auslese). Drehwüchsigkeit ist teilweise früherkennbar und gilt als wichtiges Merkmal einer [[Negative Auslese|negativen Auslese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatBaumart::Esche]] und andere [[hatStammmorphologie::Monopode|monopodisch]] aufgebaute Baumarten mit [[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|traumatischen Verzwieselungsrisiken]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im wesentlichen geht es um Vermeidung von tiefem Zwiesel (tiefer als 10 m) und Vermeidung von altersbedingter [[hatHolzfehler::Farbkern|Farbkernbildung]] durch intensive Kronenbefreiung ab [[hatEntwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[hatStammmorphologie::Sympode|Sympodisch neigende]] Baumarten ([[hatBaumart::Buche]], [[hatBaumart::Eiche]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines unverzwieselten Schaftes von zirka 10 m steht in Vordergrund. Die Hauptmassnahme ist also eine frühzeitige [[Auslese]] nach diesem Kriterium. Weitere Eigenschaften in Zusammenhang mit Jahrringbildung und Produktionszeit wurden am Fallbeispiel der [[hatBaumart::Buche]] in Absatz [[Die Produktionsfaktoren: Zeit]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Problem der Reserven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn im Sinne der Risikoabwägung die definitive [[Auslese]] erst dann sinnvollerweise erfolgt, wenn eine genügend hohe Stammachse gebildet ist (10 m), besteht auch später die Gefahr von stockastischen (unfreiwilligen) Ausfällen. Dieses Dilemma kann in der Praxis dadurch gelöst werden, indem man nicht nur die Wertträger des Endkollektivs auswählt, sondern eine gewisse Anzahl zusätzlicher Anwärter (sog. Reservisten). Heute strebt man aus Gründen der Kostenwirksamkeit eher das Prinzip des Ersatzes an, d.h. erst, wenn Bäume nicht mehr taugen, sie als [[Auslesebaum|Auslesebäume]] an Ort zu ersetzen. Früher galt das Prinzip der Ausscheidung eines Mehrfaches an [[Auslesebaum|Auslesebäumen]] als schlussendlich nötig. Wir werden diese Frage im wesentlichen im Abschnitt Perverse Wirkungen der Eingriffe in Zusammenhang mit der Frage der Raumausnützungsgeometrie angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Auslese]]&lt;br /&gt;
[[Category: Auslesekriterium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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