<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.242.91</id>
	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://students.siwawa.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=147.87.242.91"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/147.87.242.91"/>
	<updated>2026-09-01T06:41:22Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.0</generator>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=6264</id>
		<title>3.2.2 Für ungleichförmige Bestockungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=6264"/>
		<updated>2017-02-28T08:58:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.91: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die [[Soziale Stellung nach Kraft|Kraft&#039;sche Klassifikation]] ist in [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] nicht sinnvoll anwendbar, da sie sich im&lt;br /&gt;
Idealfall auf mehr oder weniger gleichaltrige, sich gegenseitig konkurrenzierende Individuen in&lt;br /&gt;
geschlossenen, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Kollektiven bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] sind neben der Menge des einfallenden Lichtes und der Fähigkeit eines&lt;br /&gt;
Baumes, dieses Licht ausnützen zu können noch weitere Eigenschaften für die individuelle&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung eines Baumes von Bedeutung. Dabei ist sowohl die unterschiedliche [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] der Bäume wie auch deren unterschiedliche Fähigkeit zu einem sozialen Umsetzen in eine&lt;br /&gt;
höhere Stufe entscheidend. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zur Beschreibung einzelner&lt;br /&gt;
Bäume in gemischten und vor allem in [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] die sog. IUFRO-Klassifikation&lt;br /&gt;
(International Union of Forest Research Organisation), wie sie von Leibundgut (1965)[[Referenz::Leibundgut;1965;| ]]&lt;br /&gt;
vorgeschlagen wurde, zu verwenden. Es handelt sich um ein auf drei waldbaulichsoziologischen&lt;br /&gt;
und drei wirtschaftlichen Kriterien aufgebautem System aufgrund eines&lt;br /&gt;
Vorschlages von Schädelin (1931)[[Referenz::Schädelin;1931;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Jedes Kriterium wird in einer dreistufigen Skala den Werten gut (1), normal (2) oder schlecht (3) taxiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.19&#039;&#039;&#039;: IUFRO Klassifizierung für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestockungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 3.19: IUFRO Klassifizierung für stufige Bestockungen&lt;br /&gt;
Definition und Abgrenzung der Klassifikationskriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhenklassen:&lt;br /&gt;
Der vom Bestand besetzte Luftraum wird in drei Stufen in Funktion der Oberhöhe unterteilt. Die Einzelbäume werden dementsprechend drei Höhenklassen zugewiesen:&lt;br /&gt;
*100  obere Höhenklasse: Am oberen Kronenschirm teilnehmend; Baumhöhe mehr als zwei Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
*200   mittlere Höhenklasse: Am oberen Kronenschirm nicht teilnehmend; Baumhöhe ein bis zwei Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
*300   untere Höhenklasse: Baumhöhe weniger als ein Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vitalitätsklassen:&lt;br /&gt;
Anhand des Gesundheitszustandes, des Wuchsvermögens und anderer Merkmale werden gutachtlich drei Vitalitätsklassen gebildet:&lt;br /&gt;
*10   üppig entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
*20   normal entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
*30   kümmerlich entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassen gemäss der sozialen Umsetzungstendenz:&lt;br /&gt;
Gemäss der gutachtlichen Beurteilung eines Baumes, seine soziale Position im Vergleich zu den Bäumen derselben Höhenklasse zu verändern, wird der Baum einer der drei Umsetzungs-klassen zugewiesen. Da sich diese Tendenz vor allem in der relativen Grösse des Höhen-wachstums äussert, beurteilt man dazu vor allem die Entwicklung der Höhentrieblängen.&lt;br /&gt;
*1   Bäume mit soziologisch aufsteigender Tendenz&lt;br /&gt;
*2   soziologisch gleichbleibende Bäume&lt;br /&gt;
*3   Bäume mit soziologisch absteigender Tendenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassen nach dem waldbaulichen Wert:&lt;br /&gt;
*400   Auslesebäume, die bezüglich ihrer Qualität, ihres Ertragsvermögens oder anderer Eigenschaften waldbaulich besonders wertvoll und daher förderungswürdig sind (Wertträger).&lt;br /&gt;
*500   Nützliche Nebenbäume, die entweder als Begleitbaum oder als Füllmaterial nützliche oder zur Erhaltung der Standortsgüte unentbehrliche Bestandesglieder darstellen.&lt;br /&gt;
*600   Schädliche Nebenbäume, welche die Auslesebäume behindern oder sonstwie die Wertholzerzeugung beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaftgüteklassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaftgüte muss je nach den örtlichen, wirtschaftlichen Verhältnissen und den für die einzelnen Baumarten geltenden Normen von Fall zu Fall anders gewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*40  Wertholz: Mindestens 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung mutmasslich wertholztauglich; also gemäss den Sortierungskriterien den Qualitäten A entsprechend. &lt;br /&gt;
*50  Normalholz: Mindestens 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung mutmasslich normalen Ansprüchen genügend; und damit der B-Qualität entsprechend.&lt;br /&gt;
*60  Fehlerholz: Weniger als 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung normalen Ansprüchen genügend. Damit ist die Mehrheit der Schaftmasse in D-Qualität zu erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kronenlängenklassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4  	langkronig: Die Kronenlänge beträgt mehr als die halbe Baumlänge.&lt;br /&gt;
*5 	mittelkronig: Die Kronenlänge liegt zwischen einem Viertel und der Hälfte der Baumlänge.&lt;br /&gt;
*6  	kurzkronig: Die Kronenlänge beträgt weniger als ein Viertel der Baumlänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel: Die IUFRO-Klassifikationsziffer 123.446 beschreibt einen Baum der Oberschicht, mit mittlerer Vitalität und einer absteigenden sozialen Umsetzungstendenz. Es handelt sich um einen Elitebaum mit guter Schaftqualität, der aber leider nur eine schlecht entwickelte Krone aufweist.&lt;br /&gt;
Es lässt sich nicht bestreiten, dass in dieser Klassifikation enge Zusammenhänge zwischen bestimmten Kriterien, z.B. zwischen der Kronenlänge und der Vitalität, bestehen. Deshalb sind nicht alle theoretisch möglichen Kombinationen auch realistisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Category: IUFRO-Klassifizierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.91</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=6263</id>
		<title>3.2.2 Für ungleichförmige Bestockungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=3.2.2_F%C3%BCr_ungleichf%C3%B6rmige_Bestockungen&amp;diff=6263"/>
		<updated>2017-02-28T08:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.91: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die [[Soziale Stellung nach Kraft|Kraft&#039;sche Klassifikation]] ist in [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] nicht sinnvoll anwendbar, da sie sich im&lt;br /&gt;
Idealfall auf mehr oder weniger gleichaltrige, sich gegenseitig konkurrenzierende Individuen in&lt;br /&gt;
geschlossenen, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Kollektiven bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] sind neben der Menge des einfallenden Lichtes und der Fähigkeit eines&lt;br /&gt;
Baumes, dieses Licht ausnützen zu können noch weitere Eigenschaften für die individuelle&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung eines Baumes von Bedeutung. Dabei ist sowohl die unterschiedliche [[hatAuslesekriterium::Vitalität|Vitalität]] der Bäume wie auch deren unterschiedliche Fähigkeit zu einem sozialen Umsetzen in eine&lt;br /&gt;
höhere Stufe entscheidend. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zur Beschreibung einzelner&lt;br /&gt;
Bäume in gemischten und vor allem in [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufigen Beständen]] die sog. IUFRO-Klassifikation&lt;br /&gt;
(International Union of Forest Research Organisation), wie sie von Leibundgut (1965)[[Referenz::Leibundgut;1965;| ]]&lt;br /&gt;
vorgeschlagen wurde, zu verwenden. Es handelt sich um ein auf drei waldbaulichsoziologischen&lt;br /&gt;
und drei wirtschaftlichen Kriterien aufgebautem System aufgrund eines&lt;br /&gt;
Vorschlages von Schädelin (1931)[[Referenz::Schädelin;1931;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schädelin, W., 1931: Ueber Klasseneinteilung und Qualifikation der Waldbäume. Schweiz. Z.&lt;br /&gt;
Forstwes. 82, 1: 1-12.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Jedes Kriterium wird in einer dreistufigen Skala den Werten gut (1), normal (2) oder schlecht (3) taxiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 3.19&#039;&#039;&#039;: IUFRO Klassifizierung für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestockungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 3.19: IUFRO Klassifizierung für stufige Bestockungen&lt;br /&gt;
Definition und Abgrenzung der Klassifikationskriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhenklassen:&lt;br /&gt;
Der vom Bestand besetzte Luftraum wird in drei Stufen in Funktion der Oberhöhe unterteilt. Die Einzelbäume werden dementsprechend drei Höhenklassen zugewiesen:&lt;br /&gt;
100  obere Höhenklasse: Am oberen Kronenschirm teilnehmend; Baumhöhe mehr als zwei Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
200   mittlere Höhenklasse: Am oberen Kronenschirm nicht teilnehmend; Baumhöhe ein bis zwei Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
300   untere Höhenklasse: Baumhöhe weniger als ein Drittel der Oberhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vitalitätsklassen:&lt;br /&gt;
Anhand des Gesundheitszustandes, des Wuchsvermögens und anderer Merkmale werden gutachtlich drei Vitalitätsklassen gebildet:&lt;br /&gt;
10   üppig entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
20   normal entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
	30   kümmerlich entwickelte Bäume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassen gemäss der sozialen Umsetzungstendenz:&lt;br /&gt;
Gemäss der gutachtlichen Beurteilung eines Baumes, seine soziale Position im Vergleich zu den Bäumen derselben Höhenklasse zu verändern, wird der Baum einer der drei Umsetzungs-klassen zugewiesen. Da sich diese Tendenz vor allem in der relativen Grösse des Höhen-wachstums äussert, beurteilt man dazu vor allem die Entwicklung der Höhentrieblängen.&lt;br /&gt;
1   Bäume mit soziologisch aufsteigender Tendenz&lt;br /&gt;
2   soziologisch gleichbleibende Bäume&lt;br /&gt;
3   Bäume mit soziologisch absteigender Tendenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassen nach dem waldbaulichen Wert:&lt;br /&gt;
400    Auslesebäume, die bezüglich ihrer Qualität, ihres Ertragsvermögens oder anderer Eigenschaften waldbaulich besonders wertvoll und daher förderungswürdig sind (Wertträger).&lt;br /&gt;
500   Nützliche Nebenbäume, die entweder als Begleitbaum oder als Füllmaterial nützliche oder zur Erhaltung der Standortsgüte unentbehrliche Bestandesglieder darstellen.&lt;br /&gt;
600	Schädliche Nebenbäume, welche die Auslesebäume behindern oder sonstwie die Wertholzerzeugung beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaftgüteklassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaftgüte muss je nach den örtlichen, wirtschaftlichen Verhältnissen und den für die einzelnen Baumarten geltenden Normen von Fall zu Fall anders gewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40  Wertholz: Mindestens 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung mutmasslich wertholztauglich; also gemäss den Sortierungskriterien den Qualitäten A entsprechend. &lt;br /&gt;
50 	Normalholz: Mindestens 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung mutmasslich normalen Ansprüchen genügend; und damit der B-Qualität entsprechend.&lt;br /&gt;
60  	Fehlerholz: Weniger als 50 % der Schaftmasse sind zur Zeit der Nutzung normalen Ansprüchen genügend. Damit ist die Mehrheit der Schaftmasse in D-Qualität zu erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kronenlängenklassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	4  	langkronig: Die Kronenlänge beträgt mehr als die halbe Baumlänge.&lt;br /&gt;
		5 	mittelkronig: Die Kronenlänge liegt zwischen einem Viertel und der Hälfte der Baumlänge.&lt;br /&gt;
	6  	kurzkronig: Die Kronenlänge beträgt weniger als ein Viertel der Baumlänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel: Die IUFRO-Klassifikationsziffer 123.446 beschreibt einen Baum der Oberschicht, mit mittlerer Vitalität und einer absteigenden sozialen Umsetzungstendenz. Es handelt sich um einen Elitebaum mit guter Schaftqualität, der aber leider nur eine schlecht entwickelte Krone aufweist.&lt;br /&gt;
Es lässt sich nicht bestreiten, dass in dieser Klassifikation enge Zusammenhänge zwischen bestimmten Kriterien, z.B. zwischen der Kronenlänge und der Vitalität, bestehen. Deshalb sind nicht alle theoretisch möglichen Kombinationen auch realistisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Category: IUFRO-Klassifizierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.91</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.2_Produktivit%C3%A4t_der_verschiedenen_Bestandteile_der_Krone&amp;diff=6262</id>
		<title>5.1.2 Produktivität der verschiedenen Bestandteile der Krone</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.2_Produktivit%C3%A4t_der_verschiedenen_Bestandteile_der_Krone&amp;diff=6262"/>
		<updated>2017-02-28T08:39:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.91: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Bedeutung des Nadelalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Arbeiten von Ladefoged (1946) [[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce] (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben gezeigt, dass, je nach dem Alter der Nadeln, beträchtliche Unterschiede in der photosynthetischen Brutto-Produktivität bestehen. Die Leistungsfähigkeit der Nadeln wird dabei mit zunehmendem Alter immer geringer. Bei der [[hatBaumart::Fichte]] zum Beispiel fällt 50 bis 60 % der totalen Assimilation auf die jüngsten Nadeln, d.h. auf diejenigen des laufenden Jahres an (siehe Abb. 5.2). Nimmt man auch noch die Nadeln des letzten Jahres hinzu, so leisten diese letzten zwei Nadeljahrgänge zusammen 80 bis 85 % der gesamten Assimilation. Ähnliche Ergebnisse liefert Woodmann (1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann ;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Douglasie]]: Sie zeigen, dass die einjährigen Nadeln nur noch 72 % der Leistung der neuesten Nadeln erbringen. Bei den zweijährigen Nadeln beträgt es noch 50 %, bei den dreijährigen noch 30 % und bei den vierjährigen gerade nur noch 15 %. Nach Künstle und Mitscherlich (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Künstle und Mitscherlich ;1975;Künstle E., Mitscherlich G., 1975: Photosynthese, Transpiration und Atmung in einem Mischbestand im Schwarzwald. Teil I. Allg. Forst u. J.-Ztg. 146, 3/4: 45-63.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Künstle E., Mitscherlich G., 1975: Photosynthese, Transpiration und Atmung in einem Mischbestand im Schwarzwald. Teil I. Allg. Forst u. J.-Ztg. 146, 3/4: 45-63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zeigt sich der Produktionsvorteil der neugebildeten Nadeln gegenüber den älteren Nadeln bereits ab dem Monat Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.2.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.2: Zusammenhang zwischen Nadelalter und photosynthetischer Leistung am Beispiel von zwei [[hatBaumart::Fichte|Fichten]] (Alter 21, Höhen 11 und 9 m) unterschiedlicher sozialen Stellung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce] (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet, dass im wesentlichen die &#039;&#039;&#039;Peripherie der Krone&#039;&#039;&#039; eines [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelbaumes]] wirklich &#039;&#039;&#039;effizient assimilieren&#039;&#039;&#039; kann und erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Reaktion einer Krone auf einen [[hatPflegemassnahme::Durchforstung|Durchforstungseingriff]] umso stärker und damit besser sein wird, je grösser das aktuelle Höhenwachstum des Baumes ist. In der Tat erlaubt ein rasches Höhenwachstum dem Baum seine Blattoberfläche in der Lichtkrone, und damit in jenem Teil, der für die Photosynthese am günstigsten ist, rasch zu vergrössern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die verschiedenen Arten von Nadeln und Blättern und deren Produktivität&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der morphologische Unterschied zwischen den Licht- und Schattenblättern liegt vor allem darin, dass die Lichtblätter auf ihrer Blattoberseite ein Palisadengewebe aufweisen, das sie vor oberflächlicher Austrocknung schützt (siehe Abb. 5.3). Es bestehen aber auch Unterschiede im morphologischen Aufbau der Chloroplasten (Lichtenthaler et al., 1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Lichtenthaler et al.;1981;Lichtenthaler, H.K., Buschmann C., Döll, M., et al., 1981: Photosynthetic activity, chloroplase ultrastructure, and leaf characteristics of high-light and low-light plants and of sun and shade leaves. Photosynthesis Res. 2: 115-141.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lichtenthaler, H.K., Buschmann C., Döll, M., et al., 1981: Photosynthetic activity, chloroplase ultrastructure, and leaf characteristics of high-light and low-light plants and of sun and shade leaves. Photosynthesis Res. 2: 115-141.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein Lichtblatt ist also, im Verhältnis zu seiner Oberfläche, schwerer als ein Schattenblatt. Je nachdem, ob man das Assimilationspotential in Abhängigkeit der Blattmasse oder der Blattoberfläche bezieht, erhält man entgegengesetzte Ergebnisse. Nach Ducrey (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ducrey;1981;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
assimilieren auf die Volumeneinheit bezogen, die Licht- und die Schattenblätter ungefähr gleich viel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.3: Morphologische Unterschiede zwischen Licht- und Schattenblättern.&#039;&#039;&#039;Matile 1981&lt;br /&gt;
[[Referenz::Matile;1981;Matile, Ph., 1981: Allgemeine Biologie. Inst. f. allg. Botanik ETH-Z, Zürich, 372 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Matile, Ph., 1981: Allgemeine Biologie. Inst. f. allg. Botanik ETH-Z, Zürich, 372 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Künstle und Mitscherlich (1975)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich ;1975;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
vermag bei konstantem Licht ein Schattenblatt, bei gleichem Blattgewicht, sogar etwas mehr zu assimilieren als ein Lichtblatt. Weil die Lichtbedingungen unterschiedlich sind, produziert aber die [[Schattenkrone]] unter natürlichen Bedingungen weniger als die Lichtkrone. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Belaubung der [[hatBaumart::Buche]] zum Zeitpunkt des Austreibens (siehe Tab. 5.4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.4.png|600px]]&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Douglasie| ]][[hatBaumart::Waldföhre| ]][[hatBaumart::Buche| ]][[hatBaumart::Birke| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.4: Photosynthetische [[Produktion|Produktion]] der [[Schattenkrone|Schattenkrone]] im Verhältnis zur [[Lichtkrone]] (Beobachtungen zu verschiedenen Jahreszeiten)&#039;&#039;&#039; Künstle und Mitscherlich 1975&lt;br /&gt;
[[Referenz::Mitscherlich ;1975;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitscherlich&amp;quot;&amp;gt;Mitscherlich G., 1975: Wald, Wachstum und Umwelt. Bd. 3: Boden, Luft und Produktion. Sauerländer&#039;s, Frankfurt a.M., 352 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss diesen Ergebnissen macht die [[Schattenkrone]] bei der Douglasie während der ganzen Vegetationsperiode z.B. nur 20 % der Gesamtproduktion aus. Bei der [[hatBaumart::Buche]] hingegen beträgt dieser Anteil 50 %, bei der [[hatBaumart::Birke]] nur 15 % und bei der [[hatBaumart::Föhre]] 23 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit ist es die Intensität des verfügbaren Lichtes, welche auf die Photosynthese den entscheidenden Einfluss ausübt. Die Helligkeit nimmt vom Wipfel des Baumes gegen die Basisder Krone hin rasch ab. Dies verdeutlichen die Messergebnisse von Ladefoged (1946)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Abb. 5.5 dargestellt. So kann man (hier am Beispiel einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]]) feststellen, dass ab dem viertobersten Astquirl eine deutliche Abnahme der Helligkeit stattfindet. Unterhalb des achten Astquirles des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] (bzw. unterhalb des sechsten Quirles des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] Baumes) nähern sich die Lichtbedingungen dem photosynthetischen Kompensationspunkt. Dieser Punkt liegt ungefähr bei einer relativen Helligkeit von 10 %. In Wirklichkeit gibt es schon bei relativer Helligkeit von ungefähr 15 % eine beträchtliche Abnahme der Assimilation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.5.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.5: Veränderung der Belichtung in den Kronenkompartimenten einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] (Alter 25 J.).&#039;&#039;&#039;Ladefoged 1964&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce) (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die relative photosynthetische [[Produktivität|Produktivität]] in den verschiedenen Kronenbereichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die effektive photosynthetische Leistung der Bäume zu erfassen, muss man neben den unterschiedlichen Lichtbedingungen auch die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen jeweiligen Kronenbereichen berücksichtigen. Wie die in Abb. 5.6 gezeigten Ergebnissen von Woodmann (1971)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodman&amp;quot;&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Douglasie]], ist die photosynthetische Leistung nicht im obersten Wipfelbereich der Baumkrone am grössten, obwohl die Lichtbedingungen dort optimal wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund liegt darin, dass in der Sonne voll ausgesetzte Partien die Spaltöffnungen sich schon gegen Ende des Vormittags wegen der ausgetrockneten Luft zu schliessen beginnen. Hingegen sind zum selben Zeitpunkt die Spaltöffnungen der nur wenig tiefer liegenden Äste noch vollständig geöffnet. Das Öffnungs- und Schliessverhalten der Spaltöffnungen erklärt ebenfalls, warum die photosynthetische Leistung an einem bedeckten Tag höher ist als an einem sonnigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf der relativen [[Produktivität]] in den verschiedenen Kronenbereichen zeigt, dass die [[Lichtkrone]] effizient leistet, und dabei besonders in ihrem mittleren Bereich. Unterhalb der grössten Kronenbreite nimmt sie aufgrund der sichtbar schlechter werdenden Lichtverhältnisse deutlich ab. Wobei die Abnahme im Übergangsbereich von der Licht- zur [[Schattenkrone]] besonders stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.6.png|350px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.6: Relative photosysthetische Leistung der Kronenkomponenten einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Douglasie]] (Alter 28 J, Höhe 27 m). Das photosynthetische Potential ist in % der maximal leistenden Astquirle angegeben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Woodmann;1971;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodman&amp;quot;&amp;gt;Woodmann, J.N., 1971: Variation of net photoeynthesis within the crown of a large forest-grown conifer. Photosynthetica S, 1: 50-54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die effektive photosynthetische Leistung der verschiedenen Kronenbereiche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Masse bzw. die Oberfläche der Belaubung in den verschiedenen Kronenbereichen nicht gleich gross ist, sondern, zumindest innerhalb des Bereiches der Lichtkrone, vom Wipfel gegen die Basis hin zunimmt, unterscheidet sich die photosynthetische Leistung in absoluten Werten betrachtet von der relativen. Ladefoged (1946)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce (dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat die absolute photosynthetische [[Produktion]] von einzelnen Astquirlen auf grund Laborergebnisse gerechnet. Abb. 5.7 zeigt den Verlauf der effektiven [[Produktion]] bei einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] von 25 Jahren. Das Maximum befindet sich zwischen dem viert- und dem sechstobersten Astquirl, d.h. im mittleren Drittel der Lichtkrone. Bei der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte]] liegen die günstigen Werte näher beieinander und sie nehmen gegen die Basis der Krone viel stärker ab. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Schulze (1970)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulze;1970;Schulze. E.D., 1970: Der CO2-Gaswechsel der Buche (Fagus silvativa L.) in Abhängigkeit von den Klimafaktoren im Freiland. Flora 159: 177-232.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulze. E.D., 1970: Der CO2-Gaswechsel der Buche (Fagus silvativa L.) in Abhängigkeit von den Klimafaktoren im Freiland. Flora 159: 177-232.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
und Ducrey (1981)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Ducrey;1981;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le&lt;br /&gt;
peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ducrey, M., 1981: Etude bioclimatique d&#039;une futaie feuillue de l’Est de la France. III. Potentialités photosynthétiques des feuilles à différentes hauteurs dans le peuplement. Ann. Sci. forest. 38, 1: 71-86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Buche]] und Schulze et al. (1977)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Schulze et al.;1977;Schulze, E.-D., Fuchs, M.I., Fuchs, M., 1977: Spacial distribution of photosynthetic capacity and performance in a mountain spruce forest of Northern Germany. Oecologia 29:&lt;br /&gt;
43-61| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schulze, E.-D., Fuchs, M.I., Fuchs, M., 1977: Spacial distribution of photosynthetic capacity and performance in a mountain spruce forest of Northern Germany. Oecologia 29: 43-61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für die [[hatBaumart::Fichte]]. Dies erlaubt, den hier dargestellten Ergebnissen in gewissem Masse eine allgemeine Gültigkeit zuzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.7.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.7: Verteilung der effektiven C02- Aufnahme in unterschiedlichen Teilen der Krone einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] und einer [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] [[hatBaumart::Fichte|Fi]] (Alter 25 J).&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Ladefoged;1946;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ladefoged&amp;quot;&amp;gt;Ladefoged, K., 1946: (The productive importance of individual parts of the crown in spruce(dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 16: 365-400.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Blatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.91</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.1_Die_allgemeine_Form_der_Baumkronen_und_ihre_Charakteristiken&amp;diff=6261</id>
		<title>5.1.1 Die allgemeine Form der Baumkronen und ihre Charakteristiken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.1.1_Die_allgemeine_Form_der_Baumkronen_und_ihre_Charakteristiken&amp;diff=6261"/>
		<updated>2017-02-28T08:34:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.91: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach den grundlegenden Arbeiten von Burger (1939)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Burger;1939;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen Fichterbeständen. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burger&amp;quot;&amp;gt;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen [[hatBaumart::Fichte|Fichterbeständen]]. Mitt.&lt;br /&gt;
schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Badoux (1939, 1946)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Badoux ;1939;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les hêtraies pures. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les [[hatBaumart::Buche|hêtraies pures]]. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Badoux ;1946;Badoux, E., 1946: Relations entre le développement de la cime et l&#039;accroissement chez le pin sylvestre. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 405-516.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Badoux, E., 1946: Relations entre le développement de la cime et l&#039;accroissement chez le [[hatBaumart::Waldföhre|pin sylvestre]]. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 24, 2: 405-516.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lassen sich die Baumkronen der Hauptbaumarten [[hatBaumart::Fichte]], [[hatBaumart::Buche]] und [[hatBaumart::Föhre]] in drei Zonen unterschiedlicher photosynthetischer [[Produktion]] unterscheiden (siehe Abb. 5.1). An erster Stelle steht die Lichtkrone. Es handelt sich dabei um den belaubten Teil der Krone oberhalb ihrer grössten Breite. In diesem Teil findet der wesentliche Anteil der photosynthetischen Assimilation statt. Darunter befindet sich die Schattenkrone. Dort wird das Licht zum limitierenden Faktor für die Photosynthese, indem der grösste Teil der brutto Assimilation durch die nächtliche Atmung verbraucht wird. Der Baum weist in dieser Zone eine Schattenbelaubung auf. Im Zentrum befindet sich der Kronenkern, welcher kaum belaubt ist und deshalb aus der Sicht der photosynthetischen [[Produktion]] nicht sehr aktiv ist. Je breiter dieser Kronenkernbereich ist, desto weniger effizient ist die Raumausnützung des Baumes. Dies gilt insbesondere für das Fallbeispiel der [[hatBaumart::Buche]]. Daraus ist ersichtlich, dass lange, spindelförmige Kronen den Kronenraum effizienter ausnützen als Bäume mit breiten ausladenden Kronenformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Abb5.1.png|450px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 5.1: [[Kronenform|Kronenformen]] bei [[hatBaumart::Fichte]], [[hatBaumart::Buche]] und [[hatBaumart::Föhre]]. nach Burger (1939)[[Referenz::Burger;1939;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen Fichterbeständen. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burger&amp;quot;&amp;gt;Burger, H., 1939: Baumkrone und Zuwachs in zwei hiebsreifen Fichtebeständen. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 147-175.&amp;lt;/ref&amp;gt; ; Badoux (1939)[[Referenz::Badoux ;1939;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les hêtraies pures. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badoux&amp;quot;&amp;gt;Badoux E., 1939: De l&#039;influence de différents modes et degrés d&#039;éclaircie dans les hêtraies pures. Mitt. schweiz. Anst. forstl. VersWes. 21, 1: 59-146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[hatBaumart::Fichte| ]][[hatBaumart::Buche| ]][[hatBaumart::Föhre| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den verschiedenen Baumarten (und insbesondere zwischen den [[hatHolzart::Nadelholz|Nadel-]] und [[hatHolzart::Laubholz|Laubhölzern]]) stellt man bemerkenswerte Unterschiede der [[Kronenform]] fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[hatBaumart::Fichte]] wie die [[hatBaumart::Tanne]], oder auch die [[hatBaumart::Douglasie]], besitzen schlanke Kronen. Ihre [[Lichtkrone]] machen normalerweise zwei Drittel der [[Kronenlänge]] und 50 % des Volumens aus. Bei sozial niedrigen Individuen ist die [[Kronenform]] etwas plumper und die [[Lichtkrone]] macht nur einen Drittel der gesamten [[Kronenlänge]] und 30 % des gesamten Kronenvolumens aus. Der [[Kronenkern]] beträgt ungefähr 15 % des Kronenvolumens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den erwähnten [[hatHolzart::Nadelholz|Nadelhölzern]] ist bei der [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|Schattenbaumart]] [[hatBaumart::Buche]] die Kronemassiger, breiter und rundlicher. Das Verhältnis zwischen der Licht- und der [[Schattenkrone]] ist hier, im Vergleich zur Fichte, gerade umgekehrt; sie steht nämlich in der Grössenordnung von 1/3 zu 2/3. Die [[hatBaumart::Buche|Buchen]] brauchen also mehr Platz als die [[hatBaumart::Fichte|Fichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kronenform]] ist ferner auch von der waldbaulichen Behandlung abhängig. So befindet sich die Stelle mit der grössten Kronenbreite in hochdurchforsteten Beständen tiefer als in Beständen, die niederdurchforstet wurden. Bei der [[hatSchattentoleranz::Lichtbaumart|Lichtbaumart]] [[hatBaumart::Föhre]], ist die gesamte Krone kleiner als bei den anderen erwähnten Baumarten. Die Durchforstungstätigkeit hat auch einen deutlichen Einfluss auf die Länge der Krone (siehe Abb. 5.23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Kronenform]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.91</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5._Steuerung_des_Wuchsprozesses&amp;diff=6260</id>
		<title>5. Steuerung des Wuchsprozesses</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5._Steuerung_des_Wuchsprozesses&amp;diff=6260"/>
		<updated>2017-02-28T08:31:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.91: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Wirkungsmechanismus der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] zu verstehen und um die verschiedenen Möglichkeiten der [[hatPflegemassnahme::Durchforstung]] definieren zu können, muss man wissen, wie das System der photosynthetischen [[Produktion]] der Bäume funktioniert und wie es auf die Eingriffe reagiert. Ferner ist der Einfluss der Eingriffe auf die ökophysiologischen Faktoren im ganzen Bestand sowie auf die Stabilität auch wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auch sehen==&lt;br /&gt;
*[[5.1 Photosynteseapparat]]&lt;br /&gt;
*[[5.2 Die Durchforstung]]&lt;br /&gt;
*[[5.3 Optimierung der Standraumausnützung]]&lt;br /&gt;
*[[5.4 Perverse Wirkungen der Eingriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.91</name></author>
	</entry>
</feed>