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	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-09-01T12:36:25Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.1_Die_Risiken_des_Ausfalles_bzw._des_Ausscheidens_(Nichtmehrtaugen)_von_Ausleseb%C3%A4umen&amp;diff=5381</id>
		<title>5.3.1 Die Risiken des Ausfalles bzw. des Ausscheidens (Nichtmehrtaugen) von Auslesebäumen</title>
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		<updated>2017-02-18T08:26:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.102: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die wichtigsten Gründe für den Ausfall von Auslesebäumen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der [[Umsetzung::Negative Umsetzung|Verlust der sozialen Stellung]] (sozialer Abstieg)&lt;br /&gt;
*plötzlicher, unvorhergesehener Ausfall (fatale Schäden) oder Beschädigung&lt;br /&gt;
*falsche Beurteilung der Tauglichkeit als Auslesebaum, ev. Veränderung der Ansprüche (Marktwertveränderungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus stellt sich das Problem der längerfristigen Folgen von Nutzungsschäden, z.B. durch Infektion und Fortschreiten von Holzfäulen. Diese Frage wird im  Abschnitt [[Produktionskonzepte]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nur einige wenige, wirklich langandauernde Versuche mit dauerhaft markierten Bäumen, die uns eine zuverlässige Auskunft über die Ausfallrate und damit das Ausfallrisiko von Elitebäumen geben können. Darüber hinaus ist der Begriff Ausfall nicht immer gleich gewertet. Insbesondere wird zwischen effektivem Ausfall (Absterben) und nicht mehr (voll oder nur ganz) taugen nicht immer sauber getrennt. Das macht die folgenden Ergebnisse schwierig zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im berühmten [[Baumart::Buche|Buchen-]]Durchforstungsversuch von Totterup in Dänemark gibt Bryndum (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die in Tabelle 5.28 präsentierten Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.28.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.28: Überlebens- bzw. Ausfallraten an Auslesebäumen. Die Anteile beziehen sich auf die ursprünglich, d.h. zu Beginn des Stangenholzes bei einem Bestandesalter von 19 Jahren ausgewählten Elitebäume. Durchforstungsversuch in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] bei Totterup, Dänemark&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NB: Die Durchforstungsstärke bezieht sich auf die relative mittlere Grundfläche des nach den Eingriffen jeweils verbleibenden Bestandes. Die Beschreibung der Durchforstungsarten ist in der Tabelle 5.11 ersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den qualitativen Ausfällen versteht man diejenigen, die sich am Ende des Beobachtungszeitraumes (d.h. im [[Alter]] 38) zwar noch immer im Bestand befinden, deren [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] oder deren Qualität aber nicht mehr dem entsprechen, was man von einem Elitebaum erwarten müsste. Die %-Zahl beschreibt demnach den Anteil der (bis zum Alter 38) unbrauchbar gewordenen, aber noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume in % sämtlicher im Alter 38 noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der zu Beginn des Stangenholzes ausgewählten Auslesebäume war in diesem Versuch allerdings relativ hoch (430 bis 730 Bäume pro Hektare); wodurch sich dieser Versuch etwas vom eigentlichen Konzept der Zukunftsbaum-Methode unterscheidet. Zu ähnlichen Ergebnisse Kommen Merkel (1976, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1976;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1978;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Spellmann und Diest (1990)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn allerdings (zu)viele Auslesebäume früh ausgewählt werden (mehr als die Endstammzahlen), dürften Ausfälle im Wesentlichen wegen der mit dem Alter zunehmenden Konkurrenzierung der Auslesebäume unter sich zustande kommen. Interessiert man sich wie heute für die 100 bis 250 vitalsten Bäume, stellt sich das Problem des Ausscheidens schon etwas anders, indem stark herrschende Bäume weniger vom [[Umsetzung::Negative Umsetzung|sozialen Abstieg]] bedroht sind als knapp Herrschende. Uns interessieren heute im Sinne von situativen Eingriffen die reellen Ausfälle (infolge Bruch, Verletzung, Befall durch Nagetiere oder Krankheit). Nach Pardé (1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1979;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht das Ausscheiden meistens wegen [[Umsetzung::Negative Umsetzung|sozialem Abstieg]] und nicht wegen Qualitätsverlust. Klädtke (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Klädtke;1997;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schätzt z.B. das reelle Risiko des Nichtmehrtaugens in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] auf einen Zeitraum von 25 Jahren auf nur 4 bis 6 % ; und die meisten Ausfälle erfolgen infolge Verlustes der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Steuerung des Wuchsprozesses]]&lt;br /&gt;
[[Category:Optimierung der Standraumausnützung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.102</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=5380</id>
		<title>2.2.3 Umsetzungstendenzen der sozialen Stellung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=5380"/>
		<updated>2017-02-18T08:25:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.102: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die&lt;br /&gt;
Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen&lt;br /&gt;
der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]]: &#039;&#039;&#039;[[Umsetzung]]&#039;&#039;&#039;. Die [[Umsetzung|Umsetzungen]] fallen sowohl [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positiv]] wie [[Umsetzung::Negative Umsetzung|negativ]] aus. Die&lt;br /&gt;
sozialen [[Umsetzung|Umsetzungen]] hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer&lt;br /&gt;
des dadurch erzeugten [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen,&lt;br /&gt;
die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe&lt;br /&gt;
aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise&lt;br /&gt;
ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der&lt;br /&gt;
Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits&lt;br /&gt;
den sog. [[Oberstand]] (herrschende und mitherrschende) und andererseits den von beherrschten&lt;br /&gt;
und unterdrückten gebildeten [[Unterstand]]. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des&lt;br /&gt;
[[Oberstand|Oberstandes]] ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der&lt;br /&gt;
Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung&lt;br /&gt;
statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum&lt;br /&gt;
Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder [[Nebenbestand]] fällt dabei ausser&lt;br /&gt;
Betrachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen&lt;br /&gt;
Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen,&lt;br /&gt;
oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien&lt;br /&gt;
([[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]], [[Entwicklungsstufe::Dickung]]) der Status des Herrschenden zufällig oder Ausdruck der besseren&lt;br /&gt;
Veranlagung ist. [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus [[Pflanzung]] entstanden&lt;br /&gt;
sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe &lt;br /&gt;
[[Bild::Abb 2.6.png|Abb.2.6]]). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als&lt;br /&gt;
Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die&lt;br /&gt;
soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass&lt;br /&gt;
herrschende Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der&lt;br /&gt;
Durchschnitt[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte bei der [[Baumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der Schattenbaumart zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck&lt;br /&gt;
der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die&lt;br /&gt;
Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der [[Pflanzung]] erfolgten&lt;br /&gt;
Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen&lt;br /&gt;
Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.6.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 2.6:&#039;&#039;&#039; Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10&lt;br /&gt;
Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981)[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmass der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] in der Bestockung dürfte soziale Positionsänderungen und&lt;br /&gt;
sowohl [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive]] wie [[Umsetzung::Negative Umsetzung|negative Umsetzungen]] beeinflussen. In einem weiteren Versuch mit&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] konnte Delvaux (1981) [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, dass die soziale Hierarchie anders läuft, wenn man den [[Wettbewerb]] kontrolliert oder wenn kein [[Wettbewerb]] herrscht. Ohne allzu starker [[Wettbewerb]] setzen sich ursprünglich Mitherrschende wesentlich positiver um. Das bedeutet, dass Mitherrschende durchaus eine Chance besitzen, gute Leistungen zu erzeugen, wenn sie nicht zufälligerweise durch Nachbarn in dieser Entwicklung verdrängt wurden (siehe [[Bild::Abb 2.7.png|Abb. 2.7]]). Dadurch wird die entscheidende Wirkung des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] auf die Regulierung der sozialen Hierarchie innerhalb einer Bestockung aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.7.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.7&#039;&#039;&#039;: Soziale Entwicklung&lt;br /&gt;
unterschiedlicher sozialen Klassen in&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] mit und ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] zwischen 5 und 8 Jahren.&lt;br /&gt;
Bestimmend für die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]]&lt;br /&gt;
ist die erreichte Höhe (in Abzisse). Die&lt;br /&gt;
zwei Kollektive D (Dominierende am&lt;br /&gt;
Versuchsbeginn) und M (Mitherrschende)&lt;br /&gt;
weisen vier Jahre nachher&lt;br /&gt;
eine andere Höhenposition auf, wenn&lt;br /&gt;
sie in hohen [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
wachsen (kleine Buchstaben)&lt;br /&gt;
im Gegensatz zu Wuchs ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb|Konkurrenz]] (grosse Buchstaben). Der&lt;br /&gt;
bessere Teil der Mitherrschenden&lt;br /&gt;
ohne [[Wettbewerb|Konkurrenz]] (M) erreicht grössere&lt;br /&gt;
Höhen als einige ursprünlich&lt;br /&gt;
Dominierende (D) wie auch Konkurrenzierte&lt;br /&gt;
(d).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange, wie oft und in welchem Ausmass [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden, ist für die&lt;br /&gt;
Ausrichtung der Waldpflege durch Stammzahlentnahmen von Bedeutung (Erdünnerungen&lt;br /&gt;
bzw. Durchforstungen). Dabei soll zwischen jungen Bestockungen ([[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]] bis&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]]) und erwachsenen, auch älteren Bestockungen unterschieden werden.&lt;br /&gt;
Ferlin und Bobinac, (1999)[[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen am Beispiel eines Eichenbestands im [[Alter]] von zwischen 33&lt;br /&gt;
und 54 Jahren ([[Bild::Abb 2.8.png|Abb. 2.8]]), dass die sozialen Klassen (hier dargestellt mit dem Durchmesser =&lt;br /&gt;
Grösse der Ringe oder dem Durchmesserzuwachs = Dicke der Ringe) recht homogen auf der&lt;br /&gt;
ganzen Fläche verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.8&#039;&#039;&#039;: Räumliche Verteilung&lt;br /&gt;
und soziale Differenzierung der&lt;br /&gt;
Bäume in einem gleichförmigen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Eiche|Eichen]]-[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]] zwischen&lt;br /&gt;
33 und 54 Jahren.&lt;br /&gt;
Gilt für 54-jähriges [[Baumart::Eiche|Eichen]]-&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]], Versuchsfläche&lt;br /&gt;
Donji-Srem (Kroatien)&lt;br /&gt;
Dargestellt sind nur die 25 %&lt;br /&gt;
stärksten Bäume der Population&lt;br /&gt;
nach Ferlin und Bobinac (1999) [[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Umsetzung|Umsetzungen]] in Jungbestockungen (bis [[Entwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]])&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiten bezeugen, dass [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] in der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] (bis ca. 10 m Höhe)&lt;br /&gt;
und sogar in [[Entwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]] (bis etwa 20 m Höhe) noch möglich sind, und zwar sowohl bei&lt;br /&gt;
Licht- als auch bei Schattenbaumarten. So berichten Leibundgut (1976)[[Referenz::Leibundgut;1976;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Entwicklungsstufe::Dickung|Eichendickungen]],&lt;br /&gt;
dass grosse Veränderungen der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] vorkommen. In diesen verhältnismässig&lt;br /&gt;
dichten [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]], welche aus [[Naturverjüngung]] hervorgegangen sind, sind 20 bis 40 % der&lt;br /&gt;
Bäume, welche am Ende der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] die obere Kronenschicht bilden, sozial von der&lt;br /&gt;
mitherrschenden in die herrschende Klasse aufgestiegen. Sie haben sich damit, in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 6 bis 8 Jahren, sozial [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positiv umgesetzt]]. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Spellmann und Diest (1990)[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Baumart::Eiche|Jungeichenbestockungen]] in Norddeutschland. Bei&lt;br /&gt;
Schattenbaumarten zeigen Thiébaut et al (1992) [[Referenz::Thiébault et al.;1992;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Buchen aus [[Naturverjüngung]], entstanden zwischen [[Alter]] 2 und 18, zahlreiche soziale [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] und zwar im Sinne von grösseren Auf- wie auch Abstiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Holzart::Nadelholz|Nadelbaumarten]] zeigen die Beobachtungen von Ganther (1983)[[Referenz::Ganther;1983;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Baumart::Föhre|Waldföhren]]-[[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]]&lt;br /&gt;
mit sehr unterschiedlicher Dichte, zwischen 7000 und 70´000 Stämmen pro Hektare, dass bei&lt;br /&gt;
einem Bestandesalter von 15 Jahren der Anteil der Bäume im [[Category:Oberstand]], welche in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 9 Jahren ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verbessern, zwischen 30 und 54 % liegt. Der Anteil&lt;br /&gt;
der sozial aufgestiegenen Bäume war manchmal sogar noch grösser als derjenige der&lt;br /&gt;
abgestiegenen Bäume. Schon Wagenknecht (1940)[[Referenz::Wagenknecht1940;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in [[Entwicklungsstufe::Dickung|Kieferndickungen]]. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte analoge Ergebnisse erhalten und daraus folgernd geschätzt, dass in [[Baumart::Föhre|Föhrendickungen]] einzelne Bäume auch einen Wachstumsrückstand&lt;br /&gt;
(gegenüber den herrschenden Bäumen) von bis zu 40 cm noch vollständig aufholen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngeren Bestockungen, d.h. vom [[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]] bis [[Entwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwache Stangenholzstufe]] sind soziale [[Umsetzung|Umsetzungen]] möglich, insbesondere bei [[Schattentoleranz::Schatenbaumart|schattenertragenden Baumarten].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Umsetzung|Umsetzungen]] in erwachsenen Bestockungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Wuchskraft mit zunehmendem [[Alter]] abnimmt, haben die nichtherrschenden Bäume&lt;br /&gt;
immer weniger Chancen, ihren Rückstand wettzumachen und somit sozial aufzusteigen. Man&lt;br /&gt;
geht generell davon aus, wenn einmal die sozialen Positionen gebildet sind und sich gefestigt&lt;br /&gt;
haben, so etwa ab Lebenshälfte, kaum mehr [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Umsetzung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.102</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.4_Konsequenzen_der_sozialer_Umsetzungen_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=5379</id>
		<title>2.2.4 Konsequenzen der sozialer Umsetzungen für den Waldbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.4_Konsequenzen_der_sozialer_Umsetzungen_f%C3%BCr_den_Waldbau&amp;diff=5379"/>
		<updated>2017-02-18T08:22:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.102: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Waldbehandlung stellt sich die Frage: Wann und inwieweit sind qualitativ gut veranlagte,&lt;br /&gt;
nicht herrschende, sogar beherrschte Individuen, förderungswürdig? Von der Freistellungsbedürftigkeit&lt;br /&gt;
her betrachtet, leuchtet es ein, dass je tiefer die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]], desto kräftiger&lt;br /&gt;
die Befreiungsmassnahme sein muss. Wenn man zu viele soziale Minderwertige auswählt,&lt;br /&gt;
muss man kräftiger und öfter mit Durchforstungen eingreifen. Dabei bestehen immer grössere&lt;br /&gt;
Chancen, eine Destabilisierung der Bestockung zu verursachen. Das Ganze muss in&lt;br /&gt;
Zusammenhang mit der Anzahl Zukunftsbäume betrachtet werden, insbesondere bei der ersten&lt;br /&gt;
Auslese. Je nachdem, ob man Z-Bäume im Endabstand oder ein Mehrfaches davon wählt bzw.&lt;br /&gt;
bevorzugt, hat dies ganz andere Konsequenzen auf die Kronendachöffnung und somit auf die&lt;br /&gt;
Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil in der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] die einzelnen Bäume durchaus noch in der Lage sind, ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] zu verändern und somit mitherrschende noch alle Chancen besitzen, und weil kein&lt;br /&gt;
absoluter Zusammenhang besteht zwischen sozialem Rang und Qualität, sind die guten&lt;br /&gt;
Anwärter früh auszuwählen und zu fördern, so dass sie sich in [[Wettbewerb|Konkurrenz]] mit ihren Nachbarn&lt;br /&gt;
behaupten können. Dies gilt besonders für Mischbestände und für die konkurrenzschwachen&lt;br /&gt;
Baumarten sowie in einem gewissen Sinne für Lichtbaumarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Baumholzalter sind die Aussichten für die Förderung von sozial Minderwertigen, auch&lt;br /&gt;
denjenigen mit weniger Rückstand, nicht sinnvoll. Erfahrungen mit Durchforstungsarten, welche&lt;br /&gt;
systematisch die sozial niedrigeren Bäume fördern, wie dies mit der sog. Borggreve-&lt;br /&gt;
Durchforstung (in N-Deutschland auch verwirrenderweise Plenterdurchforstung genannt)&lt;br /&gt;
zeigten erhebliche Zuwachseinbussen im Bereich von 30 %. Die systematische Förderung von&lt;br /&gt;
sozialen niederwertigen Individuen (ausser im Jungalter der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickung]]- Stangenholzstufe) ist also&lt;br /&gt;
nicht anzustreben. Viel effizienter ist es, den guten Kompromiss zwischen Wuchskraft und den&lt;br /&gt;
gewünschten Qualitätseigenschaften zu finden. Dabei wird die Eigenschaft der Wuchskraft mit&lt;br /&gt;
zunehmendem [[Alter]] immer wichtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben schon darauf hingewiesen, dass eine effiziente Waldbehandlung im Sinne der&lt;br /&gt;
optimalen naturopportunen Eingriffdosierung, in Relation mit den Pflegekosten, heute sogar&lt;br /&gt;
innerhalb der Klasse der Herrschenden differenziert stattfinden muss. Es gibt bei der Gruppe&lt;br /&gt;
der Herrschenden übervitale Bäume, die eine hohe Fähigkeit zur sozialen Herrschung&lt;br /&gt;
aufweisen, daneben weniger vitale. Wie schon Preuhsler et al, 1989[[Referenz::Preuhsler et al.;1989;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt; an 50- und 60 jährigen [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]] gezeigt haben, gibt es eine rege [[Umsetzung|soziale Umsetzung]] im unteren Teil der Klasse der Herrschenden. Von den 200 bis 100 stärksten Bäume/ha steigen etwa 20 % zur oberen Klasse der 0 bis 100 auf. Eine effiziente Durchforstung wird nur die auf Eingriffe reagierenden befreien und diejenigen, die sich selbst durchsetzen, die Übervitalen weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Umsetzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.102</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.1_Die_Risiken_des_Ausfalles_bzw._des_Ausscheidens_(Nichtmehrtaugen)_von_Ausleseb%C3%A4umen&amp;diff=5378</id>
		<title>5.3.1 Die Risiken des Ausfalles bzw. des Ausscheidens (Nichtmehrtaugen) von Auslesebäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=5.3.1_Die_Risiken_des_Ausfalles_bzw._des_Ausscheidens_(Nichtmehrtaugen)_von_Ausleseb%C3%A4umen&amp;diff=5378"/>
		<updated>2017-02-18T08:20:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.242.102: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die wichtigsten Gründe für den Ausfall von Auslesebäumen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der [[Negative Umsetzung|Verlust der sozialen Stellung]] (sozialer Abstieg)&lt;br /&gt;
*plötzlicher, unvorhergesehener Ausfall (fatale Schäden) oder Beschädigung&lt;br /&gt;
*falsche Beurteilung der Tauglichkeit als Auslesebaum, ev. Veränderung der Ansprüche (Marktwertveränderungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus stellt sich das Problem der längerfristigen Folgen von Nutzungsschäden, z.B. durch Infektion und Fortschreiten von Holzfäulen. Diese Frage wird im  Abschnitt [[Produktionskonzepte]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nur einige wenige, wirklich langandauernde Versuche mit dauerhaft markierten Bäumen, die uns eine zuverlässige Auskunft über die Ausfallrate und damit das Ausfallrisiko von Elitebäumen geben können. Darüber hinaus ist der Begriff Ausfall nicht immer gleich gewertet. Insbesondere wird zwischen effektivem Ausfall (Absterben) und nicht mehr (voll oder nur ganz) taugen nicht immer sauber getrennt. Das macht die folgenden Ergebnisse schwierig zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im berühmten [[Baumart::Buche|Buchen-]]Durchforstungsversuch von Totterup in Dänemark gibt Bryndum (1980)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die in Tabelle 5.28 präsentierten Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tabelle5.28.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 5.28: Überlebens- bzw. Ausfallraten an Auslesebäumen. Die Anteile beziehen sich auf die ursprünglich, d.h. zu Beginn des Stangenholzes bei einem Bestandesalter von 19 Jahren ausgewählten Elitebäume. Durchforstungsversuch in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] bei Totterup, Dänemark&#039;&#039;&#039;[[Referenz::Bryndum;1980;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryndum&amp;quot;&amp;gt;Bryndum, H., 1980: Der Buchen-Durchforstungsversuch im Waldort Totterup (Dän.). Det forstl. Forsögsvaesen i Danmark 38, 1: 1-76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NB: Die Durchforstungsstärke bezieht sich auf die relative mittlere Grundfläche des nach den Eingriffen jeweils verbleibenden Bestandes. Die Beschreibung der Durchforstungsarten ist in der Tabelle 5.11 ersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den qualitativen Ausfällen versteht man diejenigen, die sich am Ende des Beobachtungszeitraumes (d.h. im [[Alter]] 38) zwar noch immer im Bestand befinden, deren [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] oder deren Qualität aber nicht mehr dem entsprechen, was man von einem Elitebaum erwarten müsste. Die %-Zahl beschreibt demnach den Anteil der (bis zum Alter 38) unbrauchbar gewordenen, aber noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume in % sämtlicher im Alter 38 noch vorhandenen ehemaligen Auslesebäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der zu Beginn des Stangenholzes ausgewählten Auslesebäume war in diesem Versuch allerdings relativ hoch (430 bis 730 Bäume pro Hektare); wodurch sich dieser Versuch etwas vom eigentlichen Konzept der Zukunftsbaum-Methode unterscheidet. Zu ähnlichen Ergebnisse Kommen Merkel (1976, 1978)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1976;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1976: Die Auslesedurchforstung in Fichte seit 1930. Tagungsber. Jahrestag. in Paderborn. Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 99-125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Referenz::Merkel;1978;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Merkel, O., 1978: Zur Frage des Umsetzens früh ausgewählter Z-Bäume in Buchenbeständen. Tagungsber. Jahrestag. in Konstanz, Sek. Ertragsk., Deutsch. Verb. forstl. ForschAnst.: 107-135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bzw. Spellmann und Diest (1990)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn allerdings (zu)viele Auslesebäume früh ausgewählt werden (mehr als die Endstammzahlen), dürften Ausfälle im Wesentlichen wegen der mit dem Alter zunehmenden Konkurrenzierung der Auslesebäume unter sich zustande kommen. Interessiert man sich wie heute für die 100 bis 250 vitalsten Bäume, stellt sich das Problem des Ausscheidens schon etwas anders, indem stark herrschende Bäume weniger vom [[Negative Umsetzung|sozialen Abstieg]] bedroht sind als knapp Herrschende. Uns interessieren heute im Sinne von situativen Eingriffen die reellen Ausfälle (infolge Bruch, Verletzung, Befall durch Nagetiere oder Krankheit). Nach Pardé (1979)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Pardé;1979;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pardé, J., 1979: Entwicklung, Stand und Zukunft der Forschung über die Durchforstung in Frankreich. Forstwiss. Cbl. 98: 110-119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht das Ausscheiden meistens wegen [[Negative Umsetzung|sozialem Abstieg]] und nicht wegen Qualitätsverlust. Klädtke (1997)&lt;br /&gt;
[[Referenz::Klädtke;1997;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Klädtke, J., 1997: Buchen-Lichtwuchsdurchforstung. Allg. ForstZ. 52, 19: 1019-1023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schätzt z.B. das reelle Risiko des Nichtmehrtaugens in [[Baumart::Buche|Buchenbeständen]] auf einen Zeitraum von 25 Jahren auf nur 4 bis 6 % ; und die meisten Ausfälle erfolgen infolge Verlustes der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Steuerung des Wuchsprozesses]]&lt;br /&gt;
[[Category:Optimierung der Standraumausnützung]]&lt;br /&gt;
[[Category:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.242.102</name></author>
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