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	<title>Wiki Waldmanagement - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatProduktionszeitraum::Sehr kurzer Produktionszeitraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Aspel]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Aspe]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[HatHolzart::Nadelholz]]&lt;br /&gt;
*[[HatEmpfindlichkeit gegenüber Schneeschäden::Wenig empfindlich gegenüber Schneeschäden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Arve]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}}&lt;br /&gt;
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[[Category:Arve]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*[[hatHolzart::Laubholz]]&lt;br /&gt;
*[[hatZwieselbildung::Traumatische Zwiesel|Bildet traumatische Zwiesel]]&lt;br /&gt;
*[[hatStammmorphologie::Monopode]]&lt;br /&gt;
*[[hatEmpfindlichkeit gegenüber Sturmschäden::Wenig empfindlich gegenüber Sturmschäden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ask: [[hatBaumart::Ahorn]]|format=table|mainlabel=Relevante Seiten}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Ahorn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5879</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart:: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.)&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart:: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart:: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
	</entry>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5876</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-24T08:28:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<updated>2017-02-24T08:27:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5874</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-24T08:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[hatBaumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[hatBaumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[hatBaumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.1_Kronenschluss_und_Beginn_des_Wettbewerbes&amp;diff=5873</id>
		<title>2.2.1 Kronenschluss und Beginn des Wettbewerbes</title>
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		<updated>2017-02-24T08:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Regel bilden die Bäume eine kompakte Kronenschicht während der Dickungsphase. Der&lt;br /&gt;
sog. &#039;&#039;&#039;Kronenschluss&#039;&#039;&#039; wird dann erreicht. Er stellt ein entscheidendes Ereignis dar, da er den&lt;br /&gt;
Beginn des kollektiven Lebens einerseits, aber auch den &#039;&#039;&#039;Beginn des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]&#039;&#039;&#039; im&lt;br /&gt;
Kronenbereich andererseits anzeigt. Mit zunehmenden Höhen brauchen die Bäume immer&lt;br /&gt;
grössere Kronen und entsprechende Standräume. Bis zum Zeitpunkt des Kronenkontaktes&lt;br /&gt;
müssen sich die Jungbäume einer [[Pflanzung]] lediglich gegen die [[Wettbewerb|Konkurrenz]] der Schlagflora&lt;br /&gt;
durchsetzen. Sie konzentrieren ihre Kräfte auf die Entwicklung ihres Wurzelsystems. Das&lt;br /&gt;
Erreichen des Kronenschlusses ist als eher günstig als nachteilig zu betrachten. Mit der&lt;br /&gt;
Entstehung eines geschlossenen Kronenschirmes wird verhindert, dass die Sonnenstrahlung&lt;br /&gt;
direkt auf den Boden gelangt, und es wird ein Mikroklima geschaffen, das eine auf die Pflanzen&lt;br /&gt;
und die biologische Aktivität günstig wirkende Luftfeuchtigkeit erzeugt. Zahlreiche Beobachtungen&lt;br /&gt;
zeigen, dass die Jungbäume nach Erreichen des Kronenschlusses schneller wachsen&lt;br /&gt;
als breitständige vergleichbare [[Pflanzung|Pflanzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kronenschluss beginnt aber der [[Wettbewerb]] zwischen den Individuen. Er nimmt umso&lt;br /&gt;
stärker zu, je schneller der Höhenzuwachs ist. Der [[Wettbewerb]] ist am stärksten, wenn der&lt;br /&gt;
Höhenzuwachs kulminiert, was in etwa in der Entwicklungsstufe des Stangenholzes der Fall ist.&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] und allenfalls genetisch bedingte Wuchsunterschiede führen zu einer sozialen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039;&#039; innerhalb des Kollektives. Sie fällt umso ausgeprägter aus, je stärker der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] ist und je länger dieser schon andauert. Diejenigen Individuen, die schon zu&lt;br /&gt;
Beginn der einsetzenden Konkurrenz eine deutlich [[Herrschend|herrschende]] [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] haben,&lt;br /&gt;
belegen auch die besseren Plätze im ungleichen Kampf um das Licht. Sie haben auch grössere&lt;br /&gt;
Chancen, [[Herrschend|herrschend]] zu bleiben. Sie verhindern damit, dass die weniger begünstigten&lt;br /&gt;
Konkurrenten sie einholen können. Die [[Herrschend|herrschenden]] Bäume müssen aber hinsichtlich ihrer&lt;br /&gt;
Stamm- und Holzqualität nicht gezwungenermassen die bestveranlagten sein. Möglicherweise&lt;br /&gt;
gilt das auch für die potentielle Wuchsleistung[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorteile des [[Wettbewerb|Wettbewerbs]]==&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] hat aber nicht nur Nachteile. Die Einfassung eines Baumes durch benachbarte&lt;br /&gt;
Mitstreiter hat in erster Linie günstige Auswirkungen, insbesondere auf den Prozess der&lt;br /&gt;
natürlichen [[Astreinigung]]. Der [[Wettbewerb]] hält also die Stärke der Äste in Grenzen und hindert&lt;br /&gt;
12 Skript Waldbau I Prinzipien der Waldnutzung&lt;br /&gt;
das Astwerk daran, sich allzu kräftig zu entwickeln. Im Bereich 1 der Abbildung 2.5, wo der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] gering ausfällt, ist seine Wirkung eher als vorteilhaft zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Krone]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.1_Kronenschluss_und_Beginn_des_Wettbewerbes&amp;diff=5872</id>
		<title>2.2.1 Kronenschluss und Beginn des Wettbewerbes</title>
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		<updated>2017-02-24T08:11:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Regel bilden die Bäume eine kompakte Kronenschicht während der Dickungsphase. Der&lt;br /&gt;
sog. &#039;&#039;&#039;Kronenschluss&#039;&#039;&#039; wird dann erreicht. Er stellt ein entscheidendes Ereignis dar, da er den&lt;br /&gt;
Beginn des kollektiven Lebens einerseits, aber auch den &#039;&#039;&#039;Beginn des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]]&#039;&#039;&#039; im&lt;br /&gt;
Kronenbereich andererseits anzeigt. Mit zunehmenden Höhen brauchen die Bäume immer&lt;br /&gt;
grössere Kronen und entsprechende Standräume. Bis zum Zeitpunkt des Kronenkontaktes&lt;br /&gt;
müssen sich die Jungbäume einer [[Pflanzung]] lediglich gegen die [[Wettbewerb|Konkurrenz]] der Schlagflora&lt;br /&gt;
durchsetzen. Sie konzentrieren ihre Kräfte auf die Entwicklung ihres Wurzelsystems. Das&lt;br /&gt;
Erreichen des Kronenschlusses ist als eher günstig als nachteilig zu betrachten. Mit der&lt;br /&gt;
Entstehung eines geschlossenen Kronenschirmes wird verhindert, dass die Sonnenstrahlung&lt;br /&gt;
direkt auf den Boden gelangt, und es wird ein Mikroklima geschaffen, das eine auf die Pflanzen&lt;br /&gt;
und die biologische Aktivität günstig wirkende Luftfeuchtigkeit erzeugt. Zahlreiche Beobachtungen&lt;br /&gt;
zeigen, dass die Jungbäume nach Erreichen des Kronenschlusses schneller wachsen&lt;br /&gt;
als breitständige vergleichbare [[Pflanzung|Pflanzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kronenschluss beginnt aber der [[Wettbewerb]] zwischen den Individuen. Er nimmt umso&lt;br /&gt;
stärker zu, je schneller der Höhenzuwachs ist. Der [[Wettbewerb]] ist am stärksten, wenn der&lt;br /&gt;
Höhenzuwachs kulminiert, was in etwa in der Entwicklungsstufe des Stangenholzes der Fall ist.&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] und allenfalls genetisch bedingte Wuchsunterschiede führen zu einer sozialen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039;&#039; innerhalb des Kollektives. Sie fällt umso ausgeprägter aus, je stärker der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] ist und je länger dieser schon andauert. Diejenigen Individuen, die schon zu&lt;br /&gt;
Beginn der einsetzenden Konkurrenz eine deutlich [[Herrschend|herrschende]] [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] haben,&lt;br /&gt;
belegen auch die besseren Plätze im ungleichen Kampf um das Licht. Sie haben auch grössere&lt;br /&gt;
Chancen, [[Herrschend|herrschend]] zu bleiben. Sie verhindern damit, dass die weniger begünstigten&lt;br /&gt;
Konkurrenten sie einholen können. Die [[Herrschend|herrschenden]] Bäume müssen aber hinsichtlich ihrer&lt;br /&gt;
Stamm- und Holzqualität nicht gezwungenermassen die bestveranlagten sein. Möglicherweise&lt;br /&gt;
gilt das auch für die potentielle Wuchsleistung[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorteile des [[Wettbewerb|Wettbewerbs]]==&lt;br /&gt;
Der [[Wettbewerb]] hat aber nicht nur Nachteile. Die Einfassung eines Baumes durch benachbarte&lt;br /&gt;
Mitstreiter hat in erster Linie günstige Auswirkungen, insbesondere auf den Prozess der&lt;br /&gt;
natürlichen [[Astreinigung]]. Der [[Wettbewerb]] hält also die Stärke der Äste in Grenzen und hindert&lt;br /&gt;
12 Skript Waldbau I Prinzipien der Waldnutzung&lt;br /&gt;
das Astwerk daran, sich allzu kräftig zu entwickeln. Im Bereich 1 der Abbildung 2.5, wo der&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] gering ausfällt, ist seine Wirkung eher als vorteilhaft zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Krone]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_SHOWFACTBOX_&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
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		<updated>2017-02-24T08:09:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit [[hatBestandesschluss::Horizontaler Bestandesschluss|horizontalem Schluss]] bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[hatBestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=5732</id>
		<title>2.2.3 Umsetzungstendenzen der sozialen Stellung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.3_Umsetzungstendenzen_der_sozialen_Stellung&amp;diff=5732"/>
		<updated>2017-02-23T10:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der sozialen Hierarchie sind nicht nur die&lt;br /&gt;
Positionen, sondern zeitliche Veränderungen von Interesse. Wir nennen diese Veränderungen&lt;br /&gt;
der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]]: &#039;&#039;&#039;[[Umsetzung]]&#039;&#039;&#039;. Die [[Umsetzung|Umsetzungen]] fallen sowohl [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positiv]] wie [[Umsetzung::Negative Umsetzung|negativ]] aus. Die&lt;br /&gt;
sozialen [[Umsetzung|Umsetzungen]] hängen vom Grad der gegenseitigen Bedrängung und von der Dauer&lt;br /&gt;
des dadurch erzeugten [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] ab. Weil die Bäume mit steigenden Platzbedürfnissen,&lt;br /&gt;
die exponentiell zu ihrer Grösse wachsen, immer mehr Platz beanspruchen, ergibt die Summe&lt;br /&gt;
aller sozial aufsteigenden und absteigenden Bäume mit zunehmender Entwicklung notwendigerweise&lt;br /&gt;
ein negatives Ergebnis. Die sozial aufsteigenden Bäume sind zwar in der&lt;br /&gt;
Minderzahl, sie haben aber waldbaulich eine grössere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der sozialen Hierarchie bildet man gewöhnlicherweise zwei Gruppen: einerseits&lt;br /&gt;
den sog. [[Oberstand]] (herrschende und mitherrschende) und andererseits den von [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Beherrscht|beherrschten]] und [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|unterdrückten]] gebildeten [[Unterstand]]. Dies ist darin begründet, weil die Elemente des&lt;br /&gt;
[[Oberstand|Oberstandes]] ein gewisses Selbstentwicklungspotential aufweisen. Im oberen Bereich der&lt;br /&gt;
Kronenschicht finden im wesentlichen die entscheidenden Vorgänge der sozialen Differenzierung&lt;br /&gt;
statt. Die soziologische Dynamik eines Kollektives kommt hier am deutlichsten zum&lt;br /&gt;
Ausdruck. Ein oftmals vorhandener Unterwuchs oder [[Nebenbestand]] fällt dabei ausser&lt;br /&gt;
Betrachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verleiht einem Individuum innerhalb des Kollektives einen offensichtlichen&lt;br /&gt;
Vorteil. Sie gibt ihnen den Positionsvorrang und daraus die grösseren Chancen,&lt;br /&gt;
oben zu bleiben. Hier ist es wichtig zu wissen, ob in den ersten Entwicklungsstadien&lt;br /&gt;
([[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]], [[Entwicklungsstufe::Dickung]]) der Status des [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|Herrschenden]] zufällig oder Ausdruck der besseren&lt;br /&gt;
Veranlagung ist. [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hat für [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockungen]], die aus [[Pflanzung]] entstanden&lt;br /&gt;
sind, gezeigt, dass zufallsbedingte Faktoren die soziale Hierarchie beeinflussen (siehe &lt;br /&gt;
[[Bild::Abb 2.6.png|Abb.2.6]]). Hier kommen offensichtlich Kleinstandortsunterschiede oder bessere Anwuchserfolge als&lt;br /&gt;
Erklärung in Frage. Immerhin dürften die genetisch bedingten Wuchsunterschiede für die&lt;br /&gt;
soziale Position eine Rolle spielen. Untersuchungen der genetischen Strukturen zeigen, dass [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] Bäume einer Bestockung deutlich mehr Heterozygoten aufweisen als der&lt;br /&gt;
Durchschnitt[[Referenz::Geburek et al.;1993;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburek, Th., Thurner, G., 1993: Verändert sich der Genpool von Waldbeständen durch forstwirtschaftliche Massnahmen? Cbl. Ges. Forstwes. 110, 2:49-62.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Schluss der besseren Wuchsveranlagung ist naheliegend, weil die Heterozygotie mit Fitnesseigenschaften zu verbinden ist. Dies scheint aber nicht für alle Baumarten gleich zu gelten. Hussendörfer, 2001[[Referenz::Hussendörfer;2001;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hussendörfer, E., 2001: Beiträge zum Thema: Nachhaltigkeit genetischer Variation durch naturnahe Waldwirtschaft; dargestellt am Beispiel der Weisstanne (Abies alba Mill.). Habilitationsschrift, ETHZ, Zürich, 135 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte bei der [[Baumart::Tanne]] zeigen, dass eine umgekehrte Tendenz besteht. Er vermutet, dass dies mit der Eigenschaft der [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|Schattenbaumart]] zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäume sind nach ihrer Anfangsgrösse angeordnet, welche einigermassen den Ausdruck&lt;br /&gt;
der genetischen Veranlagung widergeben, da während der Nachzucht im Forstgarten die&lt;br /&gt;
Umwelt- und Wachstumsbedingungen sehr homogen sind. Die nach der [[Pflanzung]] erfolgten&lt;br /&gt;
Veränderungen im positiven sowie im negativen Sinne erstrecken sich praktisch auf der ganzen&lt;br /&gt;
Bandbreite, was auf einen zufallsbedingten Einfluss deutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.6.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb 2.6:&#039;&#039;&#039; Veränderung der sozialen Positionen in einer [[Baumart:: Fichte|Fichtenpflanzung]] zwischen 3 und 10&lt;br /&gt;
Jahren. (nach einem Versuch von Delvaux, 1981)[[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delvaux&amp;quot;&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmass der [[Wettbewerb|Konkurrenz]] in der Bestockung dürfte soziale Positionsänderungen und&lt;br /&gt;
sowohl [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive]] wie [[Umsetzung::Negative Umsetzung|negative Umsetzungen]] beeinflussen. In einem weiteren Versuch mit&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] konnte Delvaux (1981) [[Referenz::Delvaux;1981;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Delvaux, J., 1981: Différenciation sociale. Schweiz. Z. Forstwes. 132, 9: 733-749.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, dass die soziale Hierarchie anders läuft, wenn man den [[Wettbewerb]] kontrolliert oder wenn kein [[Wettbewerb]] herrscht. Ohne allzu starker [[Wettbewerb]] setzen sich ursprünglich [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschende]] wesentlich positiver um. Das bedeutet, dass [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschende]] durchaus eine Chance besitzen, gute Leistungen zu erzeugen, wenn sie nicht zufälligerweise durch Nachbarn in dieser Entwicklung verdrängt wurden (siehe [[Bild::Abb 2.7.png|Abb. 2.7]]). Dadurch wird die entscheidende Wirkung des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] auf die Regulierung der sozialen Hierarchie innerhalb einer Bestockung aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.7.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.7&#039;&#039;&#039;: Soziale Entwicklung&lt;br /&gt;
unterschiedlicher sozialen Klassen in&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenpflanzungen]] mit und ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb]] zwischen 5 und 8 Jahren.&lt;br /&gt;
Bestimmend für die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]]&lt;br /&gt;
ist die erreichte Höhe (in Abzisse). Die&lt;br /&gt;
zwei Kollektive D (Dominierende am&lt;br /&gt;
Versuchsbeginn) und M (Mitherrschende)&lt;br /&gt;
weisen vier Jahre nachher&lt;br /&gt;
eine andere Höhenposition auf, wenn&lt;br /&gt;
sie in hohen [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
wachsen (kleine Buchstaben)&lt;br /&gt;
im Gegensatz zu Wuchs ohne&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb|Konkurrenz]] (grosse Buchstaben). Der&lt;br /&gt;
bessere Teil der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschenden]] ohne [[Wettbewerb|Konkurrenz]] (M) erreicht grössere&lt;br /&gt;
Höhen als einige ursprünlich&lt;br /&gt;
Dominierende (D) wie auch Konkurrenzierte&lt;br /&gt;
(d).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange, wie oft und in welchem Ausmass [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden, ist für die&lt;br /&gt;
Ausrichtung der Waldpflege durch Stammzahlentnahmen von Bedeutung (Erdünnerungen&lt;br /&gt;
bzw. Durchforstungen). Dabei soll zwischen jungen Bestockungen ([[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]] bis&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]]) und erwachsenen, auch älteren Bestockungen unterschieden werden.&lt;br /&gt;
Ferlin und Bobinac, (1999)[[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen am Beispiel eines Eichenbestands im [[Bestandesalter|Alter]] von zwischen 33&lt;br /&gt;
und 54 Jahren ([[Bild::Abb 2.8.png|Abb. 2.8]]), dass die sozialen Klassen (hier dargestellt mit dem Durchmesser =&lt;br /&gt;
Grösse der Ringe oder dem Durchmesserzuwachs = Dicke der Ringe) recht homogen auf der&lt;br /&gt;
ganzen Fläche verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: Abb_2.8.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.8&#039;&#039;&#039;: Räumliche Verteilung&lt;br /&gt;
und soziale Differenzierung der&lt;br /&gt;
Bäume in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] [[Baumart::Eiche|Eichen]]-[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]] zwischen&lt;br /&gt;
33 und 54 Jahren.&lt;br /&gt;
Gilt für 54-jähriges [[Baumart::Eiche|Eichen]]-&lt;br /&gt;
[[Entwicklungsstufe::Stangenholz]], Versuchsfläche&lt;br /&gt;
Donji-Srem (Kroatien)&lt;br /&gt;
Dargestellt sind nur die 25 %&lt;br /&gt;
stärksten Bäume der Population&lt;br /&gt;
nach Ferlin und Bobinac (1999) [[Referenz::Ferlin und Bobinac;1999;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.| ]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Ferlin&amp;quot;&amp;gt;Ferlin, F., Bobinac, M., 1999 : Natürliche Strukturentwicklung und Umsetzungsvorgänge in&lt;br /&gt;
jüngeren ungepflegten Stieleichenbeständen. Allg. Forst. U. J.Ztg. 170, 8: 137-142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Umsetzung|Umsetzungen]] in Jungbestockungen (bis [[Entwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]])&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiten bezeugen, dass [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] in der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] (bis ca. 10 m Höhe)&lt;br /&gt;
und sogar in [[Entwicklungsstufe::Stangenholz|Stangenholzstufe]] (bis etwa 20 m Höhe) noch möglich sind, und zwar sowohl bei&lt;br /&gt;
Licht- als auch bei Schattenbaumarten. So berichten Leibundgut (1976)[[Referenz::Leibundgut;1976;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Leibundgut, H., 1976: Grundlagen zur Jungwaldpflege. Ergebnisse zwanzigjähriger&lt;br /&gt;
Untersuchungen über die Vorgänge der Ausscheidung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung in jungen Eichenbeständen. Mitt. Eidg. Anst. forstl. VersWes. 52, 4: 313-371.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Entwicklungsstufe::Dickung|Eichendickungen]],&lt;br /&gt;
dass grosse Veränderungen der [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] vorkommen. In diesen verhältnismässig&lt;br /&gt;
dichten [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]], welche aus [[Naturverjüngung]] hervorgegangen sind, sind 20 bis 40 % der&lt;br /&gt;
Bäume, welche am Ende der [[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungsstufe]] die obere Kronenschicht bilden, sozial von der [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|mitherrschenden]] in die [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschende]] Klasse aufgestiegen. Sie haben sich damit, in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 6 bis 8 Jahren, sozial [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positiv umgesetzt]]. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen&lt;br /&gt;
Spellmann und Diest (1990)[[Referenz::Spellmann und Diest;1990;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spellmann, H., Diest, W.v., 1990: Entwicklung von Z-Baum-Kollektiven in langfristig&lt;br /&gt;
beobachteten Eichen-Versuchsflächen. Forst u. Holz 45, 19: 573:580.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Baumart::Eiche|Jungeichenbestockungen]] in Norddeutschland. Bei [[hatSchattentoleranz::Schattenbaumart|Schattenbaumarten]] zeigen Thiébaut et al (1992) [[Referenz::Thiébault et al.;1992;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thiébaut, B., Comps, B., Rucart, M., Soroste, S., Ntsame Okwo, C., 1992: Développement des&lt;br /&gt;
plants de hêtre (Fagus silvatica L.) dans une régénération naturelle, équienne, âgée de 18 ans. Ann. Sci. For. 49: 111-131.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Buchen aus [[Naturverjüngung]], entstanden zwischen [[Bestandesalter|Alter]] 2 und 18, zahlreiche soziale [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] und zwar im Sinne von grösseren Auf- wie auch Abstiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Holzart::Nadelholz|Nadelbaumarten]] zeigen die Beobachtungen von Ganther (1983)[[Referenz::Ganther;1983;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ganther, S., 1983: Untersuchung über die Wuchsdynamik, Nachbarschaft, soziologische&lt;br /&gt;
Umsetzung und Qualitätsentwicklung in natürlich verjüngten Föhren- Jungwäldern in der Gemeinde Glattfelden. Schweiz. Z. Forstwes. 134, 11: 905-914.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Baumart::Föhre|Waldföhren]]-[[Entwicklungsstufe::Dickung|Dickungen]]&lt;br /&gt;
mit sehr unterschiedlicher Dichte, zwischen 7000 und 70´000 Stämmen pro Hektare, dass bei&lt;br /&gt;
einem [[Bestandesalter]] von 15 Jahren der Anteil der Bäume im [[Category:Oberstand]], welche in einem&lt;br /&gt;
Zeitraum von 9 Jahren ihre [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] verbessern, zwischen 30 und 54 % liegt. Der Anteil&lt;br /&gt;
der sozial aufgestiegenen Bäume war manchmal sogar noch grösser als derjenige der&lt;br /&gt;
abgestiegenen Bäume. Schon Wagenknecht (1940)[[Referenz::Wagenknecht1940;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in [[Entwicklungsstufe::Dickung|Kieferndickungen]]. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.;| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wagenknecht, E., 1940: Das Umsetzen in Kieferndickungen. Z. f. Forst- u. Jwes. 72, 9:&lt;br /&gt;
285-296.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte analoge Ergebnisse erhalten und daraus folgernd geschätzt, dass in [[Baumart::Föhre|Föhrendickungen]] einzelne Bäume auch einen Wachstumsrückstand&lt;br /&gt;
(gegenüber den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Bäumen) von bis zu 40 cm noch vollständig aufholen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngeren Bestockungen, d.h. vom [[Entwicklungsstufe::Jungwuchs]] bis [[Entwicklungsstufe::Schwaches Stangenholz|schwache Stangenholzstufe]] sind soziale [[Umsetzung|Umsetzungen]] möglich, insbesondere bei [[Schattentoleranz::Schatenbaumart|schattenertragenden Baumarten].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Umsetzung|Umsetzungen]] in erwachsenen Bestockungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Wuchskraft mit zunehmendem [[Bestandesalter|Alter]] abnimmt, haben die nichtherrschenden Bäume&lt;br /&gt;
immer weniger Chancen, ihren Rückstand wettzumachen und somit sozial aufzusteigen. Man&lt;br /&gt;
geht generell davon aus, wenn einmal die sozialen Positionen gebildet sind und sich gefestigt&lt;br /&gt;
haben, so etwa ab Lebenshälfte, kaum mehr [[Umsetzung::Positive Umsetzung|positive Umsetzungen]] stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Category: Umsetzung]]&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5731</id>
		<title>2.2.2 Klassifikation der sozialen Stellung nach Kraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.2.2_Klassifikation_der_sozialen_Stellung_nach_Kraft&amp;diff=5731"/>
		<updated>2017-02-23T10:31:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Kollektiv mit horizontalem Schluss bilden die Kronen eine oder mehrere deutlich erkennbare [[Schicht|Schichten]] aus, welche jedoch normalerweise nie absolut homogen sind. Kleine Wuchsunterschiede&lt;br /&gt;
von einigen Dezimetern verleihen den Individuen verschiedene Stellungen im Kampf&lt;br /&gt;
um das Licht. Die Unterschiede sind um so ausgeprägter, je dichter die Bestände sind und je&lt;br /&gt;
länger die Bestände schon im Dichtstand stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Stellung nach Kraft|&#039;&#039;&#039;soziale Stellung&#039;&#039;&#039;]] innerhalb derselben [[Schicht|Schicht]] bestimmt die Entwicklungschancen der&lt;br /&gt;
Individuen. Sie spielt somit eine bedeutende Rolle im Waldbau. Um die individuellen&lt;br /&gt;
Entwicklungschancen in einem [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] Bestand charakterisieren zu können, definiert&lt;br /&gt;
man die [[Soziale Stellung nach Kraft|soziale Stellung]] der Bäume nach einer Klassifikation, wie sie von Kraft (die soziale Stellung der Bäume nach einer Klassifikation, 1884)[[Referenz::Kraft;1884;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kraft, G., 1884: Beiträge zur Lehre von den Durchforstungen, Schlagstellungen und Lichtungshieben. Klindworth&#039;s, Hannover, 147 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|0 vorherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Herrschend|1 herrschend]]&lt;br /&gt;
[[Mitherrschend|2 mitherrschend]]&lt;br /&gt;
[[Beherrscht|3 beherrscht]]&lt;br /&gt;
[[Soziale Stellung nach Kraft::Unterdrückt|4 unterdrückt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.3.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.3&#039;&#039;&#039;: Die Klassifikation von Kraft&lt;br /&gt;
für die Einteilung der Bäume nach&lt;br /&gt;
ihrer [[Soziale Stellung nach Kraft|sozialen Stellung]] in&lt;br /&gt;
Bestockungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Vorherrschend|Vorherrschend (0):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche mit ihrer Höhe deutlich über den oberen&lt;br /&gt;
Kronenschirm hinausragen. Diese Stellung ist im gleichaltrigen Bestand selten und sie begrenzt&lt;br /&gt;
sich auf gewisse Lebensphasen (Dickungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Herrschend|Herrschend (1):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche voll am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Sie weisen&lt;br /&gt;
ein gutes Höhenwachstum und eine kräftige, allseitig gut entwickelte, regelmässige Krone auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.4.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.4 :&#039;&#039;&#039; Soziale Differenzierung in&lt;br /&gt;
jungen Bestockungen, dargestellt mit&lt;br /&gt;
der Stammzahlverteilung der vier&lt;br /&gt;
sozialen Klassen im Verhältnis zum&lt;br /&gt;
BDH (Brusthöhendurchmesser).&lt;br /&gt;
Gilt für [[Baumart: Fichte|Fichtenbestockung]]. Hier am&lt;br /&gt;
[Referenz::Beispiel einer Versuchsfläche der WSL in Chanéaz (VD)]].&lt;br /&gt;
(nach [[Referenz::Nägeli, 1952]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Soziale Stellung nach Kraft::Mitherrschend|Mitherrschend (2):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche auch noch am oberen Kronenschirm beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[hatSoziale Stellung nach Kraft::Herrschend|herrschenden]] Individuen ist jedoch ihre Krone weniger vital und weniger&lt;br /&gt;
gleichmässig entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Beherrscht|Beherrscht (3):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, welche nicht mehr am oberen Kronenschirm beteiligt sind. Die&lt;br /&gt;
Krone geniesst deshalb kein volles, direktes Licht mehr. Sie ist aber noch im Kontakt mit den&lt;br /&gt;
Kronen der [[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Unterdrückt|Unterdrückt (4):]]&#039;&#039;&#039; Bäume, deren Krone nicht mehr im Kontakt mit den Kronen der&lt;br /&gt;
[[Herrschend|herrschenden]] und [[Mitherrschend|mitherrschenden]] Individuen ist. Ihre Spitze ist i.d.R. von Ästen der&lt;br /&gt;
benachbarten Bäume überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] erreicht ist, nimmt der [[Wettbewerb]] zu. Dies führt zu einer&lt;br /&gt;
Differenzierung der sozialen Klassen. Wie Abb. 2.4 zeigt, fallen die Unterschiede immer stärker&lt;br /&gt;
aus. Dies gilt sowohl bezüglich Durchmesserspanne wie auch bezüglich Stammzahlen. Die&lt;br /&gt;
sozial untersten Klassen verlieren wegen der Mortalität immer mehr an Stammzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Abb. 2.5&#039;&#039;&#039;{{ref|Schütz|1984}}&amp;lt;ref&amp;gt;Schütz, J.-Ph., 1984: Zur Kontrolle der [[Bestandesdichte|Bestandesdichte]] und der Durchforstungsstärke.&lt;br /&gt;
Schweiz. Z. Forstwes. 135, 2: 113-122.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die [[Wettbewerb|Wettbewerbsverhältnisse]] am Fallbeispiel der Stammzahlenentwicklung&lt;br /&gt;
in Abhängigkeit der [[Oberhöhe]] für eine [[Baumart::Fichte|Fichtenbestockung]]. Ausgehend von einem&lt;br /&gt;
Kollektiv mit anfänglich 4500 Stämme/ha (Pfeil in der Abb. 2.5) wird der [[Kronenschluss|Kronenschluss]] bei&lt;br /&gt;
einer [[Oberhöhe]] von ungefähr 6 m erreicht. Erfolgen keine regulierende Stammzahlentnahmen,&lt;br /&gt;
erreicht dieses Kollektiv die Zone einer kritischen Dichte (Zone 3) bei einer [[Oberhöhe]] von 12&lt;br /&gt;
bis 13 m. Als kritisch wird hier die Bestockungsdichte veranschlagt, welche zu einer&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;natürlichen Mortalität&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;natürlichen Ausscheidung&#039;&#039;&#039; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.5.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.5 :&#039;&#039;&#039; Darstellung der [[Wettbewerb|Wettbewerbsbedingungen]]&lt;br /&gt;
in jungen&lt;br /&gt;
[[Baumart::Fichte|Fichtenbeständen]], am Beispiel der&lt;br /&gt;
Entwicklung der Stammzahlen in&lt;br /&gt;
Funktion der [[Oberhöhe]].&lt;br /&gt;
Die Kurven, welche unterschiedliche&lt;br /&gt;
Konkurrenzzonen abgrenzen, wurden&lt;br /&gt;
aufgrund der Kronendimensionen&lt;br /&gt;
berechnet. Die Kurve a entspricht&lt;br /&gt;
dem eintretenden [[Kronenschluss|Kronenschluss]] (Deckungsgrad von 1,2). Die Kurve b&lt;br /&gt;
zeigt die natürlich maximal erreichbare&lt;br /&gt;
Bestockungsdichte. Zwischen&lt;br /&gt;
diesen zwei Grenzlinien kann man&lt;br /&gt;
drei Bereiche unterschiedlich starker&lt;br /&gt;
Wettbewerbsintensitäten erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Klassifikation von Kraft eine breite Anerkennung gefunden hat, muss ihre Anwendung aus heutiger Erkenntnis in zweierlei Hinsichten kritisch begrenzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ihre Anwendung ist für [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmige]] und gleichaltrige Bestockungen gültig. Sie darf kaum für [[Bestandesschluss::Stufiger Bestandesschluss|stufige Bestände]] mit vertikaler Mischungsform angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weil sie gutachtlich Klassen bildet, um ein Phänomen, das in der Tat kontinuierlich ist, gibt es verschiedene Übergänge. Für eine differenzierte und feine Analyse der sozialen Hierarchie arbeitet man heute vermehrt mit einer Rangordnung in  Bezug auf den Durchmesser (z.B. die 100 stärksten, die 100 bis 200 usw.){{referenz|Preuhsler et al|1989}}&amp;lt;ref&amp;gt;Preuhsler, T., Schmidt, R., 1989: Beobachtungen auf einem spät durchforsteten Fichten-Versuch. Forstwiss. Cbl. 108: 271-288.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Soziale Stellung nach Kraft]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=2.1_Die_Formen_der_Waldentwicklung_oder_der_Sylvigenese&amp;diff=5730</id>
		<title>2.1 Die Formen der Waldentwicklung oder der Sylvigenese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=2.1_Die_Formen_der_Waldentwicklung_oder_der_Sylvigenese&amp;diff=5730"/>
		<updated>2017-02-23T10:30:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie auch im Naturwald vorkommend, kennt der Waldbau hauptsächlich zwei Grundformen der&lt;br /&gt;
Sylvigenese (natürliche Waldentwicklung), gekennzeichnet im grossen und ganzen durch die&lt;br /&gt;
Art und Weise der Erneuerung bei der Ablösung der Generation sowie der Form der [[Erziehung|Erziehung]] nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spontane kontinuierliche Erneuerung und Verselbständigung der Produktion, wie sie&lt;br /&gt;
im perfekten [[hatVertikale Struktut::Ungleichförmiger Bestand|ungleichförmigen]] Wald oder [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwald]] erscheint, d.h. in einem Wald&lt;br /&gt;
ohne nennenswerte Unterbrechung des Waldgefüges. Diese Formen mit vertikalem&lt;br /&gt;
Mischungsprinzip, nämlich Plenterung, [[hatBestandesform::Mittelwald|Mittelwaldbetrieb]] und lichter [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] werden im&lt;br /&gt;
Skript „Die Plenterung und ihre unterschiedliche Formen“ behandelt. Im Fall des [[hatBestandesform::Plenterwald|Plenterwaldes]] ermöglicht eine innige Mischung aller Baumalter, dass die gesamte&lt;br /&gt;
Sylvigenese im Schutz der ältesten Bäume abläuft. Durch ein harmonisches&lt;br /&gt;
Nebeneinander bilden diese Bäume den Überbau, unter dem sich die jüngsten entwickeln&lt;br /&gt;
können. Die Struktur ist so zusammengesetzt, dass sie eine kontinuierliche Erneuerung in&lt;br /&gt;
einem demographisch autarken Verhältnis erlaubt und dadurch die Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
sicherstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walderneuerung mit klarer &#039;&#039;&#039;Ablösung der Generationen&#039;&#039;&#039; und [[Erziehung|Erziehung]] im Rahmen&lt;br /&gt;
eines Kollektivs (wie z.B. im Femelschlagsystem) ist Inhalt dieses Skriptes (siehe Abb.&lt;br /&gt;
2.1). Im [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmigen]] [[hatBestandesform::Hochwald|Hochwald]] spielt der [[Wettbewerb]] in der kompakten [[Schicht|Schicht]] der&lt;br /&gt;
Kronen eine entscheidende Rolle. Die Bestockung bildet einen mehr oder weniger&lt;br /&gt;
homogenen Gebilde aus dicht gedrängten und horizontal angeordneten Kronen. Da der&lt;br /&gt;
Kronenraum des Einzelbaumes mit der Baumhöhe exponentiell zunimmt, ist die&lt;br /&gt;
[[Wettbewerb|Konkurrenz]] umso ausgeprägter, je schneller das Wachstum und je dichter und&lt;br /&gt;
lichtundurchlässiger die Kronen sind. In Beständen, die von Natur aus oder anthropogen&lt;br /&gt;
bedingt nur aus einer Baumart bestehen, ist diese [[Wettbewerb|Konkurrenzsituation]] besonders gut&lt;br /&gt;
sichtbar. Die Kronen befinden sich alle auf derselben Höhe, so dass der Kampf um Raum&lt;br /&gt;
für die Entwicklung in einem sehr beschränkten Höhenbereich stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.1.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.1&#039;&#039;&#039; : Der Waldentwicklungstyp&lt;br /&gt;
der flächenweisen Ablösung der&lt;br /&gt;
Generationen. Hier kommt eine Form&lt;br /&gt;
des [[Wettbewerb|Wettbewerbes]] im Schosse der&lt;br /&gt;
Wettbewerbsgemeinschaft zustande,&lt;br /&gt;
im Rahmen geschichteter, [[hatVertikale Struktur::Gleichförmiger Bestand|gleichförmiger]] Kronenstrukturen, und hier gilt&lt;br /&gt;
die kollektive Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Form der Sylvigenese im Hochgebirgswald: Bildung von Kampfgemeinschaften oder Rotte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besondere weitere Form der Sylvigenese gilt für die subalpinen Wälder (etwa ab 1500 m&lt;br /&gt;
Meereshöhe) eine Strukturierung in natürlicher Kampfgemeinschaft der Kleinkollektive oder&lt;br /&gt;
sog. Rotte[[Referenz::Kuoch et al.;1970;Kuoch, R., Amiet, R., 1970 : Die Verjüngung im Bereich der oberen Waldgrenze der Alpen mit Berücksichtigung von Vegetation und Ablegerbildung. Mitt. Eidg. Anst. Forstl.Versuchswes. 46: 159-328.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kuoch, R., Amiet, R., 1970 : Die Verjüngung im Bereich der oberen Waldgrenze der Alpen mit Berücksichtigung von Vegetation und Ablegerbildung. Mitt. Eidg. Anst. Forstl.Versuchswes. 46: 159-328.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Referenz::Kuoch;1972;Kuoch, R. 1972 : Zur Struktur und Behandlung von subalpinen Fichtenwälder. Schweiz. Z. Forstwes. 123 : 77-89.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kuoch, R. 1972 : Zur Struktur und Behandlung von subalpinen Fichtenwälder. Schweiz. Z. Forstwes. 123 : 77-89.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie bewirken Selbstschutz und weisen einen gemeinsamen [[Kronenmantel|Kronenmantel]] auf (siehe Abb. 2.2). Auch wenn diese Rotten mit der Zeit zusammenwachsen, ist diese ursprüngliche Strukturierung in Kleinkollektiven auch in ausgewachsenen Bestockungen oftmals erkennbar. Die Rottenstruktur kommt aber nicht überall zustande, sondern nur dort, wo die äussere Einwirkung auf den Wald ausgeprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image: abb_2.2.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abb. 2.2&#039;&#039;&#039; : Spezieller Waldentwicklungstyp&lt;br /&gt;
in Kampfkollektiven (Rotten) im Hochgebirgswald&lt;br /&gt;
(subalpin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Bestandesform]]&lt;br /&gt;
[[Category: Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://students.siwawa.org/index.php?title=1._Einleitung&amp;diff=5729</id>
		<title>1. Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://students.siwawa.org/index.php?title=1._Einleitung&amp;diff=5729"/>
		<updated>2017-02-23T10:29:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.87.10.169: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gibt viele und verschiedene Definitionen für den Waldbau, eine wissenschaftliche Disziplin,&lt;br /&gt;
welche von einem Holzackerbau im letzten Jahrhundert zu einer mehr die naturprozessorientierte&lt;br /&gt;
Tätigkeit zur Steuerung des Naturgutes Wald weiterentwickelt wurde, im&lt;br /&gt;
Sinne vom bekannten Aphorismus nach Bacon, 1620[[Referenz::Bacon;1620;Bacon, F., 1620: Aphorisms concerning the interpretation of nature and the kingdom of man. In:&lt;br /&gt;
Novum Organum, Vol. 4: Instauratio magna. J. Speddling &amp;amp; Ellis &amp;amp; Heath Eds., Longman &amp;amp; Co, London.| ]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bacon, F., 1620: Aphorisms concerning the interpretation of nature and the kingdom of man. In:&lt;br /&gt;
Novum Organum, Vol. 4: Instauratio magna. J. Speddling &amp;amp; Ellis &amp;amp; Heath Eds., Longman &amp;amp; Co, London.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot; Nature to be commanded must be&lt;br /&gt;
obeyed&amp;quot; (Wer der Natur befehlen möchte, muss sich von ihr leiten lassen). Heute bekennen&lt;br /&gt;
sich die meisten Waldbauströmungen zu diesem Bezug zu den Naturabläufen. Wir sprechen&lt;br /&gt;
auch dann von einem &#039;&#039;&#039;naturnahen Waldbau&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldbau ist die Kunst der Waldsteuerung in der gewünschten Richtung mit&lt;br /&gt;
rechzeitigen und rationellen Massnahmen, auf der Basis von naturwissenschaftlichen&lt;br /&gt;
Erkenntnissen, ohne dabei die natürlichen Produktionskräfte&lt;br /&gt;
einzuschränken.&lt;br /&gt;
Die Hauptcharakteristiken des Systems, welches den Waldbau betrifft, sind die folgenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Langlebigkeit des Produktionssystems&lt;br /&gt;
*Naturorientierte Prozesse&lt;br /&gt;
*Wilde Organismen mit vollständiger, ursprünglicher genetischer Struktur&lt;br /&gt;
*Mehrzwecknutzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__SHOWFACTBOX__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.87.10.169</name></author>
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