<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.243.161</id>
	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.243.161"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/147.87.243.161"/>
	<updated>2026-09-01T07:55:59Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.0</generator>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5391</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5391"/>
		<updated>2017-02-18T14:31:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare&lt;br /&gt;
Schichten aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben Schicht bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem gleichförmigen Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den herrschenden Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Kronenschluss erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der Kronenschluss bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden Kronenschluss&lt;br /&gt;
(Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für gleichförmige und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.4.3._M%C3%B6glichkeiten_der_Waldbaulichen_Kontrolle_der_Klebastbildung&amp;diff=5390</id>
		<title>2.4.3. Möglichkeiten der Waldbaulichen Kontrolle der Klebastbildung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.4.3._M%C3%B6glichkeiten_der_Waldbaulichen_Kontrolle_der_Klebastbildung&amp;diff=5390"/>
		<updated>2017-02-18T14:31:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die mechanische Entfernung von Wasserreisern erweist sich als völlig illusorisch, es sei denn,&lt;br /&gt;
sie sind noch nicht verholzt[[Referenz::Evans;1983;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans&amp;quot;&amp;gt;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In solchen Fällen bilden sich auf dem Wundgewebe&lt;br /&gt;
von entfernten Wasserreisern Adventivknospen, welche meist wieder zur Bildung von neuen&lt;br /&gt;
Wasserreisern bzw. Klebästen führen. Verschiedene andere technische Schutzmassnahmen,&lt;br /&gt;
wie etwa das Überpinseln des Stammes mit Anstrichmitteln oder die Einwicklung der Stämme&lt;br /&gt;
mit Polyäthylenfolien haben sich als erfolglos erwiesen[[Referenz::Evans;1983;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans&amp;quot;&amp;gt;Evans, J., 1983: Le contrôle des gourmands. Etat actuel des recherches en Grande-Bretagne.&lt;br /&gt;
Rev. forest. Fr. 35, 5: 369-375.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen technischen Massnahmen versprechen waldbauliche Mittel mehr&lt;br /&gt;
Erfolg. Die Förderung von kräftigen, vitalen Bäumen mit gut entwickelten Kronen durch&lt;br /&gt;
Durchforstungseingriffe versichert ein guter physiologischer Zustand und ein ausgeglichener&lt;br /&gt;
Hormonhaushalt der Bäume und garantiert somit die Aufrechterhaltung der Dormanz der&lt;br /&gt;
schlafenden Knospen. Das ist der Grund, warum beim Qualitätswaldbau mit klebastanfälligen&lt;br /&gt;
Baumarten (z.B. [[Baumart::Eiche]]) kräftige Pflegeeingriffe ab Stangenholz zu empfehlen sind. Andererseits&lt;br /&gt;
ist die Begründung bzw. Förderung eines erzieherischen [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] die wirksamste&lt;br /&gt;
Massnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Form der Sicherstellung von klebastfreien Stämmen geht über die Förderung einer&lt;br /&gt;
guten Umhüllung der Hauptstämme durch sozial untergeordnete Elemente einer Bestockung&lt;br /&gt;
(oder [[Nebenbestand]]). Als [[Nebenbestand]] versteht man die sich im Unterwuchs einstellende und&lt;br /&gt;
sozial untergeordnete Baumbestockung, welche sich von Beginn an oder wesentlich später&lt;br /&gt;
einstellt. Je nach der [[Funktion des Nebenbestandes]] unterscheidet man zwischen Nebenbestand&lt;br /&gt;
mit [[Bodenverbesserung|bodenpflegerischen]], [[Erziehung|stammerzieherischen Funktionen]] oder die einer [[Additive Produktion|additiven&lt;br /&gt;
Produktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nebenbestand mit bodenverbessernder Funktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast allen Bestandestypen ist die Anwesenheit im [[Category:Unterstand]] von nützlichen, kommensalen&lt;br /&gt;
Begleitbaumarten erwünscht. Dies wird unter anderem aus Gründen der ökologischen Diversität&lt;br /&gt;
und zur Vermeidung von allelopathischen Problemen während der Verjüngungsphase angestrebt.&lt;br /&gt;
Diese Begleitbaumarten sollen dabei vorzugsweise in untergeordneter sozialer&lt;br /&gt;
Stellung, im Unterholz bis in der Mittelschicht bleiben. Wenn der [[Nebenbestand]] aus [[Bodenverbesserung|boden- und&lt;br /&gt;
bestandesklimaverbessernden]] Baumarten zusammengesetzt ist, trägt er zur Schaffung der&lt;br /&gt;
biologischen Aktivität des Standortes bei (siehe dazu [[Bild::Abb 2.20|Abb. 2.20]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies kann besonders auf Standorten mit reduzierter Nährstoffversorgung sehr nützlich sein.&lt;br /&gt;
Günstig wirkend sind dabei Baumarten, deren Laubstreu schnell abgebaut wird, und welche&lt;br /&gt;
zusätzlich den Halbschatten dauerhaft ertragen. Dies sind die [[Baumart:: Linde]] und die [[Baumart:: Hagebuche]], auf&lt;br /&gt;
vernässten Böden die [[Baumart::Traubenkirsche]] und auf trockeneren Standorten die [[Baumart::Elsbeere]]. Wenn&lt;br /&gt;
sich ein solcher [[Nebenbestand]] einmal installiert hat, so bedarf er, mit Ausnahme der&lt;br /&gt;
Lichtdosierung zur Sicherung einer ausreichenden Entwicklung, kaum mehr besonderer&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.20.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.20&#039;&#039;&#039;: Abbaugeschwindigkeit der Streu der Hauptbaumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Scheffer und Ulrich (1960){{referenzen|Scheffer und Ulrich|1960}}&amp;lt;ref&amp;gt;Scheffer, P., Ulrich, B., 1960: Lehrbuch der Agrikulturchemie und Bodenkunde. Bd. I:&lt;br /&gt;
Morphologie, Biologie, Chemie und Dynamik des Humus. 2. Aufl., Stuttgart, 266 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;; in:&lt;br /&gt;
Ellenberg (1963){{referenzen|Ellenberg|1963}}&amp;lt;ref&amp;gt;Ellenberg, H., 1963: Vegetation Mitteleuropa mit den Alpen. Ulmer, Stuttgart, 943 p.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nebenbestand mit additiver Produktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem anderen Fall, nämlich demjenigen, wo der Hauptbestand aus Lichtbaumarten besteht,&lt;br /&gt;
welche während der Phase des starken Wachstums eine Lichtkrone benötigen, die praktisch&lt;br /&gt;
frei von seitlicher [[Wettbewerb|Konkurrenz]] sein muss, wird der vorhandene Wuchsraum nicht vollständig&lt;br /&gt;
ausgenutzt. Somit bleibt genügend Platz und Licht für eine ergänzende, [[Additive Produktion|zusätzliche Produktion]]&lt;br /&gt;
übrig. Dies ist z.B. unter der [[Baumart::Lärche]] und in geringerem Ausmass auch unter der [[Baumart::Waldföhre]] der&lt;br /&gt;
Fall. Um in einem solchen Fall die negativen Einwirkungen der Nebenbaumarten durch&lt;br /&gt;
Einwachsen im Kronenraum zu vermeiden, ist es wünschenswert, dass der [[Nebenbestand]] mit&lt;br /&gt;
einer genügend zeitlichen Verschiebung begründet wird, egal ob er sich natürlich installiert oder&lt;br /&gt;
ob er künstlich eingebracht wird. Geeignete Baumarten sind dabei: [[Baumart::Buche]], [[Baumart::Hagebuche]], [[Baumart::Linde]]&lt;br /&gt;
oder anderen schattenertragenden Baumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nebenbestand mit erzieherischer Funktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Nebenbestand]] mit [[Erziehung|erzieherischer Funktion]] ist angebracht für den Schutz gegen Entwicklung&lt;br /&gt;
von unerwünschten Klebästen. Im Fall einer empfindlichen Baumart soll der [[Nebenbestand]], die&lt;br /&gt;
Schaftachsen der Elitebäume des Hauptbestandes gut einpacken. In solchen Fall ist der&lt;br /&gt;
Nebenbestand ein wesentlicher Bestandteil des Produktionskonzeptes. Es ist empfehlenswert,&lt;br /&gt;
ihm schon von Beginn der Gründung des [[Hauptbestand|Hauptbestandes]] einzubringen bzw. während der&lt;br /&gt;
ganzen Phase der Pflegeeingriffe die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Dies gilt&lt;br /&gt;
hauptsächlich für das Waldbauziel der [[Baumart:Eiche|Eichen]]-Qualitätsholzproduktion, aber auch für andere&lt;br /&gt;
Baumarten wie etwa [[Baumart::Ulme]] und [[Baumart::Linde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem eines solchen [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] mit [[Erziehung|erzieherischer Funktion]] besteht darin, dass er&lt;br /&gt;
einerseits dem [[Hauptbestand]] immer untergeordnet und auf den Wuchsraum unterhalb der&lt;br /&gt;
Kronenschicht der Hauptbaumarten begrenzt bleibt, trotzdem aber praktisch während der&lt;br /&gt;
ganzen Produktionsdauer genügend dicht sein muss, um die Erfüllung seiner Funktion&lt;br /&gt;
gewährleisten zu können. Dazu ist notwendig, dass die Baumarten, welchen diese Rolleübertragen wird, einerseits den Schatten gut ertragen, sich aber andererseits auch nicht zu&lt;br /&gt;
schnell entwickeln, da sonst das Risiko besteht, dass sie in die Kronen der Eichen in der&lt;br /&gt;
Hauptschicht einwachsen. Ferner müssen die Baumarten des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] sich auch&lt;br /&gt;
ausreichend verjüngen können, um eventuelle unvermeidliche bzw. unvorhergesehene Ausfälle&lt;br /&gt;
ersetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die [[Baumart::Winterlinde]], die [[Baumart::Hagebuche]] und die [[Baumart::Buche]] können gleichzeitig all diese&lt;br /&gt;
einschränkenden Anforderungen erfüllen. Auch [[Holzart::Nadelholz|Nadelbäume]], namentlich [[Baumart::Tanne]] und [[Baumart::Fichte]],&lt;br /&gt;
könnten diese Funktionen während einer gewissen Zeit erfüllen. Aus Gründen von&lt;br /&gt;
Verjüngungsschwierigkeiten und insbesondere ihrer Tendenz, zu schnell von unten her in die&lt;br /&gt;
Hauptschicht einzuwachsen und dabei die Kronen der Wertträger zu durchdringen, sind sie&lt;br /&gt;
nicht zu empfehlen. Ferner ist bei den [[Holzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] das Risiko zu gross, dass sie in&lt;br /&gt;
Trockenperioden stark in Mitleidenschaft gezogen werden oder gar ganz ausfallen und dadurch&lt;br /&gt;
ihre Funktion nicht mehr ganz erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, aus der Sicht eines aktiven [[Baumart::Eiche|Eichen]]waldbaus mit einer Umtriebszeit von ungefähr 160&lt;br /&gt;
Jahren, empfiehlt man, im Falle der künstlichen Bestandesbegründung durch [[Pflanzung]], die&lt;br /&gt;
Begleitbaumart ebenfalls gleich zu Beginn, d.h. gleichzeitig mit den [[Baumart::Eiche|Eichen]] einzubringen. Die&lt;br /&gt;
untergeordnete Baumart hat sehr oft die Neigung, schneller als die [[Baumart::Eiche]] zu wachsen. Deshalb&lt;br /&gt;
ist es empfehlenswert, die Nebenbestandesbaumarten im Zuge der Jungwuchs- und allenfalls&lt;br /&gt;
auch der Dickungspflege, wenn nötig sogar mehrere Male, zurückzuschneiden (bzw. zu&lt;br /&gt;
köpfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In natürlich entstandenen Jungwüchsen soll die Entwicklung der Begleitbaumarten ebenfalls&lt;br /&gt;
sehr früh begünstigt werden. Der [[Nebenbestand]], der ja auf die Unterschicht beschränkt bleiben&lt;br /&gt;
muss und sich nur langsam entwickeln darf, muss aber ab der Stufe der Stangenholzes&lt;br /&gt;
genügend gut entwickelt sein. Da die [[Baumart::Eiche|Eichen]] aus erzieherischen Gründen in der Jugend, d.h.&lt;br /&gt;
auf jeden Fall während der Dickungsphase, noch dicht gehalten werden müssen, soll gut auf&lt;br /&gt;
die Regelung der Bestockungsdichte geachtet werden. Man stellt jedenfalls eine gute&lt;br /&gt;
Beziehung zwischen der Dichte des Eichenhauptbestandes, ausgedrückt in der Grundfläche,&lt;br /&gt;
und dem Ausmass der Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] fest (siehe [[Bild:: Abb_2.21.png|Abb. 2.21]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.21.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.21&#039;&#039;&#039;: Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] unter [[Baumart::Eiche|Eichen]]bestockungen in Abhängigkeit der Dichte der Hauptbestockung (gemessen an seiner Grundfläche). nach Schütz und Badoux (1979)[[Referenz::Schütz und Badoux;1979;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit kann man für die Jugenderziehung vorschlagen, die [[Baumart::Eiche|Eichen]] vorläufig eher dicht zu&lt;br /&gt;
behalten. Im Stangenholz dagegen, (wenn die Erziehung der [[Baumart::Eiche|Eichen]], d.h. die Bildung ihrer&lt;br /&gt;
Schaftachsen, mehr oder weniger abgeschlossen ist, wird dann die Dichte der Bestockung&lt;br /&gt;
merklich reduziert, um dadurch die Entwicklung und die Entfaltung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] zu&lt;br /&gt;
sichern. Letztendlich, ab dem starken Stangenholz, wenn sich der [[Nebenbestand]] soweit&lt;br /&gt;
entwickelt hat, dass er seine Funktion der Umhüllung der Stämme der Elitebäume erfüllen kann,&lt;br /&gt;
ist es empfehlenswert, die Stärke der Eingriffe wieder zu mässigen. Die Dichte von derart&lt;br /&gt;
gepflegten [[Baumart::Eiche|Eichen]]beständen folgt damit in der Jugend einem modulierten Verlauf, wie er in der&lt;br /&gt;
[[Bild:: Abb_2.22.png|Abbildung 2.22]] dargestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.22.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.22&#039;&#039;&#039;: Vorgeschlagene Bestockungsdichten bei der waldbaulichen Behandlung von [[Baumart::Eiche|Werteichen]], um die Entwicklung des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] zu fördern. nach Schütz und Badoux (1979)[[Referenz::Schütz und Badoux;1979;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141 | ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph., Badoux, E., 1979: Production de jeunes peuplements de chênes en relation avec la station. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. SS, 1: 5-141 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative besteht die Vorstellung, bei der Bestandesbegründung Samenbäume für den&lt;br /&gt;
[[Nebenbestand]] der Hauptbaumart extensiv zu vermischen (in sehr vereinzelten Truppen),&lt;br /&gt;
welche später für eine natürliche [[Entwicklungsstufe::Ansamung]] der Nebenbestandbaumarten sorgen sollen. Eine&lt;br /&gt;
weitere Alternative stellt die Methode der [[Baumart::Eiche]] ab der Dickungsstufe in sozial gleichwertiger&lt;br /&gt;
Mischung mit einer anderen [[Holzart::Laubholz|Laubbaumart]], vorzugsweise der Hagebuche, die der Gestaltung&lt;br /&gt;
des Wuchs- bzw. Kronenraumes dient, dar. Durch eine entsprechende Pflegepraxis sorgt man&lt;br /&gt;
allerdings dafür, dass die Begleitbaumart nicht zu stark dominiert. Dabei strebt man an, eine&lt;br /&gt;
Grundflächenhaltung des [[Baumart::Eiche|Eichen]]bestandes von nur etwa 8 m2 / ha zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dem auch sei, die Anwesenheit eines gut entwickelten [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] führt zu einer&lt;br /&gt;
Vereinfachung der Durchforstungseingriffe in den Entwicklungsstufen des Stangen- und&lt;br /&gt;
Baumholzes. Die Anwesenheit eines [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] erlaubt in der Tat eine viel feinere&lt;br /&gt;
Dosierung der Kronenbefreiungseingriffe. Um den [[Nebenbestand]] zu begründen, wählt man am&lt;br /&gt;
besten jene der erwähnten Arten, welche sich auf dem fraglichen Standort am wenigsten wohl&lt;br /&gt;
fühlt und welche deshalb unter diesen Bedingungen auch keine allzustarke Wuchskraft ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grösste Schwierigkeit bei der Nebenbestandespflege ist die Sicherung einer genügenden&lt;br /&gt;
Stabilität. Da die Nebenbestandesbäume im Halbschatten aufwachsen, haben sie die Tendenz,&lt;br /&gt;
sehr zierlich und feinwüchsig zu bleiben und unter Schneefällen oder starken Gewitterregen zu&lt;br /&gt;
leiden. Eine genügende Stabilität des [[Nebenbestand|Nebenbestandes]] erreicht man am besten, indem man&lt;br /&gt;
eine [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Struktur]] anstrebt. Dazu kann man, neben anderen Massnahmen zur Stabilisierung,&lt;br /&gt;
auch das Köpfen bzw. ein Zurückschneiden der Krone der Nebenbestandesbäume ins Auge&lt;br /&gt;
fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Nebenbestand]]&lt;br /&gt;
[[Category: Funktion des Nebenbestandes]]&lt;br /&gt;
[[Category: Klebast]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.4_Strukturkriterien&amp;diff=5389</id>
		<title>3.1.4 Strukturkriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.4_Strukturkriterien&amp;diff=5389"/>
		<updated>2017-02-18T14:31:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;[[Vertikale Struktur|Struktur]]&#039;&#039;&#039; versteht man die Art und Weise, wie die Bäume im vertikalen Raum&lt;br /&gt;
verteilt sind; während man unter &#039;&#039;&#039;[[Bestandesschluss]]&#039;&#039;&#039; die räumliche Anordnung der Baumkronen&lt;br /&gt;
im speziellen versteht. &lt;br /&gt;
Man unterscheidet folgende zwei Schlussarten (siehe Abb. 3.7):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.7.png|750px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.7 :&#039;&#039;&#039; Die zwei Formen des [[Bestandesschluss|Bestandesschlusses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der &#039;&#039;&#039;[[Horizontaler Bestandesschluss|horizontale Schluss]]&#039;&#039;&#039; charakterisiert den [[Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen Bestand]]. Die Kronen der Bäume füllen mehr oder weniger den gleichen Teil des Raumes aus. Dabei bilden sie eine oder auch mehrere [[Schicht|Schichten]], welche sich aber deutlich voneinander unterscheiden lassen.&lt;br /&gt;
*Der &#039;&#039;&#039;[[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Schluss]]&#039;&#039;&#039; charakterisiert [[Ungleichförmiger Bestand|ungleichförmige Bestände]], bei welchen sich die Kronen mehr oder weniger im ganzen vertikalen Raum verteilen und keine Schichtung erkennen lassen. Der [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Schluss]] ist charakteristisch für den [[Plenterwald]] oder allenfalls den [[Mittelwald in Überführung|Mittelwald in der Überführungsphase]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Formen des [[Bestandesschluss|Bestandesschlusses]] entsprechen den zwei Formen von Sylvigenese&lt;br /&gt;
nämlich die flächenweisen verjüngten Bestände einerseits und die Bestände mit kontinuierlicher Erneuerung wie beim [[Plenterwald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen Bestände]] mit [[Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden &#039;&#039;&#039;Schichten&#039;&#039;&#039;, innerhalb derjenigen&lt;br /&gt;
der [[Wettbewerb]] zwischen den einzelnen Individuen des Kollektivs extrem gross ist. Zumindest&lt;br /&gt;
innerhalb von natürlich entstandenen Bestockungen gibt es eine deutliche soziale Ausdifferenzierung&lt;br /&gt;
bzw. Hierarchisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschreibung der [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Bestände]] werden drei gleich hohe &#039;&#039;&#039;[[Höhenklasse|Höhenklassen]]&#039;&#039;&#039; ([[Obere Höhenklasse|obere]],&lt;br /&gt;
[[Untere Höhenklasse|untere]], [[Mittlere Höhenklasse|mittlere]]) gebildet. Sie grenzen sich entsprechend je zu einem Drittel der [[Oberhöhe]] ab.&lt;br /&gt;
Diese drei [[Höhenklasse|Höhenklassen]] repräsentieren die Lichtverhältnisse und somit auch die sich daraus&lt;br /&gt;
ergebenden Wachstumsverhältnisse im Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Vertikale Struktur]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesschluss]]&lt;br /&gt;
[[Category: Schicht]]&lt;br /&gt;
[[Category: Höhenklasse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=5388</id>
		<title>3.2.2 Für ungleichförmige Bestockungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=5388"/>
		<updated>2017-02-18T14:30:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Kraft&#039;sche Klassifikation ist in [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] nicht sinnvoll anwendbar, da sie sich im&lt;br /&gt;
Idealfall auf mehr oder weniger gleichaltrige, sich gegenseitig konkurrenzierende Individuen in&lt;br /&gt;
geschlossenen, gleichförmigen Kollektiven bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] sind neben der Menge des einfallenden Lichtes und der Fähigkeit eines&lt;br /&gt;
Baumes, dieses Licht ausnützen zu können noch weitere Eigenschaften für die individuelle&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung eines Baumes von Bedeutung. Dabei ist sowohl die unterschiedliche Vitalität&lt;br /&gt;
der Bäume wie auch deren unterschiedliche Fähigkeit zu einem sozialen Umsetzen in eine&lt;br /&gt;
höhere Stufe entscheidend. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zur Beschreibung einzelner&lt;br /&gt;
Bäume in gemischten und vor allem in [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] die sog. IUFRO-Klassifikation&lt;br /&gt;
(International Union of Forest Research Organisation), wie sie von Leibundgut (1965)[[Referenz::Leibundgut;1965;| ]]&lt;br /&gt;
vorgeschlagen wurde, zu verwenden. Es handelt sich um ein auf drei waldbaulichsoziologischen&lt;br /&gt;
und drei wirtschaftlichen Kriterien aufgebautem System aufgrund eines&lt;br /&gt;
Vorschlages von Schädelin (1931)[[Referenz::Schädelin;1931;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Jedes Kriterium wird in einer dreistufigen Skala den Werten gut (1), normal (2) oder schlecht (3) taxiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.19&#039;&#039;&#039;: IUFRO Klassifizierung für [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestockungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Category: IUFRO-Klassifizierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.6_Die_Bestockungsdichte&amp;diff=5387</id>
		<title>3.1.6 Die Bestockungsdichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.6_Die_Bestockungsdichte&amp;diff=5387"/>
		<updated>2017-02-18T14:29:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter dem Begriff [[Schlussgrad]] versteht man das Mass der Bedrängung der Kronen innerhalb&lt;br /&gt;
derselben Schicht. Der Begriff ist natürlich besonders für Bestände mit [[Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]]&lt;br /&gt;
von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann den &#039;&#039;&#039;[[Schlussgrad]]&#039;&#039;&#039; durch ein Dichtemass definieren, aber auch verbal auf folgende Art:&lt;br /&gt;
(siehe dazu auch Abb. 3.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Gedrängt|gedrängt]]:&#039;&#039;&#039; Die Kronen konkurrenzieren sich seitlich so stark, dass ihre normale, regelmässige Entwicklung nicht mehr gewährleistet ist; und dass deshalb vorwiegend asymmetrische, einseitige, deformierte und kurze Kronen (Kronenlänge unter ¼ der Baumlänge) entstehen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Normal|normal]]:&#039;&#039;&#039; Die meisten Kronen weisen eine Kronenlänge von &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; - &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; der Baumlänge auf. Die Kronen berühren sich. Zwischen den Kronen gibt es einzelne Zwischenräume. &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Licht|licht]]:&#039;&#039;&#039; Zwischen den einzelnen Kronen bestehen kleine Lücken, die jedoch so gering sind, dass noch eine gegenseitige Beeinflussung der Kronen, z.B. in Form von Beschattung oder Berührung bei Wind besteht.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Locker|locker]]:&#039;&#039;&#039; Zwischen den einzelnen Kronen bestehen so grosse Zwischenräume, dass eine gegenseitige Beeinflussung praktisch wegfällt. Es besteht zwar noch eine geringe gegenseitige Beschattung aber keine Berührung mehr bei Wind. Die vorhandenen Zwischenräume sind allerdings noch nicht so gross, um ganze normale Kronen einschieben zu können.&lt;br /&gt;
*räumig: Es kann nicht mehr von einem eigentlichen Kronenschluss gesprochen werden. Die Kronen sind aber noch ziemlich regelmässig verteilt. Einige Zwischenräume wären gross genug, um ganze Kronen einschieben zu können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Lückig|lückig]]:&#039;&#039;&#039; Der Kronenschluss weist so grosse Unterbrechungen, d.h. Löcher, auf, dass an jenen Stellen die Kronen mehrerer Bäume eingeschoben werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.8:&#039;&#039;&#039; Die Schlussgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Numerische Ausdrücke der [[Bestandesdichte]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl für eine rasche Schätzung der gesamten [[Bestandesdichte]], wie auch für wissenschaftliche&lt;br /&gt;
Studien der [[Wettbewerb|Wettbewerbsphänomene]], ist es notwendig, Ausdrücke für die Dichte zu&lt;br /&gt;
definieren, welche unabhängig vom [[Alter]] und vom Entwicklungszustand sind. Je nach&lt;br /&gt;
Ansprüchen verwendet man die folgenden verschiedenen numerischen Grössen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Deckungsgrad]]&#039;&#039;&#039; beschreibt jenen Anteil der Bestandesfläche, der durch die senkrechte&lt;br /&gt;
Kronenprojektion bedeckt ist. Er ist der Quotient aus der Summe aller Kronenprojektionen&lt;br /&gt;
(ohne Berücksichtigung der Kronenüberschneidungen) und der Gesamtfläche. [[Ein Deckungsgrad]]&lt;br /&gt;
von 1.0 bedeutet, dass die gesamte Fläche des Waldbodens in mindestens einfacher&lt;br /&gt;
Weise von Kronen überschirmt ist. Da gemäss Definition der [[Deckungsgrad]] mehrfache&lt;br /&gt;
Überschirmungen nicht berücksichtigt, kann er den Wert von 1.0 nicht übersteigen (siehe dazu&lt;br /&gt;
Abb. 3.9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.9_3.10.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Deckungsgrad]] lässt sich gutachtlich relativ leicht und rasch im Wald abschätzen. Dazu&lt;br /&gt;
schätzt man vorzugsweise zuerst seinen Reziprokwert, nämlich der nicht durch die&lt;br /&gt;
Kronenprojektion bedeckte Flächenanteil. Der [[Deckungsgrad]] eignet sich besonders bei&lt;br /&gt;
[[Bestandesbeschreibung|Bestandesbeschreibungen]]; und zwar sowohl für die Gesamtheit eines Bestandes wie auch für&lt;br /&gt;
die einzelnen [[Schicht|Schichten]] oder [[Höhenklasse|Höhenklassen]]. In diesem Fall entspricht die Summe der [[Deckungsgrad|Deckungsgrade]] der verschiedenen [[Schicht|Schichten]] oder [[Höhenklasse|Höhenklassen]] logischerweise nicht dem&lt;br /&gt;
[[Deckungsgrad]] das gesamten Bestandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Beschirmungsgrad]]&#039;&#039;&#039; ist eine ähnliche Grösse wie der [[Deckungsgrad]], allerdings mit dem&lt;br /&gt;
entscheidenden Unterschied, dass hier die mehrfachen Überschirmungen mitberücksichtigt&lt;br /&gt;
werden (siehe Abb. 3.10). Man definiert ihn als Quotient aus der Summe der ganzen Kronenprojektionen&lt;br /&gt;
aller Bäume des Bestandes und der Bestandesfläche. Diese Grösse ist für&lt;br /&gt;
numerische Verwendungen besonders angebracht, bei Vorliegen von Messungen der&lt;br /&gt;
Kronenbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum [[Deckungsgrad]] kann der [[Beschirmungsgrad]] den Wert von 1.0 manchmal&lt;br /&gt;
sehr deutlich überschreiten. Zwischen dem [[Deckungsgrad]] und dem [[Beschirmungsgrad]] von&lt;br /&gt;
gleichförmigen Beständen besteht gemäss Assmann (1961)[[Referenz::Assman;1961;| ]], eine Differenz von ungefähr 17-&lt;br /&gt;
18%. Gemäss unseren eigenen Beobachtungen liegt er in jungen Beständen nach Pflegeeingriffen&lt;br /&gt;
mittlerer Eingriffsstärke etwa bei 1,25. Im Falle von kräftigen Eingriffen ist noch etwa&lt;br /&gt;
ein Beschirmungsgrad von 1,10 zu erwarten, während man nach schwachen Eingriffen noch&lt;br /&gt;
etwa mit einem Wert von 1,40 rechnen kann. In [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]], insbesondere im&lt;br /&gt;
Plenterwald, kann er den Wert 2.0 oder mehr erreichen (siehe Abb. 3.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:abb_3.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.11:&#039;&#039;&#039; Unterschiede zwischen [[Deckungsgrad]] und [[Beschirmungsgrad]] am Beispiel von zwei [[Plenterwald|Plenterwäldern]]. Aufriss der Kronenprojektionen. (nach Schütz, 1979)[[Referenz::Schütz;1979;Schütz, J.-Ph., 1979: Le chêne est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z.Forstwes. 130, 12: 1047-1070.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1979: Le chêne est-il devenu l&#039;enfant pauvre de notre sylviculture? Schweiz. Z.Forstwes. 130, 12: 1047-1070.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Plenterwald]] von Les Joux (Oben) weist einen [[Beschirmungsgrad]] von 0,76 und einen [[Deckungsgrad]] von 0,65 auf. Der dichtere [[Plenterwald]] von Steffisburg (unten) weist einen [[Beschirmungsgrad]] von 1,71 und einen [[Deckungsgrad]] von 0,85 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Bestockungsgrad]]&#039;&#039;&#039; ist ein Ausdruck der [[Bestockungsdichte]] bei Betrachtung ihrer Produktion, d.h. unter Zugrundelegung einer Ertragstafel. Er gibt das Verhältnis zwischen der tatsächlich vorhandenen Grundfläche eines konkreten Bestandes und der theoretischen Grundfläche der Ertragstafel (Referenzmodellbestand) an, bei entsprechendem [[Alter]] und Bonität. Der [[Bestockungsgrad]] dient hauptsächlich als Bezugsgrösse für die Anpassung der Zuwachsschätzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren noch viele andere Ausdrücke für die [[Bestandesdichte|Dichte]], welche mehr oder weniger unabhängig vom Entwicklungszustand sind und hauptsächlich für Forschungsarbeiten gebraucht werden. Es sollen hier drei davon genannt werden, welche ein gewisses Interesse hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der [[Abstandskoeffizient]] von Hart und Becking&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hart (1928)[[Referenz::Hart;1928;Hart, H.M.F., 1928: Stamtal en dunning, Een orienteerend onderzoek naar de beste plantwijdte en dunningswijze voor den djati. Veenman &amp;amp; Zonen, Wageningen, 219 S.| ]]ref&amp;gt;Hart, H.M.F., 1928: Stamtal en dunning, Een orienteerend onderzoek naar de beste plantwijdte en dunningswijze voor den djati. Veenman &amp;amp; Zonen, Wageningen, 219 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; und später Becking (1952)[[Referenz::Becking;1952;Becking, J.H., 1952: The economy of heavy thinning in Douglas-fir plantations (Neederl.). Nederl. Boschbouw Tidjschrift 24, 10: 257-269.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Becking, J.H., 1952: The economy of heavy thinning in Douglas-fir plantations (Neederl.). Nederl. Boschbouw Tidjschrift 24, 10: 257-269.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben einen  bestandskoeffizienten k entwickelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;k = A / (Ho∗100)&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei A der mittlere (quadratische) Abstand zwischen den Bäumen eines Bestandes. Er ist gleich 100 / N;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N die Stammzahl / ha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Ho die [[Oberhöhe]] (m) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k bezeichnet den relativen Abstand der Bäume proportional zur Höhe des Bestandes. Dieser&lt;br /&gt;
Koeffizient wurde ursprünglich für die Charakterisierung der [[Bestandessichte|Dichte]] junger Bestände gebraucht.&lt;br /&gt;
Da die Beziehung zwischen der Bestandeshöhe und der Dimension der Kronen oder dem&lt;br /&gt;
Abstand der Bäume nicht konstant ist, verändert sich der Koeffizient mit dem [[Alter]] und damit&lt;br /&gt;
weist er gewisse Grenzen auf. Der Gebrauch dieses Koeffizienten ist insbesondere unangebracht,&lt;br /&gt;
wenn der Höhenzuwachs bereits abgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der ^[[Mittlere Baumabstand|mittlere Baumabstand]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er leicht zu veranschaulichen ist, ist der [[Mittlere Baumabstand|mittlere Abstand]] der Bäume eines Bestandes ohne&lt;br /&gt;
Zweifel eines der einfachsten Kriterien zur Beschreibung der [[Bestandesdichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bäume eines Bestandes optimal verteilt sind, (Dreiecksverteilung, d.h. Besetzung der&lt;br /&gt;
Eckpunkte von gleichseitigen Dreiecken), so gilt die folgende Formel für die durchschnittliche,&lt;br /&gt;
von einem Baum eingenommene Fläche (a2) als Quadrat des Abstandes a:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;a&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; = ( 10000 ∗ 2 √3 ) / N = ( 10000 ∗ 1,155 ) / N&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;N entspricht dabei der Stammzahl pro ha.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit beträgt der Raumausnützungsfaktor nicht immer genau 1.155 (d.h. 2 * Wurzel 3), sondern nähert sich in alten Beständen dem Wert von 1.05[[Referenz::Schütz;1985;Schütz, J.-Ph., 1985: La production de bois de qualité dans la forêt jardinée. Ann. Gembloux 91: 147-161.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1985: La production de bois de qualité dans la forêt jardinée. Ann. Gembloux 91: 147-161.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mittlere Abstand (a) zwischen den Bäumen beträgt also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;a = √ ( 11550 / N ) = 107,5 / √ N .&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die [[Kronenbedrängungsgrad]] (Schütz, 1984)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Koeffizient, welcher anhand der Messungen der Kronenprojektionen berechnet wird, gibt&lt;br /&gt;
die mittlere gegenseitige Überdeckung der Kronenprojektion an; und zwar in % des mittleren&lt;br /&gt;
Abstandes zwischen den Kronen (oder in % des mittleren Kronendurchmessers).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;K&amp;lt;sub&amp;gt;BG&amp;lt;/sub&amp;gt; = KD ∗ √ N / 107.5&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;KD ist dabei die mittlere Kronenbreite.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;N die Stammzahl pro ha.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein K&amp;lt;sub&amp;gt;BG&amp;lt;/sub&amp;gt; von 1,1 zeigt an, dass sich die Kronen im Mittel auf 10% ihrer Breite überschneiden. Die&lt;br /&gt;
Vorteile dieser Formel liegen in der konkreten Darstellung des seitlichen [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]&lt;br /&gt;
zwischen den Kronen und der Tatsache, dass die Grössen direkt im Bestand geschätzt oder&lt;br /&gt;
gemessen werden können. Eine direkte Messung der Kronenprojektionen ist nicht unbedingt&lt;br /&gt;
notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss unseren Beobachtungen in relativ jungen, [[Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen Beständen]], variieren die&lt;br /&gt;
Kronenbedrängungsgrade KKB zwischen folgenden Werten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1,0 zeigt in [[Pflanzung|Pflanzungen]], dass der Moment des [[Bestandesschluss|Bestandesschlusses]] erreicht ist. In älteren Beständen zeigt dieser Wert der Beginn einer Unterbrechung des Kronenschlusses an.&lt;br /&gt;
*1,1 entspricht der [[Bestockungsdichte]] nach kräftigen Pflegeeingriffen.&lt;br /&gt;
*1,2 ist die Dichte von normal gepflegtem [[Stangenholz]] und [[Schwaches Baumholz|schwachem Baumholz]].&lt;br /&gt;
*1,8 ist die maximale Dichte von selbstbelassenen Beständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1984;| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke. Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Schlussgrad]]&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesdichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.7_Aggregationskriterien_(sog._Textur_der_Bestockungen)&amp;diff=5386</id>
		<title>3.1.7 Aggregationskriterien (sog. Textur der Bestockungen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.7_Aggregationskriterien_(sog._Textur_der_Bestockungen)&amp;diff=5386"/>
		<updated>2017-02-18T14:28:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter &#039;&#039;&#039;Textur&#039;&#039;&#039; versteht man die Art und Weise, wie die einzelnen Baumarten mengenmässig&lt;br /&gt;
vertreten sind und in welcher Aggregierungsform sie vorkommen. Dieses Kriterium wird auch&lt;br /&gt;
als &#039;&#039;&#039;horizontale Struktur&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret geht es darum, das Mischungsmosaik der Baumarten im Innern eines Bestandes zu&lt;br /&gt;
definieren. Um dies zu beschreiben, beurteilt man an erster Stelle die &#039;&#039;&#039;Mischungsart&#039;&#039;&#039;, d.h. die&lt;br /&gt;
im Bestand vorhandenen Baumarten, den &#039;&#039;&#039;Mischungsgrad&#039;&#039;&#039; oder die Häufigkeit (Flächenanteile)&lt;br /&gt;
der verschiedenen Arten und schliesslich die &#039;&#039;&#039;Mischungsform&#039;&#039;&#039;, d.h. die Art und Weise, wie sich&lt;br /&gt;
die verschiedenen Baumarten gruppieren. Die Schätzung der Mischungsverhältnisse wird&lt;br /&gt;
gewöhnlich für jede Schicht separat vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Mischungsart&#039;&#039;&#039; gibt die vorhandenen Baumarten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Mischungsgrad&#039;&#039;&#039; gibt die Flächenanteile der einzelnen Baumarten in Prozent der durch die&lt;br /&gt;
Kronenprojektion bedeckten Fläche für die entsprechende Bestandesschicht an. Als Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40 Fi, 40 Bu, 20 WiLi. (Abkürzungen der Baumarten auf Tabelle 3.13.) Um in einer&lt;br /&gt;
Beschreibung den Mischungsgrad verbal zu umschreiben, verwendet man ausserdem die&lt;br /&gt;
folgenden, üblichen Adjektive:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;vereinzelt:&#039;&#039;&#039; Nur mit wenigen Individuen und unregelmässig vertreten.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;eingesprengt:&#039;&#039;&#039; Flächenanteil unter 10 % ; jedoch einigermassen gleichmässig verteilt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;beigemischt:&#039;&#039;&#039; Flächenanteil 10 bis 40 % ;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;gemischt:&#039;&#039;&#039; Die erwähnten Baumarten sind mit annähernd gleichen Flächenanteilen von über 40 % vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:abb3.12.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.12:&#039;&#039;&#039; Die Textur oder Aggregationsform der Baumarten in einer Bestockung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Mischungsform&#039;&#039;&#039; beschreibt die Aggregationsform der beigemischten Baumarten (die&lt;br /&gt;
Grösse der Mosaikkomponenten). Dabei gelten als Gruppierungsmuster:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der &#039;&#039;&#039;Einzelständer&#039;&#039;&#039; (e): Einzeln oder evtl. paarweise vorhandene Bäume, die sich vonihrer Umgebung deutlich unterscheiden.  &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Der Trupp&#039;&#039;&#039; (t): Kleine, sich von der Umgebung unterscheidende Gruppierung von einigen Bäumen, die in der Baumholzstufe weniger als etwa 5 Bäume enthält und deshalb auch maximal 5 Aren gross ist. &lt;br /&gt;
*Die &#039;&#039;&#039;Gruppe&#039;&#039;&#039; (g): 5-10 Aren grosse Gruppierung von Bäumen, die in der Baumholzstufe mehr als 5 Bäume ausmachen. &lt;br /&gt;
*Der &#039;&#039;&#039;Horst&#039;&#039;&#039; (h): Gruppierung von Bäumen mit einheitlicher Zusammensetzung in einer Ausdehnung von 10-50 Aren. Seine Flächenausdehnung reicht für eine selbständige langfristige Zielsetzung nicht aus, da u.a. eine dauerhafte Kernzone nicht vorhanden ist. Im Rahmen einer Taxation wird deshalb der Horst normalerweise nicht als  unabhängige Einheit ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall von horizontal, gleichförmigen Beständen ist die schichtweise Beschreibung der&lt;br /&gt;
Mischungsart, des Mischungsgrades und der Mischungsform ausreichend. Falls diese&lt;br /&gt;
Bestände aus mehr als einer Schicht bestehen, muss wohlverstanden die Textur jeder Schicht&lt;br /&gt;
separat auf diese Art und Weise beschrieben werden. Im Fall von ungleichförmigen, [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen&lt;br /&gt;
Beständen]] wird die Mischung für jede Höhenklasse separat betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Mischung wird im Grunde im wesentlichen für die Beschreibung der horizontalen&lt;br /&gt;
Anordnung der Komponenten eines Waldes sinnvoll. Gerade im Fall von Mischungen mit&lt;br /&gt;
untergeordneten Bestandteilen können nun aber die Inhalte der Begriffe Textur und Struktur&lt;br /&gt;
nicht immer sauber voneinander getrennt werden. In diesem Fall wird es notwendig, die&lt;br /&gt;
funktionelle Bedeutung und die Entwicklungsaussichten der verschiedenen Komponenten&lt;br /&gt;
(Schichten) eines Bestandes zu berücksichtigen. (siehe Abb. 3.14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von zwei- oder mehrschichtigen Beständen (auch zweistöckige oder zweihiebige Bestockungen&lt;br /&gt;
genannt) spricht man, wenn die vorhandenen Bestandeskomponenten in Form einer deutlichen&lt;br /&gt;
Bestandesschicht die gleiche Funktion haben, z.B. der Hauptproduktion. Dies ist zum Beispiel&lt;br /&gt;
bei Überhältern oder im Mittelwald der Fall. Besonders in diesem Fall wird jede der Schichten&lt;br /&gt;
getrennt, d.h. für sich alleine beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall &#039;&#039;&#039;untergeordneter Mischungen&#039;&#039;&#039; haben die unterstellten Komponenten eine andere&lt;br /&gt;
Funktion. Der [[Nebenbestand]] ist insofern [[Funktionelle Unterordnung|funktionell unterstellt]], da er eindeutig eine&lt;br /&gt;
Umhüllfunktion oder Schaffung eines günstigen Bestandesklimas oder noch bodenpflegerische&lt;br /&gt;
Funktion ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb3.14.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.14:&#039;&#039;&#039; Formen der untergeordneten Mischungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &#039;&#039;&#039;Zeitmischungen&#039;&#039;&#039; spricht man, wenn die Wirkung vereinigter Komponenten zeitlich&lt;br /&gt;
begrenzt ist. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der Mischung wesentlich früher entfernt wird als&lt;br /&gt;
der andere. Dies ist der Fall beim &#039;&#039;&#039;Vorbau&#039;&#039;&#039; (oder [[Pflanzung]] unter Schirm). Der begünstigende&lt;br /&gt;
Effekt, hier v.a. in Form des Frostschutzes, ist zeitlich auf die Phase der Installation der&lt;br /&gt;
Unterschicht beschränkt (siehe Abb. 3.15.) Zu dem Zeitpunkt, wo die Unterschicht das volle&lt;br /&gt;
Licht benötigt und den Frostschutz nicht mehr braucht, wird der Vorbau entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.15.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.15:&#039;&#039;&#039; Die Zeitmischungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Textur]]&lt;br /&gt;
[[Category: Horizontale Struktur]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mischungsart]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mischungsgrad]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mischungsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.1_F%C3%BCr_fl%C3%A4chig_verj%C3%BCngte_Bestockungen&amp;diff=5385</id>
		<title>3.2.1 Für flächig verjüngte Bestockungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.1_F%C3%BCr_fl%C3%A4chig_verj%C3%BCngte_Bestockungen&amp;diff=5385"/>
		<updated>2017-02-18T14:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Bestockungseinheiten als Planungseinheiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtheit der operationell eigenständigen Behandlungseinheiten werden als&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bestockungseinheit&#039;&#039;&#039; bezeichnet (vgl. [[Die Typologie: Grundlage der Waldbauanalyse|Kap. 3.1]]). Diese stellen per Definition die elementaren&lt;br /&gt;
Einheiten der waldbaulichen Entscheidungen dar. Somit untersteht jede Bestockungseinheit&lt;br /&gt;
einem spezifischen waldbaulichen Eingriff. Die Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten ist&lt;br /&gt;
also der erste Schritt für die waldbauliche Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ausscheidung dieser Bestockungseinheiten sind normalerweise die [[Bestandesform|Bestandesformen]]&lt;br /&gt;
(siehe [[Typologische Kriterien der Waldbauanalyse|Abschnitt 3.1.1]]) und, im Falle von Bestockungen mit horizontalem Schluss die&lt;br /&gt;
Entwicklungsstufe zu berücksichtigen. Weitere Kriterien sind die Baumartenzusammensetzung&lt;br /&gt;
(Textur), die Bestockungsdichte (Schlussgrad, Deckungsgrad) und allenfalls der Gesundheitszustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auflösungsgrad bei der Ausscheidung der Bestockungseinheiten einer &#039;&#039;&#039;Bestandeskarte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
hängt vom Detaillierungsgrad waldbaulicher Tätigkeit ab. Andersherum gilt es, die Übersicht&lt;br /&gt;
nicht zu verlieren. Üblicherweise ist der Detailierungsgrad der Ausscheidungen umso höher, je&lt;br /&gt;
jünger die entsprechenden Bestockungen sind und je intensiver und feiner die waldbauliche&lt;br /&gt;
Tätigkeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der Bestockungseinheiten beruht sowohl auf typologischen, wie auch auf&lt;br /&gt;
waldbaulichen Kriterien. Die Bestandeskarte wird üblicherweise im Massstab 1: 5000 erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Kurzformel der Bestandesbeschreibungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formalisierung der Bestandesbeschreibung in überschaubarer Kurzformel bezweckt die&lt;br /&gt;
Konzentration der Informationen für die Charakterisierung der Bestände auf eine möglichst&lt;br /&gt;
knappe und übersichtliche Art zusammenzufassen; so dass sie auf einen Blick verständlich ist&lt;br /&gt;
und das Wesentliche des Bestandesbildes wiedergeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:beschreibung_1.png|600px|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Verwendung von Abkürzungen, gebräuchlichen Zeichen, Indizes und Exponenten&lt;br /&gt;
beinhaltet die Formel die hauptsächlichen Merkmale der Bestockung. Sie strukturiert sich im&lt;br /&gt;
wesentlichen nach der Schlussart. Im Fall von Beständen mit horizontalem Schluss weist sie&lt;br /&gt;
gleichviele Zeilen auf, wie der Bestand Schichten enthält. Im Fall von ungleichförmigen&lt;br /&gt;
Beständen stehen die drei Zeilen für die drei Höhenklassen. Die Trennungslinien, welche die&lt;br /&gt;
einzelnen Zeilen unterstreichen, geben Auskunft über die Schlussart und den Schlussgrad der&lt;br /&gt;
einzelnen Bestandesschichten bzw. Höhenklassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(1)&#039;&#039;&#039; Am Kopf der Gesamtbeschreibung befindet sich die Angabe der [[Bestandesform]]. Im Fall&lt;br /&gt;
von Hochwald mit horizontalem Schluss wird an dieser Stelle die Entwicklungstufe&lt;br /&gt;
angegeben, welche folgendermassen abgekürzt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J, K, D, S1, S2, B1, B2 oder B3 für gleichförmige Hochwälder;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P, M, (M), N, (N) für die anderen [[Bestandesform|Bestandesformen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(2)&#039;&#039;&#039; Strukturangaben: Durchgezogene Linien (——) stehen für homogene Schichten in&lt;br /&gt;
gleichförmigen Beständen. Gestrichelte Linien (- - -) stehen für die Ungleichförmigkeit&lt;br /&gt;
der jeweiligen Höhenklassen (in [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]]) bzw. für eine Ungleichförmigkeit&lt;br /&gt;
von einzelnen Schichten in ansonsten gleichförmigen Bestockungen. Unterbrochene&lt;br /&gt;
(durchgezogene oder gestrichelte) Linien (—— —— oder - - - - - -) weisen auf einen&lt;br /&gt;
lückigen Schlussgrad und grössere Unterbrechungen der jeweiligen fraglichen Schicht&lt;br /&gt;
oder Höhenklasse hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(3)&#039;&#039;&#039; Die Mischungen: Die Mischungsart wird unter Verwendung der gebräuchlichen&lt;br /&gt;
Baumarten-Abkürzungen (siehe Tab. 3.13) beschrieben. Auch der Mischungsgrad wird&lt;br /&gt;
für jede Schicht bzw. Höhenklasse separat durch Prozentzahlen angegeben. Diese&lt;br /&gt;
Prozentzahlen geben die Anteile die einzelnen Baumarten (Mischungsgrade) an.&lt;br /&gt;
Baumarten, die aus der Sicht des Mischungsgrades von untergeordneter Bedeutung&lt;br /&gt;
sind, werden in Klammern zusammengefasst. Die Mischungsform wird durch tiefgestellte&lt;br /&gt;
Indizes (e, t, g oder h) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(4)&#039;&#039;&#039; Zuvorderst steht der Deckungsgrad des Gesamtbestandes. Am Beginn der einzelnen&lt;br /&gt;
Zeilen wird der Deckungsgrad der einzelnen Schichten bzw. Höhenklassen angegeben.&lt;br /&gt;
(5) Im Falle von alten Beständen, die schon für eine Verjüngung in Frage kommen würden,&lt;br /&gt;
gibt man die waldbauliche Brauchbarkeit (den waldbaulichen Wert) einer eventuell&lt;br /&gt;
bereits vorhandenen Verjüngung an. B = „brauchbar“, d.h. geeignet, um als Verjüngung&lt;br /&gt;
(mit)verwendet werden zu können. NB = „nicht brauchbar“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(6)&#039;&#039;&#039; Das [[Alter]] und die Höhe werden üblicherweise nur für die obersten bzw. die wichtigsten&lt;br /&gt;
Schichten oder Stufen angegeben. Die Höhe wird hier als [[Oberhöhe]] des Bestandes&lt;br /&gt;
definiert. Im Falle von Beständen mit horizontalem Schluss und mit mehreren Schichten&lt;br /&gt;
kann man auch deren [[Alter]] und Höhe angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(7)&#039;&#039;&#039; Die Qualität wird baumartenspezifisch und nur falls notwendig, d.h. bei merklicher&lt;br /&gt;
Abweichung der Normalqualität angegeben. Dies geschieht durch hochgestellte&lt;br /&gt;
Exponenten, deren Buchstaben den gebräuchlichen Abkürzungen der Schweizerischen&lt;br /&gt;
Holzhandelsgebräuche 2000 (für Rundholz) entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; wird für überdurchnittliche, ausgezeichnete Qualität verwendet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; für gute bis mittlere Qualität,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039; für mittlere bis unterdurchschnittliche Qualität und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039; für sägefähiges Holz, welches nicht in die oberen Klassen fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kurzformel wird von ergänzenden Bemerkungen begleitet, falls wichtige Merkmale nicht&lt;br /&gt;
berücksichtigt wurden. An dieser Stelle ist z.B. die Vitalität einer Bestockung zu erwähnen. Falls&lt;br /&gt;
notwendig, kann diese Kurzformel wesentlich vereinfacht werden; das ist insbesondere der Fall&lt;br /&gt;
bei jungen Beständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Beispiele zu Bestandesbeschreibungen unter Verwendung der Kurzformel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_2.png|750px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich hier um einen dichten, natürlichen Jungwuchs mit 60 % [[Baumart::Fichte|Fichten]], 20 %&lt;br /&gt;
truppweise beigemischten [[Baumart::Buche|Buchen]] sowie 20 % einzeln beigemischten Begleitbaumarten&lt;br /&gt;
([[Baumart::Winterlinde|Winterlinden]], [[Baumart::Hagebuche|Hagebuchen]] und [[Baumart::Kirschbaum|Kirschbäume]]). Dieser [[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]] ist 2 - 8 Jahre alt und hat&lt;br /&gt;
eine [[Oberhöhe]] von 80 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_3.png|450px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichförmiges, noch geschlossenes mittleres [[Baumart::Buche|Buchen-Baumholz]], mit 30 % einzeln beigemischten&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichten]] bei einem [[Alter]] von 80 Jahren und einer [[Oberhöhe]] von 35 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_4.png|450px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plenterwald mit einem Gesamt-Deckungsgrad von 80 % und einer [[Oberhöhe]] von 45 m. Die&lt;br /&gt;
oberste Höhenklasse besteht aus 60 % [[Baumart::Tanne|Tannen]], 30 % truppweise beigemischten [[Baumart::Fichte|Fichten]] mit&lt;br /&gt;
guter Qualität und 10 % gruppenweise beigemischten [[Baumart::Buche|Buchen]]. In der mittleren Höhenklasse&lt;br /&gt;
dominiert die [[Baumart::Tanne]] mit einem Anteil von 80 %. Ausserdem sind hier noch 10 % [[Baumart::Fichte|Fichten]]&lt;br /&gt;
truppweise und 10 % [[Baumart::Buche|Buchen]] beigemischt. Auch die unterste Höhenklasse ist reich an [[Baumart::Tanne|Tannen]].&lt;br /&gt;
Sie enthält aber ausserdem noch 5 % [[Baumart::Fichte|Fichten]] und 5 % gruppenweise gemischte [[Baumart::Buche|Buchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_5.png|700px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altes, gleichförmiges lückiges [[Baumart::Fichte|Fichten-Baumholz]] mit einem Deckungsgrad von 60%, einem&lt;br /&gt;
[[Alter]] von 120 Jahren und einer [[Oberhöhe]] von 37 m. Darunter befindet sich eine 2 - 4 m hohe&lt;br /&gt;
und 5 - 15 Jahre alte [[Entwicklungsstufe::Dickung]], die als Verjüngung brauchbar ist. Sie besteht zu 60 % aus&lt;br /&gt;
[[Baumart::Buche|Buchengruppen]], zu 20 % aus truppweise beigemischten [[Baumart::Tanne|Tannen]] und zu 20 % aus horstweise&lt;br /&gt;
beigemischten [[Baumart::Fichte|Fichten]]. Diese Unterschicht ist leicht spärlich ausgebildet. Sie bedeckt nur 10 %&lt;br /&gt;
der Fläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Image: beschreibung_6.png|800px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemaliger, heute in Überführung begriffener, oberholzreicher ehemaliger Mittelwald mit&lt;br /&gt;
ungleichförmiger Struktur und lückigem Deckungsgrad der einzelnen Schichten bzw.&lt;br /&gt;
Höhenstufen. Das Oberholz weist ein weit gestreutes [[Alter]] von 70 - 150 Jahren und eine&lt;br /&gt;
[[Oberhöhe]] von 30 m auf. Die oberste Höhenstufe bedeckt 60 % der Fläche. Sie besteht aus 40&lt;br /&gt;
% truppweise vorhandenen [[Baumart::Fichte|Fichten]], 30 % [[Baumart::Stieleiche|Stieleichen]], 20 % [[Baumart::Esche|Eschen]] und 10 [[Baumart::Bergahorn|Bergahornen]].&lt;br /&gt;
Während die Eschen nur von mangelhafter Qualität sind, weisen die [[Baumart::Fichte|Fichten]] und [[Baumart::Eiche|Eichen]] meist&lt;br /&gt;
sehr gute Qualität auf. Die mittlere Stufe bedeckt 30 % der Fläche und besteht zu 70 % aus&lt;br /&gt;
[[Baumart::Hagebuche|Hagebuchen]], zu 20 % aus [[Baumart::Feldahorn|Feldahornen]] und zu 10 % aus [[Baumart::Buche|Buchen]]. Ein schwaches Unterholz,&lt;br /&gt;
welches für die Verjüngung unbrauchbar ist, beinhaltet 70 % horstweise vertretene [[Baumart::Stieleiche|Stieleichen]],&lt;br /&gt;
20 % gruppenweise beigemischte [[Baumart::Esche|Eschen]] und 10 % truppweise beigemischte [[Baumart::Fichte|Fichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Kurzformel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.1_Geschichtliche_Entwicklung_der_Durchforstung&amp;diff=5384</id>
		<title>5.2.1 Geschichtliche Entwicklung der Durchforstung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.2.1_Geschichtliche_Entwicklung_der_Durchforstung&amp;diff=5384"/>
		<updated>2017-02-18T14:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ursprünglich ist man (insbesondere im Deutschland im 19. Jahrhundert) davon ausgegangen, dass obgleich die Durchforstungseingriffe und unabhängig davon, ob diese nun stark oder schwach ausfallen, die Volumenleistung auf den gesamten Produktionszeitraum bezogen (sog. Gesamtwuchsleistung) in etwa gleich bleiben würde. Dieser nur in bestimmtem Rahmen und grober Annährung geltende Grundsatz ist als Gesetz von Eichhorn (1904) bekannt geworden.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Eichhorn;1904;Eichhorn, F., 1904: Beziehungen zwischen Bestandeshöhe und Bestandesmasse. Allg. Forstu. J.-Ztg. 80: 45-49.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eichhorn, F., 1904: Beziehungen zwischen Bestandeshöhe und Bestandesmasse. Allg. Forstu. J.-Ztg. 80: 45-49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb_5.8.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 5.8: Zusammenhang zwischen periodischem Holzzuwachs und der Bestockungsdichte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Produktion wie Bestandesdichte sind hier relativ betrachtet und zwar gegenüber natürlichen (d.h. nicht durchforsteten) Bestockungen. Die Bestockungsdichte ist mit der sog. relativen mittleren Grundflächenhaltung dargestellt. D.h. als Mittelwert während der (möglichst langen) Beobachtungszeit der Grundflächenverhältnisse in Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ursprünglich von Tannenbestockungen unter sehr schwacher Durchforstungsstärke hergeleitet. Mitscherlich (1953)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich;1953;Mitscherlich. G., 1953: Der Eichenbestand mit Buchen- und Tannenunterstand. SchrReihe. Bad. forstl. VersAnst. 9, 1: 3-35.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Mitscherlich. G., 1953: Der Eichenbestand mit Buchen- und Tannenunterstand. SchrReihe. Bad. forstl. VersAnst. 9, 1: 3-35.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
am Beispiel der [[Baumart::Eiche]], und Assmann (1954)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Assmann;1954;Assmann, E., 1954: Grundflächenhaltung und Zuwachsleistung Bayerischer Fichten-Durchforstungsreihen. Forstw. Cbl. 73, 9/10: 257-271.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Assmann, E., 1954: Grundflächenhaltung und Zuwachsleistung Bayerischer Fichten-Durchforstungsreihen. Forstw. Cbl. 73, 9/10: 257-271.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
später Schober (1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1979;Schober, R., 1979: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil I. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 150, 7-8: 129-152.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1979: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil I. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 150, 7-8: 129-152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Beispiel der Fichte, hatten als erste aufgezeigt, dass diese Behauptung nicht ganz stimmt, und dass doch zumindest bezüglich der Volumenleistung mit zunehmender Eingriffsstärke es zuerst eine leichte Steigerung der Produktion (um 5 bis 15%) beim Produktivitätsoptimum und dann eine rapide Reduktion gibt (siehe Abb 5.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchforstungsfrage hat den Waldbau zutiefst geprägt. Um die Bedeutung der vielfältigen Varianten und Formen von Durchforstungen zu verstehen, muss man das Ganze in einem historischen Kontext analysieren. Abb. 5.9 versucht eine chronologisch verständliche Systematik der Entwicklungen dieser pflegerischen Waldbaueingriffe darzulegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.9.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.9: Geschichtlicher Hergang und Systematik der Entwicklung der Durchforstungsfrage.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus historischer Sicht muss man die Entwicklung der Durchforstung im Lichte der folgenden Tendenz der Polarisation zwischen Nieder- und Hochdurchforstung (oder auch dänische und deutsche Durchforstung) interpretieren. Einerseits war die Vorstellung in Deutschland nach dem Eichhorn&#039;schen Gesetz, dass die Maximierung der Gesamtwuchsleistung sich mit maximaler Bestockungsdichte ergibt. Das wurde im wesentlichen für [[Holzart::Nadelholz|Koniferenwälder]] Nordeuropas abgeleitet. So hat sich Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland die Durchforstung als sehr schwacher Eingriff entwickelt. Die Entnahme der sozial abgestiegenen Bäume verstand&lt;br /&gt;
sich bestenfalls als ihre vorzeitige Nutzung bevor sie abgestorben wären. Aus diesem Gedanken her ist die sog. Niederdurchforstung entstanden. Sie beabsichtigt, eigentlich nicht auf den Produktionsprozess Einfluss zu nehmen, sondern sie stellt nur die sinnvolle Gewinnung bzw. Verwendung der sozial absteigende Bäume bevor sie absterben dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu und eher für [[Holzart::Laubholz|Laubholzbestockungen]] (etwa [[Baumart::Buche]]) galt in Deutschland die Vorstellung, dass die Produktion in erwachsenen Bestockungen durch starke sog. Lichtwuchseingriffe gefördert werden kann. Daraus entsteht der sog. Lichtwuchsbetrieb, charakterisiert durch kräftige Durchforstungseingriffe. Der Lichtwuchs unterscheidet sich vom sog. Lichtungsbetrieb dadurch, dass letztere Eingriffe im wesentlich die Bestandeserneuerung anstreben unter langen Überlappung der Generationen, und zwar durch sukzessive, meistens schirmartige Verjüngungshieben erzielt. Der Lichtwuchs hingegen soll nur das Durchmesserwachstum der Altgeneration anregen, was zu einem sog. Lichtungszuwachseffekt führt durch Sortimentsprünge. Dies hat zu verschiedenen Durchforstungsvorschlägen geführt, wie der Seebacher Lichtungsbetrieb, Borggreve, sog. Plenterdurchforstung (die weniger mit der Plenterung zu tun hat als mit Zielstärkenutzung durch systematische Nutzung der Herrschenden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sog. Hochdurchforstung entwickelte sich zuerst in Dänemark für [[Baumart::Buche|Buchen-]] und [[Baumart::Eiche|Eichenbestände]] unter Einfluss von Graf Chr. von Reventlow (1801, 1812, 1879)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1801;Reventlow, Chr.D.P., 1801: Einsammlung nützlicher Erfahrung bezüglich der Vegetation und der Erziehung der Bäume und wie diese Erfahrung bei der Bewirtschaftung der Wälder verwendet werden können um den grössten Vorteil aus den Forsten zu Gewinnen. Dän. Gesellsch. Wissenschaft. In: Reventlow, 1934.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1801: Einsammlung nützlicher Erfahrung bezüglich der Vegetation und der Erziehung der Bäume und wie diese Erfahrung bei der Bewirtschaftung der Wälder verwendet werden können um den grössten Vorteil aus den Forsten zu Gewinnen. Dän. Gesellsch. Wissenschaft. In: Reventlow, 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1812;Reventlow, Chr.D.P., 1812: Influence de la situation des arbres sur leur végétation In: Perrin 1923.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1812: Influence de la situation des arbres sur leur végétation In: Perrin 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reventlow;1879;Reventlow, Chr.D.P., 1879: Forslag til en Forbedret skovdrift grundet paa undersögelser over traeernes vegetation i Danmark og slesvigs skove. Hauberg, Kobenhavn, 206&lt;br /&gt;
S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Reventlow, Chr.D.P., 1879: Forslag til en Forbedret skovdrift grundet paa undersögelser over traeernes vegetation i Danmark og slesvigs skove. Hauberg, Kobenhavn, 206 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach genauen Analysen der Wirkung von aktiver Durchforstung auf die Jahrringstruktur, die Umtriebszeit und den finanziellen Ertrag. Sie wurde dann von den Franzosen übernommen, im Wesentlichen für die Behandlung von [[Baumart::Eiche|Eichen-]] und [[Baumart::Buche|Buchenjungwäldern]]. Bagnéris und Broillard (1870)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bagnéris und Broillard;1870;Bagnéris, G., Broillard, Ch., 1870: Etude sur la production et l&#039;emploi du chêne en France. Rev. Eaux For. 9: 193-220; 241-258.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bagnéris, G., Broillard, Ch., 1870: Etude sur la production et l&#039;emploi du chêne en France. Rev. Eaux For. 9: 193-220; 241-258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschreiben diese grundlegend andere Durchforstungsart folgendermassen: &amp;quot;Il est essentiel à tous les âges de dégager la cime du chêne, sans cependant isoler son pied. On ne peut arriver&lt;br /&gt;
à ce résultat qu&#039;à la condition de faire tomber les hêtres qui dominent ou menacent de dominer les chênes et de conserver au contraire de préférence ceux qui sont dominés&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche aktive Durchforstungskonzeption wurde nach Ansicht von Perrin (1923, 1954)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Perrin;1923;Perrin, H., 1923: Le Danemark forestier. Ann. Ecole Nat. Eaux et For. et Stat. Rech. Et Expériences, 1, 1: 1-106.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Perrin, H., 1923: Le Danemark forestier. Ann. Ecole Nat. Eaux et For. et Stat. Rech. Et Expériences, 1, 1: 1-106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Perrin;1954;Perrin, H., 1954: Sylviculture II: Le traitement des forêts. Théorie et pratique des techniques sylvicoles. Ecole Nat. Eaux For., Nancy, 411 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Perrin, H., 1954: Sylviculture II: Le traitement des forêts. Théorie et pratique des techniques sylvicoles. Ecole Nat. Eaux For., Nancy, 411 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Frankreich zuerst von Boppe formuliert. Broillard, (1901)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Broillard;1901;Broillard, Ch., 1901: Des résultats de l&#039;éclaircie. Rev. Eaux For. 40: 1-10.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Broillard, Ch., 1901: Des résultats de l&#039;éclaircie. Rev. Eaux For. 40: 1-10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hebt mit Recht hervor, dass diese grundlegend andere Durchforstungskonzeption (siehe Abb. 5.10) versucht, auf die Produktion bzw. Mischung aktiv Einfluss zu nehmen. Sie leitet sich von den unterschiedlichen Eigenschaften der Kronen zwischen [[Holzart::Nadelholz|Nadelbäumen]] und [[Holzart::Laubholz|Laubbäumen]] und ihrer Reaktion auf Befreiungseingriffe logisch ab. Er formuliert dies folgendermassen: [Chez les feuillus ]&amp;quot;il est plus facile de desserrer sans interrompre le massif que d&#039;éclaircir des conifères sans les isoler; les cimes de ces derniers restant pyramidale, étroites et aigues ne s&#039;élargissent que lentement et ne s&#039;étalent jamais&amp;quot;. Die Hochdurchforstung wurde um 1890 von Schwappach in Deutschland eingeführt, der sie in Frankreich kennen gelernt hatte (Wenk et al., 1990)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Wenk et al.;1990;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenk et al.&amp;quot;&amp;gt;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie hat sich aber erst nach den 1970er Jahren durchgesetzt, unter Einfluss von Abetz (1975, 1976)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1975;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1976;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.10.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.10: Die zwei historischen Urformen der Durchforstungseingriffe: Die Hoch- und Niederdurchforstung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederdurchforstung entnimmt, je nach Eingriffsgrad, eine verschiedene Anzahl von Bäumen, wobei bei den sozial schwächsten Elementen einer Bestockung begonnen wird. So werden bei der Niederdurchforstung also zuerst die unterdrückten und beherrschten Individuen entfernt. Ursprünglich war die Niederdurchforstung durch schwache Eingriffe gekennzeichnet. Später, als man doch den günstigen Einfluss der Kronenbefreiung auf den Durchmesserzuwachs erkannte, insbesondere bei [[Holzart::Laubholz|Laubbaumarten], wurden unterschiedliche Grade der Niederdurchforstung entwickelt (siehe Tabelle 5.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.11.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.11: Die unterschiedlichen Durchforstungsarten gemäss internationaler Normen (IUFRO) für Durchforstungsversuche&#039;&#039;&#039;Wenk et al. 1990&lt;br /&gt;
[[Referenz::Wenk et al.;1990;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenk et al.&amp;quot;&amp;gt;Wenk, G., Antanaitis, V., Smelko, S., 1990: Waldertragslehre. Deutsch. Landwirtschaftsverlag, Berlin, 448 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Niederdurchforstung entfernt die Hochdurchforstung hauptsächlich Konkurrenzbäume, welche der oberen Kronenschicht angehören. Das heisst aber nicht, dass dies systematisch erfolgt, sondern nur zugunsten von ausgewählten förderungswürdigen Bäumen. Dies bezweckt einen optimalen Wirkungsgrad auf die Entwicklung ihrer Kronen. Weil diese Durchforstungsart insbesondere für die [[Baumart::Eiche|Eichenwirtschaft]] abgeleitet wurde, ist es auch logisch, dass man die sozial unteren Elemente der Bestockung sorgfältig behält als Stammschutz. Die sozial niedrigeren Bäume werden im Bestand belassen, und auf diese Weise bilden sie einen [[Nebenbestand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Durchforstung als Veredlungsmassnahme&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutliche Wende in der Durchforstungsfrage bringt Schädelin (1926, 1934)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1926;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schädelin&amp;quot;&amp;gt;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1934;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1934: Die Durchforstung als Auslese- und Veredlungsbetrieb höchster Wertleistung. Haupt, Bern &amp;amp; Leipzig, 96 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Formulierung der Prinzipien der pflegerischen Waldbehandlung. Die Durchforstung versteht sich im funktionellen Kontext des ganzen organischen Gebildes der Bestandeserziehung. Sie wird zur klaren Steuerung der Waldentwicklung eingesetzt, mit dem Ziel der Erreichung grösstmöglicher Wertschöpfung. Schädelin unterscheidet zwei Phasen in der Bestandespflege, bzw. zwei Durchforstungsarten: die Phase, wo die Auslese im Vordergrund steht, in jüngeren Bestockungen (etwa [[Entwicklungsstufe::Stangenholz]] bis schwaches Baumholz) und die Phase der Veredlung&lt;br /&gt;
durch Wuchsoptimierung. Für die erste entwickelt er die Auslesedurchforstung, für die zweite eine Lichtwuchsdurchforstung. Schädelin hat seine Überlegungen am Fallbeispiel der [[Baumart::Buche]] abgeleitet, was ihm ab und zu (zu unrecht) vorgeworfen wurde. In Wirklichkeit verstand er die aufgestellten Pflegeprinzipien als allgemein gültig. Nach Schädelin erfolgt die Auslese in sukzessiven Schritten. Die Anzahl ausgewählter Wertträger (die Auslesebäume) sind am Anfang des Ausleseprozesses in grösserer Zahl als am Schluss notwendig, um das Problem der Reaktion der Bäume auf die Befreiungseingriffe sowie des Ausscheidens von Auslesebäumen zu berücksichtigen. Wenn einmal die Auslese fertig ist, folgt die Lichtwuchsdurchforstung, die sich im wesentlichen um die Fortführung des Prozesses durch Standraumregulierung um die Auslesebäume konzentriert, um damit eine optimale Wuchsförderung zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Auslesedurchforstung ist es, die Auslesebäume so wirksam wie möglich vom Wettbewerbsdruck der direkten Nachbarsbäume (den Konkurrenten) zu befreien. In diesem Sinne ist es klar, dass die Auslesedurchforstung im Sinne der Hochdurchforstung einzustufen ist. Allerdings wie Schädelin (1926)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schädelin;1926;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schädelin&amp;quot;&amp;gt;Schädelin, W., 1926: Bestandeserziehung. Schweiz. Z. Forstwes. 77, 1: 1-15, 33-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
so treffend formuliert, gilt dies nur für den Zweck der Hochdurchforstung und nicht in der Methode. Es ist ziemlich naheliegend, dass eine solcheAuslesedurchforstung in erster Linie darauf ausgerichtet sein muss, die produktivsten Kronenbereiche, und damit die Lichtkrone der Wertträger möglichst effizient vom&lt;br /&gt;
Konkurrenzdruck zu befreien. Bei der Lichtwuchsdurchforstung geht die Durchforstung eher tendenziell in der sozialen Auswirkung zurück in Richtung der Niederdurchforstung. Dabei kommt es darauf an, wie stark (und oft) die Auslesebäume in früheren sukzessiven Auslesedurchforstungen bis dann ausgeschaffen wurden. Und hier gilt auch die Regel, dass die Wirkungseffizienz in Bezug auf das Ziel (Regelung des Wachstumsgangs) massgebend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Z-Baum-Auslesedurchforstung ging Abetz (1975, 1976)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1975;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1975: Ende oder Wende der Durchforstung? Allg. ForstZ. 30: 653.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Abetz;1976;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abetz, P., 1976: Reaktion auf Standraumerweiterungen und Folgeerscheinungen für die Auslesedurchforstung bei Fichte. Allg. Forst. u. J. Ztg. 147: 72-75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus der Vorstellung des Schädelin&#039;schen Konzeptes, den er übrigens als junger Praktikant im Lehr- und Forschungswald der ETH kennen gelernt hatte, hervor. Gegenüber dem Vorschlag von Schädelin ist hier im wesentlichen nur die Anzahl der Wertträger (die sog. Ziel-Bäume oder Z-Bäume) anders, indem die Z-Baum-Auslesedurchforstung von Beginn an nur die Bäume als Zukunfts- und Wertträger betrachtet, welche anzahlmässig der Endbestockung entsprechen (sog. Endstammzahlen). Dies erlaubt eine gezieltere und kostengünstige Ausrichtung der Eingriffe, insbesondere in nicht kostendeckenden Dimensionen. Im Konzept von Abetz gibt es keine Lichtwuchsdurchforstung, sondern eine Folge von Auslesedurchforstung, welche am Anfang bezüglich soziale Wirkung den Charakter der Hochdurchforstung und nach einigen Eingriffen der Niederdurchforstung haben. In der Regel soll ab der Lebenshälfte eine Schlagruhe einsetzen. Diese Sicht hat sich in Zusammenhang mit der negativen Folgewirkung der Nutzungen zumindest für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestände]] durchgesetzt, weil die Entwicklung von Kernfäulen, insbesondere ältere Bestockungen besonders befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die situative Auslesedurchforstung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Schritt in Vollendung der Auslesedurchforstung erfolgt dadurch, dass nur Bäume mit wirklichem Wertschöpfungspotential zur Förderung kommen, auch wenn sie weniger als die Endstammzahl einer vollen Bestockung ausmachen (Schütz, 1999, 2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;1999;Schütz, J.-Ph., 1999 : Erfassung der situativen Konkurrenz in gleichförmigen Fichtenbestockungen aufgrund physiologisch orientiertem Positionsparameter. In: Tagungsber. Jahrestagung Deutsch. Verband forstl. ForschAnst. Sektion Ertragskunde, 17.-19.Mai 1999 in Volpriehausen 70-78.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1999 : Erfassung der situativen Konkurrenz in gleichförmigen Fichtenbestockungen aufgrund physiologisch orientiertem Positionsparameter. In: Tagungsber. Jahrestagung Deutsch. Verband forstl. ForschAnst. Sektion Ertragskunde, 17.-19.Mai 1999 in Volpriehausen 70-78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die übrigen üben z.T. völlig andere Funktionen aus, z.B. ökologische und ästhetische. Immerhin gilt es, prinzipiell bei sog. situativen Auslesedurchforstungen, dass die Förderungsmassnahmen sich nicht auf den Bestand als ganzer richten, sondern auf bestimmte Einzelbäume. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst effizienter Waldpflege beruht heute auf einem Kompromiss zwischen Selbstentwicklung (Naturautomation) und der Notwendigkeit, rechtzeitig und im richtigen Ausmass in den Prozess einzugreifen. Das Konzentrationsprinzip führt zur Ausrichtung der Massnahmen auf eine möglichst knappe Anzahl von Zukunftsbäumen. Die Verbindung beider Prinzipien (Naturautomation und Konzentration) führt logischerweise zu sog. situativen Eingriffen. D.h. es werden bezüglich wertschöpfender Massnahmen nur die Z-Bäume betrachtet bzw. nur bei denjenigen eingegriffen, die es benötigen, und zwar differenziert je nach ihrem eigenen Entwicklungspotential.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Situativ, bezogen auf die Pflegeeingriffe, versteht sich sowohl bezüglich Position (Situation) der Z-Bäume (nur die besten) in der Bestockung als bezüglich ihrem Entwicklungspotential (nur soviel Entnahmen wie notwendig). Leitmotiv ist die Konzentration auf das Wesentliche. Bei zeitgemässen situativen Auslesedurchforstungskonzepten ist die Fragestellung sowohl &amp;quot;Was soll belassen werden bzw. was erledigt die Natur selbst?&amp;quot;, als auch &amp;quot;Was ist zu entnehmen?&amp;quot; Dies basiert auf der Erkenntnis, dass es in jeder Bestockung eine gewisse Anzahl von supervitalen und selbstherrschenden Bäumen gibt, die keine oder nur eine leichte Kronenraumbefreiung benötigen. Daneben gibt es solche, welche trotz genügender sozialer Position mehr Hilfe durch Kronenraumbefreiung brauchen (siehe Abb. 5.12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslesedurchforstung hat sich weitestgehend in West- und Zentraleuropa durchgesetzt, auch in Regionen, die früher eher Anhänger der Niederdurchforstungen waren, wie z.B. in Deutschland. Hier fand das Umdenken ab Ende der 70er Jahre und insbesondere dank der aktiven Vorreiterrolle von Peter Abetz statt. Weil beim Abetz&#039;schen Konzept bei der praktischen Umsetzung Gefahr besteht, dass der vorgeschriebene Endabstand zwischen den Z-Bäumen zu peinlich genau verfolgt wird und dabei Auslesekriterien ungenügend Gewicht gibt, wurde die sog. Gruppendurchforstung von Busse (1935)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Busse;1935;Busse, J., 1935: Gruppendurchforstung. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Busse, J., 1935: Gruppendurchforstung. Forstl. Wochenschr. Silva 23: 145-157.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Kato (1973)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kato;1973;Kato, F., 1973: Begründung der qualitativen Gruppendurchforstung. Habil. Schrift. Univ. Göttingen. 132 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kato, F., 1973: Begründung der qualitativen Gruppendurchforstung. Habil. Schrift. Univ. Göttingen. 132 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Kato et al. (1988)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Kato et al.;1988;Kato, F., Mülder, D., 1988: Qualitative Gruppendurchforstung der Buche: Wertentwicklung nach 20 Jahren. Allg. Forst. u. J.Ztg. 159: 51-56.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kato, F., Mülder, D., 1988: Qualitative Gruppendurchforstung der Buche: Wertentwicklung nach 20 Jahren. Allg. Forst. u. J.Ztg. 159: 51-56.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Mülder (1996)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mülder;1996;Mülder, D., 1996: Merkblatt zur Gruppendurchforstung. Wilhelm-Münker Stiftung, Siegen. 8 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Mülder, D., 1996: Merkblatt zur Gruppendurchforstung. Wilhelm-Münker Stiftung, Siegen. 8 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
vorgeschlagen. Sie gibt der Qualität den Vorrang und betrachtet den Respekt vorgeschriebener Distanzen zwischen den Wertträgern als völlig subsidiär, ja sogar überflüssig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.12.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 5.12: Konkurrenzgrad der entnommenen Konkurrenten in einer Bestockung. Die bezüglich sozialer Position Besten (Vitalsten und auch Stärksten) bedürfen für eine gute Entwicklung weniger Kronenbefreiung als die knapp Herrschenden oder die Mitherrschenden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Grad der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] (auf der Ordinatenachse) versteht man die Anzahl entnommener Konkurrenten (gewichtet mit ihrer Kreisfläche) im Verhältnis zur Kreisfläche des Auslesebaumes. Ein Konkurrenzgrad von 1,0 bedeutet, dass ein mindestens so dicker Konkurrent wie der Auslesebaum eliminiert wird (oder zwei weniger dicke). Fi/Ta starkes [[Entwicklungsstufe::Starkes Stangenholz]] Hirschthal ([[Alter]] 39, Do 27 cm). Nach Schütz (2000)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schütz;2000;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütz&amp;quot;&amp;gt;Schütz, J.-Ph. 2000: Kosteneffiziente Waldpflege. Wald und Holz 11/2000: 47-50 und 12/2000: 23-25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spezielle Formen der Durchforstungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Niederdurchforstungsidee lassen sich verschiedene Formen der Entnahmen von Durchforstungen, welche neutral wirken bezüglich sozialer Wirkung, ableiten. Es geht um eine Reihe von &#039;&#039;&#039;systematischen Durchforstungen&#039;&#039;&#039; mit unterschiedlichem Entnahmemuster. Sie verstehen sich heute meistens als Vorstufe zu weiteren Ausleseeingriffen in stammzahlmässig sehr dichten Jungbestockungen, oder für maschinelle Nutzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Hochdurchforstung lassen sich vikariierende Eingriffsformen im Sinne systematischer sozialer Entnahmen ableiten. Das ist mit der &#039;&#039;&#039;Borggreve-Durchforstung&#039;&#039;&#039; (verwirrenderweise auch Plenterdurchforstung benannt) der Fall, die prinzipiell die sozial herrschenden Elemente entnimmt, damit angeblich die Mitherrschenden und Niedrigeren profitieren können. Ähnlich geht es mit der Zielstärken-Nutzung (Reininger, 1987)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reininger;1987;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reininger&amp;quot;&amp;gt;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat sich gezeigt, dass sowohl die Borggreve-Durchforstung (Schober, 1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schober;1980;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schober, R., 1980: Massen-, Sorten- und Wertertrag der Fichte bei verschiedener Durchforstung. Teil II. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 151, 1: 1-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie auch Zielstärke-Nutzung (Spellmann, 1997; Knoke, 1998)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Spellmann;1997;Spellmann, H., 1997: Ertragsentwicklung im &amp;quot;LÖWE&amp;quot;-Wald der Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Forst u. Holz 52: 711-718.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., 1997: Ertragsentwicklung im &amp;quot;LÖWE&amp;quot;-Wald der Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Forst u. Holz 52: 711-718.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Knoke;1998;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Knoke, T., 1998: Die Stabilisierung junger Fichtenbestände durch starke Durchforstungseingriffe: Versuch einer ökonomischen Bewertung. Forstarchiv 69: 219-226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Produktivitätsverlusten in Volumen und Wert führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff Plenterdurchforstung verstehen wir seit Biolley (1901)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Biolley;1901;Biolley, B., l901: Le jardinage cultural. J. for. suisse 52, 6: 97-104 + 7/8: 113-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Biolley, B., l901: Le jardinage cultural. J. for. suisse 52, 6: 97-104 + 7/8: 113-131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine Eingriffsform, welche für die Überführung von noch nicht im idealen Plenterzustand sich befindlichen Bestockungen gilt (siehe dazu Skript der Plenterwald). Ähnlich geht es mit sog. &#039;&#039;&#039;Strukturdurchforstungen&#039;&#039;&#039; (Reininger, 1987; Goltz, 1991)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Reininger;1987;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reininger&amp;quot;&amp;gt;Reininger, H., 1987: Zielstärken-Nutzung oder die Plenterung des Altersklassenwaldes. Österreichisch. Agrarverlag, Wien, 163 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Referenz::Goltz;1991;Goltz, H. v.d., 1991: Strukturdurchforstung der Fichte: Ein Weg zu stufigen Bestandesaufbau. Allg. ForstZ. 46: 677-679.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Goltz, H. v.d., 1991: Strukturdurchforstung der Fichte: Ein Weg zu [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Bestandesaufbau]]. Allg. ForstZ. 46: 677-679.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Steuerung des Wuchsprozesses]]&lt;br /&gt;
[[Category:Die Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Geschichtliche Entwicklung der Durchforstung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bestand]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baumkollektiv]]&lt;br /&gt;
[[Category:Definition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.3_Entwicklungskriterien&amp;diff=5383</id>
		<title>3.1.3 Entwicklungskriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.1.3_Entwicklungskriterien&amp;diff=5383"/>
		<updated>2017-02-18T14:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sofern es sich nicht um Bestände mit ungleichförmiger [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufiger Struktur]] handelt, gehört das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Alter]]&#039;&#039;&#039; eines Bestandes zu den typologisch und waldbaulich bedeutendsten Kriterien. Das&lt;br /&gt;
[[Alter|Bestandesalter]] steht in engem Zusammenhang mit der Dynamik der Entwicklung (oder&lt;br /&gt;
Sylvigenese) eines Bestandes und den entsprechenden waldbaulichen Eingriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es schwierig ist, bei stehenden Bäumen das genaue [[Alter|Bestandesalter]] zu bestimmen, ist es&lt;br /&gt;
angebracht, die [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] der Bestände durch die Dimensionen der Bäume, genauer&lt;br /&gt;
gesagt durch deren &#039;&#039;&#039;Durchmesser&#039;&#039;&#039; gegeneinander abzugrenzen. Dazu verwenden wir den&lt;br /&gt;
Begriff des &#039;&#039;&#039;[[Oberdurchmesser|Oberdurchmessers]] (Do oder ddom)&#039;&#039;&#039;. Es handelt sich hierbei um den mittleren&lt;br /&gt;
Brusthöhendurchmesser der 100 dicksten Bäume (stärksten Stämme) pro Hektare. Es handelt&lt;br /&gt;
sich hier also um den mittleren BHD der stärksten Bäume, welcher jeweils im Umkreis von etwa&lt;br /&gt;
einer Are zu finden sind. Die &#039;&#039;&#039;[[Oberhöhe]] (hdom)&#039;&#039;&#039; wird in analoger Weise definiert. Der&lt;br /&gt;
[[Oberdurchmesser]] eines Bestandes ist relativ leicht zu erfassen und für den [[Hauptbestand]]&lt;br /&gt;
repräsentativer als der Mitteldurchmesser, der früher gebraucht wurde. Dies gilt insbesondere&lt;br /&gt;
für Bestände, welche einen Unterwuchs oder einen gut entwickelten Nebenbestand aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] sind in Oberdurchmesserklassen von 10 cm Breite unterteilt. Die&lt;br /&gt;
Bäume, die offensichtlich nicht dem zu beschreibenden Kollektiv angehören, so z.B. die&lt;br /&gt;
Überhälter, die extrem Vorwüchsigen und die Bäume eines Vorbaues, werden für die&lt;br /&gt;
Berechnung des [[Oberdurchmesser|Oberdurchmessers]] nicht miteinbezogen. Im besonderen Fall von zweischichtigen&lt;br /&gt;
Beständen, wo beide [[Schicht|Schichten]] für eine Hauptproduktion bestimmt sind, ist es&lt;br /&gt;
angebracht, den [[Oberdurchmesser]] für jede Schicht getrennt zu berechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterscheiden die folgenden [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die [[Entwicklungsstufe::Ansamung]] (A&#039;)&#039;&#039;&#039; beinhaltet die &#039;&#039;&#039;Keimlinge&#039;&#039;&#039; (junge Bäume, welche die Keimblätter noch&lt;br /&gt;
tragen) und den &#039;&#039;&#039;Aufwuchs&#039;&#039;&#039; (d.h. junge Bäume oder Sämlinge, mit verholztem Stängel, die erst&lt;br /&gt;
wenige Jahre alt sind und eine Höhe von maximal etwa 20-30 cm aufweisen). Dieser Zustand&lt;br /&gt;
verkörpert die Phase der Installation des jungen Waldes. Während dieser Zeit investieren die&lt;br /&gt;
Bäume ihre gesamten Kräfte in die Entwicklung ihres Tiefenwurzelsystems, um ein allfälliges&lt;br /&gt;
Austrocknen zu verhindern. Diese Phase der Entwicklung ist auch durch eine noch starke&lt;br /&gt;
Konkurrenzierung der kleinen Bäumchen durch die Unkrautvegetation der Krautschicht&lt;br /&gt;
gekennzeichnet. Im forstlichen Sprachgebrauch werden auch verschiedene Formen der&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Ansamung]] unterschieden, je nach der Verbreitungsart der Samen, nämlich einerseits den sog.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufschlag&#039;&#039;&#039; für Baumarten mit schweren Samen ([[Baumart::Eiche]], [[Baumart::Buche]], [[Baumart::Edelkastanie]], etc.) und&lt;br /&gt;
andererseits den &#039;&#039;&#039;Anflug&#039;&#039;&#039; für windverfrachtete Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der [[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]] (J, K)&#039;&#039;&#039; besteht aus jungen Bäumen, welche normalerweise die Krautschicht&lt;br /&gt;
überragen, jedoch die Höhe von 1.3 m, auf welcher üblicherweise der Stammdurchmesser&lt;br /&gt;
gemessen wird, in der Regel noch nicht erreicht haben. Nach der Art der Vermehrung&lt;br /&gt;
unterscheidet man zwischen dem &#039;&#039;&#039;[[Naturverjüngung|natürlichen Jungwuchs]] (J)&#039;&#039;&#039;, welcher aus natürlicher&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Ansamung]] hochgewachsen ist und der [[Pflanzung]] bzw. &#039;&#039;&#039;[[Kunstverjüngung|Kultur]] (K)&#039;&#039;&#039;. Für den [[Naturverjüngung|natürlichen&lt;br /&gt;
Jungwuchs]] sind eine sehr hohe Pflanzendichte und eine Variabilität im Alter und der Statur der&lt;br /&gt;
einzelnen Bäumchen kennzeichnende Merkmale. Oft vermag er die Fläche jedoch nur&lt;br /&gt;
unvollständig zu bedecken, was deshalb erlaubt künstliche Ausbesserungen oder [[Pflanzung|Ergänzungspflanzungen]]&lt;br /&gt;
in Betracht zu ziehen. Die [[Pflanzung|Kultur]] ist dadurch gekennzeichnet, dass der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kronenschluss&#039;&#039;&#039;, d.h. der Moment, in dem sich die Kronen der Bäume berühren und somit ein&lt;br /&gt;
kompaktes Kollektiv bilden, noch nicht erreicht ist. Aufgrund der Statur und der Höhe der&lt;br /&gt;
Bäume ist dieser Entwicklungszustand noch stark durch den Wildverbiss und durch Fröste&lt;br /&gt;
gefährdet. Die Frostgefährdung ist auf reliefbedingten Standorten wie Talkesseln, Depressionen&lt;br /&gt;
oder Mulden sehr hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickung]] (D)&#039;&#039;&#039;. Ab dem [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstadium]] grenzen sich die [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] in [[Oberdurchmesser]]-&lt;br /&gt;
Klassen von jeweils 10 cm ab. Die [[Entwicklungsstufe::Dickung]] stellt eine Jungbestockung mit einem [[Oberdurchmesser]] von maximal 10 cm dar. Dies ist der Lebensabschnitt, bei dem der&lt;br /&gt;
Kronenschluss im allgemeinen erreicht wird und bei welchem der [[Wettbewerb]] im Innern des&lt;br /&gt;
Kollektives beginnt und somit zu einer sozialen Differenzierung (Hierarchie) führt. Als weitere&lt;br /&gt;
typische Eigenschaft der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] kann auch ihre Undurchdringlichkeit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Formen des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] unterscheidet man zwischen der &#039;&#039;&#039;[[Interspezifische Konkurrenz|interspezifischen Konkurrenz]]&#039;&#039;&#039;, d.h. der Konkurrenz im eigentlichen Sinne, die den Kampf zwischen den jungen&lt;br /&gt;
Bäumen und der nicht baumartigen Vegetation beschreibt, und der &#039;&#039;&#039;[[Intraspezifische Konkurrenz|intraspezifischen Konkurrenz]]&#039;&#039;&#039; oder der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] zwischen den forstlich erwünschten Bäumen, in der Regel&lt;br /&gt;
derselben Art, (siehe Abb. 3.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:abb_3.3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.3&#039;&#039;&#039;: [[Wettbewerb::Interspezifische Konkurrenz|Interspezifische]] und [[Wettbewerb::Intraspezifische Konkurrenz|intraspezifische Konkurrenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das [[Stangenholz]] (S1, S2)&#039;&#039;&#039;. Während der [[Entwicklungsstufe]] des [[Stangenholz|Stangenholzes]] liegt der&lt;br /&gt;
[[Oberdurchmesser]] einer Bestockung zwischen 10 und 30 cm. Man unterscheidet &#039;&#039;&#039;[[Schwaches Stangenholz|schwaches&lt;br /&gt;
Stangenholz]] (S1)&#039;&#039;&#039;, mit einem [[Oberdurchmesser]] zwischen 10 und 20 cm und &#039;&#039;&#039;[[Starkes Stangenholz|starkes&lt;br /&gt;
Stangenholz]] (S2)&#039;&#039;&#039; mit einem DO zwischen 20 und 30 cm. Dies ist die Lebensphase, in der die&lt;br /&gt;
Bäume das stärkste Streckungswachstum aufweisen. Als Folge davon findet hier auch die&lt;br /&gt;
schnellste Zunahme des [[Wettbewerb|Wettbewerbs]] statt, da der von den Bäumen benötigte Lebens- bzw.&lt;br /&gt;
Kronen-Raum exponentiell zur Baumhöhe ansteigt. Die logische Folge davon ist eine immer&lt;br /&gt;
deutlicher ausgeprägte soziale Ausdifferenzierung innerhalb des Kollektives, was den Beginn&lt;br /&gt;
des Phänomens der natürlichen [[Astreinigung]] darstellt sowie im Endeffekt zum Absterben bzw.&lt;br /&gt;
zum Ausscheiden der sozial niedrigsten Elemente Siehe Abb. 3.4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.4.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.4:&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung und ihre Folgen in der Entwicklungsstufe des Stangenholzes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Mortalität unterscheidet man zwischen dem &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheiden ersten&lt;br /&gt;
Grades&#039;&#039;&#039;, durch das Ausscheiden der Bäume aufgrund äusserer (exogener) Einflüsse (Fröste,&lt;br /&gt;
Krankheiten) gegenüber dem &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheiden des zweiten Grades&#039;&#039;&#039; unter dem Effekt&lt;br /&gt;
des Wettbewerbes. Letzterer wird umso grösser, je länger mit den künstlichen, regulierenden&lt;br /&gt;
Waldbaueingriffen zugewartet wird und je gemässigter und zurückhaltender sie ausfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] bewirkt eine Erhöhung des &#039;&#039;&#039;Schlankheitsgrades&#039;&#039;&#039; der Stämme oder das &#039;&#039;&#039;h/d Verhältnis&#039;&#039;&#039;. Als Folge davon erhöht sich auch das Risiko von Schäden durch aufliegende&lt;br /&gt;
Schneelasten (Schneebruch- und Schneedruckschäden). Nach den Beobachtungen von Kodrik&lt;br /&gt;
(1970, 1972, 1982)[[Referenz::Kodrik;1970;Kodrik, J., 1970: Die Stabilität der Tanne gegen Schneebrüche. Lesnice Prace 49: 74-77.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kodrik, J., 1970: Die Stabilität der Tanne gegen Schneebrüche. Lesnice Prace 49: 74-77.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Kodrik;1972;Kodrik, J., 1972: Der Einfluss der bestandesbildenden Faktoren auf die Beschädigung der&lt;br /&gt;
Tannenbestände durch Schnee. Acta Fac. forest. Zvolen 14: 115-129.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kodrik, J., 1972: Der Einfluss der bestandesbildenden Faktoren auf die Beschädigung der&lt;br /&gt;
Tannenbestände durch Schnee. Acta Fac. forest. Zvolen 14: 115-129.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Kodrik;1982;Kodrik, J., 1982: Beurteilung dispositiver Eigenschaften von Kiefernbeständen gegenüber der&lt;br /&gt;
Intensität von Schneebruchschäden. Lesnictvi 28, 1: 43-57.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kodrik, J., 1982: Beurteilung dispositiver Eigenschaften von Kiefernbeständen gegenüber der&lt;br /&gt;
Intensität von Schneebruchschäden. Lesnictvi 28, 1: 43-57.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Slowakei, lässt sich ein Maximum der Schneeschäden (Kronen- und Stammbrüche zusammengenommen) in den Altersklassen von 20-30 und 30-40 Jahre feststellen. Dabei fallen die Schäden in den gepflegten Beständen geringer aus als in unbehandelten. Bei korrekter Durchforstung betreffen sie ältere [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]]. Siehe dazu Abb. 3.5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_3.5.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 3.5&#039;&#039;&#039;: Häufigkeit von Schneebruchschäden in Abhängigkeit des [[Alter|Bestandesalters]] (nach Altersklassen) und des Pflegezustandes. nach Kodrik, in: Rottmann (1985)[[Referenz::Rottmann;1985;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[Holzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rottmann, M, 1985: Schneebruchschäden in [[Holzart::Nadelholz|Nadelholzbeständen]]. Sauerländer&#039;s Frankfurt, 159 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterteilung in [[Schwaches Stangenholz|schwaches]] und [[Starkes Stangenholz|starkes Stangenholz]] ist insbesondere aus pflegeorganisatorischen&lt;br /&gt;
Gründen wichtig. Im [[Schwaches Stangenholz|schwachen Stangenholz]] werden die Eingriffe zur&lt;br /&gt;
Stammzahlreduktion noch mit dem Gertel oder anderen manuellen Werkzeugen ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Bezeichnung [[Jungwald]] versteht man die Gesamtheit aller [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] vom&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]] bis zum [[Stangenholz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referezen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das [[Baumholz]] (B1, B2, B3)&#039;&#039;&#039;. Ab einem [[Oberdurchmesser]] von 30 cm befindet sich eine&lt;br /&gt;
Bestockung in der [[Entwicklungsstufe]] des Baumholzes, welches man folgendermassen weiter&lt;br /&gt;
unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Schwaches Baumholz|schwaches Baumholz]] (B1): [[Oberdurchmesser]] zwischen 30 und 40 cm&lt;br /&gt;
*[[Mittleres Baumholz|mittleres Baumholz]] (B2): [[Oberdurchmesser]] zwischen 40 und 50 cm&lt;br /&gt;
*[[Starkes Baumholz|starkes Baumholz]] (B3): [[Oberdurchmesser]] über 50 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Durchmessers als Kriterium zur Bestimmung der [[Entwicklungsstufe]] hat vor&lt;br /&gt;
allem wirtschaftliche Gründe, da ja eine enge Beziehung zwischen der Dicke der Bäume und&lt;br /&gt;
den daraus anfallenden Sortimenten besteht. Die Grenze von 50 cm entspricht, für die&lt;br /&gt;
[[Holzart::Nadelholz|Nadelbäume]], im grossen und ganzen dem Übergang zur obersten Stärkenklasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Standorten mit schlechter Produktivität werden diese Dimensionen unter Umständen gar&lt;br /&gt;
nie erreicht. Folglich kann auf diesen Standorten, auch im Falle von physiologisch alten&lt;br /&gt;
Beständen, gar nicht mit eigentlichen starken Baumhölzern gemäss der obigen Definition&lt;br /&gt;
gerechnet werden. Andererseits hat aber auch die waldbauliche Behandlung selbst,&lt;br /&gt;
insbesondere der Durchforstungstätigkeit, einen deutlichen Einfluss auf die Entwicklungsstufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:tabelle_3.6.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.6 :&#039;&#039;&#039; Abgrenzung der Entwicklungsstufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Baumholz|Entwicklungsstufe des Baumholzes]] liegen die hauptsächlichen Risiken in den&lt;br /&gt;
Sturmschäden. Sie können in Form von &#039;&#039;&#039;Windbrüchen&#039;&#039;&#039; (Stamm-, Kronen- oder Stockbrüchen)&lt;br /&gt;
oder &#039;&#039;&#039;Windwürfen&#039;&#039;&#039; vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 3.6 fasst die gegenseitigen Abgrenzungen und hauptsächlichen Eigenschaften der&lt;br /&gt;
verschiedenen [[Entwicklungsstufe|Entwicklungsstufen]] zusammen. Die für die Höhe und die Dauer jedes&lt;br /&gt;
Entwicklungszustandes angegebenen Werte sind nur von hinweisendem Wert. Strikt gültig sie&lt;br /&gt;
sind nur für [[Baumart::Fichte]] unter mittleren Produktions- und Bonitätsbedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Alter]]&lt;br /&gt;
[[Category: Oberdurchmesser]]&lt;br /&gt;
[[Category: Oberhöhe]]&lt;br /&gt;
[[Category: Entwicklungsstufe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5382</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5382"/>
		<updated>2017-02-18T14:12:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.243.161: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare&lt;br /&gt;
Schichten aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben Schicht bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem gleichförmigen Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den herrschenden Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Kronenschluss erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der Bestandesdichte und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der Kronenschluss bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden Kronenschluss&lt;br /&gt;
(Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für gleichförmige und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für stufige Bestände mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.243.161</name></author>
	</entry>
</feed>